
Die Filmanalyse
- Épisodes
- 395
- Parution
- plusieurs fois par semaine
- Dernier épisode
- 22 Oct 2026
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Kino anders gedacht: Der Titel und zugleich oberstes Prinzip der Filmanalyse. Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive. Jede Woche eine neue ideologiekritische Analyse!
Épisodes 395
DeepDive 13 (Teaser): Wir müssen über NAZA, THE ZONE OF INTEREST und SHOAH sprechen!
Über diesen Film spricht die Welt: „Naza“ ist ein nur 80 Minuten langer, dichter, intensiver Dokumentarfilm von Yuval Abraham und Rachel Szor. Ihnen gelang es, 24 Mitglieder des israelischen Militärs und …
Notes de l’épisode
Über diesen Film spricht die Welt: „Naza“ ist ein nur 80 Minuten langer, dichter, intensiver Dokumentarfilm von Yuval Abraham und Rachel Szor. Ihnen gelang es, 24 Mitglieder des israelischen Militärs und Nachrichtendienstes zu interviewen, die am aktuellen verbrecherischen Krieg gegen Gaza beteiligt sind. Es sind erschreckende Äußerungen, die wir hören: „Wie in einem Videospiel“ verlaufe das Targeting, „Spaß“ habe es gemacht, und die Kollateralschäden hat man billigend in Kauf genommen, mehr noch: einige Interviewte lassen keinen Zweifel daran, dass es darum ging, viele zivile Opfer zu produzieren. Es geht jedoch um mehr als eine reine Dokumentation der Äußerungen, die gewählte Ästhetik zeigt eine Gesellschaft, die dem Prinzip „Neben uns die Sintflut“ folgt. Dabei zweigen sich von „Naza“ drei filmische Wege ab: Einer führt zu Claude Lanzmans „Shoah“, der zweite zu Jonathan Glazers „The Zone of Interest“ und der dritte zu einem mit Helen Mirren besetzten Film über Drohneneinsätze. Im DeepDive geht es um diese vier Filme und um eine Ästhetik, die uns nicht wegschauen lässt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im DeepDive der Filmanalyse+.
Filme:
EYE IN THE SKY von Gavin Hood (2015)
NAZA von Yuval Abraham und Rachel Szor (2026)
SHOAH von Claude Lanzmann (1985)
THE ZONE OF INTEREST von Jonathan Glazer (2023)
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Ep. 345: Ein Meisterwerk: PARASITE - Kritik & Analyse - Oscar-Preisträger
„Snowpiercer“ war sehr gut, #Oscar-Preisträger „Parasite“ ist noch besser! Bong Joon-ho liefert in seinem raffinierten Thriller, der zugleich Horrorfilm, Komödie und Drama ist, eine kluge Analyse der …
Notes de l’épisode
„Snowpiercer“ war sehr gut, #Oscar-Preisträger „Parasite“ ist noch besser! Bong Joon-ho liefert in seinem raffinierten Thriller, der zugleich Horrorfilm, Komödie und Drama ist, eine kluge Analyse der #Klassengesellschaft, in der wir heute leben. Eine arme Familie dringt in das Haus einer reichen Familie ein und beginnt für diese zu arbeiten. Aber wer sind hier die eigentlichen Parasiten? Die Gesellschaft der Reichen ist geprägt von Freundlichkeit und Gelassenheit – aber eben diesen #Habitus muss man sich erst einmal leisten können. Und er sollte uns nicht über das ökonomische Machtverhältnis hinwegtäuschen. Wir sehen in „Parasite“ weniger gute oder böse Individuen, vielmehr hat Bong Joon-ho seinen Figuren Charaktermasken angelegt, um die Klassenverhältnisse bloßzulegen. Überdies ist „Parasite“ ein spannender und ästhetisch brillanter Film, in dem es kein einziges falsches Bild gibt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Suhrkamp. Karl Marx. Das Kapital. Bd. 1. MEW Bd. 23. Dietz Verlag.
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Ep. 344: Wenn Schund verfilmt wird: VERITY – Kritik & Analyse
Colleen Hoover ist eine der erfolgreichsten Autorinnen unserer Zeit. Über #BookTok gehen ihre Romane viral, eine Verfilmung jagt die nächste. „Verity“, die Adaption ihres gleichnamigen Romans, ist mit Dakota …
Notes de l’épisode
Colleen Hoover ist eine der erfolgreichsten Autorinnen unserer Zeit. Über #BookTok gehen ihre Romane viral, eine Verfilmung jagt die nächste. „Verity“, die Adaption ihres gleichnamigen Romans, ist mit Dakota Johnson, Josh Hartnett und Anne Hathaway hochkarätig besetzt, zaubern können jedoch diese Schauspieler nicht, immer aber werten sie die dürren Dialoge des Romans auf. Das ist nicht die einzige Aufwertung. Regisseur Michael Showalter lässt sich von Brian de Palma und Paul Verhoeven inspirieren, manchmal kopiert er sie auch nur schamlos, um Stimmung zu evozieren, wo der Roman diese lediglich behauptet. Verfilmte Schundliteratur rettet häufig, was zu retten ist. Beim Sehen des Films fragt man sich jedoch unwillkürlich, ob das Publikum Roman und Film nur naiv rezipiert oder ist es ein selbstreflexives Schwelgen im Klischee? Mehr dazu in der Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt!
Literatur:
Colleen Hoover: Verity. Übersetzt von Katarina Ganslandt. DTV.
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Ep. 343: Nein, nein, nein: TERMINATOR: DARK FATE - Kritik & Analyse
Die „Terminator“-Reihe endet mit einem Fiasko: Der sechste Teil von Tim Miller kann an die großen Filme von James Cameron nicht anknüpfen, ja, er bemüht sich nicht einmal. „Terminator: Dark Fate“ weiß zu …
Notes de l’épisode
Die „Terminator“-Reihe endet mit einem Fiasko: Der sechste Teil von Tim Miller kann an die großen Filme von James Cameron nicht anknüpfen, ja, er bemüht sich nicht einmal. „Terminator: Dark Fate“ weiß zu brisanten Themen wie Künstliche Intelligenz, #Digitalisierung und #Transhumanismus nichts zu sagen, seine Bildsprache ist nicht der Rede wert, stattdessen muss Arnold Schwarzenegger als T-800 noch einmal ran, um einer hohlen Haudrauf-Logik zu folgen und um das #Blockbuster-Kino in einen Rummelplatz mit Preisboxern zu verwandeln. Irrelevanter könnte ein Film kaum sein, langweiliger auch nicht. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!
