still.leben – der Podcast für christliche Meditation
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- 66
- Erscheint
- alle zwei Wochen
- Letzte Folge
- 18. Okt. 2026
Über den Podcast
Wann hast du das letzte Mal nichts gemacht? Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir gedanklich im «Autopilot-Modus»: Wir denken über die Vergangenheit nach oder planen die Zukunft. Wir sind beschäftigt und kaum im gegenwärtigen Moment präsent. Mit still.leben gönnen wir dir eine Pause. Komm zur Ruhe, lass dich von einem kurzen Text in die Stille führen und sei für einen Moment einfach ganz da – achtsam und präsent. Nach dem Motto dieser koptischen Weisheit: Lass deinen Mund stille sein, dann spricht dein Herz. Lass dein Herz stille sein, dann spricht Gott. still.leben ist ein Podcast von ERF Medien Schweiz in Zusammenarbeit mit netzkloster.ch (ein Projekt der EMK Schweiz). Das Netzkloster ist ein digitaler Raum für analoge Meditation & Achtsamkeit und ein lebendiges Netzwerk von Menschen, die in urbanen Lebensbedingungen den alten Weg der Kontemplation entdecken und integrieren wollen. Mehr Infos: http://netzkloster.ch
Folgen 66
Formen gürten den Geist
Eine Meditation in der Tradition der Tagzeitengebete, inspiriert durch das Buch «Lebensliturgien». Text in dieser Folge: «Formen gürten den Geist und helfen dem Menschen, seiner Beliebigkeit und Zufälligkeit zu …
Shownotes
Eine Meditation in der Tradition der Tagzeitengebete, inspiriert durch das Buch «Lebensliturgien».Text in dieser Folge: «Formen gürten den Geist und helfen dem Menschen, seiner Beliebigkeit und Zufälligkeit zu entkommen. Gewohnheiten befreien uns von der Zufälligkeit unserer Stimmungen und Wünsche.» (Fulbert Steffensky)
Fulbert Steffensky war Benediktiner-Mönch und ist später zum evangelischen Glauben konvertiert. Sein Zitat klingt vielleicht beim ersten Mal ein bisschen befremdlich, oder es schreckt sogar ab. «Den Geist gürten» das engt ein.
Viele Meditationsformen legen Wert auf klare äussere Formen – immer zur gleichen Zeit, immer in der gleichen Körperhaltung, immer die gleichen Worte, usw. Das schränkt auf den ersten Blick vielleicht ein, aber es entsteht dadurch eine grosse innere Freiheit. Deshalb werden in Klöstern die Tagzeitengebete streng eingehalten. Mehrmals am Tag und teilweise sogar in der Nacht wird immer zur gleichen Zeit mit den gleichen Worten gebetet. Unabhängig von der aktuellen Stimmung der Beteiligten.
Mira Weiss und Sebastian Steinbach haben die Tradition der Tagzeitengebete in ihrem Buch «Lebensliturgien» aufgenommen. Sie haben sie so gestaltet und formuliert, dass sie auch Menschen anspricht, die nicht im Kloster leben.
Link zum Buch: Lebensliturgien
In der geführten Meditation haben wir ein Gebet aus ihrem Buch ins Schweizerdeutsche übersetzt.
Hast du eine Rückfrage oder eine Anregung zu dieser Ausgabe von «still.leben»? Dann melde dich via Webformular: erf-medien.ch/podcast. Wir freuen uns über dein Feedback.
«still.leben» ist ein Podcast von ERF Medien Schweiz in Zusammenarbeit mit netzkloster.ch.
Autor: «netz-abt» Simon Weinreich Sprecherin: Andrea Jost (andrea-jost.ch)
Raum des Schweigens
Eine Meditation mit einem Gedicht von Antje Sabine Naegeli Text in dieser Folge: «Die ausgetretenen Wortwege verlasse ich, um einzutreten in den Raum des Schweigens. Warten will ich, bis die Stille das Laute …
Shownotes
Eine Meditation mit einem Gedicht von Antje Sabine NaegeliText in dieser Folge: «Die ausgetretenen Wortwege verlasse ich, um einzutreten in den Raum des Schweigens. Warten will ich, bis die Stille das Laute überwächst und ich ganz Ohr werde für Deine Gegenwart.» (Antje Sabine Naegeli)
Die deutsche Theologin und Psychotherapeutin Antje Sabine Naegeli lebt in St. Gallen und hat dort eine eigene Praxis zu den Themen Hochsensibilität, Depression und Trauerbegleitung. Nebenbei arbeitet sie als Referentin und Buchautorin.
In der geführten Meditation nehmen wir das Gedicht von Antje Sabine Naegeli als Einladung zum Stillwerden und um ganz in die Gegenwart Gottes eintauchen.
