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NuevoADHS: Was tun mit den Zappelphilipps?20 de octubre de 2026 · 31 min
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20 Oct 2026

Sobre el podcast

Unabhängige Experten besprechen die großen Fragen unserer Zeit. Unverfälscht. Im Originalton.

Episodios 200

  1. ADHS: Was tun mit den Zappelphilipps?

    31 minTemporada 1 · Episodio 200

    Ein durchgetaktetes Leben, überall Ablenkung und Smartphones ab dem Kindergartenalter. Warum ADHS eine Folge davon ist. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Es gibt neuronormative Kinder und solche, die sich …

    Notas del episodio
    Ein durchgetaktetes Leben, überall Ablenkung und Smartphones ab dem Kindergartenalter. Warum ADHS eine Folge davon ist. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Es gibt neuronormative Kinder und solche, die sich schwertun, sich mit den Anforderungen der Umwelt zu arrangieren. Sie haben kurze Aufmerksamkeitsspannen, sind sozial oft auffällig und vor allem schlecht in der Schule. Und je stärker der Druck auf diese Kinder ist, umso schlechter reagieren sie. Die Neurologie hat dieses Phänomen, das es in der einen oder anderen Form immer schon gab, erforscht und fasst diese Form von Problemen unter der Diagnose ADHS, also dem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, zusammen.

    Wurde damit aus einem Charakterzug eine Krankheit? Nein, sagt Anna Mikula, die Kinder und Jugendliche in einer auf sie spezialisierten Bildungseinrichtung namens Kiprax unterrichtet. Aus ihrer Sicht ist die Zunahme von ADHS eine Kombination aus vielen gesellschaftlichen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Kinder in Städten haben einen 40-Stunden-Alltag ohne Leerlaufzeiten, sie leben in einer Gesellschaft, die reizüberflutet ist – sogar im Supermarkt dudelt Musik. Und: Die Verführungen der digitalen Medien mit ihren Games, den Videos und Reels auf sozialen Medien verändern das kindliche Gehirn. Die Folgen sehen die Lehrkräfte in den Schulen.

    Die gute Nachricht: Es gibt Wege, Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung trotzdem zum Schulabschluss zu bringen: Durch flexible Lerneinheiten, Bewegung im Alltag und individuelle Beziehungsarbeit schaffen Lehrkräfte in der Bildungseinrichtung Kiprax, die Voraussetzungen dafür, dass Kinder mit ADHS eine Eigenwahrnehmung für ihre Probleme entwickeln und lernen, damit umzugehen. Diese Fähigkeit bleibt auch für ihr ganzes weiteres Leben wichtig.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Anna Mikula ist Soziologin, ADHS-Trainerin und integrative Heilpädagogin. Sie arbeitet bei Kiprax, einem Verein der Kinder und Jugendliche mit ADHS, Autismus und Impulskontrollproblemen fördert. Sie nutzt Methoden von Neurofeedback und arbeitet auch mit traumatisierten Kindern. Neben Kiprax ist sie auch im Verein „Bewegtes Lernen“ engagiert.

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  2. Wahl in Israel: Bibi oder Eisenkot?

    31 minTemporada 1 · Episodio 199

    Am 27. Oktober wählt Israel. Alles dreht sich um die Frage: Bibi oder nicht Bibi. Die größten Chancen hat Ex-Militär Gadi Eisenkot. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Seit drei Jahren ist Israel ist ein Land …

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    Am 27. Oktober wählt Israel. Alles dreht sich um die Frage: Bibi oder nicht Bibi. Die größten Chancen hat Ex-Militär Gadi Eisenkot. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Seit drei Jahren ist Israel ist ein Land im Krieg an vielen Fronten. Viele Gefallene, multiple Traumata und Bombenalarm sind ein Teil des Alltags: Wie wirken sich diese Ereignisse auf das politische Klima aus? Welche Parteien stellen sich zur Wahl und mit welchen Programmen? Der Nahost-Experte Jan Busse von der Universität der deutschen Bundeswehr in München ist ein genauer Beobachter der Vorgänge rund um die Wahl in Israel.

    In diesem Podcast berichtet er von den innenpolitischen Debatten im Land und den Schwierigkeiten, die sich angesichts von Mehrheitsbildungen ergeben können. Fakt ist, dass das gesamte Land politisch betrachtet nach rechts gerutscht ist. Die linken Kräfte in Israel sind marginalisiert. Dafür bestimmen die kleinen Parteien am extrem rechten Rand die Politik. Es sind Hardliner, die die Siedlerbewegung im Westjordanland unterstützen, den arabischen Israelis das Wahlrecht abspenstig machen wollen und die Demokratie insgesamt herausfordern. Das, was die Wahl vor allem dominiert, ist die Frage: Bleibt Benjamin Netanjahu im Amt oder muss er gehen? Gelingt es Ex-General Gadi Eisenkot, dem Polit-Profi Netanjahu genügend Stimmen abzuringen? Laut Meinungsumfragen ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit unbekanntem Ausgang, das auch darüber entscheidet, welche Koalitionen gebildet werden können. Der Historiker Jan Busse ist sich sicher: „Es wird eine richtungsweisende Wahl sein.“

    Unser Gast in dieser Folge:
    Jan Busse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung, Institut für Politikwissenschaft, Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München.

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  3. Neutralität zieht Spione an

    25 minTemporada 1 · Episodio 198

    Die österreichische Neutralität ist Mythos und Sicherheitsrisiko in einem, sagt „Presse“-Geschäftsführer Rainer Nowak und wünscht sich eine öffentliche Debatte. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:In …

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    Die österreichische Neutralität ist Mythos und Sicherheitsrisiko in einem, sagt „Presse“-Geschäftsführer Rainer Nowak und wünscht sich eine öffentliche Debatte. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    In geopolitischen Umbruchsphasen, wie sie jetzt gerade stattfinden, werden die Karten neu gemischt. Neue Aggressionen, neue Allianzen und neue Strategien. Österreichs Neutralität ist, so sagt das Rainer Nowak, der Herausgeber der Tageszeitung „Die Presse“, keine Errungenschaft mehr, sondern im Gegenteil, Mythos und Sicherheitsrisiko. Warum das so ist, argumentiert er konzise in einem eben veröffentlichten Buch. „Nato statt Neutralität“ (Molden Verlag) so der Titel des schmalen Bandes, in dem Nowak die vermeintliche Unparteilichkeit Österreichs nach Strich und Faden demontiert.

    Historisch, weil die Neutralität nur scheinbar ein friedensstiftendes Werkzeug war und vor allem den Russen nutzte. Geopolitisch, weil sie spätestens seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union ohnehin eine Illusion ist. Und strategisch fatal, denn wenn Russland sich entschließen würde, weiter nach Europa einzudringen, liegt Österreich an zentralen Routen.

    Schweden und Finnland, so Nowak, schätzen die geopolitische Lage richtig sein, weil sie bald nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine der NATO beigetreten sind, ein weiser Entschluss, den Österreich eindeutig verabsäumt habe.

    Doch noch interessanter als all das ist, dass die Neutralität ein maßgeblicher Grund ist, warum Wien seit dem Ende des 2. Weltkrieges bis heute die Stadt der Spione ist. Es sind die vielen internationalen Institutionen wie UNO, OPEC oder die Atomenergiebehörde, die Menschen aus allen Ländern nach Wien bringen und die Kaffeehäuser zum Umschlagplatz für Informationen aller Art machen.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Rainer Nowak ist preisgekrönter Journalist, war von 2012 bis 2022 Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“, seit 2014 auch deren Herausgeber und in diesen Funktionen bei sämtlichen wichtigen innenpolitischen Ereignissen dieser Periode berichterstattend dabei. Nach einem Intermezzo bei der Kronen Zeitung kehrte Nowak 2025 als Vorsitzender der Geschäftsführung zur „Presse“ zurück.

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  4. Neustart für Österreich: Aus klein mach groß

    20 minTemporada 1 · Episodio 197

    Auf der Suche nach Einsparungspotenzial ließe sich durch das Zusammenlegen von Gemeinden nicht nur Geld sparen, sondern auf Expertise bündeln, eine neue Folge aus der Reihe „Neustart für Österreich“. Ein …

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    Auf der Suche nach Einsparungspotenzial ließe sich durch das Zusammenlegen von Gemeinden nicht nur Geld sparen, sondern auf Expertise bündeln, eine neue Folge aus der Reihe „Neustart für Österreich“. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Der Staat ist schwerfällig, oft kommt er mit den gesellschaftlichen Veränderungen nicht mit. Die Demographie ist im Wandel, in Familien arbeiten beide Elternteile, Kinder müssen versorgt werden. Aus Engpässen werden oft Notlösungen gebaut, Notlösungen werden zu Dauereinrichtungen und Gemeinden müssen mit Provisorien umgehen, um auf die Bedürfnisse der Menschen reagieren zu können. Auf diese Weise ist ein unüberschaubares Flickwerk an Bestimmungen entstanden.

    Intransparenz ist das Stichwort, sagt der ehemalige Bürgermeister von Lustenau, der auch in der Zusammenlegung von Gemeinden einen Weg für Einsparungen sieht. Denn auf diese Weise würde nicht nur gespart werden, es ließen sich auch Expertisen bündeln. In Zeiten von komplexen legistischen Bestimmungen und Vorgaben wäre das sogar eine qualitative Verbesserung für all jene, die damit konfrontiert sind, Abläufe ließen sich effizienter gestalten.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Kurt Fischer, geboren 1963 in Lustenau, war von 2010 bis 2025 Bürgermeister von Lustenau für die ÖVP. Er hat eine Karriere mit vielen unterschiedlichen Stationen hinter sich. Aufgewachsen in Lustenau, ging er in Dornbirn zur Schule und studierte danach Anglistik und Philosophie in Innsbruck. Von 1986 bis 2000 arbeitete er als Gymnasiallehrer, übernahm dann den väterlichen Betrieb und wurde Unternehmer im Digitaldruckbereich. 2010 stieg er aus und widmete sich seiner politischen Karriere. Kurt Fischer ist seit 2000 Gemeinderat in Lustenau für die ÖVP, war ab 2004 als Landtagsabgeordneter in vielen unterschiedlichen Ausschüssen tätig und war von 2008 bis 2014 Stv.-Klubobmann der ÖVP-Landtagsfraktion.

