Einfach natürlich Gärtnern
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Einfach natürlich Gärtnern

NouveauSchnell im Beet - Herbstlaub22 octobre 2026 · 6 min
Épisodes
162
Parution
hebdomadaire
Dernier épisode
22 Oct 2026

À propos du podcast

Hier geht es um das praktische und einfache Gärtnern mit der Natur für Gartenanfänger und auch für Fortgeschrittene. Im Gespräch stellen wir einfache Möglichkeiten vor, wie man selbst kompostieren kann, oder wie man am einfachsten ein eigenes Gemüsebeet anlegt. Schritt für Schritt, mit vielen Tipps und Tricks. Das Gärtnern mit der Natur steht dabei im Vordergrund: wie nutze ich die Kräfte der Natur, wie fördere ich die biologische Vielfalt im Garten, und wie gelingt es, vitale, gesunde Pflanzen zu bekommen, und leckeres Gemüse und Obst selbst anzubauen. Wir möchten Mut machen, einfach mal anzufangen mit dem Gärtnern - es ist gar nicht so schwer, und macht einfach Spaß!

Épisodes 162

  1. Schnell im Beet - Herbstlaub

    6 minÉpisode 163

    Ganz kurz: was tun mit den Laubbergen im Herbst?? Schnell im Beet: Herbstlaub Habt ihr Fragen? Meine Mailadresse lautet [email protected] Aber natürlich könnt ihr uns auch über www.neudorff.com …

    Notes de l’épisode
    Ganz kurz: was tun mit den Laubbergen im Herbst??

    Schnell im Beet: Herbstlaub

    Habt ihr Fragen? Meine Mailadresse lautet sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Aber natürlich könnt ihr uns auch über www.neudorff.com erreichen, und dort stöbern nach noch mehr Gartentipps.

    Was kann ich mit den Bergen von Laub machen, die jetzt so runterfallen?

    • Laub ist das Beste, was uns im Herbst passieren kann! Bloß nicht weggeben
    • Sondern am besten einfach im Garten ausbreiten auf Beeten und zwischen Stauden
    • Dieses Mulchen ist eine super kostenlose Boden-Verbesserungs-Methode

    Warum das?

    • Laub, auch wenn es so trocken aussieht, steckt ja voller Nährstoffe
    • Im Boden zersetzt es sich und steht anderen Pflanzen als Dünger zur Verfügung
    • Außerdem entsteht daraus Humus, und der macht den Boden lockerer und hilft, Wasser besser zu speichern.

    Ich kippe es also einfach auf die Beete?

    • Genau. 10 – 20 cm hoch
    • Bis zum Frühjahr ist kaum was übrig, alles ist im Boden verschwunden
    • Und die Regenwürmer flippen aus vor Freude!
    • Du kannst es auch unter Hecken schieben oder um die Bäume herum ausbreiten

    Gibt es noch Vorteile durch das Laub?

    • Ja – Überwinterungsverstecke für Marienkäfer u.v.m.
    • Schutz des Bodens vor Schlagregen und Frost
    • Futter für Organismen im Boden

    Wo sollte denn Laub wirklich nicht liegen bleiben?

    • Auf Wegen und Treppen wegen Rutschgefahr
    • Auf dem Rasen, weil es darunter den Rasen kaputt macht
    • Im Teich, weil es langfristig zum Verlanden führt und zu viele Nährstoffe in den Teich bringt.

    Gibt es Laub, dass nicht dafür geeignet ist?

    • Kastanie, Walnuss, Eiche, Ginkgo und Platane
    • Enthält viele Gerbstoffe, die das Pflanzenwachstum hemmen können
    • Und tragen zur Versauerung des Bodens bei
    • Sind also gut als Moorbeeterde, wenn du es separat kompostierst.
    • Außerdem Laub von kranken Rosen, oder kranken Apfelbäumen (Apfelschorf) nicht kompostieren
  2. Kompost - ganz praktisch

    23 minÉpisode 162

    Richtig guter Kompost ist das Beste, was du für deine Gartenpflanzen tun kannst! Kompost – die dreckige Wahrheit Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen. Mehr Infos …

    Notes de l’épisode
    Richtig guter Kompost ist das Beste, was du für deine Gartenpflanzen tun kannst!

    Kompost – die dreckige Wahrheit

    Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen.

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Über Kompost haben wir schon gesprochen. Warum nehmen wir uns das Thema heute nochmal vor?

    • Stimmt, Kompost hatten wir schon mal.
    • Damals vor allem Grundlagen: Was darf rein, was nicht und wie wird daraus guter Kompost?
    • Heute schauen wir genauer hin: Was passiert, nachdem der Deckel zu ist?
    • Komposter ist keine Mülltonne mit Zauberfunktion.
    • Eher eine Wohngemeinschaft aus Mikroorganismen und Bodentieren.
    • Braucht ein bisschen Pflege.
    • Gerade bei Trockenperioden und Starkregen braucht diese WG ein bisschen Aufmerksamkeit.
    • Für die kommende Saison gibt es den neuen Neudorff Thermokomposter 340 L – ein guter Anlass, den Thermokomposter diesmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
    • Also heute: Kompost – die dreckige Wahrheit. Was müssen wir tun, damit aus Abfall wirklich schwarzes Gold wird?

    Offene Kompostmiete oder Thermokomposter – was eignet sich für wen?

    • Beides funktioniert.
    • Offene Miete braucht mehr Platz und Zeit.
    • Bei der klassischen Drei-Kammer-Methode wird das Material mehrfach umgesetzt.
    • Im Thermokomposter geht die Zersetzung schneller.
    • Die doppelwandige Konstruktion hält die entstehende Wärme besser im Inneren.
    • Und das Material trocknet vom Rand her nicht so sehr ein
    • Außerdem braucht er weniger Platz.
    • Neu für die kommende Saison: der Neudorff Thermokomposter 340 L.
    • Etwas kleiner als sein Vorgänger.
    • Entnahmeklappe unten.
    • Neu ist der Griff oben zum Verriegeln.
    • Sonst bleibt das bewährte Prinzip gleich.

    Wo stelle ich meinen Thermokomposter hin?

    • Am besten schattig.
    • Waagerecht und direkt auf die Erde stellen.
    • So können Bodenorganismen hineinwandern und überschüssiges Wasser kann versickern.
    • Mäusegitter kann von unten Nager fernhalten.
    • Und gut erreichbar sollte er sein.
    • Ruhig hinten im Garten, aber nicht so weit hinten, dass du für jede Kartoffelschale Wanderschuhe brauchst.

    Gibt es so etwas wie ein Rezept für guten Kompost?

    • Zauberwort: Mischung.
    • Feuchtes und trockenes Material kombinieren.
    • Zum Beispiel Rasenschnitt und Küchenabfälle mit Laub und gehäckseltem Baumschnitt.
    • Nicht ausschließlich Rasenschnitt einfüllen – der kann zusammensacken, dann fehlt Luft.
    • Grobes Material möglichst zerkleinern. Kleine Stücke werden schneller zersetzt.
    • Radivit Kompost-Beschleuniger schichtweise dazugeben.
    • Enthält Mikroorganismen und Nährstoffe und unterstützt die Rotte.

    Was darf rein – und was lieber nicht?

    • Rein dürfen zum Beispiel: rohe Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz und Teebeutel, Eierschalen, Laub, Rasenschnitt in Maßen, kleine Zweige und Häckselmaterial, alte Blumenerde.
    • Nicht hinein gehören: Fleisch und Knochen, gekochte Essensreste, kranke Pflanzen, Unkräuter mit Samen, hartnäckige Wurzelunkräuter wie Giersch, Plastik (auch keine Biomüllbeutel).
    • Kompost ist Biomasse-Recycling und keine Restmüllentsorgung**.** Was hineinkommt, soll am Ende schließlich wieder zurück in unseren Garten.

    Jetzt ist alles drin. Deckel zu und in drei Monaten wiederkommen?

    • Schön wär’s. Hier kommt die dreckige Wahrheit: Ein Kompost will gepflegt werden. Deckel zu und vergessen“ funktioniert nicht.
    • Immer wieder mit einer Grabegabel auflockern und durchmischen.
    • Das bringt Sauerstoff hinein.
    • Gleichzeitig ist das unser Kompost-Check: zu nass? zu trocken? riecht alles so, wie es soll?
    • Gerade bei Trockenperioden und Starkregen wichtig.

    Woran merkt man, dass es dem Kompost gut geht?

    • Das Material sollte ungefähr so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm. Also feucht, aber nicht tropfnass.
    • Ameisen im Kompost können darauf hindeuten, dass er zu trocken ist.
    • Riecht er unangenehm, kann er zu nass sein oder zu wenig Luft bekommen.
    • Ein gut laufender Kompost riecht angenehm erdig, nicht nach müffeliger Mülltonne.

    Was mache ich, wenn mein Kompost zu trocken oder zu nass ist?

    • Zu trocken

      • Wasser geben (tatsächlich mit der Gießkanne). Ohne ausreichend Feuchtigkeit arbeiten die Mikroorganismen schlechter.
      • Und/oder feuchtes Material untermischen.
      • Danach wieder kontrollieren: Ziel bleibt der ausgedrückte Schwamm.
    • Zu nass

      • Trockenes, strukturreiches Material wie Häckselmaterial oder zerkleinerte Eierkartons untermischen.
      • Nimmt Feuchtigkeit auf und bringt gleichzeitig wieder Luft in den Kompost.
      • Bentonit SandbodenVerbesserer kann zusätzlich Feuchtigkeit aufnehmen.

    Wird es im Thermokomposter wirklich warm?

    • Ja! Bei der Rotte entsteht tatsächlich Wärme.
    • Milliarden Mikroorganismen zersetzen organische Substanz.
    • Dabei verbrauchen sie Sauerstoff und gewinnen Energie.
    • Ein Teil dieser Energie wird als Wärme frei, bei günstiger Wärme läuft die Zersetzung schneller.
    • Isolierende Konstruktion hält Wärme besser im Komposter.
    • Das unterstützt die Zersetzung.
    • Radivit Kompost-Beschleuniger fördert die Rotte zusätzlich.
    • Aber heißer ist nicht automatisch besser: Radivit und Neudorffs Kompostwürmer nicht gleichzeitig einsetzen.
    • Bei intensiver Rotte können für die Würmer ungünstig hohe Temperaturen entstehen.
    • Kompost-WG mag es warm, die Würmer brauchen aber keine Sauna.

    Wann kommt unten das schwarze Gold raus?

    • Im Thermokomposter kann nach etwa 8–12 Wochen erster Mulchkompost entstehen.
    • Braun und noch relativ grob, Ausgangsmaterial teilweise noch erkennbar, riecht angenehm nach Waldboden.
    • Auf Gemüse- und Staudenbeeten oder unter Obstgehölzen verteilen, nicht tief eingraben.
    • Bodenorganismen übernehmen die weitere Arbeit.
    • Jetzt schließt sich der Kreis: Wir kümmern uns um den Kompost – und der Kompost kümmert sich anschließend um unseren Boden.
    • Bringt organische Substanz zurück und unterstützt Humusaufbau und Wasserhaushalt.

    3 Tipps

    • Misch dich ein: Vielfalt macht guten Kompost.
    • Fühl mal nach: Feucht wie ein ausgedrückter Schwamm ist ideal.
    • Gib ihm Luft: Regelmäßig auflockern und durchmischen.
  3. Garten-Check Oktober

    3 minÉpisode 161

    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat? Garten-Check Oktober Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es …

    Notes de l’épisode
    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat?

    Garten-Check Oktober

    Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es uns nicht allen so?? Hier kommt euer kurzer Garten-Reminder für den Oktober.

    Gemüsegarten

    • Auf freie Beete Gründüngung aussäen, wie Senf
    • Oder mindestens Laub als Schutz ausbreiten
    • Aussäen kannst du noch
      • Radieschen
      • Wintersalate
      • Wintersteckzwiebeln
      • Winterspinat
      • Knoblauch stecken

    Obstgarten

    • Gehölze pflanzen, Stützpfähle nicht vergessen
    • Fruchtmumien entfernen, Fallobst aufsammeln
    • Herbsthimbeeren nach der Ernte schneiden

    Ziergarten

    • Rasen mähen, solange er noch wächst
    • Spätestens jetzt Azet HerbstRasenDünger ausbringen
    • Neuanlage Rasen in milden Lagen noch möglich
    • Laub vom Rasen runterharken und in Beeten ausbreiten
    • Balkon winterfest machen, bei Frostgefahr Kübel ins Winterquartier bringen oder frostsicher verpacken
    • Blumenzwiebeln und -knollen pflanzen
    • Stauden teilen bzw. neu pflanzen
    • Knollen von Dahlien, Montbretien und Gladiolen aus dem Boden holen

    Sonstiges

    • Der einzig sinnvolle Herbstputz im Garten: Geräte reinigen, reparieren und pflegen
    • Wasser abstellen bei Frostgefahr

    Habt ihr Fragen? Meine Mailadresse lautet sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Aber natürlich könnt ihr uns auch über www.neudorff.com erreichen, und dort stöbern nach noch mehr Gartentipps.

  4. Herbstputz im Garten - oder nicht?

    16 minÉpisode 160

    Was ist denn im Herbst überhaupt im Garten zu tun? Und was verschiebe ich besser aufs Frühjahr? Herbstputz im Garten – oder nicht? Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com Und eine …

    Notes de l’épisode
    Was ist denn im Herbst überhaupt im Garten zu tun? Und was verschiebe ich besser aufs Frühjahr?

    Herbstputz im Garten – oder nicht?

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Welche Arbeiten stehen im Herbst im Garten an?

    • Viele denken: Jetzt muss der Garten „winterfest“ und ordentlich gemacht werden.
    • Also Laub weg, Stauden abschneiden, Beete blank räumen.
    • Aber - Weniger ist mehr. Vieles, was unordentlich aussieht, hat noch einen Job.
    • Der Garten muss vor dem Winter nicht aussehen wie frisch gesaugt.

    Warum ist ein bisschen Unordnung sogar gut?

    • Laub schützt den Boden.
    • Abgestorbene Pflanzenteile bieten Tieren Verstecke und Winterquartiere.
    • Samenstände liefern Vögeln Nahrung.
    • Pflanzenreste werden nach und nach zu Humus zersetzt und kommen dem Boden wieder zugute.
    • Laub- und Reisighaufen auch für Igel interessant.
    • Mögliche Winterquartiere deshalb nicht mitten im Winter auseinandernehmen.
    • Nicht jedes Blatt aus der letzten Ecke herauspusten.
    • Viele Gartenbereiche dürfen einfach in Ruhe gelassen werden.

    Zum Klassiker: Wo muss Laub weg und wo darf es bleiben?

    • Laub muss weg von den Blättern von immergrünen Pflanzen (Licht), Wegen und Treppen (Rutschgefahr).
    • Unbedingt auch vom Rasen runter, sonst fehlt den Gräsern Licht und Luft.
    • Super-praktisch, wer einen Rasenmäher mit Auffangkorb hat: Laub mit dem Rasenschnitt zusammen im Korb fangen, das zersetzt sich im Kompost sehr gut, oder auch auf den Beeten
    • Laub muss nicht in die Tonne.
    • Kann auf Staudenbeete oder unter Gehölze.
    • Mulch hält Feuchtigkeit im Boden und schützt vor Verschlämmung und Erosion.
    • Gesundes Laub kann auch in Maßen auf den Kompost.

    Kann ich im Herbst wirklich einfach alles auf die Beete werfen und damit mulchen?

    • Nur gesundes Material.
    • Nicht zu dick und nicht als nassen Klumpen aufschichten.
    • Keine Unkräuter mit Samen oder Wurzelunkräuter wie Giersch oder Ackerschachtelhalm

    Wie pflegt man Stauden im Herbst?

    • Gar nicht. Die meisten Stauden dürfen stehen bleiben.
    • Rückschnitt erst vor dem neuen Austrieb im Frühjahr.
    • Kleine Tiere überwintern in und an den Stängeln.
    • Samenstände bieten Nahrung für Vögel.
    • Trockene Pflanzenteile schützen die Pflanze vor Frost.
    • Und mit Raureif sehen sie oft richtig schön aus (Sonnenhut, Fetthenne oder Astern).

    Welche Pflege brauchen Rosen?

    • Kein Herbstschnitt.
    • Nur sehr lange Triebe etwas einkürzen, wenn sie bei Wind Schaden nehmen könnten.
    • Befallene Blätter (z.B. Sternrußtau oder Rost) entfernen.
    • Auch abgefallene kranke Blätter unter den Pflanzen aufsammeln.
    • Im November anhäufeln, um die Veredelungsstelle zu schützen (nicht bei wurzelechten Rosen)

    Was gilt bei (Obst-)Gehölzen?

    • Nicht pauschal schneiden, nur weil Herbst ist.
    • Weg müssen kranke Blätter, Triebe und Früchte.
    • Bedeutet z.B. Apfelschorf-Laub entfernen.
    • Vertrocknete Früchte am Baum, sogenannte Fruchtmumien, abnehmen und ab in die Biotonne.
    • Solches Material kann Krankheitserreger über den Winter tragen.
    • Wichtig für Anfänger: Braunes Laub heißt im Herbst nicht automatisch krank.
    • Verdächtig sind eher: Flecken, Beläge, Pusteln, ungewöhnlich früher starker Blattfall.
    • Im Zweifel erst bestimmen, bevor alles entsorgt wird.

    Welche Pflanzen brauchen Winterschutz und wie schützt man sie richtig?

    • Frisch gepflanzte bzw. empfindliche Pflanzen.
    • z. B. Feigen, Artischocken.
    • Wurzelbereich mulchen.
    • Obenrum luftdurchlässig schützen, z.B. Jute oder Gärtnervlies.
    • Keine Plastikfolie rund um die Pflanzen, darunter kann sich Feuchtigkeit sammeln
    • Kann Fäulnis und Pilzprobleme fördern.

    Was ist bei Kübelpflanzen wichtig?

    • Nicht winterharte Kübelpflanzen vor dem ersten Frost ins Winterquartier.
    • Faustregel für die meisten Kübelpflanzen: reinholen, wenn nachts häufiger unter 5-8 Grad.
    • Auch eigentlich winterharte Pflanzen im Kübel schützen.
    • Im Topf sind Wurzeln Frost stärker ausgesetzt als im Beet.
    • Kübel geschützt auf eine isolierende Unterlage stellen (Holz, Styropor).
    • Gefäß bei Bedarf ummanteln.
    • Immergrüne Kübelpflanzen an frostfreien Tagen gelegentlich gießen (Verdunstung).

    Ist der faule Gärtner im Herbst der bessere Gärtner?

    • An manchen Stellen tatsächlich.
    • Stauden stehen lassen. Laub sinnvoll verteilen. Totholz und ruhige Ecken dulden. Nicht jeden Quadratmeter blank harken.
    • Aber: ist strategische Faulheit.
    • Krankes raus.
    • Empfindliches schützen.
    • Rutschige Wege freihalten.
    • Ein guter Herbstgärtner liegt nicht komplett auf dem Sofa.
    • Aber vielleicht ein bisschen früher.

    Wo darf man sich beim Herbstputz richtig austoben?

    • Bei den Gartengeräten!

    • Erde und Pflanzenreste mit Seifenwasser und Topfkratzer entfernen.

    • Auf Schäden kontrollieren.

    • Schrauben nachziehen.

    • Stumpfe Schneiden schärfen.

    • Rostige Geräte mit Stahlwolle oder Schleifpapier von Rost befreien. Nach dem Trocknen einölen.

    • Holzstiele mit feuchtem Lappen reinigen. Raue Stellen mit Schleifschwamm glätten. Nach dem Trocknen einölen.

    • Gartenscheren besonders sorgfältig reinigen wegen Krankheitserregern.

    • Grundstoff Essig ist auch zur Desinfektion von Garten-Schneidewerkzeugen genehmigt.