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Autor: «netz-abt» Simon Weinreich Sprecherin: Andrea Jost (andrea-jost.ch)
Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen
Eine Geh-Meditation Text in dieser Folge: «Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.» (Die Bibel, Psalm 91,11) In der Bibel gibt es ganz unterschiedliche Beschreibungen von …
Shownotes
Eine Geh-MeditationText in dieser Folge: «Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.» (Die Bibel, Psalm 91,11)
In der Bibel gibt es ganz unterschiedliche Beschreibungen von Engeln. Einerseits tauchen Bilder von furchteinflössenden, kampfbereiten Wesen mit sechs Flügeln und Flammenkränzen auf, andererseits werden Engel als menschenähnliche Gestalten in einem leuchtend weissen Kleid beschrieben.
Besonders in der Barockzeit im 17. und 18. Jahrhundert stellte man sich Engel als kleine, süsse, geflügelte und meist blond gelockte Kinder vor.
Unabhängig davon, wie das Aussehen der Engel beschrieben wird – sie alle haben gemeinsam, dass sie nahe bei Gott sind und im Auftrag Gottes handeln.
Christliche Mystiker und Mystikerinnen haben Engel oft als Sinnbild und Ziel für die eigene Seele gesehen. Der Barockmystiker mit dem passenden Namen Angelus Silesius, was übersetzt «schlesischer Engel» bedeutet, hat in einem seiner Gedichte geschrieben: «Der Engel ist ein Geist, der ausser Gott nichts kennt.»
In der geführten Meditation nehmen wir diesen Gedanken auf, dass Gott im Bild eines Engels der eigenen Seele ganz nah ist. Wenn du möchtest, kannst du während der Meditation durch deine Wohnung spazieren oder die Folge einfach als Gedankenreise miterleben.
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Autor: «netz-abt» Simon Weinreich Sprecherin: Andrea Jost (andrea-jost.ch)
Christus spricht: Bleibt in mir und ich in euch
Eine Meditation nach der benediktinischen «lectio divina» Text in dieser Folge: «Christus spricht: Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am …
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Eine Meditation nach der benediktinischen «lectio divina»Text in dieser Folge: «Christus spricht: Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.» (Jesus in der Bibel im Johannesevangelium, Kapitel 15, Verse 4 und 5)
Der christliche Orden der Benediktinermönche hat eine lange Tradition. Der Gründer dieses Ordens war Benedikt von Nursia. Er lebte im 6. Jahrhundert in Italien. Auf Benedikt geht eine einfache meditative Praxis zurück, die sogenannte «lectio divina» – die «göttliche Lesung».
Diese Praxis besteht aus vier Schritten:
- Lectio: Lies einen kurzen Bibeltext.
- Meditatio: Wiederhole innerlich ein Wort oder einen Satz aus dem Text.
- Oratio: Sprich in der Stille ein kurzes Gebet.
- Contemplatio: Verweile still vor Gott.
In der geführten Meditation nehmen wir diese Tradition auf und wenden uns dafür dem Bibeltext aus dem Johannesevangelium zu.
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Autor: «netz-abt» Simon Weinreich Sprecherin: Andrea Jost (andrea-jost.ch)
Wer in Gott eintaucht, taucht bei den Armen wieder auf
Eine Meditation zu drei Stufen geistlicher Entwicklung Text in dieser Folge: «Es gibt drei Stufen der geistlichen Entwicklung eines Menschen, sagte der Meister. Die sinnliche, die geistige und die göttliche …
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Eine Meditation zu drei Stufen geistlicher EntwicklungText in dieser Folge: «Es gibt drei Stufen der geistlichen Entwicklung eines Menschen, sagte der Meister. Die sinnliche, die geistige und die göttliche. Was versteht man unter der sinnlichen Stufe? fragten die interessierten Schüler. Das ist die Stufe, auf der Bäume als Bäume und Berge als Berge angesehen werden. Und die geistige? Auf ihr sieht man tiefer in die Dinge hinein, dann sind Bäume nicht mehr Bäume und Berge nicht mehr länger Berge. Und die göttliche? Nun, das ist die Erleuchtung, sagte der Meister mit leisem Lachen, wenn die Bäume wieder zu Bäumen und Berge wieder zu Bergen werden.» (Anthony de Mello)
Dieses kurze Gespräch zwischen einem Meister und seinen Schülerinnen und Schülern stammt aus dem Buch «Eine Minute Weisheit» des Priesters und Jesuiten Anthony de Mello. Es bringt die Erfahrung vieler Mystikerinnen und Mystiker auf den Punkt, dass sich das Göttliche im Alltäglichen finden lässt. In der geführten Meditation nehmen wir diese drei Stufen der geistlichen Entwicklung auf: sinnlich – geistig – göttlich.
Gott in der Welt suchen und finden – darum geht es in der christlichen Mystik. Und nicht darum, möglichst abgehobene, weltfremde Gotteserfahrungen zu machen.