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  5. Brennpunkt Klassenzimmer

    26 minTemporada 1 · Episodio 196

    Kinder ohne Deutschkenntnisse, Familien mit anderem kulturellen Hintergrund und überfordertes Lehrpersonal. Ein Reality-Check aus einer österreichischen Schule. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema: Die …

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    Kinder ohne Deutschkenntnisse, Familien mit anderem kulturellen Hintergrund und überfordertes Lehrpersonal. Ein Reality-Check aus einer österreichischen Schule. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:

    Die Lehrerin Susanne Wiesinger ist seit 40 Jahren Lehrerin und hat viele Generationen von Schülern und Schülerinnen unterrichtet. Kinder mit Migrationshintergrund gab es immer, sagt sie, doch in die Volksschule, in der sie heute in Wien Favoriten arbeitet, gehen ausschließlich Kinder mit Migrationshintergrund. Das macht ihre Arbeit schwierig, sagt sie, weil Integration nur dann möglich ist, wenn sich Kulturen vermischen.

    Doch genau das ist nicht mehr der Fall und auf diesen Umstand will sie aufmerksam machen. Es entstehen Parallelwelten, sagt sie, die sie für gefährlich hält. Und sie kritisiert das österreichische Bildungssystem, das immer stärker mit sich selbst und seinen Ränken befasst ist, statt langfristig stabile Modelle für die Lösung der vielen Probleme auf den Weg bringt. Susanne Wiesinger hat dazu auch ein Buch geschrieben. „Gebt unseren Kindern eine Chance“ in der Edition Pragmaticus im Ecowing Verlag. Im Podcast spricht sie über ihren Alltag, die Missstände und den dringenden Reformbedarf.

    Unser Gast in dieser Folge:

    Susanne Wiesinger ist Lehrerin und unterrichtet seit mehr als 30 Jahren sowohl an Volksschulen als auch an Mittelschulen. Sie war Personalvertreterin in der Gewerkschaft und hat 2018 mit ihrem Buch „Kulturkampf im Klassenzimmer“ auf die Integrationsprobleme in Österreichs Schulen aufmerksam gemacht. Anfang 2019 wurde sie als Ombudsfrau für Wertefragen und Kulturkonflikte ans Bildungsministerium berufen und kehrte danach als Lehrerin in eine Volksschule in Wien Favoriten zurück. Sie schreibt wöchentlich eine Kolumne mit dem Titel „Harte Schule“ in der „Kronen Zeitung“.

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  6. Wie weiter, Prinz Michael?

    22 minTemporada 1 · Episodio 195

    Die Medienplattform Pragmaticus feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Herausgeber Prinz Michael von Liechtenstein über Sinn, Alleinstellungsmerkmal und Zukunft der Medienplattform. Ein Podcast von Pragmaticus.Das …

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    Die Medienplattform Pragmaticus feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Herausgeber Prinz Michael von Liechtenstein über Sinn, Alleinstellungsmerkmal und Zukunft der Medienplattform. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Gut informiert zu sein, ist in Zeiten der überall einprasselnden Nachrichten gar nicht so einfach, fanden Dietrich Mateschitz und Prinz Michael von Liechtenstein und taten sich zusammen, um eine neue Medienplattform zu gründen. Sie wollten Experten und Expertinnen mit Erfahrung in der Praxis eine Plattform bieten, ihre Expertise einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen.

    2021 wurde der Pragmaticus gegründet. Heute, fünf Jahre später, blickt Prinz Michael von Liechtenstein in diesem Podcast zurück, präzisiert noch einmal die Leitgedanken und grenzt die Stoßrichtung von anderen Medienprojekten am Markt ab. Wie sieht er die Medienlandschaft generell? Wie steht er zu Künstlicher Intelligenz und wie sieht sein Blick auf die geopolitische Lage der Welt aus? Hören Sie rein.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Prinz Michael von und zu Liechtenstein hat an der Wirtschaftsuniversität Wien Sozial- und Wirtschaftswissenschaften studiert und noch während des Studiums bei Banken und Industrieunternehmen in Kanada, den USA und Belgien als Praktikant gearbeitet. Von 1978 bis 1987 arbeitete er für Nestlé SA in den Bereichen Controlling, Management und Marketing auf verschiedenen Märkten in Europa und Afrika. Seit 1987 ist er Geschäftsführer bei Industrie- und Finanzkontor Ets. in Liechtenstein, ein führendes Treuhandunternehmen mit Tradition und Expertise in der langfristigen und generationsübergreifenden Erhaltung von Vermögen, insbesondere von Familienvermögen. Heute ist Prinz Michael von und zu Liechtenstein Präsident von Industrie- und Finanzkontor Ets., Gründer und Präsident von Geopolitical Intelligence Services AG sowie Mitgründer und Herausgeber von „Der Pragmaticus“.

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  7. machtHunger: Wenn der Hunger regiert

    40 minTemporada 1 · Episodio 194

    Ein Podcast über Missernten, Not und Krieg: Gastrosoph Peter Peter über die Rolle des Hungers in der Geschichte. Ein Podcast von Der Pragmaticus.Das Thema:Essen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wer genug zu …

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    Ein Podcast über Missernten, Not und Krieg: Gastrosoph Peter Peter über die Rolle des Hungers in der Geschichte. Ein Podcast von Der Pragmaticus.

    Das Thema:
    Essen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wer genug zu essen hat, ist zufrieden. Hunger hingegen ist nicht nur auf einer ganz individuellen Ebene unerfreulich, sondern bringt, kollektiv betrachtet, gesellschaftliche Systeme ins Wanken.

    In dieser Ausgabe des Podcasts machtHunger geht es um die Allgewalt des Hungers. Und folglich erst einmal um die großen Hungersnöte der Menschheitsgeschichte – etwa die große Hungersnot in Irland im 19. Jahrhundert, die Hunderttausende Iren dazu trieb, das Land zu verlassen.

    Hunger, das wird im Laufe dieser Folge klar, ist nicht nur eine naturgegebene Katastrophe, sondern auch eine Waffe der Mächtigen gegen die Unmächtigen – ein uraltes Kriegsmittel, wie die Blockade von Leningrad oder der Holodomor in der Ukraine in den Anfängen der Sowjetunion zeigen.

    Hunger ist deshalb auch tief in der Kultur von Gesellschaften verankert – in Kinderliedern, Volkserzählungen und sogar in Tischsitten – etwa dann, wenn es ums Aufessen am Mittagstisch geht. Apropos: Auch die „Arme-Leute-Küche“ hat viele Facetten und kann – im Wandel der Zeit – sogar höchst populär werden.

    Playlist der Folge:
    • Das Hungerlied. Dieter Süverkrüp. ConträrMusik
    • Die Wasserrüben und der Kohl nach Johann Sebastian Bach (Quodlibet). Interpretiert von Dominique Visse. Alpha
    • Wovon lebt der Mensch aus der Dreigroschenoper von Bertold Brecht. Interpretiert von Chor und Orchester des Senders Freies Berlin. Wolfgang Neuss.
    • Hungriger Wolf (Kinderlied). Interpretiert von Kathrin Wurzer und Thomas Havlik. Produktion: Erwin Kiennast. Nitron Media
    • Wir haben Hunger, Hunger, Hunger. Mini Mike und die Singenden Kids. 1979501 Records DK
    Über Peter Peter
    Der Kulturwissenschaftler Peter Peter ist in der bayerischen Hauptstadt München aufgewachsen, hat in Klassischer Philologie promoviert und ist Autor zahlreicher Bücher über das Reisen und die Kochkulturen dieser Welt (unter anderem verfasste er auch eine Kulturgeschichte des Schnitzels bzw. der österreichischen Küche). Er lehrte an der von Slow Food gegründeten Università delle scienze gastronomiche in Pollenzo und Colorno. Seit 2009 lehrt er für den Masterstudiengang des Zentrums für Gastrosophie der Universität Salzburg das Modul „Weltküchen und Kochsysteme“ und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Sein jüngstes Buch ist den Zitrusfrüchten und Italien gewidmet. Es heißt Blutorangen und ist im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Für den Pragmaticus hat er einen lesenswerten Einstieg in die Gastrodiplomacy verfasst.


    Über machtHunger
    In unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und mit kulinarischen Traditionen verbunden sind.

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    Staffel I
    machtHunger I: Nationalgerichte
    machtHunger II: Frankreich
    machtHunger III: Italien
    machtHunger IV: Das Schnitzel
    machtHunger V: Globale Küche
    machtHunger VI: Zucker!
    machtHunger VII: Slawische Küche
    machtHunger VIII: Jenseits des Fleisches

    Staffel II
    machtHunger I: Die Geschichte der Muskatnuss
    machtHunger II: Der lange Weg zum Besteck
    machtHunger III: Weltenlenkerin Kartoffel
    machtHunger IV: Alkohol – Geschichte einer rosaroten Brille
    machtHunger V: Salz, Ursprung von fast Allem
    machtHunger VI: Ekel: Das Grauen bei Tisch
    machtHunger VII: Wie der Tee drei Mal nach Europa kam
    machtHunger VIII: Es trieft! Eine Geschichte vom Fett

    Staffel III
    machtHunger I: Bittersüß: Die Geschichte der Zitrusfrüchte
    machtHunger II: Warum dieses Weihnachtsessen?
    machtHunger III: Klasse Wein
    machtHunger IV: Gurken für die Ewigkeit
    machtHunger V: Gemästete Mäuse: Das Essen der Antike
    machtHunger VI: Die Freiheit der Donauküchen

    Staffel IV: machtHunger I: Reis, das harte Brot
    machtHunger II: Alles Käse, was Alpenküche kann
    machtHunger III: O'zapft is: Der Kult ums Bier
    machtHunger IV: Wer lesen kann, kann kochen
    machtHunger V: Gerichte mit Geschichten
    machtHunger VI: Von der Schnauze bis zum Schwanz

    Staffel V:
    machtHunger I: Unser Brot gib uns heute
    machtHunger II: Gehen wir ein Eis essen?
    machtHunger III: Was ist das Nationalgericht der USA?
  8. Was vom Ostblock übrig blieb

    26 minTemporada 1 · Episodio 193

    Der Eiserne Vorhang ist seit 1989 Geschichte. Wie lange wirkt sein Schatten nach? Osteuropa-Experte Walter Mayr über die ehemaligen Grenzen, Euphorie und Ernüchterung. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema …

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    Der Eiserne Vorhang ist seit 1989 Geschichte. Wie lange wirkt sein Schatten nach? Osteuropa-Experte Walter Mayr über die ehemaligen Grenzen, Euphorie und Ernüchterung. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Vergangenheitsbewältigung ist im Grunde genommen niemals vorbei. Welche Wunde der Eiserne Vorhang zwischen dem Osten und dem Westen Europas schlug, ist das Thema eines bei Zsolnay erschienen Buches mit dem Titel „Grenzfälle“, das die Zeit des Kalten Krieges wieder ins Gedächtnis ruft. An den Grenzen zwischen dem Osten und dem Westen Europas wurden Zäune, Wachtürme, Mauern und Todeszonen errichtet, um all jene Menschen aus dem Osten, die in den Westen wollten, zu erschießen.

