Terra X History – Der Podcast
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Terra X History – Der Podcast

NuevoGeschichte des Strafvollzugs23 de octubre de 2026 · 1 h 10 min
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97
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Último episodio
23 Oct 2026

Sobre el podcast

Um ein komplexes Thema besser zu verstehen, lohnt sich oft ein Blick in die Geschichte. Denn hier beginnen die Dinge, die uns heute beschäftigen und das auch in Zukunft tun werden. "Terra X History – Der Podcast" geht mit Menschen aus Geschichtswissenschaft und Gesellschaft an die Anfänge zurück und fragt: Wie wurde unsere Welt so, wie sie ist? Und (was) können wir aus der Vergangenheit für die Gegenwart lernen? Alle zwei Wochen überall, wo es Podcasts gibt.

Episodios 97

  1. Geschichte des Strafvollzugs

    1 h 10 min

    Gefängnis: das ist für die meisten eine Horrorvorstellung. Ein Leben hinter Gittern ohne Selbstbestimmung, ohne jede Freiheit, getaktet nach einem immer gleichen Ablauf. Meist haben wir dunkle, heruntergekommen …

    Notas del episodio

    Gefängnis: das ist für die meisten eine Horrorvorstellung. Ein Leben hinter Gittern ohne Selbstbestimmung, ohne jede Freiheit, getaktet nach einem immer gleichen Ablauf. Meist haben wir dunkle, heruntergekommen Zellen vor Augen, denken an Gewalt, Brutalität. Fiese Wärter, schlechtes Essen aus großen Suppentöpfen. Ein Bild, das vor allem von Filmen wie „Die Verurteilten“ oder Serien wie „Prison Break“ geprägt ist. Aber was ist dran an diesem Bild und wie hat sich der moderne Strafvollzug entwickelt? Wann fing man in der Geschichte an, Menschen in Kerker oder Verliese für lange Zeit einzusperren? Und worin unterscheidet sich ein Gefängnis von einem Zucht- und Arbeitshaus? In dieser Folge blicken wir hinter die Mauern. Ein Podcast über die Verwahrkerker der Antike. Darüber, was moderne Gefängnisse mit Klöstern zu tun haben und die Frage: Kann es so etwas wie ein „humanes“ Gefängnis überhaupt geben?


    Interviewpartner*innen:

    • Falk Bretschneider
    • Julia Hillner
    • Jörg Kinzig
    • Jonas Kreienbaum
    • Michael Skirl

    Quellen:

    • Beccaria, Cesare (1764): Über Verbrechen und Strafen. Dt. Ausgabe z. B. hg. v. Wilhelm Alff, Frankfurt am Main: Insel (ital. Original: Dei delitti e delle pene).
    • Bonhoeffer, Dietrich (1951): Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Hg. v. Eberhard Bethge. München: Chr. Kaiser Verlag.
    • Bretschneider, Falk (2008): Gefangene Gesellschaft. Eine Geschichte der Einsperrung in Sachsen vom 18. bis zum 19. Jahrhundert. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft.
    • Bretschneider, Falk / Muchnik, Natalia (2021): Geschichte(n) des Gefängnisses. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), Ausgabe „Gefängnis“. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
    • Carpenter, Mary (1868): Six Months in India. 2 Bde. London: Longmans, Green & Co.
    • Casanova, Giacomo (1788): Geschichte meiner Flucht aus den Gefängnissen der Republik Venedig, die man die Bleikammern nennt. (frz. Original: Histoire de ma fuite des prisons de la Republique de Venise).
    • Cosel, Anna Constantia von: Überlieferte Briefe und Äußerungen aus der Festungshaft auf Burg Stolpen (1716–1765).
    • Dostojewski, Fjodor M. (1860–1862): Aufzeichnungen aus einem Totenhaus. Dt. Ausgabe z. B. München: dtv / Frankfurt am Main: S. Fischer.
    • Dumas, Alexandre (1844–1846): Der Graf von Monte Christo. (frz. Original: Le Comte de Monte-Cristo).
    • Hillner, Julia (2015): Prison, Punishment and Penance in Late Antiquity. Cambridge: Cambridge University Press.
    • Hobhouse, Emily (1901): Report of a Visit to the Camps of Women and Children in the Cape and Orange River Colonies. London: Friars Printing Association
    • King, Stephen (1982): Rita Hayworth and Shawshank Redemption. In: Different Seasons. New York: Viking Press.
    • Kinzig, Jörg (2010): Die Legalbewährung gefährlicher Rückfalltäter. Zugleich ein Beitrag zur Entwicklung des Rechts der Sicherungsverwahrung. 2. Aufl. Berlin: Duncker & Humblot.
    • Kreienbaum, Jonas (2015): „Ein trauriges Fiasko“. Koloniale Konzentrationslager im südlichen Afrika 1900–1908. Hamburg: Hamburger Edition.
    • Liszt, Franz von (1882/83): Der Zweckgedanke im Strafrecht („Marburger Programm“). In: Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft, Bd. 3.
    • Maria Stuart: Abschiedsbrief vom 8. Februar 1587 (an Heinrich III. von Frankreich), geschrieben am Vorabend ihrer Hinrichtung.
    • Marie Antoinette: Brief an Madame Élisabeth, 16. Oktober 1793.
    • Nasson, Bill (2011): The Boer War. The Struggle for Southafrica. Stroud: History Press.
    • Nawalny, Alexei (2024): Patriot. Autobiografie und Gefängnistagebücher. Köln: Kiepenheuer & Witsch (enthält den Tagebucheintrag aus dem Straflager Pokrow, 22. März 2022).
    • Perpetua: Passio sanctarum Perpetuae et Felicitatis (Märtyrerakten der Perpetua, um 203 n. Chr.). Dt. Ausgabe z. B. in: Antike Märtyrerakten, Stuttgart: Reclam.
    • Skirl, Michael (2012): Wegsperren!? Ein Gefängnisdirektor über Sinn und Unsinn der Sicherungsverwahrung. Frankfurt am Main: Edition Fischer.
    • Skirl, Michael (2025): Zur Geschichte des Strafvollzugs. BoD – Books on Demand.
    • Dienstanweisung für den Wesir Rechmire (18. Dynastie). Nach Kurt Sethe / Wolfgang Helck: Urkunden der 18. Dynastie. Leipzig/Berlin: Hinrichs / Akademie-Verlag.
    • Reichsstrafgesetzbuch (1871), § 56, sowie Reichsjugendgerichtsgesetz (1923). Quellen zur deutschen Strafrechts- und Jugendstrafrechtsgeschichte.

    Internetquellen:


    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Juana Guschl, Andrea Kath, Dominik Freiberger, Nils Kretschmer
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sarah Fitzek
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach und Arne Peisker
  2. Geschichte der Erinnerungskultur

    1 h 9 min

    Kann das weg? Oder muss das ins Museum? Eine Frage, die wir uns heute oft stellen. Und auch ein Blick in die Geschichte zeigt: die Menschen wollten zu allen Zeiten nachfolgende Generationen etwas hinterlassen …

    Notas del episodio

    Kann das weg? Oder muss das ins Museum? Eine Frage, die wir uns heute oft stellen. Und auch ein Blick in die Geschichte zeigt: die Menschen wollten zu allen Zeiten nachfolgende Generationen etwas hinterlassen: Ihre Geschichten, ihre Taten, ihr Wissen, ihre Traditionen. In der Frühzeit bemalten Jäger und Sammler Höhlenwände. Die Römer in der Antike prägten Münzen oder ließen Inschriften in Bauwerke meißeln. Später hielt man die Erinnerungen in Büchern oder Pergamenten fest. Erklärte bestimmte Tage zu Gedenk- oder Feiertagen, baute Archive, Bibliotheken und Datenbanken auf. Doch Erinnern ist untrennbar mit Vergessen verbunden. Und manchmal werden Erinnerungen auch bewusst getilgt, wie in der römischen Antike das Vermächtnis unliebsamer Kaiser oder heutzutage durch das Entfernen von Statuen und Denkmälern, zum Beispiel der Kolonial- oder Diktaturgeschichte. Ein Podcast über unser kollektives Gedächtnis, warum Erinnern und Vergessen zu allen Zeiten wichtig war und die Frage: Was bleibt in unserer digitalen Welt von unseren Erinnerungen einmal übrig?


    Interviewpartner*innen:

    • Stefan Hördler
    • Harriet I. Flower
    • Hannah Monyer
    • Martin Sabrow
    • Torkel Wächter
    • Manfred Wichmann

    Literatur:

    • Assmann, Aleida (1999): Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses. München: C.H. Beck.
    • Assmann, Aleida (2013): Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur. Eine Intervention. München: C.H. Beck.
    • Assmann, Aleida (2016): Formen des Vergessens. Göttingen: Wallstein Verlag.
    • Assmann, Jan (1992): Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen. München: C.H. Beck.
    • Beard, Mary (2016): SPQR. Die tausendjährige Geschichte Roms. Frankfurt am Main: S. Fischer (engl. Original: SPQR. A History of Ancient Rome, London 2015).
    • Cassius Dio: Römische Geschichte (Buch 77/78). Deutsche Ausgabe z. B. übers. v. Otto Veh, Düsseldorf: Artemis & Winkler / Patmos.
    • Flower, Harriet I. (2006): The Art of Forgetting. Disgrace and Oblivion in Roman Political Culture. Chapel Hill: University of North Carolina Press.
    • Flower, Harriet I. (1996): Ancestor Masks and Aristocratic Power in Roman Culture. Oxford: Clarendon Press.
    • Halbwachs, Maurice (1985): Das kollektive Gedächtnis. Frankfurt am Main: Fischer (frz. Original: La mémoire collective).
    • Herodian: Geschichte des Kaisertums nach Mark Aurel (Buch 4). Deutsche Ausgabe, z. B. Stuttgart: Hiersemann.
    • Hördler, Stefan (2015): Ordnung und Inferno. Das KZ-System im letzten Kriegsjahr. Göttingen: Wallstein Verlag.
    • Monyer, Hannah / Gessmann, Martin (2015): Das geniale Gedächtnis. Wie das Gehirn aus der Vergangenheit unsere Zukunft macht. München: Albrecht Knaus Verlag.
    • Nietzsche, Friedrich (1874): Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben (Unzeitgemäße Betrachtungen, Zweites Stück). Zahlreiche Ausgaben, z. B. Stuttgart: Reclam.
    • Nora, Pierre (1990): Zwischen Geschichte und Gedächtnis. Berlin: Wagenbach (frz. Original: Les Lieux de mémoire, 1984–1992).
    • Orwell, George (1949): 1984. Deutsche Ausgabe z. B. Berlin: Ullstein / Frankfurt am Main: S. Fischer.
    • Plinius der Ältere: Naturalis historia (Buch 36). Deutsche Ausgabe z. B.: Naturkunde, lat.-dt., hg. u. übers. v. Roderich König, Düsseldorf/Zürich: Artemis & Winkler (Tusculum).
    • Sabrow, Martin (Hg.) (2009): Erinnerungsorte der DDR. München: C.H. Beck.
    • Sabrow, Martin / Frei, Norbert (Hg.) (2012): Die Geburt des Zeitzeugen nach 1945. Göttingen: Wallstein Verlag.
    • Santayana, George (1905): The Life of Reason. Vol. 1: Reason in Common Sense. New York: Charles Scribner’s Sons (Zitat im Podcast in eigener Übersetzung).
    • Schreiter, Christoph / Gerlach, Johann Heinrich (1689): Dissertatio iuridica de damnatione memoriae. Leipzig (Ursprung des Begriffs „Damnatio memoriae“).
    • Strabon: Geographika (Buch 17). Deutsche Ausgabe z. B. hg. u. übers. v. Stefan Radt, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
    • Tacitus: Annalen (Buch 2, 61 und Buch 4, 35). Deutsche Ausgabe z. B. Stuttgart: Reclam / Düsseldorf: Artemis & Winkler (Tusculum).
    • Wächter, Torkel S. (2014): 32 Postkarten. Post aus Nazi-Deutschland. Hamburg: Acabus Verlag.
    • Der Brief des Aristeas (Aristeasbrief). Deutsche Ausgabe z. B. in: Jüdische Schriften aus hellenistisch-römischer Zeit (JSHRZ), Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus.
    • Mittelalterliche Schreiber-Kolophone, u. a. der St. Galler Schreibervers (9. Jh.), ein Kolophon in Wien, Österr. Nationalbibliothek, Cod. 2860 (1415), sowie der Kolophon des Hildebertus (Prag, um 1140, in einer Abschrift von Augustinus, „De civitate Dei“).

    Internetquellen:


    Podcast-Tipp:

    „NS-Cliquen – Von Menschen und

    Mördern“ – ein Podcast des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR/ARD) mit dem

    Historiker Dr. Stefan Hördler über die Täter und Täterinnen der NS-Zeit.

    Verfügbar in der ARD Audiothek: www.ardaudiothek.de.


    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Juana Guschl, Nils Kretschmer, Makke Schneider
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sascha Schiemann
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach und Arne Peisker
  3. Geschichte des Alpinismus

    1 h 18 min

    Der Berg ruft". Spätestens seit dem Bergfilmklassiker mit Luis Trenker aus dem Jahr 1938 ist das ein geflügeltes Wort. Aber seit wann „ruft der Berg“ eigentlich? Die Geschichte des Alpinismus, so wie wir ihn …

    Notas del episodio

    Der Berg ruft". Spätestens seit dem Bergfilmklassiker mit Luis Trenker aus dem Jahr 1938 ist das ein geflügeltes Wort. Aber seit wann „ruft der Berg“ eigentlich? Die Geschichte des Alpinismus, so wie wir ihn kennen, beginnt Ende des 18. Jahrhunderts. Angeblich hätten die Menschen davor jahrtausendelang die Berge gemieden und sogar gefürchtet. Doch das ist ein Mythos und gilt auch nur für die Gipfel. Natürlich stieg kein Bergbauer oder keine Bergbäuerin freiwillig so hoch hinauf. Warum auch? Die Berge waren Teil ihres Alltags: Sie boten Weideland und Handelswege, waren Orte der Begegnung und des Austauschs, manchmal waren sie sogar Sitz der Götter. Die Gipfel hingegen thronten über allem und erfüllten für die Menschen in den Bergen weder einen sozialen noch einen wirtschaftlichen Zweck. Das änderte sich erst im 18. Jahrhunderts mit der Zeit der Aufklärung. Die Berge wurden zu einer Art Forschungslabor, man kraxelte in nie geahnte Höhen, um Temperaturen zu messen, Gipfel zu kartieren oder am eigenen Leib zu erfahren, was es bedeutete, höhenkrank zu werden. Als der Mont Blanc Ende des 18. Jahrhunderts zum ersten Mal bestiegen und darüber in ganz Europa berichtet wurde, setzte ein wahrer Run auf die Alpen ein. Irgendwann kletterten die ersten Menschen einfach nur zum Spaß auf die höchsten Gipfel. „Weil er da ist“ soll der berühmte britische Bergsteiger George Mallory 1923 auf die Frage einmal geantwortet haben, warum er plane, den Mount Everest zu besteigen. Ein Podcast über die ersten Alpinisten, Bergsteigen in der NS-Propaganda und die Frage: Stimmt es, dass Frauen am Berg lange Zeit in einer Seilschaft nur im Nebel vorsteigen durften? 