Das Geheimnis der sogenannten «Inkarnation» (Fleischwerdung) ist, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist. Gott ist also nicht weit weg, sondern ganz nah und im konkreten Alltag erfahrbar.
Durch ihren Glauben motiviert, haben sich viele christliche Mystikerinnen und Mystiker sozial engagiert und für Arme und Ausgestossene eingesetzt. So wie es der Theologe Paul Zulehner formuliert hat: «Wer in Gott eintaucht, taucht bei den Armen wieder auf.»
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«still.leben» ist ein Podcast von ERF Medien Schweiz in Zusammenarbeit mit netzkloster.ch.
Autor: «netz-abt» Simon Weinreich Sprecherin: Andrea Jost (andrea-jost.ch)
Still und ruhig ist mein Herz
Eine Meditation zu einem Vers aus Psalm 131 Text in dieser Folge: «Still und ruhig ist mein Herz, so wie ein sattes Kind im Arm der Mutter – still wie ein solches Kind bin ich geworden.» (Die Bibel, Psalm …
Shownotes
Eine Meditation zu einem Vers aus Psalm 131Text in dieser Folge: «Still und ruhig ist mein Herz, so wie ein sattes Kind im Arm der Mutter – still wie ein solches Kind bin ich geworden.» (Die Bibel, Psalm 131,2)
Das Alte Testament der Bibel wurde ursprünglich auf Hebräisch geschrieben. Deshalb gibt es verschiedene deutsche Übersetzungen dieses Verses. Vor allem das Wort «satt» wird ganz unterschiedlich übersetzt. Martin Luther, einer der ersten, der die Bibel ins Deutsche übersetzt hat, schreibt an dieser Stelle zum Beispiel einfach «ein kleines Kind». In katholischen Bibeln wird meist «ein gestilltes Kind» übersetzt. Die «Zürcher Bibel» macht es anders: Sie übersetzt mit «ein entwöhntes Kind». Der hebräische Urtext lässt hier also einen gewissen Spielraum.
Die letzte Variante aus der Zürcher Bibel betont etwas Besonderes. Ein entwöhntes Kind ist ein Kind, das keine Muttermilch mehr braucht. Es hat sich schon ein Stück weit aus der Symbiose zwischen Mutter und Kind gelöst. Es ist nicht mehr abhängig davon, dass es von der Mutter gestillt wird – das Kind hat schon einen weiteren Schritt zur eigenen Identität gemacht. Und dennoch braucht das Kind immer noch die Nähe der Mutter. In ihren Armen kann es zur Ruhe kommen. Es fühlt sich geborgen, wie nirgends sonst.
Das Bild lässt sich gut auf unsere Beziehung zu Gott übertragen. Wir haben eine eigene Identität und Gott hat seine eigene Identität. Er ist uns nah. Und wir ihm. Wir dürfen bei ihm behütet und sicher sein. Gottes Nähe ist ein Ort, wo unser Herz zur Ruhe kommen und still werden kann.
Heiko Metz hat in seinem Buch «Einfach mal durchatmen» eine Meditation zu diesem Psalmvers geschrieben, die uns zu dieser Folge inspiriert hat.
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Autor: «netz-abt» Simon Weinreich Sprecherin: Andrea Jost (andrea-jost.ch)
Sommerpause bei still.leben
geniesse die Sommerzeit und gönne Dir eine Deiner Lieblingsepisoden Sommerpause bei still.leben Am Sonntag 9. August sind wir mit einer neuen Folge wieder für Dich da. Bediene Dich bis dahin aus dem …
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geniesse die Sommerzeit und gönne Dir eine Deiner LieblingsepisodenSommerpause bei still.leben
Am Sonntag 9. August sind wir mit einer neuen Folge wieder für Dich da. Bediene Dich bis dahin aus dem reichhaltigen Angebot an still.leben Folgen und geniesse eine Deiner Lieblingsfolgen, die bereits da sind.
still.leben gibt es nur Dank vielen Spenderinnen und Spendern, die dieses Podcast-Format und viele weitere Podcasts von ERF Medien Schweiz finanziell unterstützen. Es würde uns sehr freuen, wenn auch Du dazugehören möchtest.
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Loslassen
Eine Meditation zu einem Zitat von Meister Eckhart Text in dieser Folge: «Wer werden will, was er sein sollte, der muss lassen, was er jetzt ist.» (Meister Eckhart) Loslassen – ein Thema, das in der Mystik …
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Eine Meditation zu einem Zitat von Meister EckhartText in dieser Folge: «Wer werden will, was er sein sollte, der muss lassen, was er jetzt ist.» (Meister Eckhart)
Loslassen – ein Thema, das in der Mystik immer wieder auftaucht. Gedanken loslassen, Spannungen im Körper loslassen, Vorurteile loslassen, und so weiter.
Meister Eckhart war ein deutscher Mystiker und Theologe aus dem 13. Jahrhundert. Er sagt, dass es für jede Weiterentwicklung nötig ist, etwas loszulassen.
