Sendepause Fehlanzeige
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Sendepause Fehlanzeige

NeuHighway to Lell17.10.2026 · 1 Std. 6 Min.
Folgen
76
Erscheint
wöchentlich
Letzte Folge
17. Okt. 2026

Über den Podcast

Trash-TV trifft Tiefgang: In Sendepause Fehlanzeige sprechen SPIEGEL-Kolumnistin Anja Rützel und Moderator und Schauspieler Jochen Schropp wöchentlich über die Highlights und Abgründe des Reality-TV – von Kampf der Realitystars bis zum Streaming-Neuheitenwahnsinn. Ein leidenschaftlicher Astausch über große Gefühle, kleine Dramen – und die Frage, warum wir das alles so gerne schauen. Jeden Samstag eine neue Folge – überall, wo es Podcasts gibt. Und bei Steady gibt's obendrauf jede Woche noch eine Bonusfolge bei Sendepause Fehlanzeige intim.

Sendepause Fehlanzeige ist ein Podcast von Ooohnscha und SchohSchoh

Produktion und Hosts: Anja Rützel und Jochen Schropp

Schnitt: Anne Kanzler

Cover: Miguel Martin und Markus Gisin

Jingle: Herwig Zamernik

Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Folgen 76

  1. Highway to Lell

    1 Std. 6 Min.

    DU BIST EIN VULKAN! DU BIST EIN TSUNAMI! DU BIST EIN VULKAN, DER AUF EINEM TSUNAMI SURFT UND DABEI SEINE EIGENE ERFOLGSGESCHICHTE IN DIE ERDPLATTEN GRAVIERT! Lass dir von niemandem einreden, dass du nicht alles …

    Shownotes

    DU BIST EIN VULKAN! DU BIST EIN TSUNAMI! DU BIST EIN VULKAN, DER AUF EINEM TSUNAMI SURFT UND DABEI SEINE EIGENE ERFOLGSGESCHICHTE IN DIE ERDPLATTEN GRAVIERT! Lass dir von niemandem einreden, dass du nicht alles schaffen kannst! Schon gar nicht von Menschen, die dich bitten, dich vielleicht einfach mal ein bisschen weniger wie ein Arschloch aufzuführen! Denn wer Grenzen akzeptiert, hat bereits verloren. Und wer Kritik annimmt, wird niemals Europas Motivation Coach Nummer eins!


    Willkommen zur „Promi Big Brother“-Zwischenbilanz, in der Jochen und Anja unter anderem das bemerkenswerte Missverhältnis zwischen Christian Lells Instagram-Mindset und seiner Haus-und-Garten-Performance untersuchen. Statt Finding Freedom, so der Name seines Coaching-Programms, gibt’s vor dort nämlich allem Finding beleidigte Leberwurst. Und auch bei seinen musikalischen Ambitionen scheint Lell bislang vor allem auf die Kraft der Autosuggestion zu setzen. Vielleicht sollte ihm jemand erklären, dass das Universum zwar angeblich Bestellungen entgegennimmt, aber nicht verpflichtet ist, einen Plattenvertrag auszuliefern.


    Zum Glück gibt es Gedeon! Anja öffnet für ihn gleich mehrfach ihre sonst eher sparsam ausgelobte Appreciation Corner. Nicht nur, weil ein Mann, der Kommissar Rex liebt, bei ihr ohnehin schon mit mindestens einer Pfote im Herzen steht, sondern auch, weil Gedeon im Haus und Garten zunehmend zum erfreulichsten Gewächs der gesamten Staffel gedeiht. Jochen ist ebenfalls angetan, und Anja nutzt die Gelegenheit, um für eine Investition zu werben, bei der sie sich tatsächlich einen positiven Return on Investment verspricht: Gedeons Hundeleckerli-Rezeptbuch, dessen Crowdfunding auf Startnext die Unterstützung der Sendepause-Gemeinde verdient hat.

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    Produktion und Hosts: Anja Rützel und Jochen Schropp

    Schnitt: Anne Kanzler

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  2. Die unerträgliche Hotness des Seins

    54 Min.

    +++ Liebe Leute, bitte wundert euch nicht, dass Jochen und Anja erst jetzt über die zweite Umstyling-Folge von "Beauty & The Nerd sprechen". Da Jochen derzeit täglich bei "Promi Big Brother" eingespannt ist und …

    Shownotes

    +++ Liebe Leute, bitte wundert euch nicht, dass Jochen und Anja erst jetzt über die zweite Umstyling-Folge von "Beauty & The Nerd sprechen". Da Jochen derzeit täglich bei "Promi Big Brother" eingespannt ist und Anja im Urlaub war, haben die beiden einige Folgen vorproduziert, weil ihnen wichtig ist, dass ihr trotzdem nahtlos mit SeFe-Ausgaben versorgt seid. Ab nächster Woche geht es wieder brandaktuell weiter! +++


    In der fünften Folge von "Beauty & The Nerd" wird also wieder verwandelt, frisiert und optimiert, bis auch der letzte Nerd aussieht, als könnte er jederzeit für eine Parfümwerbung gebucht werden. Und obwohl Jochen und Anja den Ergebnissen durchaus Respekt zollen, drängt sich eine grundsätzliche Frage auf: Warum führt der Weg zur vermeintlich besten Version seiner selbst eigentlich immer über eine möglichst konventionelle Vorstellung von Sexyness? Und wer hat eigentlich nochmal verbindlich beschlossen, dass ein individueller, vielleicht etwas eigensinniger Stil dringend einer Korrektur bedarf?


    Besonders schwer zu schaffen macht Anja allerdings das Schicksal von Curtis, dem offenbar schon etwas mitgenommenen Wrestling-Opfer des Rangel-Nerds Patrick. Nicht nur wirft dessen verdächtig angeschmuddelte Rüsselpartie Fragen auf, auch der Abschied von Curtis und Patricks Wrestling-Leidenschaft erscheint ihr als völlig unnötiges Opfer auf dem Altar der neuen Hotness. Schließlich schließen sich Sexappeal und Stofftierbesitz keineswegs aus, wie auch Jochen bestätigen kann, der selbst eine Kuschelmaus sein Eigen nennt.


    Und ganz nebenbei drängt sich in dieser Folge noch ein Verdacht auf: Jochen könnte bei "Beauty & The Nerd" selbst eine ziemlich überzeugende Figur abgeben, und zwar als Falter-Nerd. Jedenfalls lässt ein kleiner Exkurs in die Welt der Schmetterlinge und ihrer Verwandtschaft auf bislang unterschätztes Spezialinteresse schließen. Das obligatorische Einzugskostüm wäre damit ebenfalls gesetzt: eine überdimensionale Raupe, aus der im Laufe der Staffel womöglich ein aparter Nachtfalter schlüpfen würde. Eine Metamorphose, auf die das deutsche Fernsehen bislang sträflich verzichtet hat. Schlecht.

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  3. Chickpea Schropp und Radicchio Rützel

    1 Std. 19 Min.

    Obacht, hier kommt eine Sonderfolge! Vor einiger Zeit hatten Jochen und Anja euch gebeten, ihnen all die Fragen zu schicken, die ihr ihnen schon immer einmal stellen wolltet. Und sagen wir es so: Es kam einiges …

    Shownotes

    Obacht, hier kommt eine Sonderfolge! Vor einiger Zeit hatten Jochen und Anja euch gebeten, ihnen all die Fragen zu schicken, die ihr ihnen schon immer einmal stellen wolltet. Und sagen wir es so: Es kam einiges zusammen. Genug jedenfalls, um daraus nicht nur eine, sondern vermutlich gleich mehrere kleine Expeditionen durch das persönliche und berufliche Dickicht der beiden zu machen.


    In dieser Folge tragen Jochen und Anja deshalb erst einmal ein paar Schippen von diesem stattlichen Fragenberg ab und klären unter anderem: Wurden sie wirklich noch nie angefragt, bei einem Reality-Format beratend tätig zu werden? Wer ist jeweils der wichtigste Mensch in ihrem Leben? Welches Reality-Format fehlt dem ohnehin schon bestürzend gemästeten deutschen Markt trotzdem noch zwingend? (Liebe TV-Produzentinnen und -Produzenten: richtig erkannt, hier können wieder vergleichsweise günstig neue Ideen abgegriffen werden. Also bitte schon mal Papier und Bleistift zurechtlegen.


    Natürlich fehlen auch nicht jene Fragen, an denen sich entscheidet, ob man einen Menschen wirklich kennt: Wenn Jochen und Anja Gemüse wären, welches wären sie? Was wollten sie schon immer einmal übereinander wissen? Und welche Antworten überraschen am Ende womöglich nicht nur den jeweils anderen, sondern sogar sie selbst?

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  4. Wie analysiert man sich einen Wolf?