    • Gebrauchsanweisung beachten.

    • Elektrische und motorgetriebene Werkzeuge nach Gebrauchsanleitung warten.

    • Gartenschläuche, Gießgeräte und frostempfindliches Zubehör ebenfalls kontrollieren und frostsicher verstauen.

    • Außenwasserhähne nicht vergessen.

    • Dann ist wenigstens eine Ecke im Garten blitzblank.

    3 Tipps

    • Gesundes darf bleiben.
    • Krankes muss raus.
    • Putzfimmel? Geh an die Gartengeräte!
  5. Schnell im Beet - Feldsalat aussäen

    6 minÉpisode 159

    Der leckerste Wintersalat, frisch aus dem Garten Schnell im Beet: Feldsalat aussäen Hallo ihr Gartenmenschen, \ hier gehts um kurze Mini-Anleitungen und einfache Begriffs-Erklärungen. Sie bringen euch …

    Notes de l’épisode
    Der leckerste Wintersalat, frisch aus dem Garten

    Schnell im Beet: Feldsalat aussäen

    Hallo ihr Gartenmenschen, \ hier gehts um kurze Mini-Anleitungen und einfache Begriffs-Erklärungen. Sie bringen euch hoffentlich schnell auf ein neues Level in der Pflanzenpflege.

    Heute geht’s um Feldsalat – ist ja sehr lecker! Kann man den wirklich jetzt noch aussäen?

    • Auf jeden Fall. Das geht von Mitte Juli bis Anfang September – ich habe aber schon mal Anfang Oktober ausgesät, und das hat auch geklappt. Wenn man Pech hat, erntet man dann erst im Frühjahr!
    • Das Beet war halt früher nicht frei….
    • Mein Vater nannte ihn übrigens immer Rapünzchen!
    • Gute Kultur für Herbst, weil Beete langsam leerer werden

    Hat der besondere Ansprüche an irgendwas?

    • Sonnig darf es gern sein, und bitte gern feucht. Sonst ist er unempfindlich
    • Allerdings muss man sich ums Unkraut kümmern, sonst wird er überwuchert
    • Und gut ist auch, wenn man bei späterer Aussaat auf mehltau-resistente und frostfeste Sorten achtet.

    Wie gehe ich denn da vor?

    • Erstmal Beet leerräumen, lockern und feinkrümelig kriegen – siehe Episode dazu!
    • Und dann Reihe ziehen mit einer Hacke, ca 1 cm tief, und aussäen. Abstand der Pflänzchen ca. 10 cm sein, wobei ich sie dichter säe, denn ich mag sie gern klein
    • Danach die Reihe schließen und andrücken, das geht auch mit der flachen Hacke
    • Wer es wilder mag, kann auch einfach die Samen breitwürfig ausstreuen und einharken. Aber- ich finde das macht die Unkrautbekämpfung schwieriger, weil ich nicht hacken kann.
    • Danach gießen – und gut
    • Mein Extra-Tipp: wer nicht viel Platz im Beet hat, kann Feldsalat auch alle 14 Tage neu in Multitopfplatten aussäen und dann nachpflanzen, sobald Platz im Beet ist.

    Braucht Feldsalat besondere Pflege?

    • Nicht wirklich. Allerdings sollte man die Pflänzchen, die in der Reihe zu dicht stehen, vereinzeln
    • also einfach alles, was zwischen den etwa 10 cm steht, rausziehen. Die ganz Sparsamen pflanzen die rausgezogenen Pflanzen in die nächste Reihe – das ist mir allerdings zu mühsam.
    • Ansonsten nur Unkraut zupfen – und das wars.
    • Noch nicht mal Düngung ist nötig

    Kontakt zu Neudorff

  6. Maden im Apfel? Schade, Made!

    17 minÉpisode 158

    Die eigene Ernte wird von Apfelmaden gegessen? Das muss nicht sein! Maden im Apfel – was nun? Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen. Mehr Infos zum naturgemäßen …

    Notes de l’épisode
    Die eigene Ernte wird von Apfelmaden gegessen? Das muss nicht sein!

    Maden im Apfel – was nun?

    Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen.

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Es geht um etwas, das in meinen Äpfeln wohnt – eine Made! Nicht so lecker. Wer ist das – und wie geht das wieder weg??

    • Der Apfelwickler oder die Obstmade, ist einer der wichtigsten Schädlinge an Obstgehölzen
    • Das erwachsene Tier ist ein unscheinbarer braun-grauer Falter von ca 2 cm, mit hellen Streifen
    • Vor allem in der Dämmerung unter 20 °C aktiv
    • Die Falter selbst machen keinen Schaden – aber ihre Babys, die Raupen, die sich in die Früchte bohren

    Haben die gar keine natürlichen Feinde, die sie dezimieren?

    • Doch, klar. Z.B. Hühner. Sie picken die Raupen aus Rinde und befallenen Früchten
    • Auch andere Vögel sind scharf auf die Raupen, und die Falter dienen Fledermäusen als Speise
    • Außerdem werden sie von Schlupfwespen, Ohrwürmern und auch Wanzen dezimiert. Leider nicht genug.
    • Kleiner Tipp noch: Befallene Äpfel täglich absammeln, oder schon vom Baum pflücken, wenn ihr Bohrlöcher erkennt.
    • Und nicht kompostieren – die Biotonne ist der richtige Ort für sie!

    Sind die befallenen Äpfel dann eigentlich ungenießbar?

    • Na ja. Viele fallen vor der Reife einfach runter
    • Oft wird auch das Loch in der Schale von Pilzkrankheiten benutzt, wie der Fruchtfäule
    • Wenn der Apfel reif wird und sonst gesund, kannst du natürlich den befallenen Bereich wegschneiden und z.B. noch Apfelmus draus machen
    • Blöd ist halt, dass sie nicht mehr lagerfähig sind.

    Wie funktioniert das mit den Raupen? Leben die die ganze Zeit im Apfel?

    • Wir können uns gern mal mit seinem Leben beschäftigen
    • So Mitte Mai schlüpfen die ersten Falter. Kurz danach legen die befruchteten Weibchen ihre Eier, 20-80 Stück, einzeln an Blättern und jungen Früchten ab
    • Nach 2 Wochen schlüpfen die winzigen Räupchen und bohren sich ins Innere des Apfels. Sie können bis 20 mm lang werden und sind cremefarben bis rosa
    • Sie ernähren sich von der Schale und auch vom Fruchtfleisch und sogar von Kernen
    • Der Kot wird z.T. durchs Bohrloch geschoben, bleibt aber teilweise auch in den Gängen – nicht so schön

    Bleiben die Raupen die ganze Zeit im Apfel?

    • Nach drei bis vier Wochen verlassen die ausgewachsenen Raupen den Apfel, fallen teilweise auch mit dem Apfel runter
    • Sie suchen sich einen geschützten Ort, meist unter der Rinde des Stammes oder dicker Äste – da ist sie besonders borkig.
    • Sie verpuppen sich in einem Kokon, ein Teil schlüpft etwa Mitte Mai als neue Falter. Sie können eine zweite Raupen-Generation hervor bringen – damit sie zweimal Schaden anrichten können
    • Die restlichen Larven bleiben bis zum Frühjahr unter der Rinde

    Geht der eigentlich nur an Äpfel?

    • Leider nein. Äpfel sind seine Leibspeise, aber er geht auch an Birnen, Quitten und – selten – an Pflaumen, Aprikosen und Kirschen

    Kann ich die Falter nicht irgendwie wegfangen?

    • Doch, das geht. Wir haben solche Pheromon-Fallen, die Neudomon ApfelmadenFallen
    • Die locken die männlichen Falter mit Hilfe von einem Sexuallockstoff in die Falle.
    • Dann weißt du schon mal, dass sie da sind. Einen Befall reduzieren kannst du damit, aber es ist keine wirkliche Bekämpfungsmaßnahme.
    • Du könntest die Raupen wegfangen. Und zwar im Juni. Dann legst du einen Wellpappe-Streifen um den Stamm, mit der glatten Seite nach außen und der welligen nach innen.
    • Da kriechen die Raupen auf der Suche nach einem Überwinterungsquartier rein und du kannst sie absammeln
    • Wir hatten sogar mal ein Produkt dafür – haben nur leider zu wenige gekauft
    • Die bekannten Leimringe funktionieren hier übrigens nicht, die wirken nur gegen Frostspanner

    Also kannst du gar nichts empfehlen??

    • Doch – sonst würden wir ja nicht hier sitzen
    • Und zwar gibt es die nützlichen SF-Nematoden, die du einsetzen kannst
    • Das sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die in die Kokons mit den überwinternden Raupen eindringen und sie abtöten

    Kann ich die einfach so im Laden kaufen?

    • Direkt nicht. Du kaufst da eine Bestell-Karte für die Nematoden und lässt sie dir schicken
    • Auch wenn sie winzig sind, würden sie die wochenlange Lagerung im Geschäft nicht überstehen.
    • Du kriegst sie also ganz frisch per Post geschickt, sie passen in jeden Briefkasten

    Ach ja – und wie kriege ich sie dahin, wo sie hinsollen??

    • Die werden gespritzt
    • Was du bekommst, ist ein Beutel mit 5 Mio. SF-Nematoden, und ein Beutel mit Netzmittel
    • Das Netzmittel dient dazu, die Nematoden möglichst lange an Ort und Stelle zu halten – sonst würden sie den Stamm runterfließen und die Aktion wäre umsonst
    • Falls der Baum trocken ist, erstmal Stamm und Äste mit Wasser einsprühen
    • Dann Nematoden und Netzmittel in Wasser einrühren, gibst es in eine Gartenspritze, und sprühst damit sehr intensiv und tropfnass den Stamm und die dicken Äste ein
    • Zwischendurch umrühren, damit sich die Nematoden nicht absetzen
    • Die SF- Nematoden töten die Apfelwickler-Raupen ab – und die nächste Ernte gehört dir

    Hört sich gut an. Wann mache ich das denn am besten?

    • Am allerbesten im Herbst, Ende September. Es geht aber bis Ende März, bevor die Falter schlüpfen
    • Es sollte halt mindestens 8 °C haben, optimal 12 – 28 °C – das kann im Frühjahr kritisch werden.
    • Wichtig: am späten Nachmittag, abends oder bei Regen spritzen, damit die Stämme und Äste lange feucht bleiben.

    3 Tipps

    • Erstmal genau gucken, ob es der Apfelwickler ist – also Bohrloch finden
    • Behandlung gegen Abend durchführen
    • Den Stamm und die dicken Äste richtig intensiv einsprühen
  7. Garten-Check September

    2 minÉpisode 156

    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat? Garten-Check September Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht …

    Notes de l’épisode
    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat?

    Garten-Check September

    Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es uns nicht allen so?? Hier kommt euer kurzer Garten-Reminder für den September.

    Gemüsegarten

    Jetzt könnt ihr natürlich noch aussäen:

    • Asia-Salat

    • Feldsalat

    • Wintererbse

    • Wintersalate

    • Spinat

    • Winterpostelein

    • Radieschen

    • Dicke Bohne

    • Knoblauch

    • Auf freie Flächen im Garten Gründüngung aussäen

    • Blüten an Paprika und Tomaten entfernen – das werden keine Früchte mehr!

    Obstgarten

    • Ernten!
    • Fallobst aufsammeln
    • Beerensträucher auslichten, falls noch nicht gemacht
    • Raupenleimring an Stämme anlegen
    • Apfelwickler mit unseren Nematoden behandeln

    Ziergarten

    • Je nach Wetterlage guter Monat für die Rasenaussaat oder Nachsaat
    • Bestehende Rasenflächen bekommen jetzt eine organische Düngung
    • Schon mal Zwiebelblumen fürs Frühjahr aussuchen und pflanzen

    Und sonst so?

    • Nistkästen reinigen vorm Winter
    • Samen ernten

    Habt ihr Fragen? Meine Mailadresse lautet sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Aber natürlich könnt ihr uns auch über www.neudorff.com erreichen, und dort stöbern nach noch mehr Gartentipps.

  8. Alten Garten aufhübschen

    21 minÉpisode 157

    Wie wird aus einer Wildnis deine grüne Oase? Wir geben dir Tipps Alten Garten aufhübschen Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen. Mehr Infos zum naturgemäßen …

    Notes de l’épisode
    Wie wird aus einer Wildnis deine grüne Oase? Wir geben dir Tipps

    Alten Garten aufhübschen

    Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen.

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Man hat ein altes Haus gekauft und zum Haus gehört ein Garten: Wilde Wiese, irgendwo blüht etwas, es wachsen ein paar knorrige Obstbäume. Wo fängt man da bloß an?

    • Erst mal: gar nicht so viel machen! Wahrscheinlich ist das die schwierigste Übung für frischgebackene Gartenbesitzer.
    • Alter Garten ist keine leere Leinwand.
    • Stecken vielleicht richtige Schätze drin: alte Obstsorten, eingewachsene Stauden, robuste Gehölze oder Pflanzen, die genau an diesem Standort seit Jahrzehnten wunderbar klarkommen.
    • Deshalb zuerst Bestandsaufnahme: Was wächst wo? Welche Gehölze gibt es? Wo waren offenbar einmal Beete? Welche Wege und Mauern sind noch vorhanden? Wo ist Sonne, wo Schatten?
    • Fotos machen. Auch Detailfotos von Pflanzen, die man noch nicht kennt. Die Neudorff-App hilft übrigens bei der Erkennung von Pflanzen.
    • Und vor allem: Geduld haben. Ein Garten zeigt nicht alles gleichzeitig. Was Ende September nach „da wächst ja gar nichts“ aussieht, kann im Frühjahr voller Zwiebelblumen sein.

    Wenn ich wirklich nur wilde Wiese sehe und hier und da ein Staudenbeet erahne – wie finde ich heraus, was bleiben darf?

    • Stück für Stück vorgehen.
    • Nicht den kompletten Garten auf einmal freiräumen, erst einen überschaubaren Bereich vornehmen. Sinnvollerweise nah am Haus.
    • Dort vorsichtig unerwünschten Aufwuchs entfernen und schauen, was darunter zum Vorschein kommt.
    • Stauden, die man nicht kennt, erst einmal stehen lassen und bestimmen.
    • Gerade im ersten Jahr kann es sich lohnen, zu beobachten, was wann austreibt und blüht.
    • Manche Stauden verschwinden im Winter komplett und kommen im Frühjahr wieder. Manche sehen im Herbst ziemlich fertig aus, obwohl sie kerngesund sind.
    • Manches vermeintliche Unkraut entpuppt sich vielleicht als Pflanze, die du unbedingt behalten möchtest.

    Wir haben einen sehr heißen und trockenen Sommer hinter uns. Kann mir die Trockenheit etwas darüber verraten, welche Pflanzen in meinem alten Garten Zukunft haben?

    • Ja! Dieses Jahr ist anstrengend für den Garten, aber gleichzeitig ein ziemlich guter Härtetest.

    Wie meinst du das?

    • Welche Pflanzen sehen immer noch gut aus? Welche Gehölze sind gut durch den Sommer gekommen?
    • Pflanzen, die im Garten schon lange wachsen und mit diesen Bedingungen gut zurechtkommen, würde ich nicht leichtfertig ersetzen.
    • Das sind genau die Pflanzen, die zum Standort passen.
    • Nach so einem trockenen Sommer lohnt sich außerdem ein Blick auf den Boden.

    Wieso das? Der Boden ist der Boden. Kann man daran etwas verändern?

    • Nicht auf einmal, aber Schritt für Schritt geht doch Einiges.
    • Als erstes würde ich eine Bodenanalyse machen lassen. Das geht über die LUFAs, die es in jedem Bundesland gibt. Kostet um die 20 bis 30 Euro. Sie bestimmen Nährstoffe und Humusgehalt.
    • Sandiger Boden = Wasser läuft schnell durch. Bentonit SandbodenVerbesserer kann die Fähigkeit leichter, sandiger Böden verbessern, Wasser und Nährstoffe zu speichern.
    • Generell hilft Humus beim Wasserhaushalt. Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer kann zum Humusaufbau und zur Verbesserung der Bodenqualität eingesetzt werden.
    • Wir haben eine ganze Episode dazu gemacht.

    Kann Mulch ebenfalls helfen?

    • Unbedingt! Organische Substanz ist wichtig für den Humusaufbau.
    • Mulchschicht bremst Verdunstung und schützt Wurzeln vor Hitze.
    • Groben Kompost verwenden, oder trockenen Rasenschnitt, welke Blätter….

    In alten Gärten stehen oft große, knorrige Obstbäume. Wann lohnt es sich, einen alten Baum zu retten?

    • Alt ist bei einem Obstbaum kein Grund, ihn zu fällen.
    • Erst anschauen: Treibt er noch kräftig aus? Hat er gesundes Holz? Trägt er noch Früchte? Gibt es größere Schäden oder viel Totholz?
    • Alte Obstbäume sind echte Gartenschätze: spenden Schatten, geben Struktur, blühen, liefern Früchte, und hinter der knorrigen Rinde überwintern unglaublich viele Insekten.
    • Große, alte Gehölze lassen sich nicht mal eben durch einen neu gepflanzten Baum ersetzen.

    Wie revitalisiert man einen vernachlässigten Obstbaum?

    • Fachgerechter Verjüngungsschnitt, aber bitte nicht nach dem Motto: Der ist groß – ich säge einfach mal die Hälfte weg.
    • Gerade für Anfänger ist es bei einem alten Baum sinnvoll, sich den richtigen Schnitt einmal von jemandem zeigen zu lassen.
    • Herbst ist nicht automatisch der Zeitpunkt für die große Sägeaktion. Der passende Schnittzeitpunkt hängt auch von der Obstart ab.
    • Bei großen Bäumen oder wenn die Standfestigkeit fraglich ist: Fachleute ranlassen. Sicherheit vor Abenteuer.

    Angenommen, ich habe aufgeräumt – und da liegt ein Berg Äste und Zweige. Muss das alles zum Wertstoffhof?

    • Nein, daraus kann etwas richtig Sinnvolles entstehen: eine Benjeshecke beziehungsweise Totholzhecke.
    • Äste und Zweige locker zwischen Pfosten (2 Reihen Pfosten, Abstand 50-80 cm) aufschichten.
    • Kann Gartenbereich abgrenzen, Kompostplatz verstecken, oder als natürlicher Sichtschutz dienen.
    • Gleichzeitig schafft Totholz Strukturen, die von Tieren genutzt werden.
    • Das passt wunderbar zu einem alten Garten: Nicht einfach wegräumen, sondern überlegen, ob man vorhandenes Material weiterverwenden kann.
    • Totholzhecke darf ruhig etwas wild aussehen – gewissermaßen Teil der Stellenbeschreibung.

    Und was ist mit den alten Staudenbeeten?

    • Erst einmal herausfinden, was vorhanden ist.
    • Alte Stauden können fantastische Pflanzen sein, die sich an diesem Platz bewährt haben.
    • Wenn eine Staude überaltert ist, in der Mitte verkahlt oder weniger blüht, kann man viele Arten durch Teilen verjüngen. Beispiele: Astern, Phlox oder Taglilien.
    • Aber auch hier gilt: Nicht jede Gartenarbeit muss im Herbst gemacht werden.
    • Wir bei Neudorff empfehlen das Teilen vieler älterer Stauden eher für den März bis Mai. Je früher desto besser.
    • Also lieber markieren oder fotografieren und die Arbeit für den passenden Zeitpunkt vormerken.
    • Lücken später mit Pflanzen ergänzen, die zu den vorhandenen Bedingungen passen. Aber nur pflanzen, wenn vorher klar ist, was fehlt und wohin es passt.
    • Gartencenter-Besuche können nämlich erstaunliche Nebenwirkungen haben. Man fährt wegen einer Pflanze hin und kommt mit sieben zurück.
    • So entsteht aus dem alten Beet nach und nach ein neues – ohne dass man alles Gute, was schon da ist, wegwirft.

