Lavant hören

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NouveauLavant lesen: Marko Dinić und Yevgeniy Breyger über Christine Lavant16 juillet 2026 · 41 min
Épisodes
6
Parution
irrégulière
Dernier épisode
16 Juil 2026

À propos du podcast

LAVANT HÖREN ist ein Podcast über das große literarische Werk der Schriftstellerin Christine Lavant. Moderiert von Martin Kušej, lesen namhafte Künstlerinnen aus Lavant’s Werk und aus Briefen. Die Aufnahmen stammen aus den Matineen der letzten 10 Jahre zur Verleihung des Christine Lavant Preis im Wiener RadioKulturhaus. Dieser Podcast wird ermöglicht durch die Internationale Christine Lavant Gesellschaft. Moderation: Martin Kušej Texte: Klemens Renoldner Aufnahmen: ORF RadioKulturhaus / AUDIO FUNNEL Postproduktion: Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL Für den Inhalt verantwortlich: Hans Gasser

Épisodes 6

  1. Lavant lesen: Marko Dinić und Yevgeniy Breyger über Christine Lavant

    41 min

    Am 26. Mai 2026 trafen sich die Schriftsteller Yevgeniy Breyger und Marko Dinić im Literaturhaus Wien zur neunten Ausgabe von „Lavant lesen". Im Zentrum ihres Gesprächs standen ausgewählte Gedichte von …

    Notes de l’épisode

    Am 26. Mai 2026 trafen sich die Schriftsteller Yevgeniy Breyger und Marko Dinić im Literaturhaus Wien zur neunten Ausgabe von „Lavant lesen". Im Zentrum ihres Gesprächs standen ausgewählte Gedichte von Christine Lavant – von „Ich fürchte mich" bis zu ihrem mutmaßlich letzten Gedicht „Laubloser Baum". Diese Folge von „Lavant hören" bringt Ausschnitte aus diesem intensiven Nachdenken über Körper und Geist, Mond und Stern in Lavants Werk.


    Breyger und Dinić führen seit Langem ein andauerndes Gespräch über Christine Lavant, in dem das Vorlesen und Kommentieren ihrer Lieblingsgedichte im Mittelpunkt steht. Im Literaturhaus suchten sie erstmals öffentlich nach dem Ursprung dessen, was sie an Lavants Lyrik bis heute fesselt – ihr Ringen mit der Schöpfung und mit Gott als eine Form, die erst durch vollendete sprachliche Gestalt ihre Berechtigung findet.

    Gedichte von Marko Dinić:

    • „Du hast mich aus aller Freude geholt" (aus Sonnenvogel)
    • „Oh Schaukel Gottes" (aus Die Bettlerschale)
    • „Ich fürchte mich" und „Laubloser Baum, der Weg war eine Natter" (aus Christine Lavant – Gedichte aus dem Nachlass, Werkausgabe Bd. 4; Letzteres vermutlich Lavants letztes Gedicht, 1962/1973)

    Gedichte von Yevgeniy Breyger:

    • „Das Ende wird einst mir gehören" (aus Spindel im Mond)
    • „Zwölf dotterbrüstige Vögel, doch keiner von ihnen erleuchtet mich" (Werkausgabe Bd. 1)
    • „So also geht Erleuchtung vor?" (aus Seit heute, aber für immer, hg. von Jenny Erpenbeck)
    • „Um Mitternacht habe ich Sterne zerkaut" (Werkausgabe Bd. 1)

    Während Dinić in den Gedichten wörtliche Bezüge zu Körper und Geist, Herz und Hirn ausmacht, sieht Breyger die Bilder von Mond, Stern und Kern als Schlüssel zu Lavants Werk.

    Moderation: Martin Kušej

    Texte: Klemens Renoldner 

    Aufnahmen: ORF RadioKulturhaus / AUDIO FUNNEL 

    Postproduktion: Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL

    Jingle: Wolfgang Puschnig und Jon Sass

    Für den Inhalt verantwortlich: Hans Gasser 

  2. Isabel Karajan liest "Das Wechselbälgchen" von Christine Lavant

    29 min

    In Folge 5 des Literatur-Podcasts liest die Schauspielerin Isabel Karajan einen Brief, den Christine Lavant Mitte Juli 1958 an den Komponisten Gerhard Lampersberg geschrieben hatte. Es folgt ein Ausschnitt aus …

    Notes de l’épisode

    In Folge 5 des Literatur-Podcasts liest die Schauspielerin Isabel Karajan einen Brief, den Christine Lavant Mitte Juli 1958 an den Komponisten Gerhard Lampersberg geschrieben hatte. Es folgt ein Ausschnitt aus der berühmten Erzählung „Das Wechselbälgchen“ sowie eine Auswahl von fünf Gedichten der Dichterin.