    Interviewpartner*innen:

    • Philipp Felsch
    • Martina Gugglberger
    • Dawn Hollis
    • Jason König
    • Gudrun Weikert
    • Walter Würtl

    Literatur:

    • Arrian: Der Alexanderzug (Anabasis Alexandrou), 4. Buch (zahlreiche Ausgaben; im Podcast eigene Übersetzung). Deutsche Ausgabe z. B.: Arrian, Der Alexanderzug, griechisch und deutsch, hg. u. übers. v. Gerhard Wirth und Oskar von Hinüber, Düsseldorf/Zürich: Artemis & Winkler.
    • Augustinus: Bekenntnisse (Confessiones), Deutsche Ausgabe, Reclam, Stuttgart.
    • Felsch, Philipp (2007): Laborlandschaften. Physiologische Alpenreisen im 19. Jahrhundert. Göttingen: Wallstein Verlag.
    • Grupp, Peter (2008): Faszination Berg. Die Geschichte des Alpinismus. Köln/Weimar/Wien: Böhlau Verlag. 
    • Gugglberger, Martina (2021): Grenzen im Aufstieg. Frauenexpeditionen in den Himalaya (1955–2014) (= Geschichte und Geschlechter, Bd. 77). Frankfurt am Main/New York: Campus Verlag.
    • Hansen, Peter H. (2013): The Summits of Modern Man. Mountaineering after the Enlightenment. Cambridge, MA/London: Harvard University Press.
    • Hollis, Dawn L. (2024): Mountains Before Mountaineering. The Call of the Peaks before the Modern Age. Stroud: The History Press.
    • Hollis, Dawn L. und Jason König (Hg.) (2021): Mountain Dialogues from Antiquity to Modernity. London/New York: Bloomsbury Academic.
    • Homer: Odyssee, 6. Gesang, Deutsche Fassung in der Übersetzung von Johann Heinrich Voß.
    • König, Jason (2022): The Folds of Olympus. Mountains in Ancient Greek and Roman Culture. Princeton/Oxford: Princeton University Press.
    • Petrarca, Francesco: Die Besteigung des Mont Ventoux (Familiares IV, 1). Lateinisch/Deutsch, übers. u. hg. v. Kurt Steinmann, Stuttgart: Reclam.
    • Reinisch, Gertrude (1998): Wanda Rutkiewicz. Karawane der Träume. München: Bergverlag Rother.
    • Scharfe, Martin (2007): Berg-Sucht. Eine Kulturgeschichte des frühen Alpinismus 1750–1850. Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag. 
    • Stephen, Leslie (1871): The Playground of Europe. London: Longmans, Green & Co.
    • Whymper, Edward (1871): Scrambles Amongst the Alps in the Years 1860–69. London: John Murray. (Deutsch: Berg- und Gletscherfahrten in den Jahren 1860–1869.)
    • Wordsworth, William (1844): Kendal and Windermere Railway. Two Letters Re-printed from the Morning Post (erster Brief, 9. Dezember 1844).
    • Würtl, Walter u. a. (2026): DIGIWAY – Geodaten für Sicherheit am Berg (gemeinsam mit Christoph Höbenreich, Christoph Kovacs, Klaus Pietersteiner, Lucia Felbauer und Peter Plattner), in: bergundsteigen. Zeitschrift für Risikomanagement im Bergsport. Walter Würtl ist zudem langjähriger Redakteur von bergundsteigen und analyse:berg (Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit).

    Internetquellen:


    Weitere Links:

    Die Geschichte des Urlaubs (Terra X History – der Podcast) - https://open.spotify.com/episode/5X5jsY9nIPtHWVSH2BwYFg?si=0028c2115f564d4f


    Podcast-Tipp:

    Erdsee: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/erdsee/index.html


    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Verena Glanos, Dominik Freiberger, Andrea Kath, Nils Kretschmer
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sarah Fitzek
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach und Arne Peisker
  4. 250 Jahre USA - Die Geschichte der amerikanischen Revolution

    1 h 13 min

    „All men are created equal“ – alle Menschen sind gleich erschaffen. Dies ist vielleicht der berühmteste Satz aus der Präambel der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776. Sie gilt als Geburtsstunde der …

    Notas del episodio

    „All men are created equal“ – alle Menschen sind gleich erschaffen. Dies ist vielleicht der berühmteste Satz aus der Präambel der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776. Sie gilt als Geburtsstunde der Vereinigten Staaten. Am 4. Juli 2026 feiern die USA das 250. Jubiläum dieser Unabhängigkeitserklärung und damit auch das Ende der Herrschaft Großbritanniens über ihre damals dreizehn nordamerikanischen Kolonien. Aber woran wird da eigentlich erinnert? Für wen galten diese unveräußerlichen Rechte auf Leben, Freiheit und dem Streben nach Glückseligkeit? Und wie kam es zu diesem Unabhängigkeitskrieg, den eigentlich keiner wollte? Ein Podcast darüber, was bei der Boston Tea Party wirklich geschah, warum es einem preußischen Offizier zu verdanken ist, dass die Amerikaner am Ende gegen die britische Armee siegte und die Frage: Was ist eigentlich mit den Loyalisten passiert, die lieber britische Kolonie geblieben wären?


    InterviewparterInnen:

    • Rebecca Brückmann
    • Michael Hochgeschwender
    • Jan Jansen
    • Charlotte Lerg
    • Jennifer Raff
    • Stefan Rinke

    Literatur

     

    • Brueckmann, Rebecca (2021): Massive Resistance and Southern Womanhood: White Women, Class, and Segregation. University of Georgia Press. Athens, 2021.
    • Depkat, Volker (2026): Die Amerikanische Revolution, C.H. Beck Wissen. München.
    • Ellis, Joseph (2026): 1776. Der Sommer der Revolution, C.H. Beck. München.
    • Feuchtwanger, Lion (1946): Die Füchse im Weinberg, Aufbau Verlag. Frankfurt am Main.
    • Hochgeschwender, Michael (2010): Der amerikanische Bürgerkrieg, C.H. Beck. München.
    • Jansen, Jan C. / McKenzie, Kirsten (Hg.) (2024): Mobility and Coercion in an Age of Wars and Revolutions: A Global History. Cambridge University Press. Cambridge.
    • Lerg, Charlotte (2022): Die Amerikanische Revolution, UTB. Stuttgart.
    • Lerg, Charlotte (2011): Argument Amerika. Die Deutsche Amerika-Forschung im Vormärz und ihre politische Deutung in der Revolution 1848/49, transcript. Bielefeld
    • Neitzel, Sönke (2000): Weltmacht oder Untergang. Die Weltreichslehre im Zeitalter des Imperialismus, Brill. Paderborn.
    • Raff, Jennifer (2022): Origin: A Genetic History of the Americas. Twelve Books (Grand Central Publishing). New York.
    • Rinke, Stefan (2022): Amerika - Amerikas: Zur Geschichte eines Namens von 1507 bis zur Gegenwart (Historamericana), Herder. Freiburg im Breisgau.

    Internetquellen

    https://www.verfassungsgeschichte.ch/US_1776_Declaration%20of%20Independence.pdf

    https://www.lexingtonma.gov/DocumentCenter/View/3887/Revolutionary-War-Monument-PDF

    https://themayflowersociety.org/history/the-mayflower-compact/

    https://www.verfassungsgeschichte.ch/US_1776_Declaration%20of%20Independence.pdf

    https://allthingsliberty.com/2014/01/sam-adams-signal/

    http://bostonteapartyship.com/wp-content/uploads/2018/01/Boston-Tea-Party-by-George-Hewes-2018.pdf

    https://www.verfassungsgeschichte.ch/US_1776_Declaration%20of%20Independence.pdf

    https://www.yorku.ca/comninel/courses/3025pdf/Locke.pdf

    https://www.heritage.org/progressivism/report/review-the-1619-project-curriculum

    https://www.nytimes.com/interactive/2019/12/20/magazine/1619-intro.html



    Mehr zum Thema im ZDF-Streaming

    https://www.zdf.de/250-jahre-usa-100

    https://schule.zdf.de/video/mw2gg-geschichte-der-usa-teil-i-100

    https://schule.zdf.de/video/mw2gg-geschichte-usa-teil-ii-100

    https://schule.zdf.de/video/kolumbus-unabhaengigkeit-der-usa-102

    https://schule.zdf.de/video/simon-bolivar-unabhaengigkeit-fuer-suedamerika-100

     

     

    Weitere Links

     

    Terra X History-Folge zur Geschichte der Wikinger: https://open.spotify.com/episode/0ExMxg49CXnltdcspGtYih?si=14b936028afb4205

     

    Zeitkapsel:

    https://story.ndr.de/zeitkapsel/index.html

     

    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Juana Guschl, Nils Kretschmer, Makke Schneider
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sarah Fitzek
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach und Arne Peisker
  5. Die Geschichte des Indischen Ozeans

    1 h 11 min

    „Iran blockiert Straße von Hormus“ – das war Anfang des Jahres 2026 eine der Schlagzeilen, die weltweit für Aufsehen sorgte. Durch den Krieg in Iran konnte vom Persischen Golf kein Öltanker mehr durch diese …

    Notas del episodio

    „Iran blockiert Straße von Hormus“ – das war Anfang des Jahres 2026 eine der Schlagzeilen, die weltweit für Aufsehen sorgte. Durch den Krieg in Iran konnte vom Persischen Golf kein Öltanker mehr durch diese Meerenge in den Indischen Ozean fahren. Die Benzinpreise stiegen – nicht nur in Europa. Ein Beispiel, warum der Indische Ozean mehr mit uns tun hat, als wir oft glauben. Seit Jahrtausenden ist dieser Ozean ein bedeutender Handelsraum und ein Ort des kulturellen Austauschs. Aber er ist auch ein Meer, auf dem der Sklavenhandel schon im Mittelalter blühte, in dem westliche Kolonialmächte wie England, Portugal und die Niederlande jahrhundertelang herrschten und das uralte Handelssystem veränderten. Und dann gibt es da noch den Indischen Ozean als Sehnsuchtsort für Millionen Touristen, die jedes Jahr auf Bali, den Seychellen oder den Malediven Urlaub machen. Ein Podcast über die Kraft des Monsuns, kosmopolitische Inseln und die Frage: Warum gibt es im Indischen Ozean eigentlich so viele Erdbeben?



    InterviewparterInnen:

    • Colin Devey
    • Jürgen Nagel
    • Himanshu Prabha Ray
    • Beate Ratter
    • Bernhard Schnepel

    • Alpers, Edward A. and Burkhard Schnepel (Hg). (2018): Connectivity in motion: island hubs in the Indian Ocean world. Palgrave Series in Indian Ocean World Studies. Cham: Palgrave Macmillan.
    • Fauconnier, Bram (2012): Graeco-Roman merchants in the Indian Ocean: Revealing a multicultural trade, in: Topoi. Orient-Occident, Suppl. 11, S. 75–109.
    • Guyot, Alain (2021): „Le voyage de Théophile Gautier en Égypte ou les leçons d’un accident de parcours“, in: Viatica, Nr. 8, S. 1–16.
    • Huber, Valeska (2010): Multiple Mobilities. Über den Umgang mit verschiedenen Mobilitätsformen um 1900, in: Geschichte und Gesellschaft, Jg. 36, Heft 2, S. 317–341.
    • Mann, Michael (2011): Arbeitsnetzwerke im Indischen Ozean. Sklaven-Sträflinge-Kulis-Gastarbeiter, in: Südasien-Chronik – South Asia-Chronicle, Jg. 1, S. 7–40.
    • Nagel, Jürgen (2025): Abenteuer Fernhandel. Die Ostindien-Kompanien. Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
    • Nagel, Jürgen G. (2024): Indischer Ozean und Malaiischer Archipel vom 16. bis zum 20. Jahrhundert, in: Mark Häberlein und Markus A. Denzel (Hrsg.): Handbuch globale Handelsräume und Handelsrouten. Von der Antike bis zur Gegenwart, Berlin: De Gruyter, S. 341–387.
    • Nagel, Jürgen G. (2017): Schifffahrt auf dem Indischen Ozean im 19. Jahrhundert. Technologie und Wissen in der Transportrevolution der Moderne, in: Zeitschrift für Weltgeschichte. Interdisziplinäre Perspektiven, Jg. 18, Heft 2, S. 61–80.
    • Nagel, Jürgen (2003): Der Schlüssel zu den Molukken. Makassar und die Handelsstrukturen des Malaiischen Archipelsi m 17. und 18. Jahrhundert. Schriften zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. 3. Hamburg, Dr. Kovač-Verlag.
    • Osterhammel, Jürgen (2012): Das 19. Jahrhundert (= Informationen zur politischen Bildung, Nr. 315), Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
    • Pargas, Damian A. und Juliane Schiel (Hrsg.) (2023): The Palgrave Handbook of Global Slavery throughout History, Cham: Palgrave Macmillan.
    • Ramseyer, Urs (2016): NUSANTARA (21). Die Gewürzkriege und ihre Auswirkungen im Indonesischen Archipel. Teil II: 15. – 17. Jahrhundert. Konsequenzen des Geschmacks. Eine kommentierte Chronologie. Online verfügbar unter: http://ursramseyer.blogspot.ch.
    • Ratter, Beate; A. Hennig; Zahid (2024): Section 5.10. Small Island Adaption in the Maldives. In: Engels, Anita et al. Hamburg Climate Futures Outlook 2024. Conditions for Sustainable Climate Change Adaption. Cluster of Excellence “Climate, Climatic Change , and Society” (CLICCS), S. 127-130.
    • Ray, Himanshu Prabha (2020): The Archaeology of Knowledge Traditions of the Indian Ocean World, London: Routledge India.
    • Schnepel, Burkhard (Hg) (2017): Max Planck Fellow Group “Connectivity in Motion: Port Cities of the Indian Ocean.” Max Planck Institute for Social Anthropology Report 2014/2016. Halle/Saale: Max Planck Institute for Social Anthropology.
    • Shyam, Radhey (1968): Life and Times of Malik Ambar, Delhi: Munshiram Manoharlal, S. 149–150.
    • Ziolkowski, Tobias, Colin W. Devey und Agnes Koschmider (2025): Detecting small seamounts in multibeam data using convolutional neural networks, in: Frontiers in Marine Science, Vol. 12, Art. Nr. 105572.

     

    Internetquellen

     

    Mehr zum Thema in der ZDF-Mediathek

     

    Weitere Links

     

    Podcast-Tipp:

     

    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Juana Guschl, , Dominik Freiberger, Andrea Kath, Nils Kretschmer
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sascha Schiemann
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach und Arne Peisker
  6. Geschichte des Papsttums

    1 h 32 min

    Er ist das Oberhaupt von mehr als einer Milliarde Katholikinnen und Katholiken weltweit. Er residiert im kleinsten Staat der Welt und er trägt einen Titel, der fast 2000 Jahre alt ist: der Papst. Er ist der …

    Notas del episodio

    Er ist das Oberhaupt von mehr als einer Milliarde Katholikinnen und Katholiken weltweit. Er residiert im kleinsten Staat der Welt und er trägt einen Titel, der fast 2000 Jahre alt ist: der Papst. Er ist der Stellvertreter Christi auf Erden. Aber wie ist dieses Amt eigentlich entstanden? War Petrus wirklich der erste Papst? Wie wurde aus einem einfachen Bischof von Rom einer der mächtigsten religiösen Führer der Welt? Und wie konnte diese Institution so viele Erschütterungen, Kriege, Kirchenspaltungen und den Zweifel vieler Menschen an der Rechtmäßigkeit der katholischen Kirche überleben? 


    Ein Podcast über Leichensynoden, Prunksucht, unbeugsame Kardinäle und die Frage: Brauchen wir in der modernen Gesellschaft nicht vielleicht sogar den Papst als moralische Instanz?


    Interviewparter*innen:

    • Andreea Badea
    • Suzanne Brown-Fleming 
    • Georg Gänswein 
    • Julia Knop 
    • Hubert Wolf

    Literatur



    Internetquellen


    Mehr zum Thema in der ZDF-Mediathek

    • Terra X: Das Konklave – Hubert Wolf erklärt die Geschichte der Papstwahl (YouTube/ZDF)

    Team

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen:, Verena Glanos, Andrea Kath, Nils Kretschmer, Makke Schneider
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sarah Fitzek
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach und Arne Peisker
  7. Die Geschichte der Raumfahrt: Mondlandung, Raumstationen und Sternen-Träume

    1 h 9 min

    „Der Weltraum – unendliche Weiten“. Nicht nur begeisterte Trekkies können diesen Satz vermutlich problemlos mit „Wir schreiben das Jahr 2200“ ergänzen. Die Reisen des Raumschiffs Enterprise in „Star Trek“ sind …

    Notas del episodio

    „Der Weltraum – unendliche Weiten“. Nicht nur begeisterte Trekkies können diesen Satz vermutlich problemlos mit „Wir schreiben das Jahr 2200“ ergänzen. Die Reisen des Raumschiffs Enterprise in „Star Trek“ sind Kult, Filme wie „Star Wars“ haben Filmgeschichte geschrieben. Doch egal, ob in Film, Fernsehserie oder Roman – der Weltraum übt offenbar auf sehr viele Menschen eine besondere Faszination aus. Und das ist nicht erst seit der ersten Mondlandung im Juli 1969 so. Schon vor 17.000 Jahren malten Menschen in den Höhlen von Lascaux auch Sterne an die Wände. Und der griechische Astronom Hipparchos beschrieb schon im Jahr 160 nach Christus eine fiktive Reise zum Mond. Doch erst nach dem zweiten Weltkrieg waren die technischen Entwicklungen soweit, dass ein Flug ins All immer realistischer wurde. Die Eroberung des Weltraumes begann mit dem russischen Satelliten Sputnik 1957. Und sie erlangte 2026 ihren vorläufigen Höhepunkt mit der Artemis II – Mondmission der NASA. 