Literatur:Peter Sloterdijk: „Sendboten der Gewalt. Zur Metaphysik des Action-Kinos. Am Beispiel von James Camerons ‚Terminator 2‘“, in: Bilder der Gewalt. Verlag der Autoren.
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Ep. 342: Unendlich dumm: THE SOCIAL RECKONING – Kritik & Analyse
Aaron Sorkin verfasste das großartige Drehbuch zu „The Social Network“ von David Fincher. Nun setzt er sich leider auch in den Regiestuhl und widmet sich erneut Mark Zuckerberg und dessen Meta-Konzern, der vor …
Notes de l’épisode
Aaron Sorkin verfasste das großartige Drehbuch zu „The Social Network“ von David Fincher. Nun setzt er sich leider auch in den Regiestuhl und widmet sich erneut Mark Zuckerberg und dessen Meta-Konzern, der vor ein paar Jahren noch Facebook hieß. Nicht zuletzt die Enthüllungen der Whistleblowerin Frances Haugen haben dazu geführt, dass das Unternehmen unbenannt wurde. Haugen bildet eines der zwei Zentren in „The Social Reckoning“: Als Facebook-Mitarbeiterin kann sie nicht länger ertragen, wie der Konzern zwecks Profitoptimierung die gesellschaftlichen Nebeneffekte ignoriert und vertuscht. Haugen wendet sich an einen Investigativ-Journalisten des „Wall Street Journals“, um ihm interne Dokumente zu geben, die belegen, dass Zuckerberg sehr wohl weiß, welche negativen Folgen Instagram und Facebook auf die Nutzer haben. Dabei bleibt es jedoch nicht, das zweite Zentrum des Films besteht aus Zuckerberg, der von seinem PR-Team auf eine Anhörung im Senat zu Section 230 vorbereitet wird. Es geht um die Meinungsfreiheit und die Neutralität der Plattformen. „The Social Reckoning“ stiftet vor allem Verwirrung und nimmt billigend in Kauf, das freie Internet abzuwickeln. Suggestiv und geradezu anti-aufklärerisch sagt er Big Tech vermeintlich den Kampf an und ist dabei so dumm wie die Debatten, die derzeit um Social Media geführt werden. Mehr dazu in der Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt!
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Ep. 341: Frauen- & schwulenfeindlich: DAS PERFEKTE GEHEIMNIS - Kritik & Analyse
Deutsche Komödien sind nicht nur dumm, unlustig und primitiv, sie verbreiten auch brandgefährliche Ideologien: Til Schweiger ist kein Einzelfall, auch sein Kollege Bora Dagtekin hat bereits mit seiner „Fack Ju …
Notes de l’épisode
Deutsche Komödien sind nicht nur dumm, unlustig und primitiv, sie verbreiten auch brandgefährliche Ideologien: Til Schweiger ist kein Einzelfall, auch sein Kollege Bora Dagtekin hat bereits mit seiner „Fack Ju Göhte“-Reihe die Zuschauer gelehrt, die Armen zu verachten. Integriert wird nur, wer sich dem Diktat der Mehrheit unterwirft. Dieses Motiv kehrt jetzt auch in Dagtekins neuer Komödie „Das perfekte Geheimnis“ wieder, doch dieser Film hat nun neue Opfer: Frauen und Schwule. Bereits Til Schweigers Film „Klassentreffen 1.0“ war schwulen- und frauenfeindlich, Dagtekins Machwerk knüpft daran an, obgleich er etwas subtiler vorgeht – und dadurch eigentlich nur noch perfider ist. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur: Jean Cocteau: Das Weissbuch, in: Ders: Werkausgabe. Erzählende Prosa I. Fischer.Friedrich Schiller: Die berühmte Frau, in: Ders.: Sämtliche Gedichte. Suhrkamp.
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Ep. 340: Wie schlimm ist DIGGER wirklich? Kritik & Analyse
Alejandro González Iñárritu nervt wieder: In seinem neuen Film „Digger“ verspricht er, dass wir Tom Cruise sehen, wie wir ihn noch nie auf der Leinwand erblickt haben. Es erweist sich jedoch nicht als ergiebig …
Notes de l’épisode
Alejandro González Iñárritu nervt wieder: In seinem neuen Film „Digger“ verspricht er, dass wir Tom Cruise sehen, wie wir ihn noch nie auf der Leinwand erblickt haben. Es erweist sich jedoch nicht als ergiebig oder witzig, Tom Cruise in einen alten Mann zu verwandeln, denn die Titelrolle bleibt eindimensional. Mit den weiteren Figuren, die diese Farce besiedeln, ist es nicht besser. Offenbar soll dies ein politischer Film sein über das verantwortungslose Handeln von Politik und Wirtschaft angesichts des Klimawandels. Parallelen zur Wirklichkeit drängen sich so sehr auf, dass es ermüdet. Dekadenter Ölmagnat trifft auf egozentrischen US-Präsidenten. Was haben wir gelacht! Vermutlich wegen dieser Simplizität behilft sich der Regisseur damit, eine Meta-Ebene in Form eines Spiels-im-Spiel einzuführen, um pseudo-intelligent postmoderne Theatermätzchen treiben zu können. Es ist eine große Qual. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
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Q&A 11 (Teaser): Bundeswehr-Serie „Generation Wehrdienst“, CAMP MIASMA und STAATSSCHUTZ
Im elften Q&A der Filmanalyse+ gibt es drei ausführliche Schwerpunkte: Ich habe mir die auf YouTube veröffentlichte Bundeswehr-Serie „Generation Wehrdienst“ angesehen und bin entsetzt und überrascht. Zunächst …
Notes de l’épisode
Im elften Q&A der Filmanalyse+ gibt es drei ausführliche Schwerpunkte: Ich habe mir die auf YouTube veröffentlichte Bundeswehr-Serie „Generation Wehrdienst“ angesehen und bin entsetzt und überrascht. Zunächst ist auffallend, dass hier keinesfalls in heroischer Weise das Soldatenleben oder das Militär inszeniert werden, vielmehr erzählt die Doku vom Alltag der jungen Wehrdienstleistenden, der aus allerlei Schikanen besteht, um Disziplin zu lernen. Interessant sind dabei der Aussagen der jungen Frauen und Männer, die ganz und gar schon die Ideologie der Militarisierung im Inneren vollzogen haben. Die Serie versucht geschickt, die Orientierungslosigkeit junger Menschen auszunutzen – und in gewisser Weise leistete Jordan Peterson die Vorarbeit. Anschließend spreche ich über zwei Filme, die seit Wochen heiß diskutiert werden: „Camp Miasma“, mit dem Jane Schoenbrun das Horrorgenre dekonstruiert und die Lust befreit, und über Faraz Shariats „Staatschutz“, der richtig fühlt, aber falsch denkt. Mehr dazu im neuen Q&A!
