
Klassik für Taktlose
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- 17. Okt. 2026
Über den Podcast
In „Klassik für Taktlose“ ergründen Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen. Jede zweite Woche präsentiert Wilhelm Sinkovicz im „Musiksalon“ seine Lieblingsaufnahmen und lädt uns ein, mit ihm in seiner Klassiksammlung zu wühlen und einzudringen in die Geheimnisse von Mozart, Bach, Beethoven und anderen. Jeden Samstag auf der Webseite der "Presse" und überall, wo es Podcasts gibt. Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer/www.audio-funnel.com. Redaktion/Konzeption: Anna Wallner
Folgen 277
Musiksalon: Die "Eroica": Beethoven lässt Napoleon und Prometheus tanzen
Die Dritte Symphonie war ursprünglich Napoleon gewidmet. Doch führen uns einige Ballett-Schritte direkt in die Mythologie. Beethoven selbst hat seine Dritte Symphonie, die „Eroica“, Napoleon Bonaparte gewidmet …
Shownotes
Die Dritte Symphonie war ursprünglich Napoleon gewidmet. Doch führen uns einige Ballett-Schritte direkt in die Mythologie.Beethoven selbst hat seine Dritte Symphonie, die „Eroica“, Napoleon Bonaparte gewidmet, diese Widmung aber – so will es die Legende – erzürnt wieder ausgekratzt, als er erfuhr, dass der Feldherr sich zum Kaiser gekrönt hatte. Spätere Forschungen haben ergeben, dass diese Symphonie viel eher mit dem antiken Mythos von Prometheus zu tun hat, der den Menschen das Feuer gebracht hat. Ob das Werk, in dessen Zentrum ein imposanter Trauermarsch steht, wirklich so „heroisch“ ist wie der Titel verheißt, wird immer wieder diskutiert. Auf diese Frage versuchen auch die bedeutendsten Interpreten Antworten zu geben. Jede Zeit hat ihren eigenen symphonischen Heldenmythos. In diesem Podcast beleuchtet Wilhelm Sinkovicz Beethovens Werk, das zuvor komponierte Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus“ und zwei außergewöhnliche Aufnahmen der Symphonie.
Wer war Johannes Brahms?
Ein Komponist für Fortgeschrittene? Johannes Brahms gilt als schwierig und unzugänglich. Dabei kennt seine berühmteste Melodie jedes Baby. Muss man sich zu Johannes Brahms erst „hinaufhören“? Ist er ein …
Shownotes
Ein Komponist für Fortgeschrittene? Johannes Brahms gilt als schwierig und unzugänglich. Dabei kennt seine berühmteste Melodie jedes Baby.Muss man sich zu Johannes Brahms erst „hinaufhören“? Ist er ein Komponist für Kenner? Der Hamburger Romantiker ist jedenfalls „stacheliger“ als Mozart oder Strauß – aber Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz wären nicht das „Klassik für Taktlose“-Duo, wenn sie nicht auch sein Werk aufs Wesentliche herunterbrechen und seine Lebensgeschichte auf die spannendsten Anekdoten abklopfen könnten.
Also hören sie sich durch seine Musik, die alles außer Oper umfasst – und durchaus eingängige, bekannte Melodien. Eine davon klimpert gar aus unzähligen Spieluhren … genau: das Wiegenlied „Guten Abend, gute Nacht“. „Das konnte der Brahms auch!“, meint Sinkovicz. Wobei Brahms mit dem eigenen Können ja selbst so seine Not hatte: Der selbstkritische Komponist schleppte seine erste Symphonie fast 20 Jahre lang mit sich herum, weil er nichts unter der Qualität von Beethovens Neunter herausbringen wollte. Seine schwächeren Frühwerke vernichtete er allesamt, damit der Nachwelt nur ja nichts davon bleibt. Übrigens auch seine Briefe an Clara Schumann: Brahms kam als Protegé von Robert Schumann zu Ruhm und zog danach bei dessen Frau Clara ein. Das Taktlos-Duo bespricht, was an der Geschichte über diese große (unerfüllte?) Liebe dran ist. Und analysiert außerdem, was es mit der Brahms-Wagner-Bruckner-Rivalität auf sich hat – und was Brahms, dem zu Lebzeiten vorgeworfen wurde, allzu konservativ zu komponieren, der Musikwelt doch Neues hinzugefügt hat.
Über den Podcast
In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at
Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.Mahlers Fünfte. Von wegen »Tod in Venedig«...
Mahlers Fünfte galt lang als rätselhaft. Dann kam Luchino Visconti und nutzte den vierten Satz, das Adagietto, als Filmmusik für seinen "Tod in Venedig" - seither steht die Symphonie ununterbrochen auf den …
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Mahlers Fünfte galt lang als rätselhaft. Dann kam Luchino Visconti und nutzte den vierten Satz, das Adagietto, als Filmmusik für seinen "Tod in Venedig" - seither steht die Symphonie ununterbrochen auf den Konzertprogrammen. Im Musiksalon widmet sich Wilhelm Sinkovicz diesem Werk in seiner Komplexität zwischen Trauer, Wut und Verzweiflung, Militärsignalen, Tanzbodenstimmung und grandios-spielerischem Feinschliff. Und der Frage, worum es im berühmten Adagietto wirklich geht -- soviel sei verraten: Um den Tod geht es nicht, eher um die Liebe Mahlers zu seiner späteren Frau, Alma. Durch den Podcast führt uns das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Rafael Kubelik (DG). Außerdem sind Ausschnitte aus Aufnahmen unter der Leitung von Willem Mengelberg (Naxos) und Bernard Haitink (Philips) zu hören.Wer hat Mozarts Requiem wirklich geschrieben?