    Ein Podcast über fiktive und echte Mondfahrten, über den ersten Deutschen im All und warum auch Weltraumschrott faszinierend sein kann.


    InterviewparterInnen:

    Bergita Ganse

    Alexander Geppert

    Alice Gorman

    Gerhard Thiele

    Matthias Koschnitzke


    Literatur 

     

    • Ganse, Bergita/ Ganse, Urs (2017): Das kleine Handbuch für angehende Raumfahrer, Berlin, Springer.
    • GEOkompakt (2023): Aufbruch ins All. Staaten und Start-ups eröffnen eine neue Ära der Raumfahrt. Heft Nr. 74.
    • Geppert, Alexander C.T./Brandau, Daniel/Siebeneichner, Tilmann (2023): Militarizing Outer Space: Astroculture, Dystopia and the Cold War (Palgrave Studies in the History of Science and Technology), London, Palgrave Macmillan. 
    • Geppert, Alexander C.T. (2018): Limiting Outer Space. Astroculture After Apollo, London Palgrave Macmillan.
    • Gorman, Alice (2019): Dr Space Junk vs the Universe: Archaeology and the Future, Cambridge, MIT Press.
    • Kepler, Johannes (2012): Der Traum oder Mond Astronomie - Somnium sive astronomia lunaris. Mit einem Leitfaden für Mondreisende von Beatrix Langner (Batterien), Berlin, Matthes & Seitz.
    • Koschnitzke, Matthias (2025): Orbital Signatures of Ultralight Scalars in Binary Black Holes, Hamburg.  
    •  Thiele, Gerhard/Thiele-Eich, Insa (2018): Astronauten: Eine Familiengeschichte, München, Komplett Media GmbH.
    • Osterhage, Wolfgang (2021): Die Geschichte der Raumfahrt. Berlin, Springer.

    Internetquellen


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    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
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  8. Die Ehe und ihre Geschichte

    1 h 13 min

    Auf ewig Dein? Das gilt heute längst nicht mehr. Von 1000 Ehen werden inzwischen gut ein Drittel wieder geschieden. Ein eher modernes Phänomen, das in der jahrtausendealten Geschichte der Ehe bis Anfang des 20 …

    Notas del episodio

    Auf ewig Dein? Das gilt heute längst nicht mehr. Von 1000 Ehen werden inzwischen gut ein Drittel wieder geschieden. Ein eher modernes Phänomen, das in der jahrtausendealten Geschichte der Ehe bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine nur geringe Rolle gespielt hat. Denn die Ehe ist eine der ältesten Institutionen der Menschheit. „The one and only“ fürs Leben zu finden war die meiste Zeit normalerweise aber keine Frage des Herzens. Liebe und Romantik à la Hollywood? Fehlanzeige. Geheiratet wurde aus allen möglichen Gründen: weil es wirtschaftlich vorteilhafter war oder um seine Macht zu sichern oder einfach, um Erben zu zeugen, damit der Besitz in der Familie blieb. Ehen konnten jahrhundertelang auch wieder geschieden werden – bis die katholische Kirche sie zum Sakrament erhob. Die Ehe wurde ein heiliger Bund, unauflöslich, bis dass der Tod die Eheleute schied. Zumindest, wenn man der katholischen Kirche angehörte. Ein Podcast über Heiratsbräuche in der Antike, warum auch Tote verheiratet wurden und die Frage: Wann kam eigentlich die Romantik ins Spiel?


    InterviewparterInnen:

    • Roman Deutinger
    • Rosemarie Nave-Herz
    • Ulrike Neurath
    • Julian Schneider
    • Monika Wienfort

    Literatur

     

    • Deutinger, Roman und Christof Paulus (2017): Das Reich zu Gast in Landshut: Die erzählenden Texte zur Fürstenhochzeit des Jahres 1475, Ostfildern, Jan Thorbecke Verlag.

    • Lombardus, Petrus (2024): Sententiae in quatuor libris distinctae - Vier Bücher der Sentenzen: Lateinisch - deutsch (Fontes Christiani 5. Folge), Freiburg im Breisgau, Herder.

    • Spiegel Geschichte (2025): Die Macht der Liebe. Dramen, Leidenschaften, Skandale – wie Gefühl die Welt veränderte. Ausgabe 6.

    • Nave-Herz, Rosemarie (2022): Die Ehe in Deutschland: Eine soziologische Analyse über Wandel, Kontinuität und Zukunft, Leverkusen-Opladen, Barbara Budrich.

    • Neumann, Hans (1986): Bemerkungen zu Ehe, Konkubinat und Bigamie in neusumerischer Zeit In: Durand, J.-M. (Hrsg.): La femme dans le Proche-Orient antique. XXXIIIe Rencontre Assyriologique Internationale. Paris, S. 131-137.

    • Wienfort, Monika (2014): Verliebt. Verlobt. Verheiratet. Eine Geschichte der Ehe seit der Romantik. München, C.H.Beck.

    Internetquellen


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    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Verena Glanos, Juana Guschl, Dominik Freiberger, Andrea Kath, Nils Kretschmer
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  9. Geschichte des Radios

    52 min

    Vom ewigen Rauschen und dem Suchen nach den Frequenzen zur digitalen Playlist, vom klobigen Kurbelradio zum Smartphone in der Hosentasche: Die Geschichte des Radios ist auch eine Geschichte der Demokratisierung …

    Notas del episodio

    Vom ewigen Rauschen und dem Suchen nach den Frequenzen zur digitalen Playlist, vom klobigen Kurbelradio zum Smartphone in der Hosentasche: Die Geschichte des Radios ist auch eine Geschichte der Demokratisierung des Hörens. Seit mehr als 100 Jahren prägt das Medium unseren Alltag, überwindet Grenzen und verbindet Menschen durch elektromagnetische Wellen. Die Vision, Musik und Sprache drahtlos zu übertragen, entstand dabei lange vor Spotify und RSS-Feeds – sie beruhte anfangs auf Morsezeichen, der militärischen Kommunikation und dem Drang, Nachrichten erstmals in Echtzeit zu verbreiten.


    Dabei war das Radiohören für Privatleute in den 1920er Jahren zunächst offiziell verboten, bevor das Medium ab 1933 als „Volksempfänger“ zur manipulativen Massenware instrumentalisiert wurde. Heute, im Zeitalter von ‚On-Demand-Inhalten‘, stellt sich die Frage neu: Ist das Radio angesichts des weltweiten Podcast-Booms wirklich tot? Seit 2020 „podcasten“ wir bei Terra X History – doch hätten wir ohne die Pioniere der Funktechnik überhaupt eine Stimme? In dieser Live-Folge - aufgezeichnet auf dem DLF Podcastfestival „History Talks“ am 16. Januar 2026 - begeben wir uns auf eine Reise zu den Wurzeln unseres Hörens und klären die Frage: Warum wäre der Podcast ohne das Radio heute undenkbar?


    Auf der Bühne: 


    • Mirko Drotschmann
    • Christoph Classen

     

    Hinter der Bühne:


    • Dominik Freiberger
    • Sascha Schiemann
    • Katharina Kolvenbach
    • Andrea Kath
    • Janine Funke


    Literatur 


    • Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (2025): ma 2025 Audio II – Frische Daten für den Audiowerbemarkt, Frankfurt am Main.
    • Chignell, Hugh (2011): Public Issue Radio. Talks, News and Current Affairs in the Twentieth Century, Palgrave Macmillan.
    • Die Medienanstalten – ALM GbR (2025): Audio Trends 2025. Sonderbericht zur ma 2025 Audio II, Berlin.
    • Diller, Ansgar (Hrsg.) (1996): Rundfunk und Geschichte. Mitteilungen des Studienkreises Rundfunk und Geschichte / Informationen aus dem Deutschen Rundfunkarchiv, 22. Jg., Nr. 4.
    • Dussel, Konrad (2021): 100 Jahre Radio. Von der Entstehung bis zur Gegenwart. Zur Geschichte des Radios in Deutschland, in: Deutscher Kulturrat (Hrsg.), Bonn, S. 1–4.
    • Dussel, Konrad (2001): Deutsches Radio, deutsche Kultur. Hörfunkprogramme als Indikatoren kulturellen Wandels, in: Archiv für Sozialgeschichte, Band 41.
    • Katzenberger, Verena (2020): Radio, in: Journalistikon. Das Wörterbuch der Journalistik.
    • Neuwöhner, Ulrich (2008): Perspektiven des Radios im digitalen Zeitalter. Eine Analyse anhand von Daten aus der angewandten Hörerforschung, in: Media Perspektiven, Nr. 5, 2008, S. 247–254.
    • Rager, Tobias; Dichtl, Maximilian (2018): Die Geschichte des Radios. Ein Referat über die Entwicklung des Radios in Deutschland.
    • Roether, Diemut; Sarkowicz, Hans; Zimmermann, Clemens (2022): 100 Jahre Radio in Deutschland, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), Bonn.
    • Schatter, Günther (2010/2011): Radio und Hörspiele in den 1980er/90er Jahren, in: Vorlesung: Flaschenpost für die Zukunft. Heiner Müller und das Radio der 80er und 90er Jahre (WS 10/11).


    Internetquellen


    https://www.swr.de/swrkultur/wissen/archivradio/propagandaminister-goebbels-1933-beim-norddeutschen-rundfunk-100.html

    https://archive.org/details/tony-blackburn-1965-radio-caroline-uk/Tony+Blackburn+Radio+Caroline+1965+Part+1.mp3



    Mehr zum Thema in der ZDF-Mediathek


    https://www.zdf.de/dokus/radio--deutschland-on-air-movie-100 

    https://www.zdf.de/dokus/collection-index-page-ard-collection-ard-dxjuomfyzdpzag93ojaxyta3yzqymtjimdvknmq-124 

    https://www.zdf.de/play/interviews/zur-person-196/sir-hugh-carlton-greene-zeitgeschichte-archiv-zur-person-gaus-100?q=rundfunk 

     


    Weitere Links 


    https://www.deutschlandfunk.de/history-talks-die-geschichte-des-radios-ohne-radio-kein-podcast-100.html

    https://www.deutschlandfunk.de/history-talks-das-podcastfestival-100.html

     

    Team:


    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Andrea Kath, Dominik Freiberger, Nils Kretschmer
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sascha Schiemann
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach
  10. Podcast-Tipp: BILLION DOLLAR BABIES – Der Aal und die Gier

    1 min

    Ein geheimnisvolles Tier verschwindet – und mit ihm ein Stück Natur. Doch während der Europäische Aal ums Überleben kämpft, boomt ein globales Geschäft, das aus seiner Seltenheit Profit schlägt. Aus jahrelanger …

    Notas del episodio

    Ein geheimnisvolles Tier verschwindet – und mit ihm ein Stück Natur. Doch während der Europäische Aal ums Überleben kämpft, boomt ein globales Geschäft, das aus seiner Seltenheit Profit schlägt. Aus jahrelanger Recherche ist "BILLION DOLLAR BABIES – Der Aal und die Gier" entstanden, ein Podcast für ZDFkultur.


    Er basiert auf einem Dokumentarfilm für Arte / ZDFkultur und BBC Eye. Beide erzählen die Geschichte der Glasaale, die von Europas Flüssen über Schwarzmärkte und Schmuggelrouten bis nach Asien gelangen. Es ist eine Geschichte von Gier, Gewalt und einer ökologischen Katastrophe, die längst begonnen hat. Im Podcast begleitet Katja Riemann als Stimme des Aals diese Reise durch eine verborgene Welt, erzählt von Mythos und Bedrohung, von der Faszination dieser uralten Spezies und von ihrem drohenden Verschwinden. Eine packende Investigation über Profit, organisierte Kriminalität und die Frage, wie weit Menschen gehen, wenn ein Lebewesen zur Ware wird.

     

    🎧 BILLION DOLLAR BABIES – Der Aal und die Gier gibt‘s überall, wo es Podcasts gibt! Jetzt folgen und keine Folge mehr verpassen: 


    ▶ZDF Streaming Portal: https://kurz.zdf.de/bdb 


    ▶Spotify: https://open.spotify.com/show/6cnEIMLL2XmZbaRzQCxwPC?si=52848f6bf16a4609


    ▶Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/billion-dollar-babies-der-aal-und-die-gier/id1887538920


    ▶Deezer: https://www.deezer.com/de/show/1002798611


    BILLION DOLLAR BABIES ist ein Podcast von Lisa Ludwig, Sebastian Weis und Marcel Ozan-Riedel im Auftrag von ZDFkultur. 

    In Zusammenarbeit von Richtig Cool und DOCDAYS Productions.


    Mit der Stimme von Katja Riemann

    Regie & Schnitt: Nele Dehnenkamp

    Co-Autorin Skript: Birgit Tanner

    Komposition: Andre Moghimi

    Creativ Producing: Maike Brülls

    Executive Producer: Robin Blase, Antje Boehmert 

    Produktionsmanagement ZDF: Christiane Alsfasser, Anna Sophie Schmid

    Redaktion ZDF: Lisa Reisch und Vanessa Olivier, Susanne Mertens (ARTE)

  11. Hurra, wir leben noch – Geschichten vom Weltuntergang

    1 h 7 min

    Weltuntergang. Apokalypse. Das Ende der Zeit: Wer in einer Suchmaschine seiner Wahl diese Begriffe eingibt, bekommt in Sekundenschnelle Millionen Einträge. Weltuntergang hat Konjunktur. Filme, Videos, Musik und …

    Notas del episodio

    Weltuntergang. Apokalypse. Das Ende der Zeit: Wer in einer Suchmaschine seiner Wahl diese Begriffe eingibt, bekommt in Sekundenschnelle Millionen Einträge. Weltuntergang hat Konjunktur. Filme, Videos, Musik und Social Media sind heute voll mit Untergangsfantasien. So wie in dem Science fiction - Klassiker von Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“. Im Roman wird die Erde einfach gesprengt, weil sie im Weg ist. In der Antike und im Mittelalter waren es Unwetter, Pest oder Heuschreckenplagen, die als Vorboten der nahenden Apokalypse gedeutet wurden. Die Angst vor dem endgültigen Untergang begleitet die Menschen seit Jahrhunderten. Und auch die Frage: Ja, wann genau geht die Welt denn nun unter? Allein im Jahr 1600 kursierten 24 konkrete Termine für das Ende der Welt. Während bis ins späte 16. Jahrhundert hinein vor allem religiöse Endzeitvorstellungen die Menschen beunruhigten waren es spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg die Angst vor dem menschengemachten Ende der Welt, dem ökologischen Zusammenbruch und der Auslöschung unseres Planeten durch Atomwaffen. Ein Podcast über religiöse Offenbarungsliteratur, Kometenpillen und die Frage: Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass die Menschheit sich in absehbarer Zeit mit Atomwaffen selbst auslöscht? 


