
Pädicus – Der Podcast für Kindergesundheit
- Épisodes
- 101
- Parution
- hebdomadaire
- Dernier épisode
- 21 Oct 2026
À propos du podcast
Herzlich willkommen bei "Pädicus - Der Podcast für Kindergesundheit"! Dr. D ist einer der erfahrensten Kinderärzte. In diesem Podcast teilt er seine Expertise und Erfahrungen aus vielen Jahren Praxis mit Eltern, Erziehungsberechtigten und allen, die sich für die Gesundheit von Kindern interessieren. Es dreht sich alles um das Wohl der Kleinsten. Gemeinsam mit dem Kinderarzt und Chefarzt der Kinderklinik in Flensburg, Dr. D, sowie der Kinderkrankenschwester und wissenschaftlichen Mitarbeiterin im Bereich Public Health, Jana, werden alle Aspekte der Kindergesundheit behandelt. In jeder Folge behandelt Dr. D ein Thema aus der Kindermedizin, von häufigen Erkrankungen und Impfungen bis hin zu Entwicklungsstörungen und psychischen Problemen. Er erklärt verständlich und praxisnah, was Eltern wissen müssen, um ihre Kinder optimal zu unterstützen und gesund aufwachsen zu lassen. Dabei geht Dr. D auch auf aktuelle Debatten und kontroverse Themen ein, wie zum Beispiel die Vor- und Nachteile von bestimmten Impfungen Auswirkungen von Bildschirmzeit auf die kindliche Entwicklung. Neben den medizinischen Themen bietet der Podcast auch Platz für Interviews mit anderen Experten aus dem Bereich der Kinder- und Jugendmedizin sowie für Fragen und Erfahrungsberichte von Eltern. Wenn ihr als Eltern oder Bezugsperson das Beste für euer Kind wollt und euch für alle Aspekte der Kindergesundheit interessiert, ist "Pädicus - Der Podcast für Kindergesundheit" die perfekte Informationsquelle für euch. Also hört rein und bleibt immer auf dem neuesten Stand!
Épisodes 101
Immunsystem stärken: Was bei Kindern wirklich hilft
Gerade zum Start der Erkältungszeit versprechen unzählige Produkte, das Immunsystem eures Kindes zu stärken. Aber was davon hilft wirklich?In dieser Folge sortieren wir evidenzbasiert aus. Ihr erfahrt, warum …
Notes de l’épisode
Gerade zum Start der Erkältungszeit versprechen unzählige Produkte, das Immunsystem eures Kindes zu stärken. Aber was davon hilft wirklich?
In dieser Folge sortieren wir evidenzbasiert aus. Ihr erfahrt, warum acht bis zwölf Infekte im Jahr völlig normal sind, ob die Kita wirklich abhärtet und wann ihr hellhörig werden solltet. Wir schauen uns Vitamin D, Vitamin C, Zink, Multivitaminsäfte und Probiotika genauer an und erklären, warum mehr nicht automatisch besser ist und hochdosierte Präparate sogar gefährlich werden können.
Außerdem: Warum Nahrungsergänzungsmittel vor dem Verkauf von niemandem geprüft werden.
Am Ende bleibt das, was kaum jemand hören will, aber wirklich schützt:
Bewegung an der frischen Luft, eine rauchfreie Umgebung, ausgewogene Ernährung, Impfungen, Stillen und Händewaschen.
Das Immunsystem eures Kindes ist nicht schwach. Es lernt nur noch.
Nahrungsergänzungsmittel im Check
- Vitamin D: Im ersten Lebensjahr wichtig. Hochdosiert kann es gefährlich werden.
- Vitamin C und Zink: Bei ausgewogener Ernährung kein zusätzlicher Schutz.
- Probiotika: Nur bei Durchfall durch Antibiotika mit nachgewiesenem Nutzen.
- Nahrungsergänzungsmittel werden vor dem Verkauf nicht geprüft.
Was wirklich schützt
- Täglich raus an die frische Luft, bei jedem Wetter.
- Rauchfreie Umgebung.
- Ausgewogene Ernährung nach dem Prinzip „Food first“.
- Impfungen, Stillen und regelmäßiges Händewaschen.
Noch Fragen oder Feedback? Schreibt uns an [email protected] oder per WhatsApp (Button auf Instagram und unserer Website). Wenn euch die Folge gefallen hat, freuen wir uns über eine Fünf-Sterne-Bewertung!
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Dr. D & Dr. Jane
RSV-Schutz fürs Baby - Warum der RSV-Schutz nicht am Stichtag endet
So viele Fragen wie zum RSV-Schutz habt ihr uns selten geschickt, und sie waren erstaunlich konkret: Mein Baby ist im März geboren, was gilt diesen Winter? Ich wurde in der Schwangerschaft geimpft, braucht mein …
Notes de l’épisode
So viele Fragen wie zum RSV-Schutz habt ihr uns selten geschickt, und sie waren erstaunlich konkret:
- Mein Baby ist im März geboren, was gilt diesen Winter?
- Ich wurde in der Schwangerschaft geimpft, braucht mein Kind trotzdem etwas?
- Und was ist mit Frühchen oder Kindern nach einer Herz-OP?
In dieser Folge beantworten wir eure Fragen Schritt für Schritt. Ihr erfahrt, warum die Antikörpergabe keine Impfung ist, wie lange der Schutz wirklich hält und wann der beste Zeitpunkt ist.
Es geht um den zweiten Winter, um Risikokinder, um die Impfung in der Schwangerschaft und um den neuen zweiten Antikörper, den die STIKO seit September empfiehlt.
Außerdem: Was zahlt die Kasse, wie lagert ihr das Präparat richtig und was hilft, wenn das große Geschwisterkind krank ist?
Zum Schluss gibt’s fünf konkrete Tipps für den Alltag und die Warnzeichen, bei denen ihr mit eurem Baby zum Arzt solltet.
Das Wichtigste zur Immunisierung
- Die Antikörpergabe ist keine Impfung. Der Schutz wirkt sofort und hält etwa sechs Monate
- Babys, die zwischen April und September geboren sind, werden idealerweise im Oktober immunisiert
- Winterbabys bekommen den Schutz direkt in der Geburtsklinik, meist zur U2
- Seit September empfiehlt die STIKO einen zweiten Antikörper, gleichwertig zum bisherigen
Zweiter Winter & Risikokinder
- Gesunde Kinder brauchen in der zweiten Saison in der Regel keinen erneuten Schutz
- Februar- und Märzbabys in ihrer ersten RSV-Saison: im Einzelfall mit Kinderarztpraxis und Krankenkasse klären
- Risikokinder, können auch im zweiten Winter Schutz bekommen
Praxistipps
- Gelbes Heft aufschlagen und Geburtsmonat checken
- Präparat im Kühlschrank lagern, nicht im Gefrierfach und nicht an der Rückwand
- Bei Risikokindern alle Arztbriefe zum Termin mitnehmen
- Ab zum Arzt bei Atemnot, sichtbarer Rippenatmung, Atempausen oder wenn euer Baby deutlich weniger trinkt
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Nasenspray, Spritze oder gar nicht? Die Grippeimpfung für Kinder im Check
Grippe ist keine heftige Erkältung: das ist die wichtigste Botschaft dieser Folge. Dr. D erklärt, warum Influenza bei Kindern so unterschätzt wird, was die STIKO wirklich empfiehlt und warum das Nasenspray …
Notes de l’épisode
Grippe ist keine heftige Erkältung: das ist die wichtigste Botschaft dieser Folge. Dr. D erklärt, warum Influenza bei Kindern so unterschätzt wird, was die STIKO wirklich empfiehlt und warum das Nasenspray trotzdem häufig nicht angeboten wird.
Außerdem:
Wer sollte unbedingt geimpft werden, wer kann geimpft werden – und was rät Dr. D als Kinderarzt ganz persönlich? Dazu gibt es praktische Tipps zu Kosten, Timing und den richtigen Fragen an die Krankenkasse. Und die Antwort auf die Frage, die fast alle stellen: Kann die Impfung wirklich eine Grippe auslösen?
Was ihr wirklich wissen müsst
Influenza ist keine Bagatelle. Fast ein Drittel bis die Hälfte der betroffenen Kinder landet im Krankenhaus – und 80 % davon hatten vorher keine Vorerkrankung. Die STIKO empfiehlt die Impfung für alle Kinder mit chronischen Grunderkrankungen, erlaubt sie aber ausdrücklich auch für gesunde Kinder. Dr. D geht weiter: Er empfiehlt sie grundsätzlich allen.
Nasenspray oder Spritze?
Das Nasenspray wirkt bei Kindern mindestens genauso gut wie die Spritze, aktuelle Metaanalysen belegen das klar. Trotzdem bieten viele Praxen es nicht an. Was Eltern tun können, welche Kinder das Spray nicht bekommen dürfen und warum Großbritannien schon längst umgestiegen ist, das besprechen wir in dieser Folge.
Praxistipps zum Mitnehmen
- Termin Mitte Oktober machen – Nasenspray ist schnell vergriffen
- Risikogruppe prüfen: Asthma, Diabetes, Epilepsie, Übergewicht, geschwächtes Immunsystem
- Kasse vorab anrufen: Satzungsleistung, Nasenspray, Abrechnungsweg
- Beim ersten Mal unter neun Jahren: zweiten Termin direkt mit buchen
- Die ganze Familie mitdenken: Schwangere, Großeltern, ältere Geschwister
Fragen? Schreibt uns an [email protected] oder per WhatsApp – den Link findet ihr in der Instagram-Bio. Neue Folgen erscheinen jeden Mittwoch.
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Zinksalbe, Antiseptikum oder Antibiotikum – alles über bakterielle Hautinfektionen bei Kindern
Das Knie aufgeschlagen, drei Tage später sieht es schlimmer aus als am Anfang. Oder plötzlich erscheint eine gelbliche Kruste unter der Nase, die jeden Tag größer wird. In dieser Folge erklärt Dr. D alles, was …
Notes de l’épisode
Das Knie aufgeschlagen, drei Tage später sieht es schlimmer aus als am Anfang. Oder plötzlich erscheint eine gelbliche Kruste unter der Nase, die jeden Tag größer wird.
In dieser Folge erklärt Dr. D alles, was Eltern über bakterielle Hautinfektionen bei Kindern wissen müssen. Was ist Borkenflechte, wie erkennt man sie und wann reicht ein Antiseptikum – wann braucht es wirklich ein Antibiotikum?
Außerdem:
Warum Antibiotika-Salbe keine gute Idee ist, was Kinder mit Neurodermitis besonders gefährdet und wann eine Infektion zur echten Notaufnahme wird. Praktisch, klar und mit konkreten Produktempfehlungen für zu Hause.