    Jetzt kribbelt es unseren Hörern sicherlich langsam in den Fingern. Wie verhindert man, dass man zehn Baustellen gleichzeitig anfängt?

    • Garten gedanklich in Zimmer einteilen. Zum Beispiel Terrasse und Sitzplatz, Staudenbeet, Gemüsebereich, Obstgarten, Kompostplatz…
    • Dann überlegen: Was brauchen wir wirklich?
    • Wahrscheinlich braucht man gar keinen riesigen Rasen, der bei sommerlicher Hitze und Trockenheit sowieso verdorrt, sondern einen Sitzplatz, ein kleines Stück Grün und mehr Beete.
    • Wege und Blickachsen früh mitdenken. Was sehe ich von wo?
    • Wo möchte ich abends sitzen?
    • Wo scheint morgens oder abends die Sonne?
    • Und dann ein Garten-Zimmer nach dem anderen renovieren.
    • Das hat noch einen Vorteil: Man lernt währenddessen.
    • Nach dem ersten Beet weißt du schon viel besser, was dir gefällt und was in deinem Garten funktioniert.
    • Ein Garten muss nicht an einem Wochenende fertig werden. Wäre ja auch schade – was machen wir dann nächstes Wochenende?

    Viele würden wahrscheinlich zuerst einen schönen grünen Rasen anlegen. Warum damit warten?

    • Weil du deinen schönen neuen Rasen bei den nächsten Arbeiten gleich wieder ruinierst, wenn noch Gehölze geschnitten, Beete angelegt, Erde bewegt, Wege gebaut oder Materialien durch den Garten transportiert werden.
    • Nach diesem trockenen Sommer würde ich außerdem grundsätzlich fragen: Wie viel Rasen brauche ich wirklich?
    • Rasen braucht bei längerer Trockenheit Wasser und Pflege. Vielleicht darf ein Teil des Gartens auch Wiese bleiben. Oder es entstehen dort Beete, Gehölzflächen oder andere Strukturen.

    Sind alte Gärten ökologisch sinnvoll?

    • Alte Gehölze, Totholz, dichte Hecken und unterschiedliche Pflanzen schaffen viele Strukturen.
    • Deshalb beim Aufräumen nicht automatisch versuchen, den Garten möglichst leer zu bekommen.
    • Ein Garten darf Ecken haben, in denen nicht alles nach Lineal wächst.
    • Schnittgut kann in der Totholzhecke landen. Laub kann an geeigneten Stellen unter Gehölzen liegen bleiben. Samenstände von Stauden können über den Winter stehen bleiben.
    • Das spart teilweise Arbeit und bietet gleichzeitig Tieren Rückzugsräume.

    3 Tipps

    • Erst gucken, dann buddeln.
    • Alte Schätze behalten.
    • Erst die groben Arbeiten, dann Beete und Pflanzungen – und den Rasen zum Schluss.
  9. Schnell im Beet - Aussäen im Herbst

    3 minÉpisode 155

    Das könnt ihr jetzt noch aussäen im Garten Schnell im Beet: Aussäen im Herbst Hallo ihr Gartenmenschen, \ hier gehts um kurze Mini-Anleitungen und einfache Begriffs-Erklärungen. Sie bringen euch hoffentlich …

    Notes de l’épisode
    Das könnt ihr jetzt noch aussäen im Garten

    Schnell im Beet: Aussäen im Herbst

    Hallo ihr Gartenmenschen, \ hier gehts um kurze Mini-Anleitungen und einfache Begriffs-Erklärungen. Sie bringen euch hoffentlich schnell auf ein neues Level in der Pflanzenpflege.

    Heute geht es ums Aussäen – ich dachte, im Herbst ist die Garten-Saison rum??

    • Nicht so wirklich, ein paar Sachen kannst du im September und Oktober noch aussäen
    • Praktisch zum Verabschieden von der Gartensaison!

    Ok. Geht es da nur um Gemüse, oder gibt’s noch was anderes zum Aussäen?

    • Es geht auch um Rasen. Inzwischen ist die Herbst-Aussaat bei Rasen die bessere Variante, weil es im Herbst eher regnet. Im Frühjahr kann es schnell mal längere Trockenzeiten geben
    • Bis Ende Oktober kann das in milden Lagen noch gehen. Der Boden sollte halt noch über 10 °C warm sein. Da fallen Erzgebirge und Eifel schon mal raus.
    • Und nicht zu vergessen: Blumenzwiebeln! Auch wenn die jetzt nicht gesät, sondern gesteckt werden!

    Kommen wir zum Gemüse. Was geht?

    • Radieschen, die gehen ja fast immer
    • Feldsalat
    • Endivie
    • Mangold
    • Pflück- und Schnittsalat
    • Spinat
    • Winter-Portulak
    • Asia-Salate
    • Winterzwiebeln stecken

    Ist denn im Herbst noch eine Gründüngung möglich?

    • Gründüngung geht ja fast immer. Dazu hatten wir eine Episode im August
    • Phacelia
    • Gelbsenf
    • Lupine
    • Ganz hart im Nehmen ist Winterrogge

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  10. Buchsbaum - Alternativen

    13 minÉpisode 154

    Was tun, wenn der Zünsler alles kahlgefressen hat?? Buchsbaum-Alternativen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an …

    Notes de l’épisode
    Was tun, wenn der Zünsler alles kahlgefressen hat??

    Buchsbaum-Alternativen

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Warum ist Buchsbaum so beliebt?

    • Echtes Multitalent.
    • Passt in Bauerngärten, moderne Gärten, formale Gärten, elegante Gärten …
    • Wächst langsam und bleibt lange in Form.
    • Verzweigt sich sehr dicht und wirkt deshalb immer ordentlich.
    • Außergewöhnlich schnittverträglich – ideal für Kugeln, Kegeln, Spiralen, niedrige Einfassungen etc.
    • Immergrün und kann viele Jahrzehnte alt werden.
    • War eigentlich mal total pflegeleicht – inzwischen aber nicht mehr!

    Fun Fact: Schon die alten Römer haben ihre Gärten mit Buchs geschmückt.

    • Schon vor rund 2.000 Jahren haben die Römer Buchs zu Hecken, Kugeln und sogar kunstvollen Figuren geschnitten.
    • Buchs gehört damit zu den ältesten Zierpflanzen Europas.
    • Und das Verrückte ist: Wir pflanzen ihn heute aus genau denselben Gründen wie die Römer vor 2.000 Jahren. Manche Gartenideen kommen eben nie aus der Mode.

    Warum macht der Buchs seinen Besitzern heute so oft Kummer?

    • Weil gleich zwei Probleme zusammenkommen:
    • Buchsbaumzünsler (Raupe) frisst die Pflanzen kahl.
    • Buchsbaumtriebsterben (Pilzkrankheit) befällt Blätter und Triebe
    • Beides zusammen schwächt die Pflanzen erheblich.
    • Der Zünsler kann Sträucher völlig kahl fressen. Die treiben zwar wieder aus, aber das machen die auch nur 2-3 mal mit, dann sind sie tot
    • Darum kann man inzwischen kaum noch Buchs kaufen.

    Wenn man nach Alternativen sucht, stolpert man fast zwangsläufig über den Namen Ilex crenata. Sieht dem Buchs verblüffend ähnlich. Ist das tatsächlich der perfekte Ersatz?

    • Optisch tatsächlich sehr nah dran.
    • Kleine, glänzende Blätter, immergrün, formschnittverträglich.
    • Wird oft als erste Alternative empfohlen, hat aber ihre eigenen Ansprüche.
    • Braucht leicht sauren, humusreichen Boden; wächst nicht gut auf kalkreichen Böden.
    • Wer Rhododendren im Garten erfolgreich kultiviert, hat meistens auch gute Voraussetzungen für Ilex.
    • Aber: Reagiert empfindlich auf Trockenheit, Staunässe und harten Frost (> 15 °C).

    Was kann man pflanzen, wenn man eine robuste Buchsalternative will, die möglichst wenig Probleme macht?

    • Wie wäre es mit Eibe (Taxus)?!
    • Extrem langlebig, verträgt selbst kräftige Rückschnitte hervorragend.
    • Geeignet für Hecken und Formgehölze.
    • Sieht mit ihren dunklen Nadeln allerdings sehr anders aus als Buchs.
    • Und alle Pflanzenteile außer dem roten Samenmantel sind giftig. Sollte man bedenken, wenn kleine Kinder oder Haustiere im Garten unterwegs sind.
    • Außerdem ist Eibe deutlich teurer als Buchs

    Welche immergrünen Alternativen gibt es außer Ilex und Eibe?

    Heckenmyrthe (Lonicera nitida, v.a. Sorte Maigrün)

    • Wächst schnell und ist vergleichsweise günstig.
    • Funktionale Alternative für niedrige Einfassungen.
    • Muss man allerdings oft schneiden, mindestens 3x pro Jahr.

    Wintergrüner Gamander (Teucrium × lucidrys)

    • Schnittverträglich wie Buchs.
    • Blüht rosa bis purpur von Juni bis September.
    • Sehr gut für Insekten – viel besser als Buchs.
    • Mediterrane Pflanze, friert manchmal oberirdisch zurück.

    Eine Pflanze sieht man immer häufiger im Gartencenter: „Bloombux. Was steckt dahinter?

    • Eigentlich ein kleinblättriger Rhododendron.
    • Wächst dicht und lässt sich gut in Form schneiden.
    • Geeignet für niedrige Hecken und kleine Formgehölze.
    • Blüht im Frühjahr rosa – das ist etwas, was der Buchs nie konnte.
    • Aber der „bessere Buchs“ ist es auch nicht unbedingt.
    • Braucht lockeren, frischen Boden ohne Staunässe.
    • Sollte direkt nach der Blüte geschnitten werden, damit neue Blütenknospen gebildet werden.
    • Wer mit Rhododendren gut zurechtkommt, wird i.d.R. auch mit Bloombux Freude haben.

    Das heißt, wer sich für Bloombux entscheidet, bekommt eigentlich zwei Pflanzen in einer: ein Formgehölz und einen Blütenstrauch.

    • Kann man so sehen.
    • Wer Farbe sucht, findet in Bloombux eine spannende Alternative.Muss allerdings rosa oder weiß mögen
    • Wer den klassischen, ruhigen Buchs-Look sucht, ist meistens mit Ilex oder Eibe besser beraten.

    Du hast mehrfach den Boden angesprochen. Ist der wirklich so wichtig? Intuitiv würde man die neue Pflanze einfach dahin setzen, wo vorher der Buchs stand.

    • Boden ist schon wichtig. Die beste Alternative nützt nichts, wenn der Boden nicht passt.
    • Buchs bevorzugt kalkhaltige Böden, Ilex und Bloombux mögen eher humusreiche Böden, die leicht sauer sein können. Aber sie tolerieren auch kalkhaltige Böden.
    • pH-Bodentest hilft bei der Überprüfung.
    • Eiben sind tolerant, vertragen aber keine Staunässe.
    • Tipp: Boden vor dem Pflanzen mit *torffreier NeudoHum Erde* und Terra Preta BodenVerbesserer verbessern.

    Viele Buchsfreunde lieben diese perfekt geschnittenen Kugeln oder niedrige Beeteinfassungen. Bekommt man das mit den neuen Pflanzen genauso hin?

    • Gut schneiden lassen sich alle Alternativen.
    • Aber bei den blühenden Alternativen sieht es schon anders aus.
    • Schnitt wird am schönsten, wenn man regelmäßig kleine Korrekturen macht.
    • Das kostet Blütenknospen.
    • Am besten an einem bedeckten Tag schneiden.
    • In der Sonne können die Blätter und Nadeln Schaden nehmen, die durch den Schnitt ans Licht kommen.
    • Für Kugeln und Kegel Schablonen und Schnüre benutzen, um die gewünschte Form zu erreichen.

    Jetzt stehen die neuen Pflanzen im Garten. Was kann man von Anfang antun, damit sie kräftig wachsen und gar nicht erst anfällig für Schädlinge oder Krankheiten werden?

    • Der wichtigste Pflanzenschutz: gesunder, fruchtbarer Boden.
    • Boden vor dem Pflanzen mit Kompost und/oder Neudorff Terra Preta *Bodenverbesserer* anreichern.
    • Verbessert Bodenstruktur, fördert Bodenleben und sorgt dafür, dass Wasser und Nährstoffe besser gespeichert werden.
    • Düngen am besten mit organischem Dünger (Azet Baum-, Strauch- und HeckenDünger).
    • Gibt seine Nährstoffe nach und nach frei.
    • Gut für gleichmäßiges Wachstum und kräftige Wurzeln.
    • In den ersten Jahren (bis sich ein tiefes Wurzelsystem entwickelt hat) regelmäßig gießen.

    Klingt so, als würde man nicht die Pflanze düngen, sondern den Boden!

    • Genauso ist es. Wenn der Boden gesund ist, wachsen auch die Pflanzen besser.

    Zum Schluss: Man hört von BetterBuxus und anderen neuen Buchssorten. Die Rettung?

    • Züchter haben in den letzten Jahren viel gearbeitet.
    • Ziel: Pflanzen, die widerstandsfähiger gegen das Buchsbaumtriebsterben sind.
    • Gelingt bei einigen Sorten tatsächlich.
    • Gegen den Zünsler sind aber auch diese Sorten nicht resistent.
    • Wenig Pflegeaufwand gewünscht -> gut ausgewählte Alternative ist entspannter.
    • Viele suchen einen Zwilling. Dabei kann es sich lohnen, umzudenken. Vielleicht passt eine blühende Einfassung oder eine lockere Hecke sogar besser zum Garten.

    3 Tipps:

    • Gesunder Buchs muss nicht weg.
    • Nicht den perfekten Buchs-Ersatz suchen, sondern die Pflanze, die zum Garten und zum Boden passt.
    • Kräftige Wurzeln = vorbeugender Pflanzenschutz.
  11. Garten-Check August

    3 minÉpisode 150

    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat? Du hast keine Ahnung, ob jetzt was Dringendes bei deinen Pflanzen im Garten oder im Zimmer zu tun ist?? Kein Problem, hier kommen kurz gefasst die …

    Notes de l’épisode
    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat? Du hast keine Ahnung, ob jetzt was Dringendes bei deinen Pflanzen im Garten oder im Zimmer zu tun ist?? Kein Problem, hier kommen kurz gefasst die wichtigsten ToDo´s für deine grünen Freunde.
  12. Gründüngung - Bodenkur im Spätsommer

    17 minÉpisode 153

    So wird der Boden bis zum Frühjahr locker und humusreich. Gründüngung im Spätsommer/Herbst Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an …

    Notes de l’épisode
    So wird der Boden bis zum Frühjahr locker und humusreich.

    Gründüngung im Spätsommer/Herbst

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Der Spätsommer steht vor der Tür. Zeit für eine Ruhepause im Gemüsegarten oder Zeit für ein Projekt?

    • Natürlich für ein Projekt!
    • Spätsommer = bester Zeitpunkt für Boden-Wellness.

    Warum sollte ich mich ausgerechnet jetzt um den Boden kümmern?

    • Meisten Gemüsebeete sind abgeerntet. Viele denken: Gartenjahr endet langsam.
    • Tatsächlich jetzt ein idealer Zeitpunkt für Bodenpflege.

    Warum das?

    • Boden noch warm, Samen von Gründüngung keimen schnell.
    • Ohne Gründüngung kann der Herbstregen Nährstoffe auswaschen.
    • Offene Böden verschlämmen außerdem über den Winter leicht.
    • Und die Mikroorganismen sind besser geschützt über den Winter
    • Gründüngung wirkt wie eine schützende Decke fürs Beet.
    • August bis Anfang Oktober = perfekte Zeit für Gründüngung.
    • Achtung bei spätem Start: Ab Mitte Oktober lieber winterharte Arten wie Winterroggen wählen. Abfrierende Pflanzen wachsen dann nicht mehr genug.

    Was ist Gründüngung eigentlich?

    • Pflanzen werden nicht zur Ernte angebaut, bleiben nur vorübergehend auf dem Beet.
    • Vorteil: Pflanzendecke schützt vor Erosion und unterdrückt Unkraut; Wurzeln lockern den Boden.
    • Im nächsten Jahr: Mikroorganismen und Regenwürmer werden durch die zusätzliche organische Substanzaktiviert -> fördert Humusbildung.

    Wann lohnt sich Gründünung besonders?

    • Eigentlich immer. Aber besonders, wenn du das hier willst:
    • Tiefenlockerung des Bodens, besonders nach dem Bauen.
    • Mehr Humus im Boden, weil aus den im Boden bleibenden Wurzeln Humus wird.
    • Mehr Mikroorganismen, Regenwürmer etc. Denn die brauchen Futter, sonst wandern sie ab.
    • Mehr Bodenorganismen machen den Boden lockerer, denn ihre Ausscheidungen verkleben Bodenteilchen und führen zu stabiler Krümelbildung.
    • Durch Leguminosen wie Lupine und Klee reichert sich Stickstoff im Boden an.
    • Unkraut unterdrücken.

    Welche Gründüngungspflanzen eignen sich für Einsteiger?

    • Am einfachsten: Arten, die im Winter von selbst abfrieren.

    Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia)

    • Wächst rasant, lila Blüten, Insektenmagnet.
    • Aussaat bis Ende Oktober möglich, optimal aber bis Mitte September – kommt auch auf die Gegend an.
    • Unter 5-8 Grad in der Nacht, stellt Phacelia das Wachstum fast völlig ein.
    • Friert bei Aussaat im Herbst sicher ab, Beet lässt sich im Frühjahr leicht bearbeiten.
    • Fruchtfolge-neutral.

    Gelbsenf (Sinapis alba subsp. Alba)

    • Bildet extrem schnell viel Grünmasse, leuchtend gelbe Blüte, gute Bienenweide.

    • Aussaat bis Ende September möglich, wächst auch bei kühlen Temperaturen zügig.

    • Friert sehr leicht und zuverlässig ab, Reste zerfallen zu einer dünnen Schicht.

      Buchweizen (Fagopyrum esculentum)

    • Bedeckt den Boden im Handumdrehen, hält den Boden mit feinen Wurzeln fest, Insektenweide (bei Aussaat bis Mitte August).

    • Aussaat im August nötig, damit er vor dem Frost ausreichend Laub und Wurzeln bildet; sehr frostempfindlich.

    Was gibt es sonst noch für den Herbst?

    Die Stickstoffsammler (Leguminosen): binden Stickstoff aus der Luft und düngen das Beet für Starkzehrer im nächsten Jahr.

    • Winterwicke: Extrem winterhart, bildet lange Ranken. Lockert den Boden tief auf.
    • Wintererbse: Bringt viel organische Masse, liefert im Mai zusätzlich eine frühe Ernte.
    • Inkarnatklee: Schützt den Boden im Winter, blüht im Frühjahr karmesinrot. Lockert den Boden.
    • Luzerne: Extrem tiefe Pfahlwurzeln, bricht selbst harte Bodenverdichtungen auf. Mehrjährig.

    Die Doppelnutzer (Gründüngung & Ernte): kann man im Winter oder Frühjahr sowohl essen als auch als Bodenschutz nutzen.

    • Spinat: Schnellwachsend, schützt vor Erosion. Liefert frisches Grün für die Küche.
    • Feldsalat: Bodenschutz für den Winter, Ernte bis in das Frühjahr möglich.

    Die Humus- und Strukturverbesserer:

    • Rauhafer: Sehr robustes Gras, bildet extrem dichte Wurzeln, unterdrückt Unkraut hervorragend. Stirbt bei starkem Frost (unter -5 °C) manchmal ab.
    • Gemeiner Lein (Flachs): Verträgt leichten Frost. Sehr filigranes Wurzelsystem, hinterlässt eine feine Bodenkrümelung.

