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Novo#interview | Julia Enxing – Was ist Prozesstheologie?22 de outubro de 2026 · 52 min
Episódios
247
Publicação
várias vezes por semana
Último episódio
22 out 2026

Sobre o podcast

Herausfinden, wie Glaube heute schön sein kann.

Episódios 247

  1. #interview | Julia Enxing – Was ist Prozesstheologie?

    52 minEpisódio 249

    Gott ist mächtig. Aber ist Gott auch allmächtig? Und was verändert sich, wenn wir Gott nicht als unveränderlichen Herrscher, sondern als ein Wesen denken, das liebt, berührt wird und mit der Welt in Beziehung …

    Notas do episódio

    Gott ist mächtig. Aber ist Gott auch allmächtig? Und was verändert sich, wenn wir Gott nicht als unveränderlichen Herrscher, sondern als ein Wesen denken, das liebt, berührt wird und mit der Welt in Beziehung steht?


    In dieser Folge von Schöner Glauben spricht Jason mit Prof. Dr. Julia Enxing, Professorin für Fundamentaltheologie an der Ruhr-Universität Bochum, über ihr neues Buch Prozesstheologie. Eine Einführung.

    Die Prozesstheologie verabschiedet sich von der Vorstellung eines Gottes, der jederzeit alles einseitig bestimmen kann. Stattdessen beschreibt sie Gott als die größte Macht der Wirklichkeit, die jedoch die Eigenmacht und Freiheit aller Geschöpfe ernst nimmt. Gottes Wirken geschieht nicht durch Zwang, sondern durch Liebe, Beziehung und ein beständiges Locken zum Guten.

    Doch wie funktioniert dieses göttliche Locken eigentlich? Ist es ein inneres Gefühl, eine Form der Überzeugungskraft oder ein Wirken, das die gesamte Wirklichkeit durchzieht? Und welche Konsequenzen hat dieses Gottesbild für das Gebet, für die Frage nach dem Leid und für die Hoffnung auf Veränderung?

    Zum Abschluss sprechen Julia und Jason über die politischen Dimensionen der Prozesstheologie. Denn wenn die Zukunft offen ist und Gott die Welt nicht ohne uns verändert, dann sind auch wir gefragt, an einer gerechteren und lebensfreundlicheren Welt mitzuwirken.

    Themen dieser Folge:

    • Wie Julia Enxing zur Prozesstheologie gefunden hat
    • Whitehead, Hartshorne und die Vorstellung eines wandelbaren Gottes
    • Prozesstheologie und katholische Tradition
    • Warum Gottes Macht nicht mit Allmacht gleichzusetzen ist
    • Theodizee: Warum verhindert Gott das Leid nicht?
    • Gottes „Locken“ und die Bedeutung des Gebets
    • Eine offene Zukunft und die politische Verantwortung des Glaubens
    • Das Reich Gottes als gemeinsames Projekt von Gott und Mensch

    Kapitelmarken

    00:00 – Begrüßung und Vorstellung von Julia Enxing

    03:40 – Julias persönlicher Zugang zur Prozesstheologie

    10:49 – Was ist Prozesstheologie?

    15:49 – Gott als Beziehungswesen

    18:44 – Prozesstheologie und katholische Theologie

    24:56 – Warum die klassische Allmacht problematisch ist

    29:33 – Gottes Macht und die Frage nach dem Leid

    34:15 – Brauchen wir den Begriff Allmacht noch?

    36:37 – Was bedeutet Gottes „Locken“?

    39:06 – Gebet als Offenheit für Gottes Wirken

    41:44 – Ist Gottes Wirken mehr als ein Gefühl?

    46:02 – Offene Zukunft und politische Theologie

    48:23 – Das Reich Gottes gemeinsam gestalten

    Buchtipp:

    Julia Enxing: Prozesstheologie. Eine Einführung

    Jason Liesendahl: Gott kann auch nicht alles

    Mehr von Schöner Glauben: https://schönerglauben.jetzt

  2. #interview | Marcus Bastek – Braucht es eine schwache Kirche?

    1 h 8 minEpisódio 248

    Schwache Kirche mit Marcus BastekIn dieser Folge spricht Jason mit Marcus Bastek über dessen Buch Schwache Kirche und die Frage, wie Kirche aussehen kann, wenn sie nicht auf Stärke, Leistung und Macht setzt. Im …

    Notas do episódio
    Schwache Kirche mit Marcus Bastek

    In dieser Folge spricht Jason mit Marcus Bastek über dessen Buch Schwache Kirche und die Frage, wie Kirche aussehen kann, wenn sie nicht auf Stärke, Leistung und Macht setzt. Im Zentrum stehen die konstantinische Wende, die Verbindung von Christentum und Imperium sowie die Idee einer Theologie der Schwäche als Gegenentwurf zu kapitalistischen und herrschaftsförmigen Logiken.Marcus Bastek ist Pastor im Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden und Autor von Schwache Kirche sowie Der Angst entkommen. Die Folge ist ein theologisches Gespräch mit vielen historischen, politischen und praktischen Bezügen, das deutlich macht, warum das Thema nicht nur für Kircheninsider relevant ist.

    Themen der Folge
    • Marcus Bastek erzählt, warum Schwache Kirche aus seiner langjährigen Beschäftigung mit menschlicher Schwäche, Gemeinde und Gottes Kraft entstanden ist.
    • Er erläutert seine Grundthese: Gottes Kraft wird dort sichtbar, wo Menschen ihre Unfähigkeit, Abhängigkeit und Verletzlichkeit nicht verstecken.
    • Jason und Marcus diskutieren, was in diesem Zusammenhang überhaupt als Stärke und Schwäche gilt – und warum vermeintliche Unabhängigkeit oft eine Illusion ist.
    • Ein großer Teil des Gesprächs widmet sich der konstantinischen Wende und der Frage, wie das Christentum vom widerständigen Glauben zur staatsnahen Machtreligion wurde.
    • Marcus beschreibt Konstantin als Machtpolitiker, der das Christentum nicht aus Nächstenliebe, sondern aus strategischem Eigennutz förderte.
    • Die Folge verknüpft diese Entwicklung mit Themen wie Rassismus, Klassismus, Imperialismus und der Durchkapitalisierung von Kirche.
    • Ein weiterer Schwerpunkt ist die Idee einer Theologie der Schwäche als Zukunftshoffnung – nicht als nostalgischer Rückblick.
    • Mit dem Bild vom „Menschenpark“ zeigt Marcus, wie ein Umfeld aus Sinn, Gemeinschaft und erfüllten Grundbedürfnissen Menschen stärken kann.
    • Jason und Marcus überlegen, wie Kirche ein Ort kooperativer Fürsorge sein kann, statt Selbstoptimierung und Selbstausbeutung zu fördern.
    • Gegen Ende geht es um die Frage, wie Kirche kapitalismuskritisch denken kann, ohne die eigenen Annehmlichkeiten auszublenden.
    Zeitmarken

    00:00 – Einstieg und Vorstellung von Schwache Kirche

    03:53 – Warum Marcus das Buch geschrieben hat

    07:59 – Was Schwäche und Stärke theologisch bedeuten

    11:00 – Ist die schwache Kirche auch ein Ort für starke Menschen?

    18:36 – Warum die konstantinische Wende so wichtig ist

    24:50 – Das frühe Christentum und seine Attraktivität

    27:16 – Konstantin als Machtmensch und Wendepunkt

    31:20 – Wie aus dem Christentum eine angepasste Religion wurde

    33:29 – Der „Zaubertrank“ des Evangeliums und die Verlockung der Macht

    36:33 – Asterix, die Trabantenstadt und der Verlust von Widerstandskraft

    41:36 – Warum eine Theologie der Schwäche nötig ist

    46:03 – Prozesstheologie, politisches Denken und der schwache Gott

    53:15 – Warum der Verzicht auf Macht etwas Schönes haben kann

    57:59 – Das Bild vom Menschenpark

    65:34 – Kapitalismus, Wohlstand und die Schattenseiten des Angebots

    71:52 – Warum das Buch keine Rezepte, sondern Zutaten liefern will



  3. #interview | Markus Wenz – Was unterscheidet euch nun von den Sedras?

    54 minEpisódio 247

    Warum wurden Martin und Millicent Sedra von der Holy Spirit Night ausgeladen? Und wie positioniert sich das Gospel Forum Stuttgart zu den politischen und theologischen Fragen, die dadurch aufgeworfen wurden?In …

    Notas do episódio

    Warum wurden Martin und Millicent Sedra von der Holy Spirit Night ausgeladen? Und wie positioniert sich das Gospel Forum Stuttgart zu den politischen und theologischen Fragen, die dadurch aufgeworfen wurden?

    In dieser Folge spricht Jason mit Markus Wenz vom Gospel Forum Stuttgart. Markus war selbst am Entscheidungsprozess beteiligt und erklärt, wie es zur ursprünglichen Einladung kam, warum die Veranstalter schließlich einen Rückzieher machten und welche Fehler dabei passiert sind.

    Doch das Gespräch geht weit über die Ausladung hinaus: Welche Haltung vertritt das Gospel Forum zur Homosexualität? Wie steht die Gemeinde zu Konversionstherapien? Wo verläuft die Grenze zwischen christlicher Mission und autoritärem Kulturkampf? Und was bedeutet es eigentlich, wenn eine Kirche von sich behauptet, politisch heimatlos zu sein?

    Auch kritische Fragen kommen zur Sprache: Jason konfrontiert Markus mit früheren Aussagen eines Gastpredigers zur deutschen Erinnerungskultur und fragt, ob sich hinter vermeintlicher politischer Neutralität nicht doch politische Positionen verbergen können.

    Ein Gespräch über Verantwortung, theologische Differenzen, Religionsfreiheit und die Frage, wie Kirchen ihren Glauben leben können, ohne Feindbilder zu produzieren.

    Schöner Glauben – für einen Glauben, der Fragen aushält.

  4. #srsly | Sollten alle Menschen Methodist:innen werden?

