Streitkräfte und Strategien
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Streitkräfte und Strategien

NeuWie Putin Geschichte schreiben will (mit Martin Schulze Wessel)23.10.2026 · 43 Min.
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23. Okt. 2026

Über den Podcast

Euer Podcast zum Krieg in der Ukraine – auch mit dem Blick auf andere Krisen und Kriege in der Welt. Jeden Dienstag und Freitag ab 16.30 Uhr. Die langjährigen ARD-Korrespondent:innen Anna Engelke, Stefan Niemann, Kai Küstner und Astrid Corall sprechen mit sicherheitspolitischen Expert:innen über die neue Weltordnung und Europas Antwort auf die Machtinteressen der USA, Russlands und Chinas. Fragen und Anregungen zum sicherheitspolitischen Podcast: streitkraefte[at]ndr.de Weitere Interviews und Hintergründe: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/streitkraefte_und_strategien/index.html

Folgen 547

  1. Wie Putin Geschichte schreiben will (mit Martin Schulze Wessel)

    43 Min.

    Die Verhandlungen von Unterhändlern Russlands, der Ukraine und der USA sollen im November wieder aufgenommen werden. Das ist das Ergebnis verschiedener Gespräche, die der US-Gesandte Witkoff in dieser Woche in …

    Shownotes
    Die Verhandlungen von Unterhändlern Russlands, der Ukraine und der USA sollen im November wieder aufgenommen werden. Das ist das Ergebnis verschiedener Gespräche, die der US-Gesandte Witkoff in dieser Woche in Oslo und Sankt Petersburg geführt hat. Allerdings beharrt Russland nach wie vor auf seinen Maximalforderungen, die Ukraine pocht auf Sicherheitsgarantien und eine Waffenruhe. Astrid Corall fasst die Ereignisse dieser Woche zusammen und erklärt, warum US-Präsident Trump auch in seinem eigenen Land derzeit viel Kritik einstecken muss. Unter anderem geht es dabei um die Einschränkung des Satellitennetzwerkes Starlink von SpaceX Gründer Elon Musk, auf das das ukrainische Militär angewiesen ist.
    Im Gespräch mit Host Stefan Niemann argumentiert der Historiker Martin Schulze Wessel, das Expansionsstreben von Russlands Herrscher speise sich nicht aus einem verletzten Sicherheitsgefühl gegenüber der NATO oder aus Abneigung gegen die Ukraine, sondern aus der Geschichte des russischen Imperiums. Wladimir Putin sehe sich in einer Reihe mit den Zaren Peter I., Alexander II., mit der Zarin Katharina II. und mit dem Diktator Josef Stalin, an deren Territorialgewinne er sich orientiert. Der Osteuropa-Experte erklärt diese Thesen in seinem jüngsten Buch. Titel: "Warum Russland nicht aufhören wird". Putin strebe für Russland Großmacht-Status und Hegemonie an - auch gegenüber Europa. Dieses müsse - so Professor Schulze Wessel - aus der Geschichte lernen, nur Abschreckung durch Aufrüstung und entschlossene Gegenwehr könne russisches Vordringen aufhalten.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an [email protected]

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Link zu den Büchern von Prof. Martin Schulze Wessel:
    https://www.chbeck.de/autor/?authorId=570093978

    Podcast-Tipp: Zwischen Hamburg und Haiti
    https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:9d4c11d743094a7e/
  2. Trump verrät die Ukraine (mit Thomas Jäger)

    51 Min.

    Das Verhältnis zwischen den USA und der Ukraine ist auf dem Tiefpunkt. US-Präsident Trump erweist sich als Unterstützer Russlands, wenn er zum Beispiel geplante Sanktionen auf Eis legt. Kyjiw wirft Washington …

    Shownotes
    Das Verhältnis zwischen den USA und der Ukraine ist auf dem Tiefpunkt. US-Präsident Trump erweist sich als Unterstützer Russlands, wenn er zum Beispiel geplante Sanktionen auf Eis legt. Kyjiw wirft Washington zudem vor, die Geschwindigkeit des für die Drohnen-Abwehr und die eigene Kommunikation so wichtigen Satellitensystems Starlink bzw. Starshield zu drosseln, der Ukraine Geheimdienstinformationen vorzuenthalten und die Lieferung von Abfangraketen zu verzögern. Astrid Corall fasst die Streitpunkte und Hintergründe in dieser Folge von Streitkräfte und Strategien zusammen und berichtet über ein mögliches Treffen von Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jingping und Russlands Machthaber Putin. Im Interview spricht Host Kai Küstner mit Professor Thomas Jäger von der Universität zu Köln über Trumps Motive. Aus Sicht des Politikwissenschaftlers hat der Trump-Schwenk wenig mit dem Midterm-Wahlkampf zu tun. Es gehe dem US-Präsidenten darum, dass Russland den Krieg gewinnt, um mit Putin wieder Geschäfte machen zu können: “Er will jetzt zwei Jahre - vogelfrei - sich und seinen Clan bereichern.” Dass Trump sich auf die Seite Putins schlage, habe aber auch katastrophale Konsequenzen für die europäisch-amerikanischen Beziehungen. “Politisch wird die NATO das nicht überleben”, warnt Thomas Jäger. Damit wachse auch täglich die Gefahr eines russischen Angriffs. Es sei nun dringend geboten, dass die Europäer sich in Windeseile technologisch unabhängig machen. Stark sei nur ein einiges Europa. Doch sowohl die USA als auch Russland hätten ein Interesse daran, die EU zu “zerschlagen”.

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    11km Folge zu Nordkoreas
    https://1.ard.de/11KM_Nordkorea_Russland

    Wer ist verantwortlich für die Drosselung der Satelliten-Kommunikation von Starlink und Starshield in der Ukraine?
    https://www.reuters.com/world/europe/order-limit-starshield-ukraine-came-inside-white-house-sources-say-2026-10-15/
  3. Pressefreiheit und Propaganda im Krieg (mit Gesine Dornblüth)

    46 Min.

    Das Thema „Pressefreiheit und Propaganda im Krieg” steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe von Streitkräfte und Strategien. Anlässlich der Hamburger Woche der Pressefreiheit sprechen die Hosts Stefan Niemann und …

    Shownotes
    Das Thema „Pressefreiheit und Propaganda im Krieg” steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe von Streitkräfte und Strategien. Anlässlich der Hamburger Woche der Pressefreiheit sprechen die Hosts Stefan Niemann und Astrid Corall mit der Journalistin Gesine Dornblüth - vor Publikum in der Zentralbibliothek der Hansestadt. Die ehemalige Russland-Korrespondentin erklärt, wie sich die Arbeit für Journalistinnen und Journalisten unter Machthaber Putin verändert hat, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind und wie sich die Bevölkerung abseits aller Propaganda überhaupt noch unabhängig informieren kann. In dieser Folge geht es aber auch um die Lage der Medien in der Ukraine. Gesine beschreibt die Unterschiede zwischen den von Russland besetzten Gebieten und dem Rest der Ukraine sowie die Pressearbeit von Präsident Selenskyj. Außerdem erläutert sie, wie russische Desinformation auch die deutsche Politik beeinflusst und was man dagegen tun kann. Zum Schluss der Folge schauen Stefan und Astrid mit Gesine auf aktuelle Entwicklungen in der Ukraine, wo Präsident Selenskyj den westlichen Partnern vorgeworfen hat, sie nicht vor russischen Luftangriffen gewarnt zu haben. Zum Verhältnis zwischen Putin und Trump sagt die Russland-Kennerin Gesine Dornblüth: „Ich glaube, dass er Trump weitestgehend in der Tasche hat.“

    Rangliste der Pressefreiheit 2026 - Reporter ohne Grenzen
    https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/2026

    Bücher von Gesine Dornblüth & Thomas Franke
    Putins Gift – Russlands Angriff auf Europas Freiheit
    https://www.herder.de/politik-wirtschaft/shop/p4/84639-putins-gift-klappenbroschur/
    Jenseits von Putin – Russlands toxische Gesellschaft
    https://www.herder.de/politik-wirtschaft/shop/p4/78139-jenseits-von-putin-klappenbroschur/

    Vergleich Rankings Unterstützerländer der Ukraine
    Ukraine-Krieg: Ranking größte Unterstützer bis 2026
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1367150/umfrage/ukraine-krieg-ranking-groesste-unterstuetzer/
    Ukraine-Krieg - Bilaterale Unterstützung für die Ukraine nach Anteil am BIP 2026
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1303505/umfrage/bilaterale-unterstuetzung-fuer-die-ukraine-nach-anteil-am-bip/

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    Alle Podcast-Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
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    Videopodcast Flugmodus - der ZAPP Medienpodcast über die LINKE und Antisemitismus
    https://open.spotify.com/episode/5uwWcYJNx5e8AT0gndcAcW?si=48Jq0VDDQfutA-_dwD3q5A
  4. Der Nord-Stream-Krimi (mit Holger Stark)

    56 Min.

    Ab Mittwoch steht in Hamburg einer von sieben Hauptverdächtigen im Nordstream-Prozess vor Gericht. Ein halbes Jahr nach Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine waren 2022 auf dem Grund der Ostsee …

    Shownotes
    Ab Mittwoch steht in Hamburg einer von sieben Hauptverdächtigen im Nordstream-Prozess vor Gericht. Ein halbes Jahr nach Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine waren 2022 auf dem Grund der Ostsee Stränge der deutsch-russischen Gaspipelines Nordstream 1 und 2 zerstört worden. Dazu recherchiert seit Jahren ein Team der ARD, der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT. Holger Stark war einer der ersten, der darüber berichtete, dass die Spur in die Ukraine führe. Mit dem stellvertretenden Chefredakteur der ZEIT spricht Host Kai Küstner über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Dabei sei nicht eindeutig geklärt, so Stark, ob Selenskyj und die politische Führung der Ukraine in die Anschlagspläne eingeweiht waren. Aufgrund der gewaltigen geopolitischen Auswirkungen ist es aus seiner Sicht aber wichtig, dass dieser Fall restlos aufgeklärt wird. Der Bau der Pipeline mag ein Fehler gewesen sein. Und: Es gebe sehr gute Gründe, die Ukraine in ihrem Abwehrkampf zu unterstützen, so der Investigativjournalist: "Dazu gehört aber auch, wenn derjenige, den man da unterstützt, sich entschieden hat, etwas gegen deutsche Interessen und gegen diese Pipeline zu tun, dass man da die Wahrheit sagt." Die Bundesregierung scheue sich aber bis heute, dies zu thematisieren.
    Die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine fasst Peter Hornung zusammen. Derzeit bestimmt vor allem US-Präsident Trump wieder die Schlagzeilen. Denn der hat einen umstrittenen Diesel-Deal mit Russlands Machthaber Putin vereinbart. Außerdem hat er eine angebliche Einigung auf eine "Energie-Waffenruhe" verkündet, zu der die Ukraine bereits ist, Russland jedoch offenbar nicht. Gleichzeitig droht Trump der Ukraine: Wenn sie weiter russische Ölraffinerien angreife, werde er sie von US-Geheimdienstinformationen ausschließen und Waffenlieferungen blockieren.

