Literaturclub Interview
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Literaturclub Interview

NovoBonnie Garmus über «Peck & Peck»23 de outubro de 2026 · 35 min
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quinzenal
Último episódio
23 out 2026

Sobre o podcast

Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch.

Episódios 100

  1. Bonnie Garmus über «Peck & Peck»

    35 min

    Nach ihrem Welterfolg «Eine Frage der Chemie» veröffentlicht US-Autorin Bonnie Garmus nun ihren zweiten Roman. Auch darin geht es um eine Figur, die ein unspektakuläres Leben führt - und sich gleichzeitig mutig …

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    Nach ihrem Welterfolg «Eine Frage der Chemie» veröffentlicht US-Autorin Bonnie Garmus nun ihren zweiten Roman. Auch darin geht es um eine Figur, die ein unspektakuläres Leben führt - und sich gleichzeitig mutig gegen ein grosses Machtsystem auflehnt. Politische und unterhaltsame Lektüre. In Garmus’ erstem Buch «Eine Frage der Chemie» liess sie eine emanzipierte, selbstbewusste Frau gegen Sexismus in der Wissenschaft kämpfen. Mit einer Kochshow. Nun, in ihrem zweiten Buch, schickt Bonnie Garmus einen jungen Mann in den Kampf gegen Künstliche Intelligenz. Im New York der 1980er Jahre ergattert Batter – so heisst der junge Mann - eine Stelle im angesehensten Lyrik-Verlag, wo er von einem narzisstischen, kompetitiven Chef tyrannisiert wird. Aber Batter gibt nicht auf, kämpft gegen Vereinheitlichung, Automatisierung und Gewinnorientierung. Und für Originalität, Kreativität – und Menschlichkeit. Im «Literaturclub Interview» erzählt Bonnie Garmus, wie das Buch entstanden ist, welche Bedeutung Lyrik für sie persönlich hat – und welchen Beitrag in ihren Augen jeder Mensch für eine bessere Welt leisten kann. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Bonnie Garmus: «Peck & Peck». 544 Seiten. Piper, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Bonnie Garmus, Autorin ____________________ Weiterführende Informationen: Das ganze Gespräch auf Englisch unter https://www.srf.ch/audio/literaturclub-interview/das-ganze-gespraech-mit-bonnie-garmus-englisch?partId=KfVoX5x57qSmfgWHJerTND7l3lQ ____________________ - Host: Britta Spichiger ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literatur-Newsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  2. Hörtipp: Special Literaturnobelpreis 2026

    30 min

    Literaturinteressierte warten jedes Jahr im Herbst mit Spannung darauf: Wer erhält den Literaturnobelpreis? Als Special ist hier im «Literaturclub Interview» ein Talk über Leben und Werk der diesjährigen …

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    Literaturinteressierte warten jedes Jahr im Herbst mit Spannung darauf: Wer erhält den Literaturnobelpreis? Als Special ist hier im «Literaturclub Interview» ein Talk über Leben und Werk der diesjährigen Gewinnerin Anne Carson zu hören. Die Literatur der 76-jährigen Kanadierin ist im Urteil der Schwedischen Akademie in Stockholm, die den Nobelpreis vergibt, «kühn und erfinderisch». Tatsächlich spielt Anne Carson in ihren Werken immer wieder mit klassischen Traditionen bis hin zur Antike und überträgt sie in zeitgenössische Literatur. Carson hat über ein Dutzend Bücher veröffentlicht. Allesamt ungewöhnlich, mutig und sprachlich-formal experimentell. Als ihr Meisterwerk gilt «Autobiography of Red», das auf Deutsch unter dem Titel «Rot» herausgekommen ist. Für Andrew Shields, der an der Universität Basel lehrt, ist es «nur logisch», dass diese Autorin nun mit dem höchsten Literaturpreis ausgezeichnet worden ist. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ Buchhinweise: Anne Carson. Rot. Aus dem Englischen von Anja Utler. 320 Seiten. S. Fischer, 2019. Anne Carson. Anthropologie des Wassers. Aus dem Englischen von Marie Luise Knott. 130 Seiten. Matthes & Seitz, 2014.
  3. Dana Vowinckel über «Anton und Alma»

    32 min

    Die Geschichte einer komplizierten Liebe in einer Welt, die aus den Fugen ist. «Anton und Alma» ist ein Buch über Beziehungen, übers Jüdischsein in einer Gegenwart voller Katastrophen und über den unbedingten …

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    Die Geschichte einer komplizierten Liebe in einer Welt, die aus den Fugen ist. «Anton und Alma» ist ein Buch über Beziehungen, übers Jüdischsein in einer Gegenwart voller Katastrophen und über den unbedingten Wunsch, es im Leben immer richtig zu machen. Dana Vowinckel ist zu Gast bei Simon Leuthold. Dana Vowinckel ist mit ihrem zweiten Roman «Anton und Alma» direkt auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis gelandet. Sie erzählt darin eine Liebesgeschichte mit sehr viel Welthaltigkeit: Kriege, Krisen oder Terrorangriffe wie der vom 7. Oktober 2023 spalten die Gesellschaft zunehmend, und die beiden Hauptfiguren wissen je länger desto weniger, woran sie sich eigentlich noch festhalten können im Leben. Im «Literaturclub Interview» spricht Dana Vowinckel darüber, was es mit Beziehungen anstellt, wenn man konstant fühlt, wie einem die Welt zwischen den Fingern zerrinnt, was sie an den «Abgründen und Hässlichkeiten des Menschseins» reizt – und was für ambivalente Einstellungen zum Judentum sich für ihre Figuren daraus ergeben. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Dana Vowinckel: «Anton und Alma». 542 Seiten. Suhrkamp, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Dana Vowinckel, Autorin ____________________ - Host: Simon Leuthold ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literatur-Newsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  4. Julia von Lucadou über «Zeiten erhöhter Gefahr»

    33 min

    Was ist, wenn die Welt aus den Fugen gerät und die Angst sich im Innern festsetzt? In ihrem neuen Roman erzählt Julia von Lucadou von einem Mann, der zwischen Bunkerfantasien, verdrängten Erinnerungen und …

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    Was ist, wenn die Welt aus den Fugen gerät und die Angst sich im Innern festsetzt? In ihrem neuen Roman erzählt Julia von Lucadou von einem Mann, der zwischen Bunkerfantasien, verdrängten Erinnerungen und wachsender Angst den Boden unter den Füssen verliert. Die Autorin ist zu Gast bei Felix Münger. Die Hauptfigur Jot lebt zurückgezogen in einem Dorf im Aargau und arbeitet für eine Firma, die Schutzbunker für Wohlhabende verkauft. Als er beim Joggen eine Leiche entdeckt, gerät sein geordnetes Leben aus dem Gleichgewicht. Was als rätselhafter Todesfall beginnt, entwickelt sich zu einer Reise in die Untiefen der eigenen Erinnerung. Dabei verknüpft Julia von Lucadou gesellschaftliche Verunsicherung mit persönlichen Traumata. - und zeichnet das Porträt eines Menschen, der seine Identität zu verlieren droht.. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Julia von Lucdou. «Zeiten erhöhter Gefahr». 221 Seiten. Hanser Berlin, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Julia von Lucadou, Schriftstellerin ____________________ - Host: Felix Mügner ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  5. Sven Regener über «Frankie und Freddie»

    32 min

    Neues von Herr Lehmann! Die Reihe mit Sven Regeners Romanen über Frank Lehmann und die Künstler und Lebenskünstler im Berlin der Achtzigerjahre bekommt eine weitere Folge. Diesmal stehen die Brüder Frank und …