    1 h 3 minEpisódio 245

    EXKLUSIV: Sollten alle Menschen Methodist:innen werden?Drei Methos packen aus: Was der Methodismus wirklich ist – und warum das alle angeht.Es gibt einen Podcast, der gerade die Methodismus-Bubble aufmischt …

    Notas do episódio

    EXKLUSIV: Sollten alle Menschen Methodist:innen werden?


    Drei Methos packen aus: Was der Methodismus wirklich ist – und warum das alle angeht.

    Es gibt einen Podcast, der gerade die Methodismus-Bubble aufmischt: Thorsten Dietz und Martin Hühnerhoff haben bei Das Wort und das Fleisch zweieinhalb Stunden über den Methodismus geredet. Zweieinhalb (!) Stunden! Und Sarah, Björn und Moritz von Schöner Glauben haben alles innerhalb von drei Stunden nach Release gehört. Natürlich..., sind ja Methos 😉

    Was folgt, ist ein Gespräch, das persönlich, ehrlich und sehr methodistisch ist wie ein John-Wesley-Zitat morgens um 4 (da stand John jeweils auf). Bei Schöner Glauben sind die drei nun zum heißen Debriefing geladen.



    Der Zeuge, der nicht auftauchte:

    Sarah wartete die ganzen zweieinhalb Stunden auf Walter Klaiber als Überraschungsgast. Spoiler: er kam nicht. „Ich war schon enttäuscht, ehrlich gesagt.” ist das schon methodistische Resignation?


    Was ist Methodismus überhaupt?:

    Moritz erklärt es in zwei Sätzen: Aus der Kirche, rein ins Leben, Glaube, der in der Liebe tätig wird. Sarah ergänzt: Das Beste aus drei Welten – reformierte Theologie, persönliche Frömmigkeit, katholisches Liturgieverständnis. Björn sagt: Man eckt überall an - im Methodismus endlich nicht mehr...


    Die Bombe, die Thorsten nicht warf:

    „Methodismus ist das Betriebssystem der Moderne.” Thorsten sagte es und Sarah, Björn und Moritz bestätigen es - und damit stellt sich die Frage, die alle umtreibt: Wenn das so ist – warum kennt dann kaum jemand den Methodismus? Und wieso ist Thorsten noch kein Metho?!


    Anecken war immer sein Ding:

    Wesley predigte in anglikanischen Kirchen der Oberschicht: „Ich bin ein Sünder – so wie ihr.” Daraufhin folgte der Rauswurf. Dann predigte er den Minenarbeitern dieselbe Botschaft - und sie weinten! Einer aus der Elite, der sich auf Augenhöhe stellt? Ein Gott, der sie liebt, mit allem, was sie ausmacht?

    Der Rest ist Geschichte. 


    Die neue Folge jetzt überall, wo es Podcasts gibt.

    Den Holy Club Podcast – den methodistischen Schwester*-Podcast – findet ihr auch überall, wo es Podcasts gibt.


    Fragen, Anmerkungen, methodistische Beichtgeständnisse? Gerne in der Schöner Glauben App – vielleicht gibt es bald sogar eine eigene METHO-Gruppe. Und: Sarah sucht noch jemanden, der weiß, was sie sich zuletzt an John-Wesley-Equipment zugelegt hat. Wer es errät, gewinnt ein Buch über - klar: John Wesley 😇🥰


    John Wesley Comic: https://youtu.be/lE8BPXmH-ag?is=8b-TPqbIErKHnnv_

    HolyClub mit Walter Klaiber: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/34-34

    HolyClub mit Elinor Hoeke: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/25-elinorhoeke


    Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!

  5. #interview | Björn Tröger - Wie viel Denken hält christliche Gemeinschaft aus?

    1 h 9 minEpisódio 246

    Björn ist neu im Team von Schöner Glauben! In dieser Folge erzählt er Jason von seinem Weg durch unterschiedliche christliche Milieus in Sachsen: von der pietistischen Prägung über den Aufbau einer eigenen …

    Notas do episódio

    Björn ist neu im Team von Schöner Glauben! In dieser Folge erzählt er Jason von seinem Weg durch unterschiedliche christliche Milieus in Sachsen: von der pietistischen Prägung über den Aufbau einer eigenen Jugendarbeit und das Veranstaltungsformat God is Love bis zu den Methodisten.


    Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen mit theologischen Konflikten und die Frage, warum manche Glaubensfragen zu roten Linien werden. Es geht um Evangelikalismus, Dogmen, Prozesstheologie, Sexualethik und die Herausforderung, unterschiedliche Überzeugungen in christlicher Gemeinschaft auszuhalten.


    Ein persönliches Gespräch über Glauben, Zweifel und die Frage, wie offen Kirche für kritische Fragen sein kann.

  6. #srsly | Warum wurden die Sedras ausgeladen?

    1 h 37 minEpisódio 244

    Vor einigen Tagen war die Holy Spirit Night, in deren Vorfeld es eine Debatte um die geplanten Speaker Martin und Millicent Sedra gab. Ausgelöst wurde diese durch ein Reel des Ex-Pastoren Amos Koch, der selber …

    Notas do episódio

    Vor einigen Tagen war die Holy Spirit Night, in deren Vorfeld es eine Debatte um die geplanten Speaker Martin und Millicent Sedra gab. Ausgelöst wurde diese durch ein Reel des Ex-Pastoren Amos Koch, der selber bereits auf der HSN gesprochen hatte. Er begann sein Reel mit den Worten „Ihr glaubt nicht, wer demnächst auf der HSN predigen wird“ und schnitt dann verschiedene Ausschnitte von Predigten der Sedras zusammen, in denen sie sich gegen Queere äußerten, sie sollten umkehren oder brennen. Es folgten sehr fragwürdige  Aussagen zu Männlichkeit und Feminismus. Koch nennt dies „brutal zurückgeblieben“. Das Reel bekam eine gewisse Aufmerksamkeit und wenige Tage später entschied sich die Leitung der HSN, die Sedras wieder auszuladen. 

    In der am Donnerstag, 08.10., aufgenommen Folge besprechen Moritz und Jason diesen Vorfall. Dazu haben sie mit Markus Wenz Kontakt aufgenommen, der ausführlich schriftlich Stellung genommen hat. Außerdem wurden wir von Svenja Hardecker von der Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der evangelischen Kirche unterstützt, die uns einige Einordnungen zukommen ließ. In der Folge zeichnen wir nach, was passiert ist, besprechen die schriftliche Stellungnahme von Markus Wenz und analysieren eine Predigt von Martin Sedra. 


    Hier das Statement der HSN: https://www.holyspiritnight.com/wofur-wir-stehen (erschien nach der Aufnahme).


    Die in der Folge besprochene Predigt ist hier zu finden: https://youtu.be/vI-Jw836cAE?si=qwH7e9VAddsdst9v


    Bitte beachtet: Redaktionsschluss war Freitag, 01:00 Uhr. Die Ereignisse danach wie Statements von Martin Sedra oder auch die Tatsache, dass er nun doch in Deutschland predigt (allerdings in München und mit einem anderen Veranstalter) konnten hier nicht berücksichtigt werden.

  7. #interview | Mira Ungewitter & Marco Michalzik – Starten wir ein progressives Netzwerk?

    37 minEpisódio 243

    Vor ungefähr acht Jahren trafen sich Mira Ungewitter und Jason Liesendahl in Wien. Damals brachte sie die Burning Church, eine Konferenz der Projektgemeinde Wien, zusammen. Schon damals stand eine Frage im …

    Notas do episódio

    Vor ungefähr acht Jahren trafen sich Mira Ungewitter und Jason Liesendahl in Wien. Damals brachte sie die Burning Church, eine Konferenz der Projektgemeinde Wien, zusammen. Schon damals stand eine Frage im Raum: Braucht es nicht mehr Vernetzung zwischen Menschen, die Kirche und Theologie progressiv denken und gestalten wollen? Seitdem ist viel passiert. Auch Marco und Mira sind sich auf einem Burning Church Event begegnet.

    Acht Jahre später sitzen die drei wieder in Wien zusammen und blicken zurück. Mit dabei sind Mira Ungewitter, Pastorin der Projektgemeinde Wien und Autorin, und Marco Michalzik, Autor und Podcaster bei Hossa Talk. Gemeinsam mit Jason fragen sie: Was ist aus den Ideen und Hoffnungen von damals geworden? Welche Netzwerke sind entstanden, was hat sich verändert und welche Wünsche sind offengeblieben?

    Dabei geht es auch um grundsätzliche Fragen: Was bedeutet eigentlich progressive Theologie? Was verbindet Menschen, die sich als progressiv verstehen, und wo liegen Spannungen und Unterschiede?

    Eine Folge über alte Begegnungen, neue Perspektiven und die Frage, wie es mit progressivem Christentum weitergehen könnte. Und wer weiß: Vielleicht entstehen dabei ja schon die nächsten Ideen.

  8. #interview | Gofi Müller – Kann eine KI dich lieben?

    1 h 12 minEpisódio 242

    checkt: https://und-marburg.de/undspiration/#workshops

  9. #brotundrosen | Die Josefsgeschichte von links lesen

    1 h 26 minEpisódio 241

    In dieser dritten Folge von „Brot und Rosen“ geht es um das gemeinsame Bibel lesen. Um genauer zu sein steht in dieser Folge die Josefsnovelle (Gen 37-50) im Mittelpunkt: Was heißt es mit einer …

    Notas do episódio

    In dieser dritten Folge von „Brot und Rosen“ geht es um das gemeinsame Bibel lesen. Um genauer zu sein steht in dieser Folge die Josefsnovelle (Gen 37-50) im Mittelpunkt: Was heißt es mit einer materialistischen Perspektive in die biblischen Geschichten zu schauen? Welche Figuren und Konstellationen bekommen so ein ganz anderes Verständnis? Und wie betreibt man von so einem klassenbewussten Standpunkt heraus Theologie? 


