Leben ist mehr

Leben ist mehr

Neu»Ich bin das Leben!«23.10.2026 · 9 Min.
Folgen
1.369
Erscheint
täglich
Letzte Folge
23. Okt. 2026

Über den Podcast

»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das an jedem Tag des Jahres. »LEBEN IST MEHR« hat ein individuelles Konzept und nimmt Stellung zu wichtigen Lebensbereichen wie Ehe, Familie, Gott, Christsein, Krisen, Beruf, Wirtschaft, Wissenschaft, Zukunft, u.v.a. »LEBEN IST MEHR« möchte Mut machen, ein echtes und erfülltes Leben zu entdecken. »LEBEN IST MEHR« gibt es schon seit 1999, sämtliche Beiträge aller Jahrgänge sind online verfügbar.

Folgen 1.369

  1. »Ich bin das Leben!«

    9 Min.Staffel 2026 · Folge 296

    Als Drittes bezeichnet sich Jesus als den Ursprung allen Lebens. Das gilt für die kleinsten Bakterien und Milben bis hin zu den riesigen Mammutbäumen oder Blauwalen. Auch wir Menschen verdanken einzig ihm …

    Shownotes

    Als Drittes bezeichnet sich Jesus als den Ursprung allen Lebens. Das gilt für die kleinsten Bakterien und Milben bis hin zu den riesigen Mammutbäumen oder Blauwalen. Auch wir Menschen verdanken einzig ihm unsere Existenz. In der Schöpfung können wir die milliardenfachen Ausgestaltungen des Lebens beobachten, erforschen und für zahlreiche Erfindungen nutzen. Doch was genau macht das Leben aus? Im Grunde wird uns erst nach dem Tod eines Lebewesens bewusst, was das Leben und vor allem dessen Verlust zu bedeuten haben.

    Die Bibel bringt das Leben an vielen Stellen mit Blut in Verbindung: Wenn das Blut einmal aus dem Körper herausgeflossen ist, ist das Leben vorbei. Aufgrund dieser Bedeutung war es den Juden auch verboten, Blut zu essen. Und wir alle sind darauf bedacht, eine blutende Wunde zu stillen und je nach Ausmaß das Krankenhaus aufzusuchen oder gar eine Blutspende anzunehmen.

    Doch nun sagt Jesus, dass er das Leben ist. Und ausgerechnet er stirbt freiwillig am Kreuz von Golgatha und vergießt dabei all sein Blut und gibt sein Leben für uns hin. Warum? Wenn er das Leben ist, kann er es doch auch aus sich heraus stiften?! Deshalb wurde er auch aufgefordert, mit seinen Fähigkeiten vom Kreuz herunterzusteigen. Doch Jesus wollte nicht nur für sich ein ewiges und unvergängliches Leben haben, sondern es allen Menschen zugänglich machen. Dazu musste er sterben, also die Strafe all unserer Fehler und der Boshaftigkeit der ganzen Welt tragen. Und er musste auferstehen, um den Kreislauf des Todes zu durchbrechen und ihn zu besiegen.

    Seither gilt dieses Angebot: Wer an diesen Jesus glaubt und leben möchte, erhält das ewige und unvergängliche Leben. Er wird Gottes Sohn, das personifizierte Leben, sehen.

    Hermann Grabe

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  2. »Ich bin die Wahrheit!«

    6 Min.Staffel 2026 · Folge 295

    »Was ist Wahrheit?«, fragte schon der römische Statthalter Pilatus, als er sich mit Jesus unterhielt und ihn schließlich verurteilte (Johannes 18,38). Tatsächlich ist Wahrheit oft nicht schwarz-weiß, sondern …

    Shownotes

    »Was ist Wahrheit?«, fragte schon der römische Statthalter Pilatus, als er sich mit Jesus unterhielt und ihn schließlich verurteilte (Johannes 18,38). Tatsächlich ist Wahrheit oft nicht schwarz-weiß, sondern stellt sich uns in vielen Aspekten dar: Bei einem Prozess müssen zahlreiche Hintergründe und Faktoren bedacht werden, die zu der Tat geführt haben. Eine Aussage ist wahr, wenn sie mit der Realität korrespondiert – oder nur, wenn der Sprecher das so wahrnimmt?

    Jesus Christus behauptet, die Wahrheit selbst zu sein. Demnach gibt es keinerlei Wahrheit außerhalb von ihm. Zu dieser Wahrheit gehört auch, dass er der Schöpfer der Welt ist. So steht in Kolosser 1,16: »Alle Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen.« Alles, was wir sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken und berechnen können, gehört zu dem, was Christus, die Wahrheit selbst, uns zugänglich gemacht hat.

    Kosmologen, Geologen, Biologen, Physiker, Chemiker, Historiker, Theologen und andere Wissenschaftler dringen immer tiefer in die Geheimnisse der sichtbaren und der unsichtbaren Schöpfung ein. Alle behaupten, der Wahrheit auf der Spur zu sein. Das zeigt, dass Jesus eine umfassende Wahrheit ist: Er ist nicht reduzierbar oder erklärbar. Er ist nicht nur Mensch, sondern zugleich Gott. Er ist als Schöpfer nicht nur der Anfang, sondern als regierender König auch das Ende. Er ist allumfassend, ewig, allmächtig.

    Wenn wir uns die Wahrheit von Jesus Christus auf diese Weise vor Augen führen, entdecken wir immer mehr Superlative. Wir kommen ins Staunen darüber, dass dieser große Gott sich tatsächlich für uns Menschen interessiert – ja, noch mehr: dass er uns unendlich und unbegreiflich liebt. Diese Botschaft ist so wunderbar: Jesus liebt dich! Er ist auch für dich auf die Welt gekommen. Und er sucht auch nach dir.

    Hermann Grabe

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  3. »Ich bin der Weg!«

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 294

    Was denken wir über einen Menschen, der diese Aussage über sich selbst macht? Müssen wir ihn nicht für größenwahnsinnig und verrückt halten? Doch wenn wir uns den demütigen Wanderprediger aus Nazareth näher …

    Shownotes

    Was denken wir über einen Menschen, der diese Aussage über sich selbst macht? Müssen wir ihn nicht für größenwahnsinnig und verrückt halten? Doch wenn wir uns den demütigen Wanderprediger aus Nazareth näher ansehen, scheint das nicht der Fall sein. Darum sollten wir eine dritte Möglichkeit in Betracht ziehen: Er hat die Wahrheit gesagt. Wenn wir das als Ausgangspunkt nehmen, so wird klar, dass auch alle anderen biblischen Angaben über Jesus Christus stimmen: Er kam aus dem Himmel zu uns in unsere verlorene Welt und hat durch sein Sterben und Auferstehen den Weg zum Himmel für uns frei gemacht. Und noch etwas wird deutlich: Da er als Einziger von Gott zu uns herabkam, ist er auch der einzige Weg, der dorthin führt.

    Jesu Aussage ist auch deshalb so provokant, weil sie unserem menschlichen Streben entgegensteht: Wir versuchen gern selbst, möglichst hohe »Leitern« hochzuklettern, um zur Vollendung, zum Himmel und zu Gott zu gelangen. Aber all diese Unternehmungen sind unzureichend, die Leiter ist immer zu kurz, weil sie nur so weit reicht wie unsere eigenen Kräfte. Dabei ist es einerlei, ob unsere Leiter in religiösem Eifer, gesellschaftlichem Engagement oder anderen Leistungen besteht. Wobei diese Dinge an sich gut sind – aber sie können uns eben nicht in den Himmel bringen.

    Jesus Christus hat uns den einzig zielführenden Weg nicht nur gezeigt, sondern ist ihn selbst vorangegangen. Ja, er hat ihn durch sein Kommen auf die Erde und sein Sterben am Kreuz überhaupt erst möglich gemacht. Er selbst führt uns aus unserer Verlorenheit heraus. Dieser Weg kann für jeden von uns heute schon anfangen, wenn wir Jesus Christus darum bitten. Dann nimmt er uns an die Hand und bringt uns in die himmlische Herrlichkeit.

    Hermann Grabe

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  4. Der Kochpulli

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 293

    Vor drei Jahren verließ mein frischgebackenes 18-jähriges Ich das elterliche Nest. Die Freiheit war verlockend, doch schnell merkte ich, wie sehr ich plötzlich auf mich allein gestellt war. Und dann kam die …

    Shownotes

    Vor drei Jahren verließ mein frischgebackenes 18-jähriges Ich das elterliche Nest. Die Freiheit war verlockend, doch schnell merkte ich, wie sehr ich plötzlich auf mich allein gestellt war. Und dann kam die harte Realität: »Mama kocht ja nicht mehr für mich!« So begann ich – mehr schlecht als recht – mit dem Kochen und entdeckte bald schmerzhaft, dass Fettflecken kaum mehr aus der schönen Kleidung entfernt werden können.

    Es musste also eine Lösung her! Da keine Schürze zur Hand war, opferte ich spontan einen alten Pulli. Er war ohnehin längst aus der Mode und lag nur noch ungenutzt herum. Außerdem schützte er im Vergleich zur Schürze jeden Zentimeter meines Oberkörpers vor dem gefürchteten Fett. So wurde mein Kochpulli geboren – ein treuer Begleiter, der mir gute Dienste leistete, obwohl er nie wieder richtig sauber zu bekommen ist. Mein geliebter Kochpulli hat seither unzählige Kleidungsstücke vor ihren Fettflecken bewahrt.