    1 Std. 10 Min.

    Es gibt Menschen, die wollen unbedingt stattfinden. Und es gibt Menschen, die wollen gerne ein Spiel spielen. Dass dieser kleine, aber entscheidende Unterschied über Wohl und Wehe eines ganzen Formats …

    Shownotes

    Es gibt Menschen, die wollen unbedingt stattfinden. Und es gibt Menschen, die wollen gerne ein Spiel spielen. Dass dieser kleine, aber entscheidende Unterschied über Wohl und Wehe eines ganzen Formats entscheiden kann, ließ sich zuletzt zum Beispiel in der "Villa der Versuchung" besichtigen, wo der eigentliche Spieltrieb bei einigen Beteiligten ungefähr so ausgeprägt scheint wie die Lust, nach Drehschluss noch beim Kabelaufrollen zu helfen. Wie wohltuend ist dagegen schon wieder die neue Staffel von „Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“, wo schon die ersten beiden Folgen daran erinnern, dass Casting vielleicht doch mehr sein kann als die Frage, wer gerade Zeit hat und eine Badehose besitzt.


    Wobei sich beim ersten Eindruck des neuen Casts schnell anzudeuten scheint: Auch spielerischer Ehrgeiz kann überdosiert werden. Vor allem, wenn man beruflich offenbar darauf geeicht wurde, hinter jedem Blinzeln eine Operation unter falscher Flagge zu vermuten. Der Ex-Geheimdienstagent in der Gruppe analysiert jedenfalls alles, was bei drei nicht auf dem Baum ist, und zwar mit einer solchen Hingabe, dass „Werwölfe“ stellenweise eine zweite, ausgesprochen gesprächige Kommentarspur bekommt. Anja hätte ihn als Wolf jedenfalls längst in Marinade eingelegt.


    Überhaupt ist „Werwölfe“ bei aller Spannung obendrein auch ein hübsches Versuchslabor für eine der großen Selbstüberschätzungen des Menschen: die Überzeugung, andere Menschen besonders gut lesen zu können. Ein Blick zu lang, ein Satz zu glatt – und zack, jemand ist plötzlich auffällig unauffällig oder verdächtig wenig verdächtig. Viel Spaß macht das Format Jochen und Anja jedenfalls auch beim zweiten Aufguss.

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  5. Frottierte Otter und andere Problemtierchen

    1 Std. 30 Min.

    Wie ein Hund, der sein Erbrochenes frisst, so ist ein Tor, der immer wieder dieselbe Dummheit begeht, steht schon in der Bibel, doch leider haben Jochen und Anja diese patente Lebensweisheit gerade kurz nicht …

    Shownotes

    Wie ein Hund, der sein Erbrochenes frisst, so ist ein Tor, der immer wieder dieselbe Dummheit begeht, steht schon in der Bibel, doch leider haben Jochen und Anja diese patente Lebensweisheit gerade kurz nicht auf dem Schirm, weswegen sie sich auch in dieser Woche noch einmal dem "Sommerhaus der Stars" widmen. Dabei dreht sich in der dritten Folge vor allem die Rolle, die Giovanni und Vanessa als ahnungslos Angereiste spielen: Taugten sie bislang durchaus dazu, wie unbeleckte Staunewesen quasi als Vertreter der Zuschauerschaft all den Brüll- und Intrigenwahnsinn aus nächster Nähe zu bestaunen, wird ihre bestürzend flache Lernkurve nun leider zunehmend nervig. Wobei wir Giovannis kühne, aber irgendwie auch sympathisch unorthodoxe Methode des Dreckgeschirr-Minimizings mal für den nächsten unangekündigten Familienbesuch im Hinterkopf behalten.

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  6. Reality mit Restwärme

    1 Std. 33 Min.

    Manchmal, in seltenen Momenten, wird auch im Reality-TV nicht nur alles immer schlimmer, sondern auch ein bisschen besser. "Beauty & the Nerd", einst ziemlich zuverlässig gebaut auf leicht fiesem „Guck mal, ein …

    Shownotes

    Manchmal, in seltenen Momenten, wird auch im Reality-TV nicht nur alles immer schlimmer, sondern auch ein bisschen besser. "Beauty & the Nerd", einst ziemlich zuverlässig gebaut auf leicht fiesem „Guck mal, ein komischer Mensch!“-Fundament gebaut, hat über die Jahre so etwas wie ein Herz entwickelt. Anja und Jochen schauen die erste Folge der neuen Staffel und stellen fest: Die Nerds dürfen inzwischen tatsächlich Menschen sein. Mit Ängsten, Unsicherheiten und Sehnsüchten, die sich der klassischen Freakshow-Mechanik hartnäckig widersetzen.


    Natürlich wird trotzdem noch kräftig skurrilisiert. Wrestling-Nerd Patrick etwa marschiert kostümiert als Hulk Hogan ein, was angesichts von Hogans rassistischen Äußerungen und späterer Trump-Begeisterung vielleicht nicht gerade die unproblematischste Heldenwahl der Popgeschichte ist, und übt Wrestling-Moves an einem gigantischen Stoffelefanten, dessen Gesichtsausdruck mindestens seelische Schieflage verrät.


    Aber es passiert eben auch wirklich Schönes: Die Nerds schreiben ihren Beautys Briefe darüber, was sie sich von der gemeinsamen Zeit erhoffen, erzählen von ihren Unsicherheiten und davon, wo sie sich Veränderung wünschen. Genau da zeigt sich, was dieses Format im besten Fall sein kann: keine einseitige Menschwerdungsanstalt für vermeintlich sozial inkompetente Kellerwesen, sondern ein Austausch zweier Welten. Denn auch die Beautys können etwas gewinnen, wenn ihnen jemand zeigt, wie beglückend es sein kann, sich mit vollkommen unangemessener Intensität in Wrestling, Survival-Skills oder irgendein anderes herrliches Spezialgebiet hineinzuwühlen.


    Umso enttäuchender, dass die Produktion der Tragfähigkeit dieser Momente offenbar selbst nicht ganz traut und zwischendurch doch wieder künstlich am großen roten Reality-Zoff-Button herumdrücken muss. Zwei Frauen, ein Konflikt, ein bisschen dramaturgisches Geknirsche: Man kennt diese fade Effekthascherei. Dabei wäre das viel interessantere Experiment längst im Gang. Was passiert, wenn Menschen einander nicht vorgeführt, sondern wirklich neugierig aufeinander werden?


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  7. Sommerhaus, das war's?

    2 Std. 11 Min.

    +++ In Euch quengelt schon ewig eine Frage an Jochen und Anja, die ihr endlich mal loswerden wollt? Dann ist jetzt Eure Gelegenheit: Für eine Q&A-Sonderfolge sammeln die beiden eure Fragen und beantworten …

    Shownotes

    +++ In Euch quengelt schon ewig eine Frage an Jochen und Anja, die ihr endlich mal loswerden wollt? Dann ist jetzt Eure Gelegenheit: Für eine Q&A-Sonderfolge sammeln die beiden eure Fragen und beantworten alles, was ihr schon immer von ihnen wissen wolltet. Schreibt uns bis Mittwoch, den 9. September, entweder einen Kommentar unter diese Folge bei Spotify oder schickt uns eine Privatnachricht auf Instagram. +++


    Das "Sommerhaus der Stars“ ist zurück, und während Jochen der neuen Personalkonstellation durchaus etwas abgewinnen kann, ist Anja schon nach der ersten Folge erstaunlich bereit, für dieses Elend endlich eine agrarpolitischen Lösung zu fordern. Denn vielleicht hilft bei diesem Format inzwischen kein behutsames Nachsäen mehr. Vielleicht muss man den Acker einmal tief umpflügen, eine Saison brachliegen lassen und danach sehr vorsichtig neu bestellen.


    Vor allem die Castingpolitik scheint ihr inzwischen so ausgelaugt wie ein Feld, auf dem seit Jahren ausschließlich Provokation angebaut wird. Immer wieder diese Menschen, von denen man schon beim Einzug weiß, welche alten Rechnungen sie mitbringen, welche Knöpfe man bei ihnen drücken muss und wie lange es ungefähr dauert, bis der erste Bauernstubenstuhl beim Wort „Respekt“ exorzismusreif zu zittern beginnt. Die Verpflichtung von Nico Legat und Anita Latifi samt ihrer Nemesis Hati Suárez wirkt schon wieder weniger wie Casting als wie die sehr entschlossene Weigerung, dem Zufall auch nur einen Millimeter Eskalation zu überlassen.


    Zum Glück sind da auch Vanessa Neigert und Giovanni Weisheit. Das schlager-retroselige Paar hat für die Gemeinheiten des Lebens bislang eine bemerkenswert eigenwillige Gegenwehr entwickelt: Es singt dagegen an. Wenn es unangenehm wird, kommt meist kein Grundsatzgespräch, sondern ein Refrain, und wo andere ihre Stimmen heben, heben Vanessa und Giovanni lieber zum Liede an. Vielleicht haben ausgerechnet die beiden als Einzige verstanden, was jeder Serienfan weiß: Wenn ein Format ein bisschen knarzig in die Jahre gekommen ist, kann eine Musicalfolge Wunder wirken. „Buffy“ hatte „Once More, with Feeling“, das Sommerhaus hat Vanessa und Giovanni. Das einzige Problem: Bei „Buffy“ wusste die ganze Besetzung, dass jetzt gesungen wird. In Bocholt haben bislang nur zwei Menschen das Memo bekommen. 