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    Neues von Herr Lehmann! Die Reihe mit Sven Regeners Romanen über Frank Lehmann und die Künstler und Lebenskünstler im Berlin der Achtzigerjahre bekommt eine weitere Folge. Diesmal stehen die Brüder Frank und Freddie im Zentrum und die Frage, was man mit seinem Leben genau anfangen soll. Berlin, 23. Dezember 1980. Der Tag vor Heiligabend. Frank Lehmann, eben in Berlin eingetroffen, holt seinen Bruder Freddie im Hotel am Ku’damm ab, wo der eine Weile lang Proband für Psychopharmaka gewesen ist. Nun will Freddie weiter nach New York, wo ein Kunststipendium auf ihn wartet. Doch die Tasche mit Pass, Visum, Geld und Ticket ist weg. So beginnt eine Odyssee durch ganz Westberlin, in deren Verlauf die beiden Brüder endlich mal über die wirklich wichtigen Dinge im Leben reden können. In Literaturclub Interview spricht Sven Regener übers Erwachen werden und Jung sein und über Westberlin in den Achtzigerjahren. Und er erzählt, warum ihm das Schreiben bei «Frankie und Freddie» ganz besonders Spass gemacht hat. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Sven Regener. «Frankie und Freddie». 288 Seiten. Galiani Berlin, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Sven Regener, Autor ____________________ - Host: Michael Luisier ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literatur-Newsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  6. Ronja von Rönne über «Alles Liebe»

    33 min

    Die deutsche Autorin Ronja von Rönne zeigt uns Figuren, die sich immer tiefer in ihre eigenen Lügenkonstrukte verstricken – aus Sehnsucht nach Nähe oder Aufmerksamkeit. Dabei tun sich grosse Fragen nach den …

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    Die deutsche Autorin Ronja von Rönne zeigt uns Figuren, die sich immer tiefer in ihre eigenen Lügenkonstrukte verstricken – aus Sehnsucht nach Nähe oder Aufmerksamkeit. Dabei tun sich grosse Fragen nach den gesellschaftlichen Konzepten von Lüge, Wahrheit und Moral auf. Ronja von Rönne verknüpft in ihrem aktuellen Roman «Alles Liebe» die Geschichten von fünf unterschiedlichen Hauptfiguren zun einem Ganzen. Alle drehen sich darum, wie die Liebe oder die Sehnsucht, geliebt zu werden, und zu Lügnern werden lassen können. Die pure Lust an der Hochstapelei ist in keinem Fall der Grund für ihre Lügen: Wir lesen von Verzweifelten, die buchstäblich um ihr Leben lügen. Im «Literaturclub Interview» spricht Ronja von Rönne darüber, was uns zu vorschnellen Urteilen verleitet, darüber, wie unbequem ihre Literatur sein soll – und warum sie als Autorin sich als professionelle Lügnerin versteht. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Ronja von Rönne. «Alles Liebe». 240 Seiten. dtv, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Ronja von Rönne, Autorin ____________________ - Host: Simon Leuthold ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literatur-Newsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  7. Yael Inokai über «Die Auster»

    30 min

    Ein Mord, ein Opfer, ein Tatort mit Blutspuren und die spannende Frage: Wer ist's gewesen? Die Schweizer Autorin Yael Inokai hat sich mit ihrem neuen Roman an einen Krimi gewagt. Die Handlung würzt sie mit …

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    Ein Mord, ein Opfer, ein Tatort mit Blutspuren und die spannende Frage: Wer ist's gewesen? Die Schweizer Autorin Yael Inokai hat sich mit ihrem neuen Roman an einen Krimi gewagt. Die Handlung würzt sie mit Kritik an der Schere zwischen Arm und Reich. Yael Inokai, 37 Jahre alt, stammt aus Basel und lebt seit vielen Jahren in Berlin. Dort spielt auch ihr neuer, ihr nunmehr vierter Roman – der Krimi «Die Auster». Die Handlung: Dr. Joachim Bronstett, schwerreicher Geschäftsführer eines Luxus-Kaufhauses, wird eines Morgens tot in seiner Villa aufgefunden, und zwar von seiner Putzfrau. Doch anstatt die Polizei zu rufen, tut sie, was sie immer tut: Sie putzt. Überaus gründlich… Im «Literaturclub Interview» spricht Yael Inokai darüber, was sie daran gereizt hat, einen Krimi zu schreiben. Sie sagt, was beim Schreiben diesmal anders war als bei ihren bisherigen Büchern. Und sie verrät, ob sie gerne Austern isst. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Yael Inokai. «Die Auster». 220 Seiten. Hanser Berlin, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Yael Inokai, Autorin ____________________ - Host: Katja Schönherr ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literatur-Newsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  8. Hörtipp: Literaturclub Buchtipps

    29 min

    «Literaturclub Interview» ist in der Sommerpause. Damit euch in dieser Zeit das Lesefutter nicht ausgeht, empfehlen wir euch an dieser Stelle das Format «Literaturclub Buchtipps»: persönliche Leseempfehlungen …

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    «Literaturclub Interview» ist in der Sommerpause. Damit euch in dieser Zeit das Lesefutter nicht ausgeht, empfehlen wir euch an dieser Stelle das Format «Literaturclub Buchtipps»: persönliche Leseempfehlungen aus der SRF-Literaturredaktion. Die Schweizer Autorin Caroline Roger erzählt in ihrem Debütroman von einer Kindheit im Gastrobetrieb. Und die indische Booker-Preisträgerin von zwei jungen Menschen, die nach Liebe suchen. ____________________ Die Schweizer Autorin Caroline Roger erzählt in ihrem Debütroman «Unter Gästen» von einer Kindheit im Gastrobetrieb, zwischen dem lebendig-wuseligen Bistro der Mutter und dem französisch-eleganten Restaurant des Vaters. Sie nimmt uns mit an die Tische unterschiedlicher Gäste und begegnet ihnen mit genauem, empathischem Blick. Auch wenn die Erzählerin für ihre Eltern nie im Zentrum steht, erfährt sie auf tröstliche Weise doch, woraus Familie bestehen kann: aus Menschen, mit denen man sich verbunden und von denen man sich getragen fühlt, aus Lebenden und aus Toten. Die indische Booker-Preisträgerin Kiran Desai hat mit «Die Einsamkeit von Sonia und Sunny» einen dicken Schmöker geschrieben. 750 Seiten. 20 Jahre lang hat Desai daran gearbeitet. Herausgekommen ist ein Epos über zwei junge entwurzelte Menschen namens Sonia und Sunny, die nach Liebe suchen. Bewegend und modern ist dieser Roman, und man erfährt viel über das heutige Indien. Ein Buch, das das Gefühl von Vereinsamung in einer globalisierten Welt festhält. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ Buchhinweise: Caroline Roger. Unter Gästen. 208 Seiten. Limmat, 2026. Kiran Desai. Die Einsamkeit von Sonia und Sunny. Aus dem Englischen von Robin Detje. 752 Seiten. S. Fischer, 2026.
  9. Alex Capus über «Querfeldein»

    34 min

    Alex Capus’ aktueller Roman spielt an der Grenze. Im «Gasthof zur Moskau» an einem kleinen Grenzübergang zu Deutschland im Kanton Schaffhausen, wo wenig läuft. Wenn aber mal was läuft, dann richtig. Wie im …