Loslassen ist oft schwer. Darum hilft es, das regelmässig zu üben. Loslassen üben, und dabei wissen, dass Gott mich hält.
Vielleicht kann diese Form der Meditation sogar zu einem kleinen Ritual werden, zum Beispiel am Abend, damit du befreit einschlafen kannst.
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Autor: «netz-abt» Simon Weinreich Sprecherin: Andrea Jost (andrea-jost.ch)
Die Frucht des Geistes ist Liebe
Enneagramm-Serie #9 Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22) Mit dieser Folge …
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Enneagramm-Serie #9Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22)
Mit dieser Folge schliessen wir die neunteilige Serie zum Enneagramm ab.
Marion Küstenmacher und Andreas Ebert haben beide viel mit dem Enneagramm gearbeitet. Unter anderem haben sie ein kleines Büchlein mit dem Titel «Die Perlen der Seele. Meditieren mit dem Enneagramm» veröffentlicht. Sie greifen dabei auf die Tradition der Gebetsketten zurück, die es in vielen Religionen gibt. Der katholische Rosenkranz ist in unserem Kulturkreis wohl die bekannteste Form einer Gebetskette.
Die «Perlen der Seele» können helfen, beim Beten nicht den Fokus zu verlieren. Im Büchlein wird immer wieder auf Zitate aus der christlichen Mystik zurückgegriffen. Zum Beispiel auf ein Gedicht von Hildegard von Bingen, das wir in der geführten Meditation aufgreifen:
Von der Tiefe bis hoch zu den Sternen überflutet die Liebe das All, sie ist liebend zugetan allem, da sie dem König, dem höchsten, den Friedenskuss gab.
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Autor: «netz-abt» Simon Weinreich Sprecherin: Andrea Jost (andrea-jost.ch)
Die Frucht des Geistes ist Sanftmut
Enneagramm-Serie #8 Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22) Wir Menschen und …
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Enneagramm-Serie #8Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22)
Wir Menschen und die ganze Natur sind auf Entwicklung, auf Wachstum, auf Veränderung ausgerichtet. Manchmal sind wir mit dem aktuellen Zustand nicht zufrieden oder verstehen ihn nicht. Wenn der Leidensdruck zu gross wird oder wenn wir nicht mehr warten können, bis sich etwas verändert, meldet sich vielleicht eine Wut im Bauch. In solchen Situationen werden wir gerne aktiv und versuchen, selbst etwas zu verändern. Die Wut ist dann eine wichtige Energie, die uns zum Handeln bringt.
Manche Veränderungen können wir aber nicht selbst bewirken. Die Wut kann dann destruktiv und zerstörerisch werden. Der amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr hat ein Gebet formuliert, das unter dem Namen «Gebet der Gelassenheit» bekannt geworden ist:
«Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.»
Wer einen Garten hat, weiss, dass Pflanzen von selbst wachsen. Wir können Bedingungen schaffen, dass sie besser wachsen können. Aber es nützt nichts, wenn man mit Gewalt an der Pflanze zieht.
Auch unsere Persönlichkeit können wir nicht von heute auf morgen verändern. Es braucht Zeit, bis die guten Früchte, die der Apostel Paulus in der Bibel beschreibt, in uns wachsen.
Das Enneagramm kann uns helfen, die Bedingungen für das Wachstum zu verbessern. Wenn du dich für diese Persönlichkeits-Typologie interessierst, findest du hier weitere Informationen:
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Die Frucht des Geistes ist Freude
Enneagramm-Serie #7 Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22) Alfred Adler war …
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Enneagramm-Serie #7Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22)
Alfred Adler war der Begründer der Individualpsychologie und ein Schüler von Sigmund Freud. Die bekannte Psychoanalyse von Freud und Adlers Individualpsychologie unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt: Freud und die Psychoanalyse fragen nach dem Grund für das, was wir tun. Adler und die Individualpsychologie legen den Fokus auf das Ziel unseres Handelns.
Die neuen Früchte, die Paulus in der Bibel beschreibt, stellen ebenfalls Ziele dar, nach welchen wir Menschen streben und welche unser Handeln bestimmen. Das Enneagramm geht davon aus, dass bestimmte Menschen stärker nach Liebe, andere mehr nach Freude und wieder andere nach Frieden streben.
Hier überschneiden sich die Persönlichkeitstypologie des «Enneagramms», die «Geistesfrüchte» aus der Bibel und die Erkenntnisse der Individualpsychologie.
Wenn du dich noch mehr in diese Themen einlesen möchtest, folge gerne diesen Links:
Individualpsychologie und Alfred Adler
Psychoanalyse und Sigmund Freud
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Die Frucht des Geistes ist Treue
Enneagramm-Serie #6 Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22) Unser Handeln wird …
Shownotes
Enneagramm-Serie #6Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22)
Unser Handeln wird unter anderem von unseren Bedürfnissen beeinflusst. Diesen ist Autonomie sehr wichtig, jene haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Die einen suchen Anerkennung, andere sind sehr eigenständig unterwegs.
