
viroLOGISCH
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- 21 out 2026
Sobre o podcast
Virologe und Impfstoffforscher Florian Krammer wirft in viroLOGISCH wöchentlich einen Blick in die Welt der Viren – von historischen Pandemien bis zu aktuellen Entwicklungen. viroLOGISCH ist ein Podcastwerkstatt Original, produziert zwischen New York und Wien. Weitere Infos und Links zum Podcast: https://linktr.ee/virologisch Fotocredit: MedUni Wien/feelimage
Episódios 70
#68 – Winter is coming: Update zu Grippe, Corona und RSV
Ende Oktober beginnt die Saison der Atemwegsviren, und Florian Krammer gibt einen Überblick, was zirkuliert und wie man sich schützen kann. Er erklärt, warum respiratorische Viren bei Kälte häufiger übertragen …
Notas do episódio
Ende Oktober beginnt die Saison der Atemwegsviren, und Florian Krammer gibt einen Überblick, was zirkuliert und wie man sich schützen kann. Er erklärt, warum respiratorische Viren bei Kälte häufiger übertragen werden und wie Influenza zwischen Nord- und Südhalbkugel Ping-Pong spielt. Im Fokus stehen die drei Viren, gegen die es wirksame Mittel gibt. Bei SARS-CoV-2 sinkt der Anteil schwerer Verläufe seit 2022 stetig, die Impfstoffe vom Vorjahr erreichten eine Effektivität von 50 bis 60 Prozent, dazu kommen neue Präparate wie der spanische Proteinimpfstoff Bimervax. Bei Influenza verursachen weltweit jedes Jahr 3 bis 5 Millionen schwere Erkrankungen bis zu 650.000 Todesfälle, in Österreich im Schnitt rund 1.000. Ein früher H1N1-Anstieg passt gut zum aktuellen Impfstamm, und in den USA ist nun ein mRNA-Grippeimpfstoff zugelassen. Gegen RSV gibt es Impfstoffe für Menschen ab 60, für Schwangere zum Schutz der Neugeborenen und einen monoklonalen Antikörper für Babys. Außerdem: warum FFP2-Masken und früh eingenommene antivirale Medikamente wie Paxlovid sinnvolle Ergänzungen sind.
Link zu den epidemiologischen Daten des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien:
Link zum Impfplan Österreich der alle Informationen zu den Influenza, SARS-CoV-2 und RSV Impfungen enthält:
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Interessenskonflikte
Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren werden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurden an CastleVax auslizenziert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.
Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vergangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschaftliche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Ignaz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.
#67 – LCMV: Warum Mäuse im Haus ein Risiko sein können
Das Lymphozytäre Choriomeningitis-Virus (LCMV) ist ein Arenavirus und eng mit dem Lassa-Virus verwandt, kommt aber anders als das Junin-Virus nicht nur in Südamerika vor, sondern weltweit in Hausmäusen. Florian …
Notas do episódio
Das Lymphozytäre Choriomeningitis-Virus (LCMV) ist ein Arenavirus und eng mit dem Lassa-Virus verwandt, kommt aber anders als das Junin-Virus nicht nur in Südamerika vor, sondern weltweit in Hausmäusen. Florian Krammer erklärt, wie Menschen sich anstecken: meist über eingeatmeten Staub aus getrocknetem Urin, Kot oder Speichel von Mäusen, seltener über Bisse, verunreinigte Lebensmittel oder infizierte Haustiere wie Hamster. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt, in Studien aus Kroatien und Bratislava haben bis zu 40 Prozent der Menschen Antikörper. Gefährlich wird LCMV für zwei Gruppen: Bei Organtransplantierten verläuft die Infektion wie ein hämorrhagisches Fieber mit einer Sterblichkeit von über 70 Prozent, bei Schwangeren kann sie zu Fehlgeburten oder schweren Fehlbildungen beim Kind führen. Impfstoffe und wirksame Medikamente gibt es nicht, beim Entfernen von Mäusekot schützt eine FFP2-Maske. Zum Schluss die positive Seite: Forschung mit LCMV in Mäusen zeigte, wie T-Zellen infizierte Zellen erkennen, und brachte Rolf Zinkernagel und Peter Doherty 1996 den Nobelpreis.
Recent review about LCMV: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8163193/
US CDC LCMV information: https://www.cdc.gov/lymphocytic-choriomeningitis/about/index.html
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Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
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#66 – Rustrela-Virus: Das Rätsel der taumelnden Katzen
Seit den 1970er Jahren erkranken in Schweden, später auch in Wien und Niederösterreich, Katzen an einer rätselhaften Gehirnentzündung: der Taumelkrankheit, englisch Staggering Disease. Die Tiere bekommen …
Notas do episódio
Seit den 1970er Jahren erkranken in Schweden, später auch in Wien und Niederösterreich, Katzen an einer rätselhaften Gehirnentzündung: der Taumelkrankheit, englisch Staggering Disease. Die Tiere bekommen Fieber, verändern ihr Verhalten, gehen taumelnd und erleiden oft Lähmungen der Hinterläufe, meist müssen sie eingeschläfert werden. Lange galt das Bornavirus als Verdächtiger, doch erst Metagenomik brachte die Lösung: 2023 wurde in 27 von 29 betroffenen Katzen aus Schweden, Deutschland und Österreich das Rustrela-Virus nachgewiesen, ein enger Verwandter des Röteln-Virus. Florian Krammer erklärt, wie Katzen sich über erbeutete Mäuse anstecken, warum in Deutschland und Schweden unterschiedliche Mausarten das Virus tragen und warum es inzwischen auch bei einem Puma in Colorado gefunden wurde. Einen Impfstoff oder eine Behandlung gibt es nicht, Fälle bei Menschen sind keine bekannt. Zum Schluss stellt er das Wiener Citizen-Science-Projekt ViroKitty vor, bei dem Katzenbesitzende die Beute ihrer Freigänger für die Virusforschung zur Verfügung stellen können.