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    Trump’s Energie-Deal mit Putin und die wachsende Kritik daran. Auch unter US-Republikanern:
    https://www.bbc.com/news/articles/cjn5v21py07vo

    Die Spur eines mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteurs führt in der zweiten Staffel des Podcasts "Tatort Ostsee" von Polen bis nach Kiew. Wer sprengte die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee? Die Recherche von ZEIT, ARD und Süddeutscher Zeitung:
    https://1.ard.de/nordstream_podcast

    Veranstaltungs-Tipp:
    Live-Podcast zum Thema "Pressefreiheit und Propaganda im Krieg": am 15. Oktober sind die Hosts des NDR Info Podcasts "Streitkräfte und Strategien" in einer Veranstaltung der "Hamburger Woche der Pressefreiheit":

    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastlive-146.html

    https://www.ndr.de/nachrichten/info/pressefreiheit-232.html

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
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  5. Bröckelt die Ukraine-Unterstützung? (mit Wolfgang Richter)

    52 Min.

    Die Landtagsfraktionen von AfD und BSW in Sachsen-Anhalt wollen die Waffenlieferungen an die Ukraine stoppen, die Sanktionen aufheben und mit Russland wieder ins Geschäft kommen. Dass dies rein symbolische …

    Shownotes
    Die Landtagsfraktionen von AfD und BSW in Sachsen-Anhalt wollen die Waffenlieferungen an die Ukraine stoppen, die Sanktionen aufheben und mit Russland wieder ins Geschäft kommen. Dass dies rein symbolische Wirkung und keinerlei praktische Auswirkungen haben wird, besprechen die Hosts Stefan Niemann und Kai Küstner. Denn die Länder bzw der Bundesrat haben sehr eingeschränkte Befugnisse bei den Ukraine-Hilfen.
    Was die Lage in der Ukraine angeht, so verdichten sich die Anzeichen, dass Machthaber Putin diesen Winter die Ukraine in die Kapitulation zu bomben versuchen wird. Innerhalb von zwei Tagen starben bei Luftangriffen, u.a. auf Busse in Kramatorsk, über 75 Menschen. Der ukrainische Präsident Selenskij rief in einer emotionalen und anklagenden Botschaft die USA dazu auf, den Druck auf Russland zu erhöhen. In diesem Zusammenhang forderte er auch erweiterten Zugriff der Ukraine auf Elon Musk’s Stralink-Netzwerk. Kai erläutert die Hintergründe dazu. Zudem sieht Kai in einer Personalentscheidung Putins einen Vorboten dessen, was der Kreml-Herrscher in der Ukraine vorhat: Wie der Daily Telegraph berichtet, soll Sergej Surowikin reaktiviert werden. Ein General, der den Beinamen "General Armageddon" trägt und offenbar unter anderem die Zerstörung sämtlicher Brücken in der Hauptstadt Kyjiw in die Tat umsetzen soll.
    Im Interview mit Host Stefan Niemann bewertet Oberst a.D. Wolfgang Richter die russischen Angriffe auf ukrainische Städte, die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und die Lage auf dem Gefechtsfeld, wo es einen gewissen operativen Stillstand gebe. Die Unterstützung für die Ukraine stößt in Deutschland zunehmend auf Kritik. Waffenlieferungen könne man, so der Verteidigungsexperte, nicht von heute auf morgen einstellen, dann breche die Ukraine zusammen. Andererseits müsse man auch sehen, dass etwa Sanktionen und Waffenlieferungen zusammen bisher nicht dazu geführt hätten, dass der Krieg beendet worden sei. Aus Sicht von Richter fehlt eine entscheidende Komponente. "Wir haben bisher nicht ernsthaft versucht, über eine diplomatische Lösung zu reden." Er plädiert dafür, mit Russland ins Gespräch zu kommen, betont aber auch, dass man nicht über die Köpfe der Ukraine hinweg über deren Territorium verhandeln könne.

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    Interview mit Oberst a.D. Wolfgang Richter
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3526750.html

    Umfrage zur russischen Bedrohung und Unterstützung für Waffenlieferungen an Ukraine
    https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-september-100.html

    Podcast-Tipp: Machtfragen - das sicherheitspolitische Update
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast5342.html

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  6. Killt KI die Menschheit? (mit Anja Dahlmann)

    48 Min.

    Russland führt bereits einen “Schattenkrieg” mit Deutschland – so lautet die deutliche Warnung der Nachrichtendienste. Die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung wachse. Laut BND-Chef Jäger sieht Putin …

    Shownotes
    Russland führt bereits einen “Schattenkrieg” mit Deutschland – so lautet die deutliche Warnung der Nachrichtendienste. Die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung wachse. Laut BND-Chef Jäger sieht Putin uns als Hauptgegner. Und: nach Erkenntnis des Geheimdienstes wird der russische Machthaber den Krieg gegen die Ukraine noch ausweiten, um das Land diesen Winter “in die Knie zu zwingen”.

    Von einer „wachsenden und sich intensivierenden Menschenrechtskatastrophe“ hat am vergangenen Freitag der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, gesprochen und die Auswirkungen des Krieges auf die ukrainische Zivilbevölkerung dargestellt. Stefan Niemann fasst die Aussagen Türks zusammen. Er blickt auch auf den Besuch von Bundeskanzler Merz in Kyjiw, der von ständigem Luftalarm und russischen Angriffen begleitet wurde. Merz bot der Ukraine ein umfangreiches Hilfspaket an, geplant ist eine Waffenkooperation mit der Ukraine. Die wehrt sich weiter – und nimmt u.a. russische Öllager in Visier.

    Im Schwerpunkt dieser Ausgabe spricht Kai Küstner mit Anja Dahlmann über den Einsatz von KI im Krieg und die apokalyptischen Warnungen aus den USA, Künstliche Intelligenz könne die Menschheit auslöschen. Die Leiterin des Berliner Büros des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik spricht über die Probleme und Gefahren, die der Einsatz von künstlicher Intelligenz mit sich bringt und nennt die Eskalationsgefahr groß. Sie erklärt, welchen Einfluss KI bei Kriegen schon hat und welche Rolle der Mensch noch spielt. Die Wissenschaftlerin betont, dass sie sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich Regeln für den Umgang mit KI für extrem wichtig hält. Selbstverpflichtungen aus der Industrie sind aus Sicht von Dahlmann nicht ausreichend.

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    Interview mit Anja Dahlmann:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3519690.html

    Russlands “Schattenkrieg” gegen Deutschland – die Anhörung der Nachrichtendienste:
    https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw41-pa-pkgr-1211186

    Marine bekommt zweiten Hafen in der Nordsee:
    https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/marinehafen-104.html

    Erklärstück zur neuesten Generation der russischen Geran-4 Drohnen
    https://youtube.com/watch?v=TYaj0QnZx9s&si=cgDCITqAChZupMuY

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

  7. Hat die NATO den Friedenspreis verdient? (mit Christian Mölling)

    44 Min.

    Am Donnerstag hat die NATO den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens erhalten. Während Bundeskanzler Merz die Allianz als würdigen Preisträger sieht, gab es bei der Verleihung in Münster auch …

    Shownotes
    Am Donnerstag hat die NATO den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens erhalten. Während Bundeskanzler Merz die Allianz als würdigen Preisträger sieht, gab es bei der Verleihung in Münster auch Proteste. Im Gespräch mit Host Anna Engelke bewertet der Sicherheitsexperte Christian Mölling die Preisvergabe an das Militärbündnis. Der Direktor der Denkfabrik EDINA analysiert auch die von Bundeskanzler Friedrich Merz gehaltene Laudatio, in der er die Rolle Deutschlands für die Unterstützung der Ukraine mehrfach hervorgehoben hat. Mölling bewertet im Interview auch den Zustand der NATO. "Mit dem allseits hörbaren Abgesang der Amerikaner auf die NATO ist es im Grunde genommen so, dass die NATO quasi in einem größeren Selbstzweifel ist als sie das, glaube ich, jemals zuvor gewesen ist." Mölling beschreibt, was die Allianz, aber auch Deutschland aus seiner Sicht nun tun sollten.

    Wegen eines Manövers im Sommer im baltischen Ostseeraum hat Russland der NATO eine "beispiellose Eskalation der militärisch-politischen Lage rund um die russische Region Kaliningrad" vorgeworfen. Das Schreiben aus Moskau wurde in der NATO als Drohung oder zumindest als Warnung verstanden. Stefan Niemann erklärt die Hintergründe und berichtet über gemischte Signale, die Russland nach einem bekannten Muster aussendet.

    Ukraines Präsident Selenskyj hat am Mittwoch überraschend Verteidigungsstellen der Streitkräfte im Donbass besucht. Damit will er vermutlich die Moral der Truppe als auch der Zivilbevölkerung heben, hat sie doch etliche schlechte Nachrichten zu verkraften. So sinkt etwa die Zahl einsatzfähiger Kampfflugzeuge in der Ukraine, zum anderen nehmen die russischen Angriffe weiter zu. Im Fokus steht derzeit u.a. das ukrainische Stromnetz.

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    Interview mit Christian Mölling
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3512860.html

    Nato bekommt Westfälischen Friedenspreis
    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/merz-grundsatzrede-friedenspreis-muenster-100.html

    Ist die NATO preiswürdig?
    https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-preis-des-westfaelischen-friedens-ist-die-nato-preiswuerdig-100.html

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: 0630 der Newspodcast
    https://www.ardsounds.de/sendung/0630-der-newspodcast/urn:ard:show:3073031000d2c031/
  8. Ist Reden mit Russland Zeitverschwendung? (mit Sarah Pagung)

    42 Min.

    Zum ersten Mal seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben sich die Außenminister Deutschlands und Russlands getroffen. Auch wenn Argumente dagegen sprächen, sei das Treffen des deutschen …

    Shownotes
    Zum ersten Mal seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben sich die Außenminister Deutschlands und Russlands getroffen. Auch wenn Argumente dagegen sprächen, sei das Treffen des deutschen Außenministers Wadephul mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow in New York richtig gewesen, findet Sarah Pagung. Im Interview mit Host Kai Küstner erklärt die Leiterin des Berliner Büros der Körber Stiftung, warum. Die Häme, die Lawrow hinterher über Wadephul ausgeschüttet hat, war aus ihrer Sicht zu erwarten. Das Treffen habe nochmals bewiesen, dass Russland nicht verhandeln wolle. Pagung analysiert im Interview die russische Strategie im Krieg gegen die Ukraine, erklärt, wie Machthaber Putin versucht, innenpolitische Zweifel an einem russischen Sieg in der Ukraine zu zerstreuen, und sie schätzt ein, unter welchen Umständen Putin eines Tages doch zu Verhandlungen bereit sein könnte. Außerdem geht es um die Frage, wie die europäischen Länder mit Russland und dessen hybriden Angriffen umgehen sollten.