Mozart konnte seine eigene Totenmesse nicht mehr vollenden. Nach seinem Tod haben das andere für ihn erledigt. Wie viel Mozart steckt noch drin? 1791 schrieb Mozart seine eigene Totenmesse. Auch wenn ihm das …
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Mozart konnte seine eigene Totenmesse nicht mehr vollenden. Nach seinem Tod haben das andere für ihn erledigt. Wie viel Mozart steckt noch drin?1791 schrieb Mozart seine eigene Totenmesse. Auch wenn ihm das vielleicht nicht bewusst war: Das berühmte Requiem wurde sein letztes Werk – und es blieb unvollendet. Zumindest eine Weile lang. Denn schon bald nach Mozarts Tod setzten sich andere Komponisten an die leeren Notenblätter und füllten sie auf. Wie viel davon ist dann eigentlich noch von Mozart selbst?
Zehn Prozent? Oder 78? Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz gehen nicht nur den unterschiedlichen Zählweisen nach und erörtern, wie viel „musikalische Substanz“ ein Takt braucht, um als „Original“ zu gelten. Sie erzählen den ganzen Requiem-Krimi: beginnend mit einem anonymen „grauen Boten“, der auf geheimnisvolle Art eine Totenmesse bestellt, über einen schrulligen Grafen, der fremde Kompositionen gern als die seinen ausgibt, bis hin zur Frage, ob man einen Auftrag auch erfüllen muss, wenn man tot ist. „Wenn ein solcher Komponist über der Arbeit an einem Requiem stirbt, sorgt das natürlich über Jahrhunderte für die ärgsten Legenden und Sagenbildungen“, sagt Sinkovicz – der auch gleich erklärt, was das Requiem musikalisch so besonders macht, dass sich die Fragen nach dem Ursprung eigentlich erübrigen: „Das, was da ist, ist _das _Requiem schlechthin. Es gibt kein besseres!“
Auf dem Weg begleitet uns Raphaël Pichon mit seinem Ensemble. Den Ausschnitt aus Verdis Requiem singt der Wiener Singverein, begleitet von den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan (DG).
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Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Bruckners »Romantische« – eine Symphonie in vielerlei Gestalten.
Die Vierte ist Anton Bruckners populärstes Werk geworden. Seit der umjubelten Uraufführung, 1890, ist sie nie wieder aus dem Repertoire verschwunden, nicht zuletzt wegen des "Jagd-Scherzos", das als dritter …
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Die Vierte ist Anton Bruckners populärstes Werk geworden. Seit der umjubelten Uraufführung, 1890, ist sie nie wieder aus dem Repertoire verschwunden, nicht zuletzt wegen des "Jagd-Scherzos", das als dritter Satz der Symphonie zu größter Beliebtheit verholfen hat. Dabei war dieses Scherzo in der ursprünglichen Version der Komposition noch gar nicht enthalten. Im Musiksalon begeben wir uns diesmal auf Spurensuche: Wie ist diese Symphonie entstanden, was hat Bruckner selbst über deren Inhalt verraten. Glauben wir seinen Worten, erleben wir auch einige pittoreske Naturschilderungen – und einen jungen Burschen, der seiner geliebten ein (vergebliches) Ständchen bringt... –– Durch den Podcast führt uns ein Aufnahmeklassiker: Bruno Walter dirigiert das Columbia Symphony Orchestra (CBS). Außerdem Ausschnitte aus Einspielungen verschiedener Fassungen der Symphonie unter Sergiu Celibidache (EMI), Otto Klemperer (VOX) und Markus Poschner (Capriccio).War Pavarotti wirklich so ein guter Sänger?
Er machte aus Operngesang eine Stadion-Show und Arien zu Pophits. Luciano Pavarotti prägte das Bild des Star-Tenors. Wie hat er das geschafft? Dick, bärtig, immer lächelnd, Taschentuch in der Hand. So kennt man …
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Er machte aus Operngesang eine Stadion-Show und Arien zu Pophits. Luciano Pavarotti prägte das Bild des Star-Tenors. Wie hat er das geschafft?Dick, bärtig, immer lächelnd, Taschentuch in der Hand. So kennt man Luciano Pavarotti, den großen italienischen Tenor – wobei er, wie Wilhelm Sinkovicz betont, eigentlich ein amerikanisches Phänomen war. Pavarotti war mehr als ein Opernstar. Er war ein Entertainer, der Stadien füllte, solo und als Teil der Drei Tenöre. Er eroberte mit Arien die Pop-Charts. Für Katrin Nussmayr ist klar: Pavarotti, das ist DER prototypische Operntenor. Und doch will sie von ihrem Podcast-Partner wissen: War er denn wirklich so gut? Und ist es nicht seltsam, dass er umso berühmter wurde, je mehr er die Opernbühne hinter sich ließ?
Also stürzt sich das Taktlos-Duo ins Leben und Wirken dieses Bäckersohns aus Modena und zeichnet nach, wie er schon in jungen Jahren unermüdlich an seiner Technik arbeitete, in kurzer Zeit zum gefragten Tenor aufstieg und dabei selbst sehr gut wusste, wie einzigartig seine Stimme war. „Sie war einfach von unglaublicher Schönheit“, bestätigt auch Sinkovicz und erinnert sich an die wenigen Wien-Auftritte, die der Star in seiner Glanzzeit absolviert hat. Daneben geht es auch um die Schwächen des großen Pavarotti – und um die Frage, warum sich ausgerechnet „Nessun Dorma“ durch sein ganzes Leben zieht: Die Arie aus Puccinis Oper „Turandot“ sang er auf und ab, die ganze Rolle dazu spielte er nur einmal …
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Variationen als Rätselspiel: Edward Elgars "Enigma"
Bei den Enigma-Variationen von Sir Edward Elgar beginnen die Verwirrungen schon ganz am Beginn: Was ist eigentlich das ,,Thema", wird es überhaupt gespielt - und vor allem: von wem stammt es? Und dann Klavier …
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Bei den Enigma-Variationen von Sir Edward Elgar beginnen die Verwirrungen schon ganz am Beginn: Was ist eigentlich das ,,Thema", wird es überhaupt gespielt - und vor allem: von wem stammt es? Und dann Klavier oder Bratsche übende Dilettanten, plappernde Gastgeberinnen und ein triefend nasser Hund - der biblische Jäger Nimrod nicht zu vergessen, mit dem Elgar die Hitparaden gestürmt hat... Zu hören ist die legendäre Aufnahme des London Symphony Orchestra unter Pierre Monteux (RCA).Pfui! Bravo! Buh! Das Klassik-Publikum und seine (Un)sitten (LIVE!)