    Walter Mayr, der Autor dieses Buches, hat sich fast 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auf eine Spurensuche entlang der einstigen Demarkationslinie begeben, um die damals mörderische Zeit wiederaufleben zu lassen. Von Norwegen bis Georgien ergründet er, wie die Menschen die Erinnerung an diese Spaltung bewahren oder überwunden haben und was das für die heutige politische Situation in den ehemaligen Ländern des Warschauer Pakts bedeutet. Klar ist, sagt Mayr, dass auf die Euphorie der Grenzfreiheit längst auch eine Ernüchterung gefolgt ist. Ein Teil der Bevölkerung erlebt die Europäische Union als einen übergeordneten Machtblock, von dem sie sich doch 1989 eigentlich befreit hatten. Insofern führt die Vergangenheit also auch heute zu politischen Überwerfungen.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Walter Mayr, geboren 1960 im bayerischen Aichach, begann 1990 als Reporter beim deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Er berichtete über die Kriege am Balkan und leitete die Büros des Spiegel in Wien, Moskau und Rom. Von 2019 bis 2026 war er Österreich-Korrespondent, von hier aus leitete er auch die Berichterstattung aus Südosteuropa. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Henri Nannen-Preis und den Deutschen Reporterpreis.

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  9. Zwischenbilanz aus den USA

    33 minTemporada 1 · Episodio 192

    In den USA stehen die Midterms an. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sehr die US-Innenpolitik die gesamte Welt bestimmt. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema: Die Wahlen zur Halbzeit einer US-Präsidentschaft …

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    In den USA stehen die Midterms an. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sehr die US-Innenpolitik die gesamte Welt bestimmt. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Die Wahlen zur Halbzeit einer US-Präsidentschaft sind ein Gradmesser für die Popularität einer Regierung und ihrer Arbeit. Die Bilanz von Donald Trump sieht laut Umfragen gerade nicht so gut aus. Die Lebenshaltungskosten für die US-Bürger sind gestiegen, vor allem Treibstoff ist teuer. Das hat mit dem Krieg im Iran zu tun, den die USA begonnen haben und für dessen Beendigung sie keine Strategie haben.

    Dabei hatte Donald Trump im Wahlkampf versprochen, keine neuen Kriege fern der USA führen zu wollen. Und ganz allgemein befindet sich auch die amerikanische Demokratie im Umbau, sagt die Politologin Cathryn Clüver Ashbrook, und gibt einen Einblick, was sich alles in den vergangenen zwei Jahren in den Institutionen der Vereinigten Staaten verändert hat.

    In diesem Podcast geht es aber auch um die Frage, inwiefern die amerikanische Innenpolitik auf den Rest der Welt wirkt, und wie die Europäische Union sich aufstellen könnte, um Kontakte in die USA auf ganz neue Art und Weise organisieren zu können.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Cathryn Clüver Ashbrook ist Senior Advisor für das Programm „Europas Zukunft“ der Bertelsmann Stiftung. Sie ist Expertin für transatlantische Beziehungen und US-Politik. Ihre Berufslaufbahn begann sie 1999 als Korrespondentin für CNN. Es folgten Stationen beim Beratungsunternehmen Roland Berger und an der Harvard Kennedy School, wo sie das Forschungsprogramm zur Zukunft der Außenpolitik gründete. 2021 wurde Clüver Ashbrook an die Spitze der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik berufen. Im Verlag Brandstätter ist ihr Buch „Der amerikanische Weckruf“ erschienen.

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  10. Ukraine, Russland und der Rest der Welt

    34 minTemporada 1 · Episodio 191

    Seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine haben sich die geopolitischen Allianzen verändert. Wer sind noch Putins Verbündete auf dem Planeten? Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema: Am 24. August ist …

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    Seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine haben sich die geopolitischen Allianzen verändert. Wer sind noch Putins Verbündete auf dem Planeten? Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema: Am 24. August ist Nationalfeiertag in der Ukraine. Russland wird wohl auch dieses Jahr mit massiven Angriffen dieses symbolische Datum bombardieren. Denn der Krieg mit der Ukraine hat für Russland die höchste Priorität, sagt Hanna Notte, Leiterin des Eurasien-Programms am James Martin Center for Nonproliferation Studies.

    Und weil Kriege derzeit die Weltpolitik bestimmen und alteingespielte Allianzen außer Kraft setzen, geht es in diesem Podcast darum, wer heute noch Freund und Gegner Russlands ist. Dazu durchleuchtet Notte Russlands Engagement im Nahen Osten und am afrikanischen Kontinent, analysiert innenpolitische Schwächen und präzisiert die Rolle Chinas im Spiel um die Mächtigen. Die Ukraine jedenfalls wird alle geopolitischen Veränderungen zu spüren bekommen. Und Europa könnte schon bald eine Schlüsselrolle zukommen.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Hanna Notte leitet das Eurasia Nonproliferation Programme am James Martin Center for Nonproliferation Studies in Monterey, Kalifornien. Ihr Fachgebiet ist russische Außenpolitik, der Nahe Osten sowie Rüstungskontrolle. Notte hat in Oxford und Cambridge studiert, war während ihres Promotionsstudiums am Institut für Orientalistik an der Russischen Akademie der Wissenschaften und am Carnegie Moscow Center und hat dann bei der NGO Shaikh Group gearbeitet. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Demnächst erscheint ihr Buch „We Shall Outlast Them: Putin's Global Campaign to Defeat the West“ (W.W. Norton & Company)

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  11. Go Alpbach 2026: Um Europa aufzutrainieren

    25 minTemporada 1 · Episodio 190

    Das Europäische Forum Alpbach steht dieses Jahr im Zeichen der Zuversicht. „How Europe wins“ ist das Motto. Wie schaut ein Fitnessprogramm für Europa aus. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema: Schluss mit dem …

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    Das Europäische Forum Alpbach steht dieses Jahr im Zeichen der Zuversicht. „How Europe wins“ ist das Motto. Wie schaut ein Fitnessprogramm für Europa aus. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Schluss mit dem ewigen Lamento, auf keinem Kontinent leben die Menschen besser als in Europa. Davon ist der Vizepräsident des Europäischen Forum Alpbach Christian Kern überzeugt und würde sich wünschen, dass die Europäische Union endlich ihre Stärke entfaltet.

    In diesem Podcast aus Anlass des diesjährigen Europäischen Forum Alpbach spricht er über das Potenzial eines Kontinents, der noch viel stärker lernen sollte, wie wichtig Einigkeit ist. Wirtschaftlich muss Europa seine Exportkraft nutzen, sagt er, gibt aber auch zu, wie schwierig die Vereinheitlichung unterschiedlicher Systeme sein kann. Sein Beispiel: Das europäische Zugnetz. Doch die Anstrengung für mehr Gemeinsamkeit zahlt sich aus, sagt Kern.

    Denn es geht um nichts weniger als darum, die Demokratie und damit die Freiheit jedes einzelnen zu verteidigen. Als Friedensverwöhnte ist vielen das Wissen verloren gegangen, wie wichtig die Institutionen sind, um die Demokratie abzusichern. Und: Auch den Klimawandel sollte man noch mehr als Chance nutzen, weil saubere Energie das Geschäftsfeld der Zukunft sein wird.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Christian Kern ist Vizepräsident des Vereins Europäisches Forum Alpbach. Der frühere Bundeskanzler, SPÖ-Chef und ÖBB-Vorstandsvorsitzende ist heute der Geschäftsführer von ELL Austria, einer Leasinggesellschaft für Schienenfahrzeuge.

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  12. Neustart für Österreich: Wahnsinn Bürokratie

    32 minTemporada 1 · Episodio 189

    In Österreich wurde jüngst ein Paket zur Entbürokratisierung abgesagt. Warum ist das so? Und was könnte dennoch Abhilfe schaffen? Ein Podcast von Der Pragmaticus.Das Thema: Alle fordern den Abbau von Bürokratie …

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    In Österreich wurde jüngst ein Paket zur Entbürokratisierung abgesagt. Warum ist das so? Und was könnte dennoch Abhilfe schaffen? Ein Podcast von Der Pragmaticus.

    Das Thema:
    Alle fordern den Abbau von Bürokratie – doch niemand macht mit. Jan Kluge, Experte für die Themen Klima, Wirtschaftsstandort und Digitalisierung im wirtschaftsliberalen Thinktank „Agenda Austria“, nennt die drei Interessengruppen, die eine Vereinfachung von Gesetzen, Vorschriften und Verwaltungsaufgaben verhindern: die Beamten selbst, die Politik und vor allem Lobbyisten, die neue Vorschriften fordern, um ihren Auftraggebern Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

    Von absurd wirkenden Detailvorschriften über wachsende Berichtspflichten in der EU bis hin zu halbherzigen Reformversuchen in Österreich zeigt das Gespräch, warum Entbürokratisierung in der Praxis so oft stecken bleibt. Kluge blickt auch auf internationale Beispiele: auf die chaotisch verlaufende Radikalkur von Elon Musk und auf Argentinien, wo der Staat Regeln tatsächlich systematisch durchforstet und anschließend ganze Behörden geschlossen sowie Zehntausende Beamte entlassen hat.

