
Table Today
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- 23 out 2026
Sobre o podcast
Der Entscheider-Podcast von Table.Briefings geht tiefer als die Schlagzeilen des Tages. Michael Bröcker spricht über die Themen, die heute wichtig sind und morgen wichtig werden. Bei Table.Briefings steht der Hintergrund im Vordergrund.
Analytisch, differenziert, überraschend: Table Today macht transparent, wie politische Entscheidungen getroffen werden und wohin sie führen könnten. Unterstützt werden die beiden von rund 70 Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion, die Experten auf ihrem Fachgebiet sind – von Afrika über Sicherheit bis Bildung. Dazu gibt es jeden Tag ein zentrales Interview mit den wichtigsten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Gespräche, die auf den Punkt kommen. Interviews, die nicht an der Oberfläche bleiben. Bei Table Today werden Sie nicht belehrt, sondern bereichert.
Keine Schlagzeilen, kein Clickbaiting, nur Informationen, Tiefgang und natürlich auch immer Humor. Das ist unser Versprechen.
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Episódios 834
Leidet die CSU unter der Koalition, Frau Bär?
Dorothee Bär (CSU), stellvertretende Parteivorsitzende und Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, widerspricht dem Bild einer gedrückten Stimmung vor dem CSU-Parteitag in München. Den Zulauf …
Notas do episódio
Dorothee Bär (CSU), stellvertretende Parteivorsitzende und Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, widerspricht dem Bild einer gedrückten Stimmung vor dem CSU-Parteitag in München. Den Zulauf zur AfD erklärt sie damit, dass deren Kandidaten gar nicht bekannt seien: „Diejenigen, die die AfD gewählt haben, haben keinen einzigen persönlich gewählt.“ [06:11]
Die Steuerschätzung bringt dem Bund knapp vier Milliarden Euro mehr – die Senkung der Stromsteuer kostet 5,4 Milliarden. Hendrik Wüst (CDU) macht nach der Ministerpräsidentenkonferenz Druck für die Entlastung aller Haushalte. Lars Klingbeil (SPD) ist dafür offen, verlangt aber eine Gegenfinanzierung. Für einen Single-Haushalt wären es 35 Euro im Jahr. [01:16]
Christdemokraten, Sozialdemokraten und Liberale im Europaparlament wollen das Verbrenner-Aus von 2035 aufweichen. Die verbindlichen Quoten für elektrische Dienstwagen, die die Kommission durchsetzen wollte, werden freiwillig. [24:05]
Vor genau 25 Jahren hat Steve Jobs den ersten iPod vorgestellt – eine Revolution für die Musikbranche. Abgelöst hat ihn das Handy. [29:15]
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Löst die Steuerschätzung das Haushaltsproblem, Herr Bury?
Yannick Bury (CDU), Berichterstatter im Haushaltsausschuss für den Etat des Arbeitsministeriums, erwartet von der Steuerschätzung keine Rettung für den Bundeshaushalt. Eine bessere Konjunktur verkleinere …
Notas do episódio
Yannick Bury (CDU), Berichterstatter im Haushaltsausschuss für den Etat des Arbeitsministeriums, erwartet von der Steuerschätzung keine Rettung für den Bundeshaushalt. Eine bessere Konjunktur verkleinere zugleich den Spielraum bei der Schuldenbremse: „Davon auszugehen, dass man jetzt auf einmal größere Spielräume hätte oder der Konsolidierungsbedarf deutlich sinken würde aufgrund der Steuerschätzung, da wäre ich sehr vorsichtig.“ Bei der Rente pocht Bury auf alle 33 Vorschläge der Kommission – eine rote Linie sei das nicht, sondern Mathematik. [08:10]
SPD, Grüne und Linke wollen in Berlin große Wohnungskonzerne vergesellschaften, rund 160.000 Wohnungen könnten betroffen sein. Im Wahlkampf hatte die SPD eine Koalition mit dieser Forderung noch ausgeschlossen. Enteignet werden soll erst ab einem Bestand von 10.000 Wohnungen, die Entschädigung ist auf 16 Milliarden Euro gedeckelt. Bundeskanzler Friedrich Merz will Enteignungen per Gesetz untersagen – Justizministerin Stefanie Hubig bezweifelt, dass sich ein Verbot der Vergesellschaftung überhaupt regeln lässt. [00:58]
Die EuroPride, der europaweite Christopher Street Day, kommt 2029 nach Dresden. In Deutschland war die Parade zuletzt 2004, in Hamburg. [19:54]
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Warum ist unsere Demokratie so in der Krise, Herr Schulz?
Martin Schulz (SPD), Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, diagnostiziert eine Krise des demokratischen Systems. Die Ungleichheit sei so groß, dass viele ihre Zukunftschancen zerstört sähen. Ein Rezept hat …
Notas do episódio
Martin Schulz (SPD), Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, diagnostiziert eine Krise des demokratischen Systems. Die Ungleichheit sei so groß, dass viele ihre Zukunftschancen zerstört sähen. Ein Rezept hat er nicht, aber eine Richtung: „Wenn die Digitalisierung die Demokratie bedroht, dann muss die Demokratie die Digitalisierung nutzen.“ [13:37]
Nina Kolleck, Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam, führt die Schülerproteste in mehreren europäischen Ländern auf Zweifel junger Menschen an ihren Zukunftschancen zurück. „Wir müssen jungen Menschen verdeutlichen, dass sie einen Platz hier in der Gesellschaft haben“, sagt Kolleck und verlangt mehr Geld für die Jugend statt den Blick auf die Renten. Die Gewaltbereitschaft junger Menschen in Deutschland nimmt aus ihrer Sicht zu. [06:41]
Wenige Wochen vor dem Beschluss des Haushalts fehlt der Koalition weiter Geld. Die Union verlangt den vollen Ausgleich der kalten Progression und eine niedrigere Stromsteuer für alle. Die SPD will die Kürzungen beim Elterngeld zurücknehmen. Die Hoffnung der Koalition liegt nun auf der Steuerschätzung in dieser Woche. [01:21]
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Wie schützen wir unsere Städte vor der Klimakatastrophe? Mit Dominik Krause
Rund zweihundert Unternehmenschefs und Investoren aus aller Welt sind zum ersten Invest in Germany Summit nach Berlin gekommen. Nvidia-Chef Jensen Huang, Gast von Friedrich Merz beim Auftaktdinner, rät den …
Notas do episódio
Rund zweihundert Unternehmenschefs und Investoren aus aller Welt sind zum ersten Invest in Germany Summit nach Berlin gekommen. Nvidia-Chef Jensen Huang, Gast von Friedrich Merz beim Auftaktdinner, rät den Deutschen, ihre Industriedaten für KI zu öffnen. Bastian Nominacher, Co-Chef des Softwareunternehmens Celonis, sieht darin bestenfalls einen Anfang: „Ein solcher Gipfel kann Kapital und Projekte zusammenbringen. Entscheidend ist, was danach passiert.“ Die Investitionslücke gegenüber den USA beziffert er auf bis zu 730 Milliarden Euro. [01:05]
Rafael Laguna de la Vera, Direktor der Bundesagentur für Sprunginnovationen, wirbt bei den Investoren mit dem ersten Fusionskraftwerk der Welt. Auf eine einzige Zukunftstechnologie will er sich nicht festlegen: „Wir setzen aufs Rennen und nicht aufs Pferd.“ Selbst wenn das Kraftwerk nie läuft, bleiben Laser und supraleitende Magnete – das Rennen lohnt sich für ihn trotzdem. [08:55]
Dominik Krause (Grüne), Oberbürgermeister von München, setzt gegen die Hitzesommer auf mehr Grün und den Ausbau der Fernkälte. Am Ziel, 2035 klimaneutral zu sein, hält er fest, warnt aber: „Es klappt eben nur, wenn wir vor allem dann den Bund auch mit weiter im Boot haben.“ Werde es 2036 oder 2037, sei das immer noch besser, als die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen. [13:55]
Im Amazonas-Regenwald sind im vergangenen Jahr knapp 3.400 Quadratkilometer gerodet worden – der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1988. Am Sonntag steht die Stichwahl ums Präsidentenamt an, und gegen Lula da Silva tritt mit Flávio Bolsonaro ein Mann an, der als Klimaleugner gilt. [21:13]
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Ist die CDU noch zu retten, Frau Kramp-Karrenbauer?
Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und frühere CDU-Chefin, sieht ihre Partei trotz historisch schlechter Werte nicht for verloren. Im Gespräch mit Stefan Braun schildert sie …
Notas do episódio
Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und frühere CDU-Chefin, sieht ihre Partei trotz historisch schlechter Werte nicht for verloren. Im Gespräch mit Stefan Braun schildert sie, was aus ihrer Sicht passieren muss.
Ein Verbotsverfahren gegen die AfD lehnt sie ab: „Ein solches Verfahren, egal wie es nachher ausgeht, wird das politische Problem der AfD nicht lösen.“ Im Osten verstecken sich inzwischen Christdemokraten im Wahlkampf, nicht mehr die AfD. [01:29]
Beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn haben sich Friedrich Merz und der Nachwuchs nach dem Eklat des Vorjahres wieder angenähert. Markus Söder riss den Saal mit, Hendrik Wüst blieb trotz begeistertem Empfang blass. [01:29]
Aus den Schülerprotesten in Frankreich ist eine Massenbewegung geworden, am Wochenende gingen Hunderttausende auf die Straße. Stephan Detjen, Frankreich-Korrespondent des Deutschlandfunks, hat in Paris Plünderungen und Straßenschlachten erlebt: „Das waren Szenen, das waren Ausschreitungen, wie ich sie so auch noch nie gesehen hatte.“ [21:14]
Gegen Einsamkeit hilft Zeit in der Natur, zeigt eine Studie mit mehr als dreihundert Menschen im Großraum Barcelona. Zwei Stunden pro Woche im Garten oder beim Vogelbeobachten reichen offenbar. [28:38]
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Wer investiert gerade jetzt in Deutschland? Mit Ingrid Hengster
Ingrid Hengster, Deutschland-Chefin von Barclays, sieht großes Interesse internationaler Investoren an Deutschland, besonders bei Energie und Infrastruktur. Ihre Bedingung gibt sie unverblümt weiter: „wir …
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Ingrid Hengster, Deutschland-Chefin von Barclays, sieht großes Interesse internationaler Investoren an Deutschland, besonders bei Energie und Infrastruktur. Ihre Bedingung gibt sie unverblümt weiter: „wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und die Investitionen, die wir tätigen, müssen auch vernünftige Returns zeigen.“ [08:34]
Die Bundesregierung lädt an diesem Dienstag internationale Investoren und Unternehmenschefs zum ersten Invest in Germany Summit nach Berlin. Aus dem Ausland kamen im ersten Halbjahr nach dem KfW-Investitionsmonitor rund 25 Milliarden Euro an Direktinvestitionen – ein Jahr zuvor waren es 68 Milliarden. Fünf Millionen Euro soll der Gipfel nach einem Bericht von Correctiv kosten. [01:21]
Wer in deutsche Infrastruktur investieren will, muss bis heute direkt beim Betreiber anklopfen, etwa bei den kommunalen Wasserbetrieben. Martin Blessing, persönlicher Beauftragter des Bundeskanzlers für Investitionen, hält das für aussichtslos: „Für jedes der 800 Stadtwerke einen eigenen Investor zu finden, das wird ja auch gar nicht gehen.“ Investoren vermissen klare Verantwortlichkeiten – einen Investitionsminister gibt es nicht. [05:32]
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Wie lange bleibt Infantino noch? Mit Andreas Rettig
Andreas Rettig, Geschäftsführer Sport beim Deutschen Fußball-Bund, sieht das Vertrauen in FIFA-Präsident Gianni Infantino in Europa verloren. Mit wirtschaftlichen Zugeständnissen habe sich Infantino sein …
Notas do episódio
Andreas Rettig, Geschäftsführer Sport beim Deutschen Fußball-Bund, sieht das Vertrauen in FIFA-Präsident Gianni Infantino in Europa verloren. Mit wirtschaftlichen Zugeständnissen habe sich Infantino sein Wahlvolk erzogen: „Ich würde mir wünschen, dass wir hier zu einem Wechsel kommen, denn diese Sonnenkönig-Attitüden des Herrn aus der Schweiz, die können keinem mehr gefallen.“ Die Federführung für einen Gegenkandidaten liegt bei UEFA-Präsident Aleksander Čeferin. [16:16]
Pascal Reddig (CDU), Vorsitzender der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, erwartet von Friedrich Merz auf dem Deutschlandtag in Bonn konkrete Antworten statt Glaubenssätze. Konstruktiv kritisch werde die Junge Union mit dem Kanzler sein: „Wir waren als Union immer gut darin, irgendwelche Glaubenssätze vor uns herzutragen, aber wir müssen jetzt mal konkret werden.“ [01:24]
Der Bahnhof Ansbach in Mittelfranken ist Bahnhof des Jahres, gekürt vom Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene. Die neunköpfige Jury lobt die lichtdurchflutete Wartehalle mit ihren geschwungenen Holzbänken. Der Münchner Hauptbahnhof ist bis heute mehr Container als Bahnhof. [28:11]
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Wie lässt sich Putin stoppen? Mit Michail Chodorkowski
Michail Chodorkowski, Oppositionspolitiker, Kreml-Kritiker und politischer Aktivist im Exil, warnt vor einem weiteren Krieg von Wladimir Putin, sollte es Frieden in der Ukraine geben. „Nach einiger Zeit wird er …