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  8. Kleine Hochzeitskerze brenn’

    1 Std. 25 Min.

    Eine Zumutung nach der anderen wird derzeit über die Reality-Gemeinde ausgeschüttet. Kaum hat man sich von einer Eskalation erholt, steht schon die nächste vor der Tür und das neue „Sommerhaus“ wetzt bereits in …

    Shownotes

    Eine Zumutung nach der anderen wird derzeit über die Reality-Gemeinde ausgeschüttet. Kaum hat man sich von einer Eskalation erholt, steht schon die nächste vor der Tür und das neue „Sommerhaus“ wetzt bereits in der ersetn Folge die Messer. Anja und Jochen werden sich all dem selbstverständlich widmen, aber die Tobsüchtigen können auch noch eine Woche warten, bis Jochen aus dem Urlaub zurück ist. Vorher wird hier kurz durchgeatmet.


    Und was könnte da erholsamer sein als eine Reise hinab in die Katakomben von Anjas Trash-Herz? Tief dort unten lagern, fern vom Tageslicht und den Algorithmen der Streamingdienste, jene Sendungen, an die sich außer ihr offenbar niemand mehr erinnert. Formate, die teilweise nur einmal über die Bildschirme huschten und danach wieder im Erdreich verschwanden. In einer besonders tief gelegenen Grabkammer, hinter den mumifizierten Überresten vergessener Datingshows und vorbei an den Altaren für beide deutsche "Die Passion"-Monumentalwerken, lagert eine ihrer kostbarstes Reliquie: „Deine Hochzeit – Live!“ aus dem Jahr 2020.


    Viel mehr soll hier gar nicht verraten werden, denn dieses Schmuckstück aus der RTL2-Schatulle kann man in der Kürze nicht adäquat zusammenpassen. Man kann höchstens mit einer kleinen Taschenlampe kurz hineinleuchten und berichten, was schemenhaft im Lichtkegel erscheint: Markus Mörl auf einem Ausflugsdampfer. Ein keltisches Hochzeitsritual. Der spätere Schamane von Kim Virginia. Ein rappender Fast--Sohn unklarer Zuständigkeit. Herrlichste Tonprobleme. Dann schwenkt die Kamera weiter und man muss mit dem leben, was man gesehen hat.


    Vor allem aber ist diese Sendung ein Gruß aus einer beinahe unvorstellbaren Fernsehepoche, in der Trash noch nicht bedeutete, dass Menschen sich gegenseitig psychologisch filetieren mussten. Niemand brüllt. Niemand droht mit einer Enthüllung. Niemand erklärt nach 48 gemeinsamen Stunden, er sei „komplett gebrochen“. Es passieren lediglich sehr rätselhafte Dinge in unmittelbarer Nähe zu Hochzeitstorten. Das reicht vollkommen. Kommt alle an Bord!

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    Produktion und Hosts: Anja Rützel und Jochen Schropp

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  9. Elsalationsstufe Rot

    1 Std. 49 Min.

    Diese Woche wanken unsere beiden Hosts bereits einigermaßen vorgebeutelt vor die Mikros: Bei dem einen stand die Wohnung unter Wasser, die andere geriet unfreiwillig in ihren eigenen kleinen True-Crime-Fall …

    Shownotes

    Diese Woche wanken unsere beiden Hosts bereits einigermaßen vorgebeutelt vor die Mikros: Bei dem einen stand die Wohnung unter Wasser, die andere geriet unfreiwillig in ihren eigenen kleinen True-Crime-Fall samt Polizeiprozedere und der irritierenden Frage, ob ihr der zuständige Beamte wirklich aus „Are You the One“ bekannt vorkam oder ob das deutsche Fernsehen inzwischen einfach erfolgreich ganze Typologien ins Gehirn eingebrannt hat. Und als wäre das noch nicht genug akustisches Leid, bekam Anja außerdem versehentlich Raúl Richters besorgniserregenden Koitusjubel zu hören. Ach du heiliger Bimbam.


    Umso willkommener also ein entspannter Ausflug in die „Villa der Versuchung“, wo bekanntlich nichts entspannt und niemand unverzüglich vernünftig wird. Bevor es mit Folge 4 weitergeht, holen Jochen und Anja selbstverständlich nach, was in den beiden übersprungenen Folgen an Geiz, Gier und Gruppengroll passiert ist. Und dann übernimmt wieder Elsa, die inzwischen weniger Kandidatin als Naturereignis ist: Weil die kostbaren Zigarettenvorräte gerade nicht nach Wunsch verfügbar sind, durchsucht sie kurzerhand die Sachen von Annika und Jenny, um deren gebunkerte Kippen zurückzuklauen. Das Bunkern war nicht die feine englische Art, das Zurückklauen allerdings auch eher nicht.


    Überhaupt setzt sich das Elend, ganz allgemein gesprochen, auch in diesem Format und dieser Folge zuverlässig fort. Aber ohne an dieser Stelle etwas zu spoilern: Nach der diesmaligen Verabschiedungszeremonie besteht zumindest die leise Hoffnung, dass sich etwas ändern könnte. Und nach dieser Woche nehmen wir Hoffnung wirklich in jeder handelsüblichen Darreichungsform entgegen.

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  10. Verraten und zerrauft

    1 Std. 47 Min.

    Als altgediente „Traitors“-Ultras mit Auslandserfahrung begeben sich Jochen und Anja in Folge 1 und 2 der neuen Staffel von „Die Verräter“ ungefähr mit demselben Spirit, mit dem zwei pensionierte …

    Shownotes

    Als altgediente „Traitors“-Ultras mit Auslandserfahrung begeben sich Jochen und Anja in Folge 1 und 2 der neuen Staffel von „Die Verräter“ ungefähr mit demselben Spirit, mit dem zwei pensionierte Geheimdienstchefs einen Escape Room betreten: wohlwollend, aber mit einem gewissen Anspruch an die Ermittlungsarbeit. Schließlich haben vor allem die Prachtstaffeln aus UK und USA längst gezeigt, zu welchen Höhen sich dieses wunderbare Spiel aus Paranoia, opulentem Frühstück und schlecht sitzenden Unschuldsmienen bestenfalls aufschwingen kann, und auch in der hiesigen Variante war in den vergangenen drei Staffeln schon viel Schönes dabei.


    Umso schmerzhafter ist die Erkenntnis: Im deutschen beziehungsweise belgischen beziehungsweise deutschen Schloss wurde das strategische Denken dieses Mal offenbar zusammen mit den Handys in den Spinden an der Pforte eingeschlossen. Vor allem die Loyalen leiden unter einer rätselhaften Form von Staffel-Amnesie: Jeder Verbannungstisch beginnt geistig wieder bei null, Verdachtsmomente verdunsten über Nacht, belastende Indizien werden behandelt wie die ollen Croissants vom Vorvertrag.  


    Dabei machen es ihnen die Verräter nicht einmal besonders schwer: Es wird sich verplappert und verdächtig herumformuliert, dass ein aufmerksameres Ermittlerkollektiv längst Handschellen aus dem dekorativ herumstehenden Ritterrüstungsmann gedengelt hätte. Ein endgültiges Verbannungsurteil wollen Jochen und Anja über die Staffel allerdings noch nicht sprechen. Zwei Folgen sind schließlich selbst für zertifizierte „Traitors“-Ultras eine etwas schmale Beweislage, und vielleicht entwickelt sich im Schloss ja doch noch so etwas wie strategisches Erinnerungsvermögen? Die nächste Anhörung ist bereits angesetzt: In der Steady-Folge am Mittwoch analysieren unsere beiden Hosts die Folgen 3 und 4. Horrido! 

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  11. Wie geht es eigentlich Möhre?

    1 Std. 58 Min.

    Jochen und Anja haben heute erfreulich viel Quatsch im Kopf und kommen entsprechend zügig vom Hundertsten ins Tausendste: In einer wild mäandernden Assoziationspolonaise klären sie unter anderem, wie man die …

    Shownotes

    Jochen und Anja haben heute erfreulich viel Quatsch im Kopf und kommen entsprechend zügig vom Hundertsten ins Tausendste: In einer wild mäandernden Assoziationspolonaise klären sie unter anderem, wie man die ultimative Uschi-Glas-Party schmeißt, was beim Schafescheren unbedingt zu beachten ist, betreiben vergleichende Genitalkunde an den Untersuchungsobjekten Crazy Frog und Goleo und gelangen schließlich zu der überraschenden, aber eigentlich kaum noch bestreitbaren Erkenntnis: Anja ist im Grunde Jesus.


    Kurz gesagt: Die beiden entwickeln erheblich mehr Spielfreude als – leider – der Cast der zweiten Staffel von „Villa der Versuchung“. Und das schmerzt, denn eigentlich mögen Jochen und Anja das Format und haben seine Premiere ja seinerzeit noch engmaschig begleitet. Inzwischen allerdings wirkt es, als nähmen die beiden vom heimischen Sofa aus die Versuchsanordnung ernster als ein Großteil der Menschen, die tatsächlich in der Villa sitzen.


    Der nämlich greift so beherzt in die "Kostbar", als hätte Oma gesagt: Nehmt euch ruhig, ich hab genug da. Gespart wird kaum, taktiert noch weniger, und einer der wenigen Kandidaten, die das Prinzip tatsächlich verstanden haben, wird prompt als Erster hinausgewählt. Jochen und Anja sagen es mit den Worten von Ex-Prince-Charming und Neu-Prasser Nicolas Puschmann bei der Abrechnungszeremonie: Shame. Shame. Shame.