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    Alex Capus’ aktueller Roman spielt an der Grenze. Im «Gasthof zur Moskau» an einem kleinen Grenzübergang zu Deutschland im Kanton Schaffhausen, wo wenig läuft. Wenn aber mal was läuft, dann richtig. Wie im Sommer 1933, als deutsche NS-Schergen auf Schweizer Boden einen Schmuggler entführten. An sich ist es eine Asterix-Geschichte, die Alex Capus da erzählt. In einem kleinen Schweizer Dorf an der deutschen Grenze wehren sich die Einwohner gegen einen gewaltsamen Übergriff deutscher Polizisten und SS-Männer und zwingen am Ende sogar die neue deutsche Regierung in Berlin dazu kleinbeizugeben. Alex Capus erzählt diese wahre Geschichte vor dem Hintergrund einer sehr viel ruhigeren, sehr viel längeren und sehr viel tiefer gehenden Geschichte eines Wirts und seiner Familie, der in Ramsen – so der Name des Dorfes – einen Gasthof mit dem merkwürdigen Namen «Gasthof zur Moskau» führt. In «Literaturclub Interview» erzählt Alex Capus vom Verhältnis zwischen Fiktion und Realität in seinen historischen Romanen, vom Vorteil langer Beziehungen für sein Leben und von der Bedeutung eigener Lebenserfahrung fürs Schreiben. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Alex Capus. «Querfeldein». 288 Seiten. Hanser Verlag, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Alex Capus, Autor ____________________ - Host: Michael Luisier ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  10. Hörtipp: Literaturclub Bestenliste

    24 min

    «Literaturclub Interview» ist in der Sommerpause. Damit euch in dieser Zeit das Lesefutter nicht ausgeht, gibt es an dieser Stelle die «Literaturclub Bestenliste» zu hören: fünf beste Bücher des Monats, gekürt …

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    «Literaturclub Interview» ist in der Sommerpause. Damit euch in dieser Zeit das Lesefutter nicht ausgeht, gibt es an dieser Stelle die «Literaturclub Bestenliste» zu hören: fünf beste Bücher des Monats, gekürt von einer externen Jury, vorgestellt von der SRF-Literaturredaktion. Auf der Bestenliste stehen diesen Monat die aktuellen Bücher von Lukas Bärfuss, Birgit Birnbacher, Lilli Tollkien, Elias Hirschl und Lena Gorelik. Wir stellen die nominierten Titel vor. ____________________ In «Königin der Nacht» setzt sich Lukas Bärfuss mit seiner verstorbenen Mutter auseinander. Sie war bettelarm, vulgär, zynisch und lehnte ihren Sohn ab. Das Buch ist eine intensive Lektüre, weil es an Urmenschliches rührt und politischen Gesprächsstoff bietet: Bärfuss thematisiert den oft fragwürdigen Umgang der Schweiz mit mittellosen Menschen in der Vergangenheit. Ozzy ist neun und hat ADHS. In der Schule passt er nicht rein, aber er hat Begabungen und Fähigkeiten, mit denen er ein erfolgreiches Leben führen könnte. In ihrem vierten Roman «Sie wollen uns erzählen» stellt die österreichische Schriftstellerin Birgit Birnbacher die Frage, ob Betroffene als Problem gesehen werden müssen, oder ob «Wildwuchs im Denken» angesichts der Probleme, auf die wir zusteuern, nicht auch eine Chance für alle ist. In Lilli Tollkiens neuen Roman «Mit beiden Händen den Himmel stützen» wächst die Protagonistin Lale in den 1980ern in einer Berliner Männer-Kommune auf, in der Partys gefeiert und Revolutionen geplant werden. Vor allem aber wird getrunken, gekifft und gefeiert. Lale darf wach bleiben, solange sie will, Süssigkeiten essen und ewig fernsehen. Doch sie sehnt sich nach Geborgenheit und Verlässlichkeit, während ihre eigenen (körperlichen) Grenzen immer wieder übertreten werden. Franziska Denk hat ein Problem. Sie bekommt jede Krankheit, sobald sie deren Namen hört. Im Mathematiker Otto Mandl begegnet ihr ein Seelenverwandter. Sie lernen, sich mit Wörtern toter Sprache zu immunisieren. In seinem neuen Roman «Schleifen» erkundet der Schriftsteller und Spoken-Word-Künstler Elias Hirschl das Thema «Sprache» auf alle nur erdenklichen Arten. Gescheit, verblüffend und komisch. Wir setzen unsere Schritte auf das, was wir dank oder trotz unserer Mütter wurden», schreibt Lena Gorelik in ihrem neuen Buch «Alle meine Mütter». In mehreren, kaleidoskopartig arrangierten Erzählungen zeichnet sie Mutterfiguren ganz unterschiedlicher Art: Mütter, die abgetrieben haben. Mütter, die dement sind. Mütter mit beeinträchtigten Kindern. Mütter, die an Krebs erkranken. Mütter, die ihre Kinder im Krieg verlieren. Mütter, die vom Umfeld als «überfordert» abgestempelt werden. Mütter, die lieben. Mütter, die scheitern, zweifeln, stolpern. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ Buchhinweise: Lukas Bärfuss. Königin der Nacht. Ein kurzes Buch über meine Mutter. 127 Seiten. Rowohlt, 2026. Birgit Birnbacher. Sie wollen uns erzählen. 224 Seiten Zsolnay, 2026. Lilli Tollkien. Mit beiden Händen den Himme stützen. 255 Seiten. Aufbau, 2026. Elias Hirschl. Schleifen. 416 Seiten. Zsolnay, 2026 Lena Gorelik. Alle meine Mütter. 270 Seiten. Rowohlt, 2026. ____________________ Die Bestenliste wird jeden Monat von einer Fachjury bestimmt. Zur Jury gehören rund 50 Buchkritikerinnen, Bibliothekare, Buchhändlerinnen, Literaturwissenschaftler und Vertreterinnen von literarischen Institutionen. An der Erstellung der Bestenliste für Juli und August 2026 waren 32 Jurymitglieder beteiligt, die insgesamt 471 Punkte vergeben haben. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected]
  11. Sebastian Fitzek über «Der Nachbar»

    33 min

    Mit seinen Büchern raubt er vielen Menschen den Schlaf: Sebastian Fitzek. Er hat bisher über 20 Millionen Bücher verkauft. In seinen Thrillern wird das Alltägliche oft zum Albtraum. Die Geschichten sind oft so …

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    Mit seinen Büchern raubt er vielen Menschen den Schlaf: Sebastian Fitzek. Er hat bisher über 20 Millionen Bücher verkauft. In seinen Thrillern wird das Alltägliche oft zum Albtraum. Die Geschichten sind oft so nah an der Realität, dass man sich fragt: Was lauert wirklich hinter der nächsten Tür? Er wollte Schlagzeuger, Tierarzt oder Strafverteidiger werden, landete stattdessen beim Radio. Mit seinem ersten Roman gelang ihm sofort ein Bestseller – seither kann er vom Schreiben leben. Sebastian Fitzek hat über 20 Millionen Bücher verkauft und ist einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Seine Bücher leuchten psychologische Abgründe aus und bohren in Ängsten – damit trifft er einen Nerv. Sebastian Fitzek ist zur Marke für Spannungsliteratur geworden, auch auf der Bühne folgen ihm viele Menschen: Mit aufwendig inszenierten Shows verwandelt er seine Lesungen in grosse Ereignisse voller Sound, Licht und dramaturgischem Sog. Eine grosse Show wird es im August in der Berliner Waldbühne geben, anlässlich von Sebastian Fitzeks 20-Jahr-Jubiläum als Autor. In «Literaturclub Interview» spricht er über die Anfänge seiner Schreibkarriere, seinen Arbeitsprozess und über seine persönlichen Ängste. Auch erzählt er, wie er auf die Geschichte für seinen aktuellsten Roman «Der Nachbar» gekommen ist. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Sebastian Fitzek. «Der Nachbar». 368 Seiten. Droemer Verlag, 2025. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Sebastian Fitzek, Autor ____________________ - Host: Jennifer Khakshouri ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  12. Lena Gorelik über «Alle meine Mütter»