    Peter Hornung berichtet darüber, dass Russland das Militär-Budget deutlich erhöhen will und mehr Soldaten rekrutiert. Zumindest hat Ukraines Präsident Selenskyj erklärt, die Russen hätten mit einer weiteren Mobilmachung begonnen. Die Lage in der Ukraine selbst bleibt schwierig. Russland greift u.a. weiterhin die Hauptstadt Kiew und zivile Ziele an – wie etwa die Akademie der Wissenschaften nahe der deutschen Botschaft. Dabei setzt die russische Armee jetgetriebene Drohnen, vor allem Geran 5-Drohnen, ein, die die ukrainische Flugabwehr – bislang - kaum abfangen kann.

    An der Front bewegt sich wenig – bis auf Geländegewinne der ukrainischen Armee im Zuge der “Operation Vivaldi”. Peter erklärt, was dahintersteckt.

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    Interview mit Sarah Pagung:
    https://www.ndr.de/audio-3506100.html

    Wadephul rechtfertigt in der ARD sein Treffen mit Lawrow:
    https://www.tagesschau.de/video/video-1656186.html

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
  9. Trumps umstrittene Einladung an Putin (mit Timo Graf)

    52 Min.

    Es ist der einzige Ort auf diesem Planeten, wo Kriegsgegner und Todfeinde ohne Vorbedingungen und lange Verhandlungen zusammenkommen können und dies auch regelmäßig tun: das Hauptquartier der Vereinten Nationen …

    Shownotes
    Es ist der einzige Ort auf diesem Planeten, wo Kriegsgegner und Todfeinde ohne Vorbedingungen und lange Verhandlungen zusammenkommen können und dies auch regelmäßig tun: das Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York zu Zeiten der Generaldebatte in der Generalversammlung der UN. Peter Hornung spricht über die Auftritte von US-Präsident Trump und Irans Präsident Pezeshkian sowie des ukrainischen Präsidenten Selenskyj vor der versammelten Weltgemeinschaft.

    Nach seiner Rückkehr aus der Ukraine wechselt Stefan Niemann wieder auf die Analyse-Ebene und beleuchtet den Wirbel um Trumps Einladung von Russlands Herrscher zum G20-Gipfel im Dezember in Miami. Dass Putin dort wieder mit am Tisch sitzen könnte, sorgte für Befremden in Brüssel und Berlin. Es gebe für die Bundesregierung "angesichts des Krieges in der Ukraine keine Normalität im Umgang mit Russland", sagte Regierungssprecher Kornelius.

    Diplomatischen Bemühungen um eine Teilwaffenruhe in der Ukraine erteilte Russlands Außenminister Lawrow derweil eine Absage. Europa wolle so eine Pause doch nur, um die Ukraine in der Zwischenzeit "mit Waffen vollzupumpen". Wenn der ukrainische Präsident mit Putin sprechen wolle, dann solle er nach Moskau kommen. Selenskyj lehnt das ab, will jeden Anschein einer Kapitulation vermeiden.

    Bei erneut heftigen russischen Luftangriffen auf ukrainische Städte und Schiffe gab es Tote und Verletzte und erhebliche Schäden an kritischer Infrastruktur. Entlastung an der Front durch die erfolgreiche Gegenoffensive bei Lyman meldet die Ukraine im Donbass.

    Im Schwerpunkt spricht Peter mit Dr. Timo Graf vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr über das Sicherheits- und Verteidigungspolitische Meinungsbild 2026. Die Deutschen sind abwehrbereiter als viele glauben, ist eine der Erkenntnisse dieser jährlich durchgeführten Studie im Auftrag des Verteidigungsministeriums. Russland wird immer mehr als Bedrohung wahrgenommen und wenn es zu einem Angriff käme, wären viele bereit, zur Waffe greifen.

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    Interview mit Timo Graf, Militärexperte:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3498940.html

    Tagesschau-Artikel von Kai Küstner und Stefan Niemann über die ukrainische Flugabwehr an den Küsten des Scharzen Meeres und zu den Versuchen der Ukraine, Abwehrdrohnen gegen Russlands schnelle, jetgetriebene Drohnen zu entwickeln:
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-schnelle-drohnen-100.html

    Podcast-Tipp:
    Was tun, Herr General? Der Podcast zum Ukraine-Krieg:
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:9e2802da7a728a79/

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

  10. Unterm Tarnnetz bei der Flugabwehr - Podcast aus der Ukraine

    57 Min.

    So nahe dran waren sie wohl noch nie: Auf ihrer Ukrainereise konnten Kai Küstner und Stefan Niemann Abwehrstellungen der ukrainischen Armee besuchen und haben dort miterlebt, wie russische Angriffe abgewehrt …

    Shownotes
    So nahe dran waren sie wohl noch nie: Auf ihrer Ukrainereise konnten Kai Küstner und Stefan Niemann Abwehrstellungen der ukrainischen Armee besuchen und haben dort miterlebt, wie russische Angriffe abgewehrt wurden. Doch die Gefahr wird immer größer - durch superschnelle Drohnen vom Typ Geran 4 und Geran 5, durch jetgetriebene Gleitbomben und durch kleine, kostengünstige Marschflugkörper. "Warum kann sich die Ukraine derzeit noch nicht hinreichend gegen den Terror aus der Luft verteidigen?" fragen sie denn auch den Sprecher ukrainischen Marine. Man arbeite daran, auch neue Gefahren abzuwehren, sagt er. Dennoch ist klar: Der Ukraine fehlt es vor allem an Abwehrraketen.

    Kai und Stefan haben in Kiew auch mit dem neuen deutschen Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, gesprochen. Der Diplomat ist seit August im Land. "Unsere Interessen hier sind, dass die Ukraine als demokratischer und unabhängiger Staat überlebt." Ruge schildert die Arbeit der deutschen Botschaft im Krieg und blickt auf den kommenden Winter. Alle erwarteten, dass dieser schwierig werde. Aus seiner Sicht ist das Kalkül von Russlands Machthaber Putin, die Infrastruktur noch weiter zu beschädigen, die Versorgung der Menschen damit schwieriger und so politisch einen Unterschied zu machen. Dies sei, so der deutsche Botschafter, aber ein "komplette Fehlkalkulation". Ruge spricht im Interview auch über die Erwartungen der Ukrainer an Deutschland und die NATO. Das Verständnis in der Ukraine sei auch, dass sie nicht nur "Empfänger von Hilfsleistungen" ist, sondern mit ihrem Kampf gegen Russland zur europäischen Sicherheit beiträgt. Der Diplomat erklärt, welche rote Linien es für die Bundesregierung bei der Unterstützung der Ukraine gibt und er spricht über die Rolle der Europäer und der USA in diesem Krieg. Alles, was die Bundesregierung, die NATO und die EU täten, ziele darauf ab, den Einstieg in Verhandlungen zu ermöglichen, um diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden. "Aber eben nicht um den Preis der Aufgabe der Ukraine als unabhängiger und souveräner Staat." Ruge glaubt, dass Russland den Krieg, so wie es ihn bislang geführt hat, nicht endlos weiterführen kann.

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    Weitere Informationen:

    Interview mit Botschafter Boris Ruge:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3492022.html

    Schifffahrt unter Attacke: Das ukrainische Getreide steckt fest
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-export-getreide-100.html

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Welt.Macht.China
    https://1.ard.de/weltmachtchina?cp

    Kontakt zum Lyzeum 90 in Odessa: [email protected]
  11. Odessa unter Dauerbeschuss - Podcast aus der Ukraine

    34 Min.

    Die Hosts von Streitkräfte und Strategien, Stefan Niemann und Kai Küstner, melden sich in dieser Folge direkt aus der Ukraine, genauer gesagt aus Odessa. Sie berichten über ihren Aufenthalt und das Leben im …

    Shownotes
    Die Hosts von Streitkräfte und Strategien, Stefan Niemann und Kai Küstner, melden sich in dieser Folge direkt aus der Ukraine, genauer gesagt aus Odessa. Sie berichten über ihren Aufenthalt und das Leben im Krieg, das geprägt ist von dauerndem Drohnen- und Raketenalarm. Den gab es auch, als Stefan und Kai den Podcast aufgenommen haben.
    Vorher hatten die beiden eine stark beschädigte Schule besucht, mit Schülerinnen und Schülern gesprochen. Ein Hauptziel der russischen Armee ist der Hafen von Odessa, der fast vollständig blockiert ist. Das hat Folgen für die Landwirtschaft und den Export von Weizen. Stefan und Kai haben mit einer Sondergenehmigung eine Patrouille der ukrainischen Marine begleitet, die ebenfalls russischen Drohnen ausgesetzt ist. Gegen Shahed-Drohnen der neuen Generation fehlen der Crew Mittel, um sie abzufangen.

    Zum Schluss dieser Ausgabe schildern Stefan und Kai, wie die Menschen versuchen, sich vom Krieg abzulenken – mit einem Besuch der Oper. Allerdings muss auch der wegen Luftalarms immer wieder unterbrochen werden. Trotzdem ist die Vorstellung am Donnerstag fast ausverkauft. Ein Cellist sagt: „Es ist wie Protest, Widerstand gegen den Krieg. Ich denke, das sind Protestgefühle bei den Menschen und deshalb kommen sie, um trotz allem sich als Menschen zu fühlen. Selbst der Krieg kann sie nicht aufhalten und ihnen die normale Lebensweise nicht nehmen!”