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  12. Vorsicht Malle!

    1 Std. 32 Min.

    Die Älteren unter den Hörerinnen und Hörern werden sich vielleicht noch an Grisu erinnern, den kleinen Drachen, der gegen sämtliche Einwände seiner biologischen Ausstattung in jeder Zeichentrickserienfolge oft …

    Shownotes

    Die Älteren unter den Hörerinnen und Hörern werden sich vielleicht noch an Grisu erinnern, den kleinen Drachen, der gegen sämtliche Einwände seiner biologischen Ausstattung in jeder Zeichentrickserienfolge oft und laut erklärte, Feuerwehrmann werden zu wollen. Ähnlich irrational darf man sich wohl das Erweckungserlebnis einiger Menschen vorstellen, die bei „Malle Megastar“ vorsingen, um Ballermannbarde oder -balladöse zu werden. Eben noch Logistikfachkraft, Versicherungsangestellte oder Angehörige einer anderen, eher beamtisch anmutenden Berufsgruppe, plötzlich beseelt von der Gewissheit: Ich muss in den Megapark und dort ein Lied über Alkoholmissbrauch singen, in dessen Refrain sich „Korn“ auf „Korn“, „Korn“ und „von vorn“ reimt.


    In der Jury des handwerklich hemdsärmligen, aber vom Reality-Powerhaus Banijay produzierten YouTube-Castingformats sitzen unter anderem der kaulitzsche Liebesschurke Mark Eggers und der ehemalige Manager von Michael Wendler, also gewissermaßen die Industrie- und Handelskammer des Ballermann-Chansons. Das Format selbst ist bemerkenswert schlicht: Menschen kommen herein, singen etwas vor, lassen ihre Gröhleignung bewerten und gehen wieder. Keine großen dramaturgischen Kniffe, keine tränenreichen Herkunftserzählungen, kein schweres Schicksal, das kurz vor der Werbung noch überwunden werden muss: angenehm! Und gerade deshalb entwickelt „Malle Megastar“ nach zehn, zwanzig Castings durchaus eine leichte Sogwirkung. Achtung, Jumpscare: Möglicherweise heben auch Anja und Jochen in dieser Folge mehrfach zum Gesang an, und ebenfalls möglicherweise geht es ein bisschen expliziter um Untenrum, als es die sittlichen SeFe-Richtlinien sonst hergeben.

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  13. Spaßeshalber reingeschissen

    1 Std. 20 Min.

    Jochen und Anja besprechen die ersten drei Folgen der neuen Staffel von „Kaulitz & Kaulitz“ und stellen fest: Aus der Zwillingsdoku ist inzwischen eine Bill-Show mit familiärem Begleitservice geworden. Während …

    Shownotes

    Jochen und Anja besprechen die ersten drei Folgen der neuen Staffel von „Kaulitz & Kaulitz“ und stellen fest: Aus der Zwillingsdoku ist inzwischen eine Bill-Show mit familiärem Begleitservice geworden. Während der eine Kaulitz dank komfortabel gefüllter Portokasse zwischen Luxushedonismus, Champagnertherapie und emotionalem Starkregen oszilliert, bleibt dem anderen vor allem die Rolle des Betreuers, Beschwichtigers und Chronisten. Dabei würde man Tom durchaus gerne einmal als eigenständige Figur kennenlernen und nicht bloß als menschgewordene Stimme der Vernunft, die Bills nächste, wieder einmal zu schwungvoll genommene Kurve kommentiert – Toms trocken gesetzte Spitzen gegen Trash-Fastbürgermeister Jannik waren da doch wirklich schon sehr vielversprechend.


    Dass Bill seine psychischen Pegelstände so freigiebig öffentlich macht, verleitet zwar zu eigenen Deutungen, berechtigt aber niemanden zur Ferndiagnose. Die interessantere Frage ist ohnehin, wie lange sich eine Serie noch von denselben Krisen, Kapriolen und sehr, sehr häufig ausgesprochenen „Penis-Detox“-Pointen nähren kann.


    Fast spannender wäre da ein Spin-off über Jochens Rückflug von Mykonos. Starring: eine zudringliche, womöglich nicht völlig unbeeinträchtigte Mitreisende, ihr angekündigter Aufenthalt in Fulda und die große offene Frage, welche Form der Ausschweifung sie dort zu finden hoffte. Arbeitstitel: „Full da in Fulda“. Würden wir einschalten.

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  14. Wurst Case Scenario

    1 Std. 32 Min.

    Finalööö, oho! Es ist vollbracht: Jochen und Anja haben "Prominent getrennt" treulich bis zum Finale begleitet, durch jede halb gut gemeinte Aussprache, jede fiese Nachtreterei und jeden jener Wettkämpfe, bei …

    Shownotes

    Finalööö, oho! Es ist vollbracht: Jochen und Anja haben "Prominent getrennt" treulich bis zum Finale begleitet, durch jede halb gut gemeinte Aussprache, jede fiese Nachtreterei und jeden jener Wettkämpfe, bei denen zwei Menschen, die einander eigentlich längst aus den Kontakten gelöscht haben sollten, gemeinsam mit Klötzchen hantieren und dabei dutzendfach neue Gründe zu entdecken, warum die Trennung eine ausgezeichnete Idee war.


    Weil an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden soll, wer den ganzen Bums am Ende gewinnt, konzentrieren wir uns stattdessen lieber auf die eigentliche philosophische Sensation des Finales. Vanessa Brahimi rechnet noch einmal mit ihrem Ex Richard ab und beklagt, dass mit ihm nie richtige Deep-Talks möglich gewesen seien. Nie habe man über die Welt philosophieren können. Man stellt sich sofort vor, welche Gespräche da womöglich verloren gegangen sind. Nie saßen sie bei gedimmtem Licht am Kamin und diskutierten, ob der Mensch einen freien Willen besitzt. Darüber, ob Freiheit überhaupt existiert oder bloß eine Erfindung der neoliberalen Leistungsgesellschaft ist. Ob Tiere träumen. Ob Zeit wirklich vergeht oder wir nur von ihr durchquert werden.


    All diese Themen blieben mit Richard offenbar unerreichbar. Also suchte Vanessa sich einen anderen Ort geistiger Erbauung. Im Lidl nämlich,, erzählt sie, habe sie mit völlig fremden Menschen schon stundenlang erbauliche Gespräche geführt, unter anderem über besonders gelungenes Wurstverpackungsdesign. Und plötzlich wirkt alles, was man jemals über die Agora im antiken Athen gelesen hat, erstaunlich provinziell. Sokrates hätte vermutlich gar nicht auf dem Marktplatz herumstehen müssen. Ein Gang zwischen Kühlregal und Aufschnitt hätte vollkommen gereicht.


    In klassischen Bildungsbürger-Fragebögen wird gern gefragt, bei welchem historischen Ereignis man gern dabei gewesen wäre. Mondlandung, Französische Revolution, Fall der Mauer: alles respektable Antworten. Jochen und Anja wählen jenen Nachmittag im Lidl, an dem Vanessa Brahimi und eine unbekannte Person vor der Brühwurst standen und für ein paar Stunden bewiesen, dass wahrhaft tiefe Gespräche überall möglich sind – solange die Verpackung stimmt.



    Sendepause Fehlanzeige ist ein Podcast von Ooohnscha und SchohSchoh


    Produktion und Hosts: Anja Rützel und Jochen Schropp

    Schnitt: Anne Kanzler

    Cover: Miguel Martin und Markus Gisin

    Jingle: Herwig Zamernik

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  15. Der erste Wolf, der packen kann

    1 Std. 18 Min.

    "Prominent getrennt" biegt mit Folge 11 in die letzten Meter ein, und so gern Jochen und Anja diese Staffel begleitet haben: Langsam darf der emotionale Umzugswagen auch wirklich vorfahren. Mit Joshi Josh und …

    Shownotes

    "Prominent getrennt" biegt mit Folge 11 in die letzten Meter ein, und so gern Jochen und Anja diese Staffel begleitet haben: Langsam darf der emotionale Umzugswagen auch wirklich vorfahren. Mit Joshi Josh und Bianca Bianc tritt nun auch das letzte Ex-Paar seine „Zeit zu zweit“ an, jene seltsame televisuelle Nachsorgekammer, in der zwei Menschen noch einmal gemeinsam über die Ruine ihrer Beziehung geführt werden. Manche verlassen sie anschließend besenrein ausgefegt, mit abgegebenem Schlüssel und höflichen Grüßen an die potenziellen Nachmieter:innen. Andere reißen beim Rausgehen noch wutschnaubend die Fußleisten ab und kippen einen Sack ungeklärter Vorwürfe ins Treppenhaus. Joshi und Bianca wählen erfreulicherweise die Variante mit weitgehend intaktem Mobiliar.


    Sehr schön. Sehr vernünftig. Reicht jetzt aber dann auch. Denn wenn die Produktion bereits Big J losschickt, um Richard mit einer verdächtig ausdauernden Rückenmassage ein letztes bisschen homoerotischen Mehrwert aus den Restbeständen zu kneten, ist der Zeitpunkt gekommen, die Staffel fachgerecht stillzulegen. Zumindest Jessi und ihr Begleitwolf Germain haben bereits ihr Köfferchen gepackt und die Villa verlassen.