    Wichtiger Unterschied zu Buchweizen, Gelbsenf und Bienenfreund:

    • Überleben i.d.R. den Winter
    • Müssen im Frühjahr (März/April) händisch abgemäht, untergegraben oder eingearbeitet werden, bevor man neues Gemüse pflanzen kann.

    Es gibt auch Mischungen. Sind die besser als einzelne Pflanzenarten?

    • Oft ja.
    • Mehr Biodiversität im Beet -> mehr Nahrung für verschiedene Nützlinge.
    • Vielseitige Bodenverbesserung -> Tiefwurzler (Ölrettich, Ackerbohne) lockern den Unterboden. Flachwurzler (Gelbsenf, Phacelia) stabilisieren die Krume.
    • Optimale Nährstoffnutzung: Schmetterlingsblütler/Leguminosen (z.B. Erbsen, Kleearten) sammeln Stickstoff aus der Luft. Kreuzblütler/Brassicaceae (Gelbsenf und Ölrettich) schließen Phosphor auf. (besitzen spezielle Wurzelausscheidungen, die im Boden festsitzenden, blockierten Phosphor lösen und ihn für nachfolgende Gemüsepflanzen verfügbar machen.
    • Höhere Ausfallsicherheit: Wächst eine Art wegen Trockenheit schlecht, füllt eine andere die Lücke.
    • Ganzheitlicher Erosionsschutz: Unterschiedliche Blattformen bedecken den Boden lückenlos.

    Schritt für Schritt: Wie wird ausgesät?

    • Pflanzenreste entfernen.
    • Boden mit dem Rechen oberflächlich lockern, nicht umgraben.
    • Saatgut gleichmäßig verteilen, möglichst dicht aussäen.
    • Je dichter der Bewuchs, desto besser der Schutz.
    • Samen leicht einharken (Phacelia ist Dunkelkeimer).
    • Für guten Bodenschluss leicht andrücken und angießen.
    • In Trockenzeiten erstmal feucht halten
    • Danach übernimmt die Natur.

    Muss man vorher noch mal düngen?

    • Nein. Pflanzen sollen vorhandene Restnährstoffe aus dem Boden aufnehmen.
    • Ziel: vorhandene Nährstoffe im Boden halten.
    • Zusätzlicher Dünger ist normalerweise unnötig.

    Fun Fact: Ölrettich – so stark wie ein Presslufthammer („Bio-Drilling“)

    • Wurzel von Ölrettich knackt selbst Beton-ähnliche Bodenverdichtungen.
    • Bildet kräftige Pfahlwurzeln 150 Zentimeter tief.
    • Hat sich die Wurzel erst mal platziert, dehnt sie ihren Durchmesser aus und sprengt den Boden
    • Nach dem Absterben bleiben kleine Luft- und Wasserkanäle im Boden zurück.
    • In die können die Gemüsewurzeln im nächsten Frühjahr gut wachsen.

    Was passiert im Winter?

    Abfrierende Arten (z.B. Phacelia, Gelbsenf):

    • Pflanzen sterben bei Frost ab.
    • Laub und Stängel bleiben als schützende Mulchschicht liegen.
    • Schützen den Boden vor Regen und Erosion.
    • Zerfallen über den Winter immer mehr, im Frühjahr ist kaum noch was übrig

    Winterharten Arten (z.B. Luzerne, Winterwicke):

    • Wachsen langsam weiter.
    • Müssen im Frühjahr entfernt oder eingearbeitet werden.

    Warum abfrierende Arten für Anfänger praktisch sind:

    • Bei später Aussaat keine Samenbildung und keine Gefahr der unkontrollierten Aussaat.
    • (Bei früher Aussaat vor der Samenbildung unbedingt runterschneiden).
    • Weniger Arbeit im Frühjahr.

    Welche Fehler sollte man vermeiden?

    Gleiche Familie:

    • Senf und Ölrettich gehören zu den Kreuzblütlern.
    • Kohl, Radieschen und Rucola ebenfalls.
    • Nicht direkt hintereinander anbauen.
    • Gefahr gemeinsamer Krankheiten wie Kohlhernie.
    • Alternative: Phacelia – ist neutral und passt fast immer.

    Zu spät aussäen:

    • Ab November lohnt sich die Aussaat oft nicht mehr, Gründüngung wächst dann zu langsam.

    Wintergemüse geplant?

    • Wer bald noch Wintergemüse pflanzen will, sollte auf Gründüngung verzichten.

    Was passiert im Frühjahr mit den Resten?

    • Zwei bis vier Wochen vor neuer Aussaat Pflanzenreste oberflächlich einarbeiten. Nicht tief umgraben.
    • Bodenleben möglichst wenig stören.
    • Mikroorganismen zersetzen Pflanzenmaterial. Daraus entsteht neuer Humus.

    Was ist am Ende der Gewinn?

    • Lockerer, krümeliger Boden.
    • Mehr Humus.
    • Mehr Regenwürmer und andere Organismen, die den Boden fruchtbarer machen
    • Mehr gespeicherte Nährstoffe.
    • Weniger Düngebedarf im Frühjahr.
    • Weniger Arbeit beim Start in die nächste Gartensaison durch perfekt vorbereiteten Boden.

    3 Tipps

    • Gründüngung wann immer möglich aussäen – der Boden sagt Danke.
    • Abfrierende Arten nutzen und den Frost für sich arbeiten lassen.
    • Im Frühjahr die Biomasse nur oberflächlich flach einarbeiten, Wurzeln im Boden belassen.
  13. Schnell im Beet - Stechmücken

    9 minÉpisode 151

    Hilfe, Mückenalarm! Was tun gegen Stechmücken drinnen und draußen? Schnell im Beet: Stechmücken Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern …

    Notes de l’épisode
    Hilfe, Mückenalarm! Was tun gegen Stechmücken drinnen und draußen?

    Schnell im Beet: Stechmücken

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Hallo ihr Gartenmenschen, \ hier gehts um kurze Mini-Anleitungen und einfache Begriffs-Erklärungen. Sie bringen euch hoffentlich schnell auf ein neues Level in der Pflanzenpflege.

    Die wichtigste Frage zuerst: wozu sind Stechmücken eigentlich gut? Die nerven doch nur!

    • Falsche Frage, weil es da nur um unsere menschliche Sicht geht.
    • Die sind Futter für Fische, für Vögel, Fledermäuse u.a.
    • Einfach ein Baustein der Natur, damit alles funktioniert
    • Z.B. Wanderung der Rentiere – die steigen höher ins Gebirge, um den Mücken zu entgehen. Täten sie das nicht, würde das zur Überweidung der Tundren führen

    OK, aber nerven tun sie ja trotzdem.

    • Es hilft ja, die Zusammenhänge zu kennen
    • Nur die weiblichen Mücken stechen. Denn sie brauchen viel Protein, um Eier zu produzieren
    • Die Männchen, und manchmal auch die Weibchen, naschen Nektar u.a. süße Säfte
    • In Europa kommen übrigens 104 verschiedene Arten vor
    • Die Weibchen legen die Eier auf die Wasseroberfläche oder in Wassernähe ab
    • Die Larven leben im Wasser – und atmen übrigens durch eine Atemöffnung am Hinterleib.

    Können die eigentlich auch Krankheiten übertragen?

    • Ja. Am bekanntesten ist ja die Malaria. Aber auch Gelbfieber u.a. Manche Krankheiten überträgt sie auch in Europa
    • Weil sie nicht nur saugen, sondern auch Speichel in uns injizieren

    Und warum juckt es so?

    • der Speichel der Mücke, bzw. die Proteine darin, verhindern, dass das Blut an der Einstichstelle gerinnt
    • leider juckt es dadurch, weil unser Körper Histamin ausschüttet

    Kann ich denn schon vorbeugend was tun?

    • Brutstätten wie Regentonnen u.a. konsequent gut abdecken
    • Kein Wasser in Untersetzer stehen lassen
    • Vogeltränken wöchentlich reinigen
    • Falls du einen Gartenteich hast: Fische, Libellen, bestimmte Wasserkäfer fressen ihre Larven

    OK – und was mache ich nun?

    • Du kannst sehr einfach gegen die Larven vorgehen
    • Da gibt es unser Stechmückenfrei, auf Basis des Bakteriums Bacillus thuringiensis israelensis
    • Es schädigt den Verdauungstrakt der Larven, und sie sterben. Dahinter steckt ein recht komplizierter Mechanismus, darum wirkt es sehr spezifisch
    • In unserem Neudomück ist der Wirkstoff drin. Du rührst das einfach ins Wasser.
    • Wirkt übrigens auch gegen die Tigermücke, die in Süddeutschland die Menschen plagt

    Gibt’s auch was zum Vertreiben?

    • Klar! Ich schwöre auf Tomaten vor dem Fenster. Es geht aber auch
      • Lavendel
      • Basilikum
      • Katzenminze
      • Zitronenmelisse
      • Duftpelargonien
    • Übrigens: Licht aus bringt nichts: Sie riechen unser Kohlendioxid, das wir ausatmen
    • Duschen mit Zitrusduft hilft
  14. Wildobst – Wilde Früchte zum Naschen

    19 minÉpisode 149

    Mit heimischem Wildobst kannst du Insekten, Vögel und dich selbst beglücken Wildobst – Wilde Früchte zum Naschen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com Und eine direkte Nachricht …

    Notes de l’épisode
    Mit heimischem Wildobst kannst du Insekten, Vögel und dich selbst beglücken

    Wildobst – Wilde Früchte zum Naschen

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an <a href="mailto:sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Es gibt Obstgehölze, die fast von allein wachsen, wunderschön blühen, Vögel und Insekten versorgen und dabei auch noch leckere Früchte liefern. Warum kennt die eigentlich kaum jemand?

    • Das frage ich mich ehrlich gesagt auch.
    • Wildobst gehört für mich zu den am meisten unterschätzten Pflanzen überhaupt.

    Was ist Wildobst?

    • Sammelbegriff für wilde oder naturnahe Obstgehölze.
    • Meist Sträucher oder kleine Bäume.
    • Liefern essbare Früchte.
    • Gleichzeitig wichtige Nahrung für Insekten und Vögel.
    • Oft heimische Arten oder seit langer Zeit eingebürgerte Gehölze.
    • Das Geniale: Man verbindet den eigenen Naschgarten direkt mit aktivem Naturschutz.

    Ist das besser als „normales“ Obst?

    • Kann man so nicht sagen.
    • Wildobst ist robust, langlebig und pflegeleicht.
    • Viele Arten kommen mit Trockenheit und Frost gut zurecht.
    • Oft deutlich weniger krankheitsanfällig als klassisches Obst.
    • Früher waren viele Arten selbstverständlich, heute geraten sie etwas in Vergessenheit.
    • Ideal für Anfänger, die nicht ständig schneiden, spritzen oder pflegen möchten.
    • Aber auch weniger Ernte, z.T. gewöhnungsbedürftiger Geschmack.

    5 Wildobst-Favoriten für den Garten

    Kornelkirsche (Cornus mas)

    • Der Frühaufsteher.
    • Wächst als großer Strauch oder kleiner Baum, 3 bis 8 m hoch
    • Leuchtend gelbe Blüten schon im Februar oder März.
    • Eine der ersten Nahrungsquellen für Wildbienen; wichtige Pollen- und Nektarpflanze
    • Rote, süßsäuerliche Früchte für Marmelade, Gelee oder Saft. Es gibt inzwischen sogar Sorten mit extra großen Früchten.
    • Kann über 100 Jahre alt werden.

    Felsenbirne (Amelanchier)

    • Das Multitalent
    • Wunderschöne weiße Blüten im April und Mai, wie Schneeflocken. Insektennahrung!
    • Süße, blauviolette Früchte mit leichtem Marzipan-Aroma im Juni und Juli. Beliebtes Futter
    • Sehr unkompliziert.
    • Wächst malerisch 2 bis 6 m hoch, je nach Art und Sorte.
    • Geeignet zum Naschen direkt vom Strauch, Kompott, Zutat für Smoothies.
    • Schmecken auch lecker genug fürs Müsli
    • Getrocknete Felsenbirnen wurden früher teilweise wie Rosinen verwendet.
    • Die Kupfer-Felsenbirne, eine spezielle Art, hat eine leuchtende Herbstfärbung

    Holunder (Sambucus nigra), Hollder, Fliederbeerenbusch

    • Der Vielseitige – 2 Erntezeiten!
    • Wächst schnell, als Großstrauch oder kleiner Baum, 3 bis 7 (über 10) m
    • Blüten (Mai bis Juni) für Sirup.
    • Früchte (August bis September) für Saft, Gelee oder Mus. Nicht roh essen – cyanogene Glykosid Sambunigrin verursacht Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.
    • Sehr wertvoll für Vögel (mehr als 60 Arten!) und Insekten.
    • Fun Fact: Früher glaubten die Menschen, dass im Holunder gute Hausgeister wohnen. Deshalb wurde ein Holunderstrauch oft direkt neben dem Haus gepflanzt und besonders respektvoll behandelt.

    Schlehe (Prunus spinosa), Schwarzdorn

    • Die dornige Wilde.
    • Heimische Heckenpflanze mit dichten, dornigen Zweigen; Pioniergehölz.
    • Schützt Vögel vor Katzen und anderen Räubern.
    • Liefert sehr viele Blüten (März bis April)
    • Extrem wertvoll für Insekten.
    • Nahrungspflanze für über 130 Schmetterlingsraupen – besser als Brennnessel.
    • Herbe Früchte (September bis November) mit hohem Gerbstoffgehalt, werden nach Frost deutlich süßer.
    • Geeignet für Gelee, Saft, Likör (Sloe Gin), Sirup.
    • Winterfutter für Vögel.
    • Wächst als stark verzweigter Großstrauch, 2 bis 5 m
    • Nichts für kleine Gärten – die Dornen sind echt brutal!

    Hagebutte (Wildrose, zB Rosa canina, Hundsrose)

    • Die Fruchtige.
    • Wächst als Strauch, 2 bis 4 m hoch.
    • Schöne Blüten für Bestäuber, hervorragender Pollenlieferant (Mai bis Juli).
    • Stacheln bieten Vögeln Schutz
    • Vitamin-C-reiche Früchte (ab September), 20x mehr Vitamin C als Zitronen
    • Winterfutter für Vögel.
    • Pflegeleicht und robust.
    • Hagebutte ist keine Pflanze, sondern die Frucht verschiedener Wildrosen-Arten (sehen unterschiedlich aus).
    • Geeignet für Tee, Fruchtaufstriche (Hiffenmark), Suppe
    • Und natürlich: Juckpulver. „Kerne“ beim Verarbeiten sorgfältig entfernen. Handschuhe tragen und Auskratzen oder kochend passieren.

    Kann ein einziger Strauch wirklich gleichzeitig Vogelrestaurant, Insektenweide und Naschhecke sein?

    • Ja! Viele Wildobstarten sind wahre Tiermagneten.
    • Manche Gärtner pflanzen bewusst für die Natur.
    • Vögel und Insekten finden Nahrung, wenn andere Quellen knapp sind.
    • Die Tiere danken es mit natürlicher Schädlingsbekämpfung im Garten.

    Und was ist mit der Maulbeere – gehört die eigentlich dazu?

    • Sehr spannende Wildobstart.
    • Ursprünglich nicht heimisch.
    • Stammt je nach Art aus Asien oder Nordamerika.
    • Seit Jahrhunderten in Deutschland kultiviert.
    • Früchte schmecken süß und erinnern an Brombeeren.
    • Alte Maulbeerbäume können beeindruckend groß werden.Fun Fact: Maulbeerbäume wurden früher gepflanzt, um Seidenraupen zu füttern.

    Wie und wo pflanze ich Wildobst am besten?

    • Am besten im Herbst (Oktober/November) oder im zeitigen Frühjahr.
    • Die meisten Arten mögen Sonne bis Halbschatten.
    • Ideal als Hecke oder lockere Gehölzgruppe.
    • Auch Einzelstellung möglich.
    • Beim Pflanzen hilft eine gute Bodenvorbereitung mit Kompost oder einem Bodenverbesserer wie Terra Preta BodenVerbesserer, damit die Gehölze gut einwurzeln.
    • Humoser Boden fördert das Wachstum. Also gern NeudoHum PflanzErde ins Pflanzloch geben.
    • Nach dem Anwachsen kommen viele Arten mit Trockenheit gut zurecht.

    Welche Fehler machen Anfänger häufig?

    • Zu wenig Platz einplanen.
    • Früchte zu früh ernten.
    • Zu stark schneiden.
    • Zu wenige verschiedene Arten pflanzen.

    Zu wenig Arten?

    • Je mehr verschiedene Arten blühen und Früchte tragen, desto länger finden Vögel und Insekten Nahrung.

    Wenn ich nur Platz für einen einzigen Wildobststrauch habe – welcher wäre die beste Wahl?

    • Holunder
    • Blüten und Früchte nutzbar.
    • Sehr wertvoll für Vögel.
    • Schnell wachsend.
    • Robust.
    • Alternative: Kornelkirsche
    • Frühblüher.
    • Sehr langlebig.
    • Schöne Früchte.
    • Wertvoll für Insekten.

    3 Tipps

    • Fang mit einer Felsenbirne oder Kornelkirsche an.
    • Vergiss die Pflege, sobald das Wildobst eingewurzelt ist.
    • Lass die letzten Früchte für die Vögel hängen.
  15. Schnell im Beet - Engerlinge

    10 minÉpisode 147

    Was sind diese komischen Maden, die da in der Erde leben? Sind die gefährlich? Schnell im Beet: Engerlinge Heute sprechen wir über Engerlinge – das wollte ich schon immer mal wissen. Was ist das überhaupt?? die …

    Notes de l’épisode
    Was sind diese komischen Maden, die da in der Erde leben? Sind die gefährlich?

    Schnell im Beet: Engerlinge

    Heute sprechen wir über Engerlinge – das wollte ich schon immer mal wissen. Was ist das überhaupt??

    • die Käferlarven aus der Überfamilie der Scarabaeoidea (Blatthornkäfer)
    • also von Mai- und Junikäfer, Hirschkäfer, Gartenlaub-, Rosen- und Nashornkäfer

    Und die sind alle schädlich? Was machen die denn überhaupt?

    • Rosen-, Hirsch- und Nashornkäfer sind gar nicht schädlich. Sie sitzen gern im Kompost, bzw. die Hirschkäfer-Engerlinge im alten Holz im Wald
    • Mai-, Juni-, Gartenlaubkäfer machen die Engerlinge, die bei uns schädlich wirken
    • Fressen z.B. Rasenwurzeln o.a. Wurzeln ab.
    • Der Rasen wird fleckenweise gelb und stirbt ab
    • Andere Pflanzen werden schlaff und welken
    • Dann kommen evtl. auch noch Vögel oder Dachse, die danach wühlen

    Oh je – woher weiß ich denn, dass die Engerlinge schuld sind?

    • Nachgucken. Rasen lässt sich z.T. wie ein Teppich hochheben
    • Manche Arten leben 2-5 Jahre als Engerling
    • Sie sind in den obersten 5-10 cm Boden, können mehrere cm lang werden
    • Weißlich gefärbt, Hinterende grau – der Kotsack

    Und was kann ich dagegen tun?

    • Wenn die Engerlinge unter 1,5 cm lang sind, kannst du die HM-Nematoden dagegen einsetzen
    • Das sind nützliche Fadenwürmer, Die sind bei uns natürlicherweise auch heimisch – aber nicht in so großer Anzahl, dass sie bekämpfend wirken könnten.
    • Du bekommst sie in einem postkartengroßen Beutel mit Tonmehl als Trägermaterial.
    • Die kleinste Packung enthält 5 Mio Nematoden und reicht für etwa 10 qm
    • Du rührst sie in Wasser ein und gießt sie auf die befallenen Flächen
    • Sie töten die Engerlinge ab
    • Wenn sie zu groß sind, geht es allerdings nicht mehr.
    • **

    Wie komme ich denn an diese Nematoden?