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    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Weltspiegel:
    https://1.ard.de/weltspiegelpodcast?cp=sus
  12. Putin spielt mit der Angst (mit Florian Gering)

    38 Min.

    Am Sonntag hat eine russische Drohne einen ukrainischen Passagierzug nahe der polnischen Grenze angegriffen. Kai Küstner und Peter Hornung sprechen in dieser Ausgabe von Streitkräfte und Strategien darüber …

    Shownotes
    Am Sonntag hat eine russische Drohne einen ukrainischen Passagierzug nahe der polnischen Grenze angegriffen. Kai Küstner und Peter Hornung sprechen in dieser Ausgabe von Streitkräfte und Strategien darüber, dass Bahnlinien in der Ukraine immer häufiger zum Ziel der Attacken aus Russland werden. Ohnehin erlebt die Ukraine gerade Drohnenangriffe von beispielloser Intensität. Besonders schwer abzuwehren sind die vom neuesten Typ Geran 5, wie der Drohnenexperte Julian Röpcke berichtet. Außerdem blickt Peter auf die Lage im Nahen Osten. Nach der Straße von Hormus ist nun eine andere Meeresstraße in den Fokus gerückt - Bab al-Mandab im Süden der arabischen Halbinsel.
    Im Schwerpunkt dieser Folge geht es um die nukleare Bedrohung. Seit Beginn des Ukraine-Krieges 2022 ist aus Sicht des Wissenschaftlers Florian Gering die Gefahr des Einsatzes von Kernwaffen und die Bedrohung von AKW durch militärische Angriffe gewachsen. Im Interview mit Kai Küstner spricht der Experte vom Bundesamt für Strahlenschutz über den Kernwaffen-Teststopp-Vertrag, der in diesen Tagen 30 Jahre alt wird, Atomtests verbietet und helfen soll, den Einsatz und die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern. Auch wenn es wegen fehlender Unterschriften aller Staaten bis heute nicht in Kraft ist, entfaltet das Abkommen aus Sicht von Gering eine sehr deutliche Wirkung. "Seit 1996 gab es nur noch eine Handvoll Kernwaffentests. In den Jahrzehnten zuvor hatten wir einige tausend Kernwaffentests." Das liege auch an einem mittlerweile sehr umfassenden Überwachungsnetzwerk. Der Wissenschaftler erklärt, welche Rolle dabei das Bundesamt für Strahlenschutz spielt und welche Verfahren es gibt, um Kernwaffentests weltweit nachzuweisen. Außerdem geht es im Interview um die Frage, ob die Bevölkerung in Deutschland auf einen derzeit noch sehr theoretisch scheinenden, nuklearen Angriff ausreichend vorbereitet wäre.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an [email protected]

    weitere Informationen:

    Interview mit Dr. Florian Gering
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3478408.html

    Der Atomwaffen-Teststopp-Vertrag
    https://www.bfs.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/BfS/DE/2026/010.html

    Russlands Drohnenangriff nahe NATO-Gebiet
    https://edition.cnn.com/2026/09/14/europe/russia-drone-strike-ukraine-poland-rail-nato-diplomacy-intl

    Programmtipp: NDR Info Live Podcast zur "Hamburger Woche der Pressefreiheit"
    https://1.ard.de/livepodcast

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
  13. Alarmiertes Deutschland übt den Krisenfall (mit Armin Schaus)

    45 Min.

    Der bundesweite Warntag diese Woche ist Anlass, in Streitkräfte und Strategien eine zentrale Frage zu stellen: Wie gut sind wir in Deutschland auf einen Krisen- oder gar Kriegsfall vorbereitet? Anna Engelke …

    Shownotes
    Der bundesweite Warntag diese Woche ist Anlass, in Streitkräfte und Strategien eine zentrale Frage zu stellen: Wie gut sind wir in Deutschland auf einen Krisen- oder gar Kriegsfall vorbereitet? Anna Engelke spricht darüber mit Oberst Armin Schaus, dem Abteilungsleiter "Zivil-militärische Zusammenarbeit" im Operativen Führungskommando der Bundeswehr. Er erklärt den "Operationsplan Deutschland", der das Land auf hybride Bedrohungen, Krisen und Krieg vorbereiten soll. Dieser Plan soll "alarmieren, aber nicht alarmistisch sein". Wichtig sei, dass sich jeder Einzelne im Land gedanklich und auch ganz praktisch vorbereite nach dem Motto: "Vollkasko ist da, aber du hast Selbstbeteiligung".
    Peter Hornung berichtet über die Lage in der Ukraine und die im Nahen Osten. Die Ukraine leidet weiterhin unter heftigen Angriffen aus Russland – vor allem mit strahlengetriebenen, schnellen Drohnen, die immer schwerer abzufangen sind. Weil dem Land die Patriot-Abwehrraketen ausgegangen sind und es auch an Luft-Luft-Raketen mangelt, versuchen ukrainische Kampfpiloten in waghalsigen Manövern solche Angriffe abzuwehren - mit ihren Bordkanonen. Eine russische Drohne war es auch, die angeblich dem Flugzeug von Präsident Selenskyj beim Abflug von Moldaus Hauptstadt bedrohlich nahegekommen sei. Unklar allerdings bleibt, wie groß die Gefahr tatsächlich war. Die Ukraine demonstriert erneut, dass sie in der Lage ist, Ziele auch in den entferntesten Ecken des europäischen Teils von Russland zu treffen - wie diese Woche zwei Gasanlagen in der Nähe des Polarkreises, fast 3.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an [email protected]

    Interview mit Oberst Armin Schaus
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3471832.html

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe / Ratgeber
    https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/Medienpaket-Ratgeber-BBK/medienpaket-ratgeber-bbk_node.html)

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: NDR Talk-Format "OHA!" Reservist trifft Friedensaktivistin
    https://www.ndr.de/fernsehen/oha-120.html
  14. Wie 9/11 die Bundeswehr verändert hat

    48 Min.

    Im heutigen Schwerpunkt geht es um 9/11, die Terroranschläge vom 11. September 2001, die sich in diesen Tagen zum 25. Mal jähren. Und um bislang unbekannte Erkenntnisse gleich zu Beginn der Anti-Terror-Mission …

    Shownotes
    Im heutigen Schwerpunkt geht es um 9/11, die Terroranschläge vom 11. September 2001, die sich in diesen Tagen zum 25. Mal jähren. Und um bislang unbekannte Erkenntnisse gleich zu Beginn der Anti-Terror-Mission in Afghanistan. Der NDR-Autor Christoph Heinzle hat mit einem ehemaligen Soldaten des Kommandos Spezialkräfte, KSK, gesprochen, der in einer Nacht- und Nebelaktion im November 2001 mit einem Kameraden in der Taliban- und Al Kaida-Hochburg Südafghanistan abgesetzt wurde. Um dort auszuloten, wie man den Amerikanern beim Anti-Terrorkampf helfen könnte. Heikel daran war: Niemand wusste von diesem Vorauskommando, auch nicht der Bundestag. Der erst 2 Tage, nachdem die beiden KSK-Männer sich auf den Weg machten, über den Anti-Terror-Einsatz abstimmte. Das beleuchtet Christoph im Gespräch mit Host Kai Küstner ebenso wie die Frage: Ob sich aus 20 Jahren Afghanistan überhaupt Lehren ziehen lassen für die Abschreckung Russlands und den neuen Fokus auf Landes- und Bündnisverteidigung.

    Mit Stefan Niemann analysiert Kai den Besuch der US-Sondergesandten Wittkoff und Kushner in Moskau und Kiew. Es gab keine konkreten Ergebnisse, die Amerikaner machten aber deutlich, dass sie – wie Putin – bei künftigen Verhandlungen die Europäer nicht mit am Tisch haben wollen. Stefan schildert den russischen Drohnenangriff auf das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes am vergangenen Freitag mitten in Kiew, der offenbar dem SBU-Chef gegolten hat. Eine Machtdemonstration Moskaus kurz vor den Friedensverhandlungen.

    Im Nahen Osten widersprechen sich die Angaben der Kriegsparteien zur Lage in der Straße von Hormus. Von einer Normalisierung des internationalen Schiffsverkehrs kann keine Rede sein, nur sehr wenige Frachter und Tanker wagen die immer noch gefährliche Durchfahrt. Die anhaltenden Luftschläge der US-Streitkräfte haben die militärischen Möglichkeiten der iranischen Revolutionsgarden allerdings merklich vermindert.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an [email protected]

    Heikle Geheim-Mission - neue Erkenntnisse zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan
    https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/bundeswehr-afghanistan-186.html

    Podcast-Tipp: Pearl Harburg - Deutschland nach 9/11
    https://1.ard.de/Pearl_Harburg?cp=sus

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
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  15. 50 Shades of Krieg (mit Jörg Diehl)

    42 Min.

    Es bestehen "kaum Zweifel", dass der Anschlagsversuch von Leipzig "für Russland geplant und ausgeführt wurde". Das sagt der Investigativjournalist Jörg Diehl im Gespräch mit Host Kai Küstner. Nachdem die …

    Shownotes
    Es bestehen "kaum Zweifel", dass der Anschlagsversuch von Leipzig "für Russland geplant und ausgeführt wurde". Das sagt der Investigativjournalist Jörg Diehl im Gespräch mit Host Kai Küstner. Nachdem die Bundesregierung am Dienstag eindeutig Russland als Verantwortlichen für den Angriff am Flughafen Leipzig Anfang August benannt hatte, gab es zunächst Kritik, sie habe nicht genug Beweise vorgelegt. Doch Recherchen fördern zutage, dass die Ermittler zwei Tatverdächtige mit Verbindungen nach Russland im Visier haben. Auch die Art des Sprengstoffs deute in Richtung Moskau, weil der sich nicht selbst herstellen lasse, erläutert Jörg Diehl, der die Recherche-Kooperation von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung leitet. Er kommt zu dem Schluss: Russland führt einen hybriden Krieg gegen Deutschland. "Und zwar seit vielen Jahren". Der Hackerangriff auf den Deutschen Bundestag liege schon mehr als 10 Jahre zurück. Doch Konsequenzen wurden daraus nicht gezogen. Dass man die Sicherheitsmaßnahmen nicht verbessert habe, räche sich jetzt.
    Stefan Niemann beleuchtet und bewertet Deutschlands "Vergeltungsmaßnahmen", Russlands Reaktionen darauf sowie die Äußerungen von EU und NATO. Das Bündnis rechnet mit weiteren Sabotage-Aktionen Russlands, ungewöhnlich konkret warnt Dänemarks Geheimdienst die Bürger des Landes.
    Die Einwohner Kiews und Odessas erleben eine Woche pausenloser russischer Luftangriffe, die inzwischen auch am helllichten Tag erfolgen und die Zivilbevölkerung zermürben sollen. Vor allem die Abwehr der schnellen jetgetriebenen Shahed-Drohnen stellen die Luftabwehr der Ukraine vor Herausforderungen. Aber auch Russlands Luftraum werde künftig nicht mehr sicher sein, warnte Woldymyr Selenskyj und kündigte an, künftig bis zu 1.000 Drohnen ins Hinterland des Aggressors zu schicken. Erste Airlines streichen ihre Flüge nach Russland und ändern ihre Flugrouten.
    Im Nahen Osten flammt der Krieg zwischen dem Iran und den USA wieder auf. Bei Angriffen auf Stellungen im Südiran ist auch eine Hochzeitsfeier getroffen worden – es gab Tote und Verletzte. Teheran spricht von einer Gräueltat, Washington will den Vorfall untersuchen.