Video eines Pumas in Colorado mit Taumelkrankheit/Rustrelavirus: https://www.youtube.com/watch?v=KtofjO4Tfds
Information über Rustrelavirus und Taumelkrankheit [Englisch]: https://www.abcdcatsvets.org/guideline-for-staggering-disease/
Projekt ViroKitty: https://soap.lbg.ac.at/virokitty-wie-ihre-katze-zur-virologin-werden-kann/?lang=de
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Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
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#65 – Junin-Virus: 30 Prozent Sterblichkeit, aber es gibt einen Impfstoff
Das Junin-Virus löst in Argentinien das Argentinische hämorrhagische Fieber aus, eine Erkrankung mit einer Sterblichkeit von 20 bis 30 Prozent. Florian Krammer erklärt, warum diese Neuwelt-Arenaviren ihren …
Notas do episódio
Das Junin-Virus löst in Argentinien das Argentinische hämorrhagische Fieber aus, eine Erkrankung mit einer Sterblichkeit von 20 bis 30 Prozent. Florian Krammer erklärt, warum diese Neuwelt-Arenaviren ihren Namen von Sandkörnern haben (sie packen Ribosomen der Wirtszelle ein, die im Elektronenmikroskop wie Sand aussehen) und was das Spike-Protein so besonders macht: Das Signalpeptid bleibt Teil des Proteinkomplexes, was sonst nirgends in der Biologie vorkommt. Übertragen wird das Virus von Feldmäusen, vor allem der Vespermaus, meist über eingeatmeten Staub aus getrocknetem Urin und Kot. Deshalb trifft es überwiegend Männer in der Landwirtschaft, über 90 Prozent der 300 bis 500 Fälle pro Jahr treten in ländlichen Gebieten auf. Anders als bei den meisten hämorrhagischen Fiebern gibt es hier Gegenmittel: der Lebendimpfstoff Candid One mit 95 Prozent Wirksamkeit und eine Plasmatherapie, die die Sterblichkeit auf ein bis zwei Prozent senkt, allerdings bei rund zehn Prozent späte neurologische Symptome auslöst. Florian Krammers Arbeitsgruppe publiziert gerade monoklonale Antikörper, die diese Therapie ablösen könnten.
Informationen über das Junin Virus and das Argentinische Hämorrhagische Fever der UK Health Security Agency [Englisch]: https://www.gov.uk/guidance/argentine-haemorrhagic-fever-origins-reservoirs-transmission-and-guidelines
Neues Paper zu monoklonalen Antikörpern als Therapie bei Juninvirusinfektionen [Englisch]: https://journals.asm.org/doi/10.1128/mbio.00214-26
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Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
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Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
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#64 – HMPV: Das häufige Atemwegsvirus, das kaum jemand kennt
Das humane Metapneumovirus (HMPV) ist eines der häufigsten Atemwegsviren überhaupt und trotzdem kaum bekannt. Florian Krammer erklärt, warum das mit RSV verwandte Virus bei Kindern unter fünf Jahren die …
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Das humane Metapneumovirus (HMPV) ist eines der häufigsten Atemwegsviren überhaupt und trotzdem kaum bekannt. Florian Krammer erklärt, warum das mit RSV verwandte Virus bei Kindern unter fünf Jahren die zweithäufigste Atemwegserkrankung auslöst und für 8 bis 15 Prozent aller Lungenentzündungen in dieser Altersgruppe verantwortlich ist. Bis zum fünften Geburtstag haben praktisch alle Kinder eine Infektion hinter sich, doch die Immunität hält nicht lange, weshalb man sich im Leben immer wieder ansteckt. Gefährlich wird es vor allem für Frühgeborene, Babys zwischen sechs und zwölf Monaten, Menschen über 65 und Personen mit COPD, Asthma oder geschwächtem Immunsystem. Entdeckt wurde HMPV erst 2001 in Rotterdam, zirkuliert aber vermutlich seit rund 200 Jahren im Menschen, nachdem es von Vögeln übergesprungen ist. Anders als bei RSV gibt es weder Impfstoffe noch Antikörpertherapien, Kombinationsimpfstoffe sind aber in klinischer Erprobung.
Information zum humanen Metapneumovirus der CDC [Englisch]: https://www.cdc.gov/human-metapneumovirus/about/index.html
Information zum humanen Metapneumovirus der WHO [Englisch]: https://www.who.int/news-room/questions-and-answers/item/human-metapneumovirus-(hmpv)-infection
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Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
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#63 – Spanische Grippe: Warum es auch junge Gesunde traf
Die Spanische Grippe von 1918 war die tödlichste Influenza-Pandemie der Geschichte: Zwischen 20 und 100 Millionen Menschen starben, bei einer Weltbevölkerung von damals nur 1,8 Milliarden. Florian Krammer …
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Die Spanische Grippe von 1918 war die tödlichste Influenza-Pandemie der Geschichte: Zwischen 20 und 100 Millionen Menschen starben, bei einer Weltbevölkerung von damals nur 1,8 Milliarden. Florian Krammer erklärt, warum das H1N1-Virus mit einer Sterblichkeit von zwei bis drei Prozent so gefährlich war, woher der irreführende Name kommt (Spanien war neutral und hatte als eines der wenigen Länder eine freie Presse) und warum ausgerechnet 20- bis 40-Jährige so stark betroffen waren. Dazu seine eigene Hypothese: Möglicherweise zirkulierte zwischen 1891 und 1918 gar keine saisonale Influenza, sodass eine ganze Generation ohne jede Immunität aufwuchs. Außerdem geht es um Zytokinstürme, Maskenproteste in San Francisco, prominente Opfer wie Gustav Klimt und Egon Schiele und um die Rekonstruktion des Virus aus Pathologieproben und einer im Permafrost begrabenen Leiche. Zum Schluss der Bogen zu 2009, als ein Nachfahre des 1918er Virus aus Schweinen zurück in die Menschen sprang.
Link zu John Barrys Buch ‘The Great Influenza’ [Englisch]: https://en.wikipedia.org/wiki/The_Great_Influenza Reviewartikel über die 1918 Spanische Grippe von Jeff Taubenberger und David Morens [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7528857/
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#62 – Staupe: Das Hundevirus, das ganze Arten bedroht
Das Hundestaupevirus (Canine Distemper Virus) ist ein Paramyxovirus und eng mit dem Masernvirus verwandt. Florian Krammer erklärt, warum die Erkrankung für ungeimpfte Hunde so gefährlich ist: Bei Welpen …
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Das Hundestaupevirus (Canine Distemper Virus) ist ein Paramyxovirus und eng mit dem Masernvirus verwandt. Florian Krammer erklärt, warum die Erkrankung für ungeimpfte Hunde so gefährlich ist: Bei Welpen zwischen drei und sechs Monaten liegt die Sterblichkeit bei rund 80 Prozent, bei erwachsenen Tieren ohne Immunität bei etwa 50 Prozent. Erreicht das Virus das zentrale Nervensystem, überleben die Tiere meist nicht. Besonders heikel ist das breite Wirtsspektrum: Wölfe, Füchse, Rote Pandas, Löwen, Tiger, Elefanten, Bären, Waschbären und Dachse können sich anstecken, weshalb Staupe längst auch ein Artenschutzproblem ist. In der Serengeti starben 1993 rund 20 Prozent der Löwen daran, und beim Seehundestaupevirus verendeten 1998 etwa 18.000 Seehunde in der Nordsee. Menschen erkranken nicht, vermutlich auch wegen der Kreuzimmunität durch Masern. Gute Impfstoffe gibt es seit den 1960er Jahren, sie brauchen aber regelmäßige Auffrischung.