    Dieser Gedanke erinnert mich an das größte Opfer, das Gott je für die Menschheit gebracht hat. Er hat seinen Sohn Jesus Christus gegeben, damit er die Strafe für unsere Sünden tragen konnte. So hat Gott einen Weg der Rettung geschaffen, der uns vor den »Fettflecken«, also dem ewigen Tod als Folge der Sünde, bewahrt. Jesus gab sein Leben freiwillig – jedoch nicht wie ein wertloser Pulli, sondern als der kostbare Sohn Gottes. Das ist damit zu vergleichen, wie wenn jemand einen teuren Anzug anzieht, um beim Kochen ein normales T-Shirt vor Fettflecken zu schützen. Aber genau das hat Gott für uns gegeben!

    Jesus traf von sich aus die Entscheidung für seinen eigenen Tod. Seine Entscheidung, für uns zu sterben, schenkt uns die Möglichkeit, unsere Sünden abzulegen und in seiner Reinheit zu leben.

    Hung Thanh Thai

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  5. Gott ist keine Illusion

    4 Min.Staffel 2026 · Folge 292

    »Das christliche Leben meint eine persönliche Beziehung zu Gott im Hier und Jetzt. Ehrliche Zweifel sollen nicht unterdrückt werden. Die wirkliche Gefahr ist nicht der Zweifel, sondern die Weigerung, zu suchen …

    Shownotes

    »Das christliche Leben meint eine persönliche Beziehung zu Gott im Hier und Jetzt. Ehrliche Zweifel sollen nicht unterdrückt werden. Die wirkliche Gefahr ist nicht der Zweifel, sondern die Weigerung, zu suchen oder zuzuhören.« Dieser Satz stammt von Francis Schaeffer (1912–1984), einem evangelikalen Theologen, in seinem Buch True Sprituality. In den USA geboren, wuchs er bei religiös eher liberalen Eltern auf. In der Jugendzeit beschäftigte er sich ernsthaft mit Glaubensfragen. Er war kein typisches »braves Kirchenkind«. Bei seinen Fragen halfen ihm die Bücher über die griechische Philosophie nicht wirklich weiter. So las er mit 17 Jahren erstmals die Bibel komplett durch und kam zum persönlichen Glauben an Jesus Christus. Nach dem Studium der Theologie ging er nach Europa und gründete 1955 die Lebensgemeinschaft LʼAbri in den Schweizer Alpen. Vorausgegangen war eine tiefe geistliche Krise. Deprimiert von der Heuchelei vieler Christen, aber auch von eigener innerer Dürre, überdachte er viele Glaubensthemen nochmals von Grund auf. Das führte ihn in eine neue Abhängigkeit von Gott und zu einem lebendigen Gebetsleben.

    Viele junge Menschen bekamen in LʼAbri entscheidende Impulse bei der Suche nach Zuwendung, Sinn und Orientierung. Schaeffer vermittelte einerseits echten Glauben, der jedoch andererseits auch intellektuell tragbar ist. Er betonte, dass es kein inhaltsloseres Wort gibt als das undefinierte Wort »Gott«. Gott ist keine Idee oder Projektion, keine Illusion. Biblische Wahrheit gründet sich nicht auf eine Idee oder das Wort »Gott«, sondern auf den Gott, der wirklich da ist.

    Wenn dieser einzigartige und persönliche Gott Wirklichkeit ist, dann ist die Tatsache, dass dieser Gott sich offenbart, von größter Bedeutung.

    Winfried Elter

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  6. Sterben mit Gewinn?

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 291

    »Nichts ist umsonst, sogar der Tod, er kostet das Leben!« So in etwa weiß es der Volksmund zu berichten. Tatsächlich wird der Tod nicht mit Gewinn verbunden: Der Betroffene verliert sein Leben, und die …

    Shownotes

    »Nichts ist umsonst, sogar der Tod, er kostet das Leben!« So in etwa weiß es der Volksmund zu berichten. Tatsächlich wird der Tod nicht mit Gewinn verbunden: Der Betroffene verliert sein Leben, und die Hinterbliebenen empfinden oft sehr schmerzhaft diesen Verlust. Denn der Tod ist das Ende jeder Beziehung. Wie ein scharfes Messer zerschneidet er alle Pläne und Träume. Mit ihm verliert alles seine Bedeutung. Was gestern noch wichtig war, hat im Angesicht des Todes keine Bedeutung mehr.

    Doch nun spricht der Apostel Paulus im Tagesvers davon, dass das Sterben für ihn Gewinn sei. Ist er ein frommer Spinner? Ein Fantast? Ein Fatalist? Nein, Paulus war alles andere: Er war ein Realist; aber einer, der über den Tellerrand unserer irdischen Erlebensmöglichkeiten hinaussehen konnte, weil er dem ewigen Gott und seinem Sohn Jesus Christus glaubte. Er kannte die Widrigkeiten, Nöte und Gefahren unserer irdischen Existenz sehr genau. Doch er wusste: Wenn ich sterbe, dann komme ich an einen Ort, an dem es wirklich nichts gibt, das meine ewige Existenz dort würde trüben können: kein Schmerz, keine Träne, keine Angst, kein Tod.

    Wow, was für eine Perspektive: Das, was uns naturgemäß riesige Angst macht, hatte für ihn den Schrecken verloren. Der Tod war für ihn verbunden mit der Aussicht auf eine ewige Herrlichkeit. Gerne würde er sofort das Hier mit dem Dort tauschen!

    Allerdings hatte diese großartige Erwartung eine Vorbedingung. Das macht auch Paulus deutlich. Denn das Sterben ist nur für den Gewinn, dessen Leben im Hier und Jetzt fest mit Christus verbunden ist. Ja, es gibt ein Leben ohne Christus. Aber dann ist das Sterben ein ewiger Verlust. Wer so stirbt, verliert endgültig jede Hoffnung auf Rettung.

    Markus Majonica

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  7. Gottlos

    4 Min.Staffel 2026 · Folge 290

    Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist es sicher schon veraltet, aber in den Jahren 2023 und 2024 gehörte es zu den beliebtesten Jugendwörtern: »gottlos«. Interessanterweise wurde das Wort sowohl für außergewöhnlich …

    Shownotes

    Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist es sicher schon veraltet, aber in den Jahren 2023 und 2024 gehörte es zu den beliebtesten Jugendwörtern: »gottlos«. Interessanterweise wurde das Wort sowohl für außergewöhnlich positive als auch für schockierend negative Dinge verwendet. Ein Burger konnte »gottlos lecker« sein, während ein Klassenbucheintrag »gottlos unfair« genannt wurde. Es ging dabei jedoch nicht wirklich um Gott, sondern um eine extreme Verstärkung.

    Als ich darüber nachdachte, fiel mir auf: Eigentlich ist diese inflationäre Verwendung des Begriffs gar nicht so unpassend. Denn wie der Tagesvers sagt, vermittelt die Bibel ein ganz klares Weltbild: Alles liegt im Bösen, alles ist von Natur aus erst einmal gottlos. Selbst die schönsten Momente sind – wenn sie ohne Gott erlebt werden – buchstäblich »gott-los«. Man kann ein ganzes Leben ohne Gott verbringen und noch nicht einmal darüber nachdenken. Da ist doch dieses Jugendwort tatsächlich auf so gut wie jede Situation anwendbar.

    Allerdings spricht die Bibel auch davon, dass am Ende der Gottlosigkeit der Tod und die ewige Verlorenheit stehen. Um uns daraus einen Rettungsweg zu schaffen, schickte Gott seinen Sohn Jesus auf die Erde, der auch unter dem Namen »Immanuel« (das heißt »Gott mit uns«) bekannt ist. Nur durch seine Anwesenheit hat er Gottes Wesen in seiner reinsten Form mitten unter die Menschen gebracht. Nichts mit seiner Person Zusammenhängendes war »gottlos«. Und auch wenn Jesus heute nicht mehr leibhaftig auf der Erde anzutreffen ist, will er jetzt noch genauso Teil unseres Lebens sein und es von der Gottlosigkeit befreien. Wer in einer Beziehung zu diesem unsichtbaren Jesus steht, der ist nicht mehr gottlos – denn Gott ist mit ihm!

    Jacob Ameis

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  8. Wendepunkte

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 289

    Stille in Boston: Das neue Zeitalter wurden durch atemlose Stille eingeläutet. Im Hörsaal der Universität Boston hatte sich am 16. Oktober 1846 eine große Anzahl ehrwürdiger Doktoren versammelt, um dem …

    Shownotes

    Stille in Boston: Das neue Zeitalter wurden durch atemlose Stille eingeläutet. Im Hörsaal der Universität Boston hatte sich am 16. Oktober 1846 eine große Anzahl ehrwürdiger Doktoren versammelt, um dem angekündigten Wunder zuzusehen: einer Operation unter Narkose. Schon oft hatte man bis dahin versucht, Patienten durch Alkohol, Kräutertrunks oder Suggestion in einen bewusstlosen Zustand zu versetzen. Doch sobald der Chirurg den ersten Schnitt tat, zeigte ein markerschütternder Schrei, dass alles beim Alten geblieben war. Ab diesem Moment musste ein Chirurg vor allem eines sein: schnell. Amputationen wurden in weniger als zwei Minuten durchgeführt, länger konnten selbst die stärksten Helfer den sich windenden Patienten nicht fixieren. Doch als an diesem Tag William Morton an dem mit Äther narkotisierten Patienten den ersten Schnitt setzte, herrschte absolute Stille im Saal. Der erwartete Schrei blieb aus. Die versammelten Ärzte sahen sich staunend an. Ihnen allen war klar, dass sie Zeuge eines Wendepunkts waren: Der Schmerz war besiegt. Ein neues Zeitalter hatte begonnen.