    Es ist ein Gespräch über Macht, Beharrungskräfte und die Grenzen staatlicher Steuerung – und über die beunruhigende Frage, was passiert, wenn selbst Experten das System nicht mehr vollständig überblicken.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Jan Kluge ist Ökonom beim Thinktank Agenda Austria, wo er sich über Themen wie Wirtschaftsstandort, Digitalisierung und Klimaschutz den Kopf zerbricht. Zuvor war er Senior Researcher am Institut für Höhere Studien in Wien und Doktorand am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung („ifo“) in Dresden.

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  13. Und was, wenn die Russen kommen?

    25 minTemporada 1 · Episodio 188

    Noch ist Russland im Krieg in der Ukraine gebunden, doch der große Plan ist, eines Tages in Europa einzufallen. Ein Weckruf. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema: Gefahren zu erkennen, setzt voraus, dass sie …

    Notas del episodio
    Noch ist Russland im Krieg in der Ukraine gebunden, doch der große Plan ist, eines Tages in Europa einzufallen. Ein Weckruf. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Gefahren zu erkennen, setzt voraus, dass sie erst plausibel gemacht werden. In geopolitischen Umbruchszeiten ist das oft nicht einfach. Dass Russland Europa angreifen könnte, ist ein realistisches Szenario, das die Menschen in Europa ernst nehmen sollten, sagt der österreichische Militärstratege Franz-Stefan Gady und hat ein Buch darüber geschrieben, wie sich so ein russischer Überfall abspielen könnte.

    „Überfall. Wenn der Krieg zu uns kommt“ (Molden Verlag) ist eine spannende Fiktion, wie sich Spannungen aufbauen und wie sich das aus Sicht von Laien anfühlen könnte. Es ist eine Dystopie, doch auf Basis von aufwändigen Recherchen verfasst. Diese zeigen, wie intensiv Russland sich mit Desinformation und Cyberattacken schon darauf vorbereitet. Dass Österreich die Neutralität helfen würde, hält Gady schlichtweg für naiv. Im Gegenteil, sie steht Österreich im Weg, wenn es darum geht, sich mit NATO- und EU-Mitgliedern im Angriffsfall verbünden zu wollen. Wer denkt, dieser Podcast sei reine Panikmache, sollte reinhören. Denn Gady zeigt auch, wie man sich gegen Aggressoren wappnen kann. Waffen sind dabei nur eine Säule.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Franz-Stefan Gady Jahrgang 1982, ist unabhängiger Verteidigungsexperte und Politikberater. Er berät Regierungen und Streitkräfte in Europa und den Vereinigten Staaten in Fragen der Strukturreform, der organisatorischen und doktrinären Entwicklung und der Zukunft der Kriegsführung. Der gebürtige Steirer ist Herausgeber mehrerer militärwissenschaftlicher Publikationen, schreibt in renommierten Journalen und Zeitschriften und ist selbst immer wieder auch in Kriegsgebieten (Ukraine, Afghanistan) unterwegs. Als Buchautor hat er vor „Überfall. Wenn der Krieg zu uns kommt“ die Bücher „ Die Rückkehr des Krieges“ und „How the United States Would Fight China: The Risks of Pursuing a Rapid Victory“ publiziert. Er lebt in Wien.

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  14. Automobilindustrie: Was Europa von China lernen kann

    27 minTemporada 1 · Episodio 187

    Die Autobranche ist unter Druck, das liegt an der deutlich gesunkenen Nachfrage und der rasanten Entwicklung der Konkurrenz aus China. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Die europäische Autoindustrie steckt …

    Notas del episodio
    Die Autobranche ist unter Druck, das liegt an der deutlich gesunkenen Nachfrage und der rasanten Entwicklung der Konkurrenz aus China. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Die europäische Autoindustrie steckt in der Krise: schwache Absatzzahlen, Überkapazitäten, Stellenabbau und Rückstände bei Software und Batterien. Doch für Beatrix Keim, Direktorin am deutschen Center Automotive Research, ist die Lage zwar ernst, die Aussichten aber sind durchwegs positiv.

    Im Gespräch erklärt sie, warum sie die aktuellen Schlagzeilen über Massenentlassungen für Panikmache hält, was europäische Hersteller von China lernen können und weshalb nicht nur Tempo, sondern auch Qualität und Sicherheit über die Zukunft entscheiden. Ihr Befund: Europa hat die strategische Industriepolitik Chinas zu lange unterschätzt – und muss jetzt schneller, klüger und entschlossener handeln, ohne seine eigenen Stärken preiszugeben. Außerdem erklärt sie, warum sie es nicht notwendig hat, mit einem Konzernboss in den Lift zu steigen.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Beatrix Keim ist Direktorin des CAR Center Automotive Research in Duisburg und seit 2025 Inhaberin einer Beratung für die Bereiche Automotive in China. Davor war sie in unterschiedlichen Positionen bei Automobilherstellern, Beratungen und Dienstleistern im Management tätig. Sie hat in China, Deutschland und Großbritannien gearbeitet und lebt heute in der Nähe von Aschaffenburg.

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  15. Warum Bauern blockieren

    31 minTemporada 1 · Episodio 186

    Sie produzieren Nahrungsmittel, bewirtschaften das Land und sind gut organisiert. Doch die Bauern blockieren immer wieder den Handel. Warum machen sie das? Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Ohne Bauern kein …

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    Sie produzieren Nahrungsmittel, bewirtschaften das Land und sind gut organisiert. Doch die Bauern blockieren immer wieder den Handel. Warum machen sie das? Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Ohne Bauern kein Essen. Ohne Bauern keine Kulturlandschaft. Ohne Bauern kein Erholungsraum. Und trotzdem wissen die wenigsten über die Lebensrealitäten der Bauern und Bäuerinnen in der Europäischen Union Bescheid. Vor allem: Gibt es den prototypischen Bauern in dieser Form überhaupt?

    Das ist eine der zentralen Fragen, die Franz Fischler, ehemaliger Agrarkommissär der Europäischen Union, beantworten wird. Er analysiert das Image, dröselt die Agrarförderungen im Detail auf und zeigt, wie hochkomplex das Zusammenspiel mit anderen Wirtschaftszweigen – allen voran dem Handel – ist.

    Die kurze Version: Bauer ist nicht gleich Bauer. Nicht im eigenen Land und EU-weit schon gar nicht. Fischler plädiert dringend für Reformen, auch deshalb, weil er den Blick in die Zukunft gerichtet hat. Wenn alles so bleibt, wie bisher, dann wird sich das alles nicht mehr ausgehen, prognostiziert er mit Blick auf die EU-Erweiterung Richtung Osten, dort, wo es – noch aus kommunistischen Zeiten – riesige Landwirtschaftsbetriebe gibt. Seine Forderung: Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU müsse von Grund auf reformiert werden.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Franz Fischler ist aktuell Präsident des Instituts für Höhere Studien. Der Tiroler ÖVP-Politiker hat eine lange berufliche Karriere hinter sich. Er studierte Landwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien und begann dann, in der Landwirtschaftskammer Tirol zu arbeiten. Von 1989 bis 1994 war er Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft. 1995 wechselte er nach Brüssel und war von 1995 bis 2004 Europäischer Kommissar, zuständig für die Ressorts Landwirtschaft und die Entwicklung des ländlichen Raums. Danach leitete er den Thinktank Ökosoziales Forum. Von 2012 bis 2020 war er Präsident des Europäischen Forum Alpbach.


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  16. Der Krieg kommt nach Russland

    32 minTemporada 1 · Episodio 185

    Der Angreifer Russland kann die Ukraine nicht in die Knie zwingen. Kiew dringt mittlerweile mit Drohnen bis nach Moskau vor. Der Politologe Gerhard Mangott zieht Zwischenbilanz. Ein Podcast von Pragmaticus.Das …

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    Der Angreifer Russland kann die Ukraine nicht in die Knie zwingen. Kiew dringt mittlerweile mit Drohnen bis nach Moskau vor. Der Politologe Gerhard Mangott zieht Zwischenbilanz. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Nach viereinhalb Jahren Krieg ist die Bilanz für die übermächtige russische Armee ziemlich mager. Die Territorialgewinne an der 1.300 Kilometer langen Grenze sind marginal, im Donbass wehrt sich die Ukraine erbittert und Russland schickt weiter Soldaten in den Krieg, die Opferzahlen sind gigantisch.

    Das Ende des Konflikts ist allerdings trotzdem nicht in Sicht. Obwohl sich das Einfrieren des Konflikts gerade jetzt anbieten würde, sagt Politologe Gerhard Mangott von der Universität Innsbruck. Im Pragmaticus-Podcast ortet er eine neue Phase des Konflikts: Die Ukrainer haben im Drohnenkrieg die Nase vorne und dringen bis weit ins russische Kernland vor, unlängst gelang ein Angriff auf eine Raffinerie im Süden von Moskau. Das macht den Krieg nun auch in den großen Städten des Landes spürbar. Der Treibstoff wird knapp, trotz vieler Incentives melden sich immer weniger Männer freiwillig zum Kriegseinsatz und auf die Krim, die beliebteste Ferienregion der Russen wird heuer auch niemand fahren.

    Der Krieg ist in Russland angekommen. Eine wirkliche Wende im Konflikt sieht der Politologe Gerhard Mangott von der Universität Innsbruck trotzdem nicht. In diesem Podcast zieht er Zwischenbilanz, bezieht die geopolitischen Entwicklungen in seine Analyse mit ein und kommt zu dem Schluss, dass Optimismus trotz der aktuellen Pattstellung leider noch nicht angebracht ist.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Gerhard Mangott ist Politologe und hat in Innsbruck und Salzburg neben Politikwissenschaften auch Geschichte und Slawistik studiert. 2001 hat er über „Russland als defekte Demokratie“ promoviert und sich ein Jahr später habilitiert. Er arbeitet an der Universität Innsbruck und ist in den Medien ein gefragter Auskunftsgeber in Sachen Russland, Ukraine und die geopolitischen Implikationen.

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  17. machtHunger: Was ist das Nationalgericht der USA?

    45 minTemporada 1 · Episodio 184

    Ein Podcast zur Frage, was das Nationalgericht der USA eigentlich ist: Gastrosoph Peter Peter spricht über Fast Food, Jambalaya und Apple Pie. Ein Podcast von Der Pragmaticus.Das Thema:Die USA feiern ein …

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    Ein Podcast zur Frage, was das Nationalgericht der USA eigentlich ist: Gastrosoph Peter Peter spricht über Fast Food, Jambalaya und Apple Pie. Ein Podcast von Der Pragmaticus.