Was ist Borkenflechte – und woran erkenne ich sie?
Borkenflechte, medizinisch Impetigo contagiosa, ist eine ansteckende Bakterienhautinfektion, meist durch Staphylokokken. Das Typische: erst ein kleiner roter Fleck, dann ein Bläschen, das platzt – und dann diese charakteristischen honiggelben Krusten, meist um Mund und Nase. Die Infektion breitet sich schnell aus und ist hochansteckend. Kinder im Kita-Alter sind am häufigsten betroffen, vor allem im Sommer und Herbst, wenn Haut durch Schwitzen, Mückenstiche und Stürze anfälliger ist. Bei Babys unter sechs Monaten gilt: noch am gleichen Tag zum Kinderarzt.
Was hilft wirklich – und was nicht
Hier räumt Dr. D mit einem weit verbreiteten Fehler auf:
Antibiotika-Salben sind bei Borkenflechte nicht empfohlen. Sie wirken nicht besser als Antiseptika, verursachen aber Resistenzen und Allergien. Die aktuelle Leitlinie ist eindeutig: erst Antiseptika wie Octenidin, Polyhexanid oder Chlorhexidin – und wenn das nicht reicht oder die Infektion schon ausgebreitet ist, ein orales Antibiotikum, das auch gegen Staphylokokken wirkt. Und wie lange? Fünf bis sieben Tage – nicht pauschal bis die Packung leer ist, sondern so lange, bis die Wunden abgetrocknet sind.
Kita-Rückkehr: 24 Stunden nach Beginn der Antibiotikagabe, wenn es dem Kind gut geht.
Praktische Tipps für den Alltag
- Wunden sofort mit lauwarmem Wasser spülen, dann mit Octenidin oder Polyhexanid desinfizieren
- Rötung mit Stift umkreisen – so sieht man, ob sie wächst
- Fingernägel kurz halten, eigene Handtücher für jedes Kind, Wäsche bei 60 Grad
- Zinksalbe hilft bei Windeldermatitis und Hautfalten – aber dünn auftragen, damit man die Haut noch beurteilen kann
- Bläschen nie aufstechen – darin stecken noch Erreger
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Roter Po beim Kind - warum viele Eltern das Falsche behandeln
Eine Mama schreibt uns: Ihr dreijähriges Mädchen hat seit zwei Wochen einen knallroten Ring um den Po. Zinksalbe, Pilzsalbe, häufiges Wickeln – nichts hilft. Jetzt weint das Kind beim Stuhlgang und hält ein …
Notes de l’épisode
Eine Mama schreibt uns:
Ihr dreijähriges Mädchen hat seit zwei Wochen einen knallroten Ring um den Po. Zinksalbe, Pilzsalbe, häufiges Wickeln – nichts hilft. Jetzt weint das Kind beim Stuhlgang und hält ein.
Ihr Gefühl: Sie macht irgendwas falsch.
Die Wahrheit: Sie behandelt wahrscheinlich das Falsche.
In dieser Folge erklärt Dr. D, warum roter Po nicht gleich roter Po ist, wie man Windeldermatitis von perianaler Streptokokken-Dermatitis unterscheidet, wann Pilze wirklich schuld sind und wann Würmer dahinterstecken.
Außerdem: Warum eine Fissur durch Verstopfung entsteht, wann ein Antibiotikum nötig ist und warum es dann mindestens vierzehn Tage sein müssen.
Rot ist nicht gleich rot
Die wichtigste Unterscheidung zuerst: Ist die gesamte Windelfläche gerötet oder nur ein scharf begrenzter Ring direkt um das Poloch? Das macht den entscheidenden Unterschied bei der Diagnose.
Die häufigsten Ursachen im Überblick
- Windeldermatitis – feuchtes Milieu, Reibung, Stuhlkontakt
- Perianale Streptokokken-Dermatitis – scharf begrenzter roter Ring, schmerzhaft beim Stuhlgang, braucht Antibiotika für mindestens 14 Tage. Eine Salbe reicht nicht
- Pilz – eher bei Säuglingen, typisch sind satellitenförmige Pusteln drumherum
- Madenwürmer – Juckreiz vor allem nachts
- Fissur durch Verstopfung
Warum der Teufelskreis gefährlich ist
Ein wunder Po macht Stuhlgang schmerzhaft. Das Kind hält ein. Der Darm dehnt sich. Die Verstopfung wird schlimmer. Früh behandeln lohnt sich.
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Vitamin B12-Mangel bei Babys – Risiken, Symptome und der richtige Test
Seit Mai 2026 ist Vitamin B12 Teil des Neugeborenenscreenings – und das aus gutem Grund. Ein Mangel ist häufiger als gedacht, verursacht irreversible Nervenschäden und ist gleichzeitig einfach zu behandeln. Dr …
Notes de l’épisode
Seit Mai 2026 ist Vitamin B12 Teil des Neugeborenenscreenings – und das aus gutem Grund. Ein Mangel ist häufiger als gedacht, verursacht irreversible Nervenschäden und ist gleichzeitig einfach zu behandeln.
Dr. D erklärt, warum vor allem stillende und schwangere Mütter besonders im Blick sein müssen, welche Kinder ein erhöhtes Risiko haben und warum vegane oder vegetarische Ernährung unterschätzt wird. Außerdem räumt er mit einem weit verbreiteten Fehler auf: Vitamin B12 im Blut zu messen ist sinnlos.
Was Eltern an Symptomen erkennen können, wann man gezielt testen sollte und ob man einfach allen Kindern B12 geben kann – das alles in dieser Folge.
Warum B12 so wichtig ist
Vitamin B12 ist entscheidend für Blutbildung und Nervenscheidenaufbau. Ein Mangel beim Baby führt zu Entwicklungsverzögerungen, Muskelschwäche und im schlimmsten Fall zu bleibenden neurologischen Schäden – die nicht mehr rückgängig zu machen sind, wenn man zu lange wartet.
Wer ist gefährdet?
- Stillende Mütter mit eigenem B12-Mangel geben zu wenig an ihr Baby weiter
- Vegan ernährte Schwangere und Stillende – B12 kommt ausschließlich aus tierischen Quellen
- Vegetarierinnen, die Milchprodukte weglassen – eine unterschätzte Gruppe
- Kinder mit chronischen Darmerkrankungen oder nach Darmoperationen
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Sommerfolge #6 - Wasser, Milch, Eiweiß – was Kleinkinder wirklich brauchen
Willkommen zur sechsten Sommerfolge!Heute beantworten wir zwei Fragen einer Mama, die uns beide sehr häufig erreichen. Erstens: Wie viel Wasser darf ein Baby wirklich trinken – und muss man wirklich erst ab …
Notes de l’épisode
Willkommen zur sechsten Sommerfolge!
Heute beantworten wir zwei Fragen einer Mama, die uns beide sehr häufig erreichen.
Erstens: Wie viel Wasser darf ein Baby wirklich trinken – und muss man wirklich erst ab drei Beikostmahlzeiten damit anfangen?
Und zweitens: Ihr Zweijähriger will manchmal 500 ml Milch am Tag – ist das zu viel und was passiert eigentlich, wenn Kleinkinder zu viel Eiweiß bekommen? Dr. D räumt auf mit dem Mythos der Wasservergiftung, erklärt warum Milch keine Mahlzeit ersetzen kann und warum zu viel davon der häufigste Grund für Eisenmangel bei Kleinkindern ist. Und er wird sehr deutlich zu Eiweißpulver für Kinder.
Wie viel Wasser braucht ein Baby?
Eine Wasservergiftung durch normales Trinken ist so gut wie ausgeschlossen – die Babyniere scheidet überschüssiges Wasser problemlos aus. Trotzdem gilt: Voll gestillte oder formula-ernährte Babys brauchen kein zusätzliches Wasser, weil Muttermilch und Pre-Nahrung zu 85–90 % aus Wasser bestehen. Wasser einzuführen empfiehlt sich aber schon früh – nicht aus Flüssigkeitsgründen, sondern als Gewohnheit. Am besten gleich aus einem Becher, direkt zur ersten Beikostmahlzeit.
Wie viel Milch ist zu viel?
Milch ist keine Mahlzeit. 500 ml täglich bei einem Zweijährigen ist zu viel – und der häufigste Grund für Eisenmangel bei Kleinkindern. Richtwert für zwei bis drei Jahre: etwa 300–400 ml Milchprodukte täglich, Joghurt und Käse mitgerechnet. Den Rest der Flüssigkeit über Wasser regeln.
Zu viel Eiweiß – wirklich gefährlich?
Überschüssiges Eiweiß macht Kinder nicht krank, sondern dick. Leber und Niere gesunder Kinder kommen damit problemlos zurecht. Eiweißpulver für Kleinkinder ist trotzdem eine Katastrophe – nicht wegen der Organe, sondern weil es das falsche Signal sendet.
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Sommerfolge #5 - Blasenprobleme, Einnässen, Stuhlschmieren - was steckt dahinter?
Willkommen zur fünften Sommerfolge! Ein Mädchen war mit drei Jahren komplett trocken – tags und nachts. Mit vier fing das Einnässen wieder an, und drei Jahre später ist die Situation kaum besser. Zwei …
Notes de l’épisode
Willkommen zur fünften Sommerfolge!
Ein Mädchen war mit drei Jahren komplett trocken – tags und nachts. Mit vier fing das Einnässen wieder an, und drei Jahre später ist die Situation kaum besser. Zwei Spezialkliniken, Medikamente, Protokolle – und trotzdem kein Durchbruch. Dr. D hört sich den Fall an und kommt schnell auf den entscheidenden Punkt: Nicht die Blase ist das Hauptproblem, sondern der Darm. Chronische Verstopfung, unzureichend behandelt über Jahre, und jetzt neu aufgetretenes Stuhlschmieren als deutliches Warnsignal. Was das bedeutet, warum Macrogol allein nicht reicht und wie ein konsequenter Therapieplan aussieht – das besprechen wir in dieser Folge.
Der Zusammenhang, den viele übersehen
Blase und Darm liegen eng zusammen, ihre Nerven laufen gemeinsam. Wer chronische Verstopfung hat, hat fast immer auch Blasenprobleme. Das neu aufgetretene Stuhlschmieren ist kein Zufallsbefund – es ist ein klares Zeichen, dass die Verstopfung nie konsequent genug behandelt wurde.