Das SWR-Forum zu Biopics: https://www.swr.de/kultur/gesellschaft/popstars-auf-der-leinwand-warum-sind-musik-biopics-so-erfolgreich-forum-2026-04-17-100.html
Das SWR-Forum zu Douglas Adams: https://www.swr.de/swrkultur/programm/swr-kultur-forum-sendung-uebersicht-100.html
„Generation Wehrdienst“: https://www.youtube.com/@BundeswehrExclusive
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Ep. 339: Warum die Medienkritik in PRIMETIME blöde bleibt – Kritik & Analyse
Das Format „To Catch a Predator“ war ein besonders dunkles Kapitel des Reality-TVs. Der narzisstische Host Chris Hansen überführte vor laufender Kamera Täter, inszenierte sich als Messias der Wahrheitsfindung …
Notes de l’épisode
Das Format „To Catch a Predator“ war ein besonders dunkles Kapitel des Reality-TVs. Der narzisstische Host Chris Hansen überführte vor laufender Kamera Täter, inszenierte sich als Messias der Wahrheitsfindung und Kämpfer gegen das Böse. Um die betroffenen Kinder ging es dabei allerhöchstens am Rande, vielmehr gehorchte man dem Gesetz der Quote, was bald belohnt wurde. Die Sendung wurde von MSNBC in die Primetime verlegt und lief in direkter Konkurrenz zu Erfolgsserien wie „Lost“. Lance Oppenheims Film „Primetime“ blickt nun hinter die Kulissen und lässt Robert Pattinson auf der gesamten Klaviatur seines Könnens spielen, um den egomanischen Chris Hansen zu verkörpern. Die beabsichtigte Medienkritik ist rasch verstanden und bald wird der Mechanismus des Films durchschaubar. Was, wenn der Film nicht besser ist als das, was er zu kritisieren vorgibt? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
Literatur:
Thomas Arnold, Thomas Fuchs: Das unersättliche Selbst.
Pierre Bourdieu: Über das Fernsehen. Suhrkamp.
Den zweistündigen DeepDive zu „Das Wunder von Bern“, „Deutschland. Ein Sommermärchen“ und „Deutschland. Dein Selbstporträt“ gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives.
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DeepDive 12 (Teaser): DEUTSCHLAND. Ein Sommermärchen vom „guten“ Patriotismus im dt. Film
Was, wenn Til Schweiger gar nicht der schlimmste deutsche Regisseur ist, sondern Sönke Wortmann? Wie kein anderer Regisseur der Gegenwart hat er daran gearbeitet, Patriotismus und Nationalismus in den Köpfen …
Notes de l’épisode
Was, wenn Til Schweiger gar nicht der schlimmste deutsche Regisseur ist, sondern Sönke Wortmann? Wie kein anderer Regisseur der Gegenwart hat er daran gearbeitet, Patriotismus und Nationalismus in den Köpfen der Zuschauer fest zu verankern. Es begann 2003 mit dem sentimentalen Film „Das Wunder von Bern“, der den WM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft zu einer nationalen Erzählung stilisiert, um patriotische Gefühle zu wecken. Fortgesetzt wurde dieser Gefühlspatriotismus dann 2006 mit dem Dokumentarfilm „Deutschland. Ein Sommermärchen“, in dem die deutsche Nationalmannschaft während der WM beim Training und Spielen begleitet wird und zugleich der, wie es damals hieß, „unverkrampfte Patriotismus“ kitschig in Szene gesetzt wird. Zehn Jahre später bittet Wortmann Menschen in Deutschland, sich selbst zu filmen und über Deutschland zu sprechen. Daraus montierte Wortmann „Deutschland. Dein Selbstporträt“. An all den drei Filmen können wir beobachten, wie die patriotische Ideologie durch Schnitt und Erzählung produziert wird, die heute fest in den Köpfen aller sitzt – nicht nur bei den Rechten. Mehr dazu im neuen DeepDive der Filmanalyse+ von Wolfgang M. Schmitt!
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Ep. 338: OK Boomer: THE IRISHMAN - Kritik & Analyse zum Epos von Scorsese
In den vergangenen Wochen hat Martin Scorsese in aller Deutlichkeit ausgeführt, wie man Filme nicht machen sollte: nämlich so wie Marvel. Jetzt zeigt er mit „The Irishman“, was er unter großem Kino versteht …
Notes de l’épisode
In den vergangenen Wochen hat Martin Scorsese in aller Deutlichkeit ausgeführt, wie man Filme nicht machen sollte: nämlich so wie Marvel. Jetzt zeigt er mit „The Irishman“, was er unter großem Kino versteht, wenngleich der Film von Netflix produziert wurde und deshalb nur einen eingeschränkten Start in den Kinos erhält, um Ende November auf #Netflix gezeigt zu werden. Um es gleich vorweg zu sagen: „The Irishman“ ist wohl Martin Scorseses letztes großes #Gangsterepos, vielleicht auch das letzte des Kinos überhaupt. 209 Minuten lässt sich dieser Film Zeit, nicht jedoch, um zu verklären oder zu beschönigen, nein, „The Irishman“ ist ein tieftrauriger Schlusspunkt einer cineastischen Dekonstruktion des Gangstermilieus, die Scorsese bereits 1973 mit seinem Film „#Hexenkessel“ („Mean Streets“) begann. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!