    In der ersten Bibel-Folge von „Brot und Rosen“ haben sich Sonja und Peer dafür eine Gästin eingeladen, die mit ihnen zusammen einen materialistischen Blick in die Bibel wirft. Brigitte Kahl ist Neutestamentlerin und feministische Befreiungstheologin. Sie hat 30 Jahre in New York City gelebt un dort am Union Theological Seminary gelehrt. Mittlerweile lebt sie wieder in Deutschland und liest weiter die Bibel mit ihrer ganz wunderbaren klaren, klugen und zugänglichen Art. 


    In dieser Folge setzen wir uns mit unseren eigenen Josefs-Bildern auseinander und entdecken einen Mann der durch verschiedene Wendungen selber die zweite Hand des Pharaos wird und nun die Geschicke des ägyptischen Reiches durch die Mangelwirtschaft und in der Hungersnotzeit wesentlich mitbestimmt. Welche Strukturen dabei geschaffen werden und wem sie dienen diskutieren die drei Gesprächspartner:innen in der Folge ausführlich. 


    Mehr lesen?

    Wer mehr über Brigitte Kahl, ihren theologischen Ansatz und ihre Arbeiten zu Paulus wissen möchte findet ein Interview von ihr in unserem Sammelband (Open Access): https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/literatur-sprach-und-kulturwissenschaften/gender-studies/60021/queering-theology?c=1879.

    Wer mehr von Brigitte Kahl selbst lesen möchte wird hier fündig: Brigitte Kahl, Galatians Re-Imagined: Reading With the Eyes of the Vanquished (2010).

    Brigitte Kahl, Galaterlektüre am Großen Altar von Pergamon. In: Texte und Kontexte, Nr. 4/2006, S. 3–23.


    Mehr zum Podcast und eine Möglichkeit uns finanziell zu unterstützen findest du bei schoenerglauben.jetzt

  10. #ungefiltert | Nico Buschmann - Warum existiert Gott nicht?

    1 h 22 minEpisódio 240

    #Ungefiltert – Nico Buschmann über progressiven Glauben, ehrliche Theologie und das Buch, das eigentlich „Gott existiert nicht" heißen sollteMoritz trifft Nico Buschmann – evangelischer Pfarrer aus Köln …

    Notas do episódio

    #Ungefiltert – Nico Buschmann über progressiven Glauben, ehrliche Theologie und das Buch, das eigentlich „Gott existiert nicht" heißen sollte


    Moritz trifft Nico Buschmann – evangelischer Pfarrer aus Köln, bekannt durch seinen Instagram-Account und sein gerade erschienenes Buch Gott ist anders als du denkst. Darin entfaltet er eine progressive Theologie, die sich traut, unbequeme Fragen laut zu stellen: Was, wenn Gott keine Person ist? Was, wenn die Trinität ein Machtprodukt der frühen Kirchenkonzile ist? Und was bleibt dann noch vom Glauben?


    Das Gespräch beginnt biografisch. Nico wächst kirchenfern auf, landet durch den Tipp seines Vaters in der evangelischen Jugend, wettet mit einer Gruppenfahrerin, dass er monatelang betet – und verändert sich dabei. Ein Jahr auf den Philippinen später, ein Studium, ein Vikariat mit einem Schulmentor, der immer nur fragt: „Warum eigentlich?" – und irgendwann steht Nico am Grab einer Mutter, die ihren Sohn verloren hat, und merkt: Mit der Theologie, die er hat, kommt er hier nicht weiter.


    Von da geht es tief. Was meint es, wenn Gott nicht personal gedacht wird? Was ist der Unterschied zwischen liberaler und progressiver Theologie? Warum ist die Bibel kein historisches Protokoll, sondern Ausdruck menschlicher Gotteserfahrung? Wie hält man Kirchenleitungen und Gemeindemitglieder aus, wenn man auf der Kanzel sagt, was Theologen schon seit Jahrzehnten wissen, aber selten aussprechen?


    Und dann: John Shelby Spong und Paul Tillich als theologische Grundlage – aber auch die Frage, was es bedeutet, wenn ein theologischer Denker im Privatleben Machtmissbrauch begangen hat. Kann man Werk und Autor trennen? Nico sagt ja. Moritz fragt nach.


    Am Ende landen beide beim Abendmahl – als theologischer Ressource, als politischem Akt, als Sehnsucht nach einer Welt, in der alle eingeladen sind. Und bei der Frage, was es gerade braucht: mehr Reden oder mehr Kampf?


    📖 Gott ist anders als du denkst von Nico Buschmann – jetzt im Buchhandel


    📱 Nico auf Instagram: @einschpunk


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  11. #newnormal | Wie geht Polykrise ohne durchzudrehen?

    1 h 7 minEpisódio 239

    Leben auf der Baustelle – wie wir in der Polykrise nicht durchdrehenKlimakrise, Rechtsruck, soziale Unsicherheit und eine neue Aufrüstung: Es bröckelt an vielen Stellen gleichzeitig. Aber was bedeutet es …

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    Leben auf der Baustelle – wie wir in der Polykrise nicht durchdrehen

    Klimakrise, Rechtsruck, soziale Unsicherheit und eine neue Aufrüstung: Es bröckelt an vielen Stellen gleichzeitig. Aber was bedeutet es eigentlich, von einer „Polykrise“ zu sprechen? Welche Krisen werden politisch ausgerufen – und welche lieber kleingeredet? Und wie können wir hinschauen, ohne zu verzweifeln oder innerlich zu verhärten?

    Nach ihrem Livegespräch auf dem Freakstock setzen Lasse, Jason und Benni die Diskussion fort. Sie sprechen über Privilegien und die Illusion, sich auf die Seite der Mächtigen retten zu können, über berechtigte Wut und ihre politische Umlenkung sowie über die Frage, wie wir uns auf kommende Krisen vorbereiten können, ohne auf Militarisierung, Abschottung und Stärke auf Kosten anderer zu setzen.

    Dabei entdecken sie überraschend aktuelle Perspektiven in der biblischen Apokalyptik und in Jeremias Brief an die Menschen im Exil: Apokalypse bedeutet nicht Weltuntergang, sondern Enthüllung. Sie macht sichtbar, welche Gewalt längst in unseren Verhältnissen steckt – und wo mitten im Alten bereits etwas Neues entsteht.

    Wie lässt sich also auf der Baustelle leben? Vielleicht, indem wir Gärten pflanzen, kühle und sichere Orte schaffen, miteinander trauern, Widerstand leisten und trotzdem feiern. Denn Resilienz bedeutet nicht, sich mit allem abzufinden. Es geht darum, eine dicke Haut zu entwickeln, ohne das weiche Herz zu verlieren – und gemeinsam kleine Utopien zu bauen, in denen ein anderes Leben schon jetzt erfahrbar wird.

    Die Hosts

    Lasse Meininger ist Künstler, Sneaker-Designer in Gründung und angehender Tätowierer. Er bringt Gen-Z-Perspektiven, kreative Ideen und viel Offenheit für den eigenen Glaubensumbau mit. Lasse lebt in Leipzig und fragt danach, wie aus Hoffnung, Subkultur und Gemeinschaft konkrete Gegenentwürfe entstehen können.

    Instagram: @lasse.99

    Jason Liesendahl ist Gründer und Host von Schöner Glauben. Sein Schwerpunkt liegt auf progressiver Theologie, insbesondere der Prozesstheologie. Er glaubt an die Kraft guter Gespräche und daran, dass wir Banden brauchen, um solidarisch und widerständig leben zu können.

    Instagram: @jason.liesendahl

    Benni Isaak-Krauß verbindet Theologie, zivilgesellschaftliches Engagement und Aktivismus. Er arbeitet in der Mennonitengemeinde Frankfurt und bringt besonders Perspektiven aus Friedensethik, Antifaschismus und internationaler Solidarität ins Gespräch ein.

    Instagram: @bennithehobbit

    Im Gespräch
    • Was der Begriff „Polykrise“ sichtbar macht
    • Warum manche Krisen ausgerufen und andere geleugnet werden
    • Klimakrise, soziale Ungleichheit, Rechtsruck und Militarisierung
    • Berechtigte Wut – und ihre Umlenkung gegen Schwächere
    • Apokalyptik als Enthüllung statt Weltuntergang
    • Jeremias Exilstheologie: Gärten pflanzen in Babylon
    • Klimaresiliente Kirchen und solidarische Gemeinschaften
    • Warum Trauern, Widerstand und Feiern zusammengehören
    • Freakstock, Safe Spaces und gelebte kleine Utopien
    • Wie wir eine dicke Haut behalten, ohne ein hartes Herz zu bekommen
    Empfehlung aus der Folge

    Kim Stanley Robinson: Das Ministerium für die Zukunft

    Kommt in die Schöner-Glauben-App, tauscht euch über eure eigenen Utopien und Hoffnungsorte aus und vernetzt euch mit Menschen aus eurer Region. Vielleicht entstehen daraus kleine, resiliente Banden – Orte, an denen wir gemeinsam hinschauen, feiern und an einer anderen Zukunft bauen.

  12. #wwjd | Jesus als Zukunftsforscher

    56 minEpisódio 238

    Jason kommt begeistert vom Freakstock, Moritz vom MegaCamp – 580 Menschen, 35 Grad, Schwäbische Alb, und ein Lager mit dem Motto: Institut für Zukunftsforschung. Was er dort mit Zwölf- bis Vierzehnjährigen über …

    Notas do episódio

    Jason kommt begeistert vom Freakstock, Moritz vom MegaCamp – 580 Menschen, 35 Grad, Schwäbische Alb, und ein Lager mit dem Motto: Institut für Zukunftsforschung. Was er dort mit Zwölf- bis Vierzehnjährigen über Propheten, offene Zukünfte und die Frage, ob man überhaupt noch Kinder kriegen kann, erarbeitet hat, nimmt er mit in dieses Gespräch mit Jason.


    Die These: Prophetie und Zukunftsforschung haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide beginnen mit einer genauen Gegenwartsdiagnose. Beide öffnen ein Spektrum möglicher Zukünfte. Und beide tragen das prophetische Vielleicht in sich – die Erkenntnis, dass die Zukunft nicht festgelegt ist, solange Menschen handeln.