Notas do episódio
Michail Chodorkowski, Oppositionspolitiker, Kreml-Kritiker und politischer Aktivist im Exil, warnt vor einem weiteren Krieg von Wladimir Putin, sollte es Frieden in der Ukraine geben. „Nach einiger Zeit wird er den nächsten Krieg beginnen müssen“, sagt Chodorkowski im Gespräch mit Michael Bröcker. Putin habe bereits viermal einen Krieg begonnen, um innenpolitische Probleme zu überdecken. Chodorkowski beschreibt, welche Fehler Donald Trump, aber auch die Europäer im Umgang mit dem russischen Machthaber machen. [06:53]
Alexander Schweitzer (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, legt den Gesetzentwurf zur Rente erst vor, wenn die Koalition sich über die Alterssicherung einig ist. Dann aber solle es „zügig, aber gründlich" gehen. Strittig sind noch die Minijobs und die Rente mit 64. [01:19]
Auf dem Atoll Aldabra auf den Seychellen haben Forscher rund 180.000 Riesenschildkröten gezählt, weit mehr als angenommen. Die Art galt einmal als ausgestorben – geholfen hat der Artenschutz. Nun sollen wieder Tiere nach Europa gehen, in Zoos und private Gehege. [34:38]
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Wie verteidigungsfähig ist Deutschland? Mit Boris Pistorius.
Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, vergleicht die Reformdebatte mit einem Zug, der nicht losfährt. Vom neuen Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) erwartet …
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Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, vergleicht die Reformdebatte mit einem Zug, der nicht losfährt. Vom neuen Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) erwartet Friedrich Merz die Rentenreform noch in diesem Jahr im Kabinett. Den Vorwurf, dem Konflikt auszuweichen, lässt der Kanzler nicht gelten: Er stecke mittendrin in dieser Auseinandersetzung, habe aber nicht die Absicht, zum Liebling der Nation zu werden. [01:37]
Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, kandidiert nicht für den Vorsitz seiner Partei. Die Sicherheit des Landes lasse ihm dafür keinen Raum: „Ich werde als Parteivorsitzender definitiv nicht antreten, weil ich mit meiner Aufgabe, die Sicherheit dieses Landes zu garantieren, wirklich ausgelastet bin.“ Die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr setzt er auf einer Skala bis zehn bei acht an. Die Kriegsangst in den ostdeutschen Wahlkämpfen führt er auf Wladimir Putins hybride Kriegführung zurück – geschürt mit Hilfe der AfD. [11:50]
Die SPD macht die Union mitverantwortlich für den Rückzug von Bärbel Bas als Arbeitsministerin und Parteivorsitzende. Friedrich Merz soll sie in einer vertraulichen Runde mit Brüsseler Korrespondenten für verschleppte Reformen kritisiert haben. Davon erfuhr SPD-Chef Lars Klingbeil angeblich umgehend. Persönlich sei er nie geworden, sagt Merz – und zweifelt seitdem am Sinn vertraulicher Gespräche. [04:18]
Oliver Kahn, früherer Welttorhüter und heute Unternehmer, hält Gewissenhaftigkeit für wichtiger als Ehrgeiz. Pflichtbewusstsein und Disziplin gehen für ihn in diesem Begriff auf – wer plane und Ordnung halte, komme im Beruf wie im Sport weiter. [11:50]
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Personalrochade bei der SPD
Bärbel Bas (SPD) gibt den Parteivorsitz und das Arbeitsministerium ab, nachdem ihre Stieftochter gestorben ist. Die SPD wirft der Union vor, trotz Kenntnis der familiären Lage öffentlich gegen Bas gearbeitet zu …
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Bärbel Bas (SPD) gibt den Parteivorsitz und das Arbeitsministerium ab, nachdem ihre Stieftochter gestorben ist. Die SPD wirft der Union vor, trotz Kenntnis der familiären Lage öffentlich gegen Bas gearbeitet zu haben. Friedrich Merz weist das zurück: Er habe Rücksicht sogar bei den eigenen Leuten eingefordert. Alexander Schweitzer soll das Ministerium übernehmen. [01:39]
Dirk Wiese (SPD), Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, vertraut der Union trotz des Streits um Bas weiter. Die Debatten seien hart gewesen, manches auch inakzeptabel. [10:15]
Christian Freuding, Generalleutnant und Inspekteur des Heeres, teilt die Warnung des BND-Präsidenten vor einem Krieg mit Russland. Einsatzbereit sieht er die Truppe trotzdem: „Wir sind natürlich bereit für den, was wir nennen, den Fight Tonight, also heute zu gehen.“ Lücken räumt er beim Schutz vor Angriffen aus der Luft und beim Wirken in der Tiefe ein. [15:19]
Sechs Billionen Euro müsste Deutschland bis 2045 aufbringen, um klimaneutral zu werden, hat Prognos für die KfW berechnet. Neu sind davon nur rund 65 Milliarden Euro im Jahr, der Rest steht ohnehin an. KfW-Chef Stefan Wintels spricht von verlorener Zeit – 2021 lag die Schätzung noch bei fünf Billionen. [22:31]
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Was sollte sich Merz von Merkel abschauen, Herr Seehofer?