    Gesprächspartner*innen 

    • Christian Jakob 
    • Peter Dinzelbacher 
    • Armin Wagner 
    • Veronika Wieser

    Literatur 

    • Adams, Douglas (1979): Per Anhalter durch die Galaxis (The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy). 
    • Bhagavadgita: Kapitel 11 (u. a. Vers 32). 
    • von Berger, Louis M.; Raupach, Hajo; Schnickmann, Alexander (2021): Leben am Ende der Zeiten. Wissen, Praktiken und Zeitvorstellungen der Apokalypse 
    • Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Weltuntergang (= Aus Politik und Zeitgeschichte, 62. Jg., 51–52/2012), Bonn 2012. 
    • Die Bibel: Offenbarung des Johannes (u. a. Kapitel 8). 
    • Dinzelbacher, Peter (2014): Weltuntergangsphantasien: und ihre Funktion in der europäischen Geschichte. 
    • 2/3
    • Fried, Johannes (2016): Dies irae. Eine Geschichte des Weltuntergangs. 
    • Grimm, Gunter (1985): Michael Stifel: Augustinermönch, Algebraiker, Apokalyptiker. Sonntagsbeilage der Stuttgarter Zeitung "Die Brücke zur Welt". 
    • Hohler, Franz (1973): Der Weltuntergang. 
    • Jakob, Christian (2023): Endzeit. Die neue Angst vor dem Weltuntergang und der Kampf um unsere Zukunft. Ch. Links Verlag. 
    • King, Stephen (2020): Blutige Nachrichten (If It Bleeds) – darin „Chucks Leben“. 
    • Masala, Carlo (2025): Wenn Russland gewinnt. Ein Szenario. C.H. Beck. 
    • Meadows, Donella H.; Meadows, Dennis L.; Randers, Jørgen; Behrens, William W. III (1972): Die Grenzen des Wachstums (The Limits to Growth). 
    • Messiaen, Olivier (1942): Quatuor pour la fin du temps (Quartett für das Ende der Zeit). 
    • Wagner, Armin (2025): Das ABC der Apokalypse. NATO-Offiziere erzählen den Dritten Weltkrieg. Campus Verlag. 
    • Veronika Wieser, Vincent Eltschinger, Johann Heiss (Hg.), Cultures of Eschatology, Bd. 1: Empires and Scriptural Authorities in Medieval Christian, Islamic and Buddhist Communities. Bd. 2: Time, Death and Afterlife in Medieval Christian, Islamic and Buddhist Communities. Cultural History of Apocalyptic Thought 3 (De Gruyter 2020).
    • Veronika Wieser, Christian Zolles, Catherine Feik, Martin Zolles, Leopold Schlöndorff (Hg.), Abendländische Apokalyptik, Kompendium zur Genealogie der Endzeit. Cultural History of Apocalyptic Thought 1 (Akademie Verlag 2013)

    Internetquellen 


    Mehr zum Thema in der ZDF-Mediathek 


    Team 

    • Moderation: Mirko Drotschmann 
    • Sprecher*innen: Dominik Freiberger, Juana Guschl, Makke Schneider 
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath 
    • Technik: Sarah Fitzek 
    • Musik: Sonoton 
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  12. Deutsch: Eine Sprache und ihre Geschichte

    1 h 9 min

    Ein morgendlicher Gang zum Bäcker und die deutsche Sprache offenbart ihr Eigenleben: Was hier Wecken heißt, nennt man dort Semmel, Schrippe oder Rundstück. Manchmal auch nur: Brötchen. Dieses Beispiel zeigt …

    Notas del episodio

    Ein morgendlicher Gang zum Bäcker und die deutsche Sprache offenbart ihr Eigenleben: Was hier Wecken heißt, nennt man dort Semmel, Schrippe oder Rundstück. Manchmal auch nur: Brötchen. Dieses Beispiel zeigt: bis heute gibt es unzählige Dialekte. Unter anderem aus ihnen hat sich im Laufe der Zeit die deutsche Standardsprache entwickelt, so, wie wir sie heute kennen. Es ist die mindestens 1200 Jahre alte Geschichte einer Sprache, die von Anbeginn im stetigen Wandel begriffen war und es bis heute ist. Erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es überhaupt verbindliche Regeln. Vorher schrieb und sprach jeder deutsch wie er oder sie wollte. Vor allem das 19. Jahrhundert brachte Schritt für Schritt Ordnung ins Chaos durch Gelehrte wie Adelung und Gottsched, Campe, Duden – und die Brüder Grimm. Bis heute ist Deutsch die Sprache der Dichter und Denker, die so schöne Wörter wie „Mondnacht“ oder „Götterfunken“ hervorgebracht hat, aber auch Wortungetüme wie „Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“. Ein Podcast über die Ursprünge des Deutschen, warum Deutsch eine multikulturelle Sprache ist und die Frage: Stimmt es wirklich, das Social Media in absehbarer Zeit zum Niedergang der deutschen Sprache führen wird?


    Gesprächspartner*innen

    • Heidrun Kämper
    • Simon Meier-Vieracker
    • Christine Möhrs
    • Michael Schwarzbach-Dobson
    • Nicolas Schmelzer

    Literatur


    • Göttert, Karl-Heinz (2010): Deutsch: Biografie einer Sprache. Ullstein Verlag, Berlin.

    • Kämper, Heidrun Deborah (2024): Die Sprache der Rechten. Wie sie reden und was sie sagen. Was bedeutet das alles? Erläuterungen, Denkanstöße. Reclams Universal-Bibliothek, Leipzig.

    • Limbach, Jutta (Hrsg) (2005): „Das schönste deutsche Wort.“ Eine Auswahl der schönsten Liebeserklärungen an die deutsche Sprache - zusammengestellt aus den Einsendungen zum internationalen Wettbewerb „Das schönste deutsche Wort. Hueber Verlag, München.

    

    • Meier-Vieracker, Simon (2024): Sprache ist, was du daraus machst! Wie wir Deutsch immer wieder neu erfinden. Droemer Verlag, München.

    • Möhrs, Christine (2016): Syntagmatische Verwendungsmuster in einsprachigen deutschen Wörterbüchern. Institut für Deutsche Sprache, Mannheim.

    • Reinbothe, Roswitha (2006): Deutsch als internationale Wissenschaftssprache und der Boykott nach dem Ersten Weltkrieg. De Gruyter, Frankfurt a. M.

    • Roelcke, Thorsten (2018): Geschichte der deutschen Sprache. C.H. Beck, München.

    • Schmid, Hans Ulrich (2024): Einführung in die deutsche Sprachgeschichte, J.B. Metzler, Stuttgart.

    • Schubert, Helga (2025): Luft zum Leben. Geschichte vom Übergang. dtv Verlagsgesellschaft, München.

    • Schwarzbach-Dobson, Michael (2023): Verschwundene Wörter des Mittelalters: Eine Spurensuche. Die mittelalterliche Sprache der Ritter und Minnesänger. Spannende Einblicke ins Mittelhochdeutsche, seine Literatur und Etymologie. Greven Verlag, Köln.

    • Seethaler, Robert (2023): Das Café ohne Namen. Ullstein Buchverlage, Berlin.

    • Sternberger, Dolf; Storz, Gerhard; Süskind, Wilhelm E. (1962): Aus dem Wörterbuch des Unmenschen. Deutscher Taschenbuch Verlag, München.

    • Wahl, Carolin (2023): Feels like Christmas. Loewe Verlag, Bindlach.


    Internetquellen

    https://www.deutschelyrik.de/under-der-linden.299.html

    https://www.goethe.de/ins/za/en/spr/wdl.html?

    https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/csg/0913

    http://www.die-fruchtbringende-gesellschaft.de/index.php?article_id=0&wWidth=1440&wHeight=690

    Brötchen/Semmel « atlas-alltagssprache

    https://www.zeit.de/1984/52/rotkaeppchen-auf-amtsdeutsch

     

    Mehr zum Thema in der ZDF-Mediathek

    https://www.zdf.de/play/talk/auf-der-couch-106/aufdercouchgendern-100?q=sprache

    https://www.zdf.de/play/dokus/schlaue-schwaerme-100/schlaue-schwaerme-geheimnisvolle-sprachen-doku-102?q=sprache

    https://www.zdf.de/play/interviews/collection-index-page-ard-collection-ard-dxjuomfyzdpzag93ojy2ythkzwfiyjdjy2zinmy-204/page-video-ard-prof-roland-kaehlbrandt---sprachwissenschaftler---die-deutsche-sprache-ist-schoener-als-wir-glauben-100?q=sprache

    https://www.zdf.de/play/interviews/collection-index-page-ard-collection-ard-dxjuomfyzdpzag93ojy2ythkzwfiyjdjy2zinmy-204/page-video-ard-prof-roland-kaehlbrandt---sprachwissenschaftler---die-deutsche-sprache-ist-schoener-als-wir-glauben-100?q=sprache

    https://www.zdf.de/play/explainer/mrwissen2gogeschichte-102/goethe-und-schiller-102?q=deutsche+literatur


    Weitere Links

    https://www.dwds.de/

    https://www.duden.de/woerterbuch

    https://open.spotify.com/episode/1HTYTkQ7lVoN7ORmQqzE3R?si=51e050fa81c14d9b

    https://www.tiktok.com/@herrschmelzer/video/7568917148953742614


    Team

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Dominik Freiberger, Juana Guschl, Nils Kretschmer,
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Rechercheassistenz: Jessica May
    • Technik: Sascha Schiemann
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF
  13. Eine kleine Geschichte des Horrors

    1 h

    Ein leerstehendes Haus. Nebel. Das Mondlicht flackert auf zerbrochenen Fensterscheiben. Irgendwo knarrt eine Tür. Du spürst, dass du nicht allein bist. Trotzdem gehst du weiter – Schritt für Schritt – hinein in …

    Notas del episodio

    Ein leerstehendes Haus. Nebel. Das Mondlicht flackert auf zerbrochenen Fensterscheiben. Irgendwo knarrt eine Tür. Du spürst, dass du nicht allein bist. Trotzdem gehst du weiter – Schritt für Schritt – hinein in das alte Haus. Genau das ist der Moment, in dem wir beim Schauen eines Horrorfilms auf der Couch rufen: „Nein, geh da bloß nicht rein!“ – und doch können wir nicht wegsehen.

    Warum zieht uns das Grauen so magisch an? Warum lesen wir Horrorromane oder schauen Horrorfilme, obwohl wir wissen, dass sie uns Angst machen?

    Ein Podcast über antike Schauergeschichten, mittelalterliche Gruselfiguren und die Frage: Kommen Horror-Fans mit dem Horror und den Grausamkeiten in der realen Welt vielleicht sogar besser zurecht als andere?


    Gesprächspartner*innen

    • Barnaby Boulton 
    • Wolfgang Bunzel 
    • Mathias Clasen 
    • Debbie Felton 
    • Marco Frenschkowski 

    Literatur

    • Clasen, Mathias (2017): Why Horror Seduces, Oxford University Press Inc, Oxford.
    • Felton, Debbie (): Monsters and Monarchs. Serial Killers in Classical Myth and History, University of Texas Press, Austin.
    • Frenschkowski, Marco (2016): Magie im antiken Christentum: Eine Studie zur Alten Kirche und ihrem Umfeld (Standorte in Antike und Christentum), Anton Hiersemann Verlag, Stuttgart.
    • Hoffmann, E.T.A. (2012): Der Sandmann, Reclam Verlag, Leipzig.
    • James, Henry (2021): The Turn of the Screw, Alma Books Ltd., London.
    • King, Stephen (2011): Danse Macabre: Die Welt des Horrors. 3. Aufl., Heyne Verlag, München.
    • Lecouteux, Claude (1987): Geschichte der Gespenster und Wiedergänger im Mittelalter, Böhlau Verlag, Köln.
    • Lovecraft, H. P. (1927): Die Farbe aus dem All, Fischer Verlag, Berlin.
    • Schlodder, Benjamin; Schmitz, Christina, Bunzel, Wolfgang; Wagner, Bettina (2022): E.T.A. Hoffmann. Unheimlich Fantastisch, Spector Books, Leipzig.
    • Walpole, Horace (2018): The Castle of Otranto, Alma Books Ltd., London.

     

    Internetquellen

     

    Mehr zum Thema in der ZDF-Mediathek


    Podcast-Tipp:


    Team

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Juana Guschl, Andrea Kath, Nils Kretschmer, Makke Schneider
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sascha Schiemann
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach
  14. Chinas Geschichte

    1 h 9 min

    „Chinesen essen wirklich alles“ – so lautet eines der gängigsten Vorurteile. Mal wird die „gelbe Gefahr“ beschworen, mal ist davon die Rede, dass China die ganze Welt beherrschen wolle. Aber was ist dran an …

    Notas del episodio

    „Chinesen essen wirklich alles“ – so lautet eines der gängigsten Vorurteile. Mal wird die „gelbe Gefahr“ beschworen, mal ist davon die Rede, dass China die ganze Welt beherrschen wolle. Aber was ist dran an solchen Behauptungen? Jahrhundertelang rätselhaft und für Ausländer verschlossen ist China heute ein Globalplayer – politisch und wirtschaftlich. Und mit etwas mehr als 1,4 Milliarden Menschen nach Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde. Es waren die Portugiesen im 16. Jahrhundert, die zum ersten Mal an der Südküste in der Nähe des heutigen Kantons siedeln durften. Bis ins 19. Jahrhundert schottete China sich gegen Ausländer ab. Jesuiten waren eine der wenigen Ausnahmen, die ins Land kamen. Die Briten haben in der Mitte des 19. Jahrhunderts China gezwungen, sich zu öffnen. Mit den Opiumkriegen leitete die Kolonialmacht für China das „Jahrhundert der Demütigungen“ ein. Im 20. Jahrhundert folgte der Sturz der Monarchie, der Aufstieg der Kommunisten und der Wandel Chinas vom Agrarstaat zum Hightechland. Eine Podcastfolge über die Lehren des Konfuzius, den Krieg Maos gegen die Spatzen und die Frage:  Hat Marco Polo wirklich die ersten Nudeln mit aus China nach Italien gebracht?


    Gesprächspartner*innen 

    Hans van Ess

    Françoise Hauser

    Daniel Leese

    Debin Ma

    Klaus Mühlhahn


    Literatur 

     

    • Che Ruoshui: Jiaoqiji, Biaoji Xiaoshuo, Bd. 4, Rolle 7.
    • Elliott, Mark C. (2009): Emperor Qianlong. Son of Heaven, Man oft he World. Library of World Biography. 
    • Haub, Rita u. Paul Oberholzer (2010): Matteo Ricci und der Kaiser von China. Jesuitenmissioni m Reich der Mitte. Echter Verlag, Würzburg.
    • Häring, Volker u. Françoise Hauser (2019): China 151: Das riesige Reich der Mitte in 151 Momentaufnahmen. Conbook, Neuss.
    • Leese, Daniel u. Shi, Ming (2023): Chinesisches Denken der Gegenwart. Schlüsseltexte zu Politik und Gesellschaft, C.H. Beck Verlag, München.
    • Ma, Debin (2022): The Cambridge Economic History of China, Cambridge University Press, Tokio/ Los Angeles.
    • Mühlhahn, Klaus (2021): Geschichte des modernen China. Von der Qing-Dynastie bis zur Gegenwart, C.H. Beck Verlag, München.
    • Roetz, Heiner (2006): Konfuzius. C.H. Beck Verlag, München.
    • Shelke, Christopher u. Mariella Demichele (Hg) (2010): Matteo Ricci in China. Inculturation Through Friendship and Faith. Greogorian & Biblical Press, Rome.
    • “The Macaroni Journal”, October 1929: https://share.google/enDVhTYXZu1NH6U8j
    • Van Ess, Hans (2023): Konfuzius Gespräche. C.H. Beck Verlag, München.
    • Van Ess, Hans (2021): Chinesische Philosophie. Von Konfuzius bis zur Gegenwart. C.H. Beck Verlag, München.
    • Wickert, Erwin (1997): John Rabe. Der gute Deutsche von Nanking. Deutsche Verlags-Anstalt DVA, München.