Was jetzt zu tun ist
- Verstopfung hat Vorrang – erst wenn der Darm funktioniert, kann die Blase folgen
- Macrogol muss täglich und ausreichend dosiert gegeben werden – mindestens so lange, wie die Verstopfung bestand
- Stuhltraining mit festen Zeiten, Fußbank, Ruhe und Zeit auf der Toilette
- Propiverin vorerst pausieren – es kann Verstopfung verschlimmern
- Miktionstraining mit Uhrerinnerung statt elterlichem Druck
- Zöliakie ausschließen bei langanhaltender Verstopfung
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Sommerfolge #4 - Zu klein geboren, zu wenig Aufklärung – und jetzt?
Was SGA bedeutet – und was nichtSGA steht für Small for Gestational Age – zu klein für das Gestationsalter, definiert als unter der zehnten Perzentile. Das klingt beunruhigend, ist aber nicht automatisch ein …
Notes de l’épisode
Was SGA bedeutet – und was nicht
SGA steht für Small for Gestational Age – zu klein für das Gestationsalter, definiert als unter der zehnten Perzentile. Das klingt beunruhigend, ist aber nicht automatisch ein Problem. Entscheidend ist, ob eine echte intrauterine Wachstumsverzögerung vorlag und wie lange. Kinder, die nur in der letzten Schwangerschaftsphase unterversorgt waren, haben in der Regel eine gute Prognose.
Worauf man wirklich achten muss
Bei schwerer Wachstumsverzögerung können langfristig folgende Risiken auftreten:
- Kleinwuchs – bis zu 30 % der betroffenen Kinder wachsen nicht vollständig auf
- Erhöhtes Risiko für Stoffwechselprobleme und Übergewicht im späteren Leben
- Subtile Auffälligkeiten in Motorik, Konzentration oder Verhalten
Für diesen konkreten Fall gilt: kein erhöhtes Risiko zu erwarten. Die Mama kann aufatmen.
Die wichtigste Botschaft
Elternbauchgefühl ernst nehmen, immer. Dass sie auf einem Eisenwert bestanden hat, war richtig. Kinder mit Risikofaktoren verdienen eine niedrigere Interventionsschwelle, keine Beruhigungspillen.Fragen, Kritik oder Themenwünsche ⤵️ Schreibt es in die Kommentare unter dieser Folge oder schickt uns eine 📧 Mail: [email protected]
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Sommerfolge #3 - Mangelndes Wachstum beim Kind
Vier Jahre, keine Diagnose – was lief hier falsch?Willkommen zur dritten Sommerfolge. Heute widmen wir uns dem bisher komplexesten Fall unserer Sommerserie – einer Familie, die vier Jahre lang mit ihrem Kind …
Notes de l’épisode
Vier Jahre, keine Diagnose – was lief hier falsch?
Willkommen zur dritten Sommerfolge. Heute widmen wir uns dem bisher komplexesten Fall unserer Sommerserie – einer Familie, die vier Jahre lang mit ihrem Kind von Praxis zu Praxis gegangen ist, ohne eine klare Antwort zu bekommen. Dr. D geht den Fall chronologisch durch und ordnet ein, was gut lief, was hätte früher auffallen müssen und welche Schritte noch fehlen.
Was der Fall lehrt
- Gewicht und Länge dürfen nie getrennt betrachtet werden
- Ein Eisenmangel bei einem Einjährigen ist niemals ein Randbefund
- Vier erfolglose Eisentherapien sind ein klares Signal, dass die Ursache noch nicht gefunden wurde
- Eine dauerhaft erhöhte Kreatinkinase muss abgeklärt werden – nicht wegerklärt
Was Eltern tun können, wenn sie nicht gehört werden
Arztbriefe genau lesen, Empfehlungen einfordern und bei Ablehnung auf schriftliche Dokumentation bestehen. Das ist kein unhöflicher Akt, sondern ein berechtigtes Mittel.
Was noch fehlt
Elternblut auf CK, gezielte Stoffwechseldiagnostik in einem spezialisierten Zentrum und je nach Wachstumsverlauf eine Chromosomenabklärung.
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Sommerfolge #2- Blut im Stuhl beim Säugling - Wann ist es harmlos und wann nicht?
Blut im Stuhl beim Baby – Kuhmilchallergie oder doch was anderes?Manchmal ist es nicht die große Katastrophe, die Eltern wachhält – sondern die kleine, wiederkehrende Unsicherheit. Blut in der Windel, immer …
Notes de l’épisode
Blut im Stuhl beim Baby – Kuhmilchallergie oder doch was anderes?
Manchmal ist es nicht die große Katastrophe, die Eltern wachhält – sondern die kleine, wiederkehrende Unsicherheit. Blut in der Windel, immer wieder, seit Monaten. Das Kind lacht, wächst, entwickelt sich prächtig. Und trotzdem bleibt die Frage: Was stimmt hier nicht?
Was die Symptome sagen
Schleimig vermischtes Blut im Stuhl deutet immer auf eine Quelle im Darm hin – nicht auf Fissuren am After. Die anfängliche Diagnose war falsch. Was viel besser passt: eine allergische Proktitis, also eine essensinduzierte Darmentzündung, am wahrscheinlichsten durch Kuhmilcheiweiß. Bauchschmerzen in den ersten Monaten, Verbesserung nach Tiermilchkarenz der Mutter – das Bild ist eindeutig.
Wie es weitergeht
- Einmal Blut abnehmen: Hämoglobin und Ferritin prüfen
- Mit verbackenen Kuhmilchprodukten in der Beikost starten
- Symptomtagebuch führen – Muster erkennen, Trigger dokumentieren
- Kind beobachten: Wachstum, Bauchschmerzen, Allgemeinzustand
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Sommerfolge #1 -Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien
Willkommen zu unseren Sommerfolgen! Die nächsten Wochen beantworten wir eure Elternfragen direkt und ausführlich. Wir beginnen mit einer Frage, die uns sehr häufig erreicht: Baby hat Neurodermitis, Papa hat …
Notes de l’épisode
Willkommen zu unseren Sommerfolgen!
Die nächsten Wochen beantworten wir eure Elternfragen direkt und ausführlich. Wir beginnen mit einer Frage, die uns sehr häufig erreicht: Baby hat Neurodermitis, Papa hat viele Allergien – wie geht man das Thema Allergeneinführung richtig an?
Das wichtigste Zeitfenster
Das immunologische Fenster für Toleranzentwicklung öffnet sich etwa im vierten bis fünften Monat. Je früher Allergene über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, desto besser die Chancen, dass das Immunsystem sie toleriert. Warten erhöht das Risiko – gerade bei Kindern mit Neurodermitis.
Wie es praktisch funktioniert
- Menge: eine Löffelspitze oder ein Fingerabdruck reicht
- Allergene: Milch, Ei, Fisch, Soja, Weizen, Erdnuss, Haselnuss, Walnuss
- Verarbeitet geben – kein rohes Ei, keine ganzen Nüsse
- Zweimal pro Woche pro Allergen, regelmäßig und dauerhaft
- Einfach vom Familienessen abgeben – kein Extra-Kochen nötig
Wann zum Arzt?Hautreaktionen rund um den Mund sind meist harmlos. Husten, Flecken am Körper oder starke Unruhe direkt nach dem Kontakt – sofort Notruf wählen.
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Krampfanfall oder harmlose Zuckung? Was Eltern wissen müssen
Harmlos oder nicht – die entscheidende FrageDie meisten Zuckungen bei Babys sind vollkommen normal. Ein unreifes Nervensystem, das noch lernt, sich selbst zu regulieren – das ist der häufigste Grund. Zuckungen …
Notes de l’épisode
Harmlos oder nicht – die entscheidende Frage
Die meisten Zuckungen bei Babys sind vollkommen normal. Ein unreifes Nervensystem, das noch lernt, sich selbst zu regulieren – das ist der häufigste Grund. Zuckungen, die ausschließlich im Schlaf auftreten und beim Ansprechen oder Berühren sofort aufhören, sind in aller Regel harmlos.
Die wichtigste Frage lautet immer: Reagiert das Kind auf Ansprache?
Wann genauer hinschauen?
Zuckungen treten in stereotypen Serien auf
Kind ist nicht ansprechbar, Augen sind geöffnet
Immer dieselbe Körperseite oder dasselbe Bewegungsmuster
Kind macht Entwicklungsschritte nicht oder verliert bereits Erreichtes
Elternbauchgefühl sagt: hier stimmt etwas nicht
Was ihr tun könnt:
Bei Unsicherheit immer zeitnah vorstellen, bei nicht ansprechbarem Kind sofort den Notruf wählen.
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Wie viel Omega-3 braucht mein Kind und woran erkenne ich ein gutes Produkt?
Macht Omega-3 mein Kind klüger? DHA ist ein wichtiger Baustoff für das kindliche Gehirn. Große systematische Übersichten zeigen: Bei gesunden, gut versorgten Kindern hat Omega-3 keinen messbaren Effekt auf die …
Notes de l’épisode
Macht Omega-3 mein Kind klüger?
DHA ist ein wichtiger Baustoff für das kindliche Gehirn. Große systematische Übersichten zeigen: Bei gesunden, gut versorgten Kindern hat Omega-3 keinen messbaren Effekt auf die Entwicklung. Ein Nutzen entsteht nur dort, wo vorher wirklich ein Mangel bestand – bei sehr einseitiger Ernährung, niedrigen Spiegeln oder bestimmten Erkrankungen wie Mukoviszidose oder Fettstoffwechselstörungen.
Fischöl oder Algenöl?
Eine aktuelle Studie aus 2025 zeigt, dass beide gleich gut aufgenommen werden. Was tatsächlich zählt, ist die chemische Form: natürliches Triglyzerid wird besser aufgenommen als der günstigere Ethylester. Und immer zu einer fetthaltigen Mahlzeit geben – das verbessert die Aufnahme spürbar.
Kann man es übertreiben?
Bis zu 1 Gramm täglich gilt als sicher. Trotzdem gilt: viel hilft nicht viel. Bei sehr hohen Dosen über längere Zeit kann Omega-3 die Blutungszeit verlängern. Lebertran ist für die Dauerversorgung ungeeignet – er enthält zu viel Vitamin A und D.
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Eure Fragen an uns als Eltern – ungefiltert beantwortet
Eure Fragen an uns als Eltern Unsere Rollenverteilung war vergleichsweise klassisch – mit allen Herausforderungen, die das mit sich bringt, besonders als wir beide in der Klinik gearbeitet haben. Überfordert …
Notes de l’épisode
Eure Fragen an uns als Eltern
Unsere Rollenverteilung war vergleichsweise klassisch – mit allen Herausforderungen, die das mit sich bringt, besonders als wir beide in der Klinik gearbeitet haben. Überfordert waren wir oft, vor allem bis die Kinder in die Grundschule kamen. Was wir gelernt haben: Perfektion ist der größte Fehler, den man als Eltern machen kann.