    Von dort aus geht es zu Jona: dem widerwilligen Propheten, der mit Gott hadert, weil er ahnt, dass selbst der Erzfeind Israels gnädig behandelt werden könnte. Zu Jeremia und Jesaja, die eine politische Selbsttäuschung benennen und trotzdem Hoffnung verkünden. Und schließlich zu Jesus – als Zukunftsforscher gelesen: einer, der die Gegenwart des ersten Jahrhunderts präzise analysiert, Szenarien entwirft, zum Handeln einlädt und dabei sagt: Fürchtet euch nicht.


    Dazwischen: Was Schule mit moralischen Ambitionen zu tun hat – und warum sie es zu selten tut. Warum die Rechten gerade die einzigen sind, die eine Zukunftserzählung haben. Was jüdische Rabbiner über die Wiederkunft des Messias denken. Und warum Monotheismus ausgerechnet in der tiefsten Krise entsteht.


    Eine Folge, die all over the place ist – und genau deshalb irgendwo landet.


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  13. #live | Songs of Hope and Beauty

    54 minEpisódio 237

    Live beim Songs of Hope and Beauty – Hoffnung, Musik und die Grüne HauptstadtEin Live-Podcast aus dem Kirchengarten 2.0 in Heilbronn. Moritz sitzt auf der Bühne mit drei Menschen, die auf sehr unterschiedliche …

    Notas do episódio

    Live beim Songs of Hope and Beauty – Hoffnung, Musik und die Grüne Hauptstadt

    Ein Live-Podcast aus dem Kirchengarten 2.0 in Heilbronn. Moritz sitzt auf der Bühne mit drei Menschen, die auf sehr unterschiedliche Weise dasselbe tun: Räume schaffen, in denen etwas entstehen kann.


    Jonnes ist Singer-Songwriter aus Ludwigsburg und schreibt Lieder über die Frage, was es eigentlich bedeutet zu hoffen – bevor man überhaupt fragt, was einem Hoffnung macht. Anne-Christina Achterberg-Boness, auch bekannt als Empress Bahati, macht mit ihrer internationalen Band Rise'n'Shine Musik zu Klimagerechtigkeit, Menschenrechten und globaler Solidarität – von der Quelle des Nils bis zu Schulen in Bonn. Dr. Julia Hufnagel leitet die Abteilung Strategie und Zukunftsfragen beim Heilbronner Oberbürgermeister und ist verantwortlich für das Projekt Grüne Hauptstadt Europas 2027.


    Das Gespräch kreist um eine ehrliche Frage: Warum macht man weiter, wenn die Probleme größer sind als man selbst? Die Antworten sind unterschiedlich – und gerade deshalb erhellend. 


    Jonnes spricht davon, sich von der Erwartung unmittelbarer Veränderung zu lösen und stattdessen aus der Verpflichtung der Notwendigkeit heraus zu handeln. Anne-Christina erzählt von einer Flut in Tansania, von einem Schüler, der seitdem jedes Konzert fotografiert. Und Julia davon, wie ein Titel wie Grüne Hauptstadt Europas plötzlich Institutionen zusammenbringt, die vorher keinen Grund hatten, miteinander zu reden.


    Dazwischen: Was Musik mit Sprache zu tun hat. Warum Konfliktpotenzial auch ein Zeichen wachsenden Bewusstseins ist. Und was ein Teenie-Zeltlager über Zukunftsforschung lehren kann.


    Links:


    Jonnes: jonnes.de


    Rise and Shine: riseupafrica.org


    Heilbronn – Grüne Hauptstadt Europas 2027: heilbronn2027.de


    Veranstalter: https://hn-mittendrin.de


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  14. #interview | Dalilah Shemia - Wie funktioniert gewaltfreier Widerstand?

    1 h 40 minEpisódio 236

    In dieser Folge von schöner Glauben redet Benni mit der Widerstandsforscherin Dr. Dalilah Shemia über die strategische Logik gewaltfreien Widerstands. Was ist eigentlich ziviler Widerstand und was ist er auch …

    Notas do episódio

    In dieser Folge von schöner Glauben redet Benni mit der Widerstandsforscherin Dr. Dalilah Shemia über die strategische Logik gewaltfreien Widerstands. Was ist eigentlich ziviler Widerstand und was ist er auch nicht? Welche Macht haben ganz normale Menschen selbst in Kontexten der Ausbeutung und Unterdrückung? Auf welche Dynamiken setzt gewaltfreier Widerstand und hat das Erfolgsaussichten?

    Welche Rolle haben Glaube und Kirche als organisierter Raum und Infrastruktur für verschiedene gewaltfreie Bewegungen gespielt und was können wir davon für heute lernen?

    Dalilah erzählt von Tee & Taktik, dem Podcast zu Forschung und Praxis des zivilen Widerstands und was wir jetzt tun können, um Demokratie & Menschenrechte zu verteidigen und auszuweiten.


    Host:

    BENNI BEWEGT SO EINIGES. ZIVILGESELLSCHAFT, AKTIVISMUS, THEOLOGIE UND DIE MENNONITISCHE

    GEMEINDE IN FRANKFURT SIND SEINE SPIELFELDER. ER BRINGT INTERNATIONALE PERSPEKTIVEN, ANTIFASCHISMUS, FRIEDENSETHIK UND GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT ZUSAMMEN.

    #NEWNORMAL #BIBELLESENMIT #WWJD

    #THIS IS


    Tee & Taktik Podcast

    https://www.podcast.de/podcast/3510507/tee-taktik


    Tagung “Nein zum Krieg - Ja zu…?” mit Dalilah und Benni

    13.-15.11.2026 bei Karlsruhe

    https://www.dmfk.de/herbsttagung/herbsttagung-2026/


    Weiterführende Literatur / Videos:

    Webinar mit Dalilah und Benni: Wann sind soziale Bewegungen erfolgreich?

    https://youtu.be/8uX5U9FIm6s?si=x3Vev0BETvsY_lsA


    Erica Chenoweth & Maria Stephan: Warum ziviler Widerstand funktioniert. Die strategische Logik gewaltfreien Widerstands

    https://www.nomos-shop.de/de/p/warum-ziviler-widerstand-funktioniert-gr-978-3-7560-1817-8


    Englisch: Why Civil Resistance Works: The Strategic Logic of Nonviolent Conflict (Columbia Studies in Terrorism and Irregular Warfare)


    Kurzversion als Ted Talk: The Success of nonviolent civil resistance Erica Chenoweth at TEDxBoulder https://youtu.be/YJSehRlU34w?si=e9cS8Xt4tl-AVcE4


    Dalilah Shemia-Goeke: People Power Strategies to Curtail Corporate Power: Serving the Public Good (2025)  Springer Nature / Palgrave Macmillan

    https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-031-99094-6


    Richard Horsley, Bandits, Prophets, and Messiahs: Popular Movements at the Time of Jesus (1988) Harper & Row


    Walter Wink, Verwandlung der Mächte. Eine Theologie der Gewaltfreiheit. Friedrich Pustet, 2014

  15. #newnormal | Was, wenn es nicht mehr gut wird? Mit Walter Lechner

    1 h 8 minEpisódio 235

    Was, wenn es nicht wieder gut wird? – Über Kollaps, Hoffnung und die Rolle der KircheWas bedeutet eigentlich Kollaps?Das Wort klingt zunächst nach Weltuntergang: Alles bricht zusammen und plötzlich funktioniert …

    Notas do episódio
    Was, wenn es nicht wieder gut wird? – Über Kollaps, Hoffnung und die Rolle der Kirche

    Was bedeutet eigentlich Kollaps?

    Das Wort klingt zunächst nach Weltuntergang: Alles bricht zusammen und plötzlich funktioniert nichts mehr. Doch Kollaps kann ganz anders aussehen. Er kann langsam geschehen, einzelne gesellschaftliche Systeme betreffen oder bestimmte Gruppen viel früher treffen als andere. Walter Lechner unterscheidet im Gespräch deshalb zwischen Krise und Kollaps: Während nach einer Krise grundsätzlich eine Rückkehr zum vorherigen Zustand möglich ist, geht bei einem Kollaps etwas verloren, das zumindest für lange Zeit nicht wiederhergestellt werden kann. 

    In dieser Folge von #NewNormal sprechen Benni Isaak-Krauß, Jason Liesendahl und Walter Lechner darüber, warum die Debatte um Kollaps gerade angesichts der Klimakrise relevant wird – und warum sie nicht rechten Preppern und apokalyptischen Untergangsfantasien überlassen werden sollte.

    Es geht um ökologische Kipppunkte und gesellschaftliche Abhängigkeiten, um Lieferketten und hochkomplexe Systeme, aber auch um eine andere Form der Vorbereitung: Was macht Gemeinschaften resilient? Was passiert, wenn Menschen ihre Nachbar*innen kennen, lokale Netzwerke aufbauen und wieder lernen, füreinander zu sorgen?

    Walter plädiert dabei nicht dafür, Klimaschutz abzuschreiben und sich nur noch auf den Zusammenbruch vorzubereiten. Seine Formel lautet vielmehr sinngemäß: beidhändig arbeiten – weiter um jedes Zehntelgrad kämpfen und gleichzeitig Vorkehrungen für die Folgen treffen, die sich nicht mehr verhindern lassen. 

    Damit wird Kollaps auch zu einer theologischen Frage.

    Denn christliche Hoffnung darf nicht einfach bedeuten: „Es wird schon nicht so schlimm.“ Walter spricht über die Kritik am „Hopium“ – einer Hoffnung, die wie ein Betäubungsmittel funktionieren kann. Benni unterscheidet daran anschließend zwischen „billiger“ und „teurer Hoffnung“. Die entscheidende Frage lautet: Was heißt hoffen und handeln, wenn wir keine Garantie haben, dass am Ende alles wieder gut wird?

    Und schließlich fragen wir: Welche Rolle könnten Kirche und Diakonie spielen? Walter sieht gerade in ihren lokalen Strukturen, Räumen, Netzwerken und Kompetenzen ein großes Potenzial. Statt erst auf Katastrophen zu reagieren, könnten sie sich heute darauf vorbereiten, in Krisen sprach- und handlungsfähig zu sein und zur gesellschaftlichen Resilienz beizutragen. 