Literatur: Pierre Bourdieu: Die männliche Herrschaft. Suhrkamp. Joseph Ratzinger/Benedikt XVI.: Der Geist der Liturgie. Eine Einführung. Herder
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Ep. 337: Camus als Cartoon: COYOTE VS ACME – Kritik & Analyse
Eigentlich sollte dieser Film bereits 2023 in die Kinos kommen, doch Warner entschied sich, den Film in den Archiven verschwinden zu lassen, um ihn steuerlich als Verlust abschreiben zu können. 70 Millionen …
Notes de l’épisode
Eigentlich sollte dieser Film bereits 2023 in die Kinos kommen, doch Warner entschied sich, den Film in den Archiven verschwinden zu lassen, um ihn steuerlich als Verlust abschreiben zu können. 70 Millionen Dollar Produktionskosten waren bereits aufgelaufen, zusätzlich hätte man viel Geld für Marketing ausgeben müssen. So schien es günstiger zu sein, eine Ware zu verschrotten als zu verkaufen. Nun über Umwege kommt Dave Greens „Coyote vs ACME“ doch in die Kinos und der Kontext seiner Produktion passt gut zum Inhalt: Denn der Film, der auf den 1949 erstmalig veröffentlichten Cartoons um den Road Runner und Wile E. Coyote aufbaut, erzählt von einem Kampf gegen die Macht der Konzerne. Konkret ist es der ACME-Konzern, der vom Coyote verklagt wird, haben doch die Produkte nie geholfen, den Road Runner einzufangen. Das ist die ökonomische Dimension des Films. Zugleich gibt es eine existenzialistische Ebene, die interessanter ist: Was, wenn wir hier die kulturindustrielle Antwort auf Albert Camus sehen können? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
Literatur:
Albert Camus: Der Mythos des Sisyphos. rororo.
Cory Doctorow: Enshittification. Wie Tech-Konzerne uns ausbeuten und was wir dagegen tun können. Blumenbar.
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Ep. 336: Imperialismus, aber woke: DIE EISKOENIGIN 2 - Kritik & Analyse zum zweiten Teil von FROZEN
Sechs Jahre lang hat Disney sich mit der Fortsetzung von „Die Eiskönigin“ Zeit gelassen. Sagen wir es so: An der Arbeit an einer guten Geschichte kann es nicht gelegen haben, denn „Die Eiskönigin 2“ besteht vor …
Notes de l’épisode
Sechs Jahre lang hat Disney sich mit der Fortsetzung von „Die Eiskönigin“ Zeit gelassen. Sagen wir es so: An der Arbeit an einer guten Geschichte kann es nicht gelegen haben, denn „Die Eiskönigin 2“ besteht vor allem aus Versatzstücken aus dem Märchenschatz des immer dominanter werdenden Konzerns, der sich seit einer Weile jedoch überaus "woke" gibt, um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können. Die #Kulturindustrie passte sich in der Vergangenheit immer wieder dem #Zeitgeist an, der Konzern mit dem Märchenschloss im Logo setzt bei seiner Streamingplattform Disneyplus sogar auf #Trigger-Warnungen vor Filmen wie „Dumbo“. Auch Elsa und Anna verhalten sich im zweiten Teil von „Frozen“ besonders woke, als sie mit der dunklen Geschichte ihres Königreichs konfrontiert werden. Doch welche Strategie steckt dahinter? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Perry Anderson: Hegemonie. Suhrkamp.
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Ep. 335: Wie Robert Altman die Klassengesellschaft seziert
Robert Altman ist ein Virtuose der Vielstimmigkeit. Aus unglaublichen 44 Figuren, die alle Charakter und Geschichten erhalten, besteht „Gosford Park“. Der 2001 erschienene Film vereint Gesellschaftskomödie …
Notes de l’épisode
Robert Altman ist ein Virtuose der Vielstimmigkeit. Aus unglaublichen 44 Figuren, die alle Charakter und Geschichten erhalten, besteht „Gosford Park“. Der 2001 erschienene Film vereint Gesellschaftskomödie, Melodrama, Historienfilm und Krimi, im Mittelpunkt steht die Analyse der Klassengesellschaft, die im Jahr 1932 in England noch aristokratisch geprägt ist. Die Dienerschaft hat keinen Subjektstatus, während die Herrschaft nichts weiter tut, als laufend zu konsumieren und zu befehlen. Altman bringt aber die Verhältnisse in Bewegung, weil er diejenigen below und diejenigen above stairs gleichermaßen zeigt, wie sie ein gemeinsames Wochenende auf einem Landsitz verbringen und dabei die Diener mehr und mehr zur ihrem Subjektstatus gelangen. Dazwischen tummeln sich auch zwei Schauspieler und ein Filmproduzent, die vor allem die Gepflogenheiten studieren wollen, um sie später für einen Film nutzbar zu machen. Spätestens mit dem Krimi-Plot, der erst nach einer Stunde beginnt, kehrt sich das Herr-Knecht-Verhältnis um. Mehr dazu in der Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt!
Literatur:
Mesut Bayraktar. Hegel. Papyrossa.
G.W.F. Hegel: Die Phänomenologie des Geistes. Suhrkamp.