Übersicht der AGES zur Staupe: https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/staupe
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#61 – Dabie-Bandavirus: Das Zeckenvirus aus Asien
Diesmal geht es um ein Virus, das in Asien für schwere Erkrankungen sorgt: das SFTS-Virus (Severe Fever with Thrombocytopenia Syndrome), offiziell Dabie-Bandavirus. Übertragen wird es vor allem durch die …
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Diesmal geht es um ein Virus, das in Asien für schwere Erkrankungen sorgt: das SFTS-Virus (Severe Fever with Thrombocytopenia Syndrome), offiziell Dabie-Bandavirus. Übertragen wird es vor allem durch die Asiatische Langhornzecke, in seltenen Fällen springt es über Blut und Körperflüssigkeiten auch direkt von Mensch zu Mensch. Florian Krammer erklärt, warum die Sterblichkeit mit 10 bis 30 Prozent so erschreckend hoch liegt, weshalb fast nur ältere Menschen in ländlichen Regionen Chinas, Japans und Südkoreas erkranken und was hinter dem sperrigen Namen steckt: schweres Fieber mit einem drastischen Abfall der Blutplättchen. Spannend ist auch der amerikanische Verwandte, das Heartland-Virus, das 2009 in Missouri entdeckt wurde und inzwischen in über einem Dutzend US-Bundesstaaten nachgewiesen ist. Einen Impfstoff gibt es nicht, die verfügbaren Medikamente wirken kaum, deshalb bleibt konsequenter Zeckenschutz die einzige echte Vorsorge.
Metaanalyse zur Epidemiologie von SFTSV [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11261768/ Review zu SFTSV [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12325320/
Information zum Heartland Virus der US CDC [Englisch]: https://www.cdc.gov/heartland-virus/hcp/clinical-diagnosis/index.html
Retrospektive Studie zum 1996 Infektionscluster in Jiangsu [Englisch]: https://journals.plos.org/plosntds/article?id=10.1371/journal.pntd.0006603
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#60 – Zytomegalievirus: Der stille Dauergast im Körper
Diesmal geht es um ein Herpesvirus, das fast jeder von uns in sich trägt: das humane Zytomegalievirus (CMV). Florian Krammer erklärt, warum dieses große DNA-Virus mit über 200 Proteinen so schwer zu fassen ist …
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Diesmal geht es um ein Herpesvirus, das fast jeder von uns in sich trägt: das humane Zytomegalievirus (CMV). Florian Krammer erklärt, warum dieses große DNA-Virus mit über 200 Proteinen so schwer zu fassen ist, wie es sich als sogenanntes Episom dauerhaft in Immunzellen einnistet und dort jahrzehntelang unentdeckt überdauert. In gesunden Menschen verläuft die Infektion meist unbemerkt, doch bei Transplantationspatienten oder Schwangeren kann sie schwere Folgen haben, von Organentzündungen bis zu Fehlbildungen beim Ungeborenen. Außerdem geht es um Reaktivierungen unter Stress (bis hin zu Astronauten auf der ISS und Long Covid), um Assoziationen mit Krebs, Alzheimer und Immunalterung, und um die Frage, warum ein Impfstoff trotz jahrzehntelanger Bemühungen bislang scheitert.
CMV Informationsseite des Robert-Koch Instituts: https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Z/ZMV/ZMV-node.html
Übersichtsartikel zu CMV Impfstoffen (etwas veraltert, Jänner 2025) [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11684802/
Artikel in Nature zu CMV (und Herpesvirus) Reaktivierung in COVID-19 und Long COVID Patienten [Englisch]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42557313/
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Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.
#59 – Mumps: Warum die Impfung schwächelt und die Fälle steigen
Diesmal geht es um ein Virus, das seit Jahrtausenden in Menschen zirkuliert: das Mumps-Virus. Florian Krammer erklärt, warum dieses Paramyxovirus mit Masern und dem gefährlichen Nipah-Virus verwandt ist, wie …
Notas do episódio
Diesmal geht es um ein Virus, das seit Jahrtausenden in Menschen zirkuliert: das Mumps-Virus. Florian Krammer erklärt, warum dieses Paramyxovirus mit Masern und dem gefährlichen Nipah-Virus verwandt ist, wie die Infektion abläuft und weshalb sie meist harmlos verläuft, aber ernste Komplikationen wie Hoden-, Hirnhaut- oder Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen kann. Erzählt wird auch die Geschichte des Erregers von Hippokrates bis zur Entdeckung als Virus 1934, dazu die Anekdote, wie Merck-Forscher Maurice Hilleman den bis heute genutzten Impfstoff aus einem Abstrich seiner eigenen kranken Tochter entwickelte. Der MMR-Impfstoff drängte Mumps fast zur Ausrottung, doch Impfskepsis, nachlassende Immunität und Virusevolution lassen die Fallzahlen weltweit wieder steigen.
Die im Podcast erwähnte Biografie über Maurice Hilleman: https://nihlibrary.overdrive.com/media/134323
Fotos eines Kindes mit der typischen Mumps-Schwellung im Gesicht: https://en.wikipedia.org/wiki/Mumps#/media/File:Mumps_PHIL_130_lores.jpg
Mumps-Informationen des Robert Koch Institutes: https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/M/Mumps/mumps-node.html
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Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.