Date Nights sind für uns kein nettes Extra, sondern ein Muss – seit 15 Jahren fest etabliert und neben Pubertät, Zweifel an der Beziehung und tiefen Krisen gehört das alles für uns ganz normal zum Familienleben dazu.
Durchgetragen hat uns dabei vor allem:
- sich gegenseitig nicht aus den Augen zu verlieren
- Druck rauszunehmen
- und das gemeinsame Ziel im Blick zu behalten!
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Eisenmangel bei Kindern - die Antwort steckt im Kühlschrank
Eisenmangel bei Kindern – was Eltern wirklich wissen müssen Eisenmangel ist der häufigste Nährstoffmangel im Kindesalter – und trotzdem stecken dahinter viele Missverständnisse. Ist Spinat wirklich die beste …
Notes de l’épisode
Eisenmangel bei Kindern – was Eltern wirklich wissen müssen
Eisenmangel ist der häufigste Nährstoffmangel im Kindesalter – und trotzdem stecken dahinter viele Missverständnisse. Ist Spinat wirklich die beste Eisenquelle? Macht ein Glas Milch zur Mahlzeit Sinn? Und reicht es, einfach mal Eisentropfen zu kaufen? In dieser Folge räumen wir auf – mit konkreten Tipps für den Alltag.
ℹ️ Was Eisenmangel wirklich bedeutet Müdigkeit und Blässe bedeuten nicht automatisch Eisenmangel – das ist einer der häufigsten Denkfehler. Bevor ihr einfach Präparate kauft: Eisen ist ein Medikament, kein Nahrungsergänzungsmittel. Erst kommt die Diagnose über einen Bluttest – und zwar im gesunden Zustand, nicht während eines Infekts, weil das Ferritin sonst ein falsches Bild liefert. Gemessen werden Hämoglobin, Ferritin und Transferrinsättigung – nicht der Eisenwert selbst, der stark schwankt und kaum aussagekräftig ist. Eisenmangel hat zwei Stufen: leere Speicher bei noch normalem Blutbild – und die echte Blutarmut, wenn es wirklich relevant wird. Die häufigsten Ursachen sind zu wenig eisenreiche Ernährung, zu viel Milch und bei Mädchen Blutverlust über die Periode. Wichtig: Immer auch Zöliakie ausschließen.
➡️ Warum Milch zum Problem werden kann Milch ist kein Getränk – sie ist eine Mahlzeit. Sie enthält kaum verwertbares Eisen und bremst gleichzeitig die Aufnahme aus anderen Lebensmitteln. Empfehlung: Im ersten Lebensjahr maximal 200 ml, ab dem zweiten maximal 300 ml – Joghurt und Käse mitgerechnet.
➡️ 7 Praxistipps für den Alltag
- Milch auf die empfohlene Menge begrenzen
- Eisen immer mit Vitamin C kombinieren – Paprika, Zitrone, Orangenstücke
- Milch und eisenreiche Mahlzeiten zeitlich trennen
- Beikost gezielt eisenreich starten: Haferflocken, Hirse, Linsen, Kürbiskerne
- Eisenpräparate nüchtern, maximal einmal täglich – besser alle zwei Tage
- Nicht auf Verdacht supplementieren, sondern erst messen lassen
- Risikogruppen im Blick behalten: Babys ab dem 4.–6. Monat, Mädchen mit Periode, Kinder mit einseitiger Kost
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Harnwegsinfektionen bei Kindern - warum Babys besonders gefährdet sind
Fieber ohne Schnupfen – wenn die Harnwege schuld sind Fieber ohne Schnupfen – wenn die Harnwege schuld sind Fieber beim Kind bedeutet für die meisten Eltern sofort: Erkältung, Mittelohrentzündung, Virusinfekt …
Notes de l’épisode
Fieber ohne Schnupfen – wenn die Harnwege schuld sindFieber ohne Schnupfen – wenn die Harnwege schuld sind
Fieber beim Kind bedeutet für die meisten Eltern sofort: Erkältung, Mittelohrentzündung, Virusinfekt. Aber manchmal kommt das Fieber von einem ganz anderen Ort – den Harnwegen. Gerade bei Babys ist eine Harnwegsinfektion leicht zu übersehen und kann ernsthafte Folgen haben. In dieser Folge erklärt Dr. D, woran man sie erkennt, wie die Diagnose richtig gestellt wird und wann es ins Krankenhaus gehen muss.
Was steckt dahinter – und warum ist es bei Babys so tückisch?
Harnwegsinfektionen gehören zu den häufigsten bakteriellen Erkrankungen im Kindesalter. Der Erreger kommt meist aus dem eigenen Darm – die Infektion ist also nicht ansteckend. Je jünger das Kind, desto unspezifischer die Symptome: Bei Säuglingen kann Fieber das einzige Zeichen sein. Gleichzeitig ist das Risiko für schwere Verläufe, Nierenschäden und im schlimmsten Fall eine Urosepsis bei Babys am höchsten. Deshalb gilt: Bei fiebernden Säuglingen ohne klaren Infektfokus muss immer Urin untersucht werden.
Diagnose, Behandlung und wann ins Krankenhaus
Urin richtig zu gewinnen ist bei Babys eine Kunst für sich. Der Beutelurin ist hilfreich, wenn er negativ ist – ein positiver Befund muss aber durch einen sauberen Clean-Catch-Urin oder Katheterurin bestätigt werden. Dazu gehört immer eine Urinkultur, um den richtigen Wirkstoff wählen und Resistenzen erkennen zu können. Nachgewiesene Harnwegsinfektionen werden im Kindesalter grundsätzlich antibiotisch behandelt – der Nutzen überwiegt klar. Kinder unter vier Wochen und Säuglinge in schlechtem Allgemeinzustand gehören stationär behandelt, oft zunächst mit intravenösen Antibiotika. Warnzeichen, die sofort zum Arzt führen sollten: Fieber beim Säugling, schlechtes Trinken, Unruhe, Erbrechen oder beschleunigte Atmung.
Warum manche Kinder immer wieder betroffen sind Wiederholte Harnwegsinfektionen haben häufig behandelbare Ursachen – allen voran Verstopfung, falsche Wischhygiene bei Mädchen und Blasenfunktionsstörungen. Windeln sind übrigens nicht schuld. Ab dem zweiten Infekt muss ein vesikoureteraler Reflux ausgeschlossen werden. Cranberry oder D-Mannose zeigen bei Kindern keine überzeugenden Studienergebnisse.
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Nicht die Zahl behandeln. Das Kind behandeln. Die fünf größten Irrtümer über Fieber und Fiebersenker
Die 5 größten Irrtümer über Fieber und Fiebersenker🤒 Es ist 2 Uhr nachts, das Thermometer zeigt 40,1 °C – und plötzlich dreht sich alles nur noch um diese eine Zahl. Kennt ihr. In dieser Folge räumen wir auf …
Notes de l’épisode
Die 5 größten Irrtümer über Fieber und Fiebersenker🤒
Es ist 2 Uhr nachts, das Thermometer zeigt 40,1 °C – und plötzlich dreht sich alles nur noch um diese eine Zahl. Kennt ihr. In dieser Folge räumen wir auf mit den hartnäckigsten Mythen rund um Fieber und Fiebersenker, denn die neue S3-Leitlinie zum Fiebermanagement macht es jetzt offiziell: Vieles, was Eltern seit Jahrzehnten glauben, stimmt einfach nicht.
Was Fieber wirklich ist – und was nicht Fieber ist keine Krankheit, sondern eine normale und sinnvolle Immunreaktion. Der Körper fährt die Temperatur bewusst hoch, um Erreger zu schwächen und das Immunsystem zu stärken. Die wichtigste Botschaft der Leitlinie: Fiebersenker werden nicht gegeben, um die Zahl auf dem Thermometer zu senken, sondern um das Wohlbefinden des Kindes zu verbessern. Nicht die Zahl behandeln – das Kind behandeln.
Die fünf Mythen im Überblick:ℹ️
- Hohes Fieber ist gefährlich und muss gesenkt werden → falsch
- Je höher das Fieber, desto schwerer die Erkrankung → falsch
- Paracetamol verhindert Fieberkrämpfe → falsch, keinerlei Wirkung belegt
- Wenn das Fiebermittel wirkt, kann es nichts Ernstes sein → nicht verlässlich
- Paracetamol und Ibuprofen im Wechsel sind grundsätzlich besser → nur unter bestimmten Bedingungen sinnvoll, birgt Risiken
Dazu ein wichtiger Bonusmythos: Ein schlafendes Kind mit Fieber muss nicht geweckt werden.
Was ihr stattdessen tun könnt ➡️
Kind beobachten, nicht das Thermometer – Allgemeinzustand, Trinken und Ansprechbarkeit zählen Flüssigkeit mit Glukose und Elektrolyten geben, kein reines Wasser oder Tee Dosierung nach Gewicht berechnen, nicht nach Alter – die Packungsangaben sind häufig zu niedrig Warnzeichen kennen: Apathie, schnelle Atmung, schlechtes Trinken, Hautfüllungszeit über 2 Sekunden → sofort zum Arzt
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Fertigessen macht Kinder aggressiv – Die Studie, die alle Eltern beunruhigt
Eine Studie, fünf Tipps und kein Schuldgefühl Fertigessen macht Kinder aggressiv – stimmt das wirklich? Eine neue Studie im renommierten Fachjournal JAMA sorgte für Schlagzeilen: Fertigessen mache Kinder …
Notes de l’épisode
Eine Studie, fünf Tipps und kein SchuldgefühlFertigessen macht Kinder aggressiv – stimmt das wirklich? Eine neue Studie im renommierten Fachjournal JAMA sorgte für Schlagzeilen: Fertigessen mache Kinder verhaltensauffällig. Aber was hat die Studie wirklich gezeigt – und was eben nicht? In dieser Folge nehmen wir die Forschung auseinander, erklären den Unterschied zwischen Zusammenhang und Ursache und geben fünf konkrete Tipps für den Familienalltag. Ohne Schuldgefühle, ohne Verbote.
Was die Studie wirklich zeigt Eine kanadische Forschungsgruppe begleitete rund 2.000 Kinder von der Schwangerschaft bis zum fünften Lebensjahr und untersuchte, ob hochverarbeitete Lebensmittel mit Verhaltensauffälligkeiten zusammenhängen. Das Ergebnis: Je mehr hochverarbeitete Kalorien mit drei Jahren, desto höhere Auffälligkeitswerte mit fünf – sowohl nach innen gerichtete Symptome wie Ängstlichkeit als auch nach außen gerichtete wie Aggression und Hyperaktivität. Am deutlichsten: gesüßte und mit Süßstoffen versetzte Getränke. Aber – und das ist entscheidend: Die Studie zeigt einen Zusammenhang, keine Ursache. Es wäre genauso denkbar, dass erschöpfte Eltern schwieriger Kinder häufiger zu Fertigprodukten greifen – also die Wirkrichtung umgekehrt ist. Zudem berichteten dieselben Eltern sowohl über Ernährung als auch Verhalten, was die Ergebnisse verzerren kann. Diese Studie ist gut gemacht und ernst zu nehmen – aber sie beweist nicht, dass Fertigessen Kinder aggressiv macht.