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    Weitere Informationen:

    Drohnenangriff Leipzig – zwei Tatverdächtige. Was bisher bekannt ist
    https://www.sueddeutsche.de/politik/leipzig-drohnen-anschlag-sprengstoff-russland-ermittlungen-low-level-agenten-hybrider-krieg-li.3540108

    Brandanschlag bei Rüstungsfirma - auch hier wird Verwicklung Russlands vermutet
    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/brandanschlag-muenchen-verdacht-geheimdienst-russland-100.html

    Podcast-Tipp: 11KM -der tagesschau-Podcast
    https://www.ardsounds.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/urn:ard:show:4549910994dc2464/

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
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  16. Russlands Menschenjagd auf Zivilisten (mit Rebecca Barth)

    44 Min.

    Vier Wochen liegt der Anschlagsversuch mit Sprengstoffdrohnen am Flughafen Leipzig/Halle zurück. Nun reicht die Beweislage offenbar aus, um einen russischen Geheimdienst als verantwortlich zu benennen. Stunden …

    Shownotes
    Vier Wochen liegt der Anschlagsversuch mit Sprengstoffdrohnen am Flughafen Leipzig/Halle zurück. Nun reicht die Beweislage offenbar aus, um einen russischen Geheimdienst als verantwortlich zu benennen. Stunden vor der noch für Dienstag erwarteten Erklärung der Bundesregierung besprechen die Hosts Stefan Niemann und Kai Küstner, mit welchen Maßnahmen Deutschland auf die andauernden Bedrohungen durch Russland reagieren könnte.

    Im Schwerpunkt dieser Folge geht es um Russlands systematische Angriffe auf ukrainische Zivilisten in der Stadt Cherson. Dort harren noch etwa 60.000 Menschen aus obwohl russische Drohnenpiloten von jenseits des Flusses Dnipro aus regelrecht Jagd auf die Bewohner der Stadt machen. In Chatrooms der Angreifer ist zynisch von "Safaris" die Rede - dabei geht es um Kriegsverbrechen. Rebecca Barth hat mit einem Fernsehteam des ARD-Studios Kiew die gefährliche Reise nach Cherson gewagt und schildert Stefan ihre Eindrücke.

    Kai Küstner spricht in der aktuellen Lage darüber, wie Russland versucht, die Ukraine zu einem nicht mehr lebenswerten Land zu machen - durch den Entzug der wirtschaftlichen Grundlagen und die Zerstörung der Infrastruktur. Massive russische Luftangriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen können von der ukrainischen Armee kaum mehr abgefangen werden, weil ihr die Abfangraketen fehlen. Unterdessen darf Russlands Vertreter erstmals seit langem wieder beim Treffen beim Treffen der G20- Finanzminister mit am Tisch sitzen, weil die Amerikaner ihn eingeladen haben. Angeblich steht diese unerwartete Einladung im Zusammenhang mit den Friedensbemühungen von US-Präsident Trump.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an [email protected]

    Ärger über russische Teilnahme an G20-Finanzministertreffen
    https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/g20-finanzminister-treffen-100.html

    Cherson: Menschenjagd mit Drohnen (ARD Morgenmagazin)
    https://1.ard.de/MoMa_Cherson_Menschenjagd_mit_Drohnen

    Drohnen und Sabotage: Wie sicher sind unsere Häfen?
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6b876cba9bf9c30a/

    Podcast-Tipp: "Stabile Zeitenlage"
    https://www.youtube.com/playlist?list=PLkKDSXRppVa6ANMoQbWdwcwm0CMpFdoFF
    https://www.tiktok.com/@tagesschau

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
  17. Geheimnisvoller CIA-Besuch in Moskau (mit Sönke Neitzel)

    54 Min.

    Diese Woche hat der Chef des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes, Ratcliffe, Moskau besucht. Warum, darüber wird spekuliert. Zeitungen berichten, der CIA-Direktor habe Russland vor einem möglichen Angriff …

    Shownotes
    Diese Woche hat der Chef des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes, Ratcliffe, Moskau besucht. Warum, darüber wird spekuliert. Zeitungen berichten, der CIA-Direktor habe Russland vor einem möglichen Angriff auf die NATO gewarnt. Für den Militärhistoriker Sönke Neitzel ist es zumindest ein Hinweis darauf, dass die westliche Allianz eine Eskalation mit Russland für möglich hält. "Und dass das so öffentlich gemacht wird, (…) ist meines Erachtens schon Teil einer amerikanischen Strategie, die eigentlich für uns ganz positiv ist, weil (…) Trump ja vielfach den Artikel 5, die Beistandsklausel der NATO, infrage gestellt" hat, sagt Neitzel im Interview mit Host Anna Engelke. Im Bündnis werde darüber diskutiert, ob Russlands Machthaber Putin den Krieg gegen die Ukraine weiter eskaliert. Neitzel bewertet im Interview die Aussagen von Bundeskanzler Merz, der Urhebern hybrider Angriffe drohte. Der Militärhistoriker analysiert die geplanten Änderungen am BND-Gesetz und erklärt, dass die Bundeswehr aus seiner Sicht grundlegend reformiert werden muss. Und: Ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn im Nahen Osten ordnet Neitzel im Podcast auch die aktuelle Situation ein. Die USA, größte Militärmacht der Welt, stehe "wie ein begossener Pudel da".
    Im Ukraine-Krieg gibt es keine dramatischen Veränderungen an der Front. Stefan Niemann analysiert die Lage im Donezk am Beispiel der Stadt Kramatorsk. Wolodymyr Selenskyj plane, die Truppen in dieser Region neu aufzustellen und zu verstärken. Am Rande der Feierlichkeiten zum ukrainischen Unabhängigkeitstag hat die Koalition der Willigen der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt. Künftig dürfen die Marschflugkörper britisch-französischer Bauart (Storm Shadow und Scalp) in der Ukraine produziert werden. Das trägt zur Verschärfung des Streits zwischen Moskau und London bei - unverhohlen droht Russland inzwischen mit Angriffen auf britische Rüstungsunternehmen. Eine Eskalation an der diplomatischen Front.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an [email protected]

    Interview mit Militärhistoriker Sönke Neitzel
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3444524.html

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Hateland - "Die Schill Show"
    https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:7ae4f72cbe4a75e2/
  18. Selenskyj steht doppelt unter Druck (mit Denis Trubetskoy)

    1 Std. 1 Min.

    Die Nächte für die Menschen in der ukrainischen Hauptstadt sind derzeit besonders zermürbend. Immer wieder greift Russland Kiew mit ballistischen Raketen an, die die Ukraine wegen des Mangels an entsprechenden …

    Shownotes
    Die Nächte für die Menschen in der ukrainischen Hauptstadt sind derzeit besonders zermürbend. Immer wieder greift Russland Kiew mit ballistischen Raketen an, die die Ukraine wegen des Mangels an entsprechenden Waffen nicht abwehren kann. Im Gespräch mit Host Anna Engelke schildert Denis Trubetskoy, wie die Menschen in der Hauptstadt mit der ständigen Bedrohung leben. Auf den schwersten Kriegswinter, sagt der ukrainische Journalist, folgte der schwerste Kriegssommer. Dem kommenden Winter schauen die Menschen mit großer Sorge entgegen, besonders wegen der angeschlagenen Strom- und Wasserversorgung. Doch der Präsident der Ukraine steht nicht nur wegen des russischen Angriffskrieges unter Druck, sondern auch innenpolitisch. Selenskyj befinde sich wegen der Entlassung des Verteidigungsministers Mykhailo Fedorov und der daraus resultierenden Proteste in der größten innenpolitischen Krise, meint Trubetskoy. Mit seiner Forderung nach Neuwahlen habe sich Fedorov aber ins Abseits gestellt. Die Ukrainer blickten mit einer großen Ambivalenz auf die Durchführung von Wahlen mitten im Krieg.

    Die Lage in verschiedenen Frontabschnitten, wo Russlands Truppen trotz teilweise heftiger Gefechte kaum nennenswerte Geländegewinne machen können, schildert Stefan Niemann. Nahezu wehrlos wirkt die ukrainische Luftverteidigung dagegen bei den massiven Angriffen mit Iskander-Raketen und Marschflugkörpern wie zuletzt auf Kiew. Der chronische Mangel an Patriot PAC-3 Abwehrraketen kostet Tag für Tag Menschenleben.
    Die von einem rumänischen F-16 Kampfjet abgeschossene schwimmende Sprengstoffdrohne unweit einer Gasförderplattform am Schwarzen Meer zeigt der NATO, wie leicht ihre Verteidigungsfähigkeit zu testen ist. Bukarest macht Moskau für den gefährlichen Zwischenfall verantwortlich. Russlands Außenminister hatte westliche Länder unlängst gewarnt: wer die Ukraine unterstütze, müsse mit schärferen Maßnahmen rechnen. Zuletzt stellte der Kreml Großbritannien an den Pranger, weil dort hergestellte Drohnen bei ukrainischen Angriffen auf Russland zum Einsatz gekommen sein sollen. Auch im Ostseeraum wachsen die Spannungen. Russland entsandte erneut ein Kriegsschiff vor die Küste Fehmarns, mutmaßlich um seine Schattenflotte zu schützen.
    Ein Blick in den Nahen Osten zeigt, dass auch nach Ablauf der 60-Tage Frist die Beendigung des Iran-Krieges in weiter Ferne liegt. Das Regime in Teheran trotzt allen Drohungen Trumps – der US-Präsident wirkt rat- und planloser denn je.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an [email protected]

    Interview mit Denis Trubetskoy
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3431500.html

    Debatte über Neuwahlen in der Ukraine
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-debatte-wahlen-100.html

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Springerstiefel - Alpha oder Täter?
    https://1.ard.de/springerstiefel_s3?streitkraefte
  19. Zweite Zeitenwende (mit Nico Lange)

    56 Min.

    Der Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen Anfang August hat in Deutschland für Aufregung und Besorgnis gesorgt und eine Diskussion über die Abwehr solcher und hybrider Angriffe ausgelöst. Im Interview mit Host …

    Shownotes
    Der Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen Anfang August hat in Deutschland für Aufregung und Besorgnis gesorgt und eine Diskussion über die Abwehr solcher und hybrider Angriffe ausgelöst.
    Im Interview mit Host Stefan Niemann spricht der Sicherheitsexperte Nico Lange über die aus seiner Sicht immer noch mangelhafte Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen. Man sei “an einer Katastrophe knapp vorbeigeschlittert, aber nicht, weil wir sie verhindert hätten oder abgewehrt hätten, sondern nur durch zufällige Umstände, möglicherweise einen technischen Defekt.” Der Gründer des Instituts für Risikoanalyse und Internationale Sicherheit (IRIS) bemängelt, die notwendige Sensorentechnik sei längst vorhanden, aber die Politik hinke hinterher. Daran ändere auch der neugeschaffene Nationale Sicherheitsrat wenig. Laut Lange passt die Sprengstoffdrohne zu Russlands gezielter hybrider Kriegführung gegen Staaten, die die Ukraine unterstützen. Deutschland müsse da deutlich wehrhafter werden. Man müsse damit rechnen, dass Russlands Machthaber möglicherweise noch in diesem Jahr testen will, ob die NATO wirklich zusammenhält, und zwar “nicht mit dem Angriff einer riesigen russischen Streitmacht, sondern mit einer Kombination aus hybriden und versteckten Angriffen und vielleicht kleinen, kurzen Vorstößen auf NATO-Gebiet.”