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  16. How Bro can you go?

    1 Std. 16 Min.

    Ach du Schreck: RTL+ hat das Prinzip „Nachhaltigkeit“ entdeckt, und zwar in a bad way. Zur Wiederaufbereitung der problematischen Sender-Männerbestände soll „Bad Boyfriends“ acht besonders fragwürdige Exemplare …

    Shownotes

    Ach du Schreck: RTL+ hat das Prinzip „Nachhaltigkeit“ entdeckt, und zwar in a bad way. Zur Wiederaufbereitung der problematischen Sender-Männerbestände soll „Bad Boyfriends“ acht besonders fragwürdige Exemplare einmal fix durch den Besserungsschleudergang orgeln und kurz auf links ziehen, um sie dann vermeintlich sendefähig zusammenzufalten und sie unverdrossen wieder ins Programm zu stellen. 


    Damit die Probanden überhaupt anreisen, erzählt man ihnen fälschlicherweise, es gehe um ein Bro-Format auf Teneriffa, und so marschieren die Männer arglos grunzend in die obligatorische Villa wie eine Delegation aus der autonomen Republik Testosterstan. Für ihre fachliche Begleitung sorgt im weiteren Verlauf Calvin Kleinen, was eine ähnlich plausible Idee ist, als würde man eine Brandschutzübung von einer Wunderkerze moderieren lassen. Charlotte Engelhardt betreut die heimlich ebenfalls angereisten, dazugehörigen Freundinnen, die in traurigen Schadensberichten davon erzählen, wie sie in diesen Beziehungen teilweise seit Jahren verunsichert und verletzt wurden. Ein erster Blick auf die Tests und Challenges, mit denen die wundersamen Besserungen der Bäh-Boys vollzogen werden sollen, lässt in Jochen und Anja mindestens Skepsis aufbrodeln.


    Weil „Sendepause Fehlanzeige“ ein Service-Podcast ist, hier noch fix ein Pro-Tipp zur praktischen Lebensführung: Wer seit Jahren vergeblich darauf wartet, dass der eigene Bad Boyfriend sich bessert, sollte ihn nicht aufwändig bei RTL+ verklappen. Die Lösung ist viel einfacher: Dump him.


    Das Buch über Kühe, von dem Anja berichtet, heißt „The Secret Live of Cows“, geschrieben von Rosamund Young.


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  17. Leid zu Zweit

    1 Std. 38 Min.

    Es ist das uralte Lied, das in Folge neun von „Prominent getrennt“ schon wieder angestimmt wird – glücklicherweise nur im übertragenen Sinne, denn auf den Refrain „What Shall We Do with the Toxic Aleks?“ hat …

    Shownotes

    Es ist das uralte Lied, das in Folge neun von „Prominent getrennt“ schon wieder angestimmt wird – glücklicherweise nur im übertragenen Sinne, denn auf den Refrain „What Shall We Do with the Toxic Aleks?“ hat nicht einmal die sonst jaausgesprochen sangfreudige Anja noch Lust.


    Vanessa und Aleksens „Zeit zu zweit“, jenem optimistisch benannten Programmpunkt, an dem zwei entzweite Menschen theoretisch zumindest die drängendsten offenen Fragen klären sollen, endet als Schreckenskabinett gewaltvoller Kommunikation. Neue Erkenntnisse gewinnt das ehemalige Paar dabei erwartungsgemäß nicht. Für alle Trash-Produzierenden des Landes blinkt nun zumindest eine alte Erkenntnis in Großbuchstaben: Dieser Mann gehört in kein weiteres Realityformat. 


    Zum Glück wartet die Folge auch mit einer Fachkraft auf, deren Talente bislang sträflich unterschätzt wurden: Jakob empfiehlt sich in seiner Rolle als Big J für künftige Tätigkeiten im Bereich Beschattung, Ränkeschutz und anderweitigen Mauschelbelangen. Als Aleks und Yasin sich zum konspirativen Tuscheln zurückziehen, er das Treppenhaus mit der konzentrierten Unauffälligkeit eines Mannes, der jederzeit bereit wäre, hinter einem Gummibaum hervorzulugen und „Die Luft ist rein“ zu flüstern. 


    Drumherum gibt es wie immer Neuigkeiten aus dem mitunter erratischen Leben der beiden Hosts. An dieser Stelle nur dieser kleine Spoiler: Eine Person aus diesem Podcast steht unmittelbar vor der Eröffnung eines Power-Pilates-Studios. 


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  18. Reiche wie wir

    1 Std. 8 Min.

    Weil Jochen und Anja sich diese Woche ausnahmsweise ihren individuellen Side-Hustles widmen müssen, fällt diese Folge absenzbedingt aus dem aktuellen Trash-TV-Geschehen. Bevor unsere beiden Hosts nächste Woche …

    Shownotes

    Weil Jochen und Anja sich diese Woche ausnahmsweise ihren individuellen Side-Hustles widmen müssen, fällt diese Folge absenzbedingt aus dem aktuellen Trash-TV-Geschehen. Bevor unsere beiden Hosts nächste Woche wieder ins laufende Elend tauchen wie muntere Seehunde, gibt es heute eine kleine Fluchthilfe für alle, denen das deutsche Reality-Personal gerade zu stark auf den Kreislauf schlägt: „Ladies of London: The New Reign“.


    Hier treffen wir endlich wieder Frauen, die einander voller Finesse beharken, mit köstlichem Wortwitz, Royal-Nähe, beiläufig eingestreuten Beatles-Düpierungen und einer spektakulären Hauselster, deren Pickregime Besucherinnen das Tragen von Schutzbrillen aufnötigt. What's not to like, fragt man sich da völlig zurecht. Das bekannte Freundinnen-mit-Feindinnenpotenzial-Prinzip wird dabei so britisch veredelt, dass selbst die üblichen kollateralen Kränkungen aussehen, als hätte sie jemand zuvor sehr sorgfältig in türkisfarbenes Seidenpapier von Fortnum & Mason eingewickelt. Denn das mindeste, was wir von den Reichen und Elitären erwarten dürfen, ist doch unbedingt, dass sie uns in ihrer Unhingedness gut unterhalten.


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  19. Der asthmatische Handtrockner

    1 Std. 31 Min.

    Manchmal kann man Schweine beneiden. Leider stellt sich dieses Gefühl nur sehr selten ein und betrifft jene vermutlich verschwindend kleine Minderheit, die ein wirklich schweinewürdiges Leben führen darf: Mit …

    Shownotes

    Manchmal kann man Schweine beneiden. Leider stellt sich dieses Gefühl nur sehr selten ein und betrifft jene vermutlich verschwindend kleine Minderheit, die ein wirklich schweinewürdiges Leben führen darf: Mit Auslauf, Würde und vor allem der Möglichkeit, sich bei Hitze komplett in den Schlamm zu werfen. Anja jedenfalls beobachtet solche Schweine aktuell täglich auf Instagram und findet, hier liegt eine unterschätze Date-Idee für den „Bachelor“. Warum nicht einmal gemeinsam in die romantische Suhle? Warum immer Helikopter, Rennstrecken und Smoothie-Verabredungen, bei denen zwei Menschen so tun müssen, als sei püriertes Obst ein Beziehungsbeschleuniger?

    Aber das nur als kleiner Sehnsuchtsausflug in eine bessere, matschigere Welt. Danach widmen sich Jochen und Anja wieder ihrem Lieblingsproblemfall „Prominent getrennt“, diesmal Folge sieben. Im Mittelpunkt stehen Tessa und Jakob, und Tessa meldet sich sogar selbst per Sprachnachricht, um ihre Sicht darauf zu teilen, warum sie in diesem Format so viel menschlicher gezeigt wird als sonst. Jochen und Anja freuen sich weiterhin sehr darüber, dass sie hier nicht als wandelndes, Mario-Barth-artig verzerrtes Veganer-Witzklischee durchs Bild geschoben wird, sondern als ziemlich vernünftiger Mensch mit Puls, Haltung und erstaunlicher Restgeduld.

    Mit wachsendem Befremden blicken die beiden allerdings auf Jakob, der sich unter dem Einfluss des Testo-Rudels immer weiter in eine bizarre „Daddy’s Home“-Version seiner selbst verwandelt und sich inzwischen allen Ernstes, vermutlich sogar ironiefrei, „Big J“ nennt. Überhaupt bleibt „Prominent getrennt“ ein eindrucksvolles Lehrstück darüber, was passieren kann, wenn man zu vielen Männern erlaubt, miteinander zu reden und dabei auch noch in einem Gazebo herumzulungern. Für den dringend nötigen komödiantischen Entlastungsmoment sorgt Aleks, der bei einem der wie immer sehr entlarvenden Paarspiele plötzlich zum Handtrockner mutiert – passenderweise allerdings zu einem Modell, das bereits aus dem letzten Loch pfeift.

    Und weil auch die ganz großen Sätze der kleinen Selbstdemontage nicht fehlen dürfen, liefert Gök noch eine der dümmsten denkbaren Erklärungen dafür, warum er unmöglich ein Sexist sein könne: Er habe ja schließlich auch eine eigene Mutter.

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  20. Wer hat uns verraten? Bizeps-Bürokraten!