    Internetquellen


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    Podcast-Tipp: 

    Der römische Traum – eine Anno-Story 


    Ein packender Hörspiel-Podcast im Anno-Universum. Zwei junge Männer verkaufen sich selbst in die Sklaverei – im Glauben, dass sie im Römischen Reich aufsteigen können. Was als verzweifelter Traum beginnt, wird zur abenteuerlichen Odyssee durch Kolonien, Intrigen und Machtzentren eines Imperiums. "Der römische Traum" erzählt die Vorgeschichte zu "Anno 117: Pax Romana" – als epische Audio-Serie mit deutschen Top-SchauspielerInnen, exklusivem Soundtrack von den Anno-Komponisten und live aufgenommen vom SWR-Symphonieorchester.


    https://1.ard.de/roemischer-traum


    Team

    Moderation: Mirko Drotschmann

    Sprecher*innen: Dominik Freiberger, Juana Guschl, Andrea Kath, Nils Kretschmer

    Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath

    Technik: Sarah Fitzek

    Musik: Sonoton

    Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF

    Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach

  15. Die Entdeckung der Urzeit - Geschichte der Paläontologie

    1 h 4 min

    Die Amsel ist ein Dinosaurier, genauso wie das Huhn und die Taube. Denn sie stammen direkt von Dinosauriern ab. Heute weiß man: Ihre Vorfahren sind am Ende der Kreidezeit vor 66 Millionen Jahren nicht wie die …

    Notas del episodio

    Die Amsel ist ein Dinosaurier, genauso wie das Huhn und die Taube. Denn sie stammen direkt von Dinosauriern ab. Heute weiß man: Ihre Vorfahren sind am Ende der Kreidezeit vor 66 Millionen Jahren nicht wie die meisten anderen Dinosaurier ausgestorben. Doch Paläontologie ist vielmehr als nur die Forschung über Tyrannosaurus Rex, Triceratops oder Brachiosaurus. Es ist die Rekonstruktion der Geschichte des Lebens auf der Erde - und zwar durch verschiedene Arten von Fossilien. Auch versteinerte Spuren und Exkremente gehören dazu. Dinosaurier sind dabei vermutlich bis heute nicht nur die bekanntesten, sondern auch die beliebtesten Zeugen aus der Milliarden Jahre alten Geschichte des Lebens auf der Erde. Die ersten versteinerten Skelette von Protoceratops und Co. haben vermutlich schon fahrende Händler im antiken Griechenland ausgegraben. Römische Kaiser wie Augustus haben Museen für diese Fossilienfunde gegründet. Viele Jahrhunderte lang war dieses Wissen vergessen – bis es im 18. und 19. Jahrhundert wiederentdeckt wurde. Damals entwickelten die Menschen zum ersten Mal eine Vorstellung davon, dass die Erde Millionen Jahre alt sein könnte – und das versteinerte Tiere und Pflanzen Zeugen aus dieser Urzeit sind. Ein Podcast über gefiederte Dinosaurier, die großen Massenaussterben in der Erdgeschichte und die Frage: Flatterte der Archäopteryx wirklich wie ein Hühnchen?


    Gesprächspartner*innen 

    • Adrian Currie
    • Alexis Dworsky
    • Adrienne Mayor
    • Armin Schmitt
    • Stephan Spiekman

    Literatur 

    • Conybeare, William (1824): On the Discovery of an almost perfect Skeleton of the Plesiosaurus. In: Transactions of the Geological Society of London.
    • Currie, Adrian (2018): Rock, Bone, and Ruin: An Optimist’s Guide to the Historical Sciences. Cambridge, MA: MIT Press.
    • Cuvier, Georges (1796): Mémoires sur les espèces d'éléphants vivants et fossiles. Paris.
    • Darwin, Charles (1859): On the Origin of Species by Means of Natural Selection. London:John Murray.
    • Dworsky, Alexis (2018): Dinosaurs! Ein Streifzug durch Popkultur, Wissenschaft und Kunst. Wien: De Gruyter.
    • Forli, Maurizio / Guerrini, Andrea (2022): The History of Fossils Over Centuries. Cham: Springer.
    • Mayor, Adrienne (2000): The First Fossil Hunters. Paleontology in Greek and Roman Times. Princeton: Princeton University Press.
    • Oschmann, Wolfgang (2025): Evolution der Erde. Stuttgart: Kohlhammer.
    • Rothe, Peter (2015): Die Erde. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
    • Schmitt, Armin (2023): Großartige Giganten. Den letzten Dinosauriern auf der Spur. München: Piper.
    • Spektrum der Wissenschaft (2016): Brennpunkte der Evolution. Spektakuläre Funde geben neue Einblicke in die Tierwelt der Urzeit. Heft 4/2016. Heidelberg.
    • Spektrum der Wissenschaft (2021): Herrscher des Erdmittelalters. Die außergewöhnliche Tierwelt im Mesozoikum. Heft 3/2021. Heidelberg.
    • Taylor, David / O’Dea, Aaron (2015): Die Geschichte des Lebens in 100 Fossilien. Darmstadt: wbg Theiss.

    Weitere Links


    Team

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Dominik Freiberger, Juana Guschl, Andrea Kath, Makke Schneider
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sascha Schiemann
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach
  16. Die Macht der Karten

    1 h 4 min

    Wer schon mal eine Apfelsine geschält und dann versucht hat, die Schalen zu einem Rechteck zusammen zu legen, kennt das Problem: Irgendwo klafft immer eine Lücke. Und genau diese Frage beschäftigt Kartografen …

    Notas del episodio

    Wer schon mal eine Apfelsine geschält und dann versucht hat, die Schalen zu einem Rechteck zusammen zu legen, kennt das Problem: Irgendwo klafft immer eine Lücke. Und genau diese Frage beschäftigt Kartografen seit Anbeginn. Wie ist es möglich, die kugelige Erdgestalt auf eine platte Karte zu bringen? Generationen von Kartografen erfanden dafür so genannte Kartennetzentwürfe, die alle ihre Schwächen hatten: Mal verzerrten sie die Form, mal bildeten sie die Größenverhältnisse nicht richtig ab. Mal war die Lage vollkommen verkehrt. Mit der Entwicklung der Vermessungskunde wurden spätestens im 19. Jahrhundert die Kartengrundlagen immer besser, die Maßstäbe größer. Die Topographische Karte 1:25.000 wurde zum Inbegriff der Landkarte. Heute navigieren wir mit GPS sicher durch unsere Städte, liefern vielleicht selbst Geodaten für die Weltkarte für alle an das Community-Projekt OpenStreetMap oder zoomen uns per Satellitenbild-Viewer in den letzten Winkel der Erde. Ein Podcast über Pioniere der Kartografie, warum Karten in der Geschichte auch politische Macht bedeutet haben und die Frage: Was ist eigentlich „kartographisches Schweigen?“


    Gesprächspartner*innen: 

    • Daniela Dueck
    • Georg Glasze
    • Frederick Ramm
    • Ute Schneider
    • Médard Thiry

    Literatur: 

    • Garfield, Simon (2014): Karten! Ein Buch über Entdecker, geniale Kartografen und Berge, die es nie gab.
    • Hake, Günter et al. (2001): Kartographie: Visualisierung raum-zeitlicher Informationen.
    • Hake, Günter (1984): Kartographie I (Allgemeines, Erfassung der Informationen, Netzentwürfe, Gestaltungsmerkmale, topographische Karten).
    • Hake, Günter (1985): Kartographie II (Thematische Karten, Atlanten, kartenverwandte Darstellungen, Kartenredaktion und Kartentechnik, rechnergestützte Kartenherstellung, Kartenauswertung und Kartengestaltung)
    • Kann, Oliver (2021): Gut Besser Vermesser, Professionalisierung militärisch-räumlichen Wissens am Beispiel der Königlich Preußischen Landesaufnahme. 
    • Kultur- und Stadthistorisches Museum der Stadt Duisburg (Hg) (2006): Die Welt des Gerhard Mercator. Karten, Atlanten und Globen aus Duisburg.
    • Monmonier, Mark (1996): How to lie with maps.
    • Monmonier, Mark (2004): Rhumb Lines and Map Wars. A social History of the Mercator Projection.
    • Ramm, Frederik u. Jochen Topf (2010): OpenStreetMap: Die freie Weltkarte nutzen und mitgestalten.
    • Schneider, Ute (2006): Die Macht der Karten. Eine Geschichte der Kartographie vom Mittelalter bis heute.
    • Van den Broecke, Marcel (2015): Abraham Ortelius 1527-1598. Life, Works, Sources and Friends.

    Internetquellen:


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  17. Wikinger – Mythos & Wahrheit

    1 h

    Wenn die Segel ihrer wendigen Boote am Horizont auftauchten, versetzten sie die Küstenbewohner Europas in Angst und Schrecken: Die Wikinger waren zwischen dem späten 8. und dem 11. Jahrhundert von allen …

    Notas del episodio

    Wenn die Segel ihrer wendigen Boote am Horizont auftauchten, versetzten sie die Küstenbewohner Europas in Angst und Schrecken: Die Wikinger waren zwischen dem späten 8. und dem 11. Jahrhundert von allen gefürchtet. Sie prägten in dieser Zeit die Geschichte Europas. Und es entstand ein Mythos über sie, der sich bis heute hartnäckig hält: Die bärtigen und angsteinflößenden Nordmänner tranken angeblich aus Totenschädeln, verwüsteten Kirchen und Klöster, raubten Frauen und töteten jeden, der sich ihnen in den Weg stellte. Aber wer waren die Wikinger wirklich, und warum spielten sie eine so zentrale Rolle in der Geschichte Europas und darüber hinaus? Was trieb sie zu ihren Raubzügen an? Und stimmt es wirklich, dass es die Wikinger waren, die als Erstes über den Atlantik gesegelt sind, weit vor Kolumbus? Ein Podcast über zur See fahrende Bauern, wilde Kämpfer, Handelsreisende, Entdecker und die Frage: Was ist dran am Mythos Wikinger und was gehört ins Reich der Legenden? 


    Gesprächspartner*innen:

    • Julia Becker
    • Sverrir Jakobsson 
    • Matthias Toplak
    • Dominik Waßenhoven
    • Eske Willerslev

    Literatur


    • Becker, Julia (2008): Graf Roger I. von Sizilien. Wegbereiter des normannischen Königreichs, Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom 117.
    • Buchholz, Peter (Hrsg. und Übers.): Die Angelsächsische Chronik. Stuttgart: Reclam, 1992, Manuskript A, Eintrag 891.
    • De rebus gestis Rogerii Calabriae et Siciliae Comitis, ed. Pontieri, Buch II, 1, S. 29
    • Dudo von Saint-Quentin: De moribus et actis primorum Normanniae ducum. In: Scriptorum Rerum Normannicarum, Bd. 1, hrsg. von Jules Lair. Caen: Caroli Metérie, 1865, S. 1–275.
    • Gaufredus Malaterra, De rebus gestis Rogerii Calabriae et Siciliae Comitis, ed. Pontieri, Buch I, cap. 3, S. 8: De rebus gestis Rogerii Calabriae et Siciliae Comitis, ed. Pontieri, Buch II, 1, S. 29
    • Geo Epoche (2012): Die Wikinger. Entdecker, Krieger, Staatengründer. Das Zeitalter der nordischen Seefahrer 793-1066. Heft 53.
    • Jakobsson, Sverrir (2020): The Varangians. In Gods Holy Fire.
    • Kater, Michael H. (2006): Das Ahnenerbe der SS. 1935-1945. S. 97.
    • Longerich, Peter (2010): Heinrich Himmler: Biographie.
    • Margaryan, A. et al. (2020): Population genomics of the Viking world. Nature. Vol. 585, p 390-412.
    • Photius: On the Raid of the Rus’. In: Florin Curta (Hrsg.): The Other Europe in the Middle Ages: Avars, Bulgars, Khazars and Cumans. Leiden: Brill, 2008.
    • Regino von Prüm: Chronik. In: Reinhold Rau (Hrsg. und Übers.): Quellen zur Karolingischen Reichsgeschichte, Bd. 3. Darmstadt: WBG, 1974.
    • Ross, Alex (2020): Die Welt nach Wagner. 
    • Simek, Rudolf (2016): Die Wikinger. C.H.BECK Wissen.
    • Waßenhoven, Dominik (2006): Skandinavier unterwegs in Europa (1000–1250). Untersuchungen zu Mobilität und Kulturtransfer auf prosopographischer Grundlage. Europa im Mittelalter, Bd. 8. Berlin/Basel: Akademie Verlag.
    • Waßenhoven, Dominik (2016): 1066. Englands Eroberung durch die Normannen.  


    Internetquellen:


    Mehr zum Thema in der ZDF-Mediathek:


    Weitere Links 


    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Juana Guschl, Nils Kretschmer, Makke Schneider
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sarah Fitzek
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
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  18. Die Geschichte der Wettervorhersage

    1 h 4 min

    „Und jetzt zum Wetter“ – jede Nachrichtensendung, ob in Radio oder Fernsehen, endet mit der Wettervorhersage für die kommenden Tage. Wetterberichte in Tageszeitungen gibt es sogar schon seit mehr als 100 …

    Notas del episodio

    „Und jetzt zum Wetter“ – jede Nachrichtensendung, ob in Radio oder Fernsehen, endet mit der Wettervorhersage für die kommenden Tage. Wetterberichte in Tageszeitungen gibt es sogar schon seit mehr als 100 Jahren. Und das Wetter ist durch die Geschichte hinweg alltägliches Gesprächsthema der Menschen.


    Doch der Blick in den Himmel, die Bedeutung der Wolken, der Einfluss von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind und was sie für die Wetterprognose bedeuten, war Jahrtausende lang ein Rätsel. Lange bevor es systematische Wetteraufzeichnungen und Supercomputer gab, verließen sich die Menschen notgedrungen auf ihre Alltagsbeobachtungen. Überlieferte Bauernregeln gaben den Menschen Orientierung. Doch ob der Spruch „Abendrot, gut Wetterbot“ tatsächlich zutraf, war mehr oder weniger Zufall. Erst mit der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert fingen Wissenschaftler an, Wetterphänomene auch physikalisch präzise zu erfassen und leiteten daraus erste Wetterberichte ab.


    Ein Podcast über Wetterorakel und Bauernregeln, den ersten Wetterbericht im Fernsehen und die Frage: Wie präzise sind Wettervorhersagen heute? 


    Gesprächspartner*innen: 

    • Nadin Burkhardt
    • Peter Düben
    • Cornelia Lüdecke
    • Gisberg Strotdrees
    • Özden Terli

    Literatur 

    • Bächtold-Stäubli, Hanns; Hoffmann-Krayer, Eduard (1927): Handwörterbuch Des Deutschen Aberglaubens (Bd. 1).
    • Blöcker, Monica (2018): Volkszorn im frühen Mittelalter. Eine thematisch begrenzte Studie. 
    • Deutscher Wetterdienst DWD (2021): Messen-Berechnen-Interpretieren - Wie entsteht eine Wettervorhersage?
    • Burkhardt, Nadin (2014): Bestattungssitten zwischen Tradition und Modifikation. Kulturelle Austauschprozesse in den griechischen Kolonien in Unteritalien und Sizilien vom 8. bis zum 5. Jh. v. Chr..
    • Gessner, Conrad; Froschauer, Christoph; Forer, Conrad (1583): Thierbuch. Das ist ein kurtze beschreybung aller vierfüssigen Thieren/ so auff der erden vn[d] in wassern wonend/ sampt jrer waren conterfactur: alles zů nutz vn[d] gůtem allen liebhabern der künsten/ Artzeten/ Maleren/ Bildschnitzern/ Weydleüten vnd Köchen/ gestelt — Getruckt zů Zürych.
    • Hegmann, Valentin (1834): Allgemeine Witterungskunde. Ein tägliches Taschenbuch für Jedermann: besonders für Reisende, Forstbeamte, Landwirthe, Jagd- u. Gartenfreunde. 
    • Lüdecke, Cornelia (2021): Germans in the Antarctic.
    • Lüdecke, Cornelia (2012): The Third Reich in Antarctica: The German Antarctic Expedition 1938-39
    • Malberg, Horst (1993): Bauernregeln. Aus meteorologischer Sicht.
    • Mathieu Ossendrijver (2021): Weather Prediction in Babylonia, in: Journal of Ancient Near Eastern History, S. 223-258.
    • Richter, Linda (2019): Semiotik, Physik, Organik. Eine Geschichte des Wissens vom Wetter (1750–1850).
    • Strotdrees, Gisberg (1991): Höfe, Bauern, Hungerjahre. Aus der Geschichte der westfälischen Landwirtschaft 1890–1950.
    • Terli, Özden et al. (2024): Moment der Entscheidung: Wie wir mit Lehren aus der Erdgeschichte die Klimakrise überleben können.
    • Titus Petronius Arbiter: Petronius Niger, 44; Tert. apol. 40; de ieiunio 16, 5.