    Ein Schrei auf Golgatha: Bevor der gequälte Mann am Kreuz sein Leben aushauchte, stieß er einen letzten, markerschütternden Schrei aus und sprach die Worte: »Es ist vollbracht!« Den betäubenden Trunk, der ohnehin nur wenig Wirkung gehabt hätte, hatte er abgelehnt. In vollem Bewusstsein hatte der Sohn Gottes die unsagbaren Schmerzen der letzten Stunden ertragen. Und auch das Gefühl der abgrundtiefen Verlassenheit, denn Gott musste sich in seiner Heiligkeit von seinem Sohn, der die Sünde der ganzen Welt trug, abwenden. Auch wenn es den meisten der Anwesenden nicht klar war: Dieser Schrei Jesu markierte eine Wende. Die Sünde, die Trennung von Gott war überwunden, ein neues Zeitalter hatte begonnen.

    Elisabeth Weise

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  9. Sternenkinder

    9 Min.Staffel 2026 · Folge 288

    »Heb­am­me im Dienst – auf dem Weg zu Mut­ter und Kind«. Mit die­sem Schild un­ter der Wind­schutz­schei­be ist mei­ne Frau je­den Tag unterwegs. Dabei muss sie auch miterleben, wie aus einer hoffnungsvollen …

    Shownotes

    »Heb­am­me im Dienst – auf dem Weg zu Mut­ter und Kind«. Mit die­sem Schild un­ter der Wind­schutz­schei­be ist mei­ne Frau je­den Tag unterwegs. Dabei muss sie auch miterleben, wie aus einer hoffnungsvollen Zeit des Wartens tiefe Trauer wird. Denn etwa 15 Prozent aller Schwangerschaften enden mit einer Fehl- oder Totgeburt. Ein Trauma für die Eltern. Vielleicht ist das Kinderzimmer schon eingerichtet oder man hat sich schon lange auf einen Namen geeinigt. Doch plötzlich das schreckliche Ende. Dabei ist es wichtig, dass die Eltern von ihrer Umgebung gesagt bekommen: »Wir nehmen eure Trauer ernst und fühlen mit euch. Es ist ein schwerer Verlust, den ihr gerade ertragen müsst.«

    Viele Eltern sprechen ungern von einer Fehlgeburt. Daher hat sich dafür der Begriff »Sternenkind« etabliert. Ebenso wie für spätere Totgeburten. Hinter dem Begriff steckt die Hoffnung, dass die Kinder wie Sterne zurück in den Himmel gegangen sind.

    An diese Sternenkinder soll auch heute erinnert werden. Voraussetzung dafür ist, dass es sich beim Fötus nicht um einen bloßen Zellklumpen handelt, sondern um einen richtigen Menschen. Diese Einschätzung deckt sich auch mit der biblischen Sichtweise. Demnach beginnt das menschliche Leben nicht erst mit der Empfängnis, also der Verschmelzung von Samen und Eizelle, sondern vorher – nämlich in den Gedanken Gottes. Jeder Mensch ist eine gute Idee Gottes, und das Leben kommt aus seiner Hand. Von einer Totgeburt betroffene Eltern schrieben einmal: »Unser kleines Baby ist uns zum Vater im Himmel vorausgegangen.« In diesem Satz liegen Trauer und Trost dicht beieinander. Da ist der wunderbare Trost, dass die Nähe Gottes der beste Platz ist, den ein Mensch haben kann. Und das gilt auch schon vor dem Tod.

    Herbert Laupichler

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  10. Leitplanken fürs Leben

    4 Min.Staffel 2026 · Folge 287

    Heute ist Weltnormentag. Er soll daran erinnern, dass am 14. Oktober 1946 in London beschlossen wurde, eine internationale Organisation für das Festlegen technischer Standards zu gründen. Daraus sind Normen …

    Shownotes

    Heute ist Weltnormentag. Er soll daran erinnern, dass am 14. Oktober 1946 in London beschlossen wurde, eine internationale Organisation für das Festlegen technischer Standards zu gründen. Daraus sind Normen hervorgegangen, die unseren Alltag bestimmen. So sorgen sie dafür, dass z. B. ein Blatt Papier in den Drucker passt und das Anschlusskabel in die Steckdose. Sie gewährleisten auch, dass das Gerät ohne Lebensgefahr angefasst, eingeschaltet und bedient werden kann – einerlei, aus welchem Land es kommt. Doch trotz aller Sorgfalt sind Normen oft lückenhaft und müssen regelmäßig überarbeitet werden. Dennoch sind sie Leitplanken für Industrie und Gesellschaft.

    Leitplanken sind auch in der Bibel zu finden. Regeln, die uns Gott für unser Leben geschenkt hat, finden sich etwa in den Zehn Geboten. Sie definieren den Umgang mit Gott und unter uns Menschen. Es sind Regeln, die wir Menschen nicht selbst erarbeiten mussten. Vor allem aber sind sie, ebenso wie Gott, perfekt, ohne Lücke, zeitlos gültig und müssen nie überarbeitet werden.

    Doch diese perfekten Regeln – etwa, Gott mit ganzem Herzen und ganzer Seele und seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben – stoßen auf uns fehlerhafte Menschen. Sie sind ideale Leitplanken, doch nur zu oft durchbrechen wir diese. Für den, der es versucht, wird schnell klar: Wir können sie gar nicht halten, selbst wenn wir es wollen (vgl. Römer 7). Doch was kann man tun, wenn man das eigene Unvermögen erkennt, Gottes guten Regeln zu folgen? Nach der Bibel hat das Gesetz Gottes eine klar definierte Aufgabe: Es dient der Erkenntnis unseres Versagens und Unvermögens. Dies treibt uns in die Arme desjenigen, der jedes Versagen gerne vergeben und uns helfen möchte, nach Gottes Willen zu leben: Jesus Christus.

    Herbert Laupichler

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  11. Ängste

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 286

    Steigende Lebensunterhaltkosten machen laut Umfragen aus dem Jahr 2024 57 % der Deutschen Angst. Fast genauso viele befürchten, dass der Staat auf lange Sicht mit der zunehmenden Migration überfordert sein …

    Shownotes

    Steigende Lebensunterhaltkosten machen laut Umfragen aus dem Jahr 2024 57 % der Deutschen Angst. Fast genauso viele befürchten, dass der Staat auf lange Sicht mit der zunehmenden Migration überfordert sein wird. Auf Platz drei liegt mit 52 Prozent die Angst davor, dass Wohnen unbezahlbar wird. Unter den zehn größten Ängsten finden sich außerdem die Angst vor Steuererhöhungen, vor Spaltungen in der Gesellschaft, vor politischem Extremismus und der schlechter werdenden Wirtschaftslage. Was hier nicht genannt ist, sind die persönlichen Ängste: Angst vor Unzulänglichkeit, Angst vor Versagen, Angst vor Krankheit ... Es gibt wohl niemanden, der vor nichts Angst hat.

    Wenn wir in die Bibel schauen, wird diese Tatsache bestätigt bzw. vorausgesetzt: Angst gehört zum Leben (Johannes 16,33). Doch dabei lässt es Gott nicht bewenden, sondern er spricht verschiedenen Menschen immer wieder zu: »Fürchte dich nicht!« (siehe Tagesvers). Dieser Zuspruch Gottes galt immer Menschen, die mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen hatten. Dabei ist das nicht eine bloße Floskel, wie wir sie von Menschen oft hören. Gott hat denen, die ihm in angstvollen Momenten trotzdem vertraut haben, tatsächlich beigestanden. Sorgen und Ängste erscheinen oft riesengroß, doch auch da sagt Gott: »Fürchte dich nicht!«

    Diese Ermutigung erhielt auch Maria durch den Engel, der ihr ankündigte, dass sie den Messias gebären werde, obwohl sie noch nicht verheiratet war. Ein uneheliches Kind war zu dieser Zeit ein großer Grund zur Angst. So wie Maria sollten auch wir Gott vertrauen, wenn uns Angst überfällt und wir in der momentanen Lebenssituation nicht weiterwissen. Gott hat die Kontrolle über unser Leben. Er kennt den Ausgang unserer Herausforderungen und will mit uns hindurchgehen. Das lehrt uns Gottvertrauen.