    1 Std. 22 Min.

    Jochen und Anja hatten sich bei „Prominent getrennt“ so gemütlich eingerichtet in der Villa der Verflossenen, diesem Zwischenreich aus alten Verletzungen, neuen Allianzen und Menschen, die „ich bin halt so“ für …

    Shownotes

    Jochen und Anja hatten sich bei „Prominent getrennt“ so gemütlich eingerichtet in der Villa der Verflossenen, diesem Zwischenreich aus alten Verletzungen, neuen Allianzen und Menschen, die „ich bin halt so“ für eine Persönlichkeitsanalyse halten. Doch dann leistet sich das Format einen Fehlgriff, der so schlicht ist, dass ihn unsere Hosts als persönlichen Affront verstehen müssen: Eine Exit-Entscheidung mit echtem Gewicht – Yasin und Samira oder Tanina und Fabian, eines dieser Paare muss gehen – wird nicht im direkten Duell nicht durch Taktik, Geschick, Nervenstärke oder wenigstens durch das nervenzerfetzende Wettstapeln nasser Schwämme entschieden. Sondern durch Armdrücken. Genauer und schlimmer: Durch Armdrücken der Männer.


    Damit kippt „Prominent getrennt“ in dieser Folge in die ungünstigste Richtung, weg vom herrlich komplexen Beziehungsschrottplatz, hin zur Testosteron-Messehalle, Abteilung Unterarm. Ausgerechnet ein Format, das sonst so schön zeigt, wie brüchig männliche Selbstbilder schon beim Anblick einer zu keck formulierten Ex-WhatsApp werden können, lässt plötzlich den Bizeps entscheiden. Ein kleiner Triumph der Kraftmeierei über die Dramaturgie, ein schwarzer Tag für alle Freund*innen fairer Exit-Spiele.  


    Jochen und Anja sind entsprechend saui. Und weil die Sache dann auch noch exakt so endet, wie man es beim ersten Blick auf die beteiligten Oberarme befürchtet, bleibt ihnen für einen kurzen, aber aufrichtigen Moment nur eine Forderung: Justice for Fabi! Sehr viel länger hält diese Solidaritätsbewegung allerdings nicht, denn es gibt Dringenderes zu besprechen. Joshi-Josh entdeckt nämlich plötzlich Gefühle für Bianca, die Anja und Jochen sogleich als notdürftig getarnte Besitzstandswahrung enttarnen. 


    Außerdem wird in dieser Folge der kulturelle Bildungsauftrag selbstverständlich nicht vernachlässigt. Jochen und Anja gründen spontan einen Buchclub und empfehlen brandaktuelle Schmöker, außerdem widmen sie sich dem aktuellen Young-Adult-Hockey-Fieber rund um „Off Campus“. Auch wenn beide nicht mehr hundertprozentig zur Zielgruppe gehören, gilt (in schwankenden Zustimmungsgraden) schließlich auch für unsere Hosts wie für alle Hockeyverknallten: Der Preis ist Eis.


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  21. Der Dings, die Dongs und die große Arschlochfrage

    1 Std. 41 Min.

    Es gibt Abende, nach denen man sagen kann: Das war sehr schön. Und es gibt Abende, nach denen man sagen kann: Das war sehr schön, Ulrich Matthes war zu Gast, Jochen saß im Publikum, und irgendwann hatte Anja …

    Shownotes

    Es gibt Abende, nach denen man sagen kann: Das war sehr schön. Und es gibt Abende, nach denen man sagen kann: Das war sehr schön, Ulrich Matthes war zu Gast, Jochen saß im Publikum, und irgendwann hatte Anja mehr als eine Willi-Schorle getrunken. Letztere war das Spezialgetränk beim jüngsten Trash-TV-Salon im Deutschen Theater, ein Wermut Tonic zu Ehren von „Vier gegen Willi“ mit Mike Krüger, jener Sendung, die ältere, frühfernsehende und als Kind etwas zu medienautonom aufgewachsene Menschen vielleicht noch kennen. Anja und Jochen lassen den Abend Revue passieren und sprechen über erste trash-ähnliche Elemente im einst so würdevoll scheinenden Unterhaltungsfernsehen der Damals-Zeit. 

     

    Anschließend wird Folge fünf von „Prominent getrennt“ besprochen, und damit öffnet sich wieder der große Sack der Männerfragen. Wieso sind sie so? Müssen sie so sein? Kann man sie, statt sie immer wieder zu erklären, nicht einfach mit einem kleinen Schälchen Wasser vor der Tür absetzen? Besonders Yasin sorgt dafür, dass der Wunsch nach einer freundlichen, artgerechten Auswilderung zeitweise übermächtig wird.


    Doch halt: Was ist das dort hinten, unter Efeu, Brombeerranken und bewohnt von einer inzwischen recht selbstbewusst auftretenden kleinen Eidechse? Es ist der Appreciation Corner! Lange nicht mehr gebraucht, nun aber feierlich freizulegen für: Tessa. Tessa! Die in diesem Format plötzlich mindestens zu den zwei vernünftigsten Menschen zählt und damit eine Frage aufwirft, die größer ist als jeder Dings-Didongs: Hat sie sich verändert – oder sehen wir sie gerade zum ersten Mal ohne die übliche tendenziöse Schnittbrille aus Krawall und Alarmflöte?


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  22. Hasch mich, ich bin der Trashling!

    1 Std. 35 Min.

    Manche Jubiläen begeht man mit Champagner, manche mit einer Bilderstrecke aus früheren Frisuren. Jochen und Anja feiern ein Jahr „Sendepause Fehlanzeige“, indem sie kurz in ihre allererste Anmoderation …

    Shownotes

    Manche Jubiläen begeht man mit Champagner, manche mit einer Bilderstrecke aus früheren Frisuren. Jochen und Anja feiern ein Jahr „Sendepause Fehlanzeige“, indem sie kurz in ihre allererste Anmoderation hineinhören, um sich angemessen von sich selbst rühren zu lassen und eine wichtige Frage zu klären: Was ist „Sendepause Fehlanzeige" eigentlich, wenn „Podcast“ die Sache doch wirklich nur bedingt trifft? Die Antwort: ganz klar eine Mischung aus Besserungsanstalt und Pistazien-Croissant.

      

    Außerdem gibt es Erfolge zu feiern: Jochen hat die erste Staffel von „Promi Taste“ gewonnen, Anja den ESC – zumindest in der einzig relevanten Parallelwertung, nämlich der persönlichen. Dass ihr bulgarischer Herzensbeitrag „Bangaranga“ ihr offiziell womöglich nicht als Mit-Sieg gutgeschrieben wurde, ist eine bürokratische Spitzfindigkeit, die hier nicht weiter interessieren soll.


    Anschließend geht es in einen anderen bulgarischen Schauplatz, leider ganz ohne Bangaranga, dafür mit Maurice, dem Löwen, und dem derzeit nahezu schicksalhaft allüberall wiederkehrenden Serkan: In „The Hunt“ werden Reality-Promis in den Wald geschickt, um Fangen zu spielen. Das Ganze gehört zur derzeit grassierenden neuen Reality-Gattung „Hasch mich, ich bin der Trashling“: Menschen, die man aus Formaten kennt, in denen sie bereits auf Sofas, an Pools oder in Beziehungslabyrinthen gelitten haben, leiden nun eben auf der Flucht – und in diesem konkreten Fall zwischen Bäumen.


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  23. Mal biste der Bumser und mal der Gebumste

    1 Std. 23 Min.

    Jochen und Anja widmen sich zunächst einer drängenden Körperkunst-Frage: Sind zwei neue Tattoos pro Woche eine bedenkliche Lifestyle-Choice? Anja zeigt sich überraschend milde gegenüber Jochens aktueller …

    Shownotes

    Jochen und Anja widmen sich zunächst einer drängenden Körperkunst-Frage: Sind zwei neue Tattoos pro Woche eine bedenkliche Lifestyle-Choice? Anja zeigt sich überraschend milde gegenüber Jochens aktueller Tinten-Offensive, muss aber eines der neuen Motive unter verschärfte Beobachtung stellen: In letzter Instanz handelt es sich dabei um ein Partner-Tattoo mit einer Person aus dem Trash-TV-Kosmos, die in diesem Podcast bereits nicht ausschließlich liebevoll inventarisiert wurde.


    Danach geht es um Folge drei von "Prominent getrennt", einem Format, das bei unseren Hosts weiterhin ein Gefühl erzeugt, das zumindest entfernt an "Freude" erinnert. Denn alles an diesem Beziehungsschrott-Endlager ist extrem unangenehm, aber eben auch erschütternd aufschlussreich: Die soziologischen Befunde liegen mit klaffend geöffnetem Brustkorb obduktionsbereit vor uns. Ein Panoptikum der Unerfreulichkeiten, pädagogisch wertvoll wie ein Unfallbericht.


    Außerdem ziehen neue Paare ein, darunter Vanessa Brahimi, die sich in beeindruckender Geschwindigkeit vom "Sommerhaus der Normalos" ins Premium-Endstadiumsformat "Prominent getrennt" hochgearbeitet hat. Die Trash-TV-Version des amerikanischen Traums also: vom Tellerwäscher zum Tellerwerfer. Letzteres natürlich strikt metaphorisch – zumindest vorerst.