Das Enneagramm ist eine Persönlichkeitstypologie und knüpft an diese Bedürfnisse an. In jeder Folge nehmen wir eine der sogenannten «Geistesfrüchte» aus der Bibel auf und verbinden sie mit Themen, die für jeweils eines der neun Enneagramm-Muster wichtig ist.
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Die Frucht des Geistes ist Selbstbeherrschung
Enneagramm-Serie #5 Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22) Die ersten Mönche …
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Enneagramm-Serie #5Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22)
Die ersten Mönche waren stark von einer philosophischen Strömung namens «Stoa» beeinflusst. Die Stoiker strebten ein glückliches Leben durch innere Seelenruhe an. Wichtig war ihnen dabei die Selbstbeherrschung: den Fokus ganz auf den Moment zu legen und diesen Moment so zu akzeptieren, wie er ist.
Die ersten Mönche haben diese Tradition aufgenommen und mit dem christlichen Glauben verbunden. Auch sie wollten ein selbstbeherrschtes Leben führen, damit Gott mehr Raum in ihrem Leben einnehmen kann, ohne dass sie von ihren Trieben abgelenkt werden.
Durch regelmässige Meditationszeiten kann Selbstbeherrschung eingeübt werden. Am Ende ist es aber immer auch ein Geschenk, wenn diese innere Frucht wächst.
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Die Frucht des Geistes ist Frieden
Enneagramm-Serie #4 Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22) Das Enneagramm ist …
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Enneagramm-Serie #4Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22)
Das Enneagramm ist eine Persönlichkeitstypologie, die in der Mystik verbreitet ist. Jede Folge widmet sich einer der hilfreichen Früchte, die Gott in uns wachsen lässt. In dieser Folge geht es um den Frieden.
Das Neue Testament der Bibel, dem der zitierte Text entnommen ist, wurde ursprünglich auf Griechisch geschrieben. Das Wort, das wir im Deutschen mit Frieden übersetzen, hat im Griechischen eine noch umfassendere Bedeutung. Es kann auch mit den Begriffen Ruhe oder Wohlbefinden beschrieben werden. Es geht also um einen inneren Frieden, eine innere Ruhe, die auch dann besteht, wenn es rundherum stürmt. Wer den inneren Frieden pflegt, kann so zu einem/r Friedensstifter/in werden. Etwas, das unsere Welt braucht.
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Die Frucht des Geistes ist Rechtschaffenheit
Enneagramm-Serie #3 Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22) In der Mystik ist …
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Enneagramm-Serie #3Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22)
In der Mystik ist eine Persönlichkeits-Typologie verbreitet, die den Namen «Enneagramm» trägt. Wie jedes System, das Menschen in verschiedene Typen einteilt, bildet auch das Enneagramm nie die ganze Wirklichkeit ab. Gott hat uns Menschen als Originale geschaffen. Und die Schöpfungskraft Gottes lässt sich mit einer Charakter-Typologie nur ein Stück weit erfassen. Trotzdem kann das Enneagramm eine Art Landkarte sein, die beim Orientieren hilft. Das Enneagramm wird darum auch in der Psychologie eingesetzt und hilft Menschen, sich selbst und andere besser zu verstehen. Eine Landkarte ersetzt aber natürlich nie die Erfahrung in der Landschaft selbst, in der Wirklichkeit.
In unserer still.leben-Serie zum Enneagramm widmet sich jede Folge einer der hilfreichen Früchte, die Gott in uns wachsen lässt. In dieser Folge widmen wir uns in einer geführten Meditation der Rechtschaffenheit. Das Wort Rechtschaffenheit klingt in unseren heutigen Ohren ein wenig veraltet. Rechtschaffenheit kann man umschreiben mit Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit und Integrität.
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Die Frucht des Geistes ist Güte
Enneagramm-Serie #2 Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22) In der Bibel steht …
Shownotes
Enneagramm-Serie #2Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22)
In der Bibel steht, dass Gott in uns Menschen gute Früchte wachsen lässt. Der Apostel Paulus zählt insgesamt neun solcher Früchte auf: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. In der Mystik ist eine Persönlichkeits-Typologie verbreitet, die den Namen «Enneagramm» trägt. Übersetzt bedeutet das «Neun-Zeichen». Die Persönlichkeits-Typologie des Enneagramms wird auch in der Psychologie angewendet. Sie hilft Menschen, sich selbst und andere besser zu verstehen.
Das Enneagramm orientiert sich am triadischen Prinzip von Kopf, Herz und Bauch. Zu diesen drei Körperregionen haben wir bereits drei still.leben-Folgen produziert. Siehe Folgen 32, 33 und 34.
In unserer still.leben-Serie zum Enneagramm widmet sich jede Folge einer der hilfreichen Früchte, die Gott in uns wachsen lässt.