    Daniela Bernhard

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  12. Personalmangel im Gesundheitswesen

    6 Min.Staffel 2026 · Folge 285

    Im Oktober 2024 versuchte ich, einen Termin beim HNO-Arzt zu vereinbaren. Doch aufgrund von Personalmangel war telefonisch niemand erreichbar, und die Online-Buchung zeigte: »Alle Termine ausgebucht!« Ähnliches …

    Shownotes

    Im Oktober 2024 versuchte ich, einen Termin beim HNO-Arzt zu vereinbaren. Doch aufgrund von Personalmangel war telefonisch niemand erreichbar, und die Online-Buchung zeigte: »Alle Termine ausgebucht!« Ähnliches erlebte ich in einer anderen Praxis. Die Situation machte mich nachdenklich: »Was tun, wenn man dringend Hilfe braucht, aber niemand verfügbar ist?« Selbst wenn man schließlich einen Termin in einer Facharzt-Praxis bekommt, bekommt man diesen meist nur mit wochenlanger Vorlaufzeit. Zudem gibt es keine Garantie, dass der Arzt dann auch wirklich helfen kann.

    Wie tröstlich und ermutigend ist es für mich zu wissen, dass es jemanden gibt, der immer erreichbar ist und auf dessen Hilfe ich mich verlassen kann: Gott. In unserem Tagesvers wird es deutlich: »Denn er neigte sein Ohr zu mir; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen!« Was bedeutet das konkret? Gott schenkt Menschen ein offenes Ohr, wenn sie zu ihm kommen – er weist sie nicht ab, sondern ist jederzeit erreichbar! Wenn ich mich an ihn wende, begegnet er mir mit seiner Liebe, gibt mir Kraft, Trost und Orientierung. Und anders als ein Arzt, der nur Symptome behandeln kann, sieht Gott mein Herz und heilt mein Innerstes. Er lädt auch Sie ein, ihm zu vertrauen und in jeder Lage zu ihm zu kommen – nicht nur in Krisenzeiten, sondern auch im ganz normalen Alltag. Er ist gnädig und barmherzig, wenn er es mit Sündern zu tun bekommt.

    Haben Sie Gott schon einmal so erlebt? Bei ihm brauchen Sie auf keinen Termin zu warten, es sind auch keine Telefonleitungen blockiert – er ist da, wenn Sie ihn brauchen. Er leidet nicht unter Personalmangel. Rufen Sie ihn an, sprechen sie mit ihm! Bringen Sie ihm Ihre Sorgen und Sünden und erleben Sie, wie er Ihr Herz verändert! Er hört Ihnen zu und er handelt!

    Manuela Basista

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  13. Bomben entschärfen

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 284

    Es ist mal wieder so weit: Bei uns in Köln ist eine weitere Weltkriegsbombe gefunden worden und muss entschärft werden. Das gehört hier gewissermaßen zum Alltag. Aber die Aktion heute, am 11. Oktober 2024, ist …

    Shownotes

    Es ist mal wieder so weit: Bei uns in Köln ist eine weitere Weltkriegsbombe gefunden worden und muss entschärft werden. Das gehört hier gewissermaßen zum Alltag. Aber die Aktion heute, am 11. Oktober 2024, ist die bislang größte seit Beendigung des Zweiten Weltkrieges. Bei Bauarbeiten auf dem Gelände einer großen Klinik ist eine Zehn-Zentner-Bombe aufgetaucht. Deshalb muss neben mehreren Tausend Anwohnern die gesamte Klinik evakuiert werden – ein unglaublicher Aufwand. 1300 Helfer sind an der Aktion beteiligt, die Kosten belaufen sich auf mehrere Millionen Euro.

    Auf Köln gingen während des Zweiten Weltkrieges ungefähr 1,5 Millionen Bomben nieder, von denen nach Schätzungen 20 Prozent nicht detonierten. Selbst wenn es hier nie wieder einen Krieg geben sollte, haben wir noch über Jahrzehnte damit zu tun, mit den Altlasten des letzten fertigzuwerden. Doch leider werden in dieser Welt ständig neue Bomben abgeworfen, die auch irgendwann entschärft werden müssen, sofern sie nicht detoniert sind. Das sind wirklich traurige Aussichten …

    Auch in unserem persönlichen Leben legen wir durch unseren Egoismus, durch im Ärger unbedacht gesprochene Worte Tretminen aus, die irgendwann hochgehen und mit deren Folgeschäden wir und vielleicht noch unsere Kinder leben müssen. Mit uns Menschen scheint also grundsätzlich etwas nicht zu stimmen: Immer wieder fügen wir einander Leid zu und verursachen Probleme, die über Generationen andauern. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Jedenfalls nicht für uns, aber für Gott: In seinem Sohn Jesus Christus bietet er uns die Versöhnung an. Wir haben, solange wir auf dieser Erde leben, die Möglichkeit, das anzunehmen und all unsere Altlasten loszuwerden. Gott möchte sie auslöschen, sodass wir vollkommen frei und gereinigt sind.

    Elisabeth Weise

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  14. Durch Neid zum Glück?

    6 Min.Staffel 2026 · Folge 283

    Warum eigentlich nicht »begehren«? Es ist jedenfalls interessant, zu sehen, was die anderen haben. Ihre Autos, Kleidung, Beziehungen, Häuser, Urlaube usw. geben uns Gesprächsstoff und inspirieren uns. Das …

    Shownotes

    Warum eigentlich nicht »begehren«? Es ist jedenfalls interessant, zu sehen, was die anderen haben. Ihre Autos, Kleidung, Beziehungen, Häuser, Urlaube usw. geben uns Gesprächsstoff und inspirieren uns. Das erlebte ich auch, als ich auf einer Immobilienplattform etwas suchte. Ich hatte keinen Filter für den Preis aktiviert, und so erschienen auch sehr teure Luxus-Immobilien. Beim näheren Durchsehen – aus reiner Neugier natürlich – entwickelte ich eine gewisse Faszination und stellte mir so manche Fragen: »Wer kann sich denn so etwas leisten? Was arbeiten die Leute, die das kaufen? Kann das mit rechten Dingen zugehen? Sind solche Unterschiede denn gesellschaftlich fair?« Noch bevor ich wieder zu dem zurückging, was ich eigentlich hatte suchen wollen, war schon so etwas wie Neid in mir entstanden. Denn genau davon spricht der Tagesvers: Haben wollen, statt es dem anderen einfach gönnen. Oder zumindest wünschen, dass der andere es nicht hat. Das ist verlockend. Doch ich musste feststellen, dass diese Gedanken mich nicht glücklich, sondern eher unzufrieden machten.

    Ähnliches hat auch der Verhaltensökonom Andrew Oswald herausgefunden. In seiner Forschung beschäftigt er sich seit über dreißig Jahren mit der Frage, was glücklich oder unglücklich macht. Seinen Ergebnissen zufolge trägt z. B. zum Glücklichsein bei, dass man einen Partner hat, sich gesund ernährt – und Neid vermeidet. Seine Schlussfolgerung: Neid ist schädlich! Vergleiche dich nicht zu sehr mit anderen!

    Die Glücksforschung kommt also zu einem Ergebnis, das für Gottes Wort und die darin enthaltenen Anweisungen schon lange maßgeblich ist. Wir dürfen lernen: Neid führt zu einer falschen Ausrichtung im Leben, während wir in der Hinwendung zu Gott und im Dienst an unserem Nächsten wahres Glück finden.

    Andreas Wanzenried

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  15. Ohnmächtige Retter

    6 Min.Staffel 2026 · Folge 282

    In Stadtallendorf in Hessen kam es am 16. Oktober 2024 zu einem kuriosen Ereignis: Die Feuerwache brannte. Das Gebäude war brandneu, erst kurz zuvor war es fertiggestellt worden – allerdings ohne …

    Shownotes

    In Stadtallendorf in Hessen kam es am 16. Oktober 2024 zu einem kuriosen Ereignis: Die Feuerwache brannte. Das Gebäude war brandneu, erst kurz zuvor war es fertiggestellt worden – allerdings ohne Brandmeldeanlage. In der Nacht war eines der Spezialfahrzeuge in der Halle in Brand geraten. Als die Feuerwehrleute zur Stelle waren, war es schon zu spät. Die Flammen schlugen mehr als zehn Meter aus dem Dach des Gebäudes. Hilflos mussten die Löschprofis zusehen, wie ihre Feuerwache verbrannte. Erst mit später Hilfe von Löschfahrzeugen aus umliegenden Feuerwehrstationen konnte der Brand gelöscht werden. Verletzt wurde zum Glück niemand, aber am Ende blieb ein immenser Sachschaden von 20 Millionen Euro. Kein einziges Einsatzfahrzeug konnte gerettet werden. Viele Zeitungen im In- und Ausland berichteten über diesen besonderen Brand, häufig nicht ohne einen spöttischen Unterton darüber, dass die Feuerwehr keine Feuermelder besaß und sich am Ende nicht selbst helfen konnte.

    Als ich davon las, musste ich an den Spott der Leute denken, die um das Kreuz standen, an dem Jesus Christus starb: »Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.« Dabei war das Geschehen am Kreuz gänzlich anders als der unglückliche Brand in Hessen: Das Kreuz war kein vermeidbarer Unglücksfall. Vielmehr begab sich der Sohn Gottes bewusst und freiwillig in diese Situation, um die Schuld von uns Menschen zu sühnen. Er hätte sich ohne Weiteres retten können, aber er hat es nicht gewollt – um unseretwillen. Durch seinen Tod wurden keine Gebäude vernichtet, sondern die Sünde. Und schließlich entstand dadurch kein immenser Schaden, sondern ein gewaltiger Gewinn: Jeder, der an diesen Jesus glaubt, hat ewiges Leben.