    Die Sprecher

    Walter Lechner ist Pfarrer und stammt ursprünglich aus Niederösterreich. Nach vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Sachsen arbeitet er seit fünf Jahren bei midi als Referent für Sozialraumorientierung in Diakonie und Kirche. Dabei beschäftigt er sich damit, wie Kirche und Diakonie mit anderen Akteur*innen in Dörfern, Städten und Quartieren zusammenarbeiten können. Aus seiner Beschäftigung mit Nachhaltigkeit, Postwachstum, Klimaseelsorge und Climate Emotions entstand zunehmend die Frage, wie sich Kirche und Diakonie strategisch mit möglichen Kollapsszenarien auseinandersetzen können. 

    Benni Isaak-Krauß bewegt sich zwischen Zivilgesellschaft, Aktivismus, Theologie und der mennonitischen Gemeinde in Frankfurt. Er verbindet internationale Perspektiven mit Antifaschismus, Friedensethik und gesellschaftlichem Engagement und ist Teil der Schöner-Glauben-Redaktion. 

    Jason Liesendahl hat Schöner Glauben gegründet, weil er an gute Gespräche und daran glaubt, „Banden zu bilden“. Sein theologischer Schwerpunkt liegt auf progressiver Theologie und insbesondere auf der Prozesstheologie. 

    Weiterdenken

    Am Ende der Folge weist Walter auf die Arbeit der AG Kirche und Diakonie im Klimakollaps und auf ein geplantes Barcamp hin. Dort soll gemeinsam mit Menschen aus Kirche, Diakonie sowie Klima- und Kollapsbewegung unter anderem darüber nachgedacht werden, wie kirchliche Infrastruktur in Kollapsszenarien genutzt werden kann, welche Rolle Seelsorge spielt und wie Theologie angesichts von Kollaps sprachfähig werden kann. https://vrk-akademie.de/publikation/kirche-und-theologie-im-klimakollaps/

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  16. #brotundrosen | Was ist eigentlich Klasse?

    1 h 9 minEpisódio 234

    Was ist eigentlich Klasse? | Brot und RosenWir leben in einer Klassengesellschaft. Aber was bedeutet das eigentlich? Wer gehört zur Arbeiterinnenklasse? Was unterscheidet Klasse von sozialer Schicht? Und was …

    Notas do episódio

    Was ist eigentlich Klasse? | Brot und Rosen

    Wir leben in einer Klassengesellschaft. Aber was bedeutet das eigentlich? Wer gehört zur Arbeiterinnenklasse? Was unterscheidet Klasse von sozialer Schicht? Und was genau meinen Marxistinnen, wenn sie von „Ausbeutung“ sprechen?

    In der ersten inhaltlichen Folge von „Brot und Rosen“ gehen Sonja, Charlotte und Peer diesen Fragen auf den Grund. Dabei wird schnell klar: Klasse beschreibt nicht einfach, wer viel oder wenig Geld hat. Es geht um die Frage, wie Arbeit und Leben in unserer Gesellschaft organisiert sind – wer seine Arbeitskraft verkaufen muss, wer über Kapital verfügt und welche unterschiedlichen Interessen daraus entstehen.

    Die drei sprechen darüber, warum gesellschaftliche Ungleichheit nicht einfach das Ergebnis individueller Leistung oder individuellen Versagens ist, warum Ausbeutung zunächst keine moralische Kategorie, sondern ein strukturelles Verhältnis bezeichnet und weshalb die Unterscheidung zwischen Arbeiterinnenklasse und Kapitalistinnenklasse auch heute noch relevant ist.

    Dabei geht es um Lohnarbeit und Produktionsmittel, Mehrwert und Kapital, Arbeitskämpfe und Klassenmacht – aber auch ganz konkret um Bahnfahrten, Überstunden und die Frage, warum formale Freiheit wenig bedeutet, wenn die materiellen Möglichkeiten fehlen.

    Und schließlich geht es um die Theologie: Aus welcher gesellschaftlichen Position heraus treiben wir eigentlich Theologie? Denn Theologie hat immer eine Klassenperspektive – auch dann, wenn sie sich dessen nicht bewusst ist. Eine befreiende Theologie muss deshalb nicht nur nach individuellen Haltungen fragen, sondern auch nach den gesellschaftlichen Verhältnissen, die unser Leben prägen.

    Ein Einstieg in Klassenanalyse – und in die Frage, warum sie für eine Theologie, die von Befreiung spricht, unverzichtbar sein könnte.

  17. #brotundrosen | Vorstellungsrunde – Theologie mit Klassenperspektive

    26 minEpisódio 233

    Brot und Rosen – Schöner Glauben mit KlassenperspektiveWas haben Klasse, Kapitalismus und soziale Ungleichheit mit Theologie zu tun? Und was verändert sich, wenn wir Glauben, Kirche und Bibel aus einer …

    Notas do episódio

    Brot und Rosen – Schöner Glauben mit Klassenperspektive

    Was haben Klasse, Kapitalismus und soziale Ungleichheit mit Theologie zu tun? Und was verändert sich, wenn wir Glauben, Kirche und Bibel aus einer Klassenperspektive betrachten?

    In dieser Folge stellen Sonja, Charlotte und Peer die neue Schöner-Glauben-Rubrik „Brot und Rosen“ vor. Sie erzählen von ihren ganz unterschiedlichen Wegen in die Theologie – vom Pfarrhaus über evangelikal-freikirchliche Prägungen bis hin zu einem religionsfernen Elternhaus – und davon, was sie zur Beschäftigung mit Klasse, Kapitalismus und Herrschaftskritik gebracht hat.

    Und natürlich geht es um den Namen: „Brot und Rosen“ führt von der Arbeiterinnenbewegung und dem berühmten Textilarbeiterinnenstreik von 1912 über feministische Kämpfe bis zur Legende der Elisabeth von Thüringen. Dahinter steht eine Forderung, die bis heute aktuell ist: Es geht nicht nur um Anerkennung und Rechte, sondern auch um die materiellen Bedingungen unseres Lebens. Nicht nur ums Überleben, sondern ums gute Leben.

    In den kommenden Folgen sprechen Sonja, Charlotte und Peer darüber, was Klasse eigentlich ist, wie Kapitalismus entstanden ist, wie eine materialistische Perspektive auf Faschismus aussehen kann – und was passiert, wenn wir mit einer Klassenperspektive die Bibel lesen.

    Brot und Rosen: Theologie mit Klassenperspektive.

  18. #interview | Ist grad alles bisschen viel? Mit Debora Kuder und Sarina Pfauth

    1 h 4 minEpisódio 232

    Alles bisschen viel.Die To-do-Liste wird nie leer. Im Kopf sind tausend Tabs offen. Die Weltlage macht es auch nicht gerade leichter. Und irgendwo dazwischen sollen wir gute Freundinnen, Eltern, Partnerinnen …

    Notas do episódio

    Alles bisschen viel.

    Die To-do-Liste wird nie leer. Im Kopf sind tausend Tabs offen. Die Weltlage macht es auch nicht gerade leichter. Und irgendwo dazwischen sollen wir gute Freundinnen, Eltern, Partnerinnen, Christ*innen sein – produktiv, ausgeglichen, engagiert und natürlich die beste Version unserer selbst.

    Vielleicht müssen wir das aber gar nicht.

    In der neuen Folge von #Interview spreche ich mit Debora und Sarina über ihr Buch Alles bisschen viel – und über die Frage, wie ein gutes Leben aussehen kann, wenn eben nicht alles gut ist.

    Wir sprechen über Mental Load und Decision Fatigue, über die ziemlich anstrengende Idee der Selbstoptimierung und darüber, warum das Leben nicht erst dann beginnt, wenn endlich alle Baustellen beseitigt sind.

    Es geht um Stille – und darum, dass sie nicht unbedingt angenehm ist. Um kleine Unterbrechungen mitten im Alltag. Und schließlich um eine Hoffnung, die nicht behauptet: Irgendwie wird schon alles gut.

    Sondern eine Hoffnung, die unbequem wird.

    Eine Hoffnung, die die Krisen unserer Zeit ernst nimmt und trotzdem fragt: Was können wir tun? Wo können wir etwas verändern? Wie können wir selbst Hoffnung schaffen?

    Und vielleicht steckt genau darin auch etwas zutiefst Christliches: Nicht darauf zu warten, dass irgendwann alles heil, ruhig und fertig ist – sondern Gott und das gute Leben mitten im Unfertigen zu suchen.

    🎙️ Alles bisschen viel – mit Debora und Sarina

    Jetzt überall, wo es Schöner Glauben auf die Ohren gibt.

    #schönerglauben #podcast #allesbisschenviel #mentalload #selbstoptimierung #hoffnung #glaube #spiritualität #christlicherglaube #theologie

  19. #interview | Nico Buschmann – Was ist progressive Theologie?