    34 min

    Mütter prägen uns, ob wir es wollen oder nicht. Die deutsche Autorin Lena Gorelik erzählt in «Alle meine Mütter» von dieser komplexen Beziehung – der jeweils ersten Beziehung im Leben eines Menschen …

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    Mütter prägen uns, ob wir es wollen oder nicht. Die deutsche Autorin Lena Gorelik erzählt in «Alle meine Mütter» von dieser komplexen Beziehung – der jeweils ersten Beziehung im Leben eines Menschen. Klischierten Mutterbildern setzt sie feinfühlige Erzählungen entgegen. «Wir setzen unsere Schritte auf das, was wir dank oder trotz unserer Mütter wurden», schreibt Lena Gorelik in ihrem neuen Buch «Alle meine Mütter». In mehreren, kaleidoskopartig arrangierten Erzählungen zeichnet sie Mutterfiguren ganz unterschiedlicher Art: Mütter, die abgetrieben haben. Mütter, die dement sind. Mütter mit beeinträchtigten Kindern. Mütter, die an Krebs erkranken. Mütter, die ihre Kinder im Krieg verlieren. Mütter, die vom Umfeld als «überfordert» abgestempelt werden. Mütter, die lieben. Mütter, die scheitern, zweifeln, stolpern. «Alle meine Mütter» ist ein zärtliches und warmherziges Buch ganz ohne Kitsch. Die Autorin Lena Gorelik, 1981 in der Sowjetunion geboren und als Kind nach Deutschland ausgewandert, lebt in München. Sie ist als Journalistin und Schriftstellerin tätig und hat zwei Söhne. Im «Literaturclub Interview» erzählt sie, was sie an dem Thema «Mütter» gereizt hat – und dass sie sich, wenn sie mit ihren Kindern unterwegs ist, oft beobachtet und bewertet fühlt. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Lena Gorelik. «Alle meine Mütter». 270 Seiten. Rowohlt, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Lena Gorelik, Autorin ____________________ - Host: Katja Schönherr ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literatur-Newsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  13. Lukas Bärfuss über «Königin der Nacht»

    34 min

    Wer ist für mein Lebensglück verantwortlich – ich selbst oder die Gesellschaft? Lukas Bärfuss erkundet in «Königin der Nacht» seine Mutter. Sie war bettelarm, vulgär und frei von Mitgefühl für ihren Sohn. Felix …

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    Wer ist für mein Lebensglück verantwortlich – ich selbst oder die Gesellschaft? Lukas Bärfuss erkundet in «Königin der Nacht» seine Mutter. Sie war bettelarm, vulgär und frei von Mitgefühl für ihren Sohn. Felix Münger unterhält sich mit dem Autor über die Macht von Prägungen. Bärfuss’ Suche nach der Mutter entpuppt sich auch als Suche nach sich selbst. Was hat sich von der hartherzigen Mutter auf ihn übertragen – im Guten, wie im Schlechten? Indem der mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnete Autor die Spur aufnimmt, gelangt auch einiger politischer Sprengstoff ans Licht. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Lukas Bärfuss. «Königin der Nacht». Ein kurzes Buch über meine Mutter. 127 Seiten. Rowohlt, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören - Lukas Bärfuss, Schriftsteller ____________________ - Host: Felix Münger ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  14. Markus Orths über «Die Enthusiasten»

    30 min

    Was, wenn künstliche Intelligenz plötzlich in der Lage wäre, bessere Kunstwerke hervorzubringen als menschliche Fantasie und Kreativität? Diese Frage steht am Ursprung von Markus Orths’ aktuellem Roman «Die …

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    Was, wenn künstliche Intelligenz plötzlich in der Lage wäre, bessere Kunstwerke hervorzubringen als menschliche Fantasie und Kreativität? Diese Frage steht am Ursprung von Markus Orths’ aktuellem Roman «Die Enthusiasten». Vince Bär ist Literaturwissenschaftler. Und er ist Laurence-Sterne-Fan und begeisterter Leser dessen Kultbuches «Leben und Ansichten von Tristram Shandy. Gentleman». Neun Bände hat das Werk. Und jetzt taucht plötzlich ein zehnter auf. Genau 250 Jahre nach Laurence Sternes Tod. In einem wahren Erzählfeuerwerk feiert Markus Orths die lebendige, überbordende, wilde und fantasievolle Literatur und verteidigt sie gegen ihre Inbesitznahme durch Technik und Profitdenken. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Markus Orths. «Die Enthusiasten». 365 Seiten. Galiani Berlin, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören - Markus Orths, Schriftsteller ____________________ - Host: Michael Luisier ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  15. Birgit Birnbacher über «Sie wollen uns erzählen»

    35 min

    In ihrem vierten Roman erzählt Birgit Birnbacher von einem Jungen mit ADHS. Dabei beschreibt sie nicht nur die Schwierigkeiten, die Betroffene beispielweise im aktuellen Schulsystem haben, sondern auch welche …

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    In ihrem vierten Roman erzählt Birgit Birnbacher von einem Jungen mit ADHS. Dabei beschreibt sie nicht nur die Schwierigkeiten, die Betroffene beispielweise im aktuellen Schulsystem haben, sondern auch welche Chancen «Wildwuchs im Denken» für die Gesellschaft beinhalten könnte. Ozzy ist neun und hat ADHS. In der Schule passt er nicht rein, er stört das Funktionieren der Abläufe. Aber er hat andere Begabungen und Fähigkeiten, mit denen er ein erfolgreiches Leben führen könnte. Die Frage ist nur, ob er der «Erzählung», die andere über ihn machen, eine eigene hinzufügen kann. Im «Literaturclub Interview» erzählt die österreichische Schriftstellerin Birgit Birnbacher von den Zuschreibungen, denen Betroffene ausgesetzt sind, und welche Möglichkeiten es gibt, sie zu überwinden. Und sie erklärt, warum in ihrer Geschichte so viele Murgänge und Unwetter vorkommen müssen. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Birgit Birnbacher. «Sie wollen uns erzählen». 224 Seiten. Zsolnay, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören - Birgit Birnbacher, Schriftstellerin ____________________ - Host: Michael Luisier ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  16. Matthias Nawrat über «Das glückliche Schicksal»

    34 min

    In seinem fesselnden Roman befragt Matthias Nawrat moralische Dilemmata: Welche Handlungsspielräume gibt es in Krieg und Diktatur, und zu welchem Preis? Im Gespräch mit Franziska Hirsbrunner sagt der Autor …

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    In seinem fesselnden Roman befragt Matthias Nawrat moralische Dilemmata: Welche Handlungsspielräume gibt es in Krieg und Diktatur, und zu welchem Preis? Im Gespräch mit Franziska Hirsbrunner sagt der Autor, warum gerade in solchen Fragen die Vergangenheit für ihn auch die Gegenwart ist. «Das glückliche Schicksal» ist im Polen des Zweiten Weltkriegs und der frühen 1980er Jahre angesiedelt und teils eine Art Verhör. Eine junge Frau besucht einen alten Mann in seinem Exil in Venedig. Sie schützt wissenschaftliches Interesse vor, aber eigentlich will sie wissen, ob der alte Mann, ein Gulag-Überlebender, 1945 die Seite gewechselt und als Offizier der Sowjets ihren Vater bis zur Invalidität gefoltert hat. Es ist eine atemberaubende Anlage, die unmittelbar erfahrbar macht, wie schnell politische Umstände die Grenze zwischen Anpassung und Widerstand verwischen. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Matthias Nawrat. «Das glückliche Schicksal». 272 Seiten. Rowohlt, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören - Matthias Nawrat, Schriftsteller ____________________ - Host: Franziska Hirsbrunner ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  17. Judith Hermann über «Ich möchte zurückgehen in der Zeit»