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#58 – Sommer-Update: Was aktuell in der Virologie passiert
Ein Sommer-Update mit vier aktuellen Geschichten aus der Virologie. Zuerst geht es in die Schweiz, wo tausende Kühe an einem neu entdeckten Orthobunyavirus aus der Simbu-Gruppe erkrankt sind, verwandt mit dem …
Notas do episódio
Ein Sommer-Update mit vier aktuellen Geschichten aus der Virologie. Zuerst geht es in die Schweiz, wo tausende Kühe an einem neu entdeckten Orthobunyavirus aus der Simbu-Gruppe erkrankt sind, verwandt mit dem Schmallenberg-Virus, für Menschen aber kaum gefährlich. Dann ein ernüchterndes Update zum Bundibugyo-Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo, der mit über 4.000 Fällen inzwischen der zweitgrößte der Geschichte ist – immerhin haben erste klinische Studien zu Therapien und Impfstoffen begonnen. Außerdem: eine neue, vermutlich harmlose Andes-Virus-Infektion bei einer reisenden Person in Europa. Und schließlich die kontroverseste Meldung: Forschende aus Stanford und dem Arc Institute haben mit künstlicher Intelligenz funktionsfähige Viren (harmlose Bakteriophagen) erzeugt, was eine große Debatte über Biosicherheit und fehlende Regulierung auslöst.
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#57 – Urlaubsviren: Das West-Nil-Fieber jetzt auch in Mitteleuropa
Zum Abschluss der Sommerreihe über Viren aus dem Urlaub kommt eines, das man sich mittlerweile auch in Mitteleuropa holen kann: das West-Nil-Virus. Florian Krammer erklärt, warum dieses Flavivirus mit Dengue …
Notas do episódio
Zum Abschluss der Sommerreihe über Viren aus dem Urlaub kommt eines, das man sich mittlerweile auch in Mitteleuropa holen kann: das West-Nil-Virus. Florian Krammer erklärt, warum dieses Flavivirus mit Dengue und FSME verwandt ist, wie es 1999 mutmaßlich per Containerschiff nach New York gelangte und sich in wenigen Jahren über die gesamten USA ausbreitete und wie es inzwischen auch in Österreich angekommen ist, vor allem im Osten (Wien, Niederösterreich, Burgenland). Vögel sind das eigentliche Reservoir, Menschen und Pferde dagegen Sackgassen-Wirte. Die gute Nachricht: 80 % der Infektionen verlaufen symptomlos. Die schlechte: In seltenen Fällen befällt das Virus das Nervensystem, dann liegt die Sterblichkeit bei rund 10 %. Spannendes Detail: Ausgerechnet die CCR5-Mutation, die vor HIV schützt, erhöht das Risiko für schwere West-Nil-Verläufe. Einen Impfstoff für Menschen gibt es nicht – nur Mückenschutz hilft.
Informationen der AGES zum West Nil Virus in Österreich: https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/west-nil-virus West Nile Virus Informationsseite der ECDC [Englisch]: https://www.ecdc.europa.eu/en/west-nile-virus-infection
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Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
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#56 – Urlaubsviren: Das Oropouche-Virus aus dem Amazonas
Teil drei der Sommerreihe über Viren, die einen im Urlaub erwischen können. Nach Italien und Skandinavien geht es jetzt in die Tropen. Das Oropouche-Virus löst das Oropouche-Fieber aus und wird nicht von …
Notas do episódio
Teil drei der Sommerreihe über Viren, die einen im Urlaub erwischen können. Nach Italien und Skandinavien geht es jetzt in die Tropen. Das Oropouche-Virus löst das Oropouche-Fieber aus und wird nicht von Moskitos, sondern von winzigen Gnitzen übertragen – denselben Blutsaugern, die auch die Blauzungenkrankheit verbreiten. Florian Krammer erklärt, warum das Virus mit gefährlicheren Verwandten wie dem Krim-Kongo- und dem Rift-Valley-Fiebervirus verwandt ist, wie es zwischen Regenwald-Zyklus (mit Faultieren, Affen und Vögeln) und einem problematischeren urbanen Zyklus von Mensch zu Mensch wechselt, und warum die Symptome oft zweimal auftreten – erst verschwinden sie, dann kcommen sie nach sieben bis zehn Tagen zurück. Meist verläuft die Infektion mild, doch in seltenen Fällen drohen Meningitis, das Guillain-Barré-Syndrom oder Schäden beim ungeborenen Kind. Impfstoffe oder Medikamente gibt es keine – Schutz vor Stichen ist alles.
Review zum Oropouche Virus [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11945866/
ECDC Risikoanalyse für Oropouche (veraltet) [English]: https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/TAB-Oropouche-august-2024.pdf
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Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
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#55 – Urlaubsviren: Skandinavien und das Sindbis-Virus
Teil zwei der Sommerreihe über Viren, die einem im Urlaub begegnen können – diesmal geht es nach Norden. Das Sindbis-Virus wird von ganz gewöhnlichen Stechmücken übertragen und löst Erkrankungen aus, die je …
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Teil zwei der Sommerreihe über Viren, die einem im Urlaub begegnen können – diesmal geht es nach Norden. Das Sindbis-Virus wird von ganz gewöhnlichen Stechmücken übertragen und löst Erkrankungen aus, die je nach Region Pogosta-Krankheit, Ockelbo-Krankheit oder Karelisches Fieber heißen. Florian Krammer erklärt, warum das Virus mit Chikungunya verwandt ist, wie es über Zugvögel nach Eurasien kam, und warum die meisten Infektionen unbemerkt bleiben (auf einen symptomatischen Fall kommen 20 bis 40 asymptomatische). Wer es erwischt, bekämpft aber oft eine hartnäckige Arthritis, die Monate bis Jahre anhalten kann. Kurios: Größere Ausbrüche in Finnland treten offenbar in Sieben-Jahres-Intervallen auf, der letzte war 2021. Impfstoffe oder Medikamente gibt es keine.
Gutes Review zum Sindbis Virus [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12758272/
ECDC Fact Sheet zu Sindbis Virus [Englisch]: https://www.ecdc.europa.eu/en/sindbis-fever/facts
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#54 – Urlaubsviren: Pappataci-Fieber und das Toskana-Virus
Auftakt zur kleinen Sommerreihe über Viren, die einem im Urlaub begegnen können: Das Pappataci-Fieber wird von Sandmücken übertragen und von Viren wie dem Toskana-, Neapel- und dem Sizilianischen …
Notas do episódio
Auftakt zur kleinen Sommerreihe über Viren, die einem im Urlaub begegnen können: Das Pappataci-Fieber wird von Sandmücken übertragen und von Viren wie dem Toskana-, Neapel- und dem Sizilianischen Sandmückenfieber-Virus ausgelöst. Florian Krammer erklärt, warum die winzigen, kaum spürbaren Mücken ihren Namen aus dem Italienischen haben („leise essen"), warum sie schlecht fliegen und deshalb vor allem in Bodennähe zubeißen und weshalb rund 25 % der Bevölkerung in betroffenen Regionen Antikörper tragen, ohne je krank gewesen zu sein. Die meisten Infektionen verlaufen mild, das Toskana-Virus kann in seltenen Fällen aber das zentrale Nervensystem befallen. Impfstoffe oder Medikamente gibt es keine – bleibt nur der Mückenschutz.