     

    Internetquellen

    https://www.bbc.com/news/magazine-25665340

    https://www.bbc.com/historyofthebbc/research/television-weather

    https://www.ku.de/news/extremwetter-in-der-antike-zwischen-goetterglaube-wissenschaft-und-praevention

    https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2023/10/9.html

    https://www.dwd.de/DE/presse/kinder_sunny/kinder_sunny_node.html

    https://www.cambridge.org/core/journals/cambridge-archaeological-journal/article/an-upper-palaeolithic-protowriting-system-and-phenological-calendar/6F2AD8A705888F2226FE857840B4FE19

    https://www.gottwein.de/Grie/hes/ergde.php

    https://archive.org/details/aristoteles-acerca-del-cielo-meteorologicos/page/n1/mode/2up

    https://uni-koeln.de/universitaet/aktuell/koelner-universitaetsmagazin/unimag-einzelansicht/woher-hat-die-meteorologie-ihren-namen

    https://scaife.perseus.org/library/urn:cts:greekLit:tlg0093.ogl002/

    https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2023/9/28.html

    https://tracesdefrance.fr/2019/05/04/les-meteores-de-la-modernite-la-depression-le-telegraphe-et-la-prevision-savante-du-temps-1850-1914-cairn/?utm_source=chatgpt.com

    https://tracesdefrance.fr/2019/05/04/les-meteores-de-la-modernite-la-depression-le-telegraphe-et-la-prevision-savante-du-temps-1850-1914-cairn/?utm_source=chatgpt.com

    https://www.leopoldina.org/en/members/list-of-members/list-of-members/member/Member/show/heinrich-wilhelm-dove/

    https://www.wettermuseum.de/meteorologie/internationale-organisationen

    https://www.theguardian.com/world/1944/jun/07/secondworldwar.fromthearchive1?utm_source=chatgpt.com

    https://journals.ametsoc.org/view/journals/bams/101/7/bamsD180311.xml#bib21

    https://journals.ametsoc.org/view/journals/bams/101/7/bamsD180311.xml#bib21

    https://www.geo.de/wissen/weltgeschichte/zweiter-weltkrieg-d-day-invasion-der-normandie-30183032.html

    https://www.metoffice.gov.uk/about-us/who-we-are/our-history

    https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2017/1/28.html

    https://www.macwelt.de/article/976446/wetteronline-was-wetter-apps-leisten.html#:~:text=Wann%20ist%20die%20erste%20Wetter,%C3%BCber%20die%20damaligen%20WAP%2DServices.

    https://finovate.com/the-evolution-of-mobile-weather-apps-and-what-it-means-for-banking/

    https://www.sueddeutsche.de/wissen/technik-alles-ueber-wetter-apps-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190925-99-31474

     

    Mehr zum Thema beim ZDF

    https://www.zdf.de/play/dokus/wettermacher-movie-100/page-video-ard-wettermacher-100?q=Wettervorhersage

    https://www.zdf.de/play/magazine/loewenzahn-mit-peter-lustig-104/classics-peter-lustig-segeln-bei-wind-und-wetter-100?q=wetter

     

    Weitere Links 

    https://open.spotify.com/episode/02EYrB97p2Wl6YjADYMKkF?si=4a9c9adc31494ac8

    https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-beginn-wetter-temperatur-messung-100.html

    https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-erste-wetterkarte-in-der-ard-am--100.html

     

    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Dominik Freiberger, Juana Guschl, Nils Kretschmer
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sascha Schiemann
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach
  19. Rückkehr der Imperien?

    1 h 4 min

    Imperien? Diese Zeit ist doch lange vorbei. So haben vermutlich viele gedacht. Spätestens nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges schien das Zeitalter der Imperien und des …

    Notas del episodio

    Imperien? Diese Zeit ist doch lange vorbei. So haben vermutlich viele gedacht. Spätestens nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges schien das Zeitalter der Imperien und des Imperialismus endgültig Geschichte. Aber Staaten wie die USA oder China verfolgen schon seit Jahrzehnten eine imperialistische Handelspolitik. Sie bauen ihre Macht und ihren Einfluss in vielen Weltregionen aus. Staaten wie Russland machen auch nicht davor halt, ihr Territorium gewaltsam zu erweitern. Das wurde spätestens mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine Anfang 2022 klar.


    Aber was bedeutet dieser Neo-Imperialismus für unsere Welt? Welchen historischen Vorbildern folgen Putin, Trump und Xi? Wann entwickelte sich das erste Imperium der Geschichte? Und warum sind das Persische Reich, das Imperium Romanum und das Mongolenreich am Ende doch untergegangen? Ein Podcast über vergangene und gegenwärtige Imperien und die Frage: war der Imperialismus wirklich jemals Geschichte? 


    Gesprächspartner*innen:

    Mark C. Elliott

    Nadin Hée

    Ulrike von Hirschhausen

    Bernhard Linke

    Sönke Neitzel


    Literatur

    • Asimov, Isaac (2017): Die Foundation-Trilogie.
    • Axworthy, Michael (2014): A History of Iran: Empire of the Mind.
    • Blank-Sangmeister, Ursula (1991): Valerius Maximus, Facta et dicta memorabilia: lateinisch/deutsch = Denkwürdige Taten und Worte.
    • Blösel, Wolfgang (2015): Die römische Republik: Forum und Expansion.
    • Cicero, Tullius M. (70 v. Chr): Reden gegen Verres. Lateinische Bibliothek des Landesbildungsservers Baden-Württemberg.
    • Dabringhaus, Sabine (2009): Geschichte Chinas 1279 – 1949.
    • Elliott, Mark C. (2009): Emperor Qianlong: Son of Heaven, Man of the World.
    • Menzel, Ulrich (2024): Die Ordnung der Welt.
    • Münkler, Herfried (2010): Imperium und Imperialismus. Docupedia-Zeitgeschichte.
    • Neitzel, Sönke (2000): Weltmacht oder Untergang. Die Weltreichslehre im Zeitalter des Imperialismus.
    • Nolte, Hans-Heinrich (2009): Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts.
    • Hawkins, Angus (2020): Benjamin Disraeli, Speech of the Right Hon. B. Disraeli, MP, at the Banquet of the National Union of Conservative and Constitutional Associations at the Crystal Palace, on Monday June 24, 1872.
    • Heé, Nadin (2012): Imperiales Wissen und koloniale Gewalt. Japans Herrschaft in Taiwan 1895-1945.
    • Hirschhausen von, Ulrike/ Leonhard, Jörn (2023): Empires: Eine globale Geschichte 1780-1920.
    • Kennedy, Paul (1989): The Rise and Fall of Great Powers.
    • Linke, Bernhard (2015): Die römische Republik von den Gracchen bis Sulla.
    • Linke, Bernhard (2000): Untersuchungen zu den religiösen Rahmenbedingungen für Herrschaftslegitimation im archaischen Griechenland.
    • Rollinger, Robert et al. (2014): Imperien und Reiche der Weltgeschichte. Epochenübergreifende und globalhistorische Vergleiche.

     

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    Podcast-Tipp „NS-Cliquen“ – 2. Staffel: 

    Menschen, die im KZ arbeiteten, gab es zu Tausenden und in ganz verschiedenen Tätigkeiten. Sie wirkten mit an der Aufrechterhaltung des KZ-Systems. Warum wurden Menschen zu überzeugten Nationalsozialisten und Mittätern?


    Link: https://1.ard.de/ns-cliquen_S2?pc=terrax 

     

    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Juana Guschl, Nils Kretschmer, Makke Schneider,
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sarah Fitzek
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach

  20. Der Freiheitskampf der Bauern - Bauernkrieg 1525

    1 h 6 min

    Es war die erste Volkserhebung auf deutschem Boden. Die Bauern zogen zu Tausenden gegen die Grundherren 1525 in die Schlacht. Sie protestierten gegen Leibeigenschaft und Frondienste, gegen hohe Abgaben und die …

    Notas del episodio

    Es war die erste Volkserhebung auf deutschem Boden. Die Bauern zogen zu Tausenden gegen die Grundherren 1525 in die Schlacht. Sie protestierten gegen Leibeigenschaft und Frondienste, gegen hohe Abgaben und die Willkür ihrer Grundherren. Geschätzt 100.000 Bauern und die mit ihnen verbündeten Städter starben in den Schlachten.

    Bauernaufstände hatte es auch zuvor immer wieder gegeben. Doch aus lokalen Erhebungen im Südwesten Deutschlands wurde im Frühsommer 1525 eine Massenbewegung, die sich nahezu über die gesamten deutschsprachigen Gebiete ausbreitete. Ohne die Reformation und die Thesen Martin Luthers, die er 1517 veröffentlichte, hätte es den Bauernkrieg aber vermutlich nicht gegeben. Luther predigte von der Freiheit des Christenmenschen. Und genau das forderten die Bauern in einem ihrer 12 Artikel, die sie in Memmingen niederschrieben: Ein Manifest für Freiheit und Rechte, was es bis dahin so noch nicht gegeben hatte. Ein Podcast über die Bedeutung von Schnecken für den Aufstand, vernichtende Niederlagen und die Frage: Stimmt es wirklich, dass in der letzten Predigt des Reformators Thomas Müntzers ein Regenbogen am Himmel erschien?


    Gesprächspartner*innen: 

    • Thomas Kaufmann
    • Sheilagh Ogilvie
    • Robert Rebitsch
    • Lyndal Roper
    • Annemarie Paulsen

    Hier gehts zum Terra X-Dreiteiler "Was die Welt besser macht":


    Literatur 

    • Cato; Schöneberger, Otto (2011): Vom Landbau. Fragmente: Lateinisch-Deutsch.
    • Kaufmann, Thomas (2024): Der Bauernkrieg. Ein Medienereignis.
    • Kaufmann, Thomas (2022): Die Druckmacher. Wie die Generation Luther die erste Medienrevolution entfesselte. 
    • Kobelt-Groch, Marion (1993): Aufsässige Töchter Gottes. Frauen im Bauernkrieg und in den Täuferbewegungen.
    • Paulsen, Annemarie (2024): Alles büddn wild. Eine echte Bäuerin über Landwirtschaft, Tradition und Tüddelband. 
    • Rebitsch, Robert (2024): Rebellion 1525: Michael Gaismair und der Aufstand der Tiroler Bauern.
    • Roper, Lyndal (2024): Für die Freiheit. Der Bauernkrieg 1525.
    • Schwerhoff, Gerd (2024): Der Bauernkrieg. Eine wilde Handlung.
    • Oehme, Marlis: Untersuchungen zu den Agrarschriften Catos und Columellas und ihre Darstellung bei Niebuhr und Mommsen.
    • Wickham, Chris (2007): Framing the Early Middle Ages: Europe and the Mediterranean, 400-800.

     

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    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Verena Glanos, Juana Guschl, Andrea Kath, Nils Kretschmer, Dominik Freiberger
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sascha Schiemann
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach
  21. Die Geschichte der Kriminalistik

    1 h 3 min

    Mord, Diebstahl, Einbrüche Entführungen - Verbrechen gibt es vermutlich seit Anbeginn der Menschheit. Aber erst in den vergangenen 200 Jahren wurden technische Verfahren entwickelt, um den Tätern auf die Spur …

    Notas del episodio

    Mord, Diebstahl, Einbrüche Entführungen - Verbrechen gibt es vermutlich seit Anbeginn der Menschheit. Aber erst in den vergangenen 200 Jahren wurden technische Verfahren entwickelt, um den Tätern auf die Spur zu kommen. Vorher verließ man sich meistens auf Zeugenaussagen, befragte im Notfall sogar Orakel oder Griff zur Folter, um ein Geständnis vom mutmaßlichen Täter zu bekommen. Das änderte sich im 19. Jahrhundert. Aber wer identifizierte als erstes Täter anhand ihres Fingerabdrucks? Wer analysierte zum ersten Mal Blutspuren? Seit wann werden DNA-Proben erfolgreich zur Verbrechensaufklärung eingesetzt und stimmt es, dass das Bild des Täters im Auge des Mordopfers zu sehen ist? Ein Podcast über die ersten Kriminalisten der Geschichte, die Bedeutung der Wissenschaft bei der Verbrechensaufklärung und die Frage, was in der frühen Neuzeit eigentlich mit denen passierte, die trotz Folter kein Geständnis ablegten.


    Gesprächspartner*innen: 

    • Carsten Proff
    • Peter Becker
    • Bernd Stiegler
    • Stephan Dusil
    • Angelos Chaniotis

    Quellen:

    • Becker, Peter (2005): Dem Täter auf der Spur. Eine Geschichte der Kriminalistik. 
    • Chaniotis, Angelos (2005): Von Ehre, Schande und kleinen Verbrechen unter Nachbarn: Konfliktbewältigung und Götterjustiz in Gemeinden des antiken Anatolien, in: Frank R. Pfetsch; Angelos Chaniotis: Konflikt 48, S. 233–254.
    • Dusil, Stephan (2023): Researching Medieval Canon Law around 1900: The Life and Work of Viktor Wolf Edler von Glanvell (1871–1905)
    • Galton, Francis (1908): Memories of my life.
    • Galton, Francis (1892): Finger Prints.
    • Rösinger, Amelie; Signori, Gabriela (2014): Augen-Zeugen. Die Optographie in der Kriminalistik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, in: Amelie Rösinger und Gabriela Signori (Hg.): Die Figur des Augenzeugen. Geschichte und Wahrheit im fächer- und epochenübergreifenden Vergleich, S. 135-158.
    • Siemens Daniel: (2013): Vermessen(d)e Verbrecherjagd: Zur Geschichte der biometrischen Identifizierungstechniken in der Kriminalistik seit dem 19. Jahrhundert. In: Bernd J. Hartmann, Daniel Siemens, Gottfried Vosgerau et al.: Biometrie – Sicherheit für den gläsernen Menschen?, S. 43-78.
    • Siemens, Daniel (2008): Forschung am lebenden Objekt: Kriminologie und Expertenwissen in Chicago zwischen 1900 und 1930. In: Silvia Kesper-Biermann; Alexander Kästner: Experten und Expertenwissen in der Strafjustiz von der Frühen Neuzeit bis zur Moderne, S. 43-56.
    • Dahm, Ralf (2019): „Der vergessene Entdecker der DNA.“ In: Spektrum der Wissenschaft 1/19, 10-17.
    • Stiegler, Bernd (2012): Das Auge als photographischer Zeuge. Optographie und Kriminologie, in: Randgänge der Photographie, S.195-213.
    • Stiegler, Bernd (2011): Belichtete Augen. Optogramme oder das Versprechen der Retina.

    Internetquellen:

  22. Weihnachten - Eine historische Geschichte

    1 h 4 min

    „Früher war mehr Lametta“. Das ist vielleicht einer der berühmtesten Sätze des Komikers Loriot. Aber stimmt das auch? Der erste Weihnachtsbaum der Geschichte wurde sehr wahrscheinlich in Deutschland im 16 …

    Notas del episodio

    „Früher war mehr Lametta“. Das ist vielleicht einer der berühmtesten Sätze des Komikers Loriot. Aber stimmt das auch? Der erste Weihnachtsbaum der Geschichte wurde sehr wahrscheinlich in Deutschland im 16. Jahrhundert aufgestellt. Doch es hingen vor allem Äpfel und Gebäck an den Zweigen. Wann kamen Kerzen und Lametta dazu? Und warum gehören Tannenbaum, Geschenke und üppiges Festessen heute zu Weihnachten – ganz gleich, ob man christlich ist oder nicht? Und warum lassen sich ausgerechnet an Weihnachten auch echte „Singmuffel“ dazu bewegen, „Stille Nacht“ oder „O du fröhliche“ in Familie oder Kirche gemeinsam mit anderen zu singen? Und stimmt es, dass man bis heute nicht genau weiß, in welchem Jahr genau Jesu Geburt war? Eine Podcastfolge über heidnische Bräuche und Weihnachtstraditionen, die Erfindung der Adventszeit und die Frage: "War früher wirklich mehr Lametta?“


    Gesprächspartner*innen: 

    • Esther Gajek
    • Thomas Hauschild
    • Gunter Kreutz
    • Martin Wallraff
    • Stefan Wolle


    Literatur 

    • Braun, Karl-Heinz (2016): „Weihnachten“: Eine zwiespältige soziale Symbolgeschichte, in: Karl-Heinz Braun, Matthias Elze, Konstanze Wetzel (Hg.): Sozialreportage als Lernkonzept. Grundlagen – Arbeitsleitfäden – Fallstudien, S.267-280.
    • Brunner, Bernd (2012): Inventing the Christmas Tree.
    • Dietrich, Gerd (2018): Kulturgeschichte der DDR. Kultur in der Konsumgesellschaft 1977–1990 (Bd. 3).
    • Falk, Johannes Daniel (1815): Johannes Falk’s Kriegsbüchlein. No. I. Darstellung der Kriegsdrangsale Weimar’s in dem Zeitraum von 1806 bis 1813 nach den Schlachten von Jena, Lützen und Leipzig.
    • Gajek, Esther (1997): Nationalsozialistische Weihnacht. Die Ideologisierung eines Familienfestes durch Volkskundler. In: Faber, Richard; Gajek, Esther (Hg.): Politische Weihnacht in Antike und Moderne. Zur ideologischen Durchdringung des Fests der Feste. Würzburg, S. 183–215.
    • Hauschild, Thomas (2012): Weihnachtsmann. Die wahre Geschichte.
    • zu Hartum, Marc Meier (2015): Die lustige Bienenfibel (Bd. 2).
    • Hoffmann, Constantin (2018): Weihnachten in der DDR. Frank Schöbel, Lauschaer Glasschmuck und Pulsnitzer Pfefferkuchen.
    • Kellers, Gertraud (2003) Von wegen "Heilige Nacht": eine Ausstellung in Obermünster. Mittelbayerische / Zeitung für Regensburg.
    • Klose, Joachim (2013): Heimatschichten. Anthropologische Grundlegung eines Weltverständnisses.
    • Knopp, Guido (1995): Der verdammte Krieg. Das Ende 1945.
    • LWF-aktuell 42 (2003): Privat- und Körperschaftswald. Wirtschaft auf der Suche nach neuen Wegen. 
    • Ortmann, Günther (2023): Gabe versus Tausch. Reziprozität in Organisationen.
    • Schnettler, Bernt; Tuma, René; vom Lehn, Dirk; Traue, Boris; Eberle, S. Thomas (Hg.) (2019): Kleines Al(e)phabet des Kommunikativen Konstruktivismus. Fundus Omnium Communicativum – Hubert Knoblauch zum 60. Geburtstag.
    • Vondung, Klaus (1971): Magie und Manipulation: Ideologischer Kult und politische Religion des Nationalsozialismus.