Schlägereien im Konzertsaal, fliegende Zahnprothesen und unkontrollierte Jubelstürme: Eine Folge über die schärfsten Publikumsreaktionen und die Frage, wann ein „Buh!“ in Ordnung ist – live aus dem Wiener …
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Schlägereien im Konzertsaal, fliegende Zahnprothesen und unkontrollierte Jubelstürme: Eine Folge über die schärfsten Publikumsreaktionen und die Frage, wann ein „Buh!“ in Ordnung ist – live aus dem Wiener Blickle Kino.Schon einmal vom Wiener Watschenkonzert gehört? Die verhängnisvolle Veranstaltung, 1913 im Wiener Musikverein, beschäftigte nicht nur die Musikkritiker, sondern auch die Gerichtsreporter. Da flogen Fäuste, Stühle, Brillen und, ja, Zahnprothesen – alles nur wegen ein paar Tönen. Musik bewegt! Und weil das Watschenkonzert bei Weitem nicht das einzige Ereignis war, bei dem sich ein Musikpublikum zu wahrlichen Tumulten erregen ließ, erzählen Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz in dieser Folge von den denkwürdigsten Publikumsreaktionen der Klassikgeschichte. Und zwar, passenderweise, vor Publikum, live im Wiener Blickle Kino.
Dabei hangeln sie sich quer durch die Epochen von Wagner bis Strawinsky, besprechen kalkulierte Skandale und falschen Applaus, versuchen sich an einem moralischen Buh-Kompass und diskutieren auch, wann und wie man (nicht) jubeln darf. Wobei aller Konzertetikette zum Trotz natürlich auch in Sachen Begeisterung oft genug die Emotionen mit einem Publikum durchgehen. Gut so!
(Das Lied von Alban Berg singt Jessye Norman, begleitet vom LSO unter Pierre Boulez, Sony, den Ausschnitt aus Strawinskys Sacre du printemps dirigiert Pierre Monteux, Philips).
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Musiksalon: Der Symphoniker Liszt - Große Emotionen und ein Missbrauchsfall
Franz Liszt hat nicht nur als Pianist Bahnbrechendes geleistet. Als Erfinder einer neuen Gattung, der Symphonischen Dichtung, trieb er, indem er mythische Heroen und sogar einen ukrainischen Feldherrn besang …
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Franz Liszt hat nicht nur als Pianist Bahnbrechendes geleistet. Als Erfinder einer neuen Gattung, der Symphonischen Dichtung, trieb er, indem er mythische Heroen und sogar einen ukrainischen Feldherrn besang, die Entwicklung der romantischen Orchestermusik zu neuen Ufern. Was alle Welt schätzte - bis die Politik ins Spiel kam. Wir hören Aufnahmen mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan (DG - ,,Les Preludes" und ,,Mazeppa") und London Philharmonic unter Bernard Haitink (Philips).Taktlos to go: „Air on the G-String“ ist von Bach - oder doch nicht?
Ein Geiger machte aus einer Bach-Melodie erst einen Stunt – und dann einen Welthit. Wer braucht schon mehr als eine Geigensaite? Die Melodie funktioniert bei Hochzeiten wie bei Begräbnissen. Geschrieben hat sie …
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Ein Geiger machte aus einer Bach-Melodie erst einen Stunt – und dann einen Welthit. Wer braucht schon mehr als eine Geigensaite?Die Melodie funktioniert bei Hochzeiten wie bei Begräbnissen. Geschrieben hat sie Bach, aber dass sie zu einem derartigen Welthit wurde, ist jemand anders zu verdanken, der einen merkwürdigen Einfall hatte: Was, dachte sich der Geiger August Wilhelmj, wenn ich das ganze „Air“ aus Bachs 3. Orchestersuite nur auf einer einzigen Saite meiner Geige spiele?
„Air on the G-String“ nennt sich das populäre Ergebnis, das Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz in dieser Folge genau durchleuchten. Was ist beim Umbau der Melodie wirklich passiert? Ist sie damit romantischer, dunkler, menschlicher, besser geworden? Oder ist das Verrat am Barock? Dass das „Air“ so berühmt geworden ist und auch in zahlreichen Popsongs verlässlich funktioniert, geht wohl auf Wilhelmjs Stunt zurück. Der natürlich auch seine Risiken mit sich brachte: Die G-Saite darf nur ja nicht reißen …
Mit dieser Folge über "Air on the G-String" geht unsere kleine Serie in eine weitere Runde: In „Taktlos to go“ widmen wir uns den berühmtesten Melodien der Klassikwelt und den Geschichten, die dahinter stecken. Bisherige Folgen handelten vom „Cancan“ aus „Orpheus in der Unterwelt“, von der „Habanera“ aus der Oper „Carmen“, von Rossinis „Wilhelm Tell“, von Orffs „Carmina Burana“, der „Morgenstimmung“ aus Griegs „Peer Gynt“, von „La donna è mobile“ aus Verdis „Rigoletto“, von der berühmten Arie „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ aus der „Zauberflöte“, von Pachelbels Kanon in D-Dur, von Richard Wagners „Walkürenritt“, von Tschaikowskys „Schwanensee“ und Beethovens „Für Elise“ .