Was hochverarbeitet überhaupt bedeutet Das Nova-System teilt Lebensmittel nach dem Grad der Verarbeitung ein – nicht danach, ob sie gesund oder ungesund sind. Hochverarbeitet heißt: industriell hergestellt, mit Zutaten, die in keiner Haushaltsküche stehen – Aromen, Emulgatoren, Farbstoffe, Süßungsmittel. Überraschend: Auch Toastbrot, Frühstücksflocken und Fruchtquetschies können dazugehören. Die tiefgekühlte Erbse dagegen nicht.
5 Tipps für den Alltag – ohne Schuldgefühle
Schlechtes Gewissen weglegen – es geht nicht um Perfektion, sondern um die Richtung im Wochendurchschnitt Getränke sind der wichtigste Hebel: Wasser und ungesüßter Tee als Standard, alles andere als Ausnahme Zutatenliste checken: Je länger und unverständlicher, desto verarbeiteter Ersetzen statt verbieten: Quetschie gegen echtes Obst, Fruchtjoghurt gegen Naturjoghurt mit Beeren Ein Fertigprodukt griffbereit zu haben ist kein Versagen – das ist Alltag
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Die Abnehmspritze für Kinder – Fakten, Grenzen und offene Fragen
Was die Leitlinie wirklich sagt Zugelassen sind GLP-1-Analoga wie Semaglutid (Wegovy) und Liraglutid (Saxenda) für Jugendliche ab zwölf Jahren – nicht Ozempic, auch wenn das in der Berichterstattung oft …
Notes de l’épisode
Was die Leitlinie wirklich sagt
Zugelassen sind GLP-1-Analoga wie Semaglutid (Wegovy) und Liraglutid (Saxenda) für Jugendliche ab zwölf Jahren – nicht Ozempic, auch wenn das in der Berichterstattung oft durcheinandergebracht wird. Die Wirkstoffe ahmen ein körpereigenes Sättigungshormon nach und reduzieren Hunger. Die Studiendaten sind beeindruckend: bis zu 16 Prozent BMI-Reduktion in der Zulassungsstudie. Aber die Spritze wirkt nur so lange sie gegeben wird, hat häufige Nebenwirkungen und Langzeitdaten bei wachsenden Jugendlichen fehlen schlicht. Sie ist ein Werkzeug – kein Fundament. Und laut Leitlinie gehört sie ausschließlich in spezialisierte Zentren, eingebettet in ein multimodales Konzept aus Ernährung, Bewegung und psychologischer Begleitung.
Keine Disziplinfrage – die Wurzeln liegen tiefer
Die eigentliche Geschichte beginnt nicht mit zwölf Jahren in der Sprechstunde – sie beginnt im Mutterleib. Epigenetische Prägungen durch Ernährung in der Schwangerschaft beeinflussen, wie der kindliche Stoffwechsel Sättigung und Zucker wahrnimmt – noch bevor das Kind seinen ersten Bissen selbst isst. Dazu kommt eine Lebensmittelumwelt, die Kinder krank macht: billiger Zucker, allgegenwärtige Werbung, ein Werbeverbot das seit Jahren in der Schublade liegt. Ein Kind, das mit zwölf Jahren in die Adipositassprechstunde kommt, trägt dafür keine Schuld.
Wer zahlt – und wer nicht
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten aktuell nicht. Grund: Abnehmmedikamente gelten formal als Lifestyle-Produkte. Rund 300 Euro im Monat, über Jahre. Das bedeutet im Klartext: Kinder aus einkommensschwachen Familien – die statistisch am häufigsten betroffen sind – bekommen die empfohlene Therapie schlicht nicht. Das ist die eigentliche Schlagzeile.
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Impfangst, Kochsalz, Rauchen und Kuhmilchallergie – eure Fragen, unsere Antworten
Rauchen, Impfangst, Kochsalz & Kuhmilchallergie – eure Fragen, unsere Antworten Heute machen wir wieder einen Q&A-Podcast – unvorbereitet, ungeschnitten, real life. Dr. D beantwortet eure Fragen direkt und …
Notes de l’épisode
Rauchen, Impfangst, Kochsalz & Kuhmilchallergie – eure Fragen, unsere Antworten Heute machen wir wieder einen Q&A-Podcast – unvorbereitet, ungeschnitten, real life. Dr. D beantwortet eure Fragen direkt und spontan. Von Passivrauchen und SIDS über Impfreaktionen bei Meningokokken B bis hin zu Kochsalztropfen bei Mundatmung und Kuhmilch-Eiweißunverträglichkeit beim Säugling. Eine bunte Mischung aus Alltag, die viele von euch gerade beschäftigt.
Rauchen, SIDS und was wirklich schützt Erhöht Rauchen draußen das Risiko für den plötzlichen Kindstod? Ja – auch indirektes Rauchen ist ein unterschätzter Risikofaktor, genauso bedeutsam wie Bauchlage und Bettdecken. Tabakpartikel haften an Kleidung, Händen und Haaren und können vom Baby eingeatmet werden. Was hilft: Oberbekleidung wechseln und Hände waschen, bevor man das Baby berührt. Keine Übertreibung nötig – aber diese einfache Maßnahme macht einen echten Unterschied. Die drei wichtigsten SIDS-Risikofaktoren kurz zusammengefasst:
Rauchen – in der Schwangerschaft und im Umfeld des Kindes Bauchlage beim schlafenden Kind, solange es den Kopf noch nicht selbst anhebt Bettdecken, Kissen und Co-Sleeping ohne Sicherheitsvorkehrungen
Meningokokken-B-Impfung: Starke Reaktion – was bedeutet das? Eine Mama aus Österreich berichtet: Ihr Sohn hat auf die erste Meningokokken-B-Impfung mit Fieber und Abgeschlagenheit reagiert – jetzt steht die zweite Dosis an und die Angst ist groß. Dr. D erklärt: Die Meningokokken-B-Impfung ist tatsächlich vergleichsweise reaktogen, also immunogen. Rötung, Schwellung und Fieber für 12–24 Stunden sind bekannte und normale Impfreaktionen – kein Warnsignal, sondern ein Zeichen, dass das Immunsystem arbeitet. Eine starke Reaktion sagt dabei nichts darüber aus, ob der Impfschutz gut oder schlecht ist. Und wie die zweite Dosis verläuft? Nicht vorhersagbar. Das Blatt wird jedes Mal neu gemischt. Wichtig zu wissen:
Ibuprofen oder Paracetamol können akute Beschwerden gut lindern Prophylaktisch geben ist nur sinnvoll, wenn Meningokokken B gleichzeitig mit anderen Impfungen gegeben wird Die Impfung ist seit 2014 weltweit im Einsatz – keine Warnhinweise auf Langzeitnebenwirkungen in den großen Meldesystemen
Kochsalz bei Mundatmung: viermal täglich – zu viel? Eine Mama gibt ihrem fast zweijährigen Sohn viermal täglich NaCl 0,9 % – mit großem Erfolg. Der HNO warnte, das könne die Sekretproduktion erhöhen. Dr. D widerspricht klar: Physiologische Kochsalzlösung (0,9 %) hat die gleiche Zusammensetzung wie das, was die Nasenschleimhaut selbst produziert. Sie reizt nicht, sie verstärkt keine Beschwerden – sie reinigt einfach. Wer mehr gibt, reinigt öfter. Mehr Sekret heißt hier: flüssigeres, besser abfließendes Sekret. Die Antworten auf die drei konkreten Fragen der Mama:
Viermal täglich ist nicht zu viel, wenn das Kind es verträgt und es hilft – weniger geht auch Tropfen sind besser als Spray, weil sie weiter in die Nase gelangen. Nasendusche noch besser Inhalation mit NaCl bringt bei Mundatmung nichts – die Partikel kommen nicht tief genug. Das beste Hausmittel bleibt: trinken
Kuhmilch-Eiweißunverträglichkeit: Wann Reexposition und wie weiter? Ein dreieinhalb Monate alter Junge hatte Blut im Stuhl – Verdacht auf Kuhmilch-Eiweißallergie. Die stillende Mama hat Tiermilch komplett weggelassen, seitdem ist alles gut. Ihre Frage: Muss man die Reexposition machen, und wenn ja, wann? Dr. D erklärt: Wenn die Symptome nach vier Wochen Karenz verschwunden sind, ist die Diagnose gestellt – eine Reexposition zur Diagnosesicherung ist nicht zwingend nötig. Wie es danach weitergeht:
Bei stillenden Müttern ist eine Kuhmilchallergie beim Baby seltener (ca. 2 % statt über 10 % bei Formula) Nach vier Wochen vollständiger Tiermilch-Karenz kann man vorsichtig beginnen, andere Tiermilchprodukte wieder einzuführen – am besten mit kleinen Mengen Schaf- oder Ziegenkäse, nicht gleich mit Kuhmilch Wer komplett tiermilchfrei stillt, sollte sich ernährungsberaten lassen und bestimmte Nährstoffe supplementieren
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Gewichtsverlust beim Neugeborenen: Was normal ist und wann ihr handeln müsst
Mein Baby nimmt ab – muss ich mir Sorgen machen? Gewichtsverlust, Stillen und Zufüttern in den ersten Lebenstagen Lisas Tochter Emma ist drei Tage alt und hat seit der Geburt fast 300 Gramm abgenommen. Die …
Notes de l’épisode
Mein Baby nimmt ab – muss ich mir Sorgen machen? Gewichtsverlust, Stillen und Zufüttern in den ersten Lebenstagen
Lisas Tochter Emma ist drei Tage alt und hat seit der Geburt fast 300 Gramm abgenommen. Die Kinderkrankenschwester spricht schon vom Zufüttern – und Lisa fragt sich: Bin ich schuld? Ist das gefährlich? Mit dieser Nachricht starten wir in die heutige Folge, denn sie trifft einen Nerv, den viele frischgebackene Eltern kennen.