    1 h 6 minEpisódio 231

    Nico's neues Buch, progressives Christentum und warum Gott für ihn nicht als Person gedacht werden sollte In dieser Folge sprechen Jason und Nico über Nicos neues Buch, das seit dem 7.8. erschienen ist, und …

    Notas do episódio
    Nico's neues Buch, progressives Christentum und warum Gott für ihn nicht als Person gedacht werden sollte In dieser Folge sprechen Jason und Nico über Nicos neues Buch, das seit dem 7.8. erschienen ist, und über die theologische Grundfrage, wie man heute ehrlich von Gott sprechen kann. Im Zentrum stehen progressives Christentum, Paul Tillich, Prozesstheologie und die praktische Frage, wie Glaube in Gemeinden, Ritualen und Seelsorge lebendig wird. Jason bringt dabei die Perspektive aus der Prozesstheologie ein, während Nico seine Position aus progressiver, eher liberaler Theologie entfaltet. Gemeinsam arbeiten sie heraus, warum Glauben für beide nicht bei richtigen Sätzen stehen bleiben darf, sondern Erfahrung, Wirkung und gelebte Konsequenzen braucht. (Leider hat es technische Probleme gegeben, das tut mir sehr leid. Demnächst wieder in besserer Qualität) Key topics Nico erklärt, warum das Buch aus seiner Community heraus entstanden ist: Viele Menschen wollten etwas über seinen Glauben lesen, ohne theologische Vorkenntnisse mitbringen zu müssen. Er beschreibt das Buch als allgemeinverständliche Einführung in progressive Theologie, nicht als akademisches Werk für Theologinnen und Theologen. Progressives Christentum definiert Nico als eine Theologie, die stärker auf das fokussiert, was Jesus getan und gesagt hat, als auf spätere Dogmen über Jesus. Er betont die soziale und ethische Dimension: Im Zentrum stehen marginalisierte, unterdrückte und ausgeschlossene Menschen. Jason und Nico kritisieren gemeinsam ein Christentum, das sich in richtigen Glaubenssätzen erschöpft, aber wenig Wirkung auf die reale Welt hat. Nico macht deutlich, dass ihn Kategorien wie konservativ oder liberal weniger interessieren als die Frage, wie Menschen Glauben tatsächlich erleben. Ein großer Schwerpunkt ist Paul Tillich: Für Nico ist Gottesrede sinnvoller als Rede vom Daseinsgrund, nicht von einem personalen Gegenüber. Die beiden diskutieren ausführlich den Unterschied zwischen einem personal gedachten Gott und einer prozesshaften, erfahrungsbezogenen Gottesvorstellung. Nico erklärt, warum er die klassische Vorstellung von Gottes Handeln für problematisch hält, vor allem im Blick auf Leid und Theodizee. Bei Jesus kommt Nico zu dem Schluss: Jesus ist nicht Gott im ontologischen Sinn, sondern der Mensch, in dem der Grund des Seins sichtbar und wirksam wird. Im zweiten Teil geht es sehr praktisch um Nicos Gemeindearbeit: offene Abendmahlspraxis, angepasste Einsetzungsworte, Seelsorge online und reflektierte Liturgie. Nico beschreibt, wie er bewusste Irritation in Gottesdiensten nutzt, etwa durch weibliche Gottesbilder und variierende Sprache, um eingefahrene Vorstellungen aufzubrechen. Timestamps 00:00 - Begrüßung, Buchrelease und worüber heute gesprochen wird 01:05 - Das Buch ist seit dem 7.8. draußen 02:04 - Warum Nico das Buch geschrieben hat 03:01 - Ein Buch für Nicht-Theologinnen und Nicht-Theologen 04:00 - Nicos Alltag als Pastor und digitaler Seelsorger 05:32 - Was progressives Christentum für Nico bedeutet 08:56 - Warum Glaubenssätze ohne Weltbezug zu wenig sind 10:48 - Warum Nico sich gegen enge theologischen Schubladen wehrt 12:29 - Theologie muss politische Konsequenzen haben 14:24 - Paul Tillich als wichtige Inspirationsquelle
  20. #Interview | Warum viele US-Evangelikale den Klimawandel ablehnen

    1 h 51 minEpisódio 230

    Nachhaltigkeit bei US-Evangelicals – Creation Care oder Dominion?Warum lehnen viele weiße US-Evangelikale Klimaschutz ab, obwohl sie von der Bewahrung der Schöpfung sprechen? Welche Rolle spielen …

    Notas do episódio

    Nachhaltigkeit bei US-Evangelicals – Creation Care oder Dominion?

    Warum lehnen viele weiße US-Evangelikale Klimaschutz ab, obwohl sie von der Bewahrung der Schöpfung sprechen? Welche Rolle spielen Bibelauslegung, Kapitalismus und Parteipolitik? Und gibt es innerhalb des Evangelikalismus auch Gegenbewegungen?

    Darüber spricht Marie mit dem Religionspädagogen und Doktoranden Phillip Angelina, der seit mehreren Jahren zum Klimadiskurs im US-amerikanischen Evangelikalismus forscht.

    In der Folge geht es unter anderem um:

    • Warum der Begriff „Evangelikalismus" so schwer zu definieren ist
    • Die Entstehung der Creation-Care-Bewegung
    • Die Gegenbewegung rund um Dominion Theology
    • Francis Schaefer und die Entwicklung der evangelikalen Umweltdebatte
    • Die Verbindung von Evangelikalismus, Republikanischer Partei und Kapitalismus
    • Unterschiedliche Auslegungen der Schöpfungserzählungen
    • Warum Klimafragen heute zu den umkämpftesten theologischen Themen gehören
    • Junge evangelikale Christ:innen, die neue Wege gehen

    Ein Gespräch über Theologie, Politik, Bibelauslegung und die Frage, wie christlicher Glaube auf die Klimakrise antworten kann.

  21. #Live | Freakstock26 – Braucht es eine christliche Antifa?

    1 h 14 minEpisódio 229

    Diese Folge wurde live auf dem Freakstock 2026 aufgenommen.Gemeinsam sprechen Jason Liesendahl, Benni Isaak-Kraus und Lasse Meininger über eine Frage, die viele Christ*innen gerade beschäftigt: Was tun, wenn …

    Notas do episódio

    Diese Folge wurde live auf dem Freakstock 2026 aufgenommen.

    Gemeinsam sprechen Jason Liesendahl, Benni Isaak-Kraus und Lasse Meininger über eine Frage, die viele Christ*innen gerade beschäftigt: Was tun, wenn Gesellschaft und Politik immer weiter nach rechts rücken? Braucht es da eine christliche Antifa?

    Ausgangspunkt ist eine persönliche Erfahrung bei einem Gottesdienst der queeren Kirche in Köln. Von dort aus entfaltet sich ein Gespräch über Rechtsruck, Demokratie, Solidarität und die Frage, welche Rolle Christ*innen in gesellschaftlichen Krisen spielen können.


    Dabei geht es unter anderem um:

    • den gesellschaftlichen Rechtsruck und seine Folgen,
    • gewaltfreien Widerstand,
    • Ohnmacht und Handlungsfähigkeit,
    • Solidarität statt Vereinzelung,
    • Hoffnung als politische Kraft,
    • und ganz konkrete Ideen, wie christliche Gemeinschaft heute aussehen kann.

    Keine Patentrezepte – sondern ein ehrliches Live-Gespräch über Verantwortung, Mut und die Frage, wie christlicher Glaube in Krisenzeiten konkret werden kann.


    Hosts

    Jason Liesendahl @jason.liesendahl

    Glaubt an gute Gespräche und daran, Banden zu bilden. Deshalb gibt es Schöner Glauben. Sein Schwerpunkt liegt auf progressiver Theologie, insbesondere der Prozesstheologie. Er gibt zu viel Geld für Bücher aus und verbringt viel Zeit im ICE zwischen seinen beiden Lebensmittelpunkten Offenbach und Köln.


    Benni Isaak-Kraus @bennithehobbit

    Benni bewegt so einiges. Zivilgesellschaft, Aktivismus, Theologie und die mennonitische Gemeinde in Frankfurt sind seine Spielfelder. Er bringt internationale Perspektiven, Antifaschismus, Friedensethik und gesellschaftliches Engagement zusammen. Aktuell noch in Elternzeit, künftig häufiger bei Schöner Glauben zu hören.


    Lasse Meininger @lasse.99

    Künstler, Sneaker-Designer in Gründung und angehender Tätowierer. Lasse steht für Gen-Z-Perspektiven, kreative Ideen und einige der unterhaltsamsten Instagram-Storys im Team. Er lebt in Leipzig und verarbeitet die Erfahrungen seines eigenen Glaubensumbaus mit viel Offenheit und Humor.

  22. #newnormal | Wie lebt es sich als deutsch-israelische Familie in Berlin?

    58 minEpisódio 228

    #NewNormal – Wie lebt es sich als deutsch-jüdische Familie in Berlin?Hannah ist neu im Schöner-Glauben-Team – und bringt eine Perspektive mit, die in progressiven deutschsprachigen Diskursen selten so offen zu …

    Notas do episódio

    #NewNormal – Wie lebt es sich als deutsch-jüdische Familie in Berlin?


    Hannah ist neu im Schöner-Glauben-Team – und bringt eine Perspektive mit, die in progressiven deutschsprachigen Diskursen selten so offen zu hören ist: Sie ist Deutsche, mit einem Israeli verheiratet, Mutter einer dreijährigen Tochter, die den israelischen Nachnamen ihres Vaters trägt. Und sie lebt in Berlin.


    Jason und Hannah reden über das, was der 7. Oktober mit einer Familie wie ihrer gemacht hat. Nicht nur das unmittelbare Trauma – Hannahs Mann hat ein Familienmitglied verloren – sondern das, was danach kam und seitdem bleibt: die Frage, welche Sprache man auf der Straße spricht, ob man in bestimmten Stadtteilen hebräisch redet oder lieber nicht, was es bedeutet, wenn die eigene Tochter in drei Jahren mit einem israelischen Nachnamen eingeschult wird.


    Das Gespräch hält viele Gleichzeitigkeiten aus. Hannah benennt klar, dass sie den Begriff Genozid für das, was in Gaza passiert, inzwischen selbst verwendet – und erzählt gleichzeitig, wie schwer es ist, dafür einen Ort zu finden, der weder die israelische Kriegsführung ausblendet noch das Leid der Opfer des 7. Oktober. Sie berichtet von einer Veranstaltung israelischer Friedensaktivistinnen in Neukölln, die vom eigentlich solidarischen Publikum regelrecht von der Bühne gebuht wurden. Und von dem Gefühl, in der deutschen Linken ein stückweit politische Heimat verloren zu haben.

    Jason bringt seinen Schulalltag ein: Wie unterrichtet man das Thema, wenn es weder im Curriculum vorkommt noch jemanden kalt lässt? Wie geht man mit Schüler:innen um, die TikTok-Ausschnitte zeigen – ohne den Kontext, aber mit vollem Schmerz?