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Musiksalon: „Ariadne auf Naxos“, die seltsamste aller Opern (Wiederholung)
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen: Der Bürger als Edelmann: Wiener Philharmoniker – Clemens Krauss (Decca) Ariadne auf Naxos (Urfassung): Sumi Jo, Margaret Price, Gösta Winbergh, Orchester der …
Shownotes
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen:
Der Bürger als Edelmann: Wiener Philharmoniker – Clemens Krauss (Decca)
Ariadne auf Naxos (Urfassung): Sumi Jo, Margaret Price, Gösta Winbergh, Orchester der Oper Lyon – Kent Nagano (EMI)
Ariadne auf Naxos (Zweitfassung): Irmgard Seefried, Gundula Janowitz, Orchester der Wiener Staatsoper – Karl Böhm (DG)
Über den Podcast: "Presse"-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz präsentiert in der Reihe "Musiksalon" seine Lieblingsaufnahmen und lädt uns ein, mit ihm in seiner Klassiksammlung zu wühlen und einzudringen in die Geheimnisse von Mozart, Bach, Beethoven und anderen. Jeden zweiten Samstag auf der Webseite der "Presse" und überall, wo es Podcasts gibt. Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer/ www.audio-funnel.com. Redaktion/Konzeption: Anna Wallner Grafik: Adobe Stock Mehr Podcasts der „Presse“ unter DiePresse.com/Podcast
Taktlos to go: Beethovens „Für Elise“ ist fürwahr ein Rätsel
Wer war Elise? Jeder kennt das Klavierstück, aber niemand weiß, wer ihm seinen Titel gab. Wir ermitteln. Es braucht nur wenige geklimperte Töne, um es eindeutig zu identifizieren – und doch ist Ludwig van …
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Wer war Elise? Jeder kennt das Klavierstück, aber niemand weiß, wer ihm seinen Titel gab. Wir ermitteln.Es braucht nur wenige geklimperte Töne, um es eindeutig zu identifizieren – und doch ist Ludwig van Beethovens „Für Elise“ ein rätselhaftes Klavierstück. Gesichert ist an diesem Welthit erstaunlich wenig. Beethoven hat kein Wort zu dem Stück hinterlassen. Das Original ist verschollen. Und das größte Mysterium ist, wer die im Titel bedachte Elise gewesen sein soll.
Wer also war gemeint? Wie landete das Notenblatt 40 Jahre nach Beethovens Tod im Haushalt einer Münchner Lehrerin, wo ein Musikwissenschaftler es abgeschrieben haben will, bevor es für immer verschwand? Hieß Elise in Wirklichkeit Therese – oder gar „Esese“? Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz ermitteln im Wien des 19. Jahrhunderts und zücken sogar ein Taschenklavier, um den Geheimnissen dieser Melodie auf den Grund zu gehen (denn ja, auch um die richtigen Töne tun sich Fragen auf). Dabei entdecken sie nicht nur, dass Beethoven mehrere potenzielle Elise-Kandidatinnen umworben hat (und dabei nur Körbe kassiert hat), sondern sie ergründen auch, warum „Für Elise“ so ein Klassiker werden konnte.
Klassik für Taktlose LIVE: Seien Sie dabei bei der ersten Live-Aufzeichnung des Podcasts mit Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz! Infos und Anmeldung hier.
Mit dieser Folge über Beethovens „Für Elise“ geht unsere kleine Serie in eine weitere Runde: In „Taktlos to go“ widmen wir uns den berühmtesten Melodien der Klassikwelt und den Geschichten, die dahinter stecken. Bisherige Folgen handelten vom „Cancan“ aus „Orpheus in der Unterwelt“, von der „Habanera“ aus der Oper „Carmen“, von Rossinis „Wilhelm Tell“, von Orffs „Carmina Burana“, der „Morgenstimmung“ aus Griegs „Peer Gynt“, von „La donna è mobile“ aus Verdis „Rigoletto“, von der berühmten Arie „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ aus der „Zauberflöte“, von Pachelbels Kanon in D-Dur, von Richard Wagners „Walkürenritt“ und von Tschaikowskys „Schwanensee“.
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Worum es in Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ wirklich geht
150 Jahre "Ring", Teil 5 von 5. Götter, Zwerge, Nixen, Drachen, tapfere Helden und ein ganzer Haufen verzauberter Gegenstände: Der „Ring des Nibelungen“ hat alles, was eine Fantasy-Saga braucht. Und ist …
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150 Jahre "Ring", Teil 5 von 5.Götter, Zwerge, Nixen, Drachen, tapfere Helden und ein ganzer Haufen verzauberter Gegenstände: Der „Ring des Nibelungen“ hat alles, was eine Fantasy-Saga braucht. Und ist zugleich ein Opernprojekt von ziemlich unvernünftigen Ausmaßen. Aber wer ist hier eigentlich der Held? Was passiert wirklich in dieser Geschichte, in der die Götter sich selbst abmontieren, Siegfried rein gar nichts versteht und Brünnhilde am Ende aufräumen muss?
Wilhelm Sinkovicz kennt die vier Opern bestens, und Katrin Nussmayr hat (taktlose) Fragen. Also sprechen die beiden über Liebe und Macht, entwirren die Handlungsstränge und Beziehungsgeflechte zwischen Göttern und Menschen, vergleichen Wagner mit anderen Fantasy-Reihen und diskutieren unter anderem Security-Probleme: Warum passt in dieser Geschichte, in der alle hinter einem Ring her sind, niemand ordentlich auf besagten Ring auf?
Aber natürlich geht es auch um die politische Erzählung, die hinter den Flüchen und Zauberschwertern steckt. Immerhin läuft der „Ring“ auf einen kolossalen Systemwechsel hinaus: „Bis heute ist dieses Stück ein Auftrag für uns“, sagt Wilhelm Sinkovicz und erklärt, wie Richard Wagner im Zuge der Revolution von 1848 beschlossen hat, seine Götter brennen zu lassen.
Diese Folge ist Teil 5 von 5 einer Reihe anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums von Wagners „Ring des Nibelungen“. In den Teilen 1 bis 4 beschreibt Wilhelm Sinkovicz die Handlung, die wichtigsten Musikstellen und wissenswerte Details der vier Opern „Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“.