    Die Lesung stammt aus dem Festakt im Oktober 2021, aus Anlass der Verleihung des Christine Lavant Preises an die österreichische Schriftstellerin Maja Haderlap. Im Zentrum stehen diesmal das legendäre Künstler-Netzwerk am „Tonhof“ im kärntnerischen Maria Saal, die schicksalhafte Begegnung mit Thomas Bernhard sowie Lavants tiefgründiges Werk. Mit „Das Wechselbälgchen“ wird die erschütternde Geschichte eines hilflosen, unglücklichen Kindes und der Fanatismus einer Dorfgemeinschaft thematisiert – eine Erzählung, die erst 1973 im Nachlass gefunden und 1998 erstmals veröffentlicht wurde. Die fünf ausgewählten Gedichte spannen einen Bogen von tiefer Schwermut bis hin zu poetischer Trostsuche.


    Den Podcast LAVANT HÖREN finden Sie auf unserer Homepage www.christine-lavant.com unter „Der Podcast“ und auf allen gängigen Plattformen wie Spotify, Amazon Music, Apple Music, Deezer und Pocketcasts.


    Skript von Martin Kušej. Für die musikalische Gestaltung sorgen Matthias Bartolomey (Violoncello) und Klemens Bittmann (Violine) als Duo Bartolomey-Bittmann, untermalt von feinfühligen Auszügen aus den Solo-Cellosuiten von Johann Sebastian Bach. Produziert von Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL.

    Moderation: Martin Kušej

    Texte: Klemens Renoldner 

    Aufnahmen: ORF RadioKulturhaus / AUDIO FUNNEL 

    Postproduktion: Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL

    Jingle: Wolfgang Puschnig und Jon Sass

    Für den Inhalt verantwortlich: Hans Gasser 

  3. Sophie von Kessel liest Christine Lavant

    33 min

    In Folge 4 des Literatur-Podcast liest die Burgschauspielerin Sophie von Kessel aus einem Brief an eine dänische Rundfunkredakteurin, in dem Christine Lavant über ihre Kindheit in Kärnten berichtet. Es folgen …

    Notes de l’épisode

    In Folge 4 des Literatur-Podcast liest die Burgschauspielerin Sophie von Kessel aus einem Brief an eine dänische Rundfunkredakteurin, in dem Christine Lavant über ihre Kindheit in Kärnten berichtet. Es folgen mehrere Gedichte und ein Ausschnitt aus der Erzählung „Die Schöne im Mohnkleid“ aus dem Jahr 1948.


    Die Lesung stammt aus der Matinee im Oktober 2025, aus Anlass der Verleihung des Christine Lavant Preises an die deutsche Schriftstellerin Ulrike Draesner im RadioKulturhaus Wien. Im Zentrum stehen diesmal Lavants Erinnerungen an ihre schwierige Kindheit in Kärnten, ihre poetische Bildwelt und ihre besondere Sprache zwischen Alltag, Schmerz, Traum und Verwandlung. Mehrere der gelesenen Gedichte stammen aus dem erst kürzlich veröffentlichten Nachlass der Autorin. Zum Abschluss ist ein Ausschnitt aus der frühen Erzählung „Die Schöne im Mohnkleid“ zu hören, die 1948 entstand und erst 1996 veröffentlicht wurde.


    Den Podcast LAVANT HÖREN finden Sie auf unserer Homepage www.christine-lavant.com unter „Der Podcast“ und auf allen gängigen Plattformen wie Spotify, Amazon Music, Apple Music, Deezer und Pocketcasts. 


    Moderiert von Martin Kušej. Skript von Klemens Renoldner. Für die musikalische Gestaltung sorgen Hannah Senfter (Harfe), Tonč Feinig (Piano) und Edgar Unterkirchner(Saxophon und Komposition). Die Zitate spricht Christine Lasta. Produziert von Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL.