    Am Ende steht kein Fazit, sondern eine Orientierung: Die Stimmen, die es braucht, sind die von Menschen, die auf beiden Seiten gleichzeitig stehen – wie die Bewegung Standing Together oder die neu gegründete Partei Macom le Culano. Laut machen, statt wegschauen.


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  23. #ungefiltert | Nana Myrrhe - Laut und kreativ gegen die Purity Culture

    1 h 11 minEpisódio 227

    #Ungefiltert – Nana Myrrhe über Purity Culture, Körperscham und den Weg rausNana Myrrhe ist Autorin, Aktivistin und betreibt den Account Purity Britney – und ist damit eine der lautesten und kreativsten …

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    #Ungefiltert – Nana Myrrhe über Purity Culture, Körperscham und den Weg raus


    Nana Myrrhe ist Autorin, Aktivistin und betreibt den Account Purity Britney – und ist damit eine der lautesten und kreativsten deutschsprachigen Stimmen gegen Purity Culture. Moritz hat ihr Buch Feucht und Fromm gelesen und wollte sie einfach kennenlernen. Das ist #Ungefiltert.


    Das Gespräch beginnt biografisch: aufgewachsen in charismatisch-fundamentalistischen Kreisen, in denen der Körper als Ort der Gefährdung galt, Sexualität als dämonische Energie und Jungfräulichkeit als das Heiligste, was man bewahren konnte. Nana erzählt, wie tief diese Prägungen gingen – bis in die Scham, sich selbst nackt zu sehen. Und was passiert, wenn man ein Leben lang darauf wartet, dass die Ehe das alles wie von Zauberhand auflöst.


    Spoiler: Es löst sich nicht auf. Nana spricht offen über Vaginismus, über die psychosomatischen Folgen von Purity Culture und über den Moment, in dem die Wut größer wurde als die Angst. Daraus entstand ihr Buch – und Purity Britney.


    Dazu geht's um: warum Paulus so viel mehr zitiert wird als Jesus. Wie biblische Texte über Ehe und Körper im historischen Kontext gelesen werden müssen – und was passiert, wenn man das nicht tut. Britney Spears als unfreiwillige Ikone der Purity Culture. Und was Humor als Aufklärungsformat leisten kann, das sachliche Argumente allein nicht schaffen.


    📖 Feucht und Fromm von Nana Myrrhe – am besten direkt bei ihr bestellen (sie signiert und bekommt mehr davon): @nanamyrrhe oder nanamyrrhe.de


    🎵 Musikvideo zu Toxic (Purity Culture Parodie) – https://www.youtube.com/watch?v=GYjiNsrVr10&list=RDGYjiNsrVr10&start_radio=1


    📬 Newsletter (kommt selten, dafür gut): nanamyrrhe.de


    Das frühere Gespräch mit Franzi und Andrea Hansen zu Purity Culture gibt's auch bei Schöner Glauben, einfach runterscrollen :)


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  24. #interview | Jörg Rieger - Was ist Theologie im Kapitalozän?

    1 h 31 minEpisódio 226

    Theologie im Kapitalozän – Ein Gespräch mit Jörg RiegerWas hat Theologie mit dem Kapitalismus zu tun? Mehr, als die meisten Menschen ahnen – und mehr, als die meisten Kapitalismuskritiker zugeben würden.Moritz …

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    Theologie im Kapitalozän – Ein Gespräch mit Jörg Rieger


    Was hat Theologie mit dem Kapitalismus zu tun? 

    Mehr, als die meisten Menschen ahnen – und mehr, als die meisten Kapitalismuskritiker zugeben würden.

    Moritz spricht mit Professor Jörg Rieger, Methodistischer Pastor, Befreiungstheologe und Inhaber einer der renommiertesten Theologie-Professuren an der Vanderbilt University in Nashville. Sein Buch Theologie im Kapitalozän ist gerade auf Deutsch erschienen – und es kommt zur richtigen Zeit.

    Schon der Begriff macht einen entscheidenden Move: nicht Anthropozän, wo acht Milliarden Menschen kollektiv angeklagt werden, sondern Kapitalozän. Die Frage ist nicht, wer Kaffeebecher benutzt, sondern wer den Planeten wirklich zerstört – und welche Interessen dahinterstecken. Dass BP in den 90ern den persönlichen CO2-Fußabdruck erfunden hat, ist kein Zufall. Es ist Ablenkung.

    Das Gespräch geht tief. Welche Gottesbilder formt das Imperium – und welche werden durch die Bibel gebrochen? Was hat die Weihnachtsgeschichte mit Machtkritik zu tun? Warum sitzt Gott im Exodus nicht beim Pharao, sondern im brennenden Dornbusch? Und was sagt es über die Methodistische Kirche, dass sie von 1933 bis 1945 die Mittelposition bezogen hat – und warum ist genau das auch heute eine Gefahr?


    Jörg erklärt, warum Solidarität keine Weichheit ist, sondern die eigentliche Machtfrage. Wie Community Organizing und Solidaritätsökonomie konkret zusammengehen – in seinen Solidarity Circles, die mit über 300 Gemeinden ökumenisch und interreligiös gearbeitet haben. Und warum eine Erweckungsbewegung von unten theologisch gesehen plausibler ist als alles, was von oben inszeniert wird.


    Wer das Buch lesen will: Theologie im Kapitalozän kostet bei Kohlhammer 22 Euro. Auch Bibliotheken können es anschaffen. 


    https://shop.kohlhammer.de/theologie-im-kapitalozan-47882.html#147=19


    Den Link zum Wendlin Cook Program findet ihr hier: religionandjustice.org


    Eine frühere Folge mit Jörg im HolyClub-Podcast: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/20-moritz


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  25. #interview | Charlotte Jacobs und Sonja Thomaier - Queering Theology und Kapitalismuskritik

    1 h 6 minEpisódio 224

    #interview – Queering Theology: Befreiung für alle oder Sondergruppen-Theologie?Moritz spricht mit Charlotte Jacobs und Sonja Thomaier, die gemeinsam den Sammelband Queering Theology herausgegeben haben. Das …

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    #interview – Queering Theology: Befreiung für alle oder Sondergruppen-Theologie?


    Moritz spricht mit Charlotte Jacobs und Sonja Thomaier, die gemeinsam den Sammelband Queering Theology herausgegeben haben. Das Buch ist auch als Open Access PDF kostenlos verfügbar – der Link dazu findet sich unten.


    Queere Theologie, das klingt erstmal nach Apologie: der Versuch zu erklären, warum queer sein und Christsein zusammengeht. Charlotte und Sonja beginnen genau dort – und führen dann weit darüber hinaus. Das Gespräch entfaltet, wie sich queere Theologie methodisch entwickelt hat: von der Dekonstruktion über das Reclaimen biblischer Texte bis hin zur befreiungstheologischen Frage, welche Systeme überhaupt erst Ausschluss produzieren.


    Der zentrale Move des Bandes: Queering Theology nicht als Identitätstheologie, sondern als kritische Methode zu verstehen – die alle machen können und sollten. Denn wer Geschlecht, Körper und Macht ernst analysiert, stellt fest: Niemand ist unbetroffen.


    Das führt zu harten Fragen. Ist Inklusion in ein ungerechtes System wirklich das Ziel? Was passiert, wenn Errungenschaften per Fingerschnips zurückgedreht werden? Wie hängen Queerness und Klassenanalyse zusammen – und warum wurde diese Verbindung historisch immer wieder unsichtbar gemacht? Und warum wird eine bissige Theologin wie Marcella Althaus-Reed in der deutschen Rezeption so gerne harmlosgemacht?


    Dazu kommt die Gegenwartsanalyse: Kapitalismuskritik ist gerade en vogue – aber sie bricht meist genau dort ab, wo sie systemisch werden müsste. Charlotte und Sonja zeigen, warum queere Theologie als Befreiungstheologie genau da weitermacht, wo andere aufhören.


    Charlotte und Sonja sind neu im Schöner Glauben Team – und bringen mit Brot und Rosen bald ein eigenes Format mit Peer an den Start.


    📖 Queering Theology – kostenlos als Open Access PDF: https://www.vr-elibrary.de/doi/book/10.14220/9783737018746


    Instagram

    @schoenerglauben @barista_pastor @herzkopfhandtheologie



    Wenn euch diese Folge was gegeben hat: Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!

  26. #popklub | Danger Dan - keine Angst vor Antifa?

    57 minEpisódio 225

    #Popklub – Keine Angst: Danger Dan, das ZDF und die Frage nach dem richtigen WiderstandHeute mal wirklich brandaktuell: Moritz und Benni – Mennoniten-Pastor aus Frankfurt und neu im Schöner-Glauben-Team …

    Notas do episódio

    #Popklub – Keine Angst: Danger Dan, das ZDF und die Frage nach dem richtigen Widerstand


    Heute mal wirklich brandaktuell: Moritz und Benni – Mennoniten-Pastor aus Frankfurt und neu im Schöner-Glauben-Team – nehmen sich einen Moment vor, der sich gerade in Echtzeit entfaltet. Danger Dan und Igor Levit sollten gestern beim hundertsten Jubiläum der Anstalt auftreten. Kurzfristig ausgeladen. Der Song Keine Angst war da noch nicht mal veröffentlicht.

    Seit Mitternacht ist er es. Und seitdem läuft die Debatte.


    Moritz und Benni hören genau hin, was in dem Lied steht: ein Mantra gegen Lähmung, eine Anleitung zur Selbstorganisation, Hinweise auf Klandestin, Doxing, Notwehr – und am Ende Grüße an Lina, Gucci, Maya und Nanuk. Und sie fragen sich, warum Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt 2021 noch durchging und das hier nicht.


    Das führt tiefer: Was bedeutet Keine Angst als biblisches Motiv – von den Engeln bei Jesu Geburt bis zu den eingeschlossenen Jüngern nach Ostern? Was hat linker Protest im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verloren – und was darf er fordern? Bringt Outing von Nazis noch was, wenn 30 bis 40 Prozent AfD wählen? Und was wäre eigentlich die Aufgabe von Kirche in alldem – als Raum, nicht als Plattform?