Horst Seehofer (CSU), früherer bayerischer Ministerpräsident, verlangt von Friedrich Merz mehr Tempo bei den Reformen. Von Angela Merkel könne der Kanzler lernen, im Bierzelt zuzuhören statt Basta zu sagen …
Notas do episódio
Horst Seehofer (CSU), früherer bayerischer Ministerpräsident, verlangt von Friedrich Merz mehr Tempo bei den Reformen. Von Angela Merkel könne der Kanzler lernen, im Bierzelt zuzuhören statt Basta zu sagen. Eine Öffnung zur AfD würde die Union aus seiner Sicht in ihrer Existenz gefährden: „Wer sich mit denen ins Bett legt, der wird ganz ernüchtert aufwachen.“ Beim Verbot folgt Seehofer dem Vorschlag von Hendrik Wüst, die Beweise von Bund und Ländern erst einmal zusammenzutragen. [08:32]
Die Spitze der CDU sucht auf ihrer Klausur in Berlin einen Ausweg aus der Krise. Bildungsministerin Karin Prien hält den Kurs CDU pur für gescheitert, Hessens Ministerpräsident Boris Rhein wirbt für mehr Konservatismus. Alles hängt für die Partei am Umgang mit der AfD in Sachsen-Anhalt – hilft die CDU dort im Dezember Ulrich Siegmund ins Amt, droht Merz sein AKK-Moment. [01:00]
Lieblingsmusik lindert kleine Schmerzen, etwa den Nadelstich bei der Blutabnahme. Ein Team des Universitätsklinikums Zürich hat das untersucht. Geholfen hat sogar AC/DC. [21:01]
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Wie schnell kann Deutschland Transfer?
Hans-Hennig von Grünberg, Professor für Wissens- und Technologietransfer an der Universität Potsdam, hält die neue Transferinitiative FAST des Forschungsministeriums für einen Durchbruch. Zwischen fertiger …
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Hans-Hennig von Grünberg, Professor für Wissens- und Technologietransfer an der Universität Potsdam, hält die neue Transferinitiative FAST des Forschungsministeriums für einen Durchbruch. Zwischen fertiger Forschung und marktreifem Prototyp klafft eine Lücke – zu spät für Publikationen, zu früh für Wagniskapital. Die geplanten Transfer-Hubs entlang der Schlüsseltechnologien sollen Forschungsideen und Bedarf der Unternehmen zusammenführen: „Diese Transfer Hubs sind die operative Seele dieser ganzen Unternehmung.“ Dass die Wirtschaft die Hubs nach zehn Jahren allein bezahlen soll, lehnt von Grünberg ab – der Staat solle die Hälfte tragen. [01:42]
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Eine neue Industriepolitik. Mit Jens Südekum
Eine Gruppe von Ökonomen fordert eine Neuausrichtung der Industriepolitik in Deutschland. Die Förderpolitik solle sich ausschließlich auf vier konkrete Wachstumsfelder konzentrieren: Maschinen für Eine Gruppe …
Notas do episódio
Eine Gruppe von Ökonomen fordert eine Neuausrichtung der Industriepolitik in Deutschland. Die Förderpolitik solle sich ausschließlich auf vier konkrete Wachstumsfelder konzentrieren: Maschinen für Eine Gruppe von Ökonomen fordert eine Neuausrichtung der Industriepolitik in Deutschland. Die Förderpolitik solle sich ausschließlich auf vier konkrete Wachstumsfelder konzentrieren: Maschinen für eine klimaneutrale Welt (Maschinenbau, Batterien, Energietechnik, E-Mobilität, Wasserstoff, Automation), Pharma- und Medizintechnik, Sicherheitstechnologie und Luft- und Raumfahrt sowie „Vertrauenstechnologien”. Dazu zählen die Ökonomen KI-Anwendungen, Cloud-Infrastruktur, Cybersecurity und Software.
Jens Südekum, persönlicher Beauftragter von Finanzminister Lars Klingbeil für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, sagt: „Das alte Geschäftsmodell, das Deutschland über Jahrzehnte getragen hat, ist am Ende des Lebenszyklus angekommen.” Im Interview mit Michael Bröcker beschreibt er seine Vorschläge für eine neue Industriepolitik. [01:20]
Katherine Tai, frühere Handelsbeauftragte der Vereinigten Staaten, sieht Europa längst mitten im ersten China-Schock. Jahrzehntelang warb sie in Brüssel für eine gemeinsame Linie gegenüber Peking, vergeblich: Man habe ihr dort zwar zugehört, sei aber nicht wirklich motiviert gewesen, mit den Amerikanern zusammenzuarbeiten. Die Regeln der Welthandelsorganisation gälten den Europäern als Bibel. [13:30]
Tausende Tonnen Schalen von Miesmuscheln landen in der EU jedes Jahr im Müll. In Bari verarbeiten Forscher sie mit Hafensedimenten zu einem Biozement, dessen Kalk sonst nur unter hohem Ausstoß von CO2 zu gewinnen ist. Wellenbrecher und Pflastersteine sollen daraus werden, vielleicht auch Straßen. [23:39]
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Rot-Grün-Rot in Berlin?
Bundeskanzler Friedrich Merz appelliert an SPD und Grüne, in Berlin keine Regierende Bürgermeisterin der Linken zuzulassen. In den Sondierungen soll die Linke einen gemeinsamen Beschluss zum Existenzrecht …
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Bundeskanzler Friedrich Merz appelliert an SPD und Grüne, in Berlin keine Regierende Bürgermeisterin der Linken zuzulassen. In den Sondierungen soll die Linke einen gemeinsamen Beschluss zum Existenzrecht Israels und gegen Antisemitismus vorgeschlagen haben. Über echte Koalitionsverhandlungen wollen SPD, Grüne und Linke in den nächsten Tagen entscheiden. [01:27]
August Hanning, von 1998 bis 2005 Präsident des Bundesnachrichtendienstes, sitzt wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit in Untersuchungshaft. Über seinen früheren Büroleiter soll er mehr als zwölf Jahre lang geheime Berichte bezogen und als privater Sicherheitsberater genutzt haben. Auch ein Agent aus Aserbaidschan soll Analysen des Dienstes bekommen haben. [07:44]
Rund eine Million Menschen in Deutschland haben chronische Wunden, in denen sich Bakterien festsetzen, gegen die kein Antibiotikum mehr hilft. Forscher des Fraunhofer-Instituts in Dresden entwickeln ein Pflaster aus abbaubarem Vlies, das Keime abtötet und neue Haut wachsen lässt. Am Menschen getestet wurde es noch nicht. [13:43]
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Sollten Schulen keine Noten mehr verteilen?