    • Da sie lebendig ankommen müssen, kannst du sie nicht direkt im Geschäft kaufen. Dort gibt es aber Bestellgutscheine dafür. Und die kannst du dann jederzeit online einlösen
    • Und dann kommen sie per Post, passen auch in jeden Briefkasten

    Kann ich die sofort ordern, wenn ich die Engerlinge sehe?

    • Die beste Bekämpfungszeit für Gartenlaubkäfer ist Mitte Juli bis Ende September
    • Beim Junikäfer ist es Mitte August bis Mitte September.

    Kann ich auch vorbeugend was tun?

    • Ein dichter Rasen hilft – dann können die Erwachsenen Käfer nicht so gut ihre Eier ablegen.
    • Ebenso ein dicht bepflanztes Staudenbeet
    • Und ansonsten: je natürlicher der Garten, umso mehr Fressfeinde sind kostenlos da 😊
  16. Low-Budget-Garten - die besten Spar-Tipps für die grüne Oase

    17 minÉpisode 148

    Du hast nicht viel Geld und willst trotzdem gärtnern? Nicht verzagen, da geht eine ganze Menge! Low Budget Garten: Die besten Spartipps Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com Und …

    Notes de l’épisode
    Du hast nicht viel Geld und willst trotzdem gärtnern? Nicht verzagen, da geht eine ganze Menge!

    Low Budget Garten: Die besten Spartipps

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an <a href="mailto:sabine.klingelhoefer@neudorff.com

    Was war die günstigste Pflanze in deinem Garten?

    • Wahrscheinlich eine, für die ich gar nichts bezahlt habe.

    Moment. Man bekommt Pflanzen umsonst?

    • Ja. Einfach dafür sorgen, dass Leute wissen, dass du Interesse an Gratis-Pflanzen hast.
    • Die meisten Stauden müssen sowieso regelmäßig geteilt werden.
    • Viele Gartenbesitzer freuen sich, wenn jemand Teilstücke nimmt.
    • Wächst sicher an bei Frauenmantel, Storchschnabel, Sonnenhut, Taglilien, Fetthenne,….

    Also muss Gärtnern nicht unbedingt teuer sein …

    • Nein. Tatsächlich lässt sich vieles kostenlos beschaffen.
    • Nachbarn, Freunde, Kollegen fragen.
    • Pflanzentauschbörsen besuchen.
    • Kontakt zu Gartenvereinen, Gartengesellschaften aufnehmen.
    • Man kann mit etwas Glück auch Pflaster oder Hochbeet kostenlos bekommen (Kleinanzeigen) – meistens dann selbst ausbauen und selbst abholen.
    • Oder mal durch eine Kleingarten-Anlage stromern und Menschen dort ansprechen, ob sie was abgeben mögen. Gärtner sprechen gern über ihre Pflanzen!
    • Oder Portal durchforsten – manche Menschen geben ihre Pflanzen über bekannte Kleinanzeigen-Portale ab.

    Was mache ich, wenn ich die geschenkten Pflanzen dann endlich habe?

    • Auf keinen Fall sofort in den Garten setzen.
    • Erst in Quarantäne schicken, um sicherzugehen, dass du zum Geschenk noch Unkraut oder Schädlinge bekommen hast.
    • Das ist mein größter Horror!
    • Zunächst in einem Topf parken, dann einige Wochen beobachten.
    • Erst auspflanzen, wenn du sicher bist, dass kein Gierisch, Schachtelhalm o.ä. „mitgeliefert“ wurde.
    • Beim Einpflanzen möglichst viel alte Erde entfernen und ggf. Wurzelballen kontrollieren auf Engerlingen und Co

    Was ist der größte Irrtum über einen schönen Garten?

    • Dass Sparen Verzicht bedeutet.
    • Geht darum, vorhandene Ressourcen clever zu nutzen.
    • Gute Gärtner verschwenden wenig. Sie vermehren, tauschen, kompostieren.
    • Ein schöner Garten wächst durch Zeit und gesammelte Erfahrung.
    • Ist ein bisschen wie ein Sauerteig. Am Anfang investierst du etwas. Danach wird aus wenig immer mehr.

    Kann man auch eigenes Saatgut sammeln?

    • Bei vielen Blumen und Gemüsepflanzen problemlos möglich.

      Besonders einfach bei Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Sonnenblumen, Cosmea, Studentenblume, Erbsen, Bohnen.

    • Das Schöne daran: Man kann seine Lieblingssorten behalten und meistens sogar noch etwas an nette Menschen verschenken.

    Was muss man dabei beachten?

    • Samen erst ernten, wenn sie vollständig ausgereift und trocken sind. Unreif geerntete Samen keimen nicht.
    • Anschließend kühl, trocken und dunkel lagern; eindeutig beschriften.
    • Nicht jede Pflanze eignet sich:
    • Bei vielen F1-Hybriden sehen die Nachkommen oft anders aus und haben andere Eigenschaften.
    • Deshalb bei Saatgutgewinnung möglichst auf sogenannte „samenfeste“ Sorten setzen.

    Hast du noch mehr Tipps für eigenes Saatgut?

    • Gefüllte oder sterile Blüten können kein Saatgut bilden – bei Auswahl beachten.
    • Kein eigenes Saatgut von Kürbis, Zucchini, Melone und Gurke sammeln; kann ungesund werden.
    • Alte Episode speziell zu dem Thema „Eigenes Saatgut sammeln“ erklärt das genauer.

    Darf man Samen aus Parks, öffentlichen Anlagen oder sogar botanischen Gärten mitnehmen?

    • Nicht erlaubt!
    • Grund: Auch öffentliche Grünanlagen haben Eigentümer.
    • Samen sammeln wäre wohl in der Regel so etwas wie Sachbeschädigung oder Diebstahl.
    • Kleine Mengen werden oft toleriert, verlassen sollte man sich darauf aber nicht.
    • Lieber vorher bei der zuständigen Stelle fragen.
    • Sogenannte „Handstraußregel“ greift nicht.
    • Handstraußregel besagt, dass man in Deutschland wild wachsende Pflanzen in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pflücken oder sammeln darf. Bestand darf nicht beschädigt werden.

    Welche Pflanze liefert das meiste Gartengefühl pro Euro?

    • Für mich: Stauden.
    • Einmal kaufen, tauschen oder schenken lassen, viele Jahre freuen.
    • Werden jedes Jahr größer und schöner.
    • Lassen sich teilen und vermehren und machen so immer mehr Freude.

    Was ist der größte Schatz, den viele Gärtner jedes Jahr wegwerfen?

    • Da gibt es viele. Aber eines kommt mir besonders in den Sinn:
    • Besonder bitter, wenn Rasenschnitt, Herbstlaub, verblühte Stauden und Heckenschnitt auf dem Wertstoffhof landen.
    • Enthält alles wertvolle Nährstoffe und organische Substanz.
    • Besonders Laub wird oft unterschätzt: schützt den Boden, fördert Bodenleben, verbessert die Humusbildung
    • Kompostieren und Mulchen spart einen Teil der Ausgaben für Dünger, Bodenverbesserer, teilweise sogar Blumenerde.

    Stimmt. Kompost wird ja auch „schwarzes Gold“ genannt. Gibt auch dazu Podcast-Folgen.

    • Nicht ohne Grund.
    • Kompost verbessert Wasserspeicherung, Bodenstruktur, Nährstoffversorgung.
    • Gesunde Böden bedeuten weniger Gießen, weniger Nachpflanzen, weniger Probleme.

    Wo kann man bei Gartengeräten clever sparen?

    • Viele Gartengeräte halten Jahrzehnte. Deshalb lohnt sich der Kauf von gebrauchten Geräten auf Flohmärkten, Haushaltsauflösungen, Nachbarschaftsplattformen….
    • Besonders geeignet: qualitativ hochwertige Spaten, Grabegabeln, Schubkarren, Streuwagen, Gießkannen.
    • Gerade gute Stahlwerkzeuge sind gebraucht oft besser als billige Neuware.
    • Bei selten genutzten Geräten ausleihen statt kaufen.

    Was ist das älteste gebrauchte Gartengerät in deinem Garten?

    • Gute Frage!
    • Die kleine alte Handschaufel von meiner Oma. Zum Pflanzen, Erde umfüllen….

    Welche Anschaffung spart langfristig am meisten Geld?

    • Platz 1: Komposter – kostenloser Dünger und Bodenverbesserer, weniger Abfall.
    • Platz 2: Regentonne – spart Unmengen Leitungswasser.
    • Platz 3: Gute Gartenschere – hält oft viele Jahre, saubere Schnitte = gesündere Pflanzen.

    Was ist der größte Denkfehler beim Low-Budget-Gärtnern?

    Zu glauben, dass ein schöner Garten gekauft wird. In Wahrheit wird er aufgebaut.

    3 Tipps

    • Frag Nachbarn nach Ablegern – viele Pflanzenbesitzer freuen sich darüber.
    • Kompostiere alles, was kompostierbar ist – das spart später Geld für Dünger und Bodenverbesserer.
    • Kaufe lieber wenige gute Dinge als viele billige.
  17. Video-Podcast aus der Klimakiste

    18 minÉpisode 152

    Wie werden unsere Städte hitzetauglich? Was können wir selbst dafür tun? Wir sprechen darüber! Heute haben wir einen ungewöhnlichen Aufnahmeort: wir sind hier vor der Klimakiste in Hameln. Die ist so groß wie …

    Notes de l’épisode
    Wie werden unsere Städte hitzetauglich? Was können wir selbst dafür tun? Wir sprechen darüber!

    Heute haben wir einen ungewöhnlichen Aufnahmeort: wir sind hier vor der Klimakiste in Hameln. Die ist so groß wie ein üppiges Wohnzimmer und voller Pflanzen. Und steht mitten in der City von Hameln. Was ist hier los?

    • Diese begehbare Kiste ist eine Oase mitten in Hamelns Innenstadt
    • Draußen Holzkiste, drinnen vollgestopft mit Pflanzen auf 35 qm
    • Diese Kiste macht erlebbar, was es bedeutet, wenn es mehr Pflanzen in unseren Städten gibt

    Was bewirken denn die vielen Pflanzen tatsächlich? Also außer Schatten zu spenden?

    • Verdunstungskälte, da die Pflanzen Wasser verdunsten und dabei der Umgebungsluft Wärme entziehen
    • Beschattung des Bodens,
      • weniger Erwärmung des Bodens,
      • weniger Wasserverlust aus dem Boden

    Draußen ist es jetzt um 9.00 Uhr schon richtig heiß. Was schaffen die Pflanzen??

    • Drinnen kann es bis zu 12 °C Differenz geben zur Außentemperatur
    • Obwohl ja das Dach offen ist

    Warum hat man denn nicht einfach nur Bäume gepflanzt? Warum diese Kiste?

    • Es soll das Bewusstsein dafür geschaffen werden, was mehr Pflanzen bewirken können
    • In unseren Städten ist zu wenig Platz für Pflanzen – Parkplätze sind oft wichtiger
    • Das führt zu mehr Versiegelung – mit den bekannten Folgen
    • In dieser Kiste spürt man, dass wir alle mehr Pflanzen brauchen. Gerade in Zeiten des Klimawandels

    Gehen wir mal rein.

    Hier sehe ich ganz viele niedrige und höhere Hochbeete, solche Kasten-Beete. Und darin stehen jede Menge Pflanzen. Sogar mit kleinen Schildern. Was sehen wir denn hier?

    • Da sind eine Menge Sträucher und sogar Bäume
    • Stauden
    • Kräuter
    • An manchen Stellen sieht man kaum noch die Erde

    Ist das auch ein wichtiger Aspekt bezüglich des Klimas? Dass man nicht so viel Boden sieht?

    • Auf jeden Fall. Aus mehreren Gründen
      • Ist der Boden beschattet, heizt er sich nicht so sehr auf, trägt also zur Kühlung bei
      • Es verdunstet weniger Wasser, bleibt also im Boden
      • Gut für die Organismen im Boden, die bei Hitze absterben können
      • Willkommener Nebeneffekt: Unkraut kann sich nicht so sehr ausbreiten, dem fehlt dann das Licht

    Sind das jetzt ganz besondere Pflanzen in der Kiste? Wonach wurden die ausgewählt?

    • Es sind vor allem heimische Pflanzen
    • Sie sind auch noch gut für unsere Artenvielfalt, z.B. Insekten
    • Exoten haben manchmal so komplizierte Blüten, dass die Rüssel der Insekten gar nicht rankommen. Dann verhungern unsere Wildbienen, z.B.
    • Gebietsfremde Arten können sich teilweise massenhaft vermehren und dann anderen Pflanzen den Lebensraum wegnehmen. Wie z.B. der Sommerflieder, oder das Drüsige Springkraut

    Hier sauste jetzt gerade eine Hummel rum. Wo kommt die denn her??

    • Tatsächlich steht hier auch ein Hummelkasten mit einem ganzen Hummelvolk
    • Also Königin und so um die 30 bis 50 Arbeiterinnen
    • Die sammeln Pollen und Nektar für ihre Larven
    • Und nebenbei haben sie z.B. die Blüten der Kirschen hier bestäubt. Ohne sie gäbe es gar keine Ernte

    Es geht also auch um die Zusammenhänge zwischen Pflanzen und Tieren?

    • So ist es. Hier kann man alles selbst erleben und bestaunen
    • Es kommen viele Kindergarten- und Schul-Gruppen hier rein – das ist Biologie zum Anfassen

    Was gefällt dir denn eigentlich an der Klimakiste so gut?

    • Vor allem, dass sie ohne erhobenen Zeigefinger auskommt.
    • Sie macht kein schlechtes Gewissen.
    • Sondern zeigt auf, was passiert, wenn man etwas auf wenigen Quadratmetern ändert
    • Und – sie bringt Menschen ins Gespräch
    • Ganz besonders beeindruckt mich tatsächlich, dass es das doch recht kleine Hameln schafft, so ein Projekt auf die Beine zu stellen

    Was ist denn die take-home-Message der Kiste? Pflanzt mehr Bäume??

    • Ja das auch. Unbedingt!
    • Vielleicht bringt die Kiste die Menschen dazu, im eigenen Garten mehr zu machen als Hecke und Rasen. So ein lebendiges Umfeld macht doch einfach Spaß!
    • Und es hat eine politische Komponente. Dass jeder versuchen kann, seine Kommune vor Ort davon zu überzeugen, mehr Bäume in die Innenstädte zu bringen.

    Kommen denn viele Leute hier rein?

    • Die Kiste steht jetzt das dritte Jahr hier
    • Im letzten Jahr waren in 3 Monaten 140.000 Besucher hier

    Was passiert denn im Winter mit der Kiste und den Pflanzen??

    • Die kommen in den Pflanzgarten der Stadt Hameln
    • Und freuen sich drauf, im nächsten Jahr wieder hier zu erscheinen
    • Tatsächlich sind es über 20 Hochbeete, die hier drin stehen

    Wer kam denn auf die Idee mit der Klimakiste?

    • Das war das Hamelner Stadtmarketing
    • Und ich finde es wirklich grandios!

    Und das gibt’s nur in Hameln??

    • Inzwischen auch in diesen Städten:
      • Hannover
      • Cottbus
      • Wiesbaden
      • Geisenheim
      • Dudelange (L)

    Und was hat jetzt Neudorff damit zu tun?

    • So eine Klimakiste kostet natürlich
    • da hilft Neudorff als Sponsor
    • Aber auch ganz praktisch: Ich gehe immer mal schauen nach Schädlingen
    • Und die passenden Produkte, auch zum Düngen, liefern wir natürlich auch

    Passt ja auch ganz gut zu Neudorffs Philosophie, oder??

    • Ja unbedingt
    • Wir entwickeln ja unsere Produkte unter bestimmten Gesichtspunkten:
      • dass sie möglichst wenig in unserer Umwelt durcheinander bringen
      • dass sie möglichst natürliche Inhaltsstoffe enthalten, die wieder zurück in den natürlichen Kreislauf kommen
      • dass sie es den Menschen erleichtern, einen möglichst vielfältigen Garten zu pflegen
      • UND damit alle Spaß im Garten haben, wir Menschen, aber auch alle anderen Lebewesen
    • Wir können ja nur mit der Natur gewinnen, nicht gegen sie.

    Schönes Schlusswort! Wie lange bleibt denn die Kiste hier noch stehen?

    • Bis Ende August, hier in Hamelns Innenstadt
  18. Garten-Check Juli

    2 minÉpisode 143

    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat? Garten-Check Juli Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es …

    Notes de l’épisode
    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat?

    Garten-Check Juli

    Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es uns nicht allen so?? Hier kommt euer kurzer Garten-Reminder für den Juli.

    Gemüsegarten

    • Manches könnt ihr jetzt noch pflanzen:
    • Lauch
    • Brokkoli
    • Kohlrabi
    • Blumenkohl
    • Grünkohl
    • Wirsing
    • Salate
    • Feldsalat
    • Diese Aussaaten gehen noch:
    • Buschbohnen
    • Spinat
    • Möhren
    • Kräuter ernten und trocknen
    • Tomate, Paprika, Kürbis, Zucchini, Aubergine brauchen ihre zweite Düngung mit dem organischen Azet Tomaten- & GemüseDünger

    Obstgarten

    • Erdbeeren pflanzen ist jetzt dran, gebt gleich den organischen Azet Beeren- & ObstDünger mit ins Pflanzloch
    • Bei bestehenden und abgeernteten Erdbeeren die Ausläufer entfernen
    • Himbeeren mulchen, mit trockenem Rasenschnitt o.ä. Nach der Ernte die alten Ruten komplett zurückschneiden
    • Am Wein die Ranktriebe kürzen
    • Sommerschnitt an Süß- und Sauerkirschen direkt nach der Ernte
    • Johannisbeeren schneiden

    Ziergarten

    • Aussäen könnt ihr
    • Islandmohn
    • Stockrosen
    • Falls ihr die Rosen im Juni nicht gedüngt habt, geht das jetzt noch. Der organische Azet RosenDünger enthält alles, was die Rosen für die Blüten im nächsten Jahr brauchen

    Sonstiges

    • Mulchen, was das Zeug hält. Umso weniger Gießen müsst ihr

    Habt ihr Fragen? Meine Mailadresse lautet [email protected]

    Aber natürlich könnt ihr uns auch über www.neudorff.com erreichen, und dort stöbern nach noch mehr Gartentipps.

  19. Wühlmaus, Maulwurf - oder doch was anderes?

    19 minÉpisode 146

    Wer gräbt da im Garten, baut Hügel oder Gänge? Gefährlich, oder einfach Natur? Wühlmäuse und Maulwürfe Stell dir vor, du gehst morgens mit deinem Kaffee in den Garten – und plötzlich sieht es aus wie auf einer …

    Notes de l’épisode
    Wer gräbt da im Garten, baut Hügel oder Gänge? Gefährlich, oder einfach Natur?

    Wühlmäuse und Maulwürfe

    Stell dir vor, du gehst morgens mit deinem Kaffee in den Garten – und plötzlich sieht es aus wie auf einer Baustelle: überall Erdhügel! Was ist dein erster Gedanke?

    • Schock!
    • Dann die Frage: Wer ist der neue Untermieter – nützlicher VIP oder kleiner Randalierer?
    • Daran macht sich fest, was zu tun ist

    Wie erkennt man, wer da buddelt?

    • Hügel anschauen.
    • Zeigt, ob Maulwurf (lästig, aber nützlich) oder Wühlmaus (lästig und gar nicht nützlich) am Werk war.

    Woran erkennt man einen Maulwurfshügel?

    • Richtiger „Vulkan“.
    • Hohe Hügel, rundlich, feine Erde.
    • Gang geht senkrecht nach unten, genau in der Mitte.