In dieser Folge widmen wir uns in der geführten Meditation der Güte.
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Die Frucht des Geistes ist Geduld
Enneagramm-Serie #1 Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22) In der Mystik ist …
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Enneagramm-Serie #1Text in dieser Folge: «Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.» (Die Bibel, Galater 5,22)
In der Mystik ist eine Persönlichkeits-Typologie verbreitet, die den Namen «Enneagramm» trägt. Übersetzt bedeutet das «Neun-Zeichen». Eine Persönlichkeits-Typologie wie das Enneagramm kann uns dabei helfen, Menschen und ihre Charaktere besser zu verstehen. Sie beschreibt typische Muster im Verhalten oder in der Gefühlswelt, ohne die Vielfalt der menschlichen Persönlichkeit auf starre Kategorien zu reduzieren.
Das Enneagramm geht unter anderem auf Erkenntnisse zurück, die Wüstenväter wie Evagrius Ponticus hatten. Sie entdeckten – fernab der Zivilisation und jeglicher Ablenkung – dass alle Menschen Herausforderungen in ihrem Leben haben. Die einen kämpfen mit Wut, andere mit Betrug, und wieder andere mit Faulheit. Das Enneagramm landet dann bei neun unterschiedlichen individuellen Herausforderungen.
Aus dieser Erkenntnis hat sich ein Persönlichkeitsmodell entwickelt, das auch in der Psychologie angewendet wird. Im Coaching und in der Beratung hilft das Modell des Enneagramms Menschen, sich selbst und andere besser zu verstehen.
Im Gegensatz zu anderen Typologien wird man beim Enneagramm nicht einfach in eine Schublade gesteckt, sondern es zeigt einen Weg auf, wie durch Gottes Unterstützung in uns eine heilsame Veränderung möglich ist.
Wir haben uns entschlossen, eine still.leben-Serie zum Enneagramm zu machen. Jede Folge widmet sich einer dieser hilfreichen Früchte, die Gott in uns wachsen lässt. Du kannst die Serie ganz ohne Vorkenntnisse über das Enneagramm geniessen. Wenn du aber mehr über die alte Weisheitstradition erfahren möchtest, findest du hier weiterführende Literatur dazu:
– Richard Rohr, Andreas Ebert «Das Enneagramm» – Andreas Ebert «Die Spiritualität des Enneagramms» – Helen Palmer «Sich selbst und andere verstehen lernen» – Gabriele Labudde «Enneagramm» – Marianne Skarics «Enneagramm und Hochsensibilität»
In dieser Folge widmen wir uns in der geführten Meditation der Geduld.
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Ich freu mich, dass die Sonne täglich neu aufgeht
Eine Natur-Meditation Text in dieser Folge: «Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht. Und dass die Sonne täglich neu aufgeht. Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter, gefällt mir wohl. Da steht …
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Eine Natur-MeditationText in dieser Folge: «Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht. Und dass die Sonne täglich neu aufgeht. Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter, gefällt mir wohl. Da steht ein Sinn dahinter, Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn. Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn! Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn. Ich freue mich vor allem, dass ich bin.» (Mascha Kaléko)
Diese Folge lässt sich am besten draussen in der freien Natur hören. Wenn du also Lust und Zeit für einen kleinen Spaziergang hast, dann wäre das ein guter Moment dafür. Du kannst die Folge aber auch als Gedankenreise mitmachen.
Die Natur ist immer wieder eine Quelle der Freude, wie die jüdische Dichterin Mascha Kaléko in ihrem Gedicht ausdrückt. Und schon immer war die Betrachtung der Natur, der wunderbaren Schöpfung, für Mystikerinnen und Mystiker auch ein wichtiger Zugang zu Gott.
Pfarrer Stefan Kunz hat in seinem Buch «Jesus atmen» eine Naturmeditation geschrieben, die uns für diese Folge inspiriert hat.
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Der Mensch lebt von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt
Eine Meditation nach der «lectio divina» Text in dieser Folge: «Nicht vom Brot allein lebt der Mensch, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.» (Die Bibel. Evangelium nach Matthäus, Kapitel 4, Vers …
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Eine Meditation nach der «lectio divina»Text in dieser Folge: «Nicht vom Brot allein lebt der Mensch, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.» (Die Bibel. Evangelium nach Matthäus, Kapitel 4, Vers 4)
In vielen Klöstern wird regelmässig die sogenannte «lectio divina», die «göttliche Lesung», praktiziert. Damit ist gemeint, dass ein Bibeltext gründlich gelesen und darüber meditiert wird. Im 12. Jahrhundert beschrieb der Kartäusermönch Guigo vier Schritte dieser «lectio divina», die sich dann in der Praxis in vielen Klöstern durchgesetzt haben:
- Lesen
- Meditation
- Gebet
- Kontemplation
Er schrieb dazu, dass eine Bibel-Lesung ohne Meditation trocken und leer sei, eine Meditation ohne Bibel-Lesung in die Irre führe.