    Das Thema:
    Die USA feiern ein Semiquincentennial. Wer nicht weiß, was dieses schwer auszusprechende Wort bedeutet: Im Grunde 250 Jahre. Am 4. Juli 1776 haben sich die Vereinigten Staaten von Amerika von Großbritannien abgekoppelt und ihre Unabhängigkeit erklärt. Das wird gefeiert. Wir haben das für unsere Podcast-Serie machtHunger zum Anlass genommen, herauszufinden, ob es überhaupt ein amerikanisches Nationalgericht gibt.

    Wenig überraschend: Die Frage ist alles andere als leicht zu beantworten, denn die USA sind seit Jahrhunderten ein Einwanderungsland. Im Gespräch mit Karin Pollack dröselt Gastrosoph Peter Peter in dieser Folge auf, was es sonst noch alles so gibt. American Barbecue, Turkey oder One-Pot-Gerichte? Oder Brisket, Gumbo, Jambalaya oder Caesar Salad? Oder ist es doch Fast Food, weil Arbeit wichtiger als alles andere ist und es beim Essen deshalb schnell gehen muss.
    Gastrosoph Peter Peter und Host Karin Pollack zeigen in dieser Folge von machtHunger, im Schmelztiegel USA viele Traditionen zusammenkommen.

    Über Peter Peter
    Der Kulturwissenschaftler Peter Peter ist in München aufgewachsen, hat in Klassischer Philologie promoviert und ist Autor zahlreicher Bücher über das Reisen und die Kochkulturen dieser Welt (unter anderem verfasste er auch eine Kulturgeschichte des Schnitzels bzw. der österreichischem Küche). Er lehrte an der von Slow Food gegründeten Università delle scienze gastronomiche in Pollenzo und Colorno. Seit 2009 lehrt er für den Masterstudiengang des Zentrums für Gastrosophie der Universität Salzburg das Modul „Weltküchen und Kochsysteme“ und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Sein jüngstes Buch ist den Zitrusfrüchten und Italien gewidmet. Es heißt Blutorangen und ist im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Für Der Pragmaticus hat er einen lesenswerten Einstieg in die Gastrodiplomacy verfasst.


    Über machtHunger
    In unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und mit kulinarischen Traditionen verbunden sind.
    machtHunger ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Playlist dieser Folge
    • The Hungry Food Band: Apple Pie. Motern Media
    • Hank Williams: Jambalaya (on the Bayou). Mercury Nashville
    • DJ Ötzi: Burger Dance. Electrola
    • June Christy: Shoo Fly Pie and Apple Pan Dowdy. Blue Note Records
    • Princess Nokia: Apple Pie. Princess Nokia Inc.

    Staffel I
    machtHunger I: Nationalgerichte
    machtHunger II: Frankreich
    machtHunger III: Italien
    machtHunger IV: Das Schnitzel
    machtHunger V: Globale Küche
    machtHunger VI: Zucker!
    machtHunger VII: Slawische Küche
    machtHunger VIII: Jenseits des Fleisches

    Staffel II
    machtHunger I: Die Geschichte der Muskatnuss
    machtHunger II: Der lange Weg zum Besteck
    machtHunger III: Weltenlenkerin Kartoffel
    machtHunger IV: Alkohol – Geschichte einer rosaroten Brille
    machtHunger V: Salz, Ursprung von fast Allem
    machtHunger VI: Ekel: Das Grauen bei Tisch
    machthunger VII: Wie der Tee drei Mal nach Europa kam
    machthunger VIII: Es trieft! Eine Geschichte vom Fett

    Staffel III
    machthunger I: Bittersüß: Die Geschichte der Zitrusfrüchte
    machthunger II: Warum dieses Weihnachtsessen?
    machthunger III: Klasse Wein
    machthunger IV: Gurken für die Ewigkeit
    machthunger V: Gemästete Mäuse: Das Essen der Antike
    machthunger VI: Die Freiheit der Donauküchen

    Staffel IV:
    machtHunger I: Reis, das harte Brot
    machtHunger II: Alles Käse, was Alpenküche kann
    machtHunger III: O'zapft is: Der Kult ums Bier
    machtHunger IV: Wer lesen kann, kann kochen
    machtHunger V: Gerichte mit Geschichten
    machtHunger VI: Von der Schnauze bis zum Schwanz

    Staffel V:
    machtHunger I: Unser Brot gib uns heute
    machthunger II: Gehen wir ein Eis essen?
  18. KI transformiert die Welt, wo steht Europa?

    27 minTemporada 1 · Episodio 183

    Artificial Intelligence wird die Welt von Grund auf verändern und damit das am Ende auch gut geht, müssen wichtige Weichen gestellt werden, ist der AI-Experte Matthias Samwald von der Meduni Wien überzeugt. Ein …

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    Artificial Intelligence wird die Welt von Grund auf verändern und damit das am Ende auch gut geht, müssen wichtige Weichen gestellt werden, ist der AI-Experte Matthias Samwald von der Meduni Wien überzeugt. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Wer denkt, Künstliche Intelligenz seien Chatbots wie ChatGPT oder Gemini, irrt. Die wahre Künstliche Intelligenz steht erst in den Startlöchern und wird das Leben, so wie wir es kennen, von Grund auf verändern.
    General Purpose AI, auch AGI („Artificial General Intelligence“), wird in allen Bereichen der Gesellschaft Transformationen bringen, davon ist Matthias Samwald, Professor für Artificial Intelligence an der MedUni Wien, überzeugt. Deshalb sei es dringend notwendig, wichtige Strukturen wie unser Wirtschaftssystem oder auch unsere Demokratie zu schützen, sagt er.

    Zugleich beklagt er ein mangelndes Problembewusstsein für die allumfassende Veränderungskraft dieser Technologie. Vor allem, was die rekursive AI betrifft, also jene AI-Tools, die AI selbst verbessern, erwartet er sich bahnbrechende Innovationen. Die großen ungeklärten Fragen in sämtlichen Bereichen der Wissenschaft könnten gelöst werden. Das Ende von Krebs, Lösungen für Clean Energy: All das könnte die KI auf den Weg bringen.

    Allein: Nur wer über die entsprechende Rechenleistung verfügt, wird in der Topliga der Problemlösungen durch KI mitspielen, ist Samwald überzeugt. Europa hat gerade, was die Verfügbarkeit von Energie etwa für Data Centers betrifft, massiven Nachholbedarf. Die große Gefahr sei, dass sich die Gesellschaft auf keine gemeinsame Linie in dieser Zukunftsfrage einigen könne und Fragmentierung zu Stillstand in Sachen Künstlicher Intelligenz führen werde.

    Denn an sich, so Samwald, liege ungeahntes Potenzial in Artificial Intelligence. Statt Dystopien wünscht er sich gemeinsame Utopien, in deren Zentrum das Wohl aller Menschen steht.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Matthias Samwald ist Professor für Artificial Intelligence an der Medizinischen Universität Wien und leitet „Accelerate Europe“, eine Initiative, die darauf abzielt, Europa auf die KI-Revolution vorzubereiten, die Wissenschaft, Wirtschaft und Regierungsführung noch in diesem Jahrzehnt grundlegend verändern könnte. Er vertritt die Ansicht, dass Europa seine Traditionen der Rechenschaftspflicht, der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Wohlstands in Wettbewerbsvorteile umwandeln kann, wenn es diese mit dem Ehrgeiz und dem Tempo verbindet, die die aktuelle Situation erfordert. Samwald ist Mitglied des EU Frontier AI Expert Forum, eines wissenschaftlichen Gremiums, das als fachliches Beratungsorgan des AI Act, der europäischen Gesetzgebung zur Künstlichen Intelligenz fungiert. Seine Mitglieder unterstützen die Europäische Kommission und nationale Behörden bei Fragen zu KI, etwa beim Erkennen systemischer Risiken der leistungsfähigsten KI-Modelle, sowie bei der Entwicklung von Methoden zu deren Evaluation. Die Berufung knüpft unmittelbar an Samwalds frühere Arbeit als Co-Chair des Kapitels „Safety & Security“ des EU Code of Practice for General-Purpose AI an, der 2025 fertiggestellt wurde und auf dem führende Entwickler wie OpenAI, Google und Anthropic mittlerweile aufbauen.

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  19. Neustart für Österreich: Staat lass nach

    25 minTemporada 1 · Episodio 182

    Der Staat sollte sich viel weniger einmischen und die Zügel locker lassen, weil nur ein schwacher Staat ein guter Staat ist, davon ist der Philosoph Konrad Paul Liessmann überzeugt. Ein Podcast von …

    Notas del episodio
    Der Staat sollte sich viel weniger einmischen und die Zügel locker lassen, weil nur ein schwacher Staat ein guter Staat ist, davon ist der Philosoph Konrad Paul Liessmann überzeugt. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Wider die Bevormundung und für die Freiheit der Gedanken, und zwar Gedanken aller Art: Konrad Paul Liessmann will sich nicht gängeln lassen, schon gar nicht vom Staat. Dieser, so ist er überzeugt, mischt sich heutzutage ohnehin in viel zu viele Bereiche des Lebens ein.

    Besonders empört ihn, wenn der Staat Meinungen bestimmt und Vorschriften macht. Denn das schränkt für ihn als Bürger die Freiheit ein, und Freiheit ist schließlich das höchste Gut.

    Ist der Mensch überhaupt ein rationales Wesen? In diesem Podcast erklärt Liessmann, warum er gegen den Wohlfahrtsstaat ist, wie er sich das Leben in einem gemeinsamen Land vorstellt und was das alles mit Immanuel Kant, Baruch Spinoza und John Stuart Mill zu tun hat. Liessmann rechtfertigt auch, warum er in gewissen Belangen reaktionär sein will. Wenn es um die Bildung geht, sollte man sich an die alten Griechen halten, denn sie hätten bereits alle Grundlagen dafür gelegt, Situationen richtig einschätzen zu können. Grundlagen statt Meinung, sagt er.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Konrad Paul Liessmann ist Philosoph und lehrte von 1995 bis zu seiner Emeritierung 2023 an der Universität Wien. Er ist Autor zahlreicher Bücher. Liessman ist neben Barbara Bleisch Intendant des Philosophicum Lech, das in diesem Jahr unter dem Motto „Bevormundetes Denken“ steht.