    William Kaal

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  16. Nobelpreis für künstliche Proteine

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 281

    Die britischen Chemiker Dr. Demis Hassabis und Dr. John Jumper, die im Herbst 2024 den Chemie-Nobelpreis erhielten (zusammen mit Prof. David Baker aus den USA), erzielten einen Durchbruch in der Biochemie …

    Shownotes

    Die britischen Chemiker Dr. Demis Hassabis und Dr. John Jumper, die im Herbst 2024 den Chemie-Nobelpreis erhielten (zusammen mit Prof. David Baker aus den USA), erzielten einen Durchbruch in der Biochemie. Mithilfe von künstlicher Intelligenz schafften es die Forscher, neue Proteine künstlich herzustellen und die komplexen Strukturen und Eigenschaften der Proteine vorherzusagen. Ihr Programm könne bei der Klärung von Antibiotika-Resistenzen oder beim Einsatz von Enzymen zum Abbau von Kunststoffen helfen. Es wäre möglich, Proteine herzustellen, die in Sensoren Gefahrstoffe in der Umwelt erkennen können. Auf der Suche nach Medikamenten und Impfstoffen böten sich so neue Möglichkeiten. Passend geformte Proteine könnten gefährliche Viren blockieren.

    Die Wissenschaft hat schon viel auf dem Gebiet der Medizin und Materialforschung erreicht. Es wurden Ergebnisse erreicht, von denen man jahrzehntelang nicht einmal träumen konnte. Mit KI-gestützten Computerprogrammen kann man vermutlich noch mehr Probleme lösen, die bislang als unlösbar galten. Wird dadurch der Traum von einer schönen neuen Welt endlich Realität? Sind wir sogar dabei, das verlorene Paradies zurückzuerobern?

    Die Bibel kündigt uns etwas anderes an. Im Römerbrief steht, dass die gesamte Schöpfung bis heute unter ihrem Zustand seufzt (Römer 8,22). Petrus sprach in seiner Rede in Jerusalem davon, dass Jesus nach seinem Leiden in den Himmel zurückgekehrt ist, bis »zur Wiederherstellung aller Dinge« (Apostelgeschichte 3,21). Dazu gehört auch die Wiederherstellung der Natur. Und damit Gott für uns Menschen alles wiederherstellen kann, müssen wir umdenken und zu Gott umkehren. Nur er ist in der Lage, das Problem des verlorenen Paradieses wirklich zu lösen.

    Uwe Harald Böhm

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  17. Die Juden, Majestät!

    6 Min.Staffel 2026 · Folge 280

    Friedrich der Große fragte einmal seinen Kammerdiener Jean-Baptiste du Boyer: »Können Sie mir einen einzigen unwiderlegten Gottesbeweis nennen?« Dieser antwortete knapp, aber bedeutungsvoll: »Die Juden, Eure …

    Shownotes

    Friedrich der Große fragte einmal seinen Kammerdiener Jean-Baptiste du Boyer: »Können Sie mir einen einzigen unwiderlegten Gottesbeweis nennen?« Dieser antwortete knapp, aber bedeutungsvoll: »Die Juden, Eure Majestät!«

    Die Geschichte und Gegenwart des jüdischen Volkes ist ohne das Wirken Gottes nicht zu erklären. Bereits vor 3600 Jahren wurde den Israeliten angekündigt: »Der HERR wird euch zerstreuen unter die Völker« (5. Mose 4,27). Im Neuen Testament bestätigt Jesus Christus diese Vorhersage: »Sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt werden unter alle Nationen« (Lukas 21,24). In der Zeit der Zerstreuung blies den Israeliten ein scharfer Wind ins Gesicht. Auch das wurde prophezeit: »Du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zum Gespött unter allen Völkern, wohin der HERR dich wegtreiben wird« (5. Mose 28,37).

    Doch bekanntlich blieben die Juden nicht über die gesamte Welt verteilt, sondern gründeten im Land ihrer Väter einen neuen Staat. Auch diese Rückkehr wird in der Bibel genau vorausgesagt: »Wenn deine Vertriebenen am Ende des Himmels wären, ... wird der HERR, dein Gott, dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben« (5. Mose 30,4-5). Von der Erfüllung dieses Versprechens sind wir Zeitzeugen. Ministerpräsident David Ben Gurion begann seine Rede zur Staatsgründung Israels 1948 mit folgenden Worten: »2000 Jahre haben wir auf diese Stunde gewartet – und nun ist es geschehen. Wenn die Zeit erfüllt ist, kann Gott nichts widerstehen.«

    Wenn die Rückkehr der Israeliten ein Zeichen Gottes ist, was will Gott uns damit sagen? Wir müssen uns darauf einstellen, dass Gott sein Wort in jeder Hinsicht einhält – nicht nur, wenn es um die Israeliten geht.

    Gerrit Alberts

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  18. Von innen heraus

    4 Min.Staffel 2026 · Folge 279

    Mineralölrückstände in Kosmetikprodukten, Kunststoffverbindungen in Babygläschen und PFAS (sogenannte »Ewigkeitschemikalien«) im Leitungswasser: Wenn man die regelmäßigen Nachrichten renommierter Testinstitute …

    Shownotes

    Mineralölrückstände in Kosmetikprodukten, Kunststoffverbindungen in Babygläschen und PFAS (sogenannte »Ewigkeitschemikalien«) im Leitungswasser: Wenn man die regelmäßigen Nachrichten renommierter Testinstitute verfolgt, bekommt man es schnell mit der Angst zu tun. Immer wieder ergeben Analysen unerwünschte Rückstände in Produkten, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Da drängt sich die Frage auf: Was kann ich überhaupt noch bedenkenlos verzehren? Und wie kann ich verhindern, dass mein Organismus bei der täglichen Nahrungsaufnahme oder Körperpflege vergiftet wird?

    Zweifelsfrei ist es unserer Gesundheit zuträglich, wenn wir versuchen, Schadstoffe jeglicher Art in größerer Menge von unserem Körper fernzuhalten. Jedoch nennt die Bibel noch eine ganz andere Quelle für Verunreinigungen, die unser Leben belasten: böse Gedanken, die in unserem Herzen bereits vorhanden sind und zu Neid, Hochmut, Ehebruch und Mord führen – um nur einige Beispiele aus dem Bibelabschnitt zu nennen, dem der Tagesvers entnommen ist (Markus 7,21-22). Diese Dinge zerstören nicht nur unser Zusammenleben mit anderen Menschen, sondern in erster Linie unsere Beziehung zu Gott, unserem Schöpfer.

    Gegen die Schadstoffe, die sich in unserem Körper ablagern, können wir wenig tun. Gegen die sündigen Gedanken, die unsere Seele vergiften, schon. Das ist möglich, weil Gott uns von unserer Schuld reinwaschen und uns ein völlig erneuertes Herz schenken möchte (Hesekiel 36,25-26). Er tut das durch seinen Sohn Jesus Christus, der die Konsequenzen unserer Bosheit und schlechten Taten selbst am Kreuz für uns getragen hat. Wer das glaubt und annimmt, darf echte Vergebung erfahren. Und er wird lernen, sein Denken immer mehr von Gott verändern zu lassen.

    Judith Pohl

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  19. Ein wertvoller Schatz

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 278

    Während der Weltwirtschaftskrise in den 1920er-Jahren besaß ein gewisser Mr. Yates Ländereien im Westen von Texas, auf denen er Schafe züchtete. Er lebte in großer Armut und hatte große Mühe, seine Familie zu …

    Shownotes

    Während der Weltwirtschaftskrise in den 1920er-Jahren besaß ein gewisser Mr. Yates Ländereien im Westen von Texas, auf denen er Schafe züchtete. Er lebte in großer Armut und hatte große Mühe, seine Familie zu ernähren. Seine Lage wurde sogar noch schlimmer, sodass er beinahe seinen gesamten Besitz verloren hätte. Nicht einmal die geringen Steuern konnte er zahlen. Kurz vor dem Bankrott trat eine Ölgesellschaft an ihn heran. »Wir glauben, dass es auf Ihrem Land Ölvorkommen gibt«, sagten sie. »Erlauben Sie uns zu bohren?« Da Mr. Yates nur wenig zu verlieren hatte, gab er sein Einverständnis. Die Ölgesellschaft begann zu bohren, und bereits in geringer Tiefe traf sie auf das größte Ölvorkommen, das zu jener Zeit in Nordamerika gefunden wurde – ein Ölfeld, das jeden Tag über 80 000 Barrel Öl produzierte! Über Nacht wurde Mr. Yates zum Milliardär.

    Eine verrückte Geschichte, oder? Der große Schatz war schon immer da gewesen, doch Mr. Yates ahnte nichts davon. Er musste erst auf diesen Schatz hingewiesen werden. Und was für ein Glück, dass er sich auf dieses Angebot einließ!