    35 min

    Judith Hermanns Grossvater war während des Zweiten Weltkriegs für die SS in Polen stationiert. In ihrem neuen Buch «Ich möchte zurückgehen in der Zeit» versucht die deutsche Bestseller-Autorin herauszufinden …

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    Judith Hermanns Grossvater war während des Zweiten Weltkriegs für die SS in Polen stationiert. In ihrem neuen Buch «Ich möchte zurückgehen in der Zeit» versucht die deutsche Bestseller-Autorin herauszufinden, wer er war, wie er war und was er getan hat. Judith Hermann, Jahrgang 1970, gilt als eine der renommiertesten deutschen Autorinnen. In ihrem neuen Buch «Ich möchte zurückgehen in der Zeit» begibt sie sich auf die Spuren ihres Grossvaters. Er war überzeugter Nazi, Mitglied der Waffen-SS. In der polnischen Stadt Radom war er mutmasslich an einem Massaker beteiligt, bei dem 30.000 Menschen ums Leben kamen. Hermann kannte ihren Grossvater nicht, er starb sechs Jahre vor ihrer Geburt. Über ihn geredet wurde in der Familie kaum. Ein Tabu, eine Leerstelle. Im «Literaturclub Interview» erklärt Hermann, was sie dazu bewogen hat, diese Leerstelle jetzt füllen zu wollen. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Judith Hermann. «Ich möchte zurückgehen in der Zeit». 160 Seiten. S. Fischer, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören - Judith Hermann, Schriftstellerin ____________________ - Host: Katja Schönherr ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  18. Siri Hustvedt über «Ghost Stories»

    29 min

    In ihrem neuen Buch setzt die US-Autorin Siri Hustvedt ihrem vor zwei Jahren verstorbenen Ehemann Paul Auster ein Denkmal. Sie blickt zurück auf 43 Jahre gemeinsamen Lebens. Tiefgründig, berührend, intim. Am …

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    In ihrem neuen Buch setzt die US-Autorin Siri Hustvedt ihrem vor zwei Jahren verstorbenen Ehemann Paul Auster ein Denkmal. Sie blickt zurück auf 43 Jahre gemeinsamen Lebens. Tiefgründig, berührend, intim. Am 30. April 2024 starb der berühmte US-amerikanische Schriftsteller Paul Auster. Die nicht minder berühmte Autorin Siri Hustvedt hatte über 40 Jahre lang mit ihm zusammengelebt. Hustvedt und Auster galten als das intellektuelle Glamour-Paar New Yorks. In ihrem Memoir «Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerung» setzt Siri Hustvedt ihrem Ehemann nun ein Denkmal. Sie schreibt von Austers letzten Tagen, bevor er starb, und von ihrem Trauerprozess. Und sie blickt zurück auf den Anfang ihrer Beziehung sowie den späteren gemeinsamen Alltag voller Freude aber auch Leid. «Paul hätte dieses Buch sehr gefallen», ist Hustvedt überzeugt. «Ich glaube, er wäre stolz darauf.» Im «Literaturclub Interview» berichtet Hustvedt von der Entstehung des Buchs – und von dem Geruch von Austers Zigarillos, der ihr bis heute noch manchmal in die Nase steigt. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Siri Hustvedt. «Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerung». Aus dem amerikanischen Englisch von Uli Aumüller und Grete Osterwald. 400 Seiten. Rowohlt, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Siri Hustvedt, Autorin ____________________ Weiterführende Informationen Das ganze Gespräch auf Englisch unter https://www.srf.ch/audio/literaturclub-interview/das-ganze-gespraech-mit-siri-hustvedt-englisch?partId=olVJJkeHCtYRjc3Pc-FK_YZhAN4 ____________________ - Host: Katja Schönherr ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literatur-Newsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  19. Norbert Gstrein über «Im ersten Licht»

    35 min

    Ein Leben im Schatten der Kriege: Der Österreicher Norbert Gstrein erzählt in seinem packenden Antikriegsroman von einem, der nie kämpft und doch geprägt wird von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Im …

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    Ein Leben im Schatten der Kriege: Der Österreicher Norbert Gstrein erzählt in seinem packenden Antikriegsroman von einem, der nie kämpft und doch geprägt wird von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Im Gespräch mit Felix Münger sagt der Autor, weshalb diese Konstellation gerade heute aktuell ist. In seinem Roman «Im ersten Licht» greift Norbert Gstrein einmal mehr grosse Themen unserer Zeit auf: Wie verhalten wir uns zum Krieg, der zurück ist in Europa? Und: Können wir «Zaungäste» sein, wenn die Ordnung untergeht, die wir gekannt haben? Gstrein spielt drängende Fragen wie diese in der Historie durch – und schafft dadurch die nötige zeitliche Distanz zur kritischen Selbstbefragung als Menschen im Hier und Jetzt. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Norbert Gstrein. «Im ersten Licht». 416 Seiten. Hanser, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören - Norbert Gstrein, Schriftsteller ____________________ - Host: Felix Münger ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  20. Julia Weber über «Weil ich Ruth bin»

    29 min

    Felle, Federn, Fischschuppen: Ruth kann Menschen durch Küsse in Tiere verwandeln und mit ihrer Willenskraft Bäume fällen. Julia Weber spricht über diese «moderne Hexe» als Vorbild, darüber, warum Menschen dem …

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    Felle, Federn, Fischschuppen: Ruth kann Menschen durch Küsse in Tiere verwandeln und mit ihrer Willenskraft Bäume fällen. Julia Weber spricht über diese «moderne Hexe» als Vorbild, darüber, warum Menschen dem Alltag entfliehen wollen, und warum die sinnliche Wahrnehmung ihr besonders wichtig ist. Dank ihrer besonderen Kräfte kann Julia Webers Protagonistin der Welt und ihren Ungerechtigkeiten auf eine andere Art begegnen. Unglückliche oder unsichere Menschen suchen Trost oder einen Ausweg aus dem «normalen» Leben, wenn sie sich von Ruth zum Beispiel in ein kleines Vögelchen verwandeln lassen, und sie selbst sieht einen zentralen Zweck ihres Daseins darin, ihnen zu helfen. Doch auch Ruth ist mit zutiefst menschlichen Krisen konfrontiert, die sich trotz ihren übermenschlichen Fähigkeiten nicht alle aus der Welt schaffen lassen: Freundinnen mit schwerwiegenden psychischen Problemen, komplizierte Beziehungen, der Verlust der unbeschwerten Kindheit, der Drang, gefallen zu wollen. Besondere Fähigkeiten bedeuten auch besondere Verantwortung – und damit hadert Ruth. Je älter sie wird, desto mehr entgleiten ihr die Dinge. Im «Literaturclub Interview» gibt Julia Weber Auskunft darüber, warum sie dennoch hofft, mehr Menschen könnten die Welt einmal durch Ruths Augen sehen. Sie verrät, weshalb sie selbst sich gern in eine Qualle verwandeln würde, und warum sie über «eine Sexualität, die mit Pornografie nichts mehr zu tun hat» schreibt. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Julia Weber. «Weil ich Ruth bin». 464 Seiten. Limmat Verlag, 2026. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören - Julia Weber, Autorin ____________________ - Host: Simon Leuthold ____________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  21. Leïla Slimani über «Trag das Feuer weiter»