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Ep. 334: Kursschwankungen: HUSTLERS - Kritik & Analyse
Jennifer Lopez wird häufig unterschätzt, das liegt nicht zuletzt daran, dass sie in vielen schwachen Filmen mitgespielt und häufig mit recht unfähigen Regisseuren zusammenarbeiten musste. „Hustlers“ aber zeigt …
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Jennifer Lopez wird häufig unterschätzt, das liegt nicht zuletzt daran, dass sie in vielen schwachen Filmen mitgespielt und häufig mit recht unfähigen Regisseuren zusammenarbeiten musste. „Hustlers“ aber zeigt, was J.Lo kann. Regisseurin Lorene Scarfaria inszeniert die 50-jährige als verführerische Femme fatale und clevere Geschäftsfrau, die die Mentalität der Wall Street auf den Mikrokosmos eines Stripclubs überträgt: „Wir müssen so denken wie die Wall-Street-Typen“, rät Ramona (Lopez) ihren Kolleginnen, als es 2007/2008 zur Finanzkrise kommt und das #Geld bei den Herren, die sich im Club allabendlich amüsieren, nicht mehr so locker sitzt. Ramona hat eine raffinierte Idee, wie mit einem Trick weiterhin Kapital akkumuliert werden kann. „Hustlers“ ist ein unterhaltsamer und intelligenter Film über #Feminismus und #Kapitalismus – eine wirkliche Überraschung im Kinojahr 2019. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!
Literatur: Georg Simmer: Philosophie des Geldes. Suhrkamp. Cinzia Arruzza, Tithi Bhattacharya, Nancy Fraser: Feminismus für die 99%. Ein Manifest. Matthes & Seitz.
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Ep. 333: Ist Ridley Scott durch? DAS ENDE DER STERNE – Kritik & Analyse
Der 88-jährige Ridley Scott widmet sich mit „Das Ende der Sterne“ („The Dog Stars“) einem seit Jahren beliebten Genre: Der Post-Apokalypse-Film handelt von zusammengebrochenen Zivilisationen, in denen sich …
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Der 88-jährige Ridley Scott widmet sich mit „Das Ende der Sterne“ („The Dog Stars“) einem seit Jahren beliebten Genre: Der Post-Apokalypse-Film handelt von zusammengebrochenen Zivilisationen, in denen sich einzelne Überlebende – in der Regel schwer bewaffnet – ihren Weg durch die Ödnis bahnen, um dort auf andere zu treffen, die entweder freundlich oder feindlich gesinnt sind. Margaret Qualley, Jacob Elordi, Josh Brolin und Guy Pearce irren in „Das Ende der Sterne“ durch die Gegend und schießen sich Wege frei, weil überall Angreifer lauern, von denen man jedoch nie etwa über nähere Motive erfährt. Auch die anderen Figuren sind eher wortkarg, das dystopische Szenario soll für sich sprechen. Aber was will Ridley Scott uns damit eigentlich sagen? Der Regisseur von „Blade Runner“ und „Alien“ präsentiert uns gleich mehrere Gesellschaftsmodelle. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
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Ep. 332: Scorsese vs Marvel - Teil 2 - Ein Filmanalyse-Spezial
Von individuellen Freiheiten und Selbstbehauptungen erzählt Hollywood immer seltener. Das bürgerliche Subjekt spielt in den Marvel-Filmen keine bedeutende Rolle. Auch das kritisiert Martin Scorsese. Doch womit …
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Von individuellen Freiheiten und Selbstbehauptungen erzählt Hollywood immer seltener. Das bürgerliche Subjekt spielt in den Marvel-Filmen keine bedeutende Rolle. Auch das kritisiert Martin Scorsese. Doch womit hängt diese Entwicklung zusammen? Längst werden in #Hollywood nicht mehr Filme primär für den Westen produziert, der Filmmarkt ist nur ein völlig globaler – vor allem in China und Indien, wo autoritäre Politiker sich als #Superhelden und Retter gerieren, sollen die Blockbuster funktionieren. Wo aber das Individuum immer weniger Raum bekommt, hat es hinter der Kamera auch der individuelle #Künstler schwer. Immer, schreibt Scorsese, gab es eine Spannung zwischen Kunst und Markt – doch etwas hat sich radikal verändert. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast.Literatur:Martin Scorsese Artikel über Marvel in der „New York Times“: https://www.nytimes.com/2019/11/04/op...Max Horkheimer/ Theater W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Fischer.Siegfried Kracauer: Von Caligari zu Hitler. Eine psychologische Geschichte des deutschen Films. Suhrkamp. Ivan Krastev, Stephen Holmes: Das Licht, das erlosch. Eine Abrechnung. Ullstein.
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Ep. 331: Das blödeste Drehbuch des Jahres: ONE NIGHT ONLY – Kritik & Analyse
Der Regisseur Will Gluck („Einfach zu haben“) hat gemeinsam mit Travis Braun das dümmste Drehbuch des Jahres geschrieben. „One Night Only“ spielt in einer nahen dystopischen Zukunft, der die RomCom mit Humor …
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Der Regisseur Will Gluck („Einfach zu haben“) hat gemeinsam mit Travis Braun das dümmste Drehbuch des Jahres geschrieben. „One Night Only“ spielt in einer nahen dystopischen Zukunft, der die RomCom mit Humor begegnen will. Das Szenario erinnert an „The Purge“: In einer einzigen Nacht im Jahr darf man seinen Trieben freien Lauf lassen, doch geht es dieses Mal nicht um Gewaltorgien, sondern um den Beischlaf unter Unverheirateten. Dieser wurde von der autoritären US-Regierung untersagt, Ziel ist es, die Ehe als Leitbild zu stärken und Schwangerschaften in der Jugend zu verhindern. Die repressive Ordnung wird von den New Yorkern kaum hinterfragt. So die Prämisse des Films, vor der sich Ally (Monica Barbaro) und Owen (Callum Turner) zufällig begegnen: Boy meets Girl. Jedoch besteht die Geschichte in den folgenden zwei Stunden nur aus Hindernissen, die unfreiwillig eine enorme Prüderie der Kulturindustrie freilegen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
Literatur:
Georges Bataille: Das Unmögliche. Hanser.