Er schrieb auch: Gebet ohne Meditation sei lau, und Meditation ohne Gebet bleibe unfruchtbar.
In der geführten Meditation nehmen wir die vier Schritte des Mönchs Guigo auf und praktizieren die «lectio divina».
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Ich will schweigen und will hören, was Gott in mir rede
Eine Meditation mit einem Text von Meister Eckhart Text in dieser Folge: «Ich will sitzen und will schweigen und will hören, was Gott in mir rede.» (Meister Eckhart) Meister Eckhart gehört zu den …
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Eine Meditation mit einem Text von Meister EckhartText in dieser Folge: «Ich will sitzen und will schweigen und will hören, was Gott in mir rede.» (Meister Eckhart)
Meister Eckhart gehört zu den einflussreichsten deutschen Mystikern. Er wurde im Jahr 1260 geboren und trat als junger Mann als Mönch in den Dominikanerorden ein. Dieser Orden wird auch als «Predigerorden» bezeichnet, da die Verkündung des Evangeliums ein wichtiges Ziel ist. Der Orden ist daher auch für seine fundiert akademisch geprägte Theologie und den missionarischen Eifer bekannt.
Wie viele andere Dominikaner war auch Meister Eckhart als Dozent an einer Universität tätig, nämlich in Paris. Später wurde er Vorsteher des Dominikanerklosters in Erfurt und machte innerhalb des Ordens eine beeindruckende Karriere.
Seine Aussagen in seinen Predigten haben immer wieder für Aufsehen gesorgt. So vertrat Meister Eckhart die Ansicht, dass in jedem Menschen ein göttlicher Funke vorhanden ist, dass Gott also im Innersten der eigenen Seele zu finden ist.
Wie immer wieder in der Kirchengeschichte wurden seine mystischen Gedanken von der offiziellen Kirche als Irrlehre bezeichnet. Meister Eckhart wurde daher als Abtrünniger angeklagt. Noch vor Abschluss des Prozesses verstarb er jedoch.
Seine Texte sind bis heute immer wieder eine Inspirationsquelle für Menschen auf dem kontemplativen Weg. In der geführten Meditation nehmen wir einen Text Meister Eckharts als Hilfe, damit wir ganz in der Stille vor Gott verweilen können.
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Stille schnuppern
Ein Selbsttest zum Einstieg in die Stille Text in dieser Folge: «Ein neuer Kontinent zu entdecken Expedition ins Land des Schweigens die Schatzkarte ausgefaltet zwischen der All-Geschichte und meinem kleinen …
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Ein Selbsttest zum Einstieg in die StilleText in dieser Folge: «Ein neuer Kontinent zu entdecken Expedition ins Land des Schweigens die Schatzkarte ausgefaltet zwischen der All-Geschichte und meinem kleinen zögernden Herzsack auch ihm gilt der Ruf gegen den Strom leerer Getriebe aufwärts quellwärts zur grossen Stille am Grund des Herzens wo ich höre, wie Leben sprudelt» (Barbara Dietz-Stilli)
Barbara Dietz-Stilli hat Anglistik, Pädagogik und Theologie studiert. In ihren Texten und Gedichten werden viele ihrer Erfahrungen auf dem kontemplativen Weg sichtbar. In ihrem Buch «Experiment Stille» hat Barbara Dietz-Stilli einen «Selbsttest zum Einstieg» formuliert. Eine Reihe von Fragen helfen dabei, den Wert der Stille zu entdecken. Wo spürst du eine Resonanz? Was macht dich neugierig, noch tiefer in die Stille einzutauchen? Inspiriert von den Texten von Barbara Dietz-Stilli möchten wir in der geführten Meditation «Stille schnuppern».
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Jahweh
Eine Meditation zum Namen Gottes Text in dieser Folge: «Mose sprach zu Gott: Wie ist dein Name? Gott sprach zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Jahweh, der Gott eurer Väter, hat mich zu euch gesandt …
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Eine Meditation zum Namen GottesText in dieser Folge: «Mose sprach zu Gott: Wie ist dein Name? Gott sprach zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Jahweh, der Gott eurer Väter, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig, mit dem man mich anrufen soll von Generation zu Generation. Darum geh hin und versammle die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: Jahweh ist mir erschienen.» (Die Bibel. 2. Mose 3 in Auszügen)
Verbundenheit mit Gott, Verbundenheit mit mir selber, Verbundenheit mit den Menschen und Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung, die uns umgibt. Das ist es, was wir mit still.leben anstreben. An einer Stelle in der Bibel wird das Bewusstsein, dass wir miteinander und mit Gott verbunden sind, besonders deutlich: Gott stellt sich im 2. Buch Mose mit seinem Namen vor: Jahweh - so werden die vier hebräischen Buchstaben JHWH meist übersetzt. Viele Theologinnen und Theologen, die die Bibel auslegen, gehen davon aus, dass der Name Jahweh lautmalerisch also vom Klang her gedacht ist. So wie es auch im Deutschen Begriffe gibt, die im Klang die Bedeutung aufgreifen wie zum Beispiel: rauschen oder klirren oder piepen.