    Moderation: Martin Kušej

    Texte: Klemens Renoldner 

    Aufnahmen: ORF RadioKulturhaus / AUDIO FUNNEL 

    Postproduktion: Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL

    Jingle: Wolfgang Puschnig und Jon Sass

    Für den Inhalt verantwortlich: Hans Gasser 

  4. Verena Altenberger und Martin Kušej lesen aus dem Briefwechsel zwischen Christine Lavant und Werner Berg.

    33 min

    In Folge DREI der Podcast-Reihe „Lavant hören“ lesen Verena Altenberger und Martin Kušej aus dem Briefwechsel zwischen Christine Lavant und dem Maler Werner Berg. "Lieber, kannst du mir vielleicht noch vorher …

    Notes de l’épisode

    In Folge DREI der Podcast-Reihe „Lavant hören“ lesen Verena Altenberger und Martin Kušej aus dem Briefwechsel zwischen Christine Lavant und dem Maler Werner Berg. 


    "Lieber, kannst du mir vielleicht noch vorher schreiben, ob wir unsere Stunden, Nacht, Nächte, so wie du öfter plantest, irgendwo bei Bäumen und Vögelchen verbringen wollen? Weißt, dann müsste ich etwas Warmes mitnehmen, denn eine ganze Nacht lang wirst du mich ja nicht zudecken können."


    Dies schreibt Christine Lavant am 11. August 1951 an den Maler Werner Berg. Über vier Jahre verband die beiden eine innige Liebesbeziehung, aber es war auch eine äußerst schwierige Verbindung. Beide Partner waren verheiratet und Christine Lavants Ehemann, der Maler Josef Habernig, 36 Jahre älter als sie, ein wenig erfolgreicher Maler, war von fanatischer Eifersucht gejagt. Briefe, Begegnungen, alles sollte im Verborgenen geschehen.


    Die internationale Christine-Lavant-Gesellschaft vergibt jedes Jahr einen renommierten Literaturpreis. Bei dem Festakt werden jeweils auch Texte von Christine Lavant von bekannten Schauspielerinnen und Schauspielern gelesen. Bei der Verleihung des Christine-Lavant-Preises, der im Jahr 2024 an die Schriftstellerin Anne Cotton vergeben wurde, lasen Verena Altenberger und Martin Kušej Auszüge aus dem Briefwechsel von Christine Lavant und Werner Berg, der 2023 erstmals veröffentlicht wurde. 


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    Moderation: Martin Kušej

    Texte: Klemens Renoldner

    Aufnahmen: ORF RadioKulturhaus / AUDIO FUNNEL

    Postproduktion: Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL

    Jingle: Wolfgang Puschnig und Jon Sass

    Für den Inhalt verantwortlich: Hans Gasser

    Moderation: Martin Kušej

    Texte: Klemens Renoldner 

    Aufnahmen: ORF RadioKulturhaus / AUDIO FUNNEL 

    Postproduktion: Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL

    Jingle: Wolfgang Puschnig und Jon Sass

    Für den Inhalt verantwortlich: Hans Gasser 

  5. Gerti Drassl liest Gedichte aus dem Nachlass von Christine Lavant

    25 min

    „Meine Eltern lebten noch bis zu meinem 24. Lebensjahr, dann starben sie ganz knapp hintereinander. Ich hatte bis dahin viel gelesen und viel geschrieben. Das Geschriebene war durchwegs Kitsch und das Gelesene …

    Notes de l’épisode

    „Meine Eltern lebten noch bis zu meinem 24. Lebensjahr, dann starben sie ganz knapp hintereinander. Ich hatte bis dahin viel gelesen und viel geschrieben. Das Geschriebene war durchwegs Kitsch und das Gelesene wohl auch, denn sonst hätte mich der erste Hamsun, der zufällig darunter geriet, nicht so sehr erstaunen und erschüttern können.

    Nach dem Tod meiner Eltern musste ich aus der Stube ausziehen in die winzige Dachkamme eines Neubaues. Damit hörte vorläufig alle Verzauberung auf. Meine Schreib-Wut hielt ich für eine überstandene Krankheit, die ich nie mehr in mir aufkommen lassen wollte, weil es sich für einen armen Menschen nicht gehört.“


    Das schrieb die Schriftstellerin Christine Lavant im Jahr 1957. Ihre selbstkritische Einschätzung teilten Freunde und Kollegen, unter Ihnen Thomas Bernhard, NICHT. Glücklicherweise war ihre „Schreib-Wut“ keine „überstandene Sache“, denn Christine Lavant veröffentlichte in den folgenden Jahren weitere Bücher. Auch die Anerkennung im österreichischen und deutschen Literaturbetrieb blieb nicht aus, sie erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen. 


    In Folge ZWEI der Podcast-Reihe „Lavant hören“ liest die Schauspielerin Gerti Drassl Gedichte aus dem Nachlass von Christine Lavant. Einige der Liebesgedichte sind dem Maler Werner Berg gewidmet. Sie entstanden zu Beginn der 1950er Jahre. 