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  24. Prominent bedrängt

    1 Std. 33 Min.

    Anja und Jochen sprechen über die zweite Folge von „Prominent getrennt“ und sind von dieser frischen Staffel weiterhin auf jene komplizierte Weise begeistert, bei der man gleichzeitig fasziniert zusieht und …

    Shownotes

    Anja und Jochen sprechen über die zweite Folge von „Prominent getrennt“ und sind von dieser frischen Staffel weiterhin auf jene komplizierte Weise begeistert, bei der man gleichzeitig fasziniert zusieht und innerlich kleine Warnwesten verteilt. Auch Jochen, sonst eher allergisch gegen TV-Krawall als Selbstzweck, kann dieser kunstvollen Sozialstudie viel Bemerkenswertes entwringen, Anja hat sogar den seltenen Punkt erreicht, an dem sie dem Fernseher nicht nur zuschaut, sondern antwortet – meistens brüllend, aber sei’s drum.


    Besonders gefällt den beiden Hosts, wie präzise „Prominent getrennt“ seine Paare in vollendeten Gegenschnitten montiert und vor allem demontiert. Aus Interviewfragmenten, Seitenblicken und kleinen Selbstentlastungsversuchen entsteht eine Art forensische Collage der Paarlogik: Jeder erzählt seine Version, und der Schnitt hebt kurz die Augenbraue.


    Und weil keine Folge „Sendepause Fehlanzeige“ ohne ein paar beherzt eingeschlagene Seitenpfade auskommt, geht es außerdem um Jochens Erlebnisse bei der „Nachtcafé“-Aufzeichnung sowie um die Frage, ob „Rützelhole“ wirklich der ideale Titel für einen Podcast wäre, in dem Anja tief in ihre persönlichen Rabbitholes steigt


    Anjas Hutmacherin der Herzen findet Ihr hier: https://frolleinvonsofa.de/


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  25. Das Leben ist kein Boom Boom Room

    1 Std. 27 Min.

    Eigentlich haben Jochen und Anja gar keine Zeit, Trash-TV zu schauen, das merkt man in dieser Folge wieder sehr deutlich. Jochen müsste dringend Aufklärungsarbeit zum Thema Jenseitskontakte leisten – da ist …

    Shownotes

    Eigentlich haben Jochen und Anja gar keine Zeit, Trash-TV zu schauen, das merkt man in dieser Folge wieder sehr deutlich. Jochen müsste dringend Aufklärungsarbeit zum Thema Jenseitskontakte leisten – da ist, was die öffentliche Skepsis gegenüber derlei Erfahrungen angeht, noch sehr viel zu tun, obwohl die Grundidee dahinter auch nicht wesentlich wilder ist als so mancher Glaubenssatz, auf dem zum Beispiel das Christentum fußt. Anja wiederum müsste sich endlich ihrer chemischen Forschungsarbeit widmen und die Tablette gegen die Liebe entwickeln. Oder für die Liebe, so genau ist das noch nicht entschieden, aber auch große Durchbrüche beginnen bekanntlich mit methodischer Unklarheit.


    Dankenswerterweise haben beide diese dringenden Projekte noch einmal vertagt, um sich der ersten Folge der neuen Staffel „Prominent getrennt“ zu widmen. Und die ist, leider muss man es sagen, schon wieder sehr vielversprechend. Obwohl Jochen und Anja eigentlich dachten, vom Elend der Ex-Beziehung zwischen Aleks Petrovic und Vanessa, König der Schmetterlinge, inzwischen ausreichend erschöpft zu sein, zeigt sich schnell: Dieses tote Beziehungspferd hat offenbar noch erstaunlich viel Erzählfleisch auf den Rippen.


    Dabei stellen sich einige dringende Fragen. Ist Bro-Culture wirklich eine vollständig unzerstörbare Ressource? Warum wird Aleks von den anderen Männern im Haus schon wieder wie ein absolut unproblemtischer Buddy behandelt, obwohl seine „Temptation Island VIP“-Performance zum Zeitpunkt der Dreharbeiten doch mutmaßlich längst bekannt war? Und wie können sich Jochen und Anja endlich an Dream, Vanessas Bruder, heranmachen, damit er nicht nur die mutmaßlich hochinteressanten Hintergründe dieser Beziehung ausplaudert, sondern endlich auch die wahren Vorgänge in Twenty4Tims "Lovehunter"-Villa, die er auf TikTok so glaubhaft anteast? Dream, falls du das liest oder hörst: Bitte melde dich. Jochen und Anja sind verhandlungsbereit.


    „Prominent getrennt“ jedenfalls erweist sich wieder einmal als handwerklicher Goldstandard des deutschen Reality-TV, zu beobachten an entlarvenden Gegenschnitten und der großen Kompositionskunst, kleine Salatgurken genau in dem Moment suggestiv zerteilen zu lassen, in dem Männer über ihre ungewollte Sexarmut sprechen. Anstrengend? Natürlich. Bleiben wir dran? Leider auch.


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  26. Einführung in die vergleichende Fremdschamkunde

    1 Std. 23 Min.

    Man soll die Feste feiern, wie sie fallen – oder sie zumindest bemerken, während sie passieren. Jochen und Anja haben es fast geschafft, ihr eigenes kleines Podcast-Jubiläum zu verbummeln, immerhin wurde ihnen …

    Shownotes

    Man soll die Feste feiern, wie sie fallen – oder sie zumindest bemerken, während sie passieren. Jochen und Anja haben es fast geschafft, ihr eigenes kleines Podcast-Jubiläum zu verbummeln, immerhin wurde ihnen der denkwürdige Tag noch nach der Aufnahme gewahr: 50 Folgen "Sendepause Fehlanzeige"! Silberhochzeit im Trash-Orbit! Halbzeit bis zur Hundert! Trööööt! Ein Anlass also, sich zumindest nachträglich ein wenig belobhudeln zu lassen. Darum: Her mit euren Grußworten! Schickt uns Sprachnachrichten, am liebsten über Instagram, damit wir sie in die nächste Folge schneiden können. Eure liebsten Momente, Glückwünsche, emotionale Ausnahmezustände, alles ist willkommen.


    Eigentlich könnte man meinen, das Trash-Universum hätte sich zur Feier des Tages besonders ins Zeug gelegt, aber nein. Niemand will Jochen und Anja etwas Gutes. Denn in dieser Jubiläumsfolge geht es um die erste Folge der "Realitystar Academy" auf ProSieben und Joyn, und die beiden sind, sagen wir: herzhaft underwhelmed.


    Das liegt allerdings nicht daran, dass auch Anja ja bekanntlich schon länger vom eigenen Ausbildungszentrum für angehendes Reality-Personal träumt, dem House of Rützel, einem Bootcamp für bessere Trash-Kompetenz. Nach dieser Sendung erweitert sie das Konzept allerdings um dringend nötige Nachschulungen für bereits tätige Realitystars. Denn was die Academy zum Auftakt liefert, wirkt auf unsere Hosts weniger wie eine verheißungsvolle Kaderschmiede als wie die nächste Zurichtungsanstalt sehr bekannter 08/15-Trash-Bauteile. Direktorin Désirée Nick geht erwartbar ganz in ihrer Kunstfigur auf, was zum Begriff „Reality“ ein eher kompliziertes Verhältnis erzeugt, während Assistent Gigi Birofio eine Reprise des tumpen, genitalfixierten Volkstheater-Deppen gibt, die man nun wirklich schon aus ausreichend vielen Bühnenstadeln kennt. Ob die Reality Star Academy im weiteren Verlauf doch noch die Kurve kriegt und Jochen und Anja diesem Format am Ende vielleicht sogar die Versetzung gestatten würden, bleibt nach dieser ersten Folge eher als fraglich.


    Außerdem im Programm: Eine Diskussion zum Thema Saufen versus Kiffen, und ein Bericht über den Zustand des deutschen Thrash-Metals, denn Anja war beim Konzert der deuschen Traditionsband Kreator. Ob sie selbst im Circle Pit die Nerven verloren hat? Hört halt selbst.

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  27. Wir wissen, was du vor-vor-vorletzte Staffel getan hast

    1 Std. 45 Min.

    Jochen und Anja sprechen über den Start der neuen "Kampf der Realitystars Allstars"-Staffel und sind davon durchaus angetan. Vielleicht auch, weil sie es diesmal nicht mit einem gemischten Raubtiergruppe aus …

    Shownotes

    Jochen und Anja sprechen über den Start der neuen "Kampf der Realitystars Allstars"-Staffel und sind davon durchaus angetan. Vielleicht auch, weil sie es diesmal nicht mit einem gemischten Raubtiergruppe aus einander bestens bekannten und gegenseitig herzlich verhassten Realitygestalten zu tun haben, deren Konflikte sonst oft in halbvergessenen, apokryphen Instagram-Storylines wurzeln, die kein Mensch mehr sauber rekonstruieren kann. Stattdessen liegt das Konfliktmaterial diesmal erfreulich offen zutage: in den früheren KDRS-Staffeln und den dort bereits dokumentierten Kränkungen, Feindschaften und Antipathien. Das ist nicht nur übersichtlicher, sondern verschafft einem in unseren oft beängstigend unübersichtlichen Zeiten fast schon ein ungewohnt tröstliches Gefühl.