    Wichtig: Maulwurf hat in den Hügeln immer ein Loch zur Belüftung seiner Gänge. Wenn man den Hügel abträgt, wieder ein Loch reinbohren. Sonst macht er an genau der Stelle wieder ein Loch, weil er Luft zum Atmen braucht.

    Wie sieht ein Wühlmaushügel aus?

    • Flacher; Auswurf oft mit Wurzelresten oder Grashalmen vermischt.
    • Die Gänge sind hochoval und mehr als 5 cm breit.
    • Vor allem im Rasen gut erkennbar: wellige Linien, an denen sich die Erde etwas hochwölbt. Dort sind die Gänge.
    • Gang seitlich versetzt unter dem Haufen.
    • Test: Mit einem Stock im Boden stochern.

    Was tun, wenn man sich nicht sicher ist?

    • „Verwühlprobe:
    • Gang 30 cm lang vorsichtig aufgraben, Öffnungen „sauber machen.
    • Möhre in die Gangöffnungen stecken. Nicht wieder zuschütten.
    • Bewohnter Gang wird von Wühlmaus bald wieder verwühlt und die Möhre angefressen.
    • Maulwurf ist das egal, der buddelt einfach tiefer unten weiter und lässt die Möhre links liegen. Denn er ist ja kein Vegetarier

    Fun-Fact: Wühlmaus mit Ordnungsfimmel

    • Tunnelsystem = strukturierte Wohnung mit getrennten Zimmern.
    • Gemütliche, gepolsterte Schlafkammer, mehrere Vorratskammern.
    • Ordnungsfimmel als Überlebensstrategie ->
    • Kaputter Gang wird sofort repariert wegen Schutz vor Fressfeinden, Vermeiden von Luftzug.
    • Deshalb funktioniert Verwühlprobe so gut!

    Nehmen wir an, es ist ein Maulwurf. Soll ich den umsiedeln?

    • Auf keinen Fall!
    • Steht unter strengem Naturschutz (Bundesnaturschutzgesetz).
    • Darf weder gefangen, verletzt noch getötet werden.

    Also Pech gehabt mit dem Untermieter?!

    • Wie man es sieht: Maulwurf ist ein echter Nützling.
    • Fleischfresser; vertilgt Schnecken, Engerlinge und Schnakenlarven.
    • Lockert den Boden und verbessert die Entwässerung.
    • Und: Er ist territorial – vertreibt Wühlmäuse aus seinem Revier. Trotzdem nutzen beide teilweise Gangstücke vom anderen.

    Aber die Hügel stören trotzdem…

    • Dann den Maulwurf bitten, woanders weiterzugraben.

    Wie soll das funktionieren?

    • Mit Gerüchen; Maulwurf hat sensible Nase und mag starke Gerüche nicht.
    • Neudorff Quiritox WühlmausGas enthält Geraniol.
    • Für die Nasen des Maulwurfs so unangenehm, dass er sich wahrscheinlich in ruhigere Ecken verzieht.

    Fun-Facts zum Maulwurf

    • Kann schwimmen.
    • Fell hat keine Streichrichtung, damit er vor und zurück kann – finde ich irre!!
    • Und: Maulwurf macht keinen Winterschlaf.
    • Legt Vorräte für den Winter an.
    • Fängt Regenwürmer und beißt gezielt ins Nervenzentrum am Kopf.
    • Wurm ist gelähmt, aber lebt weiter.
    • Essen bleibt „frisch“ und kann nicht abhauen.

    Und was ist, wenn es eine Wühlmaus ist?

    • Wühlmaus (auch Erdratte oder Schermaus genannt) ist Schrecken aller Gärtner.
    • Lebt rein vegetarisch, hat riesigen Appetit auf Wurzeln, Knollen und Blumenzwiebeln.
    • Wenn der Baum plötzlich umkippt, Stauden plötzlich welken oder ganz leicht aus dem Beet zu ziehen sind und Tulpen nicht mehr auftauchen, war wahrscheinlich die Wühlmaus am Werk.
    • Ein einziges Tier kann ganze Beete vernichten, auch Terrassen und Wege untergraben (Wühlmausgänge laufen parallel zur Oberfläche).

    Wie schütze ich meine Pflanzen vor der Wühlmaus?

    • Am besten: Prävention!
    • Im Hochbeet: engmaschigen Wühlmausdraht am Boden festtackern (6x6 mm bis 13x13 mm, vollverzinkt, an den Seiten hochbiegen und ebenfalls befestigen; Bahnen mind. 10 cm überlappen). Normaler Hühnerdraht ist zu grob.
    • Im Beet: Blumenzwiebeln in spezielle Pflanzkörbe setzen; oberen Rand nur ganz knapp mit Erde bedecken (überklettern!). Kunststoff ungeeignet, kann durchgebissen werden.
    • Bäume: Junge Obstbäume in Körbe aus unverzinktem Draht pflanzen. Draht rostet nach ein paar Jahren weg, behindert Wurzeln nicht; oberen Rand nur ganz knapp mit Erde bedecken (überklettern!).

    Was hat Neudorff im Werkzeugkasten, wenn es für Prävention zu spät ist?

    • Empfehlung: schnell handeln!
    • Wühlmaus ist vermehrungsfreudig. 2-4 Würfe pro Jahr mit je bis zu 5 Nachkommen; erster Wurf wird noch im gleichen Jahr geschlechtsreif.
    • 1 Bau = meistens von 1 Wühlmaus bewohnt -> schnelle Ausbreitung
    • Neudorff Quiritox WühlmausGas wie beim Maulwurf, als sanfte Bitte zu gehen:
    • Kartusche in freigelegten Gang legen, Zündschnur entzünden.
    • Gang gut verschließen, damit kein Gas entweichen kann.
    • Am nächsten Tag Kartusche entfernen.

    Und wenn das nicht reicht?

    • Quiritox Wühlmaus­Falle: Schlagfalle, sicher für Maulwürfe.
    • Anwendung: Wühlmausgang ca. 30 cm freigraben, lose Erde entfernen.
    • Falle mit Erde einreiben (Geruch) und Handschuhe tragen. Menschlicher Geruch könnte sie verscheuchen.
    • Mit frischem Gemüse bestücken (Möhre).
    • Falle spannen und dicht vor eine gerade Gangöffnung (nicht in eine Kurve) schieben.
    • Luft- und lichtdicht abdecken, z.B. mit schwarzem Eimer, Rand mit Erde abdichten.
    • Täglich kontrollieren und gefangene Tiere ggf. entfernen

    Welche Möglichkeiten gibt es noch?

    • Quiritox Wühlmaus-Stopp** hält fern und vergrämt.
    • Wirkweise: Duftet nach Zitroneneukalyptusöl.
    • Einfach mit Dosierlöffel in alle 3-4 m in Wühlmausgang streuen.
    • Wirkt bis zu 6 Wochen.
    • Riecht stark – Handschuhe anziehen!

    Wann ist die beste Zeit, um Wühlmäuse zu bekämpfen?

    • Spätherbst bis März (wenig Futter, vor Fortpflanzungszeit).

    3 Tipps:

    • Schauen, wer gräbt.
    • Maulwürfe respektieren.
    • Bei Wühlmausschäden sofort handeln, bevor die Population explodiert.
  20. Schnell im Beet - Ameisen

    7 minÉpisode 145

    Ameisen im Garten - so werdet ihr sie wieder los! Ameisen graben dein Beet um und schützen Blattläuse? Lästig, aber lösbar! In dieser Mini-Anleitung erfährst du, warum Ameisen indirekt Schaden anrichten, warum …

    Notes de l’épisode
    Ameisen im Garten - so werdet ihr sie wieder los! Ameisen graben dein Beet um und schützen Blattläuse? Lästig, aber lösbar! In dieser Mini-Anleitung erfährst du, warum Ameisen indirekt Schaden anrichten, warum normale Köderdosen im Garten illegal sind – und welche genialen Helfer wirklich funktionieren: Nematoden! Diese winzigen Fadenwürmer kommen per Post in deinen Briefkasten und lösen dein Ameisen-Problem natürlich und sicher. Schnell, einfach, effektiv. Hol dir deine Lösung jetzt!
  21. Johannisbeeren im Garten - lecker, oder?

    22 minÉpisode 144

    Im Kuchen sind sie lecker - also machen Johannisbeeren im Garten Sinn. Und so einfach könnt ihr sie anbauen. Johannisbeeren Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte …

    Notes de l’épisode
    Im Kuchen sind sie lecker - also machen Johannisbeeren im Garten Sinn. Und so einfach könnt ihr sie anbauen.

    Johannisbeeren

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an <a href="mailto:s.klingelhoefer@neudorff.de

    Ich will ehrlich sein – so richtig mag ich sie nicht, die Johannisbeeren. Aber man kann halt leckeren Kuchen damit bauen…

    Die Johannisbeere ist ein Obst, das jeder kennt – und gleichzeitig in den USA jahrzehntelang verboten war. Was steckt hinter dieser Geschichte?

    • 1911 Verbot wegen Weißkiefern-Blasenrost
    • Johannisbeere = Zwischenwirt des Pilzes
    • Holzindustrie wichtiger → Johannisbeere geopfert
    • Verbot erst ab 1966 gelockert
    • Fun Fact: Viele Amerikaner kennen den Geschmack bis heute nicht!

    Warum empfiehlst du Johannisbeeren gerade Gartenneulingen?

    • robust & pflegeleicht
    • winterhart
    • hoher Ertrag auf kleiner Fläche
    • schnelles Erfolgserlebnis
    • keine Stacheln
    • sehr gesund (viel Vitamin C & sekundäre Pflanzenstoffe)

    Rot, weiß, schwarz – ist das nur Optik oder auch Geschmackssache?

    • rot: frisch-säuerlich → ideal für Kuchen
    • weiß: milder & süßer
    • schwarz: herb, intensiv → Cassis-Aroma
    • sind unterschiedliche Arten (Ribes rubrum (weiß & rot) vs. Ribes nigrum (schwarz)
    • Trick zur Unterscheidung ohne Früchte: Blätter reiben. Nur schwarze Johannisbeeren riechen nach Cassis.

    Was ist der perfekte Platz für Johannisbeeren?

    • hell, aber keine extreme Mittagssonne (schwarze vertragen mehr Sonne)
    • Boden: humos & gleichmäßig feucht
    • Flachwurzler!

    Gibt es einen Trick beim Pflanzen, der mehr Ertrag bringt?

    • Busch mind. 5 cm tiefer setzen als im Container → fördert neue Triebe
    • Stämmchen nicht tiefer pflanzen; macht keinen Sinn – Veredlung ist oben, Krone mit Pfahl stützen
    • Pflanzloch mit torffreier NeudoHum Beerenobsterde und organischem Dünger verbessern
    • nach dem Angießen mulchen, z. B. mit unserem Verdunstungsschutz
    • Mischung aus Holzfaser und Rindenmulch 2-3 cm hoch auftragen und andrücken
    • Abschließend Triebe um 2/3 zurückschneiden

    Was brauchen Johannisbeeren, damit sie jedes Jahr zuverlässig tragen?

    • Beim Pflanzen und vor dem Austrieb im Frühjahr organisch düngen mit Azet Beeren- & Obst­Dünger
    • liefert alles, was Beerenobst braucht
    • außerdem drin: Mykorrhiza = bessere Wasseraufnahme
    • immer mulchen → hält Feuchtigkeit
    • bei Trockenheit gießen

    Das große Rätsel: Warum fallen so oft so viele Beeren ab?

    • Rieseln = meistens Überforderung

    • Ursachen: Wasser- oder Nährstoffmangel, aber auch schlechte Bestäubung

    • Ohne Stickstoff (Wachstum), Phosphor (Blüte) und Kalium (Früchte) läuft gar nichts.

    • notwendig für erfolgreiche Befruchtung aber auch Bor (Spurenelement)

    • Bor-Mangel sieht man nicht direkt, aber ohne Bor wächst der Pollenschlauch nicht richtig, Befruchtung scheitert, Frucht bleibt „leer“.

    • Wassermangel = Pflanze kann nicht alle Früchte versorgen → stößt welche ab.

    • Pflanze bildet eine Trennschicht am Stiel, Beere fällt ab

    • Prozess läuft über Wochen!

    • wirkt wie plötzliches Rieseln, ist aber eine „strategische Entscheidung“ der Pflanze.

    • gilt auch bei schlechter Bestäubung

    Gamechanger: gute Bestäubung

    • Selbstbefruchtung bei Johannisbeere möglich, aber schlechter

    • Fremdbestäubung = mehr & größere Früchte

    • Problem: Pollen schwer → Wind reicht nicht – selbst wenn der Nachbar auch Johannisbeeren hat

    • Insekten übernehmen den Job:

    • Honigbienen fliegen ab ca. 10–12 °C

    • Wildbienen & Hummeln schon ab 6 °C -> reicht auch in einem trüben, kühlen Frühjahr

    • To Dos:

    • mindestens 2 Sorten pflanzen (bewährte Sorten: rot: Jonkheer van Tets, Heinemanns Spätlese, Rovada; weiß: Werdavia, Blanka, Weiße Versailler; schwarz: Bona, Ometa, Titania)

    • ganzjährig Blühpflanzen sowie Unterschlupf für Wildbienen und Hummeln anbieten

    Wie schneidet man Johannisbeeren, ohne die Ernte zu ruinieren?

    • altes Holz (dunkel gefärbt) konsequent entfernen
    • alles, was nach innen wächst rausschneiden
    • direkt nach der Ernte oder im Spätwinter

    Was ist „altes Holz“?

    • rote/weiße: tragen an 2–3-jährigen Trieben → älter als 4 Jahre tief am Boden abschneiden
    • schwarze: tragen an 1–2-jährigen Trieben → abgetragene Triebe nach der Ernte tief abschneiden

    Welche Krankheiten und Schädlinge können auftreten – und was hilft?

    • Amerikanischer Stachelbeermehltau: weißer, später brauner, abwischbarer Pilzbelag auf den Früchten, Früchte werden ungenießbar; ab dem Austrieb mehrmals mit Neudo-Vital Obst-Spritzmittel für mehr Widerstandskraft und Vitalität behandeln

    • Blattläuse: eingerollte Blätter, schwarz-grauer Belag, Blattläuse unter den Blättern; ab dem Auftreten erster Blattläuse an Johannisbeeren Neudosan AF Neu Blattlausfrei anwenden (keine Wartezeit)

    • Johannisbeerblasenlaus: rötlichbraune Aufwölbungen auf der Blattoberseite, schwarz-grauer Belag, weißliche Läuse auf der Blattunterseite; ab dem Auftreten erster Blattläuse an Johannisbeeren Neudosan AF Neu Blattlausfrei anwenden; vor dem Austrieb mit Promanal Neu Austriebsspritzmittel behandeln

    • Johannisbeergallmilbe: Nur an Schwarzer Johannisbeere! Knospen schwellen rundlich an und trocknen ein; vor dem Austrieb mit Promanal Neu Austriebsspritzmittel behandeln

    • Säulenrost: helle Flecken auf der Blattoberseite, rostfarbene Pusteln auf der Blattunterseite; keine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln möglich, Pilz überwintert auf fünfnadeligen Kiefern → Nachbarschaft vermeiden (500 m!)

    • Immer gut:

    • Robuste Sorten pflanzen

    • Pflanzen optimal ernähren und vital halten

    • Natürliche Fressfeinde von Schädlingen fördern

    • Mehrjährige Blumenwiesen anlegen für Nützlinge

    • Befallene Pflanzenteile im Restmüll, nie auf den Kompost entsorgen

    Woran erkenne ich, dass meine Johannisbeeren perfekt reif sind – und was mache ich damit?

    • Reifezeit: um den Johannistag (~24. Juni), aber je nach Art und Sorte von Anfang Juni bis Mitte August
    • nicht nur schauen → probieren!
    • reif = leicht von der Traube lösbar
    • Verarbeitung zu Gelee & Marmelade, Saft oder Sirup
    • für Desserts und Kuchen
    • zum Einfrieren
    • Schwarzer Johannisbeer-Sirup + Sekt = Kir Royale

    3 Tipps

    • Sonne für den Geschmack.
    • Mulchen für die kühlen Füße.
    • Altes Holz raus für die Vitalität.
  22. Garten-Check Juni

    3 minÉpisode 140

    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat? Garten-Check Juni Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es …

    Notes de l’épisode
    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat?

    Garten-Check Juni

    Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es uns nicht allen so?? Hier kommt euer kurzer Garten-Reminder für den Juni.

    Gemüsegarten

    • Unkraut ist natürlich ein Thema, bitte immer mal zupfen!
    • Mulchen zwischen den Reihen, z.B. mit dünner Schicht abgetrocknetem Rasenschnitt
    • Tomaten ausgeizen – d.h. die ganz kleinen Triebe, die aus den Blattachseln sprießen, wegknicken und entfernen
    • Neu aussäen geht immer:
    • Radieschen
    • Buschbohnen
    • Rote Bete
    • Salate
    • Kohl
    • Möhren
    • Rettich
    • Neu pflanzen auch!
    • Salate
    • Brokkoli
    • Bohnen
    • Fenchel
    • Kartoffeln anhäufeln
    • Schädlingen vorbeugen, mit Neudorffs Schachtelhalm- oder Brennnessel-Brühe
    • Beete mulchen
    • Ab 24.6. keinen Spargel und Rhabarber mehr ernten. Dafür Kompost dort ausbringen
    • Evtl gibt’s Schnecken-Alarm, auch auf Blattläuse achten.
    • Rosmarin und Lavendel stutzen
    • Stützen für Tomaten und Paprika anbringen

    Obstgarten

    • Baumscheiben freihalten von Rasen u Unkräutern (50-80 cm rund rum)
    • Wein bekommt seinen Sommerschnitt
    • Bei Pfirsichen Früchte ausdünnen, also entfernen – auch wenns schwer fällt
    • Abgeerntete Himbeerruten bodentief abschneiden

    Ziergarten

    • Aussaaten gehen noch:
    • Sonnenblume
    • Vergissmeinnicht
    • Kornblume
    • Goldlack
    • Bei Rosen Verblühtes abschneiden
    • Mäßig aussehender Rasen kann jetzt eine Düngung bekommen, z.B. mit unserem Azet RasenDünger.
    • Formschnitt an Buchsbaum oder Lorbeer ist dran. Gern bei trübem Wetter und nur, wenn dort keine Vögel nisten

    Sonstiges

    • Genießen
    • Vogeltränken aufstellen

    Habt ihr Fragen? Meine Mailadresse lautet [email protected]

    Aber natürlich könnt ihr uns auch über www.neudorff.com erreichen, und dort stöbern nach noch mehr Gartentipps.

  23. Garten klimafit machen

    26 minÉpisode 141

    Das Wetter können wir nicht ändern - aber wir können unseren Garten auf extremes Wetter vorbereiten. Garten klimafit machen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte …

    Notes de l’épisode
    Das Wetter können wir nicht ändern - aber wir können unseren Garten auf extremes Wetter vorbereiten.

    Garten klimafit machen

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an <a href="mailto:s.klingelhoefer@neudorff.de

    Wenn ich mir das Wetter so ansehe, sieht das oft nicht mehr nach Idylle aus. Mal brennt die Sonne alles nieder, am nächsten Tag flutet ein Starkregen den Garten. Können wir unsere Pflanzen eigentlich auf diesen Wahnsinn vorbereiten?

    • Wir müssen aufhören, den Garten zu verwöhnen. Wir müssen ihn resilient machen.
    • Das Problem: Gärten sind noch auf „Schönwetter“ programmiert.
    • Die Lösung: Den Garten zum „Schwamm“ umbauen.
    • Muss Wasser schnell aufsaugen können, um es in der Dürre als eiserne Reserve zu haben.