    2017 wurden sie erstmals veröffentlicht in dem Band: Christine Lavant – „Gedichte aus dem Nachlass“. Herausgegeben von Doris Moser und Fabjan Hafner. Dies ist der dritte Band der vierbändigen Christine-Lavant-Werk-Ausgabe, die im Wallstein-Verlag, Göttingen, erschienen ist.


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    Moderation: Martin Kušej

    Texte: Klemens Renoldner

    Aufnahmen: ORF RadioKulturhaus / AUDIO FUNNEL

    Postproduktion: Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL

    Für den Inhalt verantwortlich: Hans Gasser

    Moderation: Martin Kušej

    Texte: Klemens Renoldner 

    Aufnahmen: ORF RadioKulturhaus / AUDIO FUNNEL 

    Postproduktion: Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL

    Jingle: Wolfgang Puschnig und Jon Sass

    Für den Inhalt verantwortlich: Hans Gasser 

  6. Folge 1: Elisabeth Orth liest Christine Lavant

    26 min

    „Gedichte mochte ich überhaupt nicht lesen, weil man dabei nicht stricken kann. – Ja, und es ist so, dass ich froh sein muss, soviel Strickarbeit zu haben, obwohl mir diese die Nerven kleinweis zerhämmert, bis …

    Notes de l’épisode

    „Gedichte mochte ich überhaupt nicht lesen, weil man dabei nicht stricken kann. – Ja, und es ist so, dass ich froh sein muss, soviel Strickarbeit zu haben, obwohl mir diese die Nerven kleinweis zerhämmert, bis ich jede Nacht jeden einzelnen Faden in mir frei zittern spüre, als bestünde ich aus lauter dünnen Fäden, die einmal ein Netz waren und nun lose winzige Stücke sind, und als hinge der Kopf in einem tanzenden Ballon.

    Aber das ist dennoch gut so.

    Dann es hält die andere Pein – die des Nimmerkönnens in einem gewissen Abstand von mir.“ 


    Das schreibt Christine Lavant 1950 in einem Brief. Christine Lavant, die Kärntner Schriftstellerin, wurde 1915 in St. Stefan im Lavanttal geboren. Sie war das neunte Kind einer Flickschneiderin und eines Bergarbeiters, und wuchs in ärmlichsten Verhältnissen auf. 

    Von Kindheit an war sie von vielen Krankheiten beeinträchtigt und gequält. Mit Strickarbeiten verdiente sie etwas Geld für ihren Unterhalt. 

    Ihre lebenslange Sorge vor dem Nimmerkönnen, vor der Erschöpfung, dem Versagen war groß. Aber groß ist auch ihr literarisches Werk, Gedichte und Erzählungen. Seit 2016 liegt es, in vier Bänden gesammelt, vor, mehr als 3000 Seiten. Neben Ingeborg Bachmann und Ilse Aichinger ist Christine Lavant eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen der österreichischen Literatur seit 1945.


    Dies ist die Folge EINS in der Reihe „Lavant hören“. Dieser Podcast wird von der Internationalen Christine Lavant-Gesellschaft veröffentlicht. Die Internationale Christine Lavant-Gesellschaft vergibt jedes Jahr einen renommierten Literaturpreis. Bei dem Festakt zur Preisverleihung werden auch Texte von Christine Lavant gelesen, und zwar von bekannten Schauspielerinnen und Schauspielern. Diese Lesungen können Sie nun auch als Podcast hören.

    Bei der Verleihung des Christine Lavant-Preises, der im Jahr 2020 an die deutsche Schriftstellerin Judith Schalansky vergeben wurde, las Elisabeth Orth, Schauspielerin des Wiener Burgtheaters, Texte von Christine Lavant. Die Musik stammte von Edgar Unterkirchner und Tonč Feinig.


    Moderation: Martin Kušej

    Texte: Klemens Renoldner

    Aufnahmen: ORF RadioKulturhaus / AUDIO FUNNEL

    Postproduktion: Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL

    Jingle: Wolfgang Puschnig und Jon Sass

    Für den Inhalt verantwortlich: Hans Gasser

    Moderation: Martin Kušej

    Texte: Klemens Renoldner 

    Aufnahmen: ORF RadioKulturhaus / AUDIO FUNNEL 

    Postproduktion: Georg Gfrerer / AUDIO FUNNEL

    Jingle: Wolfgang Puschnig und Jon Sass

    Für den Inhalt verantwortlich: Hans Gasser