Was ist eigentlich normal – und woher kommt die 10-Prozent-Regel? Erst mal die wichtigste Nachricht vorab: Alle gesunden Neugeborenen nehmen in den ersten Lebenstagen ab. Das ist Biologie, kein Versagen. Der Körper scheidet überschüssige Flüssigkeit aus, die Nierenfunktion läuft erst an, und die Milchbildung braucht einfach ein paar Tage. Die Muttermilch kommt in der Regel erst ab dem zweiten bis vierten Tag – vorher gibt es Kolostrum, eine hochkonzentrierte Vormilch, die den winzigen Magen des Neugeborenen (ca. 5–7 ml Fassungsvermögen) genau richtig füllt. Die bekannte 10-Prozent-Grenze ist kein wissenschaftlich exakt belegtes Naturgesetz, sondern ein klinischer Orientierungswert.
Was wirklich zählt, ist das Gesamtbild:
- Ist das Kind wach, wenn es wach sein sollte?
- Trinkt es und wirkt es nach dem Stillen zufrieden?
- Hat es feuchte Windeln? (Ab Tag vier: mindestens sechs nasse Windeln pro Tag)
- Wird es oft genug angelegt – acht bis zwölf Mal in 24 Stunden?
Ein Sonderfall sind Kaiserschnittbabys: Da die Mutter während der OP Infusionen bekommt, ist das Geburtsgewicht oft künstlich erhöht. Der Gewichtsverlust danach sieht auf dem Papier dramatischer aus, als er ist. Studien mit über 150.000 Babys zeigen: Nimmt man das 24-Stunden-Gewicht als Ausgangswert statt des Geburtsgewichts, halbiert sich die Zufütterungsrate – ohne negative Folgen für die Kinder.
Stillen, Haut-zu-Haut und wann wirklich zugefüttert werden muss „Da kommt nichts" – diesen Satz hören wir oft. Er ist verständlich, aber meistens falsch. Stillen ist kein Wasserhahn, der sofort aufgedreht wird. Die Milchbildung ist ein hormoneller Prozess, der durch Oxytocin und Prolaktin gesteuert wird – und ganz entscheidend durch Haut-zu-Haut-Kontakt. Das ist keine nette Geste, sondern handfeste Physiologie: Körpertemperatur, Herzfrequenz und Blutzucker des Babys stabilisieren sich, die Milchbildung wird aktiv gefördert. Das gilt nach Kaiserschnitt genauso wie bei Frühgeborenen – und auch der Papa kann und soll Haut-zu-Haut geben.
Zufüttern ist manchmal sinnvoll und notwendig – aber nicht reflexartig, sondern erst nach einer gezielten Ursachensuche. Mögliche Gründe, warum das Stillen nicht klappt: zu kurzes Zungenbändchen, anatomische Besonderheiten bei Mutter oder Kind, Schmerzen beim Anlegen, oder ein zu seltenes Anlegen. Erst den Grund suchen, dann handeln. Wenn zugefüttert werden muss, gibt es Alternativen zur Flasche – etwa Fingerfeeder oder Becher – die das Stillen weniger beeinträchtigen.
Klare Zeichen, dass wirklich mehr Nahrung nötig ist:
- Gewichtsverlust über 10 % und keine Erholung in Sicht
- Kind ist dauerhaft schläfrig, kaum weckbar, trinkt sehr schlecht
- Weniger als sechs nasse Windeln pro Tag ab Tag vier
- Zeichen von Unterzuckerung (Zittern, Krampfanfälle) oder starke Gelbsucht
Was ihr als Eltern konkret tun könnt
- Vor der Geburt: Kolostrum vorgewinnen lassen – angeleitet durch Hebamme oder Stillberaterin. Einfrieren und nach der Geburt parat haben.
- Ruhe bewahren: Nicht nur auf die Waage schauen, sondern das Kind beobachten. Die Gramm-Zahl ist ein Signal zum Nachschauen, kein Alarm zum Handeln.
- Haut-zu-Haut: So viel wie möglich – auch Papa, auch nach Kaiserschnitt.
- Oft anlegen: Acht bis zwölf Mal in 24 Stunden, auch nach Hungerzeichen schauen, nicht nur nach der Uhr.
- Unterstützung holen: Am besten bei IBCLC-zertifizierten Stillberaterinnen oder erfahrenen Hebammen – bevor die Panik kommt und nicht um Mitternacht bei Instagram.
Studien dieser Folge:
Paul IM et al. (2016): Gewichtsverlauf-Nomogramme für den ersten Lebensmonat. Pediatrics 138(6). doi: 10.1542/peds.2016-2625
Deng X & McLaren M (2018): 24-Stunden-Gewicht als Referenzwert reduziert Zufütterung nach Sectio. Breastfeeding Medicine 13(2): 128–134.
Su M & Ouyang YQ (2016): Rolle des Vaters bei der Stillförderung. Breastfeeding Medicine 11(3): 144–149.
Flaherman VJ et al. (2013 & 2018): Frühzeitige begrenzte Formulagabe und Stilldauer. Pediatrics 131(6) & J Pediatr 196.
WHO (2022): Empfehlungen für die Versorgung von Früh- und Mangelgeborenen. ISBN: 978-92-4-005826-2.
SuSe-I & SuSe-II-Studie (1997–2019): Stillverhalten in Deutschland. www.stillstudien.de/suse/
Hilfreiche Anlaufstellen:
- Stillberatung (IBCLC): www.stillen.de
- Nationale Stillkommission: www.bzfe.de
- Neotrainer (Fachkräfte-Fortbildung): www.neotrainer.de
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Baby wird blau und atmet nicht mehr – was steckt hinter BRUE?
**Baby wird blau und atmet nicht mehr – was steckt hinter BRUE? **In dieser Folge sprechen wir über eines der erschreckendsten Erlebnisse, die Eltern mit einem Säugling haben können: Das Baby atmet plötzlich …
Notes de l’épisode
**Baby wird blau und atmet nicht mehr – was steckt hinter BRUE? **In dieser Folge sprechen wir über eines der erschreckendsten Erlebnisse, die Eltern mit einem Säugling haben können: Das Baby atmet plötzlich nicht mehr, wird blass oder bekommt blaue Lippen – und nach wenigen Sekunden ist alles vorbei. Was war das? Und muss man sich Sorgen machen?
Was ist BRUE? Dieses Phänomen hat einen Namen: BRUE – Brief Resolved Unexplained Event. Früher sprach man von einem „ALTE" (Apparent Life Threatening Event). Der Begriff wurde umbenannt, weil er medizinisch nicht weiterführte und unnötig Angst machte. BRUE ist keine Diagnose, sondern eine Beschreibung eines Ereignisses mit folgenden Merkmalen:
- Tritt plötzlich auf, meist im Wachzustand
- Atemveränderung, Blässe oder blaue Lippen
- Möglicher Tonusverlust und verminderte Ansprechbarkeit
- Endet von selbst – ohne dass Eltern aktiv eingreifen müssen
- Tritt ausschließlich im ersten Lebensjahr auf
Wichtig: BRUE hat nichts mit dem plötzlichen Kindstod (SIDS) zu tun. Bei SIDS gibt es per Definition keine Vorwarnung – bei BRUE erholt sich das Kind von selbst. 94 % der betroffenen Kinder haben schlicht nichts, nur bei 6 % findet sich ein medizinisches Problem.
Was passiert in der Klinik? Das Wichtigste ist eine sehr genaue Befragung der Eltern – manchmal hilft sogar ein Video der Episode. Danach folgen körperliche Untersuchung und Monitoring. Wir unterscheiden dabei zwei Risikogruppen: Low Risk (erstes Ereignis, unter einer Minute, Kind danach vollständig unauffällig): kurze Überwachung von 1–4 Stunden, eventuell ein EKG – dann Entlassung nach Hause. Keine Blutentnahme, kein EEG, kein Schädelultraschall. Das fühlt sich für viele Eltern nach „nichts tun" an, ist aber evidenzbasiert das Richtige. High Risk (wiederholtes Ereignis, Frühgeburt, Vorerkrankungen): stationäre Aufnahme und mindestens 48 Stunden kontinuierliches Monitoring sowie gezielte weiterführende Diagnostik.
**Was könnt ihr als Eltern tun? **Ein Heimmonitor ist bei einem einmaligen Low-Risk-BRUE medizinisch nicht sinnvoll – und kein Monitor der Welt kann SIDS verhindern. Was wirklich hilft:
Einen Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge machen – wer weiß, was zu tun ist, schläft ruhiger Veränderungen beobachten und bei neuen Episoden ärztlichen Rat suchen Nicht dauerhaft nachts neben dem Kind wachen oder ständig die Sättigung messen
Medizin kann nicht jede Unsicherheit nehmen – aber sie kann Risiken einschätzen. Und in diesem Fall sagt sie: Ihr könnt ruhig schlafen.
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Mundatmung bei Kindern: Neue Studie stellt Therapie auf den Kopf
In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das viele unterschätzen – und das gleichzeitig enorme Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern haben kann: Mundatmung. Vielleicht hast du es schon mal …
Notes de l’épisode
In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das viele unterschätzen – und das gleichzeitig enorme Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern haben kann: Mundatmung.
Vielleicht hast du es schon mal beobachtet: Dein Kind schläft mit offenem Mund, schnarcht oder wirkt tagsüber unruhig und unkonzentriert.
Was auf den ersten Blick harmlos wirkt, kann langfristig weitreichende Folgen haben – von Schlafstörungen über Infektanfälligkeit bis hin zu Konzentrationsproblemen.
Wir erklären, warum die Nasenatmung so wichtig ist und welche Rolle sie für die gesunde Entwicklung spielt. Dabei wird schnell klar: 👉 Mundatmung ist oft kein „Zufall“, sondern ein Hinweis auf ein zugrunde liegendes Problem.
Ein zentraler Teil dieser Folge ist eine neue, hochwertige Studie, die wir uns genauer angeschaut haben – und die in der Praxis einiges verändern könnte:
👉 Eine einfache Maßnahme wie Kochsalz-Nasentropfen am Abend konnte bei vielen Kindern eine Operation vermeiden.
Das Spannende daran: Der Effekt war teilweise genauso gut wie eine Behandlung mit Kortison.
Wir ordnen für dich ein, was diese Ergebnisse bedeuten, wann du handeln solltest und wie ein sinnvoller Fahrplan aussehen kann – von Beobachtung über erste Maßnahmen bis hin zur ärztlichen Abklärung.
Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzuschauen – denn manchmal sind es die einfachsten Dinge, die den größten Unterschied machen.