    Trockener Gartenboden fühlt sich oft an wie ein uraltes, steinhartes Stück Brot. Warum?

    • Problem: vor allem Humusmangel.
    • Wasser findet keine Poren zum Eindringen, Luft kann nicht rein – also leiden die Pflanzen.
    • Lösung: Mehr Humus in den Boden bringen!

    Wie wirkt Humus im Boden?

    • Humus = organische Teile
    • Wirken wie kleine Keile, die sich von innen zwischen die harten Bodenplättchen schieben.
    • Zwischen den Krümeln entstehen Hohlräume.
    • Die Krümel werden stabilisiert durch die Ausscheidungen der Mikroorganismen im Boden. Darum reden wir immer so viel über die kleinen Helfer
    • Das nennt man bodenkundlich Krümelbildung.
    • Mehr Humus durch:
    • Kompost – jährlich ausbringen.
    • Torffreie NeudoHum-Erden beim Pflanzen.
    • Organisch düngen mit den festen Azet-Düngern.

    Das ist sicherlich alles auch gut für Regenwürmer!

    • Sobald Boden weicher und feucht wird, kehren Mikroorganismen und Regenwürmer zurück.

    • Regenwurm-Gänge stabilisieren das Porensystem.

      • Die sind bei Starkregen wie „Drainagerohre“, die das Wasser schnell in die Tiefe leiten, statt den Mutterboden wegzuspülen.

    • Regenwürmer brauchen aber auch Futter in Form von Mulch, wie angetrockneter Rasenschnitt.

    Was tun als Intensivkur, wenn der Boden so richtig ausgelaugt ist?

    • Neudorff Terra Preta BodenVerbesserer ausstreuen.
    • Riesige innere Oberfläche durch Pflanzenkohle.
    • Pro Gramm 300 qm Oberfläche, also so viel wie ein kleines Baugrundstück
    • Beschleunigt Humusaufbau massiv.
    • Hilft Wasser zu speichern.
    • Bietet Mikroorganismen im Boden einen Lebensraum.
    • Anwendung:
    • Beim Neupflanzen in den Boden mischen.
    • Bestehender Rasen, Beete etc. jedes Jahr im Frühling ausstreuen und danach gut gießen.

    Gibt es noch was?

    • Neudorff Wasserspeicher = Bentonit.
    • Natürliches Tonmineral
    • Verbessert dauerhaft sandige Böden, baut sich nicht ab.
    • Wenn es feucht wird, quillt es auf.
    • Hält das Wasser fest und parkt es an den Wurzeln.
    • Speichert bis zu 35 Prozent mehr Wasser im Boden!
    • Anwendung:
    • Beim Pflanzen in die Erde geben oder auf bestehende Pflanzflächen ausstreuen.

    Zusammenfassend so weit:

    • Humus öffnet die Tür im Boden.
    • Terra Preta bietet Lebensraum für Mikroorganismen.
    • Bentonit speichert Wasser und hält die Bodenstruktur stabil.

    Wie kommen die Pflanzen an das Wasser ran?

    • Mit den Wurzeln.
    • Geheimnis für Resilienz liegt in einer Symbiose mit Bodenlebewesen.
    • Mit Neudorff Wurzelstark nutzen wir Mykorrhiza-Pilze:
    • Nützliche Pilze, die eine Wohngemeinschaft mit der Wurzel eingehen.
    • Pilz liefert Wasser und Nährstoffe aus winzigen Bodenporen, an die die Wurzel nie käme.
    • Die Pflanze gibt dafür ein bisschen Zucker ab.
    • Resultat: Ein gigantisches Netzwerk, das die Pflanze extrem stressresistent macht.
    • Anwendung:
    • Bei Neupflanzung ins Pflanzloch geben.
    • Bei bestehenden Pflanzen fingertiefes Loch nahe der Pflanzenwurzel bohren, Wurzelstark einstreuen, das Loch mit Erde.
    • Danach gut gießen.

    Wir haben jetzt Wasser im Boden und ein Super-Wurzelsystem. Aber oben knallt die Sonne mit 30 Grad drauf. Da verdampft doch alles sofort wieder, oder?

    • Stimmt. Nackte Erde heizt sich extrem auf (bis zu 60 Grad).
    • Schlecht für Wurzeln, schlecht für Bodenleben. Regenwürmer ziehen sich in tiefe Erdschichten zurück.
    • Lösung: Neudorff Verdunstungsschutz (Mulchmaterial).
    • Wie ein Sonnenschirm für den Boden.
    • Reduziert das Verdunsten um 35 Prozent.
    • Mulch hält den Boden dunkel, kühl und feucht; man muss deutlich weniger gießen.
    • Bonus: Unterdrückt Unkraut; wird zu Humus umgebaut – Futter für die Regenwürmer!
    • Anwendung:
    • 2-3 cm dick auftragen.
    • Leicht andrücken.
    • Nach der Saison in Boden einarbeiten: Kraftfutter für Mikroorganismen.

    Sagen da nicht manche Hobbygärtner: Dann pflanz ich halt nur noch Oliven, Palmen und Lavendel.

    • Keine gute Idee: „Mittelmeer-Falle!
    • Mittelmeer-Pflanzen mögen es zwar trocken, aber hassen Staunässe.
    • Wenn im Juni der deutsche Starkregen kommt, faulen sie uns weg.
    • Gleiches beim Matschwetter im Winter.

    Was ist besser?

    • Heimische Pflanzen!
    • Sind an unser Chaos-Wetter angepasst.
    • Noch besser: Heimische Wildblumen!
    • Sind oft Tiefwurzler – die holen sich das Wasser von ganz unten.
    • Bonus: Bieten Nahrung für Insekten, stabilisiert Ökosystem Garten.
    • Heimische Hecken und Bäume sind die besten natürlichen Schattengeber
    • Senken die Temperatur im Garten spürbar.

    Und wenn man doch mal zur Kanne greifen muss?

    • Früh morgens gießen!
    • Da ist die Erde kühl und es verdunstet am wenigsten Wasser.
    • Lieber einmal die Woche 20 Liter pro Quadratmeter als jeden Tag ein bisschen.
    • Regt die Pflanzen an, tiefe Wurzeln zu bilden.
    • Immer an den Fuß der Pflanze, niemals über die Blätter „duschen“ (würde Pilzkrankheiten fördern).

    Fun-Fact: Der „Kühlschrank-Effekt"

    • Ein Garten, der dicht bepflanzt ist und Schatten spendende Bäume oder Hecken hat, kann die Umgebungstemperatur um bis zu 8 Grad senken im Vergleich zu einer gepflasterten Fläche oder einem Schottergarten.

    Woran erkenne ich, dass meine Mission „Klimafit“ erfolgreich war?

    • Finger-Test: Ist die Erde unter dem Mulch auch nach drei Tagen Hitze noch feucht?
    • Regen-Test: Bleiben nach einem Schauer Pfützen stehen (schlecht!) oder ist alles sofort weggeatmet (perfekt!)?
    • Ein klimafitter Garten arbeitet für dich, nicht du für ihn.

    3 Tipps

    • Boden optimieren mit Neudorff Wasserspeicher und Wurzelstark.
    • Erde mit Verdunstungsschutz abdecken.
    • Auf robuste, heimische Pflanzen setzen.
  24. Schnell im Beet - Chelsea Flower Chop

    7 minÉpisode 138

    Geheim-Tipp für extra-viele Blüten im Beet Schnell im Beet: Chelsea Flower Chop Hallo ihr Gartenmenschen, \ hier gehts um kurze Mini-Anleitungen und einfache Begriffs-Erklärungen. Sie bringen euch hoffentlich …

    Notes de l’épisode
    Geheim-Tipp für extra-viele Blüten im Beet

    Schnell im Beet: Chelsea Flower Chop

    Hallo ihr Gartenmenschen, \ hier gehts um kurze Mini-Anleitungen und einfache Begriffs-Erklärungen. Sie bringen euch hoffentlich schnell auf ein neues Level in der Pflanzenpflege.

    Heute hast du ein Thema mitgebracht, da weiß ich gar nicht, worum es überhaupt geht. Was bitte ist der Chelsea Flower Chop?

    • Also erstmal ist es was Britisches – Überraschung. Die Briten sind ja als Experten für prachtvolle Gärten bekannt
    • Und zweitens geht es darum, dass du die Blütezeit mancher Stauden um Wochen verlängern und ihren Wuchs verbessern kannst
    • Du brauchst dafür nur eine Schere

    Also Abschneiden soll bei Blüten helfen?? Ich bin gespannt!

    • So ist es. Du greifst Ende Mai (in kalten Lagen auch erst im Juni) beherzt zur Gartenschere. Und du verhilfst manchen Stauden damit zu mehr Blüten und einem buschigeren Wuchs.
    • Und zwar schneidest du ein Drittel aller Triebe, gleichmäßig über die Pflanze verteilt, einfach um ca. 1/3 zurück. Oder du machst es nur mit der vorderen Hälfte und lässt erstmal die hintere stehen.
    • Dann passiert folgendes: An den zurückgeschnittenen Trieben bilden sich die Knospen ein paar Wochen später und blühen auch entsprechend später.
    • Die Pflanze wirkt voller und buschiger, weil der Austrieb aus dem Rückschnitt deutlich verzweigter ist.
    • Außerdem werden die Blütenstängel durchs zurückschneiden standfester und knicken nicht so schnell um.

    Interessant. Geht das bei allen Stauden?

    • Vor allem geht es um hohe Spätblüher, wie
    • Sommer-Phlox (bei besonders hohen Sorten kannst du auch nur den äußeren Ring zurückschneiden)
    • Sonnenhut (Rudbeckia und Echinacea)
    • Stauden-Sonnenblume
    • Sonnenbaut
    • Hohe Dolden-Glockenblumen
    • Indianernessel
    • Katzenminzen
    • Die Hohe Fetthenne u.a. Stauden, die schnell mal auseinanderfallen, kannst du auch komplett um 1/3 einkürzen. Sie blühen dann später, fallen aber nicht auseinander.
    • Das gilt auch für die hohen Raublatt- und Glattblatt-Aster-Sorten

    Muss ich sonst noch was beachten?

    • Nicht das Düngen vergessen, der Rückschnitt kostet natürlich Kraft. Wer nicht im März gedüngt hat, sollte das nach dem Schnitt nachholen. Mit unserem organischen Azet StaudenDünger kriegen die Pflanzen alles, was sie brauchen.
    • Besser nicht bei anhaltender Trockenheit schneiden, damit sie sich schneller erholen
    • Erstmal vorsichtig versuchen bei älteren Stauden, die schon lange stehen.

    Kontakt zu Neudorff

  25. Kürbis - Gemüse für Anfänger

    21 minÉpisode 142

    Wirklich einfach, den eigenen Kürbis anzubauen. Keine schwierige Pflege, wenig Aufwand beim Pflanzen - quasi kinderleicht! Kürbis – Gemüse für Anfänger Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter …

    Notes de l’épisode
    Wirklich einfach, den eigenen Kürbis anzubauen. Keine schwierige Pflege, wenig Aufwand beim Pflanzen - quasi kinderleicht!

    Kürbis – Gemüse für Anfänger

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an <a href="mailto:s.klingelhoefer@neudorff.de

    Man sagt ja, man kann dem Kürbis beim Wachsen zusehen. Stimmt das eigentlich, oder ist das Anglerlatein für Gärtner?

    • Absolut kein Latein!
    • In der Hochsaison schaffen die Triebe mehrere Zentimeter pro Nacht.
    • Pure Magie: Man pflanzt einen kleinen Kern und zwei Monate später ist der halbe Garten „erobert“.
    • Weitere Vorteile:
    • Beschatten mit ihren riesigen Blättern den Boden,
    • Unterdrücken Unkraut,
    • Liefern Ernte, die man mit beiden Händen tragen muss.

    Die Qual der Wahl: Es gibt doch so viele Sorten - welche Sorte passt zu mir?

    • Hokkaido ist toll, weil man die Schale mitessen kann.
    • Aber wer den nächsten Level will, probiert eine der ca. 800 anderen Sorten.
    • Spaghettikürbis: Fruchtfleisch zerfällt beim Kochen in lange Fasern – quasi die gesunde Low-Carb-Pasta direkt aus der Natur.
    • Muskatkürbis (z.B. 'Musquee de Provence'): schmeckt fantastisch, braucht aber viel Platz und Wärme.
    • Bischofsmütze: festes Fleisch, süßlich-nussig; sehr harte Schale, die perfekte essbare Suppenschüssel.

    Es gibt ja Meldungen, dass Kürbisse bitter werden können – was hat es damit auf sich?

    • Nur Saatgut aus dem Handel nehmen! Ausschließlich Speisekürbisse essen!
    • Zierkürbisse enthalten giftige Bitterstoffe (Cucurbitacine), die lebensgefährlich sein können.
    • Wenn Speisekürbisse bitter schmecken: Sofort weg damit!

    Warum soll man keine Samen selbst nachziehen?

    • Zierkürbisse enthalten von Natur aus Cucurbitacine. Das sind bittere Giftstoffe, die die Pflanze vor Fraßfeinden schützen. Bei unseren Speisekürbissen wurden diese Stoffe mühsam herausgezüchtet.
    • Das Problem: Wenn sich ein Speisekürbis mit einem Zierkürbis kreuzt, schlagen in der nächsten Generation (also aus deinen gesammelten Samen) oft die Gene des Zierkürbisses wieder durch. Du ziehst dir also quasi eine „Gift-Bombe“ heran, die äußerlich wie ein normaler Kürbis aussieht.
    • Kürbisse sind extrem kreuzungsfreudig. Es reicht, wenn du einen Speisekürbis im Garten hast und irgendein Nachbar hat Zierkürbis-Sorten zur Deko. Bienen fliegen munter hin und her.
    • Die Goldene Regel: Auch wenn es schwerfällt: Kauf jedes Jahr frisches, zertifiziertes Saatgut. Das Risiko einer Vergiftung ist den gesparten Euro nicht wert. Und wie gesagt: Sobald eine Frucht – egal ob Kürbis oder Zucchini – bitter schmeckt: Nicht schlucken, sofort ausspucken und die ganze Mahlzeit entsorgen! Kochen zerstört das Gift leider nicht.

    Die Kinderstube: Wann geht’s los?

    • Nicht zu früh aussäen, sonst werden die Jungpflanzen lang, dünn und schwach.
    • Vorziehen ab April bei 18-20°C oder ab Mai Samen direkt draußen in die Erde stecken.
    • Profi-Trick: Kürbisse hassen es, wenn ihre Wurzeln gestört werden. Deshalb gleich größere Töpfe für die Anzucht benutzen.
    • Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, können sie dann raus.
    • Standort: sonnig und windgeschützt. Gern in der Nähe des Komposts.
    • Boden: humusreich, gleichmäßig feucht.
    • An Schnecken-Schutz denken (Ferramol Schneckenkorn); Jungpflanzen sind sehr gefährdet.

    Wie Teenager im Wachstum: Der Hunger der Riesen

    • Kürbisse sind Starkzehrer, brauchen richtig viel Power aus dem Boden.
    • Pflanzloch mit NeudoHum Tomaten- & GemüseErde vorbereiten.
    • Die ist torffrei und bietet genau die Nährstoffe, die ein Kürbis für den Start braucht.
    • Hoher Platzbedarf: pro Pflanze 1 bis 2 Quadratmeter!
    • Kürbis kann man auch im Sack anbauen – einfach NeudoHum Tomaten- & GemüseErde als Grow-Bag benutzen.

    Kürbisse als Kletterkünstler & der „BH“-Trick

    • Kürbisse haben kleine Greifarme, die Ranken.
    • Klettern liebend gerne an Zäunen oder sogar auf das Dach eines Gartenhauses.
    • Problem: Wenn der Kürbis in der Luft hängt, wird er irgendwann zu schwer für seinen Stiel.
    • Lösung: der „BH“-Trick: ein Netz bauen (z.B. aus alten Nylonstrümpfen oder Gemüsenetzen), das am Zaun befestigt wird.
    • So liegt die Frucht sicher wie in einer Hängematte oder eben einem BH.

    Dos und Don’ts: die richtige Pflege:

    • Gießen: Hoher Wasserbedarf – besonders sobald sich Früchte bilden.

    • Immer direkt am Fuß der Pflanze gießen. Stock kann bei Orientierung im Blätterwirrwarr helfen.

    • Staunässe vermeiden.

    • Niemals über die Blätter duschen > eine Einladung für Pilzkrankheiten.

    • Tipp: Mulchschicht schützt Boden vor dem Austrocknen.

    • Düngen: Azet TomatenDünger.

    • Enthält viel Kalium, was die Früchte fest und haltbar macht.

    • 50 g gleich ins Pflanzloch, noch mal im Juni, und im August

    • Sonstige Pflege. Kürbistriebe im Kreis legen, um Platz zu sparen.

    • Ranken nach Fruchtansatz einkürzen, damit mehr Kraft in die Kürbisse geht.

    • Tipp für feuchte Tage: Brett oder Stroh unter die Früchte legen, damit sie nicht direkt auf der nassen Erde liegen und vielleicht faulen.

    Sprechstunde: Blattläuse und das Mehltau-Duo

    • Echter Mehltau „Schönwetterpilz“

    • Weißer Belag auf Kürbisblättern, wie Mehlstaub auf der Blattoberseite, abwischbar.

    • Liebt warme Tage und kühle Nächte mit Tau.

    • Dagegen hilft Armisan PilzFrei

    • Falscher Mehltau „Schlechtwetterpilz“ – dagegen haben wir leider nix

    • Oft zuerst gelbliche, eckige Flecken auf der Blattoberseite

    • Grauvioletter Pilzrasen auf der Blattunterseite. Blatt auch mal umdrehen!

    • Dringt tief ins Gewebe ein, nicht abwischbar.

    • Kommt bei nasskaltem Wetter.

    • Bei beiden Mehltau-Arten sterben die Blätter. Das schwächt den Kürbis.

    • Befallene Blätter entfernen und im Hausmüll entsorgen.

    • Vorsorge: Pflanzen mit Neudorff BioKraft Grundstoff Schachtelhalm stärken.

    • Enthaltene Kieselsäure macht die Zellwände so hart, dass der Pilz kaum eine Chance hat, einzudringen.

    • Blattläuse:

    • Meist an den Triebspitzen.

    • Oft hilft schon ein gezielter Wasserstrahl.

    • Nützlinge wie Marienkäfer fördern.

    • Sonst Neudosan, mit Kali-Seife

    Wann ist Erntezeit?

    • Klopftest: Wenn es hohl klingt, ist der Kürbis reif.
    • Stiel muss trocken, hart und fast schon wie Kork aussehen.
    • Farbe vollständig ausgebildet, pralle Oberfläche.

    Wie ernten?

    • Mit einem scharfen Messer Kürbis mit einem Stück Stiel abschneiden.
    • Unbedingt noch vor dem ersten Frost ernten.
    • Den Kürbis niemals am Stiel tragen. Wenn er abbricht, kommen Bakterien rein und der Kürbis fault im Lager weg.
    • Haltbarkeit im kühlen Keller (ca. 10-15 Grad): bis zu drei Monate.

    Milpa – Teamwork im Beet

    • Für alle, die ein bisschen mehr experimentieren wollen: Kürbis im Milpa-Kultur („Drei Schwestern“) anbauen.
    • Geniale Wohngemeinschaft aus Mais, Stangenbohnen und Kürbis.
    • Rollenverteilung:
    • Mais als natürliche Kletterstange.
    • Bohnen ranken am Mais hoch und liefern – wie ein eingebautes Kraftwerk –Stickstoff in den Boden.
    • Kürbis macht sich unten breit, beschattet mit seinen riesigen Blättern die Erde und hält sie feucht und unkrautfrei.
    • Profikniff für den Erfolg:
    • Mais braucht Vorsprung. Ab Anfang April geschützt vorgeziehen.
    • Bohnen dürfen nicht zu wüchsig sein, damit sie den Mais nicht erdrosseln.
    • Wenn man das richtig macht, hat man auf kleinstem Raum ein perfektes Ökosystem.