    Derweil geht der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine unvermindert weiter. Die ukrainische Armee wehrt sich mit Attacken im russischen Hinterland auf Ölraffinieren und Lager des Versandhändlers Wildberries. Zugenommen haben in den vergangenen Wochen auch gegenseitige Angriffe auf Schiffe und Häfen, berichtet Astrid Corall. Dadurch leide der wichtige Export von Getreide. Ukraines Präsident Selenskyj hat nach eigenen Angaben den US-Amerikanern Vorschläge zur Beendigung des Krieges vorgelegt, Details sind bislang nicht bekannt. Er fordert aber erneut mehr Unterstützung bei der Flugabwehr – und bittet die USA, der Ukraine mindestens fünf Prozent ihrer Raketenbestände zu verkaufen. Astrid berichtet auch über Berichte, wonach Russland nach der Parlamentswahl im September eine Mobilmachung plant, über die gestiegene Zahl der im Krieg getöteten Zivilisten und sie wirft einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und in der Straße von Hormus.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an [email protected]

    Interview mit Nico Lange
    https://www.ndr.de/audio-3417806.html

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp : REICH - Das Geschäft mit dem Zweifel:
    https://1.ard.de/REICH
  20. Bittere Afghanistan-Bilanz (mit Can Merey)

    44 Min.

    Was ist vom Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch geblieben? Dieser Frage geht Peter Hornung im Schwerpunkt mit dem Krisenreporter Can Merey nach. Vor fünf Jahren, am 15. August 2021, haben die Taliban wieder die …

    Shownotes
    Was ist vom Bundeswehr-Einsatz am Hindukusch geblieben? Dieser Frage geht Peter Hornung im Schwerpunkt mit dem Krisenreporter Can Merey nach. Vor fünf Jahren, am 15. August 2021, haben die Taliban wieder die Macht in Afghanistan übernommen, die letzten Bundeswehrsoldaten hatten ihren Stützpunkt im Norden des Landes einige Wochen zuvor verlassen. Merey ist gerade von einer Reise nach Kunduz zurückgekommen, wo es über Jahre ein deutsches Feldlager gab. Er schildert seine Eindrücke aus einer Gegend, in der man sich durchaus noch an die Deutschen erinnert - wenn auch mit sehr gemischten Gefühlen. Als Symbol für den deutschen Einsatz könne die von der Bundeswehr gebaute Mischa-Meier-Brücke dienen, sagt Merey. Die liegt längst zerbrochen in dem Fluss, über den sie einmal führte.

    Zwischen dem Iran und Oman soll es Einigung über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus geben. Bislang sind nur Eckpunkte bekannt, die das Regime in Teheran stärken würden. Wegen des Krieges im Iran sind die Raketen-Bestande der USA laut Medienberichten deutlich geschrumpft. Vor allem der begrenze Bestand an Patriot-Raketen hat auch Folgen für die Ukraine, berichtet Astrid Corall. Das Land kann sich nur noch sehr schwer gegen russische Raketen-Angriffe wehren. Eine deutliche Zunahme sieht die Ukraine auch ei Attacken auf Schiffe im Schwarzen Meer und in Häfen, die Sorge vor Auswirkungen für die globale Ernährungssicherheit wächst.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an [email protected]

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Machtfragen - Das sicherheitspolitische Update
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast5342.html
  21. Ukrainische Erfolge im russischen Hinterland (mit Achim Gutzeit)

    45 Min.

    Im Krieg mit Russland trifft die ukrainische Armee vermehrt Ziele im russischen Hinterland. Besonders im Visier: Versandzentren und Lager der Firma "Wildberries", des russischen Pendants zu Amazon. Mehr als ein …

    Shownotes
    Im Krieg mit Russland trifft die ukrainische Armee vermehrt Ziele im russischen Hinterland. Besonders im Visier: Versandzentren und Lager der Firma "Wildberries", des russischen Pendants zu Amazon. Mehr als ein Dutzend von ihnen wurden von ukrainischen Drohnen in Brand geschossen: ein gewaltiger Schaden, den auch russische Verbraucherinnen und Verbraucher spüren. Denn mit "Wildberries" kommen bislang Konsumgüter aller Arten in alle Regionen des größten Landes der Erde.
    Im Nahen Osten ist es gerade der Iran, der den Krieg mit den USA befeuert - unter anderem durch einen Angriff auf eine US-Luftwaffenbasis in Jordanien. Gleichzeitig rückt das Rote Meer in den Mittelpunkt des Interesses. Dort greifen die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen Öltanker mit Raketen und Drohnen an, nachdem sie zuvor eine Blockade dieses wichtigen Seeweges verkündet hatten. Sollte das Rote Meer tatsächlich nicht mehr passierbar sein, hätte das weitere schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft.
    Im Schwerpunkt dieser Ausgabe beschäftigt sich Achim Gutzeit mit weitreichenden Waffensystemen, mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen. Achim erklärt unter anderem, ob mit dem von der Bundesregierung geplanten Kauf von US-Mittelstreckenwaffen des Typs Tomahawk die vielzitierte Abschreckungslücke der Europäer geschlossen wird und wie es um das am Rande eines NATO-Gipfels 2024 beschlossene europäische Rüstungsprojekt Elsa bestellt ist. Er geht der Frage nach, wie europäische Staaten die Ukraine unterstützen, wie sich das von Russland angegriffene Land mit Drohnen verteidigt und wie weit die Bundeswehr beim Thema Drohnenentwicklung ist.

    Weitere Informationen:

    Zum Schwerpunkt weitreichende Waffensysteme:

    https://www.bmvg.de/de/aktuelles/deutsch-norwegischer-seeziellenkflugkoerper-geplant-5807888

    https://www.telegraph.co.uk/world-news/2026/07/08/ukraine-ambassador-do-not-assume-russia-has-lost-war/

    https://defence-network.com/deutschland-deep-strike-drohnen-ukraine/

    https://www.hartpunkt.de/franzoesische-tiefenwirkung-ein-ueberblick-ueber-franzoesische-entwicklungsprojekte-fuer-waffensysteme-grosser-reichweite/

    https://www.youtube.com/watch?v=6GNvAr20tUg

    Interview mit Luft und Raumfahrt-Ingenieur Dr.-Ing. Markus Schiller
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3390464.html

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Unser Seh-Tipp: STABILE ZEITENLAGE auf dem YouTube- und TikTok-Kanal der tagesschau

    YouTube: Was, wenn Russland in der Ostsee die NATO angreift?
    https://1.ard.de/STABILE_ZEITENLAGE_YT?p=sus

    TikTok: Wetten auf Krieg?
    https://1.ard.de/Wetten_auf_Krieg?p=sus
  22. Sommer im Krieg (Sonderfolge mit Vassili Golod)

    36 Min.

    In den vergangenen Wochen hat Russland die Ukraine immer wieder massiv angegriffen, vor allem auch die Hauptstadt Kiew. Über den Alltag im Krieg erzählt ARD-Korrespondent Vassili Golod, der seit vier Jahren aus …

    Shownotes
    In den vergangenen Wochen hat Russland die Ukraine immer wieder massiv angegriffen, vor allem auch die Hauptstadt Kiew. Über den Alltag im Krieg erzählt ARD-Korrespondent Vassili Golod, der seit vier Jahren aus der Ukraine berichtet, bei einem Besuch von NDR vor Ort in Hannover. Mit den Hosts dieser Sonderfolge, Philipp Abresch und Astrid Corall, spricht Vassili darüber, wie er den Krieg erlebt und wie er und sein Team trotz eines bei einem Angriff schwer beschädigten Studios derzeit arbeiten, wie die Menschen in der Ukraine auf den Krieg schauen und wieviel Unterstützung Präsident Selenskyj noch hat.

    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an [email protected]

    Neue Angriffe in der Ukraine und Russland
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-russland-240.html

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    Https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Alle Folgen vom "Weltspiegel Podcast"
    https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:621711b59e5ee4cd/
  23. Trump findet keinen Ausweg in Nahost (mit Guido Steinberg)

    42 Min.

    Mitten hinein in die wieder eskalierende Lage am Persischen Golf platzte die Nachricht, dass die USA einen Atomdeal mit Saudi-Arabien geschlossen hätten. Den US-Präsident Trump allerdings nachträglich mit der …

    Shownotes
    Mitten hinein in die wieder eskalierende Lage am Persischen Golf platzte die Nachricht, dass die USA einen Atomdeal mit Saudi-Arabien geschlossen hätten. Den US-Präsident Trump allerdings nachträglich mit der Bedingung versah, dass die Saudis sich mit Israel aussöhnen. Trotzdem nährt der Deal Befürchtungen, Saudi-Arabien könne in den Besitz der Atombombe gelangen. “Automatisch” werde das nicht passieren, erklärt der Nahost-Experte Guido Steinberg im Interview mit Kai Küstner. Längerfristig allerdings bestehe die Gefahr durchaus, dass die Saudis mit Hilfe des Abkommens “doch in der Lage sein könnten, zunächst einmal hoch anzureichern und dann auch in Richtung einer Bombe zu gehen. Wir müssen fest davon ausgehen, dass das auch das saudische Kalkül ist.” Was die aktuelle Lage im Konflikt mit dem Iran angeht, so sieht der Islamwissenschaftler für Trump derzeit keinen Ausweg: “Mein Eindruck ist, ... dass die US-Regierung überhaupt nicht weiß, wie sie aus dieser Sache wieder rauskommt. Sie will diesen Krieg beenden, aber sie will natürlich gleichzeitig nicht, dass die Iraner zum neuen Hegemon am Persischen Golf werden.” So erklärt sich Guido Steinberg auch Trumps “Schlingerkurs” in Nahost. Auf der anderen Seite finde die Eskalation der letzten Tage noch “mit angezogener Handbremse” statt, so dass eine Rückkehr zu Gesprächen nicht völlig ausgeschlossen sei, so der Experte von der Stiftung Wissenschaft und Politik (swp). Für bedrohlich hält Steinberg die jüngste Einmischung der Iran-freundlichen Houthi-Milizen. Die Europäer hingegen seien am Golf “vollkommen ausgeschaltet”.