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
150 Jahre „Ring“ – Götterdämmerung
Teil 4 von 5: Mit der "Götterdämmerung" geht Wagners Tetralogie zu Ende. Zu hören sind Ausschnitte aus dem ersten Stereo-Mitschnitt einer Aufführung bei den Bayreuther Festspielen unter Joseph Keilberth (1955) …
Shownotes
Teil 4 von 5: Mit der "Götterdämmerung" geht Wagners Tetralogie zu Ende. Zu hören sind Ausschnitte aus dem ersten Stereo-Mitschnitt einer Aufführung bei den Bayreuther Festspielen unter Joseph Keilberth (1955) in legendärer Besetzung: Wolfgang Windgassen ist der Siegfried, Astrid Varnay die Brünnhilde.150 Jahre „Ring“ – Siegfried
Teil 3 von 5: Der "zweite Tag" von Wagners Nibelungen-Drama hat viele komödiantische Elemente, wenn auch auf tragischem Fundament. Jedenfalls entscheidet sich in der Geschichte vom märchenhaften Drachentöter …
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Teil 3 von 5: Der "zweite Tag" von Wagners Nibelungen-Drama hat viele komödiantische Elemente, wenn auch auf tragischem Fundament. Jedenfalls entscheidet sich in der Geschichte vom märchenhaften Drachentöter das Schicksal des Gottes Wotan endgültig. Dessen letzter Versuch einer Machtdemonstration misslingt. Zu hören sind Ausschnitte aus dem ersten Stereo-Mitschnitt einer Aufführung bei den Bayreuther Festspielen unter Joseph Keilberth in legendärer Besetzung: Wolfgang Windgassen als Siegfried, Astrid Varnay als Brünnhilde, Hans Hotter als Wotan, Gustav Neidlinger als Alberich und Paul Kuen als Mime. Maria von Ilosvay sang die Erda, Ilse Hollweg den Waldvogel und Josef Greindl den Fafner. (Label: Testament)150 Jahre „Ring“ – Die Walküre
Teil 2 von 5: Im Musiksalon beleuchten wir jene Punkte des Geschehens, an denen die Handlung szenisch und/oder musikalisch entscheidende Impulse erhält, sich dreht oder verdichtet. Mit dem Gewittersturm am …
Shownotes
Teil 2 von 5: Im Musiksalon beleuchten wir jene Punkte des Geschehens, an denen die Handlung szenisch und/oder musikalisch entscheidende Impulse erhält, sich dreht oder verdichtet. Mit dem Gewittersturm am Beginn der „Walküre“ führt uns Wagner in die Menschenwelt, die von den mythischen Göttern und Dämonen beherrscht und geprägt wird. Wir erleben, wie sich das von Wotan gezeugte Zwillingspaar Siegmund und Sieglinde ineinander verliebt, wie „Göttermutter“ Fricka im Zorn ihren Gatten Wotan davon überzeugt, dass er damit eine rote Linie überschritten hat, die zum Untergang der Götter führen muss – und wie Wotan seine Lieblings-Walküre Brünnhilde, die er mit der alleswissenden Urmutter Erda gezeugt hat, davon abzubringen versucht, seinen eigenen Wunsch in die Tat umzusetzen. Brünnhilde aber folgt dem Gebot der Liebe und wird von ihrem Vater für diesen Ungehorsam bestraft; und doch begreifen wir: Am Ende wird das Herrschaftsgebäude, das auf Lug und Betrug gebaut ist, nicht standhalten. Die Musikbeispiele liefert die erste Stereo-Gesamtaufnahme der „Walküre“, die 1961 unter Erich Leinsdorfs Leitung in London im Studio entstanden ist (RCA). Zu hören sind: Siegmund: Jon Vickers, Sieglinde: Gré Brouwenstijn, Wotan: George London, Brünnhilde: Birgit Nilsson und Fricka: Rita Gorr.150 Jahre „Ring“ – Das Rheingold
Teil 1 von 5: Am Beginn fließt der Rhein, die unberührte Natur – doch kaum öffnet sich der Vorhang über dem "Vorabend" von Richard Wagners Tetralogie "Der Ring des Nibelungen", bemächtigen sich finstere Mächte …
Shownotes
Teil 1 von 5: Am Beginn fließt der Rhein, die unberührte Natur – doch kaum öffnet sich der Vorhang über dem "Vorabend" von Richard Wagners Tetralogie "Der Ring des Nibelungen", bemächtigen sich finstere Mächte ihrer Schätze und die Welt wird zum Spielball rücksichtsloser Machtgier. Die mythische Ordnung der Götter, Riesen und Zwerge gerät aus dem Gleichgewicht. Teil 1 einer Serie über Richard Wagners ehrgeiziges Menschheitsdrama, das 1876 in Bayreuth zur Uraufführung kam. Eine Handreichung für Wagnerverrächter, Wagnerverehrer und Neugierige, die noch nicht wissen, auf welche Seite sie sich schlagen werden. Die Musikbeispiele stammen aus der legendären ersten Studioaufnahme des Werks durch die Wiener Philharmoniker unter Georg Solti (Decca) mit George London als Wotan und Gustav Neidlinger als dessen Gegenspieler Alberich, der den "Ring" aus dem geraubten Rheingold schmiedet – und dann verflucht ...Der Hummelflug – wo fliegt sie hin, wo kommt sie her?