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  20. 250 Jahre USA: Pomp, Prunk und Sorge

    35 minTemporada 1 · Episodio 181

    Vor 250 Jahren erklärten die Vereinigten Staaten ihre Unabhängigkeit. Der Historiker Manfred Berg blickt zurück und erklärt, warum er um die älteste Demokratie besorgt ist. Ein Podcast von Pragmaticus.Das …

    Notas del episodio
    Vor 250 Jahren erklärten die Vereinigten Staaten ihre Unabhängigkeit. Der Historiker Manfred Berg blickt zurück und erklärt, warum er um die älteste Demokratie besorgt ist. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Die USA haben den Ruf, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein. Sie feiern ihr 250-jähriges Bestehen und damit auch die Tatsache, als älteste Demokratie der Welt iel Gutes bewirkt zu haben.

    Doch seit Donald Trump in den USA die Präsidentschaft übernommen hat, leidet das gute Image der USA. Der 47. Präsident schlägt neue Töne an. Die USA wollen nicht länger Schutzmacht Europas sein, zeigt Großmachtfantasien, verhängen Zölle und hebeln damit alte Ordnungen aus den Angeln. Anlass für den Rest der Welt, sich Gedanken über Grundsätzliches zu machen.

    In diesem Podcast geht es um die Geschichte der Demokratie, die Unterschiede zwischen den USA und Europa und die neue nationalistische Politik, die sich in einem nie dagewesenen Triumphalismus zur Schau stellt. Rund um die Feierlichkeiten zum 250-jährigen Jubiläum ist allerhand Pomp und zur Schaustellung militärischer Macht geplant. Steuert das Land auf eine Phase der Autokratie zu und ist „Make America Great Again“ ein Vorbote dieser Entwicklung? Oder ist all das nur Schall und Rauch?

    Unser Gast in dieser Folge:
    Manfred Berg ist Historiker, hat an den Universitäten von Berlin und Heidelberg Amerikanistik unterrichtet, er war am Deutschen Historischen Institut in Washington und ist heute ist heute Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Eben erschienen ist das Buch "Amerikas Demokratie. Eine kurze Geschichte der Unabhängigkeit bis Donald Trump" im Verlag Klett-Cotta.

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  21. Hantavirus: Von Mäusen zu Menschen

    22 minTemporada 1 · Episodio 180

    Wie kam es zum Ausbruch des Hantavirus in Südamerika? Um welchen Stamm des Virus handelt es sich und was hat das alles mit der Lüftungssituation auf Kreuzfahrtschiffen zu tun. Ein Podcast von Pragmaticus.Das …

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    Wie kam es zum Ausbruch des Hantavirus in Südamerika? Um welchen Stamm des Virus handelt es sich und was hat das alles mit der Lüftungssituation auf Kreuzfahrtschiffen zu tun. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:

    Es waren Meldungen, die an die Corona-Zeit erinnerten. Auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius starb Anfang Mai ein Mann an einer Variante des Hantavirus, wenig später seine Frau. Das Schiff wurde in Quarantäne gesetzt, die WHO eingeschalten und schnell hatten Virologen eruiert, dass es sich um die Andes-Variante aus der Familie der Hantaviren handelt.

    Seine Besonderheit: Es springt nicht nur von Nagetieren auf Menschen, sondern dann auch von Mensch zu Mensch. „Es ist eine Neuweltvariante und kommt immer wieder in Südamerika vor“, resümiert der Viren-Experte Florian Krammer, der den Hantaviren seine Berufswahl zu verdanken hat. In seiner Heimat in Steiermark werden immer wieder Menschen infiziert, wenn sie „zum Beispiel Garagen auskehren und auf diese Weise den pulverisierten Kot von Rötelmäusen einatmen“, erzählt Krammer. Einige von ihnen erkrankten schwer, andere nicht.

    Mittlerweile forscht Krammer an Medikamenten und Impfstoffen für Erkrankte, eine Frage der finanziellen Mittel. Aber es geht auch um die Infektionsgefahr etwa auf Kreuzfahrtschiffen. Ihn als Virologe brächten keine zehn Pferde auf so ein Schiff, zu groß ist dort die Infektionsgefahr.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Florian Krammer hat an der Universität für Bodenkultur in Wien studiert und seine Postdoc-Ausbildung im Labor von Peter Palese an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York absolviert. Dort beschäftigte er sich vor allem mit dem Influenzavirus. Im Jahr 2014 wurde er unabhängiger Principal Investigator und ist derzeit Mount-Sinai-Stiftungsprofessor für Vakzinologie an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai. Außerdem ist Krammer seit 2024 Professor für Infektionsmedizin am Ignaz-Semmelweis-Institut der Medizinischen Universität Wien. Er konzentriert sich auf das Verständnis der Mechanismen von Interaktionen zwischen Antikörpern und viralen Oberflächenglykoproteinen und auf die Umsetzung dieser Arbeit in neuartige, breit schützende Impfstoffe und Therapeutika. Sein Hauptfokus ist das Influenzavirus, aber er arbeitet auch an Coronaviren, Flaviviren, Hantaviren, Filoviren und Arenaviren. Er hat mehr als 400 Arbeiten zu diesen Themen veröffentlicht.

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  22. Neustart für Österreich: Förderdschungel ausholzen

    25 minTemporada 1 · Episodio 179

    Österreich gibt viel zu viel Geld für Förderungen aus, sagt der Ökonom Hanno Lorenz. Er kritisiert, dass niemand den Überblick hat und schlägt vor, das System neu aufzusetzen. Ein Podcast von Pragmaticus.Das …

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    Österreich gibt viel zu viel Geld für Förderungen aus, sagt der Ökonom Hanno Lorenz. Er kritisiert, dass niemand den Überblick hat und schlägt vor, das System neu aufzusetzen. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    In Österreich gibt es so viele unterschiedliche Förderungen, dass niemand mehr den Überblick darüber hat. Zu viele Fördertöpfe, zu viele Fördergeber, zu viele lokale Interessen, politische Einflussnahme, Doppelgleisigkeiten und Missbrauch sind die Folge.

    Und auch die Transparenzdatenbank, die mit dem Ziel Übersicht zu bringen, eingeführt wurde, hat ihren Zweck verfehlt. Das behauptet der Ökonom Hanno Lorenz vom Thinktank Agenda Austria und schlägt radikale Reformen vor. Konkret, sagt er, sollten die 5.500 Förderinstrumente erstmal allesamt abgeschafft werden, damit Neues entstehen kann. In der Pragmaticus-Serie Neustart für Österreich geht es in dieser Podcast-Folge um das Ausholzen von Österreichs Förderdschungel. Lorenz schlägt neue Rahmenbedingungen vor, er will Überprüfungsinstrumente entwickeln – und einen Mechanismus, um Fördertöpfe auch wieder abzuschaffen. Dabei sollen vor allem marktwirtschaftliche Überlegungen eine Rolle spielen, nur in Bereichen wie Forschung, Infrastruktur und Verkehr sollte es Ausnahmen geben. Denn Fakt ist: Über Förderungen laufen heute auch politische Einflussnahmen, werden Wählergruppen bedient und Lobbyarbeit befördert.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Hanno Lorenz ist Ökonom und stellvertretender Direktor der Agenda Austria. Er lebt in Wien und arbeitet an Vorschlägen für eine bessere Zukunft Österreichs. Seine Schwerpunkte sind Arbeitsmarkt, Digitalisierung und Verteilung. Seit 2020 lehrt er am Raiffeisencampus Wien zur Rolle des Staates in der Wirtschaft.

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  23. Österreichs Energieversorgung in Krisenzeiten

    37 minTemporada 1 · Episodio 178

    Wie sicher ist die Energieversorgung in Österreich? Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:„Wir sprechen noch nicht von einem Mangel, sondern von einer Knappheit.“Wenn Christoph Dolna‑Gruber so einen Satz sagt …

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    Wie sicher ist die Energieversorgung in Österreich? Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    „Wir sprechen noch nicht von einem Mangel, sondern von einer Knappheit.“
    Wenn Christoph Dolna‑Gruber so einen Satz sagt, hört man besser genau hin. Der Stratege der Österreichischen Energieagentur analysiert seit über 15 Jahren, wie sicher unsere Energieversorgung wirklich ist – und warum Europa in der aktuellen Krise verletzlicher ist, als vielen lieb ist.

    In dieser Folge des Pragmaticus-Podcasts erklärt Dolna‑Gruber, warum die derzeitige Lage laut IEA‑Chef Fatih Birol „größer ist als die Ölkrisen der Siebziger“ – und was das konkret für unseren Alltag bedeutet. Er führt uns entlang der versteckten Lebensadern unserer Volkswirtschaft: von den Ölfeldern in Tengiz über russisches Staatsgebiet, durch verwundbare Meerengen bis zu einem einzigen Pipeline‑Rohr, von dem Österreichs Versorgung abhängt.

    Doch er zeigt auch, wo die Spielräume liegen – und weshalb es ein Unterschied ist, ob Milliarden für fossile Importe ins Ausland gepumpt oder im eigenen Energiesystem investiert werden. „Alles, was wir aus dem eigenen Boden holen oder selbst erzeugen, macht uns unabhängiger“, sagt er

    Wie teuer wird Energie in Zukunft wirklich? Wie viel Risiko sind wir bereit zu tragen, nur damit an der Zapfsäule kein politischer Sturm losbricht? Und wie könnte ein Europa aussehen, das seine Energieversorgung nicht mehr bei unkalkulierbaren Akteuren einkaufen muss?

    Unser Gast in dieser Folge:
    Christoph Dolna-Gruber leitet die Abteilung für Strategy & Business Development in der Österreichischen Energieagentur. Er hat in Eisenstadt (FH Burgenland), Brüssel (EHSAL Management School) und Wien (FH Technikum Wien) studiert und einen akademischen Hintergrund in Betriebswirtschaft und Energietechnik. Den nationalen und den internationalen Energiemarkt hat er seit rund 15 Jahren im Blick.

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  24. machtHunger: Auf ein Eis gehen

    47 minTemporada 2 · Episodio 177

    Ein Podcast über Eis essen in all seinen Facetten: Gastrosoph Peter Peter zur Geschichte von Gelato als Sommervergnügen Ein Podcast von Der Pragmaticus.Das Thema:Es ist eines der harmlosesten Vergnügen der Welt …

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    Ein Podcast über Eis essen in all seinen Facetten: Gastrosoph Peter Peter zur Geschichte von Gelato als Sommervergnügen Ein Podcast von Der Pragmaticus.