    3 Tipps

    • Nicht zu früh starten.
    • Viel Platz und viel Futter
    • Blatt-Check: Auf Mehltau achten und frühzeitig stärken
  26. Garten-Check Mai

    3 minÉpisode 139

    Garten-Check Mai Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es uns nicht allen so?? Hier kommt euer kurzer …

    Notes de l’épisode

    Garten-Check Mai

    Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es uns nicht allen so?? Hier kommt euer kurzer Garten-Reminder für den Mai.

    Gemüsegarten

    • Jetzt sind die fröstelnden Kollegen bereit für Beet und Balkon – gern in unsere torffreie NeudoHum Tomaten- und GemüseErde:
    • Tomate
    • Zucchini
    • Kürbis
    • Paprika und Chilis
    • Gurken
    • Aubergine
    • Direkt ins Beet säen kannst du jetzt
    • Busch- und Stangenbohnen
    • Erbsen
    • Möhren
    • Pastinaken
    • Zucchini
    • Basilikum
    • Frisch ausgesätes im Beet kannst du jetzt vereinzeln, also zu dicht stehende Pflänzchen rausziehen. Entweder woanders einpflanzen – oder kompostieren.
    • Ernten kannst du jetzt schon Radieschen, vielleicht schon den ersten Salat, wenn du früh dran warst

    Obstgarten

    • Früchte tragen die meisten Obstbäume nur an waagerechten Trieben. Darum könnt ihr jetzt steil hochwachsende Triebe runterbinden.
    • Bei Spalierobst die Seitentriebe zurückschneiden
    • Beerensträucher und vor allem Erdbeeren mulchen, z.B. mit unserem Verdunstungsschutz

    Ziergarten

    • Vieles könnt ihr jetzt direkt ins Freie pflanzen:
    • Dahlien
    • Gladiolen
    • Und andere Knollen- und Zwiebelgewächse
    • Aussäen könnt ihr jetzt alle Sommerblumen, wie
    • Ringelblume
    • Kornblume
    • Sonnenblume
    • Akelei
    • Kübelpflanzen können jetzt nach draußen – aber Vorsicht vor Sonnenbrand. Abhärten im Schatten!
    • Auch den Balkon könnt ihr jetzt bienenfreundlich bepflanzen – da gibt´s auch eine Episode dazu!
    • Nach der Blüte Sträucher auslichten – alte, dicke Trieber immer bis ganz nach unten abschneiden
    • Auch jetzt könnt ihr noch gut eine mehrjährige Blumenwiese anlegen
    • Rasen erst jetzt vertikutieren – wenn es überhaupt nötig ist.

    Habt ihr Fragen? Meine Mailadresse lautet [email protected]

    Aber natürlich könnt ihr uns auch über www.neudorff.com erreichen, und dort stöbern nach noch mehr Gartentipps.

  27. Neue Gemüsearten fürs Beet

    18 minÉpisode 137

    Immer nur Tomate und Radieschen ist langweilig! Wie wäre es mit Flower Sprouts?? Was Neues fürs Gemüsebeet Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de Und eine direkte Nachricht könnt Ihr …

    Notes de l’épisode
    Immer nur Tomate und Radieschen ist langweilig! Wie wäre es mit Flower Sprouts??

    Was Neues fürs Gemüsebeet

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an <a href="mailto:s.klingelhoefer@neudorff.de

    Es gibt ein Gemüse, das aussieht wie Rosenkohl, aber mit vielen gekräuselten Blättern. Was ist das?

    • Das sind Flower Sprouts.
    • Andere Namen: Kalettes (Markenname, verniedlicht „Kale“ - Grünkohl), Kohlröschen, Wilder Rosenkohl oder „Pettikohl“ (wegen des Aussehens wie ein Petticoat).
    • Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl.

    Die Geschichte:

    • Junges Gemüse im buchstäblichen Sinne!
    • Klassisch gezüchtet ab Mitte der 1990er Jahre von Jamie Claxton.
    • Nach 15 Jahre sahen die Flower Sprouts so aus, wie wir sie heute kennen.
    • Keine festen Kugeln, sondern offene Blätter
    • Zuerst in Großbritannien im Handel, ab 2010.

    Wie schmecken sie? Eher wie Rosenkohl oder eher wie Grünkohl?

    • Kombination aus beidem.
    • Deutlich milder als Rosenkohl.
    • Leicht nussig.
    • Kein penetranter Kohlgeruch, deshalb auch bei Kohlskeptikern (Kindheitstrauma Rosenkohl) beliebt.
    • Sieht im Beet schön aus, macht auf dem Teller etwas her.

    Was stellt man damit in der Küche an?

    • Halbiert in Olivenöl anbraten.
    • Mit Honig & Chili karamellisieren.
    • Im Ofen rösten mit Parmesan.
    • Roh fein hobeln als Wintersalat.
    • Als Topping auf Flammkuchen oder Pasta.
    • Kurz blanchieren und mit Nussbutter servieren.

    Sind Flower-Sprouts anfängertauglich?

    • Absolut, robuster als viele denken.
    • Werden wie Rosenkohl kultiviert.
    • Standort: sonnig.
    • Nährstoffreicher, lehmhaltiger Boden.
    • Im Sommer ausreichend gießen.

    Wie sieht es mit dem Düngen aus?

    • Starkzehrer → brauchen „Futter“ wie Teenager im Wachstum – ohne ordentliches Essen wird das nichts.
    • Beim Pflanzen torffreie NeudoHum Tomaten- & GemüseErde als nährstoffreiche Basis.
    • Während der Wachstumsphase organisch mit Azet Tomatendünger nachdüngen.
    • Man merkt sofort, wenn sie zu wenig Nährstoffe bekommen. Dann bleiben die Röschen klein und die Pflanze wirkt nicht vital.
    • Organische Düngung = gleichmäßiges Wachstum.
    • Mischkultur mit Tomaten kann helfen, dem Kohlweißling vorzubeugen.

    Stimmt es, dass Flower Sprouts nach dem ersten Frost besser schmecken?

    • Ja, Frost wandelt Stärke in Zucker um.
    • Geschmack wird noch milder, leicht süßlich.

    Wie erntet man sie?

    • Die Sprouts (Kohlröschen) wachsen in den Blattachseln der stark gekräuselten Blätter.
    • Mit den Fingern abbrechen.
    • Erste Ernte etwa ab Oktober.
    • Von unten nach oben abernten.
    • Ernte über mehrere Wochen möglich. Macht richtig Spaß, im Herbst immer wieder neue Röschen abzubrechen.

    Wo kriege ich Flower Sprouts her?

    • Saatgut bei gut sortierten Online-Saatguthändlern.
    • Ab Ende März vorziehen.
    • Ab Anfang Mai ins Beet setzen.
    • Pflanzabstand: 50 cm, Stützstab empfehlenswert.
    • Mit etwas Glück sind auch Jungpflanzen im Fachhandel zu finden.
    • Frühzeitig schauen – noch kein Standardgemüse.
    • Und wenn du sagst: Kohl ist einfach nicht mein Ding – dann probier doch mal etwas ganz anderes: Okra

    Kann man Okra wirklich hier anbauen?

    • Ja, aber nur mit viel Sonne – wächst bevorzugt in tropisch-warmen Gebieten.
    • Braucht geschützten Standort, am besten im Gewächshaus oder Folientunnel.
    • Ideal sind Temperaturen um die 25 Grad. Je wärmer, desto besser.
    • Zu kalt: Blüten, aber kaum Schoten.
    • Lockere, nährstoffreiche Erde wichtig, z.B. torffreie NeudoHum Tomaten- & GemüseErde
    • Staunässe vermeiden.
    • Ist eine der ältesten Gemüsepflanzen und wird schon seit Jahrtausenden angebaut – also genau das Gegenteil von den Flower Sprouts.

    Wann ist Okra erntereif?

    • Zwei Wochen, nachdem die Blüten (sehen aus wie Eibisch) verblüht sind
    • Bei 8–10 cm Länge.
    • Nicht zu lange warten, sonst holzig.
    • Fast täglich kontrollieren – wachsen rasant.

    Wie bereite ich Okra zu?

    • Schmeckt ein bisschen wie Bohnen.
    • In Scheiben schneiden & knusprig braten.
    • Grillen mit Zitronensaft.
    • In Curry oder Gemüsepfanne.
    • In Eintöpfen als natürliches Bindemittel (sondert lösliche Ballaststoffe (schleimig) ab – gut für den Darm).
    • Schoten kurz in Essigwasser blanchieren und abschrecken -> kein Schleim.

    Wo bekommt man Okra her?

    • Saatgut im spezialisierten Handel
    • Jungpflanzen eher selten
    • Aussaaten ab April vorziehen
    • Ende Mai auspflanzen, Abstand 30 x 60 cm

    Da passt die Süßkartoffel gut dazu! Über die haben wir schon mal eine Folge gemacht.

    • Trendgemüse, aber botanisch keine Kartoffel.
    • Auch sehr wärmeliebend.
    • Perfekt fürs Hochbeet oder große Kübel.
    • Jungpflanzen von Gemüsesorten kaufen
    • Oder selbst „Slips“ (Sproßstecklinge) ziehen (keine behandelten Supermarktknollen verwenden).
    • Erst Ende Mai auspflanzen.

    3 Tipps

    • Trau dich! Pflanze jedes Jahr mindestens ein Gemüse, das du noch nie gegessen hast.
    • Okra und Süßkartoffel sind Sonnenanbeter. Erst nach den Eisheiligen raussetzen.
    • Guter Boden ist wichtig.
  28. Schnell im Beet - Essbare Blüten

    7 minÉpisode 135

    Welche Blüten aus dem Garten könnt ihr essen? Schnell im Beet: Essbare Blüten Hallo ihr Gartenmenschen, \ hier gehts um kurze Mini-Anleitungen und einfache Begriffs-Erklärungen. Sie bringen euch hoffentlich …

    Notes de l’épisode
    Welche Blüten aus dem Garten könnt ihr essen?

    Schnell im Beet: Essbare Blüten

    Hallo ihr Gartenmenschen, \ hier gehts um kurze Mini-Anleitungen und einfache Begriffs-Erklärungen. Sie bringen euch hoffentlich schnell auf ein neues Level in der Pflanzenpflege.

    Heute wird’s bunt – es geht um was zu Essen

    • Ja, es geht um Blüten, die man essen kann
    • Die pimpen jeden langweiligen Blattsalat auf
    • Und die meisten kannst du ganz lässig irgendwo aussäen, und immer wieder ernten.
    • Finde ich super

    Hört sich wirklich gut an. Aber – einfach lässig aussäen hört sich so einfach an. Ein bisschen aufwendiger ist es wahrscheinlich schon??

    • Naja, du musst den Boden etwas lockern. Aber du brauchst dafür kein ganzes Beet.
    • Es geht auch, wenn du kleine Tupfer in deinem Staudenbeet aussäst – aber bitte markieren mit einem Stab, damit du weißt wo du gießen darfst
    • Noch einfacher ist es natürlich, wenn du die einfach in kleine Töpfe oder Aussaatschalen aussäst. Natürlich mit unserer torffreien NeudHum Aussaat- und KräuterErde.
    • Wenn sie dann so 5 cm hoch sind, kannst du sie auspflanzen

    Verstanden. Jetzt aber zum bunten Teil – was eignet sich denn dafür??

    • Wo soll ich da anfangen??
    • Gartenpflanzen wie Rosen, Gladiolen, Indianernessel, Stiefmütterchen, Taglilien sind essbar
    • Ebenso Nelken, Veilchen, Begonien oder Astern, Tagetes, Dahlien, duftgeranien
    • Wobei bei den großen Blüten immer nur die Blütenblätter essbar sind, die anderen Teile sind oft zäh oder schmecken herb
    • Ringelblume, Kapuzinerkresse, Borretsch, Zucchini und Kürbis
    • Majoran, Thymian
    • Gänseblümchen, Klee, Taubnessel, Löwenzahn, Schnittlauch

    Kann ich die eigentlich auch kaufen?

    • Ja durchaus. Das Problem ist nur, dass die im Handel meist mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt sind.
    • Darum lieber Finger weg.
    • Auch am Straßenrand nichts sammeln, wegen der Verschmutzung durch den Verkehr – und Hunde u.ä.

    Kontakt zu Neudorff

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    • Forum auf Neudorff.de; Facebook und Insta Direktnachrichten
  29. Was geht auf dem Nord-Balkon?

    15 minÉpisode 136

    Es gibt schöne Pflanzen, die auch mit weniger Licht noch gut wachsen können. Also nicht verzagen! Nordbalkon – was wächst, wenn (fast) nichts wächst? Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter …

    Notes de l’épisode
    Es gibt schöne Pflanzen, die auch mit weniger Licht noch gut wachsen können. Also nicht verzagen!

    Nordbalkon – was wächst, wenn (fast) nichts wächst?

    Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de

    Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an <a href="mailto:s.klingelhoefer@neudorff.de

    Heute gehts um einen Balkon, der zu Unrecht einen schlechten Ruf hat – den Nordbalkon.

    • Findest du? Denk mal zurück ….
    • Sommer, 35 Grad: Auf dem Südbalkon verdorren die Geranien, man kann nicht mal fünf Minuten sitzen.
    • Währenddessen: Der Nordbalkon bleibt angenehm kühl.
    • In Zeiten des Klimawandels wird der Nordbalkon vom Problem zur Lösung.
    • Heute zeige ich dir, wie du ihn zur grünen Oase machst.

    Warum der Nordbalkon anders tickt

    • Wenig Licht, kühl, feucht – klingt erstmal schwierig.
    • Südpflanzen (Petunien, Geranien) leiden: „Geilwuchs“ – sie strecken sich verzweifelt nach Licht.
    • Dazu kommt Staunässe-Gefahr durch längere Feuchtigkeit (Wurzelfäule, Krankheiten,…)
    • Aber: Das sind perfekte Bedingungen für bestimmte Pflanzen!
    • Das Problem ist nicht der Balkon – sondern dass wir die falschen Pflanzen nehmen.

    Welche Pflanzen lieben den Schatten?

    • Zierpflanzen:
    • Fuchsien (Fun Fact: Stammen aus Anden-Nebelwäldern – der deutsche Nordbalkon ist quasi ihre Heimat! Blühen üppig, wo Geranien und Co versagen).
    • Knollenbegonien: leuchtende Blüten.
    • Fleißiges Lieschen: farbenfroh und pflegeleicht.
    • Stauden:
    • Funkien, Farne, Purpurglöckchen – monatelange schön, nicht nur 2 Wochen.
    • Weniger knallig, dafür zeitlos elegant.
    • Naschgarten:
    • Schnittlauch, Minze, Petersilie.
    • Pflücksalate, Spinat, Rucola – alles, was wir der Blätter wegen ernten.
    • Walderdbeeren; wachsen gut im Halbschatten (natürlicher Standort).
    • Heidelbeeren im Kübel mit saurer Erde (NeudoHum HortensienErde).

    Ich kann’s mir richtig vorstellen: Im Hintergrund Farne, davor Funkien mit ihren riesigen Blättern, vorne ein paar Fuchsien in Pink …

    • Genau, und dann den Balkon noch eher luftig gestalten.
    • Und Spiegelfliesen oder hellen Oberflächen, die Licht reflektieren.

    Wie bereite ich die Töpfe richtig vor?

    • Wichtig: gute Drainage! Unten eine Schicht Kies oder Tonscherben ist Pflicht.
    • Strukturstabile Erde: NeudoHum Balkon- und Kübelpflanzenerde (enthält Holzfasern für lockere, luftige Struktur, schnelle Oberflächentrocknung beugt Schimmel, Pilzbefall und Schädlingen vor, torffrei).
    • Gießen: Weniger ist mehr im Schatten; „Finger-Test“ hilft.

    Wie dünge ich auf dem Nordbalkon richtig?

    • Pflanzen wachsen im Schatten langsamer, brauchen aber trotzdem kontinuierlich Nährstoffe.
    • Azet DüngeSticks für Blühpflanzen.
    • Einfach in die Erde stecken; Menge gemäß Topfgröße (siehe Packung).
    • Versorgen die Pflanzen für Monate mit Nahrung.
    • Enthalten Mykorrhiza-Pilze, die das Wurzelsystem der Balkonpflanzen vergrößern und Nährstoffe besser erschließen.
    • Wer lieber flüssig düngt: Azet BalkonpflanzenDünger flüssig.
    • Rein organisch, aktiviert das Bodenleben auch bei kühlem Wetter.

    Nebenthema: Bienen im Schatten – geht das überhaupt?

    • Viele Balkonpflanzen sind eh nicht bienenfreundlich – selbst in der Sonne.
    • Es gibt tolle Stauden-Alternativen für den Schattenbalkon:
    • Astilbe, Akelei, Wald-Geißbart, Tellerhortensien.
    • Frühblüher wie Lungenkraut (Pulmonaria) und Schaumblüte (Tiarella).

    3 Tipps für deinen Nordbalkon

    • Struktur statt Blüten: Farne, Funkien & Co. machen dauerhaft Freude.
    • Gießen mit Gefühl: Erst wenn die Erde trocken ist.
    • Smart Düngen: mit Azet DüngeSticks oder Azet BalkonpflanzenDünger flüssig für gesunde Pflanzen.
  30. Garten-Check April

    3 minÉpisode 134

    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat? Garten-Check April Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es …

    Notes de l’épisode
    Ganz kurz: was brauchen eure Pflanzen in diesem Monat?

    Garten-Check April

    Hallo, ihr Gartenmenschen da draußen. Habt ihr auch gelegentlich das Gefühl, ihr vergesst das eine oder andere todo im Garten? Geht es uns nicht allen so?? Hier kommt euer kurzer Garten-Reminder für den März.

    Gemüsegarten

    • Jede Menge Aussaaten im Freien möglich: Erbsen, Möhren, Spinat, Rote Bete, Mangold, Salate
    • Aussäen auf der Fensterbank geht mit Melonen, Gurken, Zucchini, Mais
    • Evtl. pikieren, also zu dicht gesätes auseinander pflanzen
    • Auspflanzen geht auch schon: Salate, Mangold, Blumenkohl
    • Kartoffeln könnt ihr vorkeimen und bei Bodentemperaturen ab 7 °C pflanzen
    • Hochbeet spätestens jetzt auffüllen mit torffreier Neudohum-Erde

    Obstgarten

    • Spätestens jetzt alle Obstbäume und Sträucher und Erdbeeren düngen
    • Monats- oder Frigo-Erdbeeren pflanzen. Die regulären Erdbeeren erst im Juli pflanzen
    • Sommertragende Himbeeren auslichten: pro Meter 10 Triebe stehen lassen

    Ziergarten

    • Gucken, wo noch Lücken sind von Frühlingsblühern. Und im Kalender eintragen, da im Hrbst nachzupflanzen
    • Direkte Aussaat von Kapuzinerkresse, Kornblume, Mohn, Sonnenblumen u.a.
    • Pflanzen: Dahlien, Gladiolen, Lilien, Montbretien, Stauden
    • Frühjahrsblühende Sträucher nach der Blüte auslichten (Forsythien u.a.)
    • Rasen spätestens jetzt mit Azet Rasendünger organisch versorgen. Vertikutieren erst im Mai
    • Lücken im Rasen schließen mit Rasenreparatur Lückenlos
    • Stauden spätestens jetzt zurück schneiden
    • Wilde Ecken im Garten liegen lassen, für Insekten und Co.

    Habt ihr Fragen? Meine Mailadresse lautet [email protected]

    Aber natürlich könnt ihr uns auch über neudorff.com erreichen, und dort stöbern nach noch mehr Gartentipps.

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