    Dazu: Wie die EmK intern um ihren Unvereinbarkeitsbeschluss gerungen hat – und was das mit dem Abendmaltstisch zu tun hat.


    Eine Folge, die noch nicht abgeschlossen ist: je nachdem, wie die Anstalt morgen reagiert, gibt es vielleicht eine Fortsetzung.


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  27. #wwjd | Jesus anbeten oder nachfolgen?

    1 h 1 minEpisódio 223

    Jesus anbeten – oder ihm nachfolgen?Die berühmten WWJD-Armbänder ("What Would Jesus Do?") sollten ursprünglich zu einem persönlicheren Glauben motivieren. Doch was passiert, wenn man diese Frage wirklich ernst …

    Notas do episódio

    Jesus anbeten – oder ihm nachfolgen?

    Die berühmten WWJD-Armbänder ("What Would Jesus Do?") sollten ursprünglich zu einem persönlicheren Glauben motivieren. Doch was passiert, wenn man diese Frage wirklich ernst nimmt? Führt sie eher zu individueller Frömmigkeit – oder zu einem Leben, das sich für Gerechtigkeit, Gemeinschaft und gesellschaftliche Veränderung einsetzt?

    In dieser Folge sprechen Jason und Mo über die Geschichte der WWJD-Bewegung, über Worship-Kultur, Nachfolge und die Frage, ob Jesus eigentlich angebetet werden wollte – oder Menschen dazu eingeladen hat, eine andere Art zu leben.

    Außerdem geht es unter anderem um:

    • Warum WWJD vielleicht eine ganze Generation progressiver Christ geprägt hat
    • Die Spannung zwischen Worship, Ekstase und gesellschaftlichem Engagement
    • Was Dorothee Sölle, Walter Brueggemann und John Shelby Spong zu dieser Debatte beitragen können
    • Warum Tischgemeinschaft vielleicht das treffendere Bild für Kirche ist als die große Bühne
    • Wie Gebet Widerstandskraft stärken kann
    • Weshalb Reich Gottes mehr ist als individuelle Frömmigkeit

    Eine Folge über Spiritualität, Gemeinschaft und die Frage, welche Konsequenzen Jesu Botschaft heute haben könnte.



    Termine:

    5.9. – Songs of Hope and beauty festival

    https://www.instagram.com/p/DaSUeCYgBH7/?img_index=1


    16.-18.10. – UNDspiration Marburg

    https://www.instagram.com/p/DZaY8bkjFjQ/?img_index=1



    Wenn dir unsere Arbeit gefällt und du Schöner Glauben unterstützen möchtest, freuen wir uns über deine Unterstützung. Alle Möglichkeiten findest du auf:

    www.schoenerglauben.jetzt

  28. #wonderland | Pro und Contra Regime: Iran-Demos, MMA und Gender

    1 h 31 minEpisódio 222

    #11: Shownotes - Zwischen Demos zum Iran und der Situation des Kampfsports MMAIn der aktuellen Folge von Wonderland ist Nader Soltani, M.A. Student in Soziologie und Philosophie, Besitzer eines Kampfsport-Gyms …

    Notas do episódio

    #11: Shownotes - Zwischen Demos zum Iran und der Situation des Kampfsports MMA


    In der aktuellen Folge von Wonderland ist Nader Soltani, M.A. Student in Soziologie und Philosophie, Besitzer eines Kampfsport-Gyms und MMA Coach, zu Besuch. Nader bringt einige spannende Themen mit!


    Zu Beginn geht es um Naders ethnographische Forschung über die in Deutschland stattfindenden Demonstrationen zu Iran. Dabei geht er selbst zu den Demos, u.a. in Düsseldorf und Köln, um zu verstehen, wie die verschiedenen Akteure sich dort zu Iran und der Welt positionieren.


    Als MMA Coach und Besitzer eines Gyms interessiert sich Nader sowohl privat als auch in seiner Forschung für MMA, Mixed Martial Arts (Kampfsport). Er erklärt, wie der Sport über die Jahre auch in Deutschland beliebt wurde. Als international bereits sehr verbreiteter Sport hat MMA auch eine politische Komponente, die Nader am Beispiel von Trumps Besuchen bei UFC (Ultimate Fighting Championship) Veranstaltungen u.a. im weißen Haus.


    Eine besonders interessante Gruppe von MMA Kämpfenden kommt aus der Region Dagestan - und die Dagestana haben nicht nur ihren eigenen Kampfstil und dadurch prägen sie die MMA Szene extrem. Auch erklärt Nader, welche Rolle antimuslimischer Rassismus auf internationaler Ebene spielt und wie muslimische MMA Kämpfende damit konfrontiert werden.


    In der MMA Szene wird aber auch ein ganz spezifisches Bild von Männlichkeit dargestellt, das von Härte geprägt ist. Nader, Isis und Dunja diskutieren in diesem Zusammenhang auch Homophobie und Queerfeindlichkeit, die in diesen Kreisen vorkommen.


    Am Ende geht’s um das, was wir Trashtalking vor dem Kampf - oder sogar “psychologische Kriegsführung” - nennen: MMA Kämpfende benutzen aggressive Sprache, um ihre Gegner zu beleidigen und so in den Kampf zu starten. Isis und Dunja diskutieren mit Nader darüber, wieso es diese Rituale gibt.


    🌈🌈🌈


    Folgt uns hier:


    👊Nader:

    ➡️ https://www.instagram.com/nadersoltani/


    Naders Gym:

    ➡️ https://www.instagram.com/45mma_essen/


    REMID e.V.

    ➡️ https://www.instagram.com/remid.verein/


    SchönerGlauben:

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  29. #interview | Lust als Schlüssel für ein gesundes Leben

    1 h 11 minEpisódio 221

    Warum erleben so viele Frauen Sexualität nicht als Befreiung, sondern als Druck? Weshalb verschwindet Lust häufig gerade dort, wo sie nach der Hochzeit endlich "erlaubt" sein sollte? Und welche Rolle spielen …

    Notas do episódio

    Warum erleben so viele Frauen Sexualität nicht als Befreiung, sondern als Druck? Weshalb verschwindet Lust häufig gerade dort, wo sie nach der Hochzeit endlich "erlaubt" sein sollte? Und welche Rolle spielen Scham, Purity Culture, Pflichtgefühl und jahrzehntelange Prägungen dabei?

    Zu Gast ist die Paar- und Sexualberaterin Andrea Hansen. Gemeinsam sprechen wir ehrlich, wissenschaftlich fundiert und aus christlicher Perspektive über:

    * warum Lust nichts Sündiges ist

     • den Unterschied zwischen körperlicher Erregung und echter Lust

     • weshalb Pflichtsex Beziehungen schaden kann

     • warum viele Frauen ihren eigenen Körper kaum kennen

     • welche Folgen Scham und religiöse Prägungen für Ehe und Sexualität haben

     • wie ein gesunder, lebensbejahender Umgang mit Sexualität aussehen kann

     • erste Schritte zurück zu mehr Freiheit, Selbstannahme und Lebendigkeit


    Diese Folge wird manche herausfordern. Vielleicht regt sie zum nachdenken an. Vielleicht bringt sie Erleichterung. Unser Wunsch ist vor allem, einen ehrlichen und respektvollen Raum für ein Thema zu öffnen, das viel zu lange tabuisiert wurde.


    Unsere Gästin:

     Andrea Hansen

     Paar- und Sexualberaterin

    https://www.freiverbunden-coaching.de/

     Autorin von "Frei und verbunden" -> https://www.scm-shop.de/frei-und-verbunden.html


    Wenn dir diese Folge geholfen hat, freuen wir uns, wenn du sie mit Menschen teilst, die von diesem Gespräch profitieren könnten.


    Nutze gerne unsere App um dich über diese Folge auszutauschen: Unter https://schoenerglaubennetzwerk.communiapp.de/ oder in jedem App-Store

     Welche Gedanken haben dich besonders bewegt? Welche Erfahrungen hast du selbst gemacht?


    Wenn dir diese Folge etwas gegeben hat würden wir uns freuen, wenn du darüber nachdenken könntest, uns finanziell zu unterstützen. Auf www.schoenerglauben.jetzt findest du alle weitere Infos. Danke!

  30. #popklub | Fler in der idea - reicht "Jesus ist der coolste" als Bekenntnis?

    1 h 2 minEpisódio 220

    #srsly – Fler, IDEA und die Frage, wann Christsein glaubwürdig istMo, Jason und Hannah – zum ersten Mal dabei, herzlich willkommen im Team! – nehmen sich eine Begegnung vor, die keiner so wirklich kommen …

    Notas do episódio

    #srsly – Fler, IDEA und die Frage, wann Christsein glaubwürdig ist


    Mo, Jason und Hannah – zum ersten Mal dabei, herzlich willkommen im Team! – nehmen sich eine Begegnung vor, die keiner so wirklich kommen gesehen hat: Der Berliner Rapper Fler gibt der evangelikalen Wochenzeitschrift IDEA ein Interview. Tenor: Jesus ist der Coolste. Und die Kommentare? Durchweg herzlich.


    Das Trio nimmt das zum Anlass für eine Analyse, die über Fler weit hinausgeht. Wann und warum öffnet die konservativ-christliche Bubble ihre Türen? Warum reicht ein einziges Bekenntnis, während queere Christinnen mit komplettem Lebenswandel immer noch draußen stehen? Und was sagt es über ein bestimmtes Christentum aus, wenn die richtigen Schlagworte mehr zählen als eine erkennbare Glaubenspraxis?


    Außerdem: Was Fler mit IDEA eint – von Woke-Culture-Kritik bis zu einer konservativen Grundhaltung, die im Interview unbefragt bleibt. Warum sein Online-Casino-Lifestyle dort kein Thema ist. Und ob es eigentlich progressive christliche Ikonen gibt – oder ob das strukturell schwieriger ist.


    Hannah bringt dazu eine persönliche Geschichte mit: Über jesus.de, eine Pastorenfamilie, eine Frau im Forum – und wie all das irgendwann bei Fler landete.



    Wenn euch diese Folge was gegeben hat: Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!

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