    Wissen Sie, dass es für uns alle einen großen Schatz gibt, der uns längst zur Verfügung steht? In diesem Kalender wird immer wieder darauf hingewiesen. Zu diesem Schatz hat jeder Zugang, ob übers Handy oder übers Bücherregal. Es ist die Bibel, in der sich der Schöpfer und Erhalter allen Lebens ganz persönlich an uns Menschen richtet. Was möchte er Ihnen sagen? Er möchte Ihnen sagen, wo Frieden und ewiges Leben zu finden sind. Er möchte Ihnen ein Licht sein inmitten dieser dunklen Zeit. Er möchte Ihnen Zugang zu einer Quelle großer Freude und eines erfüllten Lebens verschaffen, die niemals aufhört zu quellen. Wo gibt es sonst so etwas? Verpassen Sie es nicht, dieses Angebot anzunehmen.

    Johannes Unger

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  20. Alles kommt von ihm

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 277

    Stellen Sie sich vor, Ihr Kind streckt Ihnen sein selbst gemaltes Bild entgegen. Sie betrachten es und können nur mit sehr viel Fantasie erahnen, was hier dargestellt sein könnte. Trotzdem freuen Sie sich …

    Shownotes

    Stellen Sie sich vor, Ihr Kind streckt Ihnen sein selbst gemaltes Bild entgegen. Sie betrachten es und können nur mit sehr viel Fantasie erahnen, was hier dargestellt sein könnte. Trotzdem freuen Sie sich darüber! Doch wieso eigentlich? Schließlich haben doch Sie Ihrem Kind das Malen beigebracht, das Papier besorgt und die Stifte gekauft, mit denen dieses Bild gemalt wurde. Vermutlich können auch Sie selbst weitaus besser malen. Trotzdem findet dieses Bild einen Ehrenplatz an Ihrer Küchenwand. Warum? Weil Ihr Kind Ihnen mit diesem Bild eine Freude machen wollte. Niemand hat Ihrem Kind das aufgetragen, sondern es hat selbst den Entschluss dazu gefasst.

    Bei Gott ist das ähnlich: Alles, was wir sind, was wir können und was wir haben, kommt von ihm. Er hat uns geschaffen, er hat uns begabt und er hat uns ausgestattet. Alles haben wir aus seiner Hand empfangen, wie es auch im Tagesvers heißt. Wenn wir Gott unseren Dank bringen, z. B. in Form von Lobliedern, Geschenken und Unterstützung anderer Menschen usw., dann machen wir nichts anderes als das Kind, das seinen Eltern ein selbst gemaltes Bild schenkt.

    Auch Gott könnte alles, was wir ihm bringen können, so unendlich viel besser und schöner machen. Er ist weder auf uns noch auf das von uns Gebrachte angewiesen. Wir können ihm also nur einen kleinen Teil dessen, was er uns gegeben hat, wieder zurückgeben. Und das Geniale ist: Gott freut sich trotzdem darüber! Warum? Weil er uns mit einem freien Willen ausgestattet hat. Entsprechend freut er sich darüber, wenn wir von uns aus zu ihm umkehren, ihm vertrauen und ihm unseren Dank und unser Lob entgegenbringen. Es zeigt, dass wir die wahre Quelle unserer Erzeugnisse und unseres Fortschritts erkannt haben und ihm die alleinige Ehre dafür geben wollen.

    Daniel Beck

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  21. Der Mann, bei dem Honecker wohnte

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 276

    November 1989: Die innerdeutsche Mauer fällt, und die Ära des bis dahin mächtigsten Mannes der DDR ist beendet. Erich Honecker ist inzwischen ein alter Mann, krank, frisch operiert … und weiß nach seiner …

    Shownotes

    November 1989: Die innerdeutsche Mauer fällt, und die Ära des bis dahin mächtigsten Mannes der DDR ist beendet. Erich Honecker ist inzwischen ein alter Mann, krank, frisch operiert … und weiß nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus nicht, wohin. Er könnte in eine kleine Wohnung in Berlin ziehen, doch die Sorge ist berechtigt, dass ihn aufgebrachte Bürger dort lynchen würden. So wird Pfarrer Uwe Holmer gefragt, ob er das ehemalige Staatsoberhaupt bei sich aufnehmen kann, weil man sich hier eine gewisse Sicherheit für den gehassten Ex-Staatsmann erhofft.

    Uwe Holmer hat 40 Jahre Planwirtschaft und Stasi-Bespitzelung erlebt, keines seiner Kinder durfte – trotz bester Schulleistungen – Abitur machen, weil die Eltern aus ihrer ablehnenden Haltung zum DDR-Regime keinen Hehl machten. Und jetzt soll er den Mann, der das alles zu verantworten hat, als Gast in sein Haus aufnehmen? Nach zwei Wochen Gebet und Nachdenken sagt Uwe Holmer zu. In einem Brief erklärt er seinen Schritt. Mit der Aufnahme der Honeckers greife er nicht in die juristische Verfolgung des ehemaligen Staatoberhauptes ein, er nehme ihn einfach als einen Mitmenschen in Not auf. Dabei sei ihm neu klargeworden, wie schwer Vergebung sei. Auch Gott könne nicht »einfach so« vergeben, sondern nur, weil Jesus die Strafe für die Sünden am Kreuz getragen habe – auch die Sünden Pfarrer Holmers. Die Freude darüber gebe ihm die Kraft, seinen Mitmenschen zu vergeben und ihnen ohne Groll und Bitterkeit zu begegnen – selbst einem Erich Honecker.

    So wohnen Erich und Margot Honecker zehn Wochen bei Familie Holmer, erleben Gebet und Familienandacht, während vor dem Haus Demonstranten »Keine-Gnade-für-Honecker«-Transparente schwenken. Ein beeindruckendes Zeugnis, wozu der christliche Glaube befähigt.

    Elisabeth Weise

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  22. Der Bergungsort

    6 Min.Staffel 2026 · Folge 275

    John André (1750–1780) war ein britischer Major im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. In geheimer Mission wurde er zu General Benedict Arnold geschickt, um die Übergabe der Festung West Point an die Briten …

    Shownotes

    John André (1750–1780) war ein britischer Major im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. In geheimer Mission wurde er zu General Benedict Arnold geschickt, um die Übergabe der Festung West Point an die Briten auszuhandeln. André wurde innerhalb der amerikanischen Linien gefangen genommen, mit belastenden Plänen in seinem Stiefel. General Arnold hingegen konnte sich bei den Briten in Sicherheit bringen.

    André wurde von einem von George Washington, dem späteren Präsidenten, eingesetzten Militärgericht zum Tod durch Erhängen verurteilt. Trotz der Vereinbarung, dass in Gefangenschaft geratene Offiziere nicht hingerichtet werden sollten, und trotz aller Bemühungen um seine Begnadigung wurde er am 2. Oktober 1780 als Spion gehängt und unter dem Galgen in Tappan, New York, begraben. An seinem Hinrichtungsort steht ein Denkmal mit den Worten von George Washington: »Er war nicht kriminell, aber er hatte kein Glück. Ein gebildeter Mann und ein hervorragende Offizier.« In England wurde er als Held gefeiert. In der Kirche Westminister Abbey steht ebenfalls ein Denkmal für ihn.

    Zwei Tage vor seiner Hinrichtung schrieb er aus dem Gedächtnis das Lied eines unbekannten Dichters auf einen Zettel mit dem Titel: Der Bergungsort. Wenn sich André auch von der irdischen Justiz ungerecht behandelt fühlte, so wusste er sich doch schuldig vor Gott: »Den, der die Welt erschaffen hat, / bekämpfte ich in Wort und Tat. / Verwarf die Gnade fort und fort, / zu stolz für einen Bergungsort.« Im Gegensatz zu seinen irdischen Richtern fand er jedoch Gnade bei der höchsten Instanz: »O Gottes Liebe, die mich rief / aus dem Verderben, groß und tief. / O Gnade, die mich suchte dort, / wardst meiner Seele Bergungsort!« Diese Zuflucht war für ihn Jesus Christus.

    Gerrit Alberts

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  23. Zeit mit Gott

    4 Min.Staffel 2026 · Folge 274

    Am 1. Oktober 1926, heute vor 100 Jahren, wurden in Berlin an mehreren Kreuzungen die ersten Verkehrsampeln in Betrieb genommen. Wie beschaulich und übersichtlich muss wohl damals der Straßenverkehr gewesen …

    Shownotes

    Am 1. Oktober 1926, heute vor 100 Jahren, wurden in Berlin an mehreren Kreuzungen die ersten Verkehrsampeln in Betrieb genommen. Wie beschaulich und übersichtlich muss wohl damals der Straßenverkehr gewesen sein. Heute gibt es in Berlin weit über 8000, deutschlandweit sogar rund 131 000 Ampeln. Vielleicht zeigen solche Zahlen, wie Betriebsamkeit und Unrast im Laufe der Jahre zugenommen haben. Der Mensch kommt nicht mehr zur Ruhe und vielleicht sind wir Deutschen noch umtriebiger als andere Nationen. Ob beim Autofahren oder an der Supermarktkasse, keiner hat mehr Zeit. Diese Unruhe und die immer wiederkehrenden Herausforderungen führen zu körperlichen und seelischen Reaktionen. Es ist schwer für uns Menschen, aus diesem System auszubrechen, obwohl wir es doch so gerne möchten. Haben wir es einmal geschafft, holt uns der hektische Alltag schnell wieder ein. Wir »retten« uns hin zum freien Wochenende oder zum längeren Urlaub. Doch verpufft der Effekt der erholsamen Auszeit danach schnell, wenn wir uns wieder in das Getümmel des Alltages hineinstürzen.