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DeepDive 11 Teaser: BARRY LYNDON – Stanley Kubricks schönster Film
1975 erscheint der bis heute ungewöhnlichste und schönste Historien- und Kostümfilm in den Kinos: Stanley Kubrick gelingt mit BARRY LYNDON eine freie Literaturadaption, die bis heute irritiert. Ryan O’Neal …
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1975 erscheint der bis heute ungewöhnlichste und schönste Historien- und Kostümfilm in den Kinos: Stanley Kubrick gelingt mit BARRY LYNDON eine freie Literaturadaption, die bis heute irritiert. Ryan O’Neal spielt die Titelfigur, die nicht leicht zu greifen ist, wie der gesamte Film sich direkten Zugängen entzieht. Ein Held, der keiner ist und der sich nur manchmal sympathisch verhält, artifizielle Dialoge, getragene Musik, eine Kamera, die die meiste Zeit auf dem Stativ verbleibt – diese Charakteristika bestimmen den Film und sie machen ihn auf den ersten Blick schwer zugänglich. Jedoch lohnt es sich, genauer hinzusehen und die Ästhetik näher zu analysieren, um zum Inhaltlichen zu gelangen. Der obsessive Einsatz von Zooms, die Anlehnung an große Maler des 18. Jahrhunderts sowie ein minimalistisches Schauspiel sorgen für eine außergewöhnliche Erfahrung. Wir wohnen einer Subjektwerdung bei, die keineswegs autonom erfolgt, sondern die die Ordnung der Dinge selbst hervorbringt. So zeitlich entrückt der Film auch ist, er spricht zu uns heute. Mehr dazu im neuen DeepDive der Filmanalyse plus!
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Ep. 330: Scorsese vs Marvel - Teil 1 - Ein Analyse-Spezial
Ein alter Rebell rebelliert erneut: Martin Scorsese rechnete nicht nur in einem Interview mit den Marvel-Filmen ab, auch in einem ausführlichen Artikel in der „New York Times“ erklärt er seinen Angriff auf die …
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Ein alter Rebell rebelliert erneut: Martin Scorsese rechnete nicht nur in einem Interview mit den Marvel-Filmen ab, auch in einem ausführlichen Artikel in der „New York Times“ erklärt er seinen Angriff auf die das #Kino dominierenden #Blockbuster unserer Zeit. Auch sein Kollege Francis Ford Coppola, der ebenso wie Scorsese ein Kind von New Hollywood ist, hat die Marvel-Produktionen harsch kritisiert. Wie ist die #Kritik der Regielegenden einzuordnen? Hier geht es um mehr als nur Geschmacksfragen, vielmehr zeichnet sich gerade das Ende des Hollywoodkinos ab, genau dagegen schreibt Martin Scorsese an. Denn es gab ein Kernthema, das sowohl die Filme des Classical Hollywood als auch die des New Hollywood miteinander verband und das Jahrzehnte unsere westliche Kinokultur bestimmte, und genau dieses Kernthema scheint nun verloren zu gehen. Wir müssen uns fragen: Ist Hollywood noch Hollywood? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Martin Scorsese Artikel über Marvel in der „New York Times“: https://www.nytimes.com/2019/11/04/op...Martin Scorsese im Gespräch mit Woody Allen, in: DU (2017)Max Horkheimer/ Theater W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Fischer.
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Ep. 329: Ein filmisches Wunder: VATERLAND – Kritik & Analyse
Was kann man in 82 Minuten erzählen? Fast alles, zeigt uns Regisseur Paweł Pawlikowski mit seinem Schwarz/Weiß-Film „Vaterland“, in dem Hanns Zischler als Thomas Mann und Sandra Hüller als dessen Tochter Erika …
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Was kann man in 82 Minuten erzählen? Fast alles, zeigt uns Regisseur Paweł Pawlikowski mit seinem Schwarz/Weiß-Film „Vaterland“, in dem Hanns Zischler als Thomas Mann und Sandra Hüller als dessen Tochter Erika Mann zu erleben sind. Dieser herausragende Film erzählt in fiktionalisierter Form und Verdichtung von dem Literaturnobelpreisträger, der 1949 nach Deutschland reist, um zunächst in Frankfurt am Main und dann in Weimar einen Goethe-Preis entgegenzunehmen und in seinen Dankesreden ein anderes Deutschland heraufzubeschwören, das nicht todestrunken ist. Seine Tochter Erika, die in Wahrheit diese Reise nicht begleitete, unterstützt ihren Vater, gerät aber bald aneinander mit ihm, als Thomas Mann selbst dann noch seine Reise und alles Zeremonielle fortsetzt, als die Nachricht von Klaus Manns Tod eintrifft. Werden in den Goethe-Reden Humanität und menschliche Ideale heraufbeschworen, zeigt sich der Dichterfürst privat kalt und grausam. „Vaterland“ ist eine hochinteressante Reflexion über die Rolle des Intellektuellen in der Gesellschaft und im Staat. Mehr dazu in der Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt! Das gesamte Q&A gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives.Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutApple-Podcast:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft):https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home
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Q&A 10 (Teaser): ODYSSEE: Nolan im Interview, Serie THE SHARDS (Bret Easton Ellis), Klassenkampf: COLUMBO
Im neuen Q&A beschäftigen wir uns noch einmal ausführlich mit der ODYSSEE von Christopher Nolan. Ein Hörer hat eine interessante Frage parat, danach geht es um das viral gegangene Interview, das die chinesische …
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Im neuen Q&A beschäftigen wir uns noch einmal ausführlich mit der ODYSSEE von Christopher Nolan. Ein Hörer hat eine interessante Frage parat, danach geht es um das viral gegangene Interview, das die chinesische Podcasterin Zhong Shu mit Christopher Nolan geführt hat. Hat er Homers Erzählung christianisiert? Wofür stehen die Götter? Welche Konventionen des Erzählens gibt es? Anschließend geht es um die Disneyplus-Serie THE SHARDS, eine Verfilmung des großartigen gleichnamigen Romans von Bret Easton Ellis. Dieses Projekt, so viel lässt sich bereits nach vier Folgen sagen, ist komplett gescheitert. Zu klären ist aber, weshalb diese Serie ein solches Desaster geworden ist und warum der Roman sich derart grandios liest. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Kult-Krimireihe COLUMBO mit Peter Falk. War der Polizist im Trenchcoat eigentlich ein Klassenkämpfer? Diese und weitere Fragen beantworte ich im neuen, 100-minütigen Q&A der Filmanalyse plus!