    In der Ukraine ist die innenpolitische Krise noch nicht entschärft Und das, obwohl Präsident Selenskyj nach der Entlassung von Verteidigungsminister Fedorow nun auch Armeechef Syrski ersetzt hat. Dessen Nachfolger, Drapatyj, gilt als Reformer, erklärt Astrid Corall. Eine seiner Aufgaben: neue Soldaten zu rekrutieren. Die russischen Angriffe auf ukrainische Städte gehen weiter, gleichzeitig nimmt die Ukraine derzeit vermehrt Logistikeinrichtungen in Russland wie Lager des größten russischen Versandhändlers in den Fokus. Astrid berichtet auch über Gespräche der USA mit der Ukraine auf der einen und Russland auf der anderen Seite. Wegen des Iran-Krieges waren die in den Hintergrund gerückt. Nächste Woche könnte es sogar ein direktes Treffen zwischen US-Präsident Trump und Ukraines Präsident Selenskyj in Wahsington geben. Trotz diplomatischer Bemühungen ist man aber von einem Ende des Krieges nach wie vor weit entfernt.

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    weitere Informationen

    Interview mit Guido Steinberg
    https://www.ndr.de/audio-3377646.html

    USA setzten laut CENTCOM B1-Bomber bei Iran-Angriffen ein
    https://www.juedische-allgemeine.de/politik/usa-setzen-ueber-iran-b-1-bomber-ein/

    Ukraine bekommt neuen Armeechef
    https://www.youtube.com/watch?v=q67Ugc9GG1Y

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/podcast2998.html
  24. Selenskyj feuert Russland-Bändiger Fedorow (mit Frank Sauer)

    48 Min.

    Dass Menschen für einen Minister auf die Straße gehen, ist auch in der Ukraine nicht gerade alltäglich. Für den bisherigen Verteidigungsminister Mykhailo Fedorow aber tun sie es gerade. Der 35-Jährige ist von …

    Shownotes
    Dass Menschen für einen Minister auf die Straße gehen, ist auch in der Ukraine nicht gerade alltäglich. Für den bisherigen Verteidigungsminister Mykhailo Fedorow aber tun sie es gerade. Der 35-Jährige ist von Präsident Selenskyj im Rahmen einer Kabinettsumbildung entlassen worden – vor dem Hintergrund eines Konflikts zwischen ihm und dem Armeechef. Kai Küstner und Peter Hornung sprechen über Fedorows Entlassung und was sie für die Ukraine und den Krieg bedeutet.

    Wie die Ukraine militärisch dasteht, bespricht Kai mit dem Sicherheitsexperten Frank Sauer von der Bundeswehr Uni in München. Aus seiner Sicht ist die Ukraine aktuell “in der Vorderhand” - was auch auf Fedorow zurückzuführen sei. Die zahlreichen Zusagen europäischer Staaten und der USA in den letzten Tagen an die Ukraine sortieren Kai und Frank Sauer: So hat US-Präsident Trump der Ukraine in Aussicht gestellt, die Lizenz zur Produktion von Patriot-Raketen zu erteilen. Allerdings sieht der Politikwissenschaftler in diesem Zusammenhang noch viele Fragen unbeantwortet. Das angekündigte Freyja Raketenabwehrsystem, das mehrere europäische Staaten mit der Ukraine produzieren wollen, nennt der Sicherheitsexperte extrem wichtig. Die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern sei dagegen kein Thema mehr, die Ukraine habe sich selbst geholfen. Die politische Strategie, die ukrainische Hilfe zur Selbsthilfe zu unterstützen, sei “viel, viel besser für alle Beteiligten, insbesondere aber für die Ukraine, als ihnen immer in so homöopathischen Dosen irgendwelche Einzelsysteme rüberzuschieben.“ Der Politikwissenschaftler mahnt, dass auch die Europäer noch viele Fragen, wie sie Russland wirksam abschrecken wollen, bislang unbeantwortet ließen.

    Neben der Ukraine berichtet Peter Hornung auch über die aktuellen Entwicklungen im Krieg im Nahen Osten und über den US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der nun testen lassen will, wie viel Testosteron die Soldaten in ihren Körpern haben.

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    Interview mit Frank Sauer:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3364368.html

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Feiert Selenskij den Erfolg im Krieg gegen Russland?
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-fedorow-ruecktritt-100.html

    Haben die USA den Iran-Krieg verloren?
    https://www.youtube.com/watch?v=ewEaC5m71Qk

    Podcast-Tipp: Organisiertes Verbrechen – Kokain ohne Ende:
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:c8d3a0e2344ef189/
  25. Wie Europa Putins Raketenterror stoppen will (mit Thomas Schiller)

    51 Min.

    In Frankreich hat sich die sogenannte Koalition der Willigen mit Ukraines Präsident Selenskyj getroffen. Und ein weiteres Bündnis geschmiedet, das die ukrainische und europäische Raketenabwehr stärken soll. Hat …

    Shownotes
    In Frankreich hat sich die sogenannte Koalition der Willigen mit Ukraines Präsident Selenskyj getroffen. Und ein weiteres Bündnis geschmiedet, das die ukrainische und europäische Raketenabwehr stärken soll. Hat doch die Ukraine derzeit kaum Mittel, russische Angriffe mit ballistischen Raketen abzufangen. Astrid Corall erklärt, was genau sich hinter der neuen Koalition verbirgt. Außerdem berichtet sie über weitere Ergebnisse des Pariser Treffens, über die aktuelle Lage an der Front und wie die Ukraine mit gezielten Angriffen auf russische Schiffe im Asowschen Meer versucht, die Versorgung des russischen Militärs auf der Krim zu stören.

    Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA ist wieder voll entflammt, es gibt gegenseitige Angriffe. US-Präsident Trump hat angekündigt, die Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen, wieder aufzunehmen. Mehr noch: er will für die Fahrt durch die Straße von Hormus Geld verlangen. Was nicht nur im Iran auf deutliche Kritik stößt.

    Im Schwerpunkt dieser Ausgabe spricht Kai Küstner mit dem Analysten und Afrika-Kenner Thomas Schiller über fehlende globale Strategien Europas sowie über Krisen und Kriege von Mali über den Sudan bis hin zu Dschibuti, wo derzeit zwei deutsche Marine-Schiffe auf einen möglichen Einsatz im Persischen Golf warten. Was den Nachbarkontinent angeht, sei das ein strategisches Versagen, sagt Schiller, der lange in Mali gelebt hat. Russland etwa nutzt seit Jahren das Machtvakuum in der Sahel-Region, das durch den Rückzug westlicher Truppen entstanden ist. Europa müsse jenseits der Ukraine eine belastbare Strategie entwickeln und sich - gerade in Afrika - nicht immer nur punktuell engagieren.

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    Interview mit Sicherheitsexperte Thomas Schiller
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3357556.html

    Europäisches Bündnis zur Abwehr russischer Raketen
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-buendnisraketenabwehr-europa-100.html

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: "0630 - der News Podcast"
    https://1.ard.de/0630_News-Podcast?pt=sus
  26. Zu viel Geld für Aufrüstung? (mit Andreas Schwarz und Andreas Mattfeldt)

    55 Min.

    Knapp 125 Milliarden Euro gibt Deutschland in diesem Jahr für Verteidigung aus. Über diese Ausgaben, ihre Arbeit und über Freundschaft in der Politik spricht Host Anna Engelke in dieser Folge von Streitkräfte …

    Shownotes
    Knapp 125 Milliarden Euro gibt Deutschland in diesem Jahr für Verteidigung aus. Über diese Ausgaben, ihre Arbeit und über Freundschaft in der Politik spricht Host Anna Engelke in dieser Folge von Streitkräfte und Strategien mit den Haushältern der schwarz-roten Koalition, Andreas Mattfeldt von der CDU und Andreas Schwarz von der SPD. Sie beschäftigen sich mit allen Beschaffungsvorlagen, die einen Wert von mehr als 25 Millionen Euro haben. "Wir müssen darauf schauen, dass das Geld wirklich so ausgegeben wird, dass die Soldatinnen und Soldaten das beste Gerät und der Steuerzahler es zum besten Preis bekommt," sagt Andreas Mattfeldt. Um die Geschwindigkeit bei der Beschaffung zu erhöhen, betont SPD-Politiker Andreas Schwarz, müsse man immer wieder darauf hinwirken, dass "wir weg müssen von der Goldrandlösung". Die beiden Bundestagsabgeordneten äußern sich zu den Schulden, die Deutschland für Investitionen in die Verteidigung macht und die Akzeptanz in der Bevölkerung.

    Die Verteidigungsausgaben spielten auch beim NATO-Gipfel in Ankara eine Rolle. Anna Engelke und Kai Küstner schildern in dieser Ausgabe ihre Eindrücke von dem Treffen. Dort zeigte US-Präsident Trump an zwei Tagen zwei völlig unterschiedliche Gesichter: Zunächst stellte Trump wütend klar, wie enttäuscht er von den europäischen Bündnispartnern ist, auch das Thema Grönland ist für ihn nicht erledigt. Am zweiten Gipfeltag jedoch soll er hinter verschlossenen Türen einzelne Länder - auch Deutschland - gelobt haben, zum Abschluss sprach er davon, dass "Liebe im Raum" gewesen sei. Außerdem gab es zwei wichtige Ankündigungen: Der Ukraine hat Trump erlaubt, Patriot-Flugabwehr-Raketen herzustellen, sie soll eine entsprechende US-Lizenz bekommen. Allerdings sind noch viele Fragen offen. Und zweitens soll die Bundesregierung in den USA Tomahawk-Marschflugkörper einkaufen können. Kai fasst außerdem die Lagen in der Ukraine und im Nahen Osten zusammen, wo die Gefahr besteht, dass der Krieg zwischen den USA und Iran erneut eskaliert.