Julia Willie Hamburg (Grüne), Kultusministerin in Niedersachsen, macht für die historisch schlechten PISA-Werte einen Unterricht verantwortlich, der die Schüler nicht mehr erreicht. Über die Gewinner des …
Notas do episódio
Julia Willie Hamburg (Grüne), Kultusministerin in Niedersachsen, macht für die historisch schlechten PISA-Werte einen Unterricht verantwortlich, der die Schüler nicht mehr erreicht. Über die Gewinner des Deutschen Schulpreises sagt sie: „Sie haben alle Regeln der Verwaltung gebrochen.“ Hamburg lässt deshalb jede Vorschrift ihres Hauses auf Notwendigkeit prüfen. [07:09]
Tobias Rausch (AfD) ist in Magdeburg zum Landtagspräsidenten gewählt worden – erstmals führt ein Politiker der Partei ein deutsches Landesparlament. Er bekam mehr Stimmen, als AfD und BSW zusammen Sitze haben. Aus der AfD heißt es, die zusätzlichen Stimmen seien aus der CDU gekommen. Zum Vizepräsidenten wählte der Landtag Hans-Thomas Tillschneider, der für seine Nähe zu Putins Regime bekannt ist. [01:46]
Drei Jahre nach dem Überfall der Hamas erinnert Israel an mehr als 1200 Ermordete und 251 Verschleppte. Benjamin Netanjahu muss sich kurz vor der Wahl fragen lassen, warum seine Geheimdienste angebliche Warnungen ignorierten. [20:26]
Die Europäer treiben mehr Sport als vor vier Jahren, zeigt das Eurobarometer der Europäischen Kommission. In Finnland und Dänemark trainiert jeder Fünfte täglich – die Hälfte aller Befragten kommt auf mehrere Einheiten pro Woche. [23:31]
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Wie knapp ist unser Wasser?
Carsten Schneider (SPD), Bundesminister für Umwelt und Klimaschutz, rechnet ohne Regen im Oktober und November mit einem sehr schwierigen nächsten Jahr. Wasser sieht er auch als Standortfrage: „Ohne Wasser ist …
Notas do episódio
Carsten Schneider (SPD), Bundesminister für Umwelt und Klimaschutz, rechnet ohne Regen im Oktober und November mit einem sehr schwierigen nächsten Jahr. Wasser sieht er auch als Standortfrage: „Ohne Wasser ist alles Wirtschaften nichts.“ Vorrang bei Knappheit hat für ihn die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung, danach die Landwirtschaft. Den Ländern rät er, ihr Geld in Leitungen und Speicher zu stecken – wichtiger als Schwimmbäder sei das allemal. [03:42]
Finanzminister Lars Klingbeil hat einen Entwurf zur Zuckersteuer vorgelegt, den der Kanzler kurz vor seiner Reise nach Kiew öffentlich stoppen ließ. Im Koalitionsausschuss an diesem Mittwoch verlangt die Union Änderungen an der Steuerreform, die SPD mehr Geld von Vermögenden. Die echten Konflikte stehen auf keiner Tagesordnung – gelöst werden sie im Flur. [01:04]
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Deutschlands Plan für die Ukraine
Friedrich Merz ist am Wochenende überraschend nach Kiew gefahren, mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und einer kleinen Wirtschaftsdelegation. Merz versprach Wolodymyr Selenskyj, dass Deutschland Kurs …
Notas do episódio
Friedrich Merz ist am Wochenende überraschend nach Kiew gefahren, mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und einer kleinen Wirtschaftsdelegation. Merz versprach Wolodymyr Selenskyj, dass Deutschland Kurs hält: „Wanken wir in Deutschland, dann wankt Europa.“ Der Wiederaufbau des Landes wird auf rund 500 Milliarden Euro geschätzt – führend dabei sein will Deutschland. [01:45]
Im Rhein steht das Wasser weiter extrem niedrig und die Schifffahrt ist massiv behindert. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) lädt an diesem Montag zur Wasserkonferenz nach Berlin. 60 Milliarden Kubikmeter Wasser hat Deutschland nach seinen Angaben in 25 Jahren verloren. [07:55]
Julianne Smith, bis 2024 US-Botschafterin bei der NATO, sieht im Bündnis ein tiefes Vertrauensdefizit gegenüber Washington. Sie hält es für falsch, die Loyalität von Partnern zum Maßstab für die Stationierung amerikanischer Truppen zu machen. Deutschland könnte auf seinem jetzigen Kurs bald mehr für Verteidigung ausgeben als Großbritannien und Frankreich zusammen – und entsprechend schwerer wiegen im Bündnis. [11:07]
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Vom Fußballer zum Start-up-Investor – wie läuft’s, André Schürrle?
André Schürrle, Fußball-Weltmeister von 2014 und Gründer der Getränkemarke Dryll, hat als Investor zum Einstieg rund eine Million Euro verloren. Heute rät er zur Streuung: „Man braucht einfach ein Portfolio von …
Notas do episódio
André Schürrle, Fußball-Weltmeister von 2014 und Gründer der Getränkemarke Dryll, hat als Investor zum Einstieg rund eine Million Euro verloren. Heute rät er zur Streuung: „Man braucht einfach ein Portfolio von 30, 40, 50 Unternehmen, um dann einfach ein paar Gewinner dabei auch zu haben.“ Dryll steht inzwischen bei dm und Rewe im Regal, finanziert ohne Wagniskapital. Sein Name öffne Türen – verkaufen müsse sich das Getränk selbst. [03:46]
Ilhan Scheer, CEO des Heidelberger KI-Unternehmens Aleph Alpha, geht als kleinerer Partner in den Zusammenschluss mit dem kanadischen Anbieter Cohere. Beim Training der eigenen Sprachmodelle hatte Aleph Alpha ein, zwei Versuche, die Konkurrenz hundert. Vom Merger war Scheer selbst lange nicht überzeugt: „Ich muss zugeben, ich war einer der Skeptiker.“ Eine europäische Alternative zu OpenAI und Anthropic ist für ihn vorerst ein Traum im stillen Kämmerlein. [24:45]
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Brauchen wir eine Weltregierung für KI, Karsten Wildberger?
Karsten Wildberger (CDU), Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, nimmt nach den jüngsten Zwischenfällen mit KI-Modellen die Hersteller in die Pflicht. Haftung und harte Tests vor der …
Notas do episódio
Karsten Wildberger (CDU), Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, nimmt nach den jüngsten Zwischenfällen mit KI-Modellen die Hersteller in die Pflicht. Haftung und harte Tests vor der Markteinführung verlangt er von den Unternehmen: „Wir sind hier kein Testfeld auf der Welt für Produkte, KI-Produkte von Unternehmen.“ Ein KI-Sicherheitsinstitut nach britischem Vorbild soll in Deutschland entstehen. Fünf vor zwölf sei es – zu spät aber noch nicht. [05:29]
Den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens hat in diesem Jahr die NATO bekommen. Bundeskanzler Friedrich Merz nannte in seiner Laudatio in Münster Russlands Revisionismus die unmittelbarste Bedrohung von Frieden und Freiheit. Deutschland sucht derweil weltweit nach Patriot-Systemen für die Luftabwehr der Ukraine. US-Außenminister Marco Rubio hat Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember nach Miami eingeladen. [01:11]
In den oberen Bundesbehörden haben erstmals mehr als hundert Ostdeutsche eine Leitungsfunktion. Elisabeth Kaiser, Ostbeauftragte der Bundesregierung, kommt in ihrem Bericht auf 13,4 Prozent – der Anteil der Ostdeutschen an der Bevölkerung liegt bei 20 Prozent. An den Spitzen der Behörden stehen fast immer Westdeutsche. [25:14]
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Made in Germany – noch ein Erfolgsmodell?