Link zu italienischer Studie die einen Anstieg in neurinvasive Toskanavirusinfektionen beschreibt [Englisch]: https://www.eurosurveillance.org/content/10.2807/1560-7917.ES.2025.30.2.2400203
ECDC Information zum Toskana Virus, aber etwas veraltet [Englisch]: https://www.ecdc.europa.eu/en/toscana-virus-infection
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#53 – Ein Jahr viroLOGISCH: Das zweite Q&A-Special
Zum ersten Geburtstag von viroLOGISCH gibt es eine besondere Folge: Erstmals sitzen Florian Krammer und Producer Lukas Rabensteiner gemeinsam im Studio für die zweite Q&A-Runde. Die Fragen reichen von …
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Zum ersten Geburtstag von viroLOGISCH gibt es eine besondere Folge: Erstmals sitzen Florian Krammer und Producer Lukas Rabensteiner gemeinsam im Studio für die zweite Q&A-Runde. Die Fragen reichen von charmant-einfach bis hochspezialisiert: Haben Viren eigentlich Farben? Was ist das größte und längste Virus? Welche Viren können Katzen bekommen? Dazu geht es um die Verbreitung des Alongshan-Virus, um Ebola (wie oft man sich unbewusst ins Gesicht fasst, wie lange Oberflächen infektiös sind und welche Hygienemaßnahmen in Österreich sinnvoll sind), um die Frage, warum es gegen manche Viren Impfstoffe gibt und gegen andere nicht, wie eine Impfstoffzulassung abläuft und ob man sich „überimpfen" kann. Ein Ritt quer durch die Virologie, der zeigt, wie breit das Publikum dieses Podcasts ist.
Stabilität von Ebolavirus auf Flächen [Englisch]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26079114/
Wie oft berühren wir unser Gesicht? Metastudie [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7350942/
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#52 – Krebsimpfstoffe: Wie das Immunsystem Tumore erkennen lernt
Diesmal geht es ausnahmsweise nicht um ein Virus, sondern um eine der spannendsten Entwicklungen der modernen Medizin: therapeutische Krebsimpfstoffe auf mRNA-Basis. Florian Krammer erklärt das Grundprinzip …
Notas do episódio
Diesmal geht es ausnahmsweise nicht um ein Virus, sondern um eine der spannendsten Entwicklungen der modernen Medizin: therapeutische Krebsimpfstoffe auf mRNA-Basis. Florian Krammer erklärt das Grundprinzip – wie der Tumor eines Patienten sequenziert wird, wie aus den mutierten Genen ein individueller Impfstoff entsteht und wie dieser das Immunsystem trainiert, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Anhand zweier aktueller Studien wird klar, wie vielversprechend der Ansatz ist: ein BioNTech-Impfstoff gegen den besonders aggressiven Bauchspeicheldrüsenkrebs und ein Moderna/Merck-Impfstoff gegen schwarzen Hautkrebs (Melanom), bei dem nun die Fünf-Jahres-Daten vorliegen. Noch sind die Impfstoffe nicht auf dem Markt und teuer in der Herstellung – aber die Richtung stimmt.
Links zu den Arbeiten über den Impfstoff für Pankreaskarzinome [Englisch]: https://www.nature.com/articles/s41586-023-06063-y https://www.nature.com/articles/s41586-024-08508-4
Links zu den Arbeiten über den Impfstoff für Melanome [Englisch, und leider hinter einer Paywall]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38246194/ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42223134/
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#51 – Alongshan-Virus: Der neue Zeckenerreger in Österreich
Ein neues Zeckenvirus sorgt in Österreich für Schlagzeilen: Das Alongshan-Virus wurde erstmals in heimischen Zecken nachgewiesen und bei zwei Personen fanden sich Antikörper, ein Hinweis auf durchgemachte …
Notas do episódio
Ein neues Zeckenvirus sorgt in Österreich für Schlagzeilen: Das Alongshan-Virus wurde erstmals in heimischen Zecken nachgewiesen und bei zwei Personen fanden sich Antikörper, ein Hinweis auf durchgemachte Infektionen. Florian Krammer erklärt, was dieses Virus so ungewöhnlich macht: Es gehört zu den Jingmen-Viren, einer Gruppe segmentierter Flaviviren, die wie ein Hybrid aus Flavi- und Influenzaviren aufgebaut sind. Die Episode zeichnet nach, wie das Virus 2019 in China entdeckt wurde, wie es sich von dort bis nach Europa ausgebreitet hat und was der aktuelle Nachweis aus Österreich – inklusive Funden in mehreren Bundesländern – tatsächlich bedeutet. Fazit: ein spannendes, ungewöhnliches Virus, aber vorerst kein Grund zur Sorge.
Artikel über Alongshan Virus in Österreich: https://science.orf.at/stories/3235890/
Wissenschaftlicher Artikel über Alongshan Virus in der Inneren Mongolei [English]: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1805068
Wissenschaftlicher Artikel über Alongshan Virus in Österreich [English]: https://www.thelancet.com/journals/lanmic/article/PIIS2666-5247(26)00059-5/fulltext
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#50 – HIV (2/2): Vom sicheren Tod zur behandelbaren Krankheit
Im zweiten Teil der HIV-Folge geht es um alles, was nach der Entdeckung des Virus geschah: das massive Stigma der frühen Jahre, das jahrelange Wegsehen der US-Regierung unter Reagan und den Aktivismus, der die …
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Im zweiten Teil der HIV-Folge geht es um alles, was nach der Entdeckung des Virus geschah: das massive Stigma der frühen Jahre, das jahrelange Wegsehen der US-Regierung unter Reagan und den Aktivismus, der die Entwicklung von Therapien und Aufklärung entscheidend vorantrieb. Florian Krammer erklärt, wie aus einem sicheren Todesurteil eine behandelbare chronische Erkrankung wurde, was es mit PrEP auf sich hat und wie einige wenige Menschen (die „Berlin-Patienten") tatsächlich von HIV geheilt wurden. Zum Schluss ein Blick auf die aktuelle Lage: Warum die Streichung der US-Hilfsgelder laut UNAIDS Millionen zusätzliche Infektionen und Todesfälle nach sich ziehen könnte.