    Meine Ehefrau Karin liest jeden Morgen unter anderem eine Andacht aus dem kleinen Büchlein »Zeit mit Gott«, um ihren Tag mit Gedanken über Jesus zu beginnen und Kraft für die bevorstehenden Stunden zu erhalten. Gebet rundet diese »Zeit mit Gott« ab. Auch ich beschäftige mich immer zu Tagesbeginn mit meiner Bibel. Hier finde ich Ruhe, Sicherheit und Kraft für die Aufgaben, die heute vor mir liegen. Hier begegne ich Jesus.

    Vor Gott, unserem Schöpfer, zur Ruhe zu kommen, ist eine runde Sache. Er weiß am besten, was gut und richtig für uns ist. Die Bibel – für viele das verstaubte, alte Buch – zur Hand zu nehmen, wird auch Ihnen helfen, Ihr Leben richtig auszurichten!

    Axel Schneider

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  24. 11,3 Millionen Euro verpasst!

    4 Min.Staffel 2026 · Folge 273

    Im Jahr 2020 passierte in Baden-Württemberg etwas fast Unglaubliches: Ein Lotto-Gewinner ließ die Drei-Jahre-Abholfrist verstreichen und verpasste den Gewinn von exakt 11.300.368 Euro. Seit der Ziehung im April …

    Shownotes

    Im Jahr 2020 passierte in Baden-Württemberg etwas fast Unglaubliches: Ein Lotto-Gewinner ließ die Drei-Jahre-Abholfrist verstreichen und verpasste den Gewinn von exakt 11.300.368 Euro. Seit der Ziehung im April 2017 war er gesucht worden, aber trotz zahlreicher Aufrufe hatte sich niemand gemeldet. Stellen Sie sich nur vor, was man mit so viel Geld alles hätte machen können! Wie bitter muss das sein, wenn man realisiert: Ich hätte es einfach haben können, aber ich habe es verpasst. Es ist zu spät!

    Mancher möchte jetzt einwenden: Es geht doch nur um Geld, daran soll man als Christ doch sowieso nicht hängen. Stimmt so weit. Tatsächlich gibt es etwas, das noch viel wertvoller ist als 11,3 Millionen Euro – und das ist unsere unsterbliche Seele! Vor knapp 2000 Jahren schickte Gott seinen geliebten Sohn Jesus Christus, damit dieser als unser Stellvertreter für unsere Schuld am Kreuz bezahlte. Seitdem schenkt Gott jedem Menschen, der darauf vertraut, Vergebung und ewiges Leben. Dieses Geschenk liegt für jeden bereit! Es gibt keine Einschränkung, keine notwendigen Vorleistungen, keinen Haken. Man muss nur einsehen, dass man als Sünder auf Gottes Gnade angewiesen ist, und dann im Gebet zu ihm kommen und seine ausgestreckte Hand ergreifen.

    Aber wie tragisch: So viele verpassen dieses unendlich wertvolle Geschenk! Sie kümmern sich nicht um ewige Dinge oder meinen, es mit den eigenen Verdiensten in den Himmel zu schaffen. All jene werden in der Ewigkeit erkennen müssen: Ich hätte es einfach haben können, aber ich habe es verpasst. Es ist zu spät! Ich bin ewig vom Gott der Liebe, Hoffnung und Freude getrennt. Deshalb beschreibt die Bibel diesen Zustand als Ort des Weinens und Zähneknirschens und warnt so eindringlich davor.

    Stefan Hasewend

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  25. Dubai-Schokolade

    4 Min.Staffel 2026 · Folge 272

    Im Herbst 2024 war die Dubai-Schokolade in aller Munde. Oder auch nicht. Denn eine Tafel kostete rund 20 Euro. Und kaufen konnte man sie auch nicht so einfach. Ein Edelchocolatier bot sie in wenigen Stores in …

    Shownotes

    Im Herbst 2024 war die Dubai-Schokolade in aller Munde. Oder auch nicht. Denn eine Tafel kostete rund 20 Euro. Und kaufen konnte man sie auch nicht so einfach. Ein Edelchocolatier bot sie in wenigen Stores in Deutschland an, und das nur in knapper Anzahl. Wer dort kein Glück hatte, konnte versuchen, im Internet eine Tafel zu erwerben. Doch hier wurden Preise bis zu 2800 Euro aufgerufen, und das für 100 Gramm einer Mischung aus Schokolade, Pistazien und sogenanntem Engelshaar – einem süßen Gebäck aus feinen Teigfäden. Kein Wunder, dass allerlei dubiose Anbieter auf den Markt drängten! Kurz vor Weihnachten 2024 analysierten Behörden aus Baden-Württemberg zahlreiche Produkte, mit erschreckendem Ergebnis: Die scheinbar so edlen Köstlichkeiten enthielten Verunreinigungen, Allergene usw. In fünf von acht Proben sei keine (!) Schokolade enthalten gewesen. Statt der angepriesenen Wunderschokolade also eine herbe Enttäuschung!

    Künstliche Marktinszenierung, mediale Überhöhung und schließlich Betrug: All das hat wenig mit Zuverlässigkeit und Wahrhaftigkeit zu tun, nach denen wir uns sehnen. Wenn wir ein Produkt kaufen, wollen wir sicher sein, dass es uns nicht schadet. Wenn wir geschäftliche Beziehungen eingehen, wünschen wir uns Verlässlichkeit. Wenn wir zwischenmenschliche Beziehungen eingehen, wünschen wir uns Treue. Doch leider werden wir immer wieder enttäuscht, weil Menschen ihre Versprechen nicht einhalten.

    Doch Gott ist anders: Seine Worte sind gewiss, treu und verlässlich. Hier gibt es keinen künstlichen Hype, keine Halbwahrheiten oder gar Betrug. Hier ist alles wahr, und damit aller Annahme wert. Und schließlich geht es darin nicht um kurzlebige Marktphänomene, sondern um unser ewiges Schicksal.

    Markus Majonica

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  26. Der liebe Gott?

    4 Min.Staffel 2026 · Folge 271

    Vergleicht man den Ausdruck »Gott ist Liebe« aus dem Tagesvers mit der Überschrift dieses Textes, könnte man zu der Ansicht kommen, es handle sich in beiden Fällen um dieselbe Person. Das ist aber bei Weitem …

    Shownotes

    Vergleicht man den Ausdruck »Gott ist Liebe« aus dem Tagesvers mit der Überschrift dieses Textes, könnte man zu der Ansicht kommen, es handle sich in beiden Fällen um dieselbe Person. Das ist aber bei Weitem nicht so. Während »Gott ist Liebe« eine zentrale und wesentliche Eigenschaft des allmächtigen Gottes beschreibt, stellt »der liebe Gott« eine der Realität nicht entsprechende Verniedlichung dar – etwa in derselben Kategorie wie der Weihnachtsmann, der Osterhase oder das Christkind.

    In seiner Verwendung muss »der liebe Gott« häufig als Tröster herhalten, wenn beispielsweise die Mutter ihr kleines Kind ins Bett gebracht hat und schnell wieder zu ihrem Besuch zurückkehren muss. Dann soll er trösten, damit das Kind nicht zu weinen beginnt, wenn Mama das Licht ausknipst. Auch wennʼs donnert und blitzt, tut »der liebe Gott« gute Dienste. Hinterher kann man ihn wieder in das Regal der fiktiven Figuren zurückstellen.

    Ganz anders erscheint der Gott, von dem in unserem Tagesvers die Rede ist. Er ist nicht nur lieb – er ist die Liebe in Person! Sein Wesen und Handeln sind durchdrungen von dieser Liebe, und er ist der Geber aller Liebe. Zugleich ist er der allmächtige Gott, und dennoch für jeden persönlich erfahrbar, der sich ihm ganz ausliefert, ihm all sein Versagen bekennt und von da an alle seine Hoffnung nur auf ihn setzt. In der Bibel lesen wir mehrmals die Aufforderung, dass wir diesen Gott, diese personifizierte Liebe, »aus ganzem Herzen und aus ganzem Verständnis und aus ganzer Seele und aus ganzer Kraft« lieben sollen (Markus 12,33). Gott zu lieben, ist die Bedeutung von »wer in der Liebe bleibt«. Und Gott verspricht, in uns zu bleiben: Er will uns in allen Herausforderungen und Freuden des Lebens leiten.

    Hermann Grabe

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  27. Die engste Gasse Prags

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 270

    Während eines Aufenthalts in Prag gelangten wir an eine schmale Gasse in der Nähe der berühmten Karlsbrücke. Sie bildet einen Gang zwischen zwei Häusern aus dem 16. Jahrhundert und misst an ihrer engsten Stelle …

    Shownotes

    Während eines Aufenthalts in Prag gelangten wir an eine schmale Gasse in der Nähe der berühmten Karlsbrücke. Sie bildet einen Gang zwischen zwei Häusern aus dem 16. Jahrhundert und misst an ihrer engsten Stelle nur 50 Zentimeter. Damals ließen die Bauherren zwischen allen Häusern eine Lücke frei, damit Feuer nicht direkt von einem Haus auf das andere übergreifen konnte.