🌿 Highlights
• Mundatmung kann langfristig Entwicklung und Schlaf massiv beeinflussen
• Konzentrationsprobleme können mit Schlafstörungen zusammenhängen
• Neue Studie: Kochsalz kann OPs vermeiden
• Kortison-Nasensprays sind nicht immer überlegen
• Einfache Maßnahmen können große Wirkung haben
• Frühes Erkennen ist entscheidend für die Entwicklung
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⏱️ Kapitelmarken
(00:00:00) Intro & warum wir das Thema neu aufgreifen
(00:01:00) Neue Studie zur Mundatmung
(00:02:00) Warum Nasenatmung so wichtig ist
(00:03:00) Kurz- & langfristige Folgen
(00:04:00) Einfluss auf Schlaf & Verhalten
(00:06:00) Ursachen von Mundatmung
(00:09:30) Red Flags erkennen
(00:12:00) Zusammenhang mit ADHS-Symptomen
(00:13:20) Therapieansätze im Überblick
(00:15:00) Studie: Kochsalz vs. Kortison
(00:17:00) Praktische Umsetzung im Alltag
(00:19:00) Wann OP sinnvoll ist
(00:20:00) Myofunktionelle Therapie erklärt
(00:21:00) Konkreter Fahrplan für Eltern
(00:27:00) Warum das Thema oft übersehen wird
(00:28:00) Langfristige Folgen unbehandelter Mundatmung
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Impfen im Faktencheck: Pädicus Q&A Spezial mit der BKK
In dieser besonderen Folge ist einiges anders als sonst:Nicht Jana ist dabei, sondern Ines Bauer vom BKK Landesverband Bayern, die das Gespräch mit Micha führt. Gemeinsam greifen sie ein Thema auf, das viele …
Notes de l’épisode
In dieser besonderen Folge ist einiges anders als sonst:Nicht Jana ist dabei, sondern Ines Bauer vom BKK Landesverband Bayern, die das Gespräch mit Micha führt. Gemeinsam greifen sie ein Thema auf, das viele Eltern beschäftigt – und oft auch verunsichert: Impfen. Die Fragen in dieser Folge kommen direkt aus der Community und drehen sich um genau das, was Eltern wirklich wissen wollen:
Wie sicher sind Impfungen?
Wie häufig sind schwere Nebenwirkungen tatsächlich?
Kann man der STIKO vertrauen?
Und was ist eigentlich dran an den vielen Mythen rund um Impfschäden, Aluminium oder angebliche Langzeitfolgen?
Ines bringt dabei die Perspektive von Familiengesundheit und Prävention mit ein, Micha ordnet die Fragen aus kinderärztlicher Sicht ein – fundiert, alltagsnah und klar. Ein besonders wichtiger Punkt dieser Folge ist der Perspektivwechsel:
Viele von uns kennen die Krankheiten, gegen die geimpft wird, gar nicht mehr aus eigener Erfahrung. Genau dadurch werden Risiken von Impfungen oft größer wahrgenommen als die Risiken der Erkrankungen selbst. Außerdem geht es um ganz praktische Fragen aus dem Elternalltag:
- Was ist nach einer Impfung normal?
- Wann muss ich mir Sorgen machen?
- Wie selten sind schwere Reaktionen wirklich?
- Und warum sind große Datenmengen oft aussagekräftiger als einzelne dramatische Erfahrungsberichte?
- Diese Folge ist eine Einladung, das Thema Impfen differenziert, verständlich und ohne Panik einzuordnen – mit echten Fragen aus dem Alltag und ehrlichen Antworten darauf.
🌿 Highlights
• Ines führt durch die Community-Fragen, Micha antwortet aus kinderärztlicher Sicht
• Impfungen sind nicht risikofrei – aber deutlich sicherer als die Erkrankungen selbst
• Viele Ängste entstehen, weil wir die Krankheiten kaum noch aus eigener Erfahrung kennen
• Schwere Nebenwirkungen sind extrem selten
• Einzelfälle wirken emotional stark, ersetzen aber keine gute Datenlage
• Vertrauen in Impfempfehlungen entsteht durch Transparenz und Einordnung
• Gute Impfaufklärung heißt nicht beschwichtigen, sondern verständlich erklären
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⏱️ Kapitelmarken
(00:03:30) Community-Fragen als Grundlage der Folge
(00:05:40) Wie sicher sind Impfungen wirklich?
(00:08:00) Zulassung, Studien & Überwachung
(00:11:45) Etablierte vs. neue Impfstoffe
(00:14:20) Warum wir Impfungen anders wahrnehmen (Impfparadoxon)
(00:16:50) Risikoabwägung: Impfung vs. Erkrankung
(00:18:30) Nebenwirkungen: Was ist normal, was selten?
(00:23:40) Aufklärungsgespräch & Vorbereitung der Eltern
(00:24:40) Schwere Impfreaktionen – Erfahrungen aus der Praxis
(00:25:20) „Wesensveränderung“ & typische Sorgen
(00:27:00) Impfmythen im Faktencheck (Autismus, Aluminium etc.)
(00:31:30) Datenlage & Studien – was sagt die Wissenschaft?
(00:33:30) Aluminium-Diskussion verständlich eingeordnet
(00:35:25) Würden wir unsere eigenen Kinder impfen?
(00:36:00) Sind ungeimpfte Kinder gesünder?
(00:38:30) Vertrauen in die STIKO
(00:41:00) Wie Impfempfehlungen entstehen
(00:44:00) Lebend- vs. Totimpfstoffe
(00:49:00) Mehrfachimpfungen & Immunsystem
(00:54:40) Impfen trotz Infekt – häufige Unsicherheit
(00:55:20) Umgang mit Fieber & Impfreaktionen
(01:09:15) HPV-Impfung: Schutz vor Krebs
(01:11:20) Fazit & Einordnung
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Q&A: Allergien, Infekte und Ängste verstehen
In dieser Folge machen wir etwas, das wir schon lange vorhatten: Wir beantworten eure Fragen – ganz direkt, ungefiltert und so, wie sie bei uns ankommen. Von häufigen Bronchitiden im Babyalter über das …
Notes de l’épisode
In dieser Folge machen wir etwas, das wir schon lange vorhatten: Wir beantworten eure Fragen – ganz direkt, ungefiltert und so, wie sie bei uns ankommen.
Von häufigen Bronchitiden im Babyalter über das Asthma-Risiko bis hin zu Allergien, die im Blut nicht nachweisbar sind – wir greifen Themen auf, die viele Eltern beschäftigen und oft verunsichern.
Wir sprechen darüber, warum ein unauffälliger Bluttest eine Allergie nicht ausschließt, welche Rolle genetische Faktoren bei Asthma spielen und warum die klinische Beobachtung oft wichtiger ist als einzelne Laborwerte.
Ein besonders intensiver Teil dieser Folge dreht sich um EBV und die damit verbundenen Ängste – vor allem, wenn schwere Verläufe erlebt wurden. Hier geht es nicht nur um medizinische Einordnung, sondern auch um den Umgang mit Angst und Unsicherheit im Alltag.
Außerdem beantworten wir Fragen zu Dellwarzen und Wachstumsschmerzen – und zeigen dir, woran du harmlose Verläufe erkennst und wann du genauer hinschauen solltest.
Diese Folge ist ein ehrlicher Einblick in unseren Praxisalltag – und eine Einladung, medizinische Themen besser zu verstehen, statt sich von ihnen verunsichern zu lassen.
🌿 Highlights aus der Folge
• Häufige Infekte allein führen nicht automatisch zu Asthma
• Allergien können trotz unauffälligem Bluttest bestehen
• Die Anamnese ist entscheidender als Laborwerte
• EBV kann reaktiviert werden – aber meist milder verlaufen
• Angst nach schweren Erkrankungen ist ernst zu nehmen
• Wachstumsschmerzen sind typisch nachts und wechseln die Lokalisation
• Immer gleiche Schmerzstelle → unbedingt abklären
⏱️ Kapitelmarken
(00:01:00) Bronchitis & Asthma-Risiko
(00:03:20) RSV & Zusammenhang mit Asthma
(00:04:10) Allergie trotz negativem Bluttest?
(00:07:10) FPIES – besondere Form der Reaktion
(00:08:10) Dellwarzen: Ursachen & Behandlung
(00:12:30) EBV & Milzvergrößerung
(00:14:00) Dauer & Verlauf der Milzvergrößerung
(00:16:30) Reaktivierung von EBV – möglich?
(00:17:30) Umgang mit Angst & Psychotherapie
(00:21:30) Wachstumsschmerzen verstehen
(00:23:00) Wann Schmerzen abgeklärt werden müssen
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Atemwegsallergien bei Kindern: Schnupfen oder doch mehr?
Ein Kind mit ständigem Schnupfen, Husten oder verstopfter Nase – viele Eltern denken dabei zuerst an den nächsten Infekt. Doch manchmal steckt etwas ganz anderes dahinter: eine Atemwegsallergie. In dieser Folge …
Notes de l’épisode
Ein Kind mit ständigem Schnupfen, Husten oder verstopfter Nase – viele Eltern denken dabei zuerst an den nächsten Infekt. Doch manchmal steckt etwas ganz anderes dahinter: eine Atemwegsallergie.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Allergien häufig lange unentdeckt bleiben und wie du typische Anzeichen frühzeitig erkennen kannst.
Wir erklären, was im Körper bei einer Allergie eigentlich passiert, welche Auslöser besonders häufig sind – von Pollen über Hausstaubmilben bis hin zu Tierhaaren und Schimmel – und warum gerade Katzen oft eine größere Rolle spielen als gedacht.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterscheidung zwischen Infekt und Allergie: Welche Symptome sprechen eher für eine Allergie? Und wann solltest du genauer hinschauen?
Außerdem gehen wir auf wichtige Themen wie Diagnostik und Therapie ein und sprechen darüber, warum Tests allein oft nicht ausreichen – und warum die Beobachtung im Alltag eine zentrale Rolle spielt.
Und wir zeigen dir, warum es so wichtig ist, Allergien ernst zu nehmen: Denn unbehandelt können sie langfristig Folgen haben – von Schlafproblemen bis hin zu Asthma.
Diese Folge gibt dir Orientierung, Klarheit und konkrete Hinweise für den Alltag.
🌿 Highlights aus der Folge
• Allergien werden oft erst spät erkannt – trotz langer Beschwerden
• Der Unterschied zwischen Allergie und Infekt ist entscheidend
• Katzen sind häufig stärkere Allergieauslöser als Hunde
• Tests allein reichen nicht – die Beobachtung im Alltag ist zentral
• Unbehandelte Allergien können langfristige Folgen haben (z. B. Asthma)
⏱️ Kapitelmarken
(00:00:00) Intro & warum Atemwegsallergien oft übersehen werden
(00:01:00) Allergie oder Infekt – das typische Missverständnis
(00:02:00) Was passiert im Körper bei einer Allergie?
