laut.fm – Infoblock
Hinter laut.fm verbirgt sich kein klassischer Radiosender im herkömmlichen Sinne, sondern eine webbasierte Plattform, die das Konzept des nutzergenerierten Webradios in den Mittelpunkt stellt. Das 2005 in Konstanz gegründete Portal operiert als interaktives Netzwerk, das es privaten DJs, Bloggern und Musikbegeisterten ermöglicht, eigene Radiostationen zu kuratieren und über das Internet auszustrahlen. Durch dieses dezentrale Prinzip entsteht eine enorme Vielfalt an Pop-Spartensendern, die von tagesaktuellen Charts bis hin zu sehr spezifischen Nischen innerhalb der populären Musik reichen. Die technischen Infrastrukturen werden zentral vom Betreiber bereitgestellt, während die inhaltliche Gestaltung komplett in den Händen der einzelnen Station-Betreiber liegt. Die Reichweite und die Programmdichte von laut.fm basieren auf Tausenden von automatisierten oder live moderierten Sendern. Nutzer navigieren über ein webbasiertes Verzeichnis durch die verschiedenen Streams, die sich primär über Werbeeinblendungen finanzieren. Im Gegensatz zu UKW- oder klassischen DAB+-Sendern entfällt hier die geografische Bindung an ein Sendegebiet. Die Plattform versteht sich als technischer Infrastrukturdienstleister, der die Lizenzabwicklung für die einzelnen Betreiber übernimmt und so eine rechtssichere Verbreitung der Programme gewährleistet. Damit stellt der Dienst ein digitales Äquivalent zu Community-gesteuerten Medienformaten dar, bei denen die Musikzusammenstellung und der redaktionelle Fokus ohne die Vorgaben einer zentralen Programmdirektion entstehen.