    Aufgrund der Enge ließ die Stadtverwaltung an beiden Enden eine Ampel anbringen, um den erhöhten Fußgängerverkehr zu regeln. Die berühmte Gasse ist bis heute namenlos und besitzt deshalb auch kein Straßenschild.

    Diese schmale Gasse erinnerte mich an den schmalen Weg, der zum Himmel führt. Ein Unterschied ist allerdings, dass die engste Gasse Prags zur Touristen-Attraktion geworden ist, während der schmale Weg zum Himmel nur von wenigen Menschen gefunden wird. Jesus sagt nämlich: »Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal! Deshalb finden ihn nur wenige.«

    Menschen besuchen gern außergewöhnliche Plätze und benutzen häufig Reiseführer dazu. Aber nur wenige verwenden den Reiseführer, der den schmalen Weg zum ewigen Leben bei Gott beschreibt. Dieser Reiseführer ist die Bibel. Wenn wir in diesem Buch lesen, lernen wir Gott näher kennen. Wir erfahren, wer er ist, wie er ist und was ihm wichtig ist. Wir lesen auch, dass wir aus unserer eigenen Kraft nicht zu ihm kommen können, sondern seine Vergebung und Gnade brauchen.

    Gottes Worte sind lebendig und wirksam und haben die Kraft, uns zu verändern. Petrus, ein Jünger Jesu, hatte den Wunsch, dass wir immer mehr von Gottes Gnade und seinen Frieden in unserem Leben erfahren, indem wir ihn immer besser kennenlernen (2. Petrus 1,2).

    Manuela Basista

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  28. Jens

    4 Min.Staffel 2026 · Folge 269

    Als ich etwa zehn Jahre alt war, hatte ich einen Klassenkameraden – nennen wir ihn Jens. Wie das so ist, kommen Jungs in diesem Alter schon einmal auf dumme Ideen. So fingen wir in einer Pause an, uns …

    Shownotes

    Als ich etwa zehn Jahre alt war, hatte ich einen Klassenkameraden – nennen wir ihn Jens. Wie das so ist, kommen Jungs in diesem Alter schon einmal auf dumme Ideen. So fingen wir in einer Pause an, uns gegenseitig anzuspucken. Irgendwann konzentrierte sich die Spuckattacke auf Jens. Ich weiß bis heute nicht, was uns damals geritten hat. Jens machte gute Miene zum bösen Spiel und schützte sich mit seiner Jacke vor dem fliegenden Speichel. Dann ging der Schultag zu Ende.

    Am Nachmittag allerdings erreichte mich der Anruf des Vaters von Jens. Er hatte von dem bösen Spaß erfahren. Und er war – zu Recht – zutiefst erbost über die Ehrverletzung seines Sohnes: Wie könnt ihr nur! Gott sei Dank konnten wir das Ganze damals klären und ins Reine bringen. Als Vater kann ich diese Wut heute gut nachempfinden. Ich weiß nicht, wie ich reagierte, wenn meinem Sohn solch eine Schmähung widerführe.

    Nun sehen wir in dem Tagesvers: Hier wird ebenfalls ein Mensch angespuckt. Es ist Jesus Christus. Noch viel mehr als aus unserer schlimmen Aktion in Kindertagen spricht aus diesem Anspucken Spott und Verachtung. Auch Jesus Christus hat einen Vater: Es ist der lebendige Gott. Versuchen wir einmal – nur ganz kurz –, uns in das Herz des göttlichen Vaters hineinzuversetzen. Er sieht, wie erbärmliche Menschen seinen geliebten Sohn aufs Übelste behandeln. Welche Reaktion hätten wir erwartet?

    Dass Gott hier nicht eingreift, lässt nicht an seiner Liebe zu seinem Sohn zweifeln. Sowohl für Jesus als auch für seinen Vater war es klar, dass Jesus diesen Weg gehen musste, um uns Menschen, Gottes Feinde, mit Gott zu versöhnen. Dass Gott hier nicht eingreift, macht vielmehr deutlich, dass er uns Menschen liebt – und dafür auch seinen Sohn nicht verschont.

    Markus Majonica

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  29. Geschmacklos

    4 Min.Staffel 2026 · Folge 268

    »Ein großes Lob an die Küche. Es hat fabelhaft geschmeckt!« Ein netter Restaurantabend mit Kollegen war zu Ende gegangen. In gemütlicher Gewölbekeller-Atmosphäre hatten wir ein köstliches Essen genossen. Bei …

    Shownotes

    »Ein großes Lob an die Küche. Es hat fabelhaft geschmeckt!« Ein netter Restaurantabend mit Kollegen war zu Ende gegangen. In gemütlicher Gewölbekeller-Atmosphäre hatten wir ein köstliches Essen genossen. Bei perfekt gebratenem Schweinemedallion und gutem Gezapftem waren die Herausforderungen der Arbeit, über die wir gesprochen hatten, gut verdaulich geworden. Alle waren sich einig: Hier kehren wir gerne noch mal ein! Eine Top-Adresse, es hat hervorragend geschmeckt. Der Koch hat seine Arbeit einfach richtig gut gemacht.

    In der Bibel werden unsere Geschmacksknospen als Bild dafür genommen, in welcher Beziehung wir Menschen zu Gott stehen. Für manche Menschen »schmeckt« Gott wie ein vorzügliches Gericht. Doch andere verbinden mit Gott eher den Geschmack einer faden, ungewürzten, dünnen Brühe. Zum Wegschütten! Warum ist das so? Liegt es an Gott oder an uns?

    Vielleicht sind es schlechte Erfahrungen mit Kirche, Glaube und Religion, die Gott diesen Beigeschmack verliehen haben. Doch ich kenne sehr viele Menschen, die so richtig auf den Geschmack gekommen sind, als sie anfingen, das Originalrezept kennenzulernen. Das heißt, die Jesus Christus persönlich in seinem Wort begegnet sind. Das Original-Rezept hat so viele schmackhafte Zutaten, denn Jesus ist unser Retter, Hirte, Heiland, König, das Licht der Welt und noch so vieles mehr. Allzu oft verwechselt man das, wo Christentum draufsteht, mit Christus selbst. Man bekommt ein gutes Rezept vorgesetzt, das von einem schlechten Koch verhunzt wurde. Doch ich möchte Sie ermutigen, das Originalrezept zu probieren. Gaumenfreude kennen wir. Doch viel erfüllender und bleibender ist die Glaubensfreude, wenn wir Jesus Christus persönlich »schmecken« lernen.

    Jan Klein

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

  30. Überlebenschancen

    5 Min.Staffel 2026 · Folge 267

    Das modernste Schiff seiner Zeit, atemberaubender Luxus und eine eisige Katastrophe – der Untergang der Titanic bietet den perfekten Stoff für die große Leinwand. Auch die zu horrenden Preisen versteigerten …

    Shownotes

    Das modernste Schiff seiner Zeit, atemberaubender Luxus und eine eisige Katastrophe – der Untergang der Titanic bietet den perfekten Stoff für die große Leinwand. Auch die zu horrenden Preisen versteigerten Funde aus dem Wrack zeigen, dass die Faszination des bekannten Schiffsuntergangs bis heute ungebrochen ist. Vielleicht auch deswegen, weil uns die extremen sozialen Unterschiede erschrecken, die sich an Bord der Titanic zeigen. Während die Heizer bei 50 °C unter unmenschlichen Bedingungen Kohle schaufelten, konnten die Superreichen in luxuriösen Salons Karten spielen und Kaviar essen. Doch als das Schiff den Eisberg rammte, waren plötzlich alle gleichermaßen dem Untergang geweiht. Allerdings spielte selbst im Tod der soziale Stand eine Rolle: Während etwa 38 Prozent der Passagiere der Ersten Klasse ums Leben kamen, waren es in der Dritten Klasse rund 75 Prozent. Von den Heizern überlebten nur wenige.

    Entgegen der dramatischen Darstellung im berühmten Titanic-Film von 1997 lag das jedoch nicht daran, dass die Dritte Klasse durch Gitter an den Aufgängen zurückgehalten wurde. Diese Passagiere hatten schlichtweg einen längeren Weg nach oben, verirrten sich in den verwinkelten Gängen und konnten – als osteuropäische Auswanderer – oft die Schilder und Anweisungen des Personals nicht verstehen.

    Eigentlich befinden wir uns in einer ähnlichen Lage. Wir Menschen sind alle – egal, ob arm oder reich, gebildet oder nicht – durch unsere Sünde dem ewigen Tod geweiht. Doch Gott bietet uns in seinem Sohn Jesus Christus Rettung an. Anders als bei der Titanic fällt es jedoch den Armen und im Leben Gescheiterten oft leichter, daran zu glauben, als jenen, die viele eigene Ressourcen haben. Und so werden im Himmel wohl viele Errettete aus der »Dritten Klasse« sein.

    Elisabeth Weise

    Diese und viele weitere Andachten online lesen

    Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de

Hier stehen die neuesten 100 von 1.369 Folgen. Ältere Folgen findest du im Feed des Podcasts.