    32 min

    Die französische Bestsellerautorin und Prix Goncourt-Preisträgerin Leïla Slimani schliesst mit «Trag das Feuer weiter» ihre grosse Familiensaga ab. Sie erzählt, warum sie seit jeher über Familie und weibliche …

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    Die französische Bestsellerautorin und Prix Goncourt-Preisträgerin Leïla Slimani schliesst mit «Trag das Feuer weiter» ihre grosse Familiensaga ab. Sie erzählt, warum sie seit jeher über Familie und weibliche Identität schreibt und wie Erinnerungen in ihren Texten zu Fiktion werden. Slimani erzählt im Finale «Trag das Feuer weiter», wie sie über drei Generationen hinweg Herkunft, Verlust und Selbstfindung literarisch verdichtet – von der elsässischen Grossmutter, die in Marokko ein Zuhause hat, bis zur Schriftstellerin Mia, die im dritten Band nach Meknès auf die Zitruspantage ihrer Grosseltern zurückkehrt, wo die Zeit wie stillgestanden ist. Das Motiv des «weitergetragenen Feuers», inspiriert von Jean Cocteau, durchzieht das Buch wie ein roter Faden: Erinnerungen verblassen, Menschen sterben, doch etwas bleibt – der Impuls weiterzugehen. Slimani spricht über die Kraft der Fiktion, das Schweigen der Männer, die Sprachmacht der Frauen, über Identität zwischen Orient und Okzident sowie die Frage, wie Literatur Bindungen schafft in einer Zeit der Vereinzelung. Ein intensives Gespräch über Herkunft, Freiheit und das Feuer, das wir gemeinsam weitertragen. _______________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Leïla Slimani. «Trag das Feuer weiter». 448 Seiten. Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Luchterhand Verlag, 2026. _______________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] _______________________ In dieser Episode zu hören - Leïla Slimani, Schriftstellerin - Annette Wunsch, deutsche Stimme von Leïla Slimani _______________________ - Host: Annette König _______________________ Das ist «Literaturclub Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  22. Julian Barnes über «Abschied(e)»

    33 min

    Booker-Preisträger Julian Barnes wird 80 und legt mit «Abschied(e)» sein letztes Buch vor. Er erzählt von Liebe und Tod, Erinnerung und Endlichkeit – und davon, was geschieht, wenn eine Jugendliebe nach 40 …

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    Booker-Preisträger Julian Barnes wird 80 und legt mit «Abschied(e)» sein letztes Buch vor. Er erzählt von Liebe und Tod, Erinnerung und Endlichkeit – und davon, was geschieht, wenn eine Jugendliebe nach 40 Jahren fortgesetzt wird. Ein letztes Buch, eine Liebesgeschichte, ein Hund und grosse Gedanken: In «Abschied(e)» blickt Julian Barnes zu seinem 80. Geburtstag noch einmal auf die Themen, die sein Werk geprägt haben: Erinnerung, Vergänglichkeit, Liebe und Tod. An seiner Seite: Jimmy, ein Hund, der den Erzähler über Bewusstsein bei Mensch und Tier nachdenken lässt. Julian Barnes spricht über das Schreiben und seine Leserschaft sowie über seine Bewunderung für Roger Federer, der für ihn der beste Tennisspieler aller Zeiten ist. Wer «Abschied(e)» liest, begegnet nicht nur einem Autor am Ende seines Schreibens, sondern erfährt, wie sehr seine früheren Bücher Teil eines grossen, zusammenhängenden Ganzen sind. _______________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Julian Barnes. «Abschied(e)». 256 Seiten. Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Kiepenheuer & Witsch, 2026. _______________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] _______________________ In dieser Episode zu hören - Julian Barnes, Schriftsteller _______________________ Weiterführende Informationen - Das ganze Gespräch auf englisch gibt es zu hören unter srf.ch/audio/literaturclub-interview _______________________ - Host: Jennifer Khakshouri _______________________ Das ist «Literaturclub: Interview»: Bei uns ist die Stimme der Autorin oder des Autors zu hören! Alle zwei Wochen bitten wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin zum unterhaltsamen, inspirierenden Gespräch. Wir loten aus, was sie antreibt und inspiriert und unterhalten uns über ihr aktuelles Buch. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  23. «Ich fahr Pakete aus in Peking» von Hu Anyan

    33 min

    «Ich fahr Pakete aus in Peking» ist Hu Anyans Bericht über 20 Jahre prekäre Arbeit in Niedriglohnjobs in chinesischen Riesenstädten – immer so lang, bis Frust, Erschöpfung oder Langeweile zu gross wurden. Für …

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    «Ich fahr Pakete aus in Peking» ist Hu Anyans Bericht über 20 Jahre prekäre Arbeit in Niedriglohnjobs in chinesischen Riesenstädten – immer so lang, bis Frust, Erschöpfung oder Langeweile zu gross wurden. Für Simon Leuthold eine eindrückliche Stimme von Ausgebeuteten, die selten zu Wort kommen. Während seiner Zeit als Paketbote in Peking kämpft Hu Anyan mit riesigem Zeitdruck. Jede Minute, in der er kein Paket zustellt, kostet ihn einen Teil seines sowieso schon winzigen Lohns. Fehler werden mit Strafgebühren geahndet. Trotzdem begehrt er kaum auf – dafür liest er in seiner knappen Freizeit James Joyce oder Robert Musil. Wie passt das zusammen? Wie deckt sich Hu Anyans Bericht mit der Realität in China? Was macht ein so nüchtern geschriebenes Buch lesenswert? Und was hat Hu Anyans Geschichte mit uns zu tun? Diesen Fragen gehen Simon Leuthold und Felix Münger im Gespräch ausgehend von Hu Anyans Memoir nach. ____________________________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: - Hu Anyan. «Ich fahr Pakete aus in Peking». Aus dem Chinesischen von Monika Li. 295 Seiten. Suhrkamp Nova, 2025. ____________________________________ Im Podcast zu hören sind: - Monika Li, Übersetzerin - Samuel Emch, SRF-Korrespondent China - Kai-Uwe Hellmann, Soziologe und Konsumforscher ____________________________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________________________ Hosts: Simon Leuthold und Felix Münger ____________________________________ Das ist «Literaturclub: Zwei mit Buch»: Ein Podcast über Bücher und die Welten, die sie uns eröffnen. Alle zwei Wochen tauchen wir im Duo in eine Neuerscheinung ein, spüren Themen, Figuren und Sprache nach und folgen den Gedanken, welche die Lektüre auslöst. Dazu sprechen wir mit der Autorin oder dem Autor und holen zusätzliche Stimmen zu den Fragen ein, die uns beim Lesen umgetrieben haben. Lesen heisst entdecken. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  24. «Und Federn überall» von Nava Ebrahimi

    26 min

    Wie bleiben wir menschlich, wenn der Alltag immer härter wird? Mit dieser Frage setzt sich Nava Ebrahimi in ihrem neuen Roman auseinander. «Und Federn überall» spielt auf einem Geflügelschlachthof und verknüpft …