Rimsky-Korsakows „Hummelflug“, eine der berühmtesten Rasereien der Klassik, spornt Leistungsmusiker zu Geschwindigkeitsrekorden an. Aber was steckt dahinter? Die Hummel fliegt um die Welt, musikalisch, und zwar …
Shownotes
Rimsky-Korsakows „Hummelflug“, eine der berühmtesten Rasereien der Klassik, spornt Leistungsmusiker zu Geschwindigkeitsrekorden an. Aber was steckt dahinter?Die Hummel fliegt um die Welt, musikalisch, und zwar seit dem Herbst des Jahres 1900, als die Oper „Das Märchen vom Zaren Saltan“ von Nikolai Rimski-Korsakow uraufgeführt wurde. Dort führt uns der berühmte „Hummelflug“ als Orchesterzwischenspiel von einem Akt zum nächsten. Seither führt das surrende Insekt ein Eigenleben als Virtuosenstück für nahezu sämtliche Instrumente, die einander Wettrennen, pardon: Wettfliegen liefern, wer schneller von A nach B kommt, ohne eine der vielen Noten im Flug zu verlieren.
Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz begeben sich also mitten hinein in dieses schwirrende Insektengeschwader und fragen: Ist das noch Musik oder hauptsächlich Instrumental-Akrobatik? Was wurde eigentlich aus der Oper? Und müsste diese Hummel nicht eigentlich eine Wespe sein?
Musikalisch begleiten uns (in der Reihenfolge ihres Erscheinens) folgende Interpreten bei der Flugraumüberwachung:
- Isaac Stern, Violine (CBS)
- Ödön Racz, Kontrabass (Gramola)
- Das Symphonieorchester der UdSSR unter Jewgeni Svetlanov (Melodia)
- Das Philadelphia Orchestra unter Eugene Ormandy (CBS)
- Elisabeth Werres, Wolfgang Schöne und das RSO Köln unter Pinchas Steinberg (Dream Collection)
- Das Cleveland Orchestra unter Pierre Boulez (DG)
- „Bumble Boogie“ von B. Bumble & The Stingers
- „Sting of the Bumblebee“ von Manowar
- Die Wiener Philharmoniker unter Carlos Kleiber (CBS)
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Musiksalon: Romeo und Julia, skizziert von Shakespeare, ausgemalt von Prokofieff
William Shakespeare hat Generationen von Komponisten zu herrlicher Musik angeregt. Zu den aufregendsten musikalischen Umsetzungen eines seiner Dramen gehört die Ballettmusik zu "Romeo und Julia" aus der Feder …
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William Shakespeare hat Generationen von Komponisten zu herrlicher Musik angeregt. Zu den aufregendsten musikalischen Umsetzungen eines seiner Dramen gehört die Ballettmusik zu "Romeo und Julia" aus der Feder des russischen Meisters Sergej Prokofieff. Auf unserer Erkundungstour durch dieses außergewöhnliche Werk begleiten uns die New Yorker Philharmoniker unter der Leitung von Dimitri Mitropoulos (CBS).
Improvisation: Wann hat die Klassik aufgehört, spontan zu sein?
Die Jazzmusiker, Rocker und Rapper müssen es können, die „Klassiker“ scheinen es längst verlernt zu haben: das Improvisieren. Dabei wären auch sie oft genug gefordert, spontan zu (re)agieren. Bitte nichts dazu …
Shownotes
Die Jazzmusiker, Rocker und Rapper müssen es können, die „Klassiker“ scheinen es längst verlernt zu haben: das Improvisieren. Dabei wären auch sie oft genug gefordert, spontan zu (re)agieren.Bitte nichts dazu erfinden, bitte keine Experimente, bitte Mozart genau so, wie er angeblich gemeint war: Die Welt der Klassik gilt als Hochamt der Notentreue. Für Spontaneität bleibt da oft kein Platz. Oder haben Sie es schon einmal erlebt, dass ein Orchestermusiker mitten im Konzert aufsteht und einfach spielt, was ihm gerade einfällt?
Das will Katrin Nussmayr auch von Wilhelm Sinkovicz wissen, der tatsächlich von einigen überraschenden Begebenheiten berichten kann: Denn eigentlich ist auch in der Klassik das Improvisieren eine wichtige Kunstfertigkeit. Nur wurde sie über die Jahrhunderte verlernt. Das Taktlos-Duo taucht also ein in die Freestyle-Gründe der Musikgeschichte – von Bachs Spontan-Challenge am Königshof über Komponisten-Duelle bis hin zu den Kadenzen bei Mozart und Beethoven. Diese waren nämlich nicht anderes als ein Aufruf zum Impro-Solo. Das steht auch bis heute in den Noten: Wer hier nicht „fantasieren“ kann, verstößt genau genommen gegen die Werktreue…
Es geht in dieser Podcast-Folge auch darum, wann (und warum) die Partitur zur heiligen Schrift und das Impromptu-Musizieren so undenkbar wurde – Stichwort „Kontrollwahn“. Und wo es trotzdem bis heute überlebt hat.
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Musiksalon: Beethovens Pastorale - von wegen Sommerfrische
Die Hörbeispiele stammen aus der Aufnahme des Columbia Symphony Orchestra unter Bruno Walter (CBS, 1958). → Der Musiksalon der "Sinkothek"
„Also sprach Zarathustra“: So klingt der Beginn von etwas Großem
Klingt so dass Weltall? Ein Sonnenaufgang? Gar Philosophie zum Hören? Wofür Richard Strauss’ berühmte Tondichtung steht. Diesem Anfang wohnt wirklich ein Zauber inne. Richard Strauss hat mit seinen ersten …
Shownotes
Klingt so dass Weltall? Ein Sonnenaufgang? Gar Philosophie zum Hören? Wofür Richard Strauss’ berühmte Tondichtung steht.Diesem Anfang wohnt wirklich ein Zauber inne. Richard Strauss hat mit seinen ersten Takten von „Also sprach Zarathustra“ nicht nur Stanley Kubrick, Elvis Presley und so manche Werbeagentur inspiriert. Er bringt Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz auch dazu, diesen bebenden, aufregenden ersten Tönen (und jenen, die darauf folgen) eine ganze Podcast-Episode zu widmen.