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    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Juana Guschl, Dominik Freiberger, Nils Kretschmer, Emilia und Fiete Funke
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Der Podcastchor: Andrea Kath, Nils Kretschmer und Makke Schneider
    • Technik: Sarah Fitzek
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach
  23. Geschichte der Künstlichen Intelligenz

    1 h 5 min

    ChatGPT, AlphaZero, Deepfakes, selbstfahrende Autos – Künstliche Intelligenz ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. KI erleichtert inzwischen in vielen Bereichen unser Leben und hilft bei …

    Notas del episodio

    ChatGPT, AlphaZero, Deepfakes, selbstfahrende Autos – Künstliche Intelligenz ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. KI erleichtert inzwischen in vielen Bereichen unser Leben und hilft bei Problemlösungen, wie etwa in der Medizin oder in der Landwirtschaft. Aber KI-erzeugte Fake News fluten auch das Netz, Deepfakes imitieren Politiker täuschend echt und legen ihnen Worte in den Mund, die sie nie gesagt haben. Hinzu kommt: KI verbraucht Unmengen an Energie für die komplexen Rechenprozesse, die dahinterstecken. Und Künstliche Intelligenz wird mit Daten trainiert, die wir zum Beispiel auf Social Media zur Verfügung stellen. Aber was ist dann mit dem Datenschutz? Was, wenn eine KI mit Hilfe von Gesichtserkennung Menschen identifiziert und klassifiziert und sie dadurch Nachteile haben, etwa im Beruf oder im Alltag? Ein Podcast über antike Vorstellungen von Künstlicher Intelligenz, den ersten Chatbot der Geschichte und die Frage: Versteht eine KI eigentlich Humor?


    Gesprächspartner*innen 

    • Mar Hicks
    • Christopher Koska
    • Adrienne Mayor
    • Dinah Pfau
    • Richard Socher

    Team

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Andrea Kath, Nils Kretschmer, Lauralie Schweiger 
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sascha Schiemann
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach

     

    Literatur 

    • Abbate, Janet (2000): Inventing the Internet (Inside Technology).
    • Catani, Stephanie (Hrsg.) (2024): Handbuch Künstliche Intelligenz und die Künste.
    • Dendorfer, Jürgen; Hochbruck, Wolfgang; Pape, Jessica (2024): Ritter Basisartikel: Ritterspiele: Das höfische Mittelalter als Geschichte und Projektion.
    • Fischer, Ernst Peter (2023): Ein Scheiterhaufen der Wissenschaft: Die Großen an ihren Grenzen.
    • Gutmann, Mathias; Wiegerling, Klaus; Rathgeber, Benjamin (Hrsg.) (2024): Handbuch Technikphilosophie. 
    • Hartmann, Doreen (2015): Zwischen Mathematik und Poesie. Leben und Werk von Ada Lovelace, in: Sybille Krämer (Hrsg.): Ada Lovelace. Die Pionierin der Computertechnik und ihre Nachfolgerinnen, S.15-33.
    • Hicks, Mar (2017): Programmed Inequality: How Britain Discarded Women Technologists and Lost Its Edge in Computing (History of Computing).
    • Klüver, Christina; Klüver, Jürgen (2022): Ewiges Leben durch künstliche Intelligenz und künstliche Gesellschaften.
    • Koska, Christopher (2021): Ethik der Algorithmen. Auf der Suche nach Zahlen und Werten (Bd. 6).
    • Menabrea, Luigi Frederico; Lovelace, Ada (1996), in: Grundriss der von Charles Babbage erfundenen Analytical Engine, S. 309-381.
    • Mayor, Adrienne (2020): Götter und Maschinen. Wie die Antike das 21. Jahrhundert erfand.
    • Project Metadata (2023): AI and Poetry.
    • Settele, Veronika; Schmitt, Martin (2024): Cows and Computers. Electronic Data Processing in German Cattle Farming, 1960s-1990s.
    • Weizenbaum, Joseph (1966): ELIZA—a computer program for the study of natural language communication between man and machine, in: Communications of the ACM, Volume 9, Issue 1, S.36-45.

     

    Internetquellen

     

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  24. Die Geschichte der Umweltzerstörung

    1 h 3 min

    Der „Großer Smog“, Bitterfeld, Tschernobyl oder Deep Water Horizon: Jeder dieser Namen steht für eine der großen Umweltkatastrophen des 20. und 21. Jahrhunderts. Menschengemachter Klimawandel …

    Notas del episodio

    Der „Großer Smog“, Bitterfeld, Tschernobyl oder Deep Water Horizon: Jeder dieser Namen steht für eine der großen Umweltkatastrophen des 20. und 21. Jahrhunderts. Menschengemachter Klimawandel, Bodenversiegelung, Luft- und Wasserverschmutzung, Plastikmüll, Überdüngung, Artensterben oder Altlasten: Nie zuvor hat der Mensch so tief in die Natur eingegriffen und seine natürliche Umwelt so nachhaltig zerstört wie seit dem Beginn der Industrialisierung vor rund 200 Jahren. Inzwischen leben auf unserem Planeten gut 8 Milliarden Menschen, die mehr Ressourcen verbrauchen, als die Erde zur Verfügung stellen kann. 2024 war der so genannte Erdüberlastungstag am 1. August.

    Doch fing der Mensch tatsächlich erst im Industriezeitalter an, seine natürlichen Lebensgrundlagen und die Umwelt zu zerstören? Oder klagten nicht auch schon in der Antike die Bewohner von Rom über zu viel Lärm? Gab es auch schon vor den 1970er Jahren Umweltproteste oder so etwas wie eine Umweltbewegung? Eine Podcastfolge über die Grenzen des Wachstums, Leben auf Gift und die Frage: Könnte die Digitalisierung ein Weg sein, um die derzeitigen Umweltkrisen zu bewältigen?

    Gesprächspartner*innen:

    • Frank Uetkötter
    • Christian Laforsch
    • Martin Schmitt
    • Thomas Meier
    • Ulrich Neumann

    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Dominik Freiberger, Juana Guschl, Andrea Kath, Nils Kretschmer, Diana Peßler
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sarah Fitzek
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach

    Literatur

    • Carson, Rachel (2021): Der Stumme Frühling.
    • Cajus Plinius Secundus der Ältere (2005): Naturalis historia. Originalversion mit deutscher Übersetzung.
    • Jambon, Sabine (1999): „Moos, Störfall und abruptes Ende. Literarische Ikonographie der erzählenden Umweltliteratur und das ‚Bild’gedächtnis der Ökologiebewegung“ (Diss.) https://umweltliteratur.wordpress.com/umweltgeschichte
    • Laforsch, Christian; Ramsperger, Anja; Ritschar, Sven (2023): Mikroplastik und der mögliche Einfluss auf die menschliche Gesundheit. In: Viviane Scherenberg, Johanne Pundt (Hrsg.): Klima-und Gesundheitsschutz: Planetary-Health-Lösungsansätze, 131-158.
    • Meadows, Dennis (1972): Die Grenzen des Wachstums. Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit.
    • Meier, Thomas (2009): Umweltarchäologie – Landschaftsarchäologie, in: Sebastian Brather, Dieter Geuenich und Christoph Huth (Hrsg.): Historia archaeologica.
    • Paulsen, Adam (2013): Die Stromschnellen bei Laufenburg und die Entstehung der deutschen Heimatschutzbewegung. Eine ökokritische Perspektive, in: Adam Paulsen und Anna Sandberg (Hrsg.): Natur und Moderne um 1900. Räume - Repräsentationen – Medien (Band 23 der Reihe Edition Kulturwissenschaft), 51-70.
    • Schmitt, Martin (2023): Umweltgeschichte der Digitalisierung in der DDR, in: Miriam Grabarits; Detlev Mares (Hrsg.): Umweltgeschichte, 349-359.
    • Sinclair, Upton (1993): Der Dschungel.
    • Uekötter, Frank (2020): Im Strudel. Eine Umweltgeschichte der modernen Welt.
    • Uexküll, Jakob (1921): Umwelt und Innenwelt der Tiere.
    • Bell, M.L.; Davis, D.L.; Fletcher, T. (2004). "A Retrospective Assessment of Mortality from the London Smog Episode of 1952: The Role of Influenza and Pollution". Environ Health Perspect. 112 (1, January): 6–8.

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  25. Die Geschichte der Hochstapelei

    1 h 4 min

    Karl May war nie in Nordamerika, Prinzessin Carabu stammte nicht aus Javasu und Tile Kolup war nicht Kaiser Friedrich der Zweite. Trotzdem sind ihnen viele Zeitgenossen auf den Leim gegangen. Die drei gehören …

    Notas del episodio

    Karl May war nie in Nordamerika, Prinzessin Carabu stammte nicht aus Javasu und Tile Kolup war nicht Kaiser Friedrich der Zweite. Trotzdem sind ihnen viele Zeitgenossen auf den Leim gegangen. Die drei gehören zu den bekanntesten Hochstaplerinnen und Hochstaplern aller Zeiten.

    Hochstapelei, Betrug und Täuschung gibt es seit der Antike. Die Geschichte ist voll mit falschen Propheten und Thronerben. Mit Piloten, die gar keine sind oder mit Ärzten, die nie eine Universität von innen gesehen haben. Aber was treibt Menschen wie Claas Relotius oder Konrad Kujau zur Hochstapelei? Warum machen manche, nachdem sie enttarnt wurden, mit ihren Geschichten auch noch Karriere? Und was unterscheidet die Hochstapelei von Betrug und Täuschung?

    Eine Folge über erfundene Inseln und frustrierte Eiffelturm-Käufer, über die Grenze zwischen Selbstoptimierung und Hochstapelei und die Frage: Können wir in Zeiten von Social Media und Künstlicher Intelligenz überhaupt noch jemandem trauen?

    Gesprächspartner*innen:

    • Tobias Becker
    • Angelos Chaniotis
    • Valentin Groebner
    • Maximilian Kutzner
    • Sonja Rohrmann
    • Sonja Veelen

    Literatur

    • Chaniotis, Angelos (2004): Wie erfindet man Rituale für einen neuen Kult? Recycling von Ritualen - das Erfolgsrezept Alexanders von Abonouteichos.

    • Chaniotis, Angelos (2002): Old wine in a new skin: tradition and innovation in the cult foundation of Alexander of Abonouteichos, in: Dabrowa, Eduard (Hrsg.): Tradition and Innovation in the Ancient World (Electrum 6). Krokow 2002, S. 67-85.

    • Groebner, Valentin (2021): Bin ich das? Eine kurze Geschichte der Selbstauskunft.

    • Groebner, Valentin (2004): Der Schein der Person: Steckbrief, Ausweis und Kontrolle im Europa des Mittelalters: Steckbrief, Ausweis und Kontrolle im Mittelalter.

    • Habicht, Michael E. (2018): Päpstin Johanna: Das vertuschte Pontifikat einer Frau oder eine fiktive Legende?

    • Kirsch, Benno (2019): Artikel: Ernst Max Ring, in: Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.

    • Kollmann, Anette (2018): Mit fremden Federn: Eine kleine Geschichte der Hochstapelei.

    • Kutzner, Maximilian (2023): Das Institut für Zeitgeschichte und die Affäre um die gefälschten Hitler Tagebücher 1982/83, in: VfZ 71, H3.

    • Kutzner, Maximilian (2021): Die Stasi und die gefälschten Hitler-Tagebücher, in: Deutschland Archiv.

    • Menzel, Gerhard (2012): Falsche Könige zwischen Thron und Galgen: Politische Hochstapelei von der Antike zur Moderne (Beiträge zur Kirchen- und Kulturgeschichte, Band 24).

    • Postel, Gert (2003): Doktorspiele. Geständnisse eines Hochstaplers.

    • Rohrmann, Sonja (2018): Wenn große Leistungen zu großen Selbstzweifeln führen. Das Hochstapler-Selbstkonzept und seine Auswirkungen.

    • Roth, Friedrich (1924): Die geistige Betrügerin Anna Laminit von Augsburg (ca. 1480-1518). Ein Augsburger Kulturbild vom Vorabend der Reformation

    • Habaisci, Scidid Spada (2021): Ein Prinz vom Berg Libanon, in: Hole Rößler und Marie von Lüneburg (Hrsg.): Bitte eintragen! Die Besucherbücher der Herzog August Bibliothek 1667-2000, S.61-71.

    • Heiland, Gert (2022): Ein falscher Kaiser fliegt auf. Tile Kolup stirbt 1285 in der Reichsstadt Wetzlar auf dem Scheiterhaufen/ Faszination der Figur ungebrochen, in: Wetzlarer Neue Zeitung, S.27.

    • Veelen, Sonja (2019): Hochstapeln - eine strukturell gefo(e)rderte Kulturpraktik? Soziologische Analyse am Beispiel von Bewerbung und Personalauswahl.

    • Zuckmayer, Carl (1987): Der Hauptmann von Köpenick. Ein deutsches Märchen.

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  26. Die Geschichte Irans

    1 h 4 min

    Im September 2022 gingen Bilder von wütenden Menschen in Iran um die Welt. Vor allem Frauen protestierten gegen das repressive Regime der Ayatollahs und skandierten: Frau. Leben. Freiheit. Auch 1967 machte Iran …

    Notas del episodio

    Im September 2022 gingen Bilder von wütenden Menschen in Iran um die Welt. Vor allem Frauen protestierten gegen das repressive Regime der Ayatollahs und skandierten: Frau. Leben. Freiheit. Auch 1967 machte Iran weltweit Schlagzeilen. Der persische Schah Reza Pahlewi und seine Frau Farah waren damals auf Staatsbesuch in Westdeutschland. Vor allem deutsche Studenten protestierten gegen das autokratische Regime in Iran und riefen: „Nieder mit dem Schah!“ und „Freiheit für Persien“. In Iran selbst dauerte es noch bis 1978, bis die Menschen aufstanden, um das Schah-Regime zu stürzen. Das erste Großreich der Geschichte hat seit der Antike immer wieder Revolutionen und Umbrüche erlebt. Heute gehört Iran, wie schon 2002 für US-Präsident George W. Bush, zur „Achse des Bösen“. Denn das Regime unterstützt weltweit islamistischen Terror. Dabei war Iran lange Zeit nicht nur ein Liebling Deutschlands, sondern des gesamten Westens. In dieser Podcast-Folge geht es unter anderem um das sagenhafte Reich Kyros des Zweiten, um iranisches Erdöl, die Proteste von 2022 und die Frage: Stimmt es wirklich, dass sich 1979 die Mehrheit der Iranerinnen und Iraner für die islamische Republik unter Ayatollah Chomeini in einem Referendum ausgesprochen haben?

    Gesprächspartner*innen:

    • Arash Azizi
    • Frank Bösch
    • Bruno de Nicola
    • Lamya Kaddor
    • Marie Oellig
    • Gilda Sahebi

    Literatur:

    • Azizi, Arash (2024): What Iranians want: Women, Life, Freedom.