    Das Thema:
    Es ist eines der harmlosesten Vergnügen der Welt und hat eine lange Geschichte. In dieser Ausgabe von machtHunger erzählt der Gastrosoph Peter Peter die Geschichte der Eiscreme. Sie begann im alten Mesopotamien, als Wassereis mit Fruchtsaft, kommt dann als Schlürfgetränk nach Europa und erlebten in der Renaissance als Milcheis eine Neudefinition. Zentrum des Eishandels waren die Dolomiten. Von dort kamen die Eisblöcke, mit denen in Wien Eis im Becher produziert werden könnte. Zudem gibt es viele Fragen rund um das kalte Vergnügen. Warum heißen Eisdielen eigentlich Eisdielen? Wer hat das Softeis erfunden? Und seit wann gibt es Eistüten, auf österreichisch „Stanitzel“? Antworten gibt es in dieser neuen machtHunger-Ausgabe zu Gelato.

    Playlist der Folge:
    • Vanilla Ice: Ice Ice Baby. X-Ray Recorda
    • Paolo Conte: Un gelato al limone. Universal Music Italia
    • The Hungry Food Band: The freezer’s broke (gotta eat all the icecream). Motern Media
    • Luana: Gelato. Produzent: David Thornton OneFourAllMusic
    • Bürger Lars Dietrich. Sexy Ice. Produzent Stefan Raab. Jens Kuphal für Nucleus Musikproduktion EastWest Germany

    Über machtHunger
    In unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und mit kulinarischen Traditionen verbunden sind. macht Hunger ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Staffel I
    machtHunger I: Nationalgerichte
    machtHunger II: Frankreich
    machtHunger III: Italien
    machtHunger IV: Das Schnitzel
    machtHunger V: Globale Küche
    machtHunger VI: Zucker!
    machtHunger VII: Slawische Küche
    machtHunger VIII: Jenseits des Fleisches

    Staffel II
    machtHunger I: Die Geschichte der Muskatnuss
    machtHunger II: Der lange Weg zum Besteck
    machtHunger III: Weltenlenkerin Kartoffel
    machtHunger IV: Alkohol – Geschichte einer rosaroten Brille
    machtHunger V: Salz, Ursprung von fast Allem
    machtHunger VI: Ekel: Das Grauen bei Tisch
    machthunger VII: Wie der Tee drei Mal nach Europa kam
    machthunger VIII: Es trieft! Eine Geschichte vom Fett

    Staffel III
    machthunger I: Bittersüß: Die Geschichte der Zitrusfrüchte
    machthunger II: Warum dieses Weihnachtsessen?
    machthunger III: Klasse Wein
    machthunger IV: Gurken für die Ewigkeit
    machthunger V: Gemästete Mäuse: Das Essen der Antike
    machthunger VI: Die Freiheit der Donauküchen

    Staffel IV: machtHunger I: Reis, das harte Brot
    machtHunger II: Alles Käse, was Alpenküche kann
    machtHunger III: O'zapft is: Der Kult ums Bier
    machtHunger IV: Wer lesen kann, kann kochen
    machtHunger V: Gerichte mit Geschichten
    machtHunger VI: Von der Schnauze bis zum Schwanz


    Staffel V:
    machtHunger I: Unser Brot gib uns heute


    Über Peter Peter
    Der Kulturwissenschaftler Peter Peter ist in der bayerischen Hauptstadt München aufgewachsen, hat in Klassischer Philologie promoviert und ist Autor zahlreicher Bücher über das Reisen und die Kochkulturen dieser Welt (unter anderem verfasste er auch eine Kulturgeschichte des Schnitzels bzw. der österreichischem Küche). Er lehrte an der von Slow Food gegründeten Università delle scienze gastronomiche in Pollenzo und Colorno. Seit 2009 lehrt er für den Masterstudiengang des Zentrums für Gastrosophie der Universität Salzburg das Modul „Weltküchen und Kochsysteme“ und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Sein jüngstes Buch ist auch dem Eis gewidmet. Es heißt Gelato und ist im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Für den Pragmaticus hat er einen lesenswerten Einstieg in die Gastrodiplomacy verfasst.


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  25. Warum China Europa braucht

    32 minTemporada 1 · Episodio 176

    Chinas Wirtschaftswachstum schwächelt, deshalb setzt Bejing auf Export. Europa ist ein willkommener Handelspartner, sagt der Politologe Tim Rühlig, doch die EU sollte das Machtspiel lernen. Ein Podcast von …

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    Chinas Wirtschaftswachstum schwächelt, deshalb setzt Bejing auf Export. Europa ist ein willkommener Handelspartner, sagt der Politologe Tim Rühlig, doch die EU sollte das Machtspiel lernen. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Wenn Wirtschaftsmacht zählt, hat sich China in den letzten beiden Jahrzehnten an die Weltspitze gearbeitet. Das Land ist längst nicht mehr nur die Werkbank der globalisierten Wirtschaft, sondern übernimmt in vielen Feldern bereits die Technologieführerschaft. Die Welt braucht eine Vielzahl von Produkten aus China, daraus hat sich geopolitisch ein Wettkampf mit den USA gebildet. Die Bedingungen auf dem Weltmarkt sind rau, nicht zuletzt auch wegen Donald Trumps rigider Zollpolitik. Wo steht in diesem Match allerdings Europa? Diese Frage beantwortet der deutschen Politikwissenschafter Tim Rühlig vom European Union Institute of Security Studies (EUISS). Er weigert sich ins allgemeine Lamento um die Schwächen Europas einzusteigen, sondern identifiziert die Stärken der Europäischen Union. Die gute Nachricht für Europa: Chinesen und Chinesinnen konsumieren zu wenig, deshalb ist Europas integrierter Binnenmarkt hochattraktiv. Rühlig würde sich wünschen, dass sich die EU ihrer Stärken vielmehr bewusst wird und sie strategisch einsetzen lernt. Denn im Umfeld von autoritären Staaten ist Stärke die einzige Währung, die zählt. Sich gegen die Bully-Methoden der Großmächte zur Wehr zu setzen und trotzdem an den Grundwerten der Demokratie festzuhalten ist ein Spagat, der auf lange Sicht betrachtet Europas Lebensstil sichert. Und eine Voraussetzung zum Überleben ist.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Tim Rühlig ist Senior Analyst beim Think Tank European Union Institute for Security Studies mit Sitz in Paris. Seine Schwerpunkte als Forscher liegen in der Außen-, Wirtschafts- und Technologiepolitik Chinas und hat einen besonderen Fokus auf der Politisierung von technischen Standards im globalen Kontext. Seine bisherige Laufbahn: Rühlig war davor bei der Europäischen Kommission (DG I.D.E.A), bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und am Swedish Institute of International Affairs beschäftigt. Seine jüngste Publikation: „China a fragile power“.

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  26. Neustart für Österreich: Rettet das Gesundheitssystem

    29 minTemporada 1 · Episodio 175

    Österreichs Gesundheitssystem ist kurz vor dem Kollaps. Es gäbe aber Möglichkeiten zur Rettung des siechen Apparats. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Bund, Länder, Gemeinden, fünf verschiede …

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    Österreichs Gesundheitssystem ist kurz vor dem Kollaps. Es gäbe aber Möglichkeiten zur Rettung des siechen Apparats. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Bund, Länder, Gemeinden, fünf verschiede Krankenversicherungsträger, Ärzte- und Apothekerkammer, Pensionsversicherung, private Versicherer: Das Gesundheitssystem ist intransparent und ein Wust aus 1900 Finanzströmen. Die Versorgung ist am Anschlag, warnen alle, die es von innen kennen. Bald werden die Leistungen für Kranke nicht mehr in der Form erbracht werden können, die dem besten Standard entsprechen, ist der Gesundheitsökonom Ernest Pichlbauer überzeugt.
    Das als bestes Gesundheitssystem der Welt beschworene Versorgungsnetz zerbricht. Seine Prognosen sind düster. Ohne Reformen ist der Zusammenbruch des Gesundheitssystems unausweichlich. Und was wird dann passieren? Private Versicherungen werden Parallelstrukturen aufbauen und das solidarische Modell, das bislang allen die gleiche Behandlung sichert, wird sich selbst aushebeln. Nur ein Schulterschluss aller Parteien könnte das aufhalten und dringend notwendige Reformen einleiten.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Ernest Pichlbauer ist Gesundheitsökonom und kommentiert seit vielen Jahren die Stärken und Schwächen unsereres Versorgungssystems. Er ist Medizinier, hat als Pathologe am Wiener AKH gearbeitet und ist dann in die Versorgungswissenschaften gewechselt. Er hat am ÖBIG gearbeitet und ist heute selbständig.

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  27. So verstaubt ist Österreichs Neutralität

    32 minTemporada 1 · Episodio 174

    Österreichs Neutralität ist eine Vereinbarung aus dem Kalten Krieg. Tempi passati, sagt Völkerrechtler Ralph Janik im Podcast und argumentiert ihre Unzeitgemäßheit. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Nach …

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    Österreichs Neutralität ist eine Vereinbarung aus dem Kalten Krieg. Tempi passati, sagt Völkerrechtler Ralph Janik im Podcast und argumentiert ihre Unzeitgemäßheit. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Nach dem Ende zweier Weltkriege war die Neutralität Garant für den Frieden. Österreich lag am Rande des Eisernen Vorhangs, die Gefahr in die Einflusssphäre des kommunistischen Ostblocks zu geraten, war überall spürbar.

    Doch die Zeiten haben sich gewandelt. Österreich liegt in der Mitte Europas, umgeben von freundlich gesinnten Nachbarstaaten. Was also bringt Österreich die Neutralität eigentlich noch? Dieser Frage stellt sich der Völkerrechtler Ralph Janik im Pragmaticus Podcast. Und er hat darauf eine ganze Reihe von Antworten. In erster Linie, so sein Befund, ist die Neutralität eine emotionale Größe und identitätsbestimmend für das kleine Land Österreich. Strategisch bringt sie, da ist er sich sicher, wenig. Außer innenpolitisch.