Carsten Thoma, Präsident des Softwareunternehmens Celonis, hält die Investitionsinitiative Made for Germany für mehr als eine Show. Den Entwicklungsstandort München hat sie aus seiner Sicht gestärkt: „Ich …
Notas do episódio
Carsten Thoma, Präsident des Softwareunternehmens Celonis, hält die Investitionsinitiative Made for Germany für mehr als eine Show. Den Entwicklungsstandort München hat sie aus seiner Sicht gestärkt: „Ich glaube nicht, dass wir so stabil geblieben wären am Anfang und es auch nicht so gesteigert hätten im letzten Jahr, wenn es die Initiative nicht gegeben hätte.“ [05:52]
Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, sieht die öffentliche Hand im Umgang mit Steuergeld keinen Schritt weiter. Im neuen Schwarzbuch stehen beispielsweise fünf Bäume für hunderttausend Euro und eine Toilette, die an sechs Tagen im Jahr gebraucht wird. Schuld ist aus seiner Sicht die Mischfinanzierung: „Wir haben sehr viel Geld in den staatlichen Kanälen, aber keiner überwacht, was damit tatsächlich am Ende wirklich gemacht wird.“ [09:11]
Das Kabinett hat die Pflegereform beschlossen und Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) damit seinen ersten Erfolg verschafft. Kinderlose zahlen künftig einen höheren Zuschlag, Spitzenverdiener weniger, als die SPD es wollte. Die große Reform will Linnemann erst nach Ostern durchs Parlament bringen – wer künftig überhaupt Leistungen bekommt, ist bis dahin offen. [01:08]
Neun von zehn Haushalten haben in diesem Jahr Fleisch oder Geflügel gegessen, meldet die Deutsche Presse-Agentur zum Welttag der Vegetarier. Der Markt für Ersatzprodukte wächst trotzdem – ein gutes Drittel der Haushalte hat zugegriffen, so viele wie seit Jahren nicht. [22:38]
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Was plant Hendrik Wüst?
Hendrik Wüst hat auf seiner ersten Reise in die Türkei gleich Präsident Recep Tayyip Erdoğan getroffen – ein Termin, den ein Ministerpräsident sonst nicht bekommt. Stefan Braun, Redaktionsleiter des …
Notas do episódio
Hendrik Wüst hat auf seiner ersten Reise in die Türkei gleich Präsident Recep Tayyip Erdoğan getroffen – ein Termin, den ein Ministerpräsident sonst nicht bekommt. Stefan Braun, Redaktionsleiter des Berlin.Table hat den Ministerpräsidenten begleitet. Warum ist Wüst gerade jetzt auf Auslandsreise? [01:07]
Balázs Nagy, Mitgründer und Chef des Münchner Start-ups TYTAN Technologies, baut Abfangdrohnen, die gegnerische Drohnen selbstständig erkennen und zerstören. Seit dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle melden sich bei ihm auch Betreiber kritischer Infrastruktur. Wie können Start-ups helfen, gegnerische Drohnen abzuwehren? [08:29]
Forscher aus Lüneburg haben Dating-Profile bewerten lassen – einmal in entspannter Runde, einmal beim aufregenden Computerspiel. Bei Frauen änderte die Aufregung nichts, bei Männern stieg das Interesse an den Profilen um knapp 60 Prozent. [16:03]
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Deutschland auf der Couch. Mit Manfred Lütz
Manfred Lütz, Psychiater und Theologe aus Köln, hält die Welt für nicht verrückter als früher, die Lage aber für gefährlicher als in der Kuba-Krise. Die Klage von Friedrich Merz über ein Klima des Verdrusses …
Notas do episódio
Manfred Lütz, Psychiater und Theologe aus Köln, hält die Welt für nicht verrückter als früher, die Lage aber für gefährlicher als in der Kuba-Krise. Die Klage von Friedrich Merz über ein Klima des Verdrusses nennt er die promovierte Form des Klagens: „Das Klagen über das Klagen, das können nur Deutsche.“ Die Kommunikation des Kanzlers hält Lütz für eine Katastrophe. Der Union rät er, die Wut der AfD-Wähler endlich aufzugreifen: „43 Prozent der Wähler in Sachsen-Anhalt können nicht verrückt sein, würde ich als Psychiater mal behaupten.“ [04:52]
Gesundheitsminister Carsten Linnemann bekommt seine Pflegereform an diesem Mittwoch möglicherweise nicht ins Kabinett, weil die SPD blockiert. Die SPD verlangt noch Änderungen an den geplanten Reformen. [01:51]
Ein gestrichener Feiertag bringt der Wirtschaft weniger, als die Debatte vermuten lässt. Das ZEW in Mannheim hat jeden gesetzlichen Feiertag mit 0,06 bis 0,28 Prozent des Bruttoinlandsprodukts berechnet – überschaubar, sagen die Forscher selbst. [16:58]
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Was bringt es, mit Russland zu sprechen?
Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, hält das erste Treffen von Außenminister Johann Wadephul mit Sergej Lawrow seit Kriegsbeginn für richtig, auch ohne Ergebnis: „Die …
Notas do episódio
Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, hält das erste Treffen von Außenminister Johann Wadephul mit Sergej Lawrow seit Kriegsbeginn für richtig, auch ohne Ergebnis: „Die Überraschung bei solchen Gesprächen ist, wenn was rauskommt.“ Lawrows Umgang mit dem Treffen nennt der frühere Botschafter eine grobe Unverschämtheit und setzt stattdessen auf stille Diplomatie nach dem Vorbild Egon Bahrs. Zum G20-Gipfel mit Wladimir Putin rät er Europas Regierungschefs: „Hinfahren und ihm das Leben schwer machen.“ [01:19]
Viktor Funk, Redakteur beim Security.Table, war in Kiew und Odessa und hat im fünften Kriegsjahr ein Land erlebt, das trotz Dauer-Luftalarm Familien gründet und an seine Zukunft glaubt. Russlands neue Jet-Drohnen haben die ukrainische Abfangquote von über neunzig auf gut sechzig Prozent gedrückt. Vor dem Winter baut die Ukraine Batteriespeicher auf, doch die Großstädte bleiben verwundbar. [13:05]
Nach den Wahlschlappen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern formiert sich in der CDU ein neues Machtzentrum aus den Ministerpräsidenten und den Landeschefs Manuel Hagel und Sebastian Lechner. Johannes Winkel, Chef der Jungen Union, warnt seine Partei öffentlich vor dem Untergang, falls sie sich nicht grundlegend verändert. [18:52]
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Kommt jetzt die neue Gründerzeit? Mit Max Wittrock
Max Wittrock, Mitgründer von Mymuesli und seit Juli wieder Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, will die Marke zurück ins Wachstum bringen: „Ich glaube schon krass an die Kraft des Ausprobierens.“ Die drei …
Notas do episódio
Max Wittrock, Mitgründer von Mymuesli und seit Juli wieder Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, will die Marke zurück ins Wachstum bringen: „Ich glaube schon krass an die Kraft des Ausprobierens.“ Die drei Gründer halten noch 44 Prozent – die Mehrheit liegt seit 2024 bei Katjes Greenfood. [08:53]
Die Berliner Start-up-Szene reagiert entsetzt auf den Wahlsieg der Linken. Christian Meermann von Cherry Ventures sagt, erfolgreich gewesen sei die Szene „trotz der Politik nicht wegen ihr“. München hat den Berliner Gründerinnen und Gründern prompt den Umzug nahegelegt. [01:07]
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Wie lange stützen Sie den Kanzler, Herr Söder?
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat die Bundes-SPD vor einer Koalition mit der Linkspartei in Berlin gewarnt. „Die SPD sollte genau überlegen, was sie an dieser Stelle tut“, sagt Söder im Gespräch …
Notas do episódio
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat die Bundes-SPD vor einer Koalition mit der Linkspartei in Berlin gewarnt. „Die SPD sollte genau überlegen, was sie an dieser Stelle tut“, sagt Söder im Gespräch mit Michael Bröcker. Sollte die Linken-Politikerin Elif Eralp Regierende Bürgermeisterin werden, will der CSU-Chef den gerade beschlossenen Hauptstadtfinanzierungsvertrag neu verhandeln. In der Reformdiskussion verlangte Söder Nachbesserungen. „Wenn es nicht gut ist, kann man es auch nicht gut reden.“ Für mehr Akzeptanz der Reformen forderte Söder schärfere Sanktionen bei straffälligen Bürgergeldempfängern. Auch die Unterstützung für männliche Flüchtlinge aus der Ukraine stellte er infrage. „Keiner versteht, warum junge wehrfähige Männer in Deutschland Bürgergeld bekommen, anstatt ihr Land zu verteidigen.“ [01:41]
Otto Fricke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes, legt sich vor der Entscheidung an diesem Samstag nicht auf München oder Rhein-Ruhr fest. Berlin hat sich nach der Wahl selbst aus dem Rennen genommen. Steigende Kosten will er verhindern, indem später niemand Sonderwünsche nachschiebt: „Auftrag ist Auftrag und dann ist auch Schluss.“ Beim IOC setzt er auf einen Ruf, an den in Deutschland kaum noch jemand glaubt: Zuverlässigkeit. [27:01]
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Wie sinnvoll ist der Tankrabatt? Mit Olaf Lies
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies verteidigt den neuen Tankrabatt, den die Länder mit Kanzler Merz ausgehandelt haben. „Der Druck war da, es musste was passieren.“ Lies war Mitglied der …
Notas do episódio
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies verteidigt den neuen Tankrabatt, den die Länder mit Kanzler Merz ausgehandelt haben. „Der Druck war da, es musste was passieren.“ Lies war Mitglied der Verhandlungsgruppe für das Maßnahmenpaket: „Der Druck war da, es musste was passieren.“ Bleiben die Spritpreise bis zum Jahresende hoch, setzt Lies auf eine Einmalzahlung für alle, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind. [07:22]
Donald Trump will künstliche Intelligenz künftig Superintelligenz nennen und lässt den Begriff in allen US-Dokumenten ändern. Vom Tempo der Entwicklung will er nichts wegnehmen, obwohl Forscher und die Chefs der KI-Firmen selbst zur Vorsicht raten. Tobias Lindner, bis 2025 Staatsminister im Auswärtigen Amt, hält es für ein gutes Zeichen, dass die Unternehmen ohne staatlichen Druck nach Risiken suchen: „Umso mehr will ich natürlich auch wissen, hat das Ding Sicherheitsgurte.“ [01:15]
Das beste Restaurant der Welt steht in Buenos Aires und grillt die Steaks vor den Augen der Gäste. Mehr als eine Million Menschen haben das Fogón Asado bei Tripadvisor gewählt – neun Gänge kosten dort rund hundert Euro. [19:57]
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Trumps Botschaft an die UN
US-Präsident Donald Trump hat vor der UN-Generalversammlung dem Iran mit Vernichtung gedroht und zugleich ein Abkommen nach den US-Zwischenwahlen in Aussicht gestellt. Kuba nannte er einen gescheiterten Staat …
Notas do episódio
US-Präsident Donald Trump hat vor der UN-Generalversammlung dem Iran mit Vernichtung gedroht und zugleich ein Abkommen nach den US-Zwischenwahlen in Aussicht gestellt. Kuba nannte er einen gescheiterten Staat, woraufhin die kubanische Delegation den Saal verließ. Zum Krieg in der Ukraine nannte er weder einen Zeitplan noch konkrete Fortschritte. [01:55]
Nach den Wahlniederlagen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin hat Kanzler Friedrich Merz in der Unionsfraktion um Rückhalt für seinen Reformkurs geworben. Viel Applaus bekam dagegen Ex-Fraktionschef Ralph Brinkhaus für seine Kritik, die Union habe ein Glaubwürdigkeitsproblem. Zugleich stellt die SPD Teile des Reformpakets infrage, darunter das Aus für die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. [05:58]
Ralf Fücks, geschäftsführender Gesellschafter des Zentrums Liberale Moderne, warnt die Grünen vor einer Koalition mit der Linken in Berlin. „Ich glaube, dass die Grünen keine Chance haben in der Konkurrenz um Radical Chic“, sagt der frühere Bremer Bürgermeister. Die Grünen dürften nicht „Steigbügelhalter einer neosozialistischen und in großen Teilen israelfeindlichen, antiwestlichen Linken“ werden. Seine Partei solle eigenständig bleiben. [12:39]
Am Samstag entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund in Baden-Baden, mit welcher Region Deutschland sich um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewirbt. Als Favoriten gelten München und die Region KölnRheinRuhr. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirbt mit fast 18 Millionen Tickets und den zuschauerstärksten Spielen aller Zeiten. [22:55]
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Was nun, Herr Kanzler?