Information der österreichischen Aidshilfe zu PrEP: https://aids.at/prep/ Ähnliche Info der deutschen Aidshilfe: https://www.aidshilfe.de/de/hiv-prep
Infos der deutschen Aidshilfe zu Lenacapavir: https://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/lenacapavir-zulassung-europa-hiv-prep
Film Dallas Buyers Club: https://www.imdb.com/de/title/tt0790636/
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Interessenskonflikte
Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.
Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.
#49 – HIV (1/2): Wie alles begann
Den Auftakt zu einer zweiteiligen Folge über HIV macht das Virus selbst und seine Geschichte. Florian Krammer erklärt, warum HIV zu den raffiniertesten Viren überhaupt zählt: Es infiziert ausgerechnet die …
Notas do episódio
Den Auftakt zu einer zweiteiligen Folge über HIV macht das Virus selbst und seine Geschichte. Florian Krammer erklärt, warum HIV zu den raffiniertesten Viren überhaupt zählt: Es infiziert ausgerechnet die Zellen des Immunsystems, schreibt sich dauerhaft in unser Erbgut ein und versteckt sich vor der Immunabwehr. Außerdem geht es darum, wie sich das Virus übertragen lässt, warum rund ein Prozent der Europäer:innen von Natur aus vor einer Infektion geschützt ist, wie HIV vermutlich vom Affen auf den Menschen übersprang und wie es Anfang der 1980er-Jahre entdeckt wurde - inklusive des Mythos rund um „Patient 0". In Teil 2 geht es dann um Stigma, Aktivismus, Therapien und die aktuelle Lage.
Reviewartikel zum Ursprung von HIV-1 und HIV-2 [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2935100/
Review zur Entdeckung von HIV von Gallo und Montagnier [Englisch]: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp038194
Link zur Aidshilfe Wien: https://aids.at/
Link zur HIV Informationsseite des Robert Koch Instituts: https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/H/HIV-AIDS/hiv-aids-node.html
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Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
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#48 – Hepatitis E: Warum rohes Schweinefleisch riskant sein kann
Zum Abschluss der Hepatitis-Reihe geht es um den letzten Buchstaben: Hepatitis E. Ein Virus, das für die meisten harmlos verläuft, oft sogar unbemerkt, aber für Schwangere und Menschen mit geschwächtem …
Notas do episódio
Zum Abschluss der Hepatitis-Reihe geht es um den letzten Buchstaben: Hepatitis E. Ein Virus, das für die meisten harmlos verläuft, oft sogar unbemerkt, aber für Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich werden kann. Florian Krammer erklärt, warum Hepatitis E sowohl ein menschliches als auch ein zoonotisches Virus ist, wie man sich über kontaminiertes Wasser und unzureichend gegartes Schweinefleisch ansteckt, und warum es trotz rund 20 Millionen Infektionen pro Jahr kaum bekannt ist. Außerdem: ein Virus, das im Blut und im Stuhl unterschiedlich aussieht, ein Impfstoff, der es nie auf den Markt schaffte.
Link zu WHO Information ueber HEV [Englisch]: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hepatitis-e
Reviewartikel zur globalen Epidemiologie von HEV [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7384095/
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Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
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#47 – Bundibugyo-Ebola: Warum dieser Ausbruch so gefährlich ist
Im Kongo wütet gerade ein Ebola-Ausbruch ausgelöst nicht durch das bekannte Ebola-Zaire, sondern durch das Bundibugyo-Ebolavirus, gegen das es weder zugelassene Impfstoffe noch erprobte Therapien gibt. Die …
Notas do episódio
Im Kongo wütet gerade ein Ebola-Ausbruch ausgelöst nicht durch das bekannte Ebola-Zaire, sondern durch das Bundibugyo-Ebolavirus, gegen das es weder zugelassene Impfstoffe noch erprobte Therapien gibt. Die Episode gibt zunächst einen Überblick über Ebola-Viren, ihre verschiedenen Spezies und den Krankheitsverlauf. Danach erklärt Florian, warum dieser spezielle Ausbruch so schwer zu kontrollieren ist: späte Erkennung, aktiver Bürgerkrieg in der Region, der Wegfall amerikanischer Hilfe und ein Virus, für das die Werkzeuge schlicht fehlen. Für die Weltbevölkerung außerhalb der Region bleibt das Risiko gering. Für die lokale Bevölkerung ist es eine Tragödie.
Ausbruchtracking der DRC [Französisch] https://sante.gouv.cd/epidemie/ebola-bundibugyo-2026
Review zu seltenen Filoviren (inklusive Bundibugyo) [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4931228/
WHO Ausbruchüberblick zu Bundibugyo [Englisch]: https://www.who.int/emergencies/disease-outbreak-news/item/2026-DON603
Link zu Episode #6 - Ebola: https://virologisch.podigee.io/6-6-ebola-ein-virus-mit-90-sterblichkeit
Link zu Episode #30 - Marburg-Virus: https://virologisch.podigee.io/30-30-marburg-virus-hochgefahrlich-aber-kaum-verbreitet
Link zu Episode #33 - Lloviu-Cuevavirus: https://virologisch.podigee.io/33-33-lloviu-cuevavirus-ein-seltenes-virus-mit-vielen-fragezeichen
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Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
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#46 – Schimmelpilze im Körper: Was ist Aspergillose?
Schimmelpilze atmen wir alle täglich ein und das ist für die meisten kein Problem. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Lungenvorerkrankungen kann das jedoch lebensbedrohlich werden. In dieser Episode …
Notas do episódio
Schimmelpilze atmen wir alle täglich ein und das ist für die meisten kein Problem. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Lungenvorerkrankungen kann das jedoch lebensbedrohlich werden. In dieser Episode spricht Florian Krammer mit Prof. Helmut Salzer, Leiter der Abteilung für Infektiologie und Tropenmedizin am Kepler Universitätsklinikum Linz, über Aspergillus und die drei Formen der Aspergillose: invasiv, chronisch und allergisch. Weltweit sind jährlich rund vier Millionen Menschen betroffen - mehr Todesfälle als durch Influenza. Trotzdem bleibt die Erkrankung weitgehend unter dem Radar.
Publikation zur Inzidenz und Mortalität von schweren Pilzinfektionen: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1473309923006928?ref=pdf_download&fr=RR-2&rr=9fe2bbf82d07b654
Letzte internationale Leitlinie zur chronisch pulmonalen Aspergillose: https://publications.ersnet.org/content/erj/47/1/45.full.pdf
Link zur ECMM, welche die Dachgesellschaft europäischer mykologischer Gesellschaften ist, die sich auf die Diagnose, Behandlung und Erforschung von Pilzinfektionen konzentriert: https://www.ecmm.info/
Fachgesellschaft, die sich mit der wissenschaftlichen Erforschung und praktischen Anwendung von Pilzen beschäftigt: https://gaffi.org/
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#45 – Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff: Wie gefährlich ist die Andes-Variante wirklich?