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    Wie bleiben wir menschlich, wenn der Alltag immer härter wird? Mit dieser Frage setzt sich Nava Ebrahimi in ihrem neuen Roman auseinander. «Und Federn überall» spielt auf einem Geflügelschlachthof und verknüpft das Leben von sechs Figuren. Berührend, hochaktuell und meisterhaft konstruiert! Die iranisch-deutsche Schriftstellerin Nava Ebrahimi erhielt 2021 den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis. Seither spielt sie in der obersten Liga der deutschsprachigen Literatur. Dass ihr diese Anerkennung vollkommen zu Recht gebührt, beweist sie auch mit ihrem neuen Roman. «Und Federn überall» spielt auf einem Geflügelschlachthof. 650.000 tote Hühner täglich. Der Roman ist eine Kritik an der Massentierhaltung und an kaltem, unmenschlichem Effizienzstreben. Er handelt aber auch von der Suche nach Heimat, von Flucht und Vertreibung sowie von dem Wunsch, geliebt zu werden. All diese Themen stecken in diesen 350 Seiten, ohne überladen zu wirken. «Ein grossartiges Buch», sagt SRF-Literaturredaktorin Katja Schönherr, die «Und Federn überall» ihrer Kollegin Franziska Hirsbrunner im Podcast vorstellt. __________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Nava Ebrahimi: «Und Federn überall». 352 Seiten. Luchterhand, 2025. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: Nava Ebrahimi, Schriftstellerin ____________________ Hosts: Katja Schönherr und Franziska Hirsbrunner ____________________ Das ist «Literaturclub: Zwei mit Buch»: Ein Podcast über Bücher und die Welten, die sie uns eröffnen. Alle zwei Wochen tauchen wir im Duo in eine Neuerscheinung ein, spüren Themen, Figuren und Sprache nach und folgen den Gedanken, welche die Lektüre auslöst. Dazu sprechen wir mit der Autorin oder dem Autor und holen zusätzliche Stimmen zu den Fragen ein, die uns beim Lesen umgetrieben haben. Lesen heisst entdecken. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  25. «Smart City» von Daniel Wisser

    28 min

    In «Smart City» beschreibt der österreichische Schriftsteller Daniel Wisser eine künstliche Stadt, die nach Vorstellungen und Sehnsüchten heutiger Gesellschaften errichtet wird. Dabei müssen grosse …

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    In «Smart City» beschreibt der österreichische Schriftsteller Daniel Wisser eine künstliche Stadt, die nach Vorstellungen und Sehnsüchten heutiger Gesellschaften errichtet wird. Dabei müssen grosse Entscheidungen getroffen werden wie Freiheit oder Sicherheit, Demokratie oder Überwachung. Die Journalistin Monag Oliphant zieht in die künstlich geschaffene Stadt NEUDA, die neben Nachhaltigkeit und Lebensqualität auch Sicherheit und Ruhe verspricht. Sie hat auch allen Grund, denn ihr Mann und ihre Tochter sind ermordet worden. In NEUDA angekommen kriegt sie eine Stelle als Kolumnistin, findet aber schnell heraus, dass der Mord an ihrer Familie etwas mit dieser Stadt und ihrer Betreiberfirma zu tun hat. Neugierig geworden macht sich die Journalistin ans Werk, die tatsächlichen Absichten hinter der Smart City zu ergründen. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: - Daniel Wisser. Smart City. 416 Seiten. Luchterhand Literaturverlag, 2025. ____________________ Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Daniel Wisser, Buchautor ____________________ - Hosts: Michael Luisier und Jennifer Khakshouri ____________________ Das ist «Literaturclub: Zwei mit Buch»: Ein Podcast über Bücher und die Welten, die sie uns eröffnen. Alle zwei Wochen tauchen wir im Duo in eine Neuerscheinung ein, spüren Themen, Figuren und Sprache nach und folgen den Gedanken, welche die Lektüre auslöst. Dazu sprechen wir mit der Autorin oder dem Autor und holen zusätzliche Stimmen zu den Fragen ein, die uns beim Lesen umgetrieben haben. Lesen heisst entdecken. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter https://www.srf.ch/literatur
  26. «Gym» von Verena Kessler: Horrortrip an der Trainingsmaschine

    31 min

    Im Roman «Gym» schildert die deutsche Autorin Verena Kessler eine junge Frau, die im Fitnessstudio ihren Körper bis zum Exzess optimiert – und in der Katastrophe endet. Host Felix Münger hat das rasant erzählte …

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    Im Roman «Gym» schildert die deutsche Autorin Verena Kessler eine junge Frau, die im Fitnessstudio ihren Körper bis zum Exzess optimiert – und in der Katastrophe endet. Host Felix Münger hat das rasant erzählte Buch amüsiert – und beunruhigt: Es zeichne ein verstörendes Bild unserer Gesellschaft. Die namenlose Protagonistin des Romans, eine etwa 30-jährige Frau, heuert in einem Gym an, um an der Bar Powerdrinks zu mixen. Da im Gym das Aussehen alles bedeutet, beginnt sie zu trainieren. Sie verliert jedoch bald alles Mass, spritzt sich Steroide – und fällt am Ende tief. Sie untersuche an der Figur, wie sich jemand radikalisiere, sagt Verena Kessler. Die Realitäten in der modernen Leistungsgesellschaft habe sie beim Schreiben weniger im Auge gehabt. Der Schweizer Sporthistoriker Michael Jucker zieht indessen starke Parallelen: Im Unterschied zu früheren Epochen gelte heute als gesellschaftlich gescheitert, wer nicht fit sei. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Verena Kessler. «Gym». 189 Seiten. Hanser Berlin, 2025. (Das Hörbuch, gelesen von Lisa Hrdina, ist im Audio Verlag erschienen.) ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören - Verena Kessler, Autorin - Michael Jucker, Sporthistoriker (Portal Schweizer Sportgeschichte) ____________________ Weiterführende Informationen - Song zum Thema: Shirin David: «Bauch Beine Po» ____________________ - Hosts: Felix Münger und Simon Leuthold ____________________ Das ist «Literaturclub: Zwei mit Buch»: Ein Podcast über Bücher und die Welten, die sie uns eröffnen. Alle zwei Wochen tauchen wir im Duo in eine Neuerscheinung ein, spüren Themen, Figuren und Sprache nach und folgen den Gedanken, welche die Lektüre auslöst. Dazu sprechen wir mit der Autorin oder dem Autor und holen zusätzliche Stimmen zu den Fragen ein, die uns beim Lesen umgetrieben haben. Lesen heisst entdecken. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter https://www.srf.ch/literatur
  27. «Goldstrand» von Katerina Poladjan

    29 min

    In ihrem Roman «Goldstrand» erzählt die deutsch-russische Schriftstellerin Katerina Poladjan von einem alternden italienischen Filmemacher. Eli lebt in Rom, in der verlotterten Villa seiner verstorbenen …

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    In ihrem Roman «Goldstrand» erzählt die deutsch-russische Schriftstellerin Katerina Poladjan von einem alternden italienischen Filmemacher. Eli lebt in Rom, in der verlotterten Villa seiner verstorbenen Grosseltern mütterlicherseits, die glühende Mussolini-Anhänger waren. Väterlicherseits ist die Herkunft unklar. Waren es Menschen, die 1922 vor den Bolschewiken aus dem damals russischen Odessa flüchten mussten und die es an den Goldstrand in Bulgarien verschlug? Eli ist ein grosser Fabulierer. Schwer zu sagen, was man ihm glauben kann. Aber seine Geschichten sind ein Vergnügen, weil sich in ihnen Persönliches und Weltgeschehen gleichermassen spiegeln. Eli ist nicht mehr so erfolgreich, wie er es einmal war, Frau und Tochter haben ihn schon lange verlassen, er kennt seinen Vater nicht und seine Mutter liess ihn bei ihren Eltern aufwachsen. Will er etwas über seine Wurzeln wissen, meint sie nur: «Es gibt keine Geschichte.» Dass das nicht stimmen kann, erzählt Katerina Poladjan in einem berührenden und verspielten surrealen Märchen. ____________________ Katerina Poladjan. Goldstrand. 157 Seiten. S. Fischer Verlag, 2025. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören - Katerina Poladjan, Schriftstellerin ____________________ Hosts: Franziska Hirsbrunner und Katja Schönherr ____________________ Das ist «Literaturclub: Zwei mit Buch»: Ein Podcast über Bücher und die Welten, die sie uns eröffnen. Alle zwei Wochen tauchen wir im Duo in eine Neuerscheinung ein, spüren Themen, Figuren und Sprache nach und folgen den Gedanken, welche die Lektüre auslöst. Dazu sprechen wir mit der Autorin oder dem Autor und holen zusätzliche Stimmen zu den Fragen ein, die uns beim Lesen umgetrieben haben. Lesen heisst entdecken. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter https://www.srf.ch/literatur
  28. «Die Republik der Irren» von Dirk Stermann