Mein Letterboxd-Profil: https://letterboxd.com/wolfMschmitt/
Das Interview mit Christopher Nolan: https://www.youtube.com/watch?v=wa4I8Ch2TRo
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Ep. 328: Nietzsche! STAR WARS 9: DER AUFSTIEG SKYWALKERS - Kritik & Analyse
Die „Star Wars“-Saga hat ein Ende, zumindest ein vorläufiges. Denn #Disney plant bereits weitere Filme, doch mit „Star Wars: Der Aufstieg der Skywalkers“ endet nun die neue Trilogie. Noch einmal hat J. J …
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Die „Star Wars“-Saga hat ein Ende, zumindest ein vorläufiges. Denn #Disney plant bereits weitere Filme, doch mit „Star Wars: Der Aufstieg der Skywalkers“ endet nun die neue Trilogie. Noch einmal hat J. J. Abrams die Regie übernommen, wenngleich von seiner eigenen Handschrift, die er in „Das Erwachen der Macht“ zeigte, jetzt nur noch wenig zu sehen ist. Teil 9 wirkt wie ein Best-of der Reihe, doch das macht #TheRiseOfSkywalker nicht zu einem guten Film. Vieles ist beliebig, wagemutig ist wenig. Faszinierend aber sind die düsteren Szenen mit dem #Imperator, bei denen wir uns einmal mehr fragen, was ist es eigentlich, was ihn, der allen leiblichen Genüssen entsagt hat, für den der Körper nunmehr Hülle ist, so leidenschaftlich zur Macht zieht? Rey, Poe und Finn kämpfen derweil unermüdlich gegen diese dunkle Seite der Macht an, unterstützt werden sie dabei von vielen Altstars. Aber auch diese Welt ist nur vermeintlich bunt, denn die erotische Liebe ist in ihr merkwürdig abwesend. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Chantal Mouffe: Das demokratische Paradox. Turia + Kant.Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra. Kritische Studienausgabe, sämtliche Werke Bd. 4. DTV.
Ep. 327: Das reicht nicht: THE END OF OAK STREET – Kritik & Analyse
Der Regisseur von „Under the Silver Lake“ und „It Follows“ ist zurück und hat Dinosaurier mitgebracht: David Robert Mitchell erzählt in „The End of Oak Street“ von einer amerikanischen Vorstadtfamilie, deren …
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Der Regisseur von „Under the Silver Lake“ und „It Follows“ ist zurück und hat Dinosaurier mitgebracht: David Robert Mitchell erzählt in „The End of Oak Street“ von einer amerikanischen Vorstadtfamilie, deren scheinbar gewöhnlicher Alltag durch ein unerklärliches kosmisches Ereignis zerstört wird. Die Oak Street wird aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen und in eine prähistorisch anmutende Welt versetzt. Plötzlich leben die Bewohner zwischen gefräßigen Dinosauriern. Ein Kampf ums Überleben beginnt. Anne Hathaway und Ewan McGregor spielen ein Ehepaar, das sich zusammenraufen muss, um sich und die Kinder zu retten. Steven Spielberg und Brian De Palma stehen ästhetisch Pate, einmal mehr erleben die 1980er-Jahre ein Revival. Der Film ist nicht schlecht, aber gut ist er auch nicht. Hollywood steckt noch immer in der Krise. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
Den zweistündigen DeepDive zu den Pasolini, Kubrick, David Robert Mitchell und den Epstein-Files gibt es bei Apple, Patreon, Steady oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft:
YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=LnP7vP9n0Cc
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Ep. 326: Feminismus? CAPTAIN MARVEL - Kritik & Analyse
Das Marvel-Universum ist wieder um einen Film gewachsen: Geld für gute Drehbuchautoren hat man sich auch diesmal gespart, aber sei's drum! Mit "Captain Marvel" gibt es nun auch die von vielen Fans lang ersehnte …
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Das Marvel-Universum ist wieder um einen Film gewachsen: Geld für gute Drehbuchautoren hat man sich auch diesmal gespart, aber sei's drum! Mit "Captain Marvel" gibt es nun auch die von vielen Fans lang ersehnte Superheldin als Protagonistin. Doch ist durch eine weibliche Hauptfigur "Captain Marvel" gleich ein feministischer Film? Und welchen Stellenwert haben eigentlich in solchen Blockbustern noch Schauspieler, wenn sie wie hier Samuel L. Jackson digital um 20 Jahre verjüngt werden? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Nick Bostrom: Superintelligenz. Szenarien einer kommenden Revolution. Suhrkamp.
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Ep. 325: Ein zeitgenössisches Meisterwerk: EVERYTIME – Kritik & Analyse
Dieser Film wird bleiben: „Everytime“ von Sandra Wollner erzählt eine Geschichte, die man zwar in Worten wiedergeben kann, womit man aber das Eigentliche verfehlt. Ein Mädchen stirbt, zurück bleiben Mutter …
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Dieser Film wird bleiben: „Everytime“ von Sandra Wollner erzählt eine Geschichte, die man zwar in Worten wiedergeben kann, womit man aber das Eigentliche verfehlt. Ein Mädchen stirbt, zurück bleiben Mutter, Schwester und Freund. Der Kameramann von „Aftersun“ bricht mit der Regisseurin in neue Bildwelten auf und irritiert unser Verhältnis zur Welt nachhaltig. Das herausragende Schauspielerensemble, bestehend aus Birgit Minichmayr, Tristán López, Carla Hüttermann und Lotte Shirin Keiling, wird eingefasst von Bildern, die zwischen Realismus und Surrealismus changieren, die Computerspiellandschaften und echte Gesteinsblöcke, Smartphone-Bilder und Projektionen eines trauenden Bewusstseins verbinden. Jedes Mal, jeder Zeit, jede Zeit! So etwas gab es noch nicht im Kino zu sehen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
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Ep. 324: Pure Ideologie: DER HERR DER RINGE - Kritik & Analyse
„Star Wars“, „Indiana Jones“, „Harry Potter“ – die Populärkultur liebt das Mythische, es ist daher kein Wunder, dass Peter Jacksons dreiteilige Verfilmung von „Der Herr der Ringe“ ebenso opulent wie erfolgreich …
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„Star Wars“, „Indiana Jones“, „Harry Potter“ – die Populärkultur liebt das Mythische, es ist daher kein Wunder, dass Peter Jacksons dreiteilige Verfilmung von „Der Herr der Ringe“ ebenso opulent wie erfolgreich war. #Tolkien schuf aus den Versatzstücken aus nordischen Sagen ein eigenes #Fantasy-Universum, das zum einen heidnisch anmutet, zum anderen jedoch stark vom Katholizismus des Autors geprägt ist. Diese Welt ist eingeteilt in Gut und Böse – Sauron ist der dunkle Herrscher, der nach der Macht strebt und mit dem Ring alle unterjochen will. Der #Hobbit Frodo Beutlin und die Seinen versuchen dies zu verhindern und begeben sich auf eine lange, abenteuerliche Reise, kämpfen brutale Schlachten und wachsen über sich hinaus. Das manichäische Weltbild jedoch, das der Trilogie zugrunde liegt, ist mehr als fragwürdig, ja, es ist zutiefst ideologisch. Parallelen zur Geopolitik der vergangenen zwei Jahrzehnte drängen sich auf, aber auch innenpolitisch kommen wir der Ideologie der Film sehr nahe. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Chantal Mouffe: Das demokratische Paradox. Turia + Kant.Carl Schmitt: Der Nomos der Erde im Völkerrecht des Jus Publicum Europaeum. Duncker & Humblot.