Friedrich Merz will Kanzler und Parteivorsitzender bleiben, komme was wolle. Die CDU-Landeschefs haben sich am Sonntagabend ohne ihn getroffen und verlangen jetzt einen klaren Plan. Stefan Evers, Finanzsenator …
Notas do episódio
Friedrich Merz will Kanzler und Parteivorsitzender bleiben, komme was wolle. Die CDU-Landeschefs haben sich am Sonntagabend ohne ihn getroffen und verlangen jetzt einen klaren Plan. Stefan Evers, Finanzsenator in Berlin, macht das Wahlergebnis am Gefühl vieler Menschen fest, „dass es im Land nicht gerecht zugeht“. Aus Kreis- und Landesverbänden kommen die ersten Rücktrittsforderungen. [01:33]
Nicolas Zippelius (CDU), Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Unionsfraktion, hält die Probleme seiner Partei für größer als jede Personaldebatte. Von Friedrich Merz verlangt er einen Zeitplan für die Reformen: „Ganz klare Antwort, liefern, liefern, liefern. Wir haben keine Zeit mehr.“ Ob der Kanzler den uneingeschränkten Rückhalt der Fraktion hat, sagt Zippelius auch auf mehrfache Nachfrage nicht. [12:12]
Die Linke feiert ihren Sieg in Berlin und muss nun mit SPD und Grünen koalieren. Parteichefin Ines Schwerdtner beteuert, das Clan-Mitglied auf der Wahlparty sei nicht eingeladen und sofort ausgeladen worden. Der Zentralrat der Juden warnt SPD und Grüne davor, sich mit dieser Linken einzulassen. [07:57]
In Schipkau in der Lausitz soll in der kommenden Woche das höchste Windrad der Welt fertig werden, 365 Meter hoch. Weiter oben weht der Wind stärker und gleichmäßiger – bei gleichem Rotordurchmesser bringt der Turm etwa den doppelten Ertrag. [23:39]
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Denkzettel für die Volksparteien
Die Linke hat die Wahl in Berlin überraschend klar gewonnen, vor allem bei den jungen Leuten. Stefan Evers kommt mit der CDU auf knapp 19 Prozent – nach drei Jahren gibt sie das Regierungsamt in der Hauptstadt …
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Die Linke hat die Wahl in Berlin überraschend klar gewonnen, vor allem bei den jungen Leuten. Stefan Evers kommt mit der CDU auf knapp 19 Prozent – nach drei Jahren gibt sie das Regierungsamt in der Hauptstadt wohl an eine linke Regierende Bürgermeisterin ab.
Manuela Schwesig hat die AfD trotz Aufholjagd nicht eingeholt und für die SPD dennoch ein starkes Ergebnis geholt. Sie bleibt in Schwerin gebunden und greift vorerst nicht nach der Parteispitze. Lars Klingbeil und Bärbel Bas haben damit Zeit gewonnen, mehr nicht. Für die CDU hat es in Mecklenburg-Vorpommern nicht gereicht. Sie scheitert zum ersten Mal in einem Bundesland an der Fünf-Prozent Hürde. Mariam Lau, politische Korrespondentin der Wochenzeitung Die Zeit, sieht Friedrich Merz nach den Niederlagen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern fester im Sattel, als es aussieht. Ohne einen gemeinsamen Kandidaten der Ministerpräsidenten bleibe er im Amt: „Er ist ein Geduldeter, weil einfach die Alternative fehlt." Die Rückkehr der sozialen Frage hält Lau für die eigentliche Botschaft des Wahlabends. [01:36]
Veronika Grimm, Energieökonomin im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hält die geplante Entlastung beim Sprit für teurer, als sie aussieht. Der kurzen Frist opfere die Politik die strukturellen Reformen: „Insgesamt scheint die Politik also immer noch nicht zu verstehen, was hier auf dem Spiel steht." Genau diese Politik treibe frustrierte Wähler von den etablierten Parteien weg. [11:43]
In Bolivien haben Forscher die erste neue Wildkatzenart seit mehr als hundert Jahren beschrieben. Leopardus tilcayo ist kleiner als eine Hauskatze und nachtaktiv. [16:40]
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Warum schmeckt den Deutschen das Bier nicht mehr?
Deutschlands Brauereien haben im vergangenen Jahr erstmals weniger als acht Milliarden Liter verkauft, der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik. Warsteiner kappt rund dreißig Prozent der Braukapazität …
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Deutschlands Brauereien haben im vergangenen Jahr erstmals weniger als acht Milliarden Liter verkauft, der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik. Warsteiner kappt rund dreißig Prozent der Braukapazität, die Mannheimer Brauerei Eichbaum stellt nach gescheiterter Rettung die Produktion ein. Auf der Wiesn kostet die Maß bis zu 15,90 Euro – dort zahlen die Gäste sie bereitwillig.
Christian Weber, geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei in Homburg und Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, nennt die Lage am Biermarkt nicht schlimm, aber herausfordernd. Den Rückgang seit den Neunzigern erklärt er mit der veränderten Arbeitswelt und einer älter werdenden Bevölkerung: „Ich komme aus dem Saarland, wir sind Kohle-Stahl-Region, da haben die Menschen viel Durst, nachdem sie hart gearbeitet haben.“ Das aber ist die Vergangenheit. Wie sieht er die Zukunft von Hopfen, Malz und Gerste? [01:22]
Katharina Kurz, Mitgründerin der Berliner Brauerei BRLO, verabschiedet sich vom Etikett Craft und spricht von moderner Biervielfalt. Ihr Brauhaus am Gleisdreieck holt die Gäste mit kreativer Gemüseküche herein – das Bier entdecken viele erst dort. Das Grundproblem sieht sie im Preis: „Bier in Deutschland ist leider einfach viel zu günstig.“ Im Handel steht der Kasten weiter für 9,99 Euro im Angebot – die Craft-Welle als Qualitätsversprechen für die ganze Branche hält Kurz für eine vertane Chance. [22:50]
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