    29 min

    In seinem zweiten historischen Roman beschreibt Dirk Stermann die 13 Monate der Republik von Fiume nach dem Ersten Weltkrieg. Die verrückte Geschichte eines von niemandem anerkannten Staatsgebildes im heutigen …

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    In seinem zweiten historischen Roman beschreibt Dirk Stermann die 13 Monate der Republik von Fiume nach dem Ersten Weltkrieg. Die verrückte Geschichte eines von niemandem anerkannten Staatsgebildes im heutigen Rijeka unter der Führung eines Narzissten erinnert in jedem Moment an unsere Zeit. Am 12. September 1919 besetzten italienische Freischärler gegen den Willen ihrer Regierung die Stadt Fiume (Rijeka) und errichteten dort eine nationalistisch dominierte Republik. Anführer war der Dichter Gabriele D’Annunzio, der, inspiriert von futuristischen und nationalistischen Ideen, die Massen so lange zu elektrisieren vermochte, bis die Stadt in Drogen, Alkohol und Orgien versank und die Republik zusammenbrach. Vieles von dem, was damals in Fiume passierte, erinnerte Dirk Stermann an unsere Zeit, so dass seine literarische Aufarbeitung der Republik von Fiume zu einer höchst aktuellen Sache wurde. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: - Dirk Stermann. Die Republik der Irren. 304 Seiten. Rowohlt Verlag, 2025. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: - Dirk Stermann, Buchautor - Kersten Knipp, Publizist und Journalist ____________________ Weitere erwähnte Bücher: - Kersten Knipp. Die Kommune der Faschisten. Gabriele D’Annunzio und die Republik von Fiume. 400 Seiten. Dittrich Verlag, 2025. ____________________ - Hosts: Michael Luisier und Jennifer Khakshouri ____________________ Das ist «Literaturclub: Zwei mit Buch»: Ein Podcast über Bücher und die Welten, die sie uns eröffnen. Alle zwei Wochen tauchen wir im Duo in eine Neuerscheinung ein, spüren Themen, Figuren und Sprache nach und folgen den Gedanken, welche die Lektüre auslöst. Dazu sprechen wir mit der Autorin oder dem Autor und holen zusätzliche Stimmen zu den Fragen ein, die uns beim Lesen umgetrieben haben. Lesen heisst entdecken. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.
  29. «Let’s Talk about Feelings» von Leif Randt

    37 min

    Der deutsche Erfolgsautor Leif Randt hat einen «Coming of Middleage»-Roman geschrieben: Ein Berliner Fashion-Händler Anfang 40 hat es sich abgewöhnt, grosse Gefühle zu entwickeln. Der Tod seiner Mutter führt …

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    Der deutsche Erfolgsautor Leif Randt hat einen «Coming of Middleage»-Roman geschrieben: Ein Berliner Fashion-Händler Anfang 40 hat es sich abgewöhnt, grosse Gefühle zu entwickeln. Der Tod seiner Mutter führt ihm sanft vor Augen, dass es in dieser Welt aber durchaus etwas zu empfinden gäbe. Marian Flanders hat es jahrzehntelang perfektioniert, ein freundlicher Beobachter von aussen zu sein – allen anderen, aber auch sich selbst gegenüber. Als Sohn eines erfolgreichen Models und eines Fernsehmoderators ist ihm der Fokus auf alles Äusserliche quasi in die Wiege gelegt worden. Tiktok und Instagram spielen ausserdem eine nicht unwesentliche Rolle dabei. Dass Leif Randt seinen Roman im Berlin einer nahen Zukunft spielen lässt, in dem politisch die Zeichen etwas anders stehen als in der Realität, verleiht dem Buch zusätzlichen, gesellschaftsanalytischen Gehalt. Ein Buch, das aus einem bewusst langweiligen Setting viel herausholt, findet Podcast-Host Simon Leuthold. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: · Leif Randt: Let’s Talk About Feelings. 320 Seiten. KiWi, 2025. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören: · Leif Randt, Buchautor ____________________ Weitere erwähnte Bücher: · Maya Peter: Wenn du nicht wärst. 208 Seiten. Nagel & Kimche, 2024. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ Das ist «Literaturclub: Zwei mit Buch»: Ein Podcast über Bücher und die Welten, die sie uns eröffnen. Alle zwei Wochen tauchen wir im Duo in eine Neuerscheinung ein, spüren Themen, Figuren und Sprache nach und folgen den Gedanken, welche die Lektüre auslöst. Dazu sprechen wir mit der Autorin oder dem Autor und holen zusätzliche Stimmen zu den Fragen ein, die uns beim Lesen umgetrieben haben. Lesen heisst entdecken. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter https://www.srf.ch/literatur
  30. Was ist normal? – «Botanik des Wahnsinns» von Leon Engler

    29 min

    Der deutsch-österreichische Autor Leon Engler blickt in seinem Debütroman auf psychische Krankheiten – in der Familie seines Protagonisten, wie ganz generell in unserer Gesellschaft. Englers Sprache: zärtlich …

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    Der deutsch-österreichische Autor Leon Engler blickt in seinem Debütroman auf psychische Krankheiten – in der Familie seines Protagonisten, wie ganz generell in unserer Gesellschaft. Englers Sprache: zärtlich und brutal zugleich. «Ein stilistisches Glanzstück, dieses Buch», sagt Katja Schönherr. Ein junger Mann blickt auf die Lebensläufe in seiner Familie zurück. Was er sieht, ist ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Grossmutter: bipolar, zwölf Suizidversuche. Der Grossvater: ständig in der Psychiatrie. Die Mutter: Alkoholikerin. Der Vater: depressiv. Wie schafft man es, mit diesem Background nicht selbst verrückt zu werden, zumal viele psychische Krankheiten als erblich gelten? Der Erzähler fürchtet einen Familienfluch. Seine Angst führt ihn schliesslich selbst in die Psychiatrie, allerdings nicht als Patienten, sondern auf die andere Seite: als Therapeuten. ____________________ Dieses Buch steht im Zentrum der Folge: Leon Engler. «Botanik des Wahnsinns». 208 Seiten. DuMont, 2025. ____________________ Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns: [email protected] ____________________ In dieser Episode zu hören - Leon Engler, Schriftsteller und Psychologe ____________________ - Hosts: Katja Schönherr und Franziska Hirsbrunner ____________________ Das ist «Literaturclub: Zwei mit Buch»: Ein Podcast über Bücher und die Welten, die sie uns eröffnen. Alle zwei Wochen tauchen wir im Duo in eine Neuerscheinung ein, spüren Themen, Figuren und Sprache nach und folgen den Gedanken, welche die Lektüre auslöst. Dazu sprechen wir mit der Autorin oder dem Autor und holen zusätzliche Stimmen zu den Fragen ein, die uns beim Lesen umgetrieben haben. Lesen heisst entdecken. Weitere Informationen und den wöchentlichen Literaturnewsletter gibt es unter srf.ch/literatur.

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