    • Axworthy, Michael (2011): Iran. Weltreich des Geistes. Von Zoroaster bis heute.

    • Bösch, Frank (2024): Deals mit Diktaturen. Eine andere Geschichte der Bundesrepublik.

    • Bösch, Frank (2015): Zwischen Schah und Khomeini. Die Bundesrepublik Deutschland und die islamische Revolution im Iran, in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte. Jahrgang 63, Heft 3.

    • Oellig, Marie (2019): Die Sukzession von Weltreichen. Zu den antiken Wurzeln einer geschichtsmächtigen Idee.

    • Polo, Marco (Edition Erdmann 2021) Beschreibung der Welt: Die Reise von Venedig nach China.

    • Sahebi, Gilda (2023): „Unser Schwert ist die Liebe“. Die Feministische Revolte im Iran.

    • Wiesehöfer, Josef (2021): Das frühe Persien. Geschichte eines antiken Weltreiches. 6. Auflage.

    Internetquellen:

    Weitere Links:

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  27. Die Geschichte der Psychiatrie

    1 h 2 min

    „Melancholie“, „Wahnsinn“, „Hysterie“. In der Geschichte hatten psychische Krankheiten viele Namen. Schon in der Antike waren seelische Leiden bekannt. Nur, woher sie kamen und wie man sie behandeln konnte …

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    „Melancholie“, „Wahnsinn“, „Hysterie“. In der Geschichte hatten psychische Krankheiten viele Namen. Schon in der Antike waren seelische Leiden bekannt. Nur, woher sie kamen und wie man sie behandeln konnte, wusste man nicht. Oft wurden psychisch Kranke für „wahnsinnig“ gehalten und spätestens ab dem ausgehenden Mittelalter häufig in Irrenanstalten oder Tollhäusern weggesperrt. Das sollte sich Anfang des 19. Jahrhunderts ändern. Damals entstanden die ersten psychiatrischen Kliniken in Deutschland. Was als Reformbewegung begann, endete spätestens mit der Herrschaft der Nationalsozialisten 1933. Auch psychisch kranke Menschen galten jetzt als „unwertes Leben.“ Psychiatrische Kliniken gerieten wegen der Euthanasie-Programme der Nationalsozialisten in Verruf. Ab den 1970er Jahren gab es viele Reformen, aber viele Vorurteile blieben bis heute bestehen. Filme wie „Shutter Island“ oder „Einer flog über das Kuckucksnest“ verstärkten das noch. Ein Podcast unter anderem über wahnsinnige Könige, hysterische Frauen und die Frage: Wieso gab es nach dem Zweiten Weltkrieg noch Medikamentenversuche in deutschen Kinder- und Jugendpsychiatrien? Und wie sieht es heute aus bei der Behandlung psychischer Erkrankungen?

    Gesprächspartner*innen:

    • Burkhart Brückner
    • Boris Böhm
    • Heiner Fangerau
    • Astrid Freisen
    • Linus Günther

    Literatur:

    • Alvarado, Carlos S. (2009): „Nineteenth-Century Hysteria and Hypnosis: A Historical Note on Blanche Wittmann. Australian Journal of Clinical and Experimental Hypnosis. Volume 37, 1, S: 21-36.
    • Böhm, Boris (2011): Die Geschichte der Heil– und Pflegeanstalt Sonnenstein, 1811-1939.
    • Brückner, Burkhart (2023): Kurze Geschichte der Psychiatrie.
    • Didi-Hubermann, Georges (2004): Invention of Hysteria. Charcot and the Photographic Iconography of the Salpêtrière.
    • Fahmüller, Eva-Maria (2018): Geniale Psychopathen – labile Kommissare: Filmfiguren mit psychischen Störungen im aktuellen deutschen Krimi.
    • Freisen, Astrid (2023): Wir fliegen hoch, wir fallen tief. Eine Psychiaterin spricht offen über ihre bipolare Störung und zeigt, wie wir mit der Krankheit umgehen können.
    • Fleming, Gillian B. (2011): Juana I and the struggle for power in an age of transition (1504-1521). PhD thesis, London School of Economics and Political Science.
    • Freud, Sigmund; Breuer; Joseph (1895): Studien über Hysterie.
    • Guenther, Linus Paul Frederic (2023): The concept of hysteria as mirror of the relation between clinical and cultural psychology. In: Culture & Psychology, Vol. 30 (3), S. 538 – 550.
    • Hartig, Christiane (2020): Medikamentenversuche an Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Heimerziehung in Niedersachsen zwischen 1945 und 1978. Robert Bosch Stiftung.
    • Kamen, Henry (2001): Philip V of Spain: The King Who Reigned Twice.
    • Nasser, Mervat (1987): Psychiatry in Ancient Egypt, Bulletin of the Royal College of Psychiatrists, Vol. 11.
    • Paulon, Moreno (2022): Hysteria. Rise and fall of a baffling disease. A review on history of ideas in medicine. In: Journal of Psychopathology. 2022;28: 152-161.
    • Ronel, Joram/Holl-Hussong, Michael/Claas Lahmann (2018): Von der Hysterie zur F45.0 - Geschichte, Konzepte, Epidemiologie und Diagnostik. In: Psychotherapie im Dialog 3 (9. Jg.), S. 207 – 216.
    • Vitecek, Daniel (2023): Die Geschichte der niederösterreichischen Psychiatrie von 1784 bis 1870.

    Internetquellen:

    Weitere Links:

    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Makke Schneider, Nils Kretschmer, Juana Guschl
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sarah Fitzek
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach
  28. Podcast-Tipp: USA – Der Riss

    2 min

    Podcast-Tipp: USA – Der Riss Kurz vor den Präsidentschaftswahlen im November stehen sich die Anhänger der beiden großen Parteien in den USA fast unversöhnlich gegenüber. Der Riss, der seit dem Marsch auf das …

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    Podcast-Tipp: USA – Der Riss

    Kurz vor den Präsidentschaftswahlen im November stehen sich die Anhänger der beiden großen Parteien in den USA fast unversöhnlich gegenüber. Der Riss, der seit dem Marsch auf das Kapitol am 06.Januar 2021 zwischen den Anhängern des ehemaligen Präsidenten Trump und denen, die ihn ablehnen, immer weiter auseinanderklafft, scheint zunehmend unüberbrückbar.

    Jetzt stellt sich Donald Trump erneut zur Wahl und macht wieder mit alternativen Fakten Schlagzeilen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das sich in der Vergangenheit als Hüter und Verteidiger der Demokratie verstand, scheint diese selbst in Gefahr zu sein.

    Die Stimmen ausgewählter Amerikaner und Amerikanerinnen, die in den einzelnen Episoden stellvertretend für viele stehen, verdeutlichen, warum der Riss, der sich durch die amerikanische Bevölkerung zieht, nicht so schnell zu kitten sein wird. Anhand dieser individuellen Schicksale und mit Hilfe von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, darunter dem berühmten Politologen Francis Fukuyama und der Historikerin Jill Lepore, suchen die Journalistin und Autorin Ciani-Sophia Hoeder und die Politikwissenschaftlerin und Journalistin Tong Jin Smith in dem sechsteiligen "Terra X"-Podcast "USA – Der Riss" Antworten auf die Frage, wie es so weit kommen konnte.

    Zu hören ist der Limited Series Podcast überall, wo es Podcasts gibt auf dem Kanal von Terra X - Der Podcast.

    https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/terra-x-der-podcast-mit-thora-schubert-100.html

    https://open.spotify.com/episode/3V0NO1mKmuuGEFclMDuVGG

  29. Der Traum vom Fliegen

    59 min

    Sie klebten sich Federn an Arme und Beine und stürzten sich todesmutig von Türmen und Hügeln. Sie bauten Segel aus Leinen und Seide und banden sich die künstlichen Flügel um den Bauch – wie viele Flugpioniere …

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    Sie klebten sich Federn an Arme und Beine und stürzten sich todesmutig von Türmen und Hügeln. Sie bauten Segel aus Leinen und Seide und banden sich die künstlichen Flügel um den Bauch – wie viele Flugpioniere vor dem Beginn der modernen Luftfahrt auf diese Weise ums Leben kamen, ist nicht überliefert. Fliegen zu können wie ein Vogel, war ein jahrhundertealter Menschheitstraum. Doch es dauerte bis 1903, dass zum ersten Mal ein Motorflugzeug vom Erdboden abheben konnte. Von da an war die Entwicklung der Luftfahrt nicht mehr aufzuhalten. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg und der Erfindung des Düsenjets wurde das Flugzeug zum wichtigsten Verkehrsmittel – zumindest über lange Strecken. Ein Podcast über die kreativen Pioniere und Pionierinnen der Luftfahrt, über die ersten Flugbegleiterinnen, den ersten Solarflug um die Welt und die Frage: Stimmt es, dass das Flugzeug der 1937 verschollenen US-amerikanischen Ausnahmefliegerin Amelia Earhart im Januar 2024 im Südpazifik gefunden wurde?

    Mehr zum Thema in der ZDF-Mediathek:

    Weitere Links: -Terra X History - Podcastfolge zur Geschichte des Urlaubs: https://open.spotify.com/episode/5X5jsY9nIPtHWVSH2BwYFg?si=65a5afee19ef4e0d

    Gesprächspartner*innen:

    • Bertrand Piccard
    • Andreas Greiner
    • Ulrike Fitzer
    • Felix Banzhaf
    • Sabrina Lausen

    Literatur:

    • Bauer, R. Dieter u. Wolfgang Behringer (Hg) (1997): Fliegen und Schweben. Annäherung an eine menschliche Sensation.
    • Behringer, Wolfgang (1997): „Ars volandi – Gedankenspiele im Umfeld einer europäischen Debatte der Neuzeit.“ In: Bauer, R. Dieter u. Behringer Wolfgang (Hg), Fliegen und Schweben. Annäherung an eine menschliche Sensation, S. 16-36.
    • Budrass, Lutz (2016): Adler und Kranich. Die Lufthansa und ihre Geschichte 1926–1955.
    • Calvert, B.J. (1985): Aircrew and Automation, in: The Journal of Navigation, Volume 38, Issue 1, pp. 1 – 18.
    • Carl Bruer: Erste Fahrt des Luftschiffs Hindenburg und zurück vom 06.-14.5.1936 (Bereitgestellt vom Zeppelin-Museum Friedrichshafen).
    • Cayley, George (1809): On Aerial Navigation. Nocholson’s Journal of Natural Philosophy.
    • Cayley, George (1852): Governable Parachutes, in: Mechanics Magazine, No 1520.
    • GEOEPOCHE (2017): Der Traum vom Fliegen - Von Leonardo da Vinci bis zur Mondlandung. Wie der Mensch den Himmel eroberte 1500 – 1969.
    • Gillespie, Richard E. (2006): Finding Amelia – the true story of the Earhart disappearance.
    • Groß, Herbert (2023): Luftfahrt-Wissen. Von den Grundlagen bis zur Pilotenlizenz. 5. Aufl..
    • Höhler, Sabine (2020): Luftfahrtforschung und Luftfahrtmythos. Wissenschaftliche Ballonfahrt in Deutschland, 1880–1910.
    • Kazenwadel-Drews, Brigitte (2006): Zeppeline erobern die Welt.
    • Martin, A.J. (1997): „Das Bild vom Fliegen, dokumentierte Flugversuche und das Aufkommen von Ansichten aus der Vogelschau zu Beginn der frühen Neuzeit“ In: Bauer/Behringer (1997), Fliegen und Schweben, Annäherung an eine menschliche Sensation, S. 223-259.
    • Püttmann, Aaron (2017): 101 Dinge, die man über die Luftfahrt wissen muss.
    • Townsend White Jr., Lynn (1961): Eilmer of Malmesbury, an Eleventh Century Aviator: A Case Study of Technological Innovation, its Context and Tradition. Technology and Culture 2(2), S. 97-111.
    • Vowinckel, Annette (2011): Flugzeugentführungen. Eine Kulturgeschichte.
    • Zegenhagen, Evelyn (2007): »Schneidige deutsche Mädel« Fliegerinnen zwischen 1918 und 1945.

    Internetquellen:

    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Makke Schneider, Nils Kretschmer, Verena Glanos, Juana Guschl
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sarah Fitzek
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach
  30. Urlaub und Sommerfrische

    60 min

    Endlich Urlaub! Für viele sind die Sommerferien die schönste Zeit des Jahres: Nichts tun. Mit dem Fahrrad durch die Lüneburger Heide oder zum Sonnenbaden an die Ostsee. Zu Fuß über die Alpen oder mit dem …

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    Endlich Urlaub! Für viele sind die Sommerferien die schönste Zeit des Jahres: Nichts tun. Mit dem Fahrrad durch die Lüneburger Heide oder zum Sonnenbaden an die Ostsee. Zu Fuß über die Alpen oder mit dem Flieger nach Mallorca. Heute kann fast jeder seinen Urlaub so gestalten, wie er möchte, je nach dem, was der Geldbeutel hergibt. Aber das war nicht immer so. Es gab Zeiten, da war Urlaub und Erholung ausschließlich der wohlhabenden Oberschicht vorbehalten. Noch Ende des 19. Jahrhunderts glaubte man, nur wer geistig arbeite, benötige überhaupt Erholung. Hart schuftenden Arbeitern gestand man deshalb zum Beispiel während der Industriellen Revolution zunächst gar keinen Urlaub zu. Geregelten und bezahlten Urlaub für die Mehrheit der Arbeiter und Angestellten gibt es erst seit dem 20. Jahrhundert. Das Bundesurlaubsgesetz gilt in der BRD erst seit 1963. Aber wann fingen die Menschen überhaupt an, in den Urlaub zu fahren? Und haben sich auch die Römer in der Antike schon am Mittelmeer gesonnt? Und seit wann gibt es überhaupt so etwas wie Massentourismus? Ein Podcast über die Wiege des deutschen Pauschaltourismus, Eheanbahnungsversuche im Urlaub zwischen Ossis und Wessis und die Frage: Wie könnte ein nachhaltiger Urlaub eigentlich aussehen?

    Gesprächspartner*innen:

    • Sina Fabian
    • Susanne Froehlich
    • Stefan Gössling
    • Gregor Ritschel
    • Hasso Spode

    Um Teil der ZDFmitreden-Community zu werden: einfach unter https://www.mitreden.zdf.de/h/s/6SJElLniHqCBxwktrCKIs7 anmelden. Wir laden Euch dann per Mail zu unseren Umfragen ein.

    Den Podcast von PUR+ "Wissendrin mit Eric" findet Ihr hier: https://open.spotify.com/show/1DXPNTVQZabL06N4myGbX7?si=2ec733e51c144e04 und hier https://www.zdf.de/kinder/purplus/wissendrin-mit-eric-der-purplus-podcast-100.html

    Literatur

    • Carsson, Lionel (1976): Reisen in der alten Welt, 21.
    • Fraß, Monika (2006): Reiselustige Frauen im Römischen Ägypten.
    • Gössling, Stefan; Hall, C. Michael; Weaver, David (2008): Sustainable Tourism Futures. Perspectives on Systems, Restructuring and Innovations.
    • Krempien, Petra (2000): Geschichte des Reisens und des Tourismus. Ein Überblick von den Anfängen bis zur Gegenwart.
    • Herkommen, Hubert (2008): Urloup nehmen: Abschiede im Mittelalter.
    • Ritschel, Gregor (2021): Freie Zeit: Eine politische Idee von der Antike bis zur Digitalisierung.
    • Scholz, Horst E. (1987): Tausend Türen in die weite Welt, 10.
    • Spode, Hasso (2022): Urlaub macht Geschichte. Reisen und Tourismus in der DDR.
    • Matheus, Michael (2001): Badeorte und Bäderreisen in Antike, Mittelalter und Neuzeit.
    • Meyer, Ernst (1972): Pausanias Beschreibung Griechenlands, Bd. 1, 10.

    Internetquellen

    Mehr zum Thema in der ZDF-Mediathek

    Weitere Links

    Team:

    • Moderation: Mirko Drotschmann
    • Sprecher*innen: Verena Glanos, Nils Kretschmer, Dominik Freiberger
    • Buch und Regie: objektiv media GmbH, Janine Funke und Andrea Kath
    • Technik: Sascha Schiemann
    • Musik: Sonoton
    • Produktion: objektiv media GmbH im Auftrag des ZDF
    • Redaktion ZDF: Katharina Kolvenbach