Ein Grollen, drei Trompetentöne, und plötzlich geht nicht nur die Sonne auf, sondern gleichsam die Menschheit, mit heroischer Gewissheit: „Ein musikalisches Naturereignis“, befindet Sinkovicz, der erklärt, Richard Strauss habe „genauso eruptiv komponiert, wie Friedrich Nietzsche seinen Text gedichtet hat“. Dessen Theorien muss man aber gar nicht kennen, um diese Musik zu begreifen. Man kann auch einfach dem Podcast-Duo lauschen, wie es durch diese Tondichtung führt – von dem berühmten Beginn, der auch den Film „2001: Odyssee im Weltraum“ und einst Elvis’ Konzerte einläutete, bis hin zur „gigantischen Explosion“. Kann ein Orchester Philosophie ausdrücken? Kann sich der Mensch die Erde musikalisch untertan machen? Und was sprach eigentlich der echte Zarathustra?
Die Hörbeispiele stammen aus Sinkovicz’ Lieblingsaufnahme mit den Berliner Philharmonikern unter Karl Böhm (DG).
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Lobet die Eurovision-Hymne! Warum ein „Te Deum“ den Song Contest einläutet
Kirchenmusik beim ESC? Die Fanfare, die vor allen Eurovisionssendungen erklingt, ist vom französischen Barockkomponisten Marc-Antoine Charpentier. Und eigentlich ein Gotteslob. Es beginnt mit Pauken und …
Shownotes
Kirchenmusik beim ESC? Die Fanfare, die vor allen Eurovisionssendungen erklingt, ist vom französischen Barockkomponisten Marc-Antoine Charpentier. Und eigentlich ein Gotteslob.Es beginnt mit Pauken und Trompeten: Das gilt für den Eurovision Song Contest genauso wie fürs Neujahrskonzert und alle anderen TV-Sendungen, die von der EBU (European Broadcasting Union) europaweit ausgestrahlt werden. Die Eurovision-Fanfare ist vielleicht die eingängigste Signation der Fernsehgeschichte. Weniger bekannt ist, dass diese feierliche Melodie eigentlich ein Lobgesang an Gott ist: Sie ist der Auftakt eines barocken „Te Deum“, komponiert von Marc-Antoine Charpentier in den 1690er Jahren für einen Festgottesdienst.
Wie dieser Komponist mitsamt seiner Melodie in Vergessenheit geraten und pünktlich vor dem allerersten Song Contest wieder entdeckt worden ist, ist nur eine der Fragen, die sich Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz in dieser Folge stellen. Sie hören sich auch an, was nach der Fanfare passiert, und sprechen darüber, wie aufregend Kirchenmusik sein darf – und wie sakral der Song Contest durch so eine Eröffnung wird.
→ Hier geht es zu unserer Folge über Europahymnen – inkl. „Ode an die Freude“ und Champions-League-Hymne. → Hier geht es zu unserer Folge über Klassik-Einflüsse beim Song Contest
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Musiksalon: Carl Orff. Die anderen Carmina!
Die Hörbeispiele stammen aus der von Eugen Jochum dirigierten Aufnahme des bayerischen Rundfunks (DG) mit Arlene Auger (Sopran) und Wieslaw Ochman (Tenor). → Musiksalon der Sinkothek.
Musiksalon: Oleg Maisenberg. Erinnerungen an einen Klangmagier.
Wenige Tage vor seinem 81. Geburtstag starb im April 2026 der Pianist Oleg Maisenberg in seiner Wahlheimatstadt Wien. Wer ihn gehört hat, bewahrt Erinnerungen an transzendetes Klavierspiel und bewegende …
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Wenige Tage vor seinem 81. Geburtstag starb im April 2026 der Pianist Oleg Maisenberg in seiner Wahlheimatstadt Wien. Wer ihn gehört hat, bewahrt Erinnerungen an transzendetes Klavierspiel und bewegende musikalische Erfahrungen. Weil er es hasste, aufgenommen zu werden, bleiben uns nur wenige Dokumente von Maisenbergs Kunst. Umso spannender, die Auswahl in diesem Podcast zu hören -- und dazu Ausschnitte aus einem der wenigen Interviews, die der Künstler gegeben hat, um über sein Leben und seine Kunst zu erzählen. (Labels: Orfeo, DG, KHG Wien).
Der „Tristan-Akkord“: Wie ein einziger Klang die ganze Musikgeschichte aus dem Konzept gebracht hat
Es sind nur ein paar schräge Töne, aber sie haben es in sich: Einem Akkord aus der Oper „Tristan und Isolde“ wird nachgesagt, die Harmonik gesprengt zu haben. Wie bitte? F, H, Dis, Gis – was können vier Töne …
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Es sind nur ein paar schräge Töne, aber sie haben es in sich: Einem Akkord aus der Oper „Tristan und Isolde“ wird nachgesagt, die Harmonik gesprengt zu haben. Wie bitte?F, H, Dis, Gis – was können vier Töne schon anrichten? Ganz schön viel, wie der sogenannte „Tristan-Akkord“ zeigt: In Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ erklingt er gleich zu Beginn, hält seine dissonante Spannung aber für Stunden. Und die Fachwelt seit über einem Jahrhundert gebannt. Der Akkord habe die „Harmonik gesprengt“ und die Musik in eine „Krise“ gestürzt, heißt es. Musikwissenschaftler debattieren darüber, wie sie diesen seltsamen Akkord überhaupt nennen und einordnen sollen. Er passt einfach nicht ins gewohnte System!
Und Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz fragen sich in dieser Folge, was der diabolische Richard Wagner da schon wieder angestellt hat. Wie kann man endloses Verlangen und unstillbare Sehnsucht so effektiv in ein paar Töne packen? Hat Wagner den Akkord eigentlich erfunden? Und was hat ihn geritten, einen derart schrägen Klang hinzustellen und einfach stehen zu lassen? „Die harmonische Welt war danach nicht mehr dieselbe“, sagt Wilhelm Sinkovicz. Denn was Wagner sich hier für einen Akkord „erlaubte“, eröffnete bald eine ganze neue Epoche der Musikgeschichte.