(00:03:30) Häufige Auslöser: Pollen, Hausstaub, Tiere & Schimmel
(00:05:00) Katzen vs. Hunde – Unterschiede bei Allergien
(00:06:30) Schimmel als unterschätzter Faktor
(00:07:40) Symptome: Woran erkennst du eine Allergie?
(00:09:00) Allergie vs. Infekt – die wichtigsten Unterschiede
(00:10:00) Ab wann treten Atemwegsallergien bei Kindern auf?
(00:11:00) Genetik & Risiko: Wie stark ist der Einfluss der Familie?
(00:12:00) Warum unbehandelte Allergien problematisch werden können
(00:15:00) Diagnostik: Warum Tests allein nicht ausreichen
(00:17:00) Anamnese & Beschwerdeprotokoll
(00:18:30) Pricktest vs. Bluttest – was ist sinnvoll?
(00:21:00) Therapie: Allergene reduzieren & Medikamente
(00:22:00) Praktische Tipps für den Alltag
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Social Media, Gaming & Bildschirmzeit – Fakten statt Bauchgefühl
Digitale Medien sind aus dem Familienalltag nicht mehr wegzudenken. Das Handy liegt auf dem Sofa, Tablets sind überall präsent – und viele Eltern bewegen sich irgendwo zwischen praktischem Helfer und schlechtem …
Notes de l’épisode
Digitale Medien sind aus dem Familienalltag nicht mehr wegzudenken. Das Handy liegt auf dem Sofa, Tablets sind überall präsent – und viele Eltern bewegen sich irgendwo zwischen praktischem Helfer und schlechtem Gewissen.
In dieser Folge schauen wir uns das Thema endlich einmal wissenschaftlich fundiert an – und zwar auf Basis der aktuell größten Meta-Analyse zu digitalen Medien bei Kindern und Jugendlichen.
Wir sprechen darüber, was diese riesige Datenmenge wirklich zeigt: Welche Rolle Social Media spielt, wie Gaming einzuordnen ist und warum „Bildschirmzeit“ allein oft viel zu kurz greift.
Dabei wird schnell klar: Digitale Medien sind nicht neutral – aber auch kein pauschales Problem.
Vor allem Social Media zeigt in der Studie Zusammenhänge mit ungünstigen Entwicklungen wie depressiven Symptomen, Selbstwertproblemen oder riskantem Verhalten. Gleichzeitig sind die Effekte für das einzelne Kind oft klein – werden aber gesellschaftlich relevant, wenn viele betroffen sind.
Beim Thema Gaming wird es differenzierter: Hier gibt es nicht nur Risiken, sondern auch positive Effekte, etwa auf Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit. Entscheidend ist weniger die reine Zeit – sondern was genau gespielt wird und wie.
Ein ganz wichtiger Punkt dieser Folge: Diese Studie zeigt Zusammenhänge – aber keine einfache Ursache-Wirkung. Das bedeutet: Ein Handy wegzunehmen löst keine tieferliegenden Probleme.
Unser Ziel mit dieser Folge ist es, euch Orientierung zu geben – ohne Angst zu machen. Denn am Ende geht es nicht um Verbote, sondern um ein bewusstes, reflektiertes Begleiten im Alltag.
🌿 Highlights aus der Folge
• Die größte Meta-Analyse zu digitalen Medien bei Kindern (über 150 Studien)
• Social Media zeigt die deutlichsten Zusammenhänge mit negativen Entwicklungen
• Effekte sind meist klein – aber gesellschaftlich relevant
• Gaming ist nicht per se schlecht und kann auch positive Effekte haben
• „Was“ genutzt wird, ist oft wichtiger als „wie lange“
• Kein einfacher Ursache-Wirkungs-Zusammenhang
• Medien ersetzen keine Beziehung, Bewegung und echte Interaktion
🕒 Kapitelmarken
(00:00:00) Intro & warum das Thema alle Familien betrifft
(00:01:00) Die neue Meta-Analyse – was macht sie besonders?
(00:04:00) Warum longitudinale Daten so wichtig sind
(00:07:00) Die wichtigste Kernaussage der Studie
(00:09:00) Social Media & psychische Gesundheit
(00:14:20) Warum Jugendliche besonders sensibel sind
(00:18:00) Gaming: Risiken und überraschende positive Effekte
(00:21:00) „Was“ statt „wie lange“ – ein Perspektivwechsel
(00:22:30) Andere digitale Medien – schwer zu bewerten
(00:24:10) Was die Studie NICHT zeigt (keine Kausalität!)
(00:27:00) Kleine Effekte – große Wirkung?
(00:28:40) Medien im Alltag mit kleinen Kindern
(00:30:00) Fazit: Orientierung statt Angst
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Meningokokken verstehen: Wie gefährlich ist die Erkrankung wirklich?
In dieser Folge greifen wir ein Thema auf, das viele Eltern in den letzten Wochen stark beschäftigt hat: Meningokokken-Erkrankungen und die Frage nach der richtigen Impfung. Auslöser war ein Ausbruch unter …
Notes de l’épisode
In dieser Folge greifen wir ein Thema auf, das viele Eltern in den letzten Wochen stark beschäftigt hat: Meningokokken-Erkrankungen und die Frage nach der richtigen Impfung.
Auslöser war ein Ausbruch unter Studierenden in England – und plötzlich waren da ganz viele Sorgen, Unsicherheiten und konkrete Fragen. Genau deshalb nehmen wir uns heute Zeit, eure Nachrichten strukturiert aufzugreifen und verständlich einzuordnen.
Wir sprechen darüber, wie Meningokokken übertragen werden, wer wirklich ein erhöhtes Risiko hat und welche Impfungen aktuell empfohlen sind. Dabei geht es nicht nur um Säuglinge und Kinder, sondern auch um Jugendliche, Erwachsene und besondere Situationen wie Reisen oder Immunschwäche.
Uns ist wichtig, euch nicht zusätzlich zu verunsichern, sondern Orientierung zu geben: Welche Symptome sind unspezifisch – und welche sind echte Warnzeichen? Wann sollte man sofort handeln? Und welche Entscheidungen können Eltern ganz konkret jetzt treffen?
Diese Folge ist ein Mix aus medizinischem Wissen, praktischen Tipps und ehrlicher Einordnung. Unser Ziel: mehr Klarheit, weniger Angst – und ein gutes Gefühl im Umgang mit einem sensiblen Thema.
🔎 Highlights aus der Folge
- Warum ein Meningokokken-Ausbruch plötzlich so viel Angst auslösen kann
- Welche Impfungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sinnvoll sind
- Welche Symptome Eltern unbedingt ernst nehmen sollten
- Warum sogenannte „Pätechien“ ein Notfallzeichen sein können
- Wie man zwischen berechtigter Vorsicht und unnötiger Panik unterscheidet
⏱️ Kapitelmarken
(00:00:00) Intro & warum plötzlich so viele Fragen zu Meningokokken kamen
(00:02:20) Ausbruch in England: Was ist passiert?
(00:08:30) Wie gefährlich sind Meningokokken wirklich?
(00:16:40) Impfempfehlungen für Säuglinge & Kleinkinder
(00:24:50) Jugendliche, Reisen & individuelle Risiken
(00:33:10) Erwachsene: Wann macht eine Impfung Sinn?
(00:42:40) Kostenübernahme & praktische Umsetzung
(00:48:50) Konkrete To-Dos für Eltern nach dieser Folge
(00:53:10) Notfallzeichen erkennen: Hautflecken & schnelles Handeln
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Laktose, Fruktose oder Allergien: Was hinter Bauchbeschwerden stecken kann
Viele Kinder haben Bauchschmerzen – und ganz schnell steht der Verdacht im Raum: Nahrungsmittelunverträglichkeit. In dieser Folge sprechen wir darüber, was wirklich hinter solchen Beschwerden stecken kann. Wir …
Notes de l’épisode
Viele Kinder haben Bauchschmerzen – und ganz schnell steht der Verdacht im Raum: Nahrungsmittelunverträglichkeit.
In dieser Folge sprechen wir darüber, was wirklich hinter solchen Beschwerden stecken kann. Wir erklären den Unterschied zwischen Allergie und Intoleranz, warum Intoleranzen häufig vermutet, aber deutlich seltener bestätigt werden – und weshalb vorschnelle Diäten oft mehr schaden als helfen.
Außerdem schauen wir uns typische Beispiele wie Laktose- oder Fruktoseintoleranz an, erklären, wie Beschwerden entstehen, wann Tests sinnvoll sind – und warum am Ende oft ein ganz pragmatischer Ansatz der beste ist: strukturierte Beobachtung statt blinder Verzicht.
Eine Folge, die Eltern Sicherheit geben soll – und dabei hilft, Bauchbeschwerden besser einzuordnen, ohne unnötigen Druck oder strenge Einschränkungen im Alltag.
✨ Highlights der Folge
• Nicht jede Bauchbeschwerde ist eine Intoleranz
• Allergie und Intoleranz werden häufig verwechselt
• Viele Tests sind unzuverlässig oder wenig aussagekräftig
• Strenge Eliminationsdiäten können Nachteile haben
• Die Menge eines Lebensmittels ist oft entscheidend
• Fruktose steckt in überraschend vielen Lebensmitteln
• Kleine Mengen werden häufig gut vertragen
• Beobachten, dokumentieren und langsam austesten ist der Schlüssel
⏱️ Kapitelmarken
(00:01:00) Bauchschmerzen im Schulalter – wie häufig steckt eine Intoleranz dahinter?
(00:03:30) Allergie vs. Intoleranz – der wichtige Unterschied
(00:06:00) Laktoseintoleranz: Ursachen & typische Beschwerden
(00:08:30) Fruktoseintoleranz – warum Fruchtsäfte oft Probleme machen
(00:10:00) Zuckerersatzstoffe wie Sorbit
(00:11:30) Warum Symptome sehr unterschiedlich stark sein können
(00:12:30) Verzögerte Beschwerden nach dem Essen
(00:13:00) H₂-Atemtest & genetische Tests – wie sinnvoll sind sie?
(00:15:00) Diagnostik: Weglassen und wieder einführen
(00:16:30) Praktische Tipps zur fruktosearmen Ernährung
(00:19:00) Seltene Stoffwechselerkrankungen (hereditäre Fruktoseintoleranz)
(00:21:00) Histaminintoleranz – was weiß man bei Kindern wirklich?
(00:22:30) Therapie: Reduktion statt Verbot
(00:26:00) Bleiben Intoleranzen lebenslang bestehen?
(00:29:00) Die wichtigsten Take-Home-Messages
(00:31:30) Bauchschmerzprotokoll & Beobachtung im Alltag
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Voici les 100 derniers épisodes sur 101. Les épisodes plus anciens se trouvent dans le flux du podcast.
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