    Die Argumente für die Neutralität werden von der Freiheitlichen Partei lanciert. Dass sich die Zeiten wandeln und die aktuelle weltpolitische Lage die einstigen Wahrheiten in Frage stellen, wird in solchen Debatten zur wenig zur Kenntnis genommen, sagt Janik. Ein Gespräch über Identität, das Aushöhlen von Völkerrecht und die Frage, ob all das zu mehr oder weniger Frieden beiträgt.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Ralph Janik ist Assistenzprofessor an der Sigmund Freud Privatuniversität, Lehrbeauftragter an der Universität Wien, der Andrássy Universität in Budapest und der Universität der Bundeswehr in München.

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  28. Europas Verteidigung scharf stellen

    36 minTemporada 1 · Episodio 173

    Die NATO als Verteidigungsbündnis hält nicht mehr, deshalb muss Europa seine Stärken entdecken und geopolitisch ins Feld führen, sagt die Politologin Jana Puglierin. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Die …

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    Die NATO als Verteidigungsbündnis hält nicht mehr, deshalb muss Europa seine Stärken entdecken und geopolitisch ins Feld führen, sagt die Politologin Jana Puglierin. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Die Zeiten, als Europa sich unter dem Schutzschirm der NATO wähnte und sich auf das Bekenntnis zu Frieden verlassen konnte, sind Vergangenheit. Das signalisieren die USA seit langem und Präsident Donald Trump bringt es drastisch zum Ausdruck. Diese Gangart wird bleiben, ist sich die deutsche Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin sicher. Konkret, sagt sie, setzen die aktuellen Großmächte ihre imperialistischen Pläne um und alles, was in solchen Zeiten zählt, ist die eigene Wehrhaftigkeit.

    Wenn die Macht des Stärkeren regiert, muss sich Europa neu erfinden und eine gemeinsame geopolitische Strategie finden. Was da dazu gehört? Vor allem und zuerst das entsprechende Mindset, dass es sich tatsächlich um eine bedrohliche Situation handelt, sagt Puglierin. Ist das einmal verinnerlicht, werden gemeinsame Verteidigungsstrategien, Aufrüstung auf allen Ebenen und das Entdecken von Narrativen der Stärke folgen, ist sie überzeugt, mahnt aber vor den vielen Hürden.

    Die Feinde von Europas Wehrhaftigkeit sind nicht nur Mächte von außen, sondern kommen auch von innerhalb der EU. Puglierin kennt deren Argumente und hat Antworten parat. Und sie erzählt nicht nur von den Lücken, sondern auch von den vielversprechenden Verteidigungsprojekten innerhalb der Europäischen Union.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Jana Puglierin ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten deutsche, europäische und globale Sicherheitsthemen, Verteidigung und Leiterin des Think-Tanks European Council on Foreign Relations (ECFR) in Berlin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte sowie im Studiengang Nordamerikastudien an der Universität Bonn. Danach leitete Puglierin das Alfred von Oppenheim Center for European Policy Studies der Deutschen Gesellschaft für Ausländische Politik (DGAP) und forschte im Rahmen des Berlin Future Forums.

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  29. Wahlen in Ungarn: Magyar gegen Orbán

    33 minTemporada 1 · Episodio 172

    Am 12. April entscheidet Ungarn über eine neue Regierung. Vielleicht kommt nach 16 Jahren Fidesz Péter Magyar mit seiner Partei Tisza an die Macht? Die Politologin Eszter Kováts analysiert den Wahlkampf. Ein …

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    Am 12. April entscheidet Ungarn über eine neue Regierung. Vielleicht kommt nach 16 Jahren Fidesz Péter Magyar mit seiner Partei Tisza an die Macht? Die Politologin Eszter Kováts analysiert den Wahlkampf. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Insgesamt 16 Jahre ist Victor Orbán mit seiner Partei Fidesz in Ungarn an den Hebeln der Macht. Mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament konnte er das Land nach seinen Vorstellungen umgestalten. Alle wichtigen politischen Institutionen sind mit Leuten aus seiner Partei besetzt, die Medien in staatlicher Hand.

    Victor Orbán selbst hat den Begriff einer illiberalen Demokratie geprägt, eine an Mehrheit ausgerichtetes Programm, das er nun verteidigen muss. Sein Herausforderer heißt Péter Magyar. Er kommt aus der Fidesz-Partei und tritt nun als Frontmann der Partei Tisza gegen den Langzeit-Premier Ungarns an.

    Die aus Ungarn stammende Politologin Eszter Kováts verfolgt den Wahlkampf in Ungarn mit angespannter Aufmerksamkeit. Im Podcast charakterisiert sie die Kontrahenten, analysiert die zentralen politischen Themen in Ungarn und lotet aus, was nach dem 12. April alles passieren könnte. Orbán punktet seit Jahren mit dem Slogan „No war, no gender, no migration“, hat die wichtigen Institution im Land mit den eigenen Leuten besetzt und ist nun selbst die Elite, gegen die er vormals kampagnisiert hat. Diese Karte kann nun Péter Magyar ziehen.

    Tisza liegt in den Umfragen voran, unklar hingegen ist, wie hoch sein Sieg ausfallen wird. Doch genau davon hängt ab, welche Kompromisse er wird schließen müssen. Und: Die Tisza-Partei selbst ist eine Bewegung und muss sich personell erst einmal formieren, um ihre Versprechen einhalten zu können.

    Unser Gast in dieser Folge:
    Eszter Kováts ist Politologin und forscht derzeit als Post-Doc-Assistentin im Forschungsbereich Politik und Geschlecht am Institut für Politikwissenschaften an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Politische Theorie, Gender-Studies und gesellschaftlicher Pluralismus. Kováts Werdegang: Sie hat Germanistik, Romanistik und Soziologie studiert und von 2009 bis 2019 das Genderprogramm der Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest betreut. 2020 war sie mit einem Forschungsstipendium in Berlin und promovierte 2022 zu „Feindbild, Hegemonie und Reflexion – Bedeutung und Funktion des Gender-Begriffs in der Politik des Orbán-Regimes und der deutschen radikalen Rechten“. Seit September 2024 ist sie als Marie Skodłowska-Curie Postdoctoral Fellow tätig und forscht zu „Social Justice or cancel culture“. Sie pendelt zwischen Budapest und Wien.

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  30. machtHunger: Brot und Kuchen

    43 minTemporada 1 · Episodio 171

    Die Pragmaticus-Podcastserie machtHunger geht in die fünfte Staffel und widmet sich in der ersten Folge dem täglichen Brot und dem Backwerk, das zu hohen Feiertagen auf den Tisch kommt. Dieser Tage sind es die …

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    Die Pragmaticus-Podcastserie machtHunger geht in die fünfte Staffel und widmet sich in der ersten Folge dem täglichen Brot und dem Backwerk, das zu hohen Feiertagen auf den Tisch kommt. Dieser Tage sind es die Colomba oder die Osterpinzen: Peter Peter erzählt in einer neuen Folge von machtHunger, warum Brot etwas Heiliges ist. Ein Podcast von Der Pragmaticus.

    Das Thema:
    Jedes Jahr zu Ostern kommt besonderes Gebäck auf den Tisch. Die Osterpinze in Österreich, in Italien ist es die Colomba, also die Taube. Der Gastrosoph Peter Peter spannt einen weiten Bogen. Die Osterpinze macht dabei nur den Anfang. In der Folge wird es um die Kulturgeschichte von Brot im Allgemeinen gehen, um die Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland und die Frage, warum das Baguette ein Brot zur Gewaltvermeidung im öffentlichen Raum ist.

    Interessant auch die Frage, ob Brot tatsächlich überall gebacken oder nicht manchmal auch gekocht wird. Hörer und Hörerinnen erfahren, warum Haltbarkeit ein entscheidender Faktor ist und warum Gustave Flaubert Pumpernickel als Gotisches Brot bezeichnete. Und ob das deutsche Abendbrot im 21. Jahrhundert noch eine Überlebenschance hat.

    Last but not least geht es aber um Religiöses, die Transsubstation, also die Wandlung in der heiligen Messe, in der Christi Leib in Form von Brot gegessen wird. Und noch etwas: Wir haben nun auch Songs zum jeweiligen Thema in jeder Folge integriert.

    Playlist:
    • Kalle Klang. Backe, backe Kuchen. Jan Rimkeit. Family Screen GmbH
    • Hungry Food Band: The Baguette Song Motern Media
    • Albano and Romina Power: Felicità. G. De Stefani. Ariola Express
    • Jonny Cash: Breaking Bread. Rick Rubin American Recordings Catalogue

    Über machtHunger
    In unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und mit kulinarischen Traditionen verbunden sind. machtHunger ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Staffel I
    machtHunger I: Nationalgerichte
    machtHunger II: Frankreich
    machtHunger III: Italien
    machtHunger IV: Das Schnitzel
    machtHunger V: Globale Küche
    machtHunger VI: Zucker!
    machtHunger VII: Slawische Küche
    machtHunger VIII: Jenseits des Fleisches

    Staffel II
    machtHunger I: Die Geschichte der Muskatnuss
    machtHunger II: Der lange Weg zum Besteck
    machtHunger III: Weltenlenkerin Kartoffel
    machtHunger IV: Alkohol – Geschichte einer rosaroten Brille
    machtHunger V: Salz, Ursprung von fast Allem
    machtHunger VI: Ekel: Das Grauen bei Tisch
    machthunger VII: Wie der Tee drei Mal nach Europa kam
    machthunger VIII: Es trieft! Eine Geschichte vom Fett

    Staffel III
    machthunger I: Bittersüß: Die Geschichte der Zitrusfrüchte
    machthunger II: Warum dieses Weihnachtsessen?
    machthunger III: Klasse Wein
    machthunger IV: Gurken für die Ewigkeit
    machthunger V: Gemästete Mäuse: Das Essen der Antike
    machthunger VI: Die Freiheit der Donauküchen


    Staffel IV
    machtHunger I: Reis, das harte Brot
    machtHunger II: Alles Käse, was Alpenküche kann
    machtHunger III: O'zapft is: Der Kult ums Bier
    machtHunger IV: Wer lesen kann, kann kochen
    machtHunger V: Geschichten hinter Gerichten
    machtHunger VI: From nose to tail: Das ganze Tier essen

Aquí están los 100 episodios más recientes de 200. Los anteriores están en el feed del podcast.