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Musiksalon: "Almas Erwecker" - Alexander von Zemlinsky
Musik, die glühende menschliche Leidenschaften beschreibt – nicht nur die unglückliche Liebe Zemlinskys zu Alma Schindler. Aufnahmen mit Julia Varady, Dietrich Fischer-Dieskau, den Berliner Philharmonikern …
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Musik, die glühende menschliche Leidenschaften beschreibt – nicht nur die unglückliche Liebe Zemlinskys zu Alma Schindler. Aufnahmen mit Julia Varady, Dietrich Fischer-Dieskau, den Berliner Philharmonikern unter Lorin Maazel (DG), Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch (Sony), dem LaSalle Quartett (DG), Rachel Williams, Benjamin Bruns, Christopher Maltman und dem RSO München unter Patrick Hahn (BRKlassik), der Mülheimer Kantorei, dem Gürzenich Orchester unter James Conlon (EMI), dem Charlottenburger Opernorchester unter Alexander v. Zemlinsky (Pristine), der Tschechischen Philharmonie unter Anthony Beaumont (Chandos) sowie Eva Johansson, Kurt Westi und dem RSO Kopenhagen unter Hans Graf (Capriccio).
Mozarts "Eine kleine Nachtmusik": Was heißt hier klein??
In Mozarts Serenade Nr. 13 in G-Dur (KV 525), besser bekannt als „Eine kleine Nachtmusik“, erklingt die wahrscheinlich berühmteste Melodie der Wiener Klassik. Und dieser Status ist durchaus berechtigt …
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In Mozarts Serenade Nr. 13 in G-Dur (KV 525), besser bekannt als „Eine kleine Nachtmusik“, erklingt die wahrscheinlich berühmteste Melodie der Wiener Klassik. Und dieser Status ist durchaus berechtigt, analysieren Wilhelm Sinkovicz und Katrin Nussmayr in dieser Jubiläums-Folge von „Klassik für Taktlose“: Denn Wolfgang Amadeus Mozart steckte seine ganze Kunstfertigkeit in diese Serenade.
Sie funktioniert wie eine komplette Symphonie, dauert aber nur rund 17 Minuten. Allein am ersten Satz lässt sich das Grundprinzip der klassischen Kompositionstechnik studieren – und hier lässt sich auch ablesen, mit wie vielen musikalischen Bällen Mozart jonglieren konnte. Dabei komponierte Mozart das Stück eigentlich nur so nebenbei. Berühmt wurde es erst viel später. Und unvollständig ist es obendrein. Das Taktlos-Duo analysiert Takt für Takt dieses legendäre Stück, das jeder kennt, künftig aber womöglich mit anderen Ohren hören wird.
Ein perfektes Jubiläumsthema also: Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz feiern 250 „Klassik für Taktlose“- und „Musiksalon“-Folgen – und bedanken sich bei allen Hörerinnen und Hörern, die sie auf ihrer Podcast-Reise seit 2022 begleitet haben!
Die Musikbeispiele in diesem Podcast musiziert das Philharmonia Orchestra unter Otto Klemperer (EMI).
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Musiksalon: Strawinskys "Sacre du printemps", ein Skandalstück als Welterfolg
Die rhythmische Energie dieser Ballettmusik ist so legendär wie die Berichte vom Pariser Uraufführungsskandal Anno 1913. Im Musiksalon fragen wir, warum dieses Werk so anders klingt als alles, was selbst die …
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Die rhythmische Energie dieser Ballettmusik ist so legendär wie die Berichte vom Pariser Uraufführungsskandal Anno 1913. Im Musiksalon fragen wir, warum dieses Werk so anders klingt als alles, was selbst die radikale Moderne akustisch zu bieten hatte - und warum das Publikum dennoch die Aufführungen seit Jahrzehnten regelrecht stürmt. Die Musikbeispiele stammen aus der grandiosen Aufnahme mit dem Philharmonia Orchestra unter Igor Markevitch (1959).
Fake, aber genial: Der große Klassik-Schwindel
Fake-Orchester, erfundene Komponisten und eine Pianistin, deren Aufnahmen zu gut waren, um wahr zu sein: Dreiste Schwindel und folgenreiche Scherze haben in der Klassikwelt eine lange Tradition. Kennen Sie Otto …
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Fake-Orchester, erfundene Komponisten und eine Pianistin, deren Aufnahmen zu gut waren, um wahr zu sein: Dreiste Schwindel und folgenreiche Scherze haben in der Klassikwelt eine lange Tradition.Kennen Sie Otto Jägermeier? Mit dem „zu Unrecht vergessenen“ Komponisten befassten sich Wissenschaftler, Journalisten und Musiker. Sein Lebenswerk wurde in Lexika erwähnt und auf Tagungen gewürdigt. Seine Biografie ist erstaunlich. Schade eigentlich, dass sie nicht real ist: Otto Jägermeier hat nie existiert. Was ihn nicht daran hinderte, doch noch zu einem berühmten Komponisten zu werden. Blöd nur, dass alle seine Noten verbrannt sind …
Die Klassik-Geschichte ist reich an Schwindeln, Scherzen und Fakes. Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz (der übrigens auch selbst an der Erfindung eines Komponisten beteiligt war) stürzen sich in dieser Folge in ein Kaninchenloch voller wilder Erzählungen: Da gibt es Orchester, die nur auf Plattencovern und in Spotify-Playlists existieren. Einen erfundenen Bach-Sohn, der sich unmöglichen Instrumenten widmete. Die Pianistin Joyce Hatto, die mit gefälschten Aufnahmen zur Legende wurde. Musikalische Kuckuckseier, dreiste Fälschungen, lustvoll gepflegte Fiktionen und eine Uraufführung, die nur dazu da war, Kritiker zu foppen. Es geht um Betrüger, aber auch um Geschichten, auf die es sich (fast) hereinzufallen lohnt.
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
Hier stehen die neuesten 100 von 277 Folgen. Ältere Folgen findest du im Feed des Podcasts.
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