Das Andes-Virus ist das einzige Hantavirus, das sich von Mensch zu Mensch übertragen kann und genau das macht den aktuellen Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius so bemerkenswert. Diese Episode erklärt …
Notas do episódio
Das Andes-Virus ist das einzige Hantavirus, das sich von Mensch zu Mensch übertragen kann und genau das macht den aktuellen Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius so bemerkenswert. Diese Episode erklärt, was Hantaviren sind, wie das Andes-Virus funktioniert, wie es 1995 entdeckt wurde und warum es bereits frühere Ausbrüche mit Mensch-zu-Mensch-Übertragung gab. Dazu gibt es eine Zusammenfassung der Ereignisse an Bord der MV Hondius – von der Abfahrt in Ushuaia bis zur Evakuierung auf Teneriffa – sowie eine ehrliche Einschätzung der offenen Fragen: Wie gut ist das Virus übertragbar? Warum gibt es keine Therapie? Und warum ist ein Impfstoff so schwer herzustellen?
Gute Übersicht zu den bisherigen Fällen von Ian Mackay auf Twitter (X) [Englisch]: https://x.com/MackayIM/status/2054080783724544375/photo/1
Statement der International Hantavirus Society [Englisch]: https://zenodo.org/records/20134326
Drei wissenschaftliche Arbeiten zu den bisherigen Mensch-zu-Mensch Übertragungen mit Andesvirus [Englisch]:
1996: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0042682297989765?via%3Dihub
2014: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7101103/
2018/19: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2009040
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#44 – SARS-CoV-1: Der Vorläufer von COVID-19
Bevor SARS-CoV-2 die Welt veränderte, gab es bereits ein erstes SARS-Coronavirus – und den Ausbruch 2002/2003, der knapp zur Pandemie wurde. Mit einer Sterblichkeitsrate von rund 10 % war SARS-CoV-1 deutlich …
Notas do episódio
Bevor SARS-CoV-2 die Welt veränderte, gab es bereits ein erstes SARS-Coronavirus – und den Ausbruch 2002/2003, der knapp zur Pandemie wurde. Mit einer Sterblichkeitsrate von rund 10 % war SARS-CoV-1 deutlich tödlicher als sein Nachfolger, ließ sich aber stoppen – vor allem, weil Ansteckung erst nach dem Auftreten von Symptomen stattfand. Die Episode beleuchtet die Virologie des Erregers, die Rolle von Superspreadern, wie sich das Virus von China über Hongkong bis nach Kanada ausbreitete und warum Isolation und Quarantäne ohne PCR-Tests funktioniert haben.
Review zum Ursprung von SARS-CoV [English]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7120088/pdf/978-3-540-70962-6Chapter13.pdf
SARS Ausbruch im Gebäudekomplex Amoy Gardens in Hong Kong [Englisch]: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa032867
Science Artikel über Superspreader und das Metropole Hotel [Englisch und leider hinter einer Paywall]: https://www.science.org/doi/10.1126/science.339.6125.1272
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#43 – Zoonose aus dem Meer: Das Covert Mortality Nodavirus
Ein Virus, das bisher nur Garnelen und Fische krank gemacht hat, kann offenbar auch Menschen infizieren und das mit ernsthaften Folgen. Das Covert Mortality Nodavirus (CMNV) wurde ursprünglich 2014 in …
Notas do episódio
Ein Virus, das bisher nur Garnelen und Fische krank gemacht hat, kann offenbar auch Menschen infizieren und das mit ernsthaften Folgen. Das Covert Mortality Nodavirus (CMNV) wurde ursprünglich 2014 in chinesischen Shrimp-Farmen entdeckt und ist in Meeresfrüchten weltweit verbreitet. Ein neues Paper in Nature Microbiology (März 2026) zeigt nun, dass CMNV mit einer Augenerkrankung beim Menschen in Verbindung steht: einer persistenten viralen Uveitis, die den Augendruck erhöht und langfristig zu schweren Sehschäden führen kann. Besonders gefährdet sind Menschen, die beruflich mit Fischen oder Meeresfrüchten arbeiten – sowie alle, die gerne rohen Fisch essen.
Nature Microbiology Studie zum Link zwischen Augenentzündungen und CMNV [Englisch und leider hinter einer Paywall]: https://www.nature.com/articles/s41564-026-02266-x
CMNV Beschreibung der World Organization for Animal Health [Englisch]: https://www.woah.org/app/uploads/2023/03/a-woah-cmnv-disease-card.pdf
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#42 - Hepatitis C: Übertragung, Verlauf und Heilung
Das Hepatitis-C-Virus ist ein weit verbreitetes RNA-Virus, das vor allem die Leber infiziert und häufig chronische Infektionen verursacht, die über Jahrzehnte unbemerkt bleiben können. In dieser Folge erklärt …
Notas do episódio
Das Hepatitis-C-Virus ist ein weit verbreitetes RNA-Virus, das vor allem die Leber infiziert und häufig chronische Infektionen verursacht, die über Jahrzehnte unbemerkt bleiben können. In dieser Folge erklärt Florian Krammer die besondere Biologie des Virus, seine hohe genetische Variabilität und Mechanismen, mit denen es dem Immunsystem entkommt. Thematisiert werden typische Übertragungswege über Blut, der meist milde oder symptomarme Beginn der Infektion sowie mögliche Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberkrebs. Außerdem geht es um die Geschichte der Entdeckung des Virus, globale Verbreitung und Risikofaktoren. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung moderner antiviraler Therapien, die heute in den meisten Fällen eine Heilung ermöglichen – ein seltener Erfolg in der Virologie.
Information der AGES zu Hepatitis C in Österreich: https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/hepatitis-c
Liste von Hepatitis C Medikamenten: https://www.aidshilfe.de/system/files/documents/aktuellelistederhepatitiscmedikamente2022_02.pdf
Der Maeso Fall und phylogenetische Analyse als Gerichtsbeweis [Englisch]: https://www.uv.es/uvweb/college/en/news-release/scientific-community-supports-university-valencia-s-reseach-maeso-case-1285846070123/Noticia.html?id=1285889231543 und hier https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23870105/
Ralf Bartenschlager erhält Lasker Preis: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/newsroom/heidelberger-virologe-erhalt-hochste-medizinisch-wissenschaftliche-auszeichnung-der-usa/#:~:text=September%202016%20in%20New%20York%20statt.%201999,Voraussetzung%20f%C3%BCr%20die%20Entwicklung%20hochwirksamer%20Medikamente%20geschaffen.