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Ep. 323: Nicht auszuhalten! SPIDER-MAN: BRAND NEW DAY – Kritik & Analyse
Zweieinhalb Stunden quält uns Regisseur Destin Daniel Cretton mit „Spider-Man: Brand New Day“: Tom Holland spielt erneut Peter Parker, der ein Doppelleben als Spider-Man führt. Jedoch kann sich in seinem …
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Zweieinhalb Stunden quält uns Regisseur Destin Daniel Cretton mit „Spider-Man: Brand New Day“: Tom Holland spielt erneut Peter Parker, der ein Doppelleben als Spider-Man führt. Jedoch kann sich in seinem Freundeskreis niemand mehr an die Existenz von Peter Parker erinnern. MJ und seine Freunde haben ihn vergessen, unklar ist, ob er in ihnen wieder die Erinnerung wecken kann. Das Leben schwer macht ihm jedoch Jean Grey, die mit ihren telepathischen Kräften sein Umfeld manipulieren kann. Außerdem ist seine Work-Life-Balance durcheinandergeraten, schlüpft er doch die meiste Zeit in die Rolle von Spider-Man und nimmt sich nicht genügend Zeit, Peter Parker zu sein. Schwerfällig und schwermütig hüpfen wir mit Spidey durch einen trostlosen Film, der typisch ist für die aktuelle depressive Kulturindustrie. Übersehen sollten wir dabei nicht, wie sehr sich der Protagonist mit den staatlichen Institutionen identifiziert und Massenüberwachung umsetzt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
Literatur:
Judith Butler: Psyche der Macht. Das Subjekt der Unterwerfung. Suhrkamp.
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DeepDive 10 (Teaser): David Lynchs ERASERHEAD, MULHOLLAND DRIVE und LOST HIGHWAY
David Lynch ist einer der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte. Er schuf neue Bildwelten aus roten Vorhängen, nachtschwarzen Wohnzimmerecken, eigenartigen Lichtquellen, unheimlichen Fluren, Stimmen, die …
Notes de l’épisode
David Lynch ist einer der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte. Er schuf neue Bildwelten aus roten Vorhängen, nachtschwarzen Wohnzimmerecken, eigenartigen Lichtquellen, unheimlichen Fluren, Stimmen, die sich vom Körper lösen, und durch Soundkulissen, die ständiges Unbehagen auslösen. Die Räume, durch die wir schreiten, sind Reisen ins labyrinthisch aufgebaute Bewusstsein. Wer es sich zur Aufgabe macht, die David-Lynch-Filme zu ordnen, Stringenz und Linearität herstellen will, wird bald auf nicht lösbare Paradoxien treffen. David Lynch entzieht sich damit einer auf den Plot ausgerichteten Interpretation, was jedoch die Filme nicht beliebig werden lässt. Auffallend ist die Wiederkehr von Formen und Mustern und von Themen wie Ekel, Verwandlung und reale Imagination beziehungsweise imaginierte Realität. Schon in seinem Langfilmdebüt „Eraserhead“ finden wir dies, mit einem Umweg über „The Elephant Man“ führt Lynch uns auf den „Lost Highway“ und den „Mulholland Drive“. Im aktuellen DeepDive geht es um diese zutiefst irritierenden Meistwerke von David Lynch!
Den zweistündigen DeepDive zu David Lynch gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives.Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:
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Ep. 322: DER SCHACHT: Wo der Film richtig und wo er falsch liegt - Kritik & Analyse
Als die Kinos geschlossen waren, diskutierte man über diesen Netflix-Film: „Der Schacht“ reihte sich ein in eine Vielzahl von Filmen, die den Kapitalismus beim Wort nehmen. Wie in „Snowpiercer“ und „Parasite“ …
Notes de l’épisode
Als die Kinos geschlossen waren, diskutierte man über diesen Netflix-Film: „Der Schacht“ reihte sich ein in eine Vielzahl von Filmen, die den Kapitalismus beim Wort nehmen. Wie in „Snowpiercer“ und „Parasite“ soll auch hier ein Machtsystem exemplarisch, reduziert auf das Notwendigste illustriert werden. Eingenommen wir ein wirklich globaler Blick auf die Welt, auch wenn alles nur in einem Turm spielt. Die Höhe von Bong Joon-ho erreicht Regisseur Galder Gaztelu-Urrutia allerdings nicht, wenngleich der Film sehenswert ist und sich von vielen #Streaming-Angeboten positiv abhebt. Doch der englische Titel „The Platform“ legt einen blinden Fleck des Films bloß: In „Der Schacht“ ist das Essen nicht per se knapp, es ist nur falsch verteilt. Doch wie funktioniert Knappheit heute eigentlich in der digitalen Ökonomie der Unknappheit? Und haben wir es hier wirklich mit einer #Dystopie zu tun? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!
Literatur:
David Harvey: Siebzehn Widersprüche und das Ende des Kapitalismus. Ullstein.
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