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    Interview mit den Abgeordneten Andreas Schwarz und Andreas Mattfeldt
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3350520.html

    USA sagt Deutschland Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern zu
    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/tomahawks-verteidigung-usa-100.html

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Wem gehört Wacken? Metal, Mythos, Millionen
    https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:c1fb81a4c16938cd/
  27. Trump - Schreckgespenst von Ankara (mit Jana Puglierin)

    44 Min.

    Mit Spannung blicken viele in diesen Tagen nach Ankara. Die große Frage beim NATO-Gipfel ist, wie sich der US-Präsident verhält. „Wir sind nur in Trumps Hand“, sagt Jana Puglierin. Die Sicherheitsexpertin und …

    Shownotes
    Mit Spannung blicken viele in diesen Tagen nach Ankara. Die große Frage beim NATO-Gipfel ist, wie sich der US-Präsident verhält. „Wir sind nur in Trumps Hand“, sagt Jana Puglierin. Die Sicherheitsexpertin und Leiterin des Berliner Büros der Denkfabrik European Council on Foreign Relations schätzt im Gespräch mit Host Stefan Niemann ein, wie es heute um die NATO steht. Sie beleuchtet die Rolle von NATO-Generalsekretär Rutte, der mit dem Umschmeicheln von Trump die Allianz zu retten versucht. Außerdem erklärt sie, was die Europäer seit dem Gipfel im vergangenen Jahr bereits erreicht bzw. welche Probleme sie nach wie vor haben. Die Sicherheitsexpertin verweist auf die Druckmittel, die die Europäer mit Blick auf die USA durchaus haben. „In gewisser Weise würde ich tatsächlich vorschlagen, dass wir im Umgang mit der Trump- Administration anfangen, Trump mit seinen eigenen Methoden zu konfrontieren.“ Puglierin empfiehlt den Europäern sich nicht spalten zu lassen und Einigkeit gegenüber dem US-Präsidenten zu demonstrieren.

    Mit welchen Erwartungen Friedrich Merz in die Türkei fährt, berichtet Anna Engelke, die den Bundeskanzler begleitet. Der hofft, bei diesem NATO-Gipfel „einen Geist von Ankara zu wecken“. Vor Ort trifft Merz auch auf den ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Sein Land sieht sich derzeit neuem russischen Terror aus der Luft ausgesetzt. Wie häufig vor großen internationalen Treffen versucht Machthaber Putin damit ein Signal der Stärke auszusenden, sagt Kai Küstner. Er erklärt, dass die Ukraine derzeit vor allem mit der Abwehr ballistischer Raketen überfordert ist, da es an Munition für die US-amerikanischen Patriot-Systeme fehlt. Keine einzige der in der Nacht zum Montag auf die Ukraine abgefeuerten 29 ballistischen Raketen konnte abgefangen werden. Selenskyj dürfte die Dringlichkeit der Lieferung von Flugabwehrraketen daher beim Gipfel noch einmal unterstreichen, auch in Deutschland wird darüber diskutiert. Kai berichtet auch über die Lage an der Front, in der besonders die Stadt Kostjantyniwka weiterhin umkämpft ist. Und er blickt auf einen möglichen 20-Milliarden-Euro-Deal, von dem Deutschland und besonders Mecklenburg-Vorpommern profitieren könnten. Beabsichtigt doch Kanada vom deutschen Hersteller TKMS u.a. in Wismar und Kiel produzierte U-Boote zu kaufen.

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    Interview mit Jana Puglierin:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3343912.html

    Der deutsch-kanadisch-norwegische U-Boot-Deal:
    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/u-boot-deal-kanada-deutschland-100.html

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
  28. Putins Krieg gegen Wohnhäuser (mit Marco Seliger)

    48 Min.

    Es war einer der heftigsten Angriffe des gesamten Krieges: In der Nacht auf Donnerstag hatte Russland mit 500 Drohnen und Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern ukrainische Städte angegriffen. Sie töteten …

    Shownotes
    Es war einer der heftigsten Angriffe des gesamten Krieges: In der Nacht auf Donnerstag hatte Russland mit 500 Drohnen und Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern ukrainische Städte angegriffen. Sie töteten mindestens 30 Menschen und verletzten nach Behördenangaben zahlreiche weitere. Vor allem in Kiew und Umgebung. Darüber sprechen Anna Engelke und Stefan Niemann in dieser Folge des NDR Info Podcasts "Streitkräfte und Strategien". Sie werfen auch einen genaueren Blick auf die Situation auf der Krim. In den vergangenen Wochen gab es dort verstärkt ukrainische Luftschläge mit Langstreckendrohnen - koordinierte Angriffe auf Versorgungswege des Aggressors. Das mutmaßliche Ziel: die Russen von ihrem militärischen Nachschub der Russen abzuschneiden, um dann deren Stellungen, Raketenabschuss-Einheiten, Munitions- und Waffenlager gezielt zu bekämpfen.
    Mit dem Journalisten und Litauen-Kenner Marco Seliger von der "Neuen Zürcher Zeitung" spricht Anna Engelke über den Staat im Baltikum und wie er mit der Bedrohung durch den großen Nachbarn Russland umgeht. Litauen bereite sich auf einen möglichen Angriff vor, sagt Seliger, unter anderem durch einen gemeinsamen "Drohnenwall" nach dem Vorbild des israelischen "Iron Dome", den es zusammen mit Estland errichten will.

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    Bundeswehr baut Brigade in Litauen auf
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/bundeswehr-brigade-litauen-100.html

    Podcast-Tipp: Tatort Geschichte - True Crime meets History “Der Tod Escobars”
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:a364c07b950fc139/

    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
  29. Flamingo überfordert Putins Flugabwehr (mit Julia Weigelt)

    50 Min.

    Wenn selbst Russlands Präsident Putin vor laufenden Kameras einräumen muss, dass es in seinem Land Probleme mit der Treibstoffversorgung gibt, dann sieht man: Die Angriffe der Ukrainer gegen russische …

    Shownotes
    Wenn selbst Russlands Präsident Putin vor laufenden Kameras einräumen muss, dass es in seinem Land Probleme mit der Treibstoffversorgung gibt, dann sieht man: Die Angriffe der Ukrainer gegen russische Ölraffinerien und Treibstofflager sind erfolgreich und führen dazu, dass die Russen den Krieg auch im Alltag zu spüren bekommen. Und der ukrainische Marschflugkörper "Flamingo" trifft inzwischen Ziele tief im russischen Hinterland. Darüber sprechen Kai Küstner und Stefan Niemann in der aktuellen Ausgabe des NDR Info Podcasts "Streitkräfte und Strategien". Doch auch wenn immer wieder vom "Momentum" die Rede ist, das gerade auf Seiten der Ukraine sei, gibt es Rückschläge. So rücken die Russen gerade in Kostjantyniwka vor, einer strategisch wichtigen Stadt im Osten der Ukraine. Der Druck auf die Versorgungswege der ukrainischen Truppen in dieser Region steigt.
    Mit der Journalistin Julia Weigelt sprich Kai Küstner über Internet-Shutdowns, also das gezielte Abschalten des Internets durch staatliche Stellen - ein beliebtes Werkzeug, mit dem autoritäre Herrscher die Schrauben in ihrem Machtapparat fester drehen. Zum Beispiel im Iran, wo das islamistische Regime Proteste im Keim zu ersticken suchte. Oder in Russland, wo der Kreml Facebook und Instagram als "extremistisch" einstufen ließ, WhatsApp sperrte und den Messenger Telegram drosselte. Aber auch anderswo werden Verbindungen gezielt gekappt.

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    Weitere Informationen:

    Überblick weltweite Internet-Shutdowns
    https://www.accessnow.org/campaign/keepiton/

    oder:
    https://pulse.internetsociety.org/en/shutdowns/?country_code=&only_ongoing=on#form-search

    Analyse Bitkom zu Sabotage oder Black-Outs
    https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Ohne-Internet-steht-nach-einem-Tag-alles-still

    Podcast-Tipp: 11KM – der tagesschau-Podcast
    Weltraum-Macht Deutschland? Streit um Milliarden und Zuständigkeiten
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:c9b13b1a440dd3f9/

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
  30. Bundeswehr: Bereit für 'Fight Tonight'? (mit Christian Freuding)

    56 Min.

    Der russische Angriffskrieg in der Ukraine trägt auch dazu bei, dass sich die Bundeswehr verändert. In dieser Folge von Streitkräfte und Strategien sprechen Anna Engelke und Kai Küstner darüber exklusiv mit …

    Shownotes
    Der russische Angriffskrieg in der Ukraine trägt auch dazu bei, dass sich die Bundeswehr verändert. In dieser Folge von Streitkräfte und Strategien sprechen Anna Engelke und Kai Küstner darüber exklusiv mit Heeresinspekteur Christian Freuding. So sei es wichtig, dass jeder Soldat in der Lage sein müsse, “grundlegend Drohnen-Kampf zu verstehen, aber mindestens sich zu verteidigen.” Wenn man die Bundeswehr nun fit mache für die neuen Herausforderungen, dürfe man aber nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen - dass nämlich überzogene Ansprüche an die Ausstattung gestellt werden. Es komme vor allem darauf an, “schnell Dinge zu bekommen, die vielleicht nicht 120% oder 150% leistungsfähig sind, sondern 80%.“ Denn man müsse die “Sorgen vor explodierenden Kosten ernst nehmen”. Was die aktuelle Lage in der Ukraine angeht, so stellt der Generalleutnant fest, dass “das Momentum in Richtung der Ukraine kippt”.

    In der aktuellen Lage geht es um einen Paukenschlag, der diese Woche aus dem Bundesverteidigungsministerium kam. Minister Pistorius hat bei einem der größten Beschaffungsprojekte der Marine seit Jahrzehnten die Notbremse gezogen - bei der Fregatte F126. Die Kosten und die Verzögerungen bei der Lieferung waren aus dem Ruder gelaufen, der niederländische Hersteller schien überfordert zu sein. Derweil sind das Minenjagdboot Fulda und der Tender Mosel im ostafrikanischen Dschibuti angekommen. Werden dort allerdings auf einen möglichen Einsatz an der Straße von Hormus wohl noch länger warten müssen: Ein Bundestagsbeschluss für eine Marine-Mission ist vorerst nicht in Sicht.

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    Interview mit Heeresinspekteur Christian Freuding:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3323590.html

    Aus für die Fregatte F126
    https://www.tagesschau.de/fregatte-ausstieg-pistorius-100.html

    Interview mit Boris Pistorius im ARD “Bericht aus Berlin” - u.a. zur Litauen-Brigade:
    https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL2FyZC5kZS9wbGFuQVJEX2I5NDkxZDY2LTZlZDItNDZjOS05OGZkLTc5ZDcwNTM1M2M3NV9nYW56ZVNlbmR1bmc

    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

    Podcast-Tipp: Peter Hornung über Deutschlands Taliban-Deal 
    https://1.ard.de/die_entscheidung_taliban_aktuell

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