    Wer nun glaubt, Jochen und Anja hätten sich ohne Abschweifungen direkt auf dieses Thema gestürzt, unterschätzt natürlich die innere Logik dieses Podcasts. Auf dem langen, verschlungenen Weg dorthin geht es außerdem um die neue "Euphoria"-Staffel, das "Kommissar Rex"-Revival, Aura-Lesungen, die Klassifikation italienisch geprägter Teiggerichte, problematische GNTM-Vorkommnisse, natürlich die neuesten Kapriolen aus dem Hause Twenty, das Mindset der Mächtigen, Eismanufakturen in Berlin-Mitte und beknackte Brillen. Macht was draus.

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    Produktion und Hosts: Anja Rützel und Jochen Schropp

    Schnitt: Anne Kanzler

    Cover: Miguel Martin und Markus Gisin

    Jingle: Herwig Zamernik

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  28. The Taste, the Tim and the Tiere

    1 Std. 52 Min.

    In dieser Folge sprechen Jochen und Anja beinahe über alles, was die Welt, das Herz und den Kleintierbereich bewegt: Zuerst natürlich über das Finale von "Love Hunter", der Datingshow von Twenty4Tim, und über …

    Shownotes

    In dieser Folge sprechen Jochen und Anja beinahe über alles, was die Welt, das Herz und den Kleintierbereich bewegt: Zuerst natürlich über das Finale von "Love Hunter", der Datingshow von Twenty4Tim, und über die bemerkenswerte Chuzpe, mit der das dort gefundene Glück (Anführungszeichen an dieser Stelle nach eigenem Belieben selbst verteilen) anschließend auf Instagram offenbar direkt in seinen Werbewert umgerechnet wurde. Es geht also zunächst um romantische Gefühle unter spätkapitalistischen Bedingungen – und dann zur seelischen Regeneration um Tiere. Genauer: Um Molche, Meerschweinchen und die beruhigende Erinnerung, dass es noch niedliche Lebewesen gibt, die nichts von Rabattcodes wissen. Dazu werden naturfilmerisch ambitionierte Eulengeräusche und Schweinegrunzer vorgeführt, irgendwo zwischen Tierdoku, Sekundärstufe-Biologieunterricht und sehr freier Kunst.


    Im Hauptteil geht es dann um den gerade gestarteten Kochwettbewerb "Promi Taste". Jochen berichtet von seinem eigenen Mitwirken, vom sichtbar aufreibenden Kochgeschehen und von den Tücken eines Formats, in dem auf einem Löffel nicht nur Speisen, sondern gleich ganze Nervenlagen angerichtet werden. Anja fragt sich mit der unermüdlichen Neugier eines wissbegierigen "1, 2 oder 3"-Kamerakinds durch alles hindurch, was man über das echte Leben hinter den Kulissen wissen will, und Jochen liefert allerlei sehr befriedigende Behind-the-Scenes-Einblicke. Außerdem geht es um den perfekten Kaiserschmarrn, Königsberger Klopse sowie Egos am Herd (und die Frage, warum diese so oft männlich sind), und am Ende bleibt vor allem ein großes, ungelöstes Mysterium der deutschen Zeitgeschichte: Warum war Angela Merkel bei Jenny Elvers zu Hause und hat sich von ihr bekochen lassen? Hinweise bitte an die üblichen Kanäle.


    Anjas abschließende Analyse über "Love Hunter" könnt ihr hier lesen (Spiegel+-Geschenklink, für die ersten 10 Leser:innen kostenlos): https://www.spiegel.de/kultur/twenty4tim-und-die-datingshow-love-hunter-so-fake-war-reality-fernsehen-noch-nie-a-e84b8d74-86b2-4705-a2f8-32217a12d450?giftToken=d0e6e2c9-849b-476b-9c51-928f1a0804f3

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    Produktion und Hosts: Anja Rützel und Jochen Schropp

    Schnitt: Anne Kanzler

    Cover: Miguel Martin und Markus Gisin

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  29. Ship Happens

    1 Std. 49 Min.

    Jochen und Anja hatten mit dem Datingfernsehen zuletzt eigentlich abgeschlossen. Zu viel kalkulierte Ödnis, zu viel influenzerige Selbstvermarktung und mancherlei Unannehmlichkeiten mehr hatten die beiden …

    Shownotes

    Jochen und Anja hatten mit dem Datingfernsehen zuletzt eigentlich abgeschlossen. Zu viel kalkulierte Ödnis, zu viel influenzerige Selbstvermarktung und mancherlei Unannehmlichkeiten mehr hatten die beiden nachhaltig verhärmt. Spätestens Twenty4Tim, so das triste Fazit der beiden, hatte dem Genre endgültig den Todesstoß versetzt (jaja, Anja "Selbstlos" Rützel rapportiert auch dieses Mal die schlimmsten Lowlights der vergangenen Folgen, um Euch vor dem Eigenkonsum zu schützen).  


    Und dann wird da plötzlich ein Format angeschwemmt, dem etwas Seltenes gelingt: Es rettet das Datingshow-Wesen vielleicht nicht, aber es gibt ihm noch einmal kurz Puls. "Love Overboard", in Deutschland bei Disney+ zu sehen, ist eine erstaunlich stimmige Kreuzung aus "Love Island" und "Below Deck" und damit exakt so dumm, dass es schon wieder sehr klug ist (oder zumindest spektakulär dumm). Auf einer Yacht im Mittelmeer dürfen vier hastig zusammengewürfelte Paare das schöne Leben auf dem Sonnendeck führen, während die Singles im Maschinenbauch des Kahns schuften müssen und sich ihren Weg nach oben nur dadurch erarbeiten können, dass sie diese Paare auseinanderbringen. Wer Liebe zerstört, wird mit mehr Sonne belohnt – das Leben ist nicht fair, aber manchmal wenigstens unterhaltsam. Dazu kommt mit Host Gabby Windey auch noch eine Figur aus dem "Bachelor"-Universum, die diesem schwimmenden Klassenkampf die passende Mischung aus Glamour, Sassyness und perfekten One-Linern verleiht.


    Außerdem gibt es noch Kürzestbesprechungen der GNTM-Umstyling-Folge, eines gemeinsamen Abends in der Berliner Volksbühne und von Jochens letztem Date – ein Spaß für die ganze Familie.

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  30. Temptation Beckham

    1 Std. 59 Min.

    Jochen und Anja waren mal wieder getrennt in den Randzonen der Promiwelt unterwegs, allerdings in zwei ziemlich unterschiedlichen Unterhaltungsbiotopen. Jochen war weiter auf Interviewtour für seinen neuen …

    Shownotes

    Jochen und Anja waren mal wieder getrennt in den Randzonen der Promiwelt unterwegs, allerdings in zwei ziemlich unterschiedlichen Unterhaltungsbiotopen. Jochen war weiter auf Interviewtour für seinen neuen Podcast „Happy Life“ und bringt von dort nicht nur Eindrücke, sondern auch eine echte Inspiration mit: eine patente Retro-Geschichte über Barbara Schöneberger und den beherzten Verzehr eines Käse-Baguettes. Außerdem war er natürlich wieder beim alljährlichen Badewannen-Award, bei dem schöne und berühmte Menschen so aussehen, als würden sie hauptberuflich nach Eukalyptus duften.


    Anja hingegen geriet in eine etwas andere Form von Glamour und war bei einem Konzert von Cruz Beckham, wo sie im Anschluss von ihm persönlich dazu aufgefordert wurde, an seinem Blüschen zu riechen, und ab einem gewissen Alter nimmt man ja, was man kriegt. Außerdem berichtet sie von ihren Eindrücken vom neuen „Zurück in die Zukunft“-Musical, wo sie an der erstaunlich beiläufigen, komödiantisch verpackten Romantisierung bedenklichen Männerverhaltens hängen blieb. Und damit landen Jochen und Anja dann natürlich auch beim Fall Christian Ulmen und vor allem den Reaktionen darauf. Wieder einmal zeigt sich, dass öffentliche Stellungnahmen von Männern selbst bei solchen Extremfällen zuverlässig ein Spektrum eröffnen, das von gespielter Begriffsstutzigkeit bis zu erstaunlich offensiver Bodenlosigkeit reicht.


    Sorgfältig analysiert wird dann die erste Folge der neuen Staffel von „Temptation Island“, einem Format, das dramaturgisch eigentlich seit Jahren vollumfänglich durchgenudelt ist, das dieses Mal aber durch eine faszinierende Neuerung frischen Wind bekommt: bekennende Christen im Sündenbetrieb! Anja ist entzückt von der moraltheologischen Zusatzschleife, mit der dort erstmal unter Verweis auf Luzifer, die generelle menschliche Sündernatur und persönliche Glaubensprüfung erklärt werden muss, warum man sich freiwillig in diesen erotischen Hexenkessel begibt. Kaum sind die Paare getrennt, wird schon wieder gelapdanced, was das Zeug hält. Das inspiriert Jochen dazu, von seinem persönlichen Bestripptwerden zu erzählen. Denn wie erschreckend oft gilt auch dieses Mal: Auch die absurdesten Reality-TV-Momente landen am Ende erstaunlich zuverlässig wieder bei einem selbst.

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    Produktion und Hosts: Anja Rützel und Jochen Schropp

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