Hepatitis C in Ägypten [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11357586/
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#41 – Pocken: Wie ein Virus ausgerottet wurde
Pocken zählen zu den verheerendsten Infektionskrankheiten der Menschheitsgeschichte – mit hohen Sterblichkeitsraten, schweren Verläufen und lebenslangen Folgen für Überlebende. In dieser Folge erklärt Florian …
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Pocken zählen zu den verheerendsten Infektionskrankheiten der Menschheitsgeschichte – mit hohen Sterblichkeitsraten, schweren Verläufen und lebenslangen Folgen für Überlebende. In dieser Folge erklärt Florian Krammer die Biologie des Variola-Virus, seine Übertragung über Tröpfchen und Kontakt sowie den typischen Krankheitsverlauf mit Fieber und den charakteristischen Pockenläsionen, die oft zu dauerhaften Narben führen. Neben den medizinischen Aspekten steht vor allem die Geschichte im Mittelpunkt: von frühen Variolationsmethoden über die Entwicklung der ersten Impfung durch Edward Jenner bis hin zur globalen Impfkampagne, die schließlich zur vollständigen Ausrottung des Virus führte. Die Episode beleuchtet auch, warum heute kaum noch Immunität in der Bevölkerung besteht, welche Risiken durch verbliebene Virusproben oder synthetische Rekonstruktion diskutiert werden und warum die Pocken trotz ihrer Ausrottung weiterhin eine besondere Rolle in der Virologie spielen.
Foto eines Kindes mit Pockeninfektion: https://en.wikipedia.org/wiki/Smallpox#/media/File:ChildwithSmallpox_Bangladesh.jpg
Bifurkationsnadel: https://en.wikipedia.org/wiki/Bifurcatedneedle#/media/File:Smallpoxvaccine_injection.jpg
Guter historischer Artikel über die Rolle der österreichischen Kaiserin Maria Theresa zur Einführung der Pockenimpfung [Englisch, aber leider hinter einer Paywall]: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40378550/
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Krammer Laboratory at the Icahn School of Medicine at Mount Sinai https://labs.icahn.mssm.edu/krammerlab/
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Interessenskonflikte
Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.
Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.
#40 – Kaninchenpest: Wie das Myxomavirus ganze Populationen zerstört
Das Myxomavirus ist ein Pockenvirus, das bei europäischen Kaninchen eine oft tödlich verlaufende Erkrankung auslöst, die sogenannte Kaninchenpest. In dieser Folge erklärt Florian Krammer die Biologie und den …
Notas do episódio
Das Myxomavirus ist ein Pockenvirus, das bei europäischen Kaninchen eine oft tödlich verlaufende Erkrankung auslöst, die sogenannte Kaninchenpest. In dieser Folge erklärt Florian Krammer die Biologie und den ungewöhnlich komplexen Aufbau dieses DNA-Virus, seine Übertragung über Stechmücken, Flöhe oder direkten Kontakt sowie die typischen Krankheitsverläufe mit starken Schwellungen und tumorartigen Hautveränderungen. Besonders eindrucksvoll ist die Geschichte des Virus: Ursprünglich aus Südamerika stammend, wurde es gezielt in Australien eingesetzt, um eine massive Kaninchenplage einzudämmen – mit dramatischen Folgen für die Population. Die Episode zeigt, wie sich Virus und Wirt über Jahrzehnte gegenseitig angepasst haben, warum die Sterblichkeit heute variieren kann und weshalb das Virus weiterhin in Europa zirkuliert, zuletzt auch mit Ausbrüchen in Wien. Außerdem wird eingeordnet, warum das Virus für Menschen ungefährlich ist, aber dennoch im Umgang mit Wildtieren Vorsicht geboten ist.
Informationen der AGES über das Myxomavirus: https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/kaninchenseuche-kaninchenpest
Ausbruch 2025 in Wien: https://www.krone.at/3848246
Artikel über die mutierte Version des Myxomavirus das Feldhasen tötet [Englisch]: https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/31/8/24-1969_article
Und ein Artikel auf Deutsch über die Hasenvariante: https://www.krone.at/3848649
Science Artikel über die Koevolution von Kaninchen und Myxomavirus in Australien [Englisch]: https://www.science.org/content/article/seventy-years-ago-humans-unleashed-killer-virus-rabbits-heres-how-they-beat-it
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Interessenskonflikte
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Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.
#39 – H9N2: Warum dieser Vogelgrippe-Stamm beobachtet wird
Ein aktueller Fall von H9N2-Vogelgrippe bei einem Menschen in Europa sorgt für Aufmerksamkeit – doch wie groß ist die tatsächliche Gefahr? In dieser Folge erklärt Florian Krammer, was hinter diesem …
Notas do episódio
Ein aktueller Fall von H9N2-Vogelgrippe bei einem Menschen in Europa sorgt für Aufmerksamkeit – doch wie groß ist die tatsächliche Gefahr? In dieser Folge erklärt Florian Krammer, was hinter diesem Influenza-A-Subtyp steckt, wie sich H9N2 weltweit in Geflügel verbreitet und warum es immer wieder zu zoonotischen Infektionen beim Menschen kommt. Die meisten dieser Fälle verlaufen mild und eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung wurde bislang nicht beobachtet, dennoch steht das Virus im Fokus der Forschung, da es genetische Segmente mit anderen gefährlichen Influenzaviren austauschen kann und erste Anpassungen an den Menschen zeigt. Die Episode ordnet den aktuellen Fall ein, erklärt biologische Barrieren zwischen Tier und Mensch und zeigt, warum H9N2 aktuell kein akutes Risiko darstellt – aber dennoch genau beobachtet werden muss.
ECDC Report zu H9N2 Fall in Europa [Englisch]: https://www.ecdc.europa.eu/en/news-events/first-human-case-influenza-ah9n2-infection-imported-eu
British Medical Journal Report zu H9N2 Fall in Europa [Englisch]: https://www.bmj.com/content/392/bmj.s605
Zeitungsartikel in Österreich über den H9N2 Fall in Europa: https://www.krone.at/4089421
Wissenschaftlicher Artikel zu Fledermaus H9N2 [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11045726/
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Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
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