Der Name Gottes Jahweh ist auch ein lautmalerisches Wort: (Einatmen)-Jaaah (Ausatmen)-Weeh
Der Name Gottes wird also eigentlich nicht gesprochen, sondern geatmet. Was für ein wunderschönes Bild: Alle Menschen atmen ununterbrochen den Namen Gottes. Alle Menschen atmen. Egal, was sie essen, welche Musik sie mögen, welche Kleidung sie tragen. Egal, welche Sprache sie sprechen und wie sie aussehen. Alle Menschen auf der ganzen Welt sind miteinander verbunden, weil wir die gleiche Luft einatmen. Und wir sind nicht nur untereinander verbunden, sondern auch mit der ganzen Tier- und Pflanzenwelt. Mit der ganzen Schöpfung und mit Jahweh selber. Und das ganz unmittelbar und nah.
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Das wundervolle Wörtlein "und"
Eine Meditation mit einem Text von Richard Rohr Text in dieser Folge: «'Und' lehrt uns, Ja zu sagen. 'Und' erlaubt uns, sowohl als auch zu sein. 'Und' schützt uns vor Entweder-oder. 'Und' lehrt uns, geduldig …
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Eine Meditation mit einem Text von Richard RohrText in dieser Folge: «'Und' lehrt uns, Ja zu sagen. 'Und' erlaubt uns, sowohl als auch zu sein. 'Und' schützt uns vor Entweder-oder. 'Und' lehrt uns, geduldig und langmütig zu sein. 'Und' bewahrt uns vor Schwarz-Weiss-Denken. 'Und' zerspaltet die Gegenwart nicht. 'Und' lässt uns allem gegenüber aufnahmebereit und mitfühlend sein. 'Und' verlangt, dass unsere Kontemplation zur Aktion wird. 'Und' besteht darauf, dass unsere Aktion immer auch kontemplativ ist. 'Und' erlaubt uns, immer beide Seiten zu kritisieren. 'Und' erlaubt uns, immer beide Seiten zu würdigen. 'Und' hilft uns, die eigene dunkle Seite zu sehen und anzunehmen. 'Und' ermöglicht uns, um Vergebung zu bitten und uns zu entschuldigen. 'Und' ist der Weg der Barmherzigkeit. 'Und' macht praktische Liebe im Alltag möglich. 'Und' traut keiner Liebe, die nicht zugleich Gerechtigkeit ist. 'Und' traut keiner Gerechtigkeit, die nicht zugleich Liebe ist. 'Und' ist das eigentliche Geheimnis der Trinität.» (nach Richard Rohr)
Contemplatio auf Lateinisch bedeutet Betrachtung, Kontemplation. Es geht also ums Sehen. Es geht darum, innerlich zu schauen, etwas mit dem inneren Auge zu sehen. Mystikerinnen und Mystiker haben die Kontemplation darum «Sehen mit dem dritten Auge» genannt. Und sie sagen, dass wir ohne das dritte Auge die Wirklichkeit nicht so sehen, wie sie ist. Wir nehmen die Wirklichkeit nur gefärbt durch unsere eigenen Erfahrungen wahr. Unser Ego legt uns eine Menge Krücken vor, damit wir möglichst gut dazustehen. Aber dadurch nehmen wir Menschen und Situationen nicht so wahr, wie sie eigentlich sind. Und das wäre die Voraussetzung, um wirklich liebesfähig zu werden. Kontemplation bedeutet: Ich übe, dass ich wahrnehmen kann - ungeschützt, achtsam, ohne zu bewerten. Dass ich Situationen zulassen und annehmen kann und sie nicht kontrollieren oder beherrschen muss. Unser Denken ist aber so geprägt, dass wir unterscheiden und urteilen. Gut - schlecht. Böse - lieb. Freund - Feind, usw. Man könnte in der Geschichte weit zurückgehen, um herauszufinden, warum unser Denken so geprägt ist. Die griechisch-römische Philosophie hat das ganz stark betont. Es gibt eine Wahrheit und wenn A wahr ist, muss B zwangsläufig falsch sein. Die Dualität ist in unserem westlichen Denken sehr stark ausgeprägt. Im hebräischen Denken können Widersprüche zum Beispiel einfach nebeneinander stehen. Häufig haben wir dann das Bedürfnis, das sofort aufzulösen. Vielleicht geht es dir auch so, dass dir Widersprüchlichkeiten Mühe bereiten. Wenn im Christentum über Gott gesprochen wird, geschieht das aber häufig in Form von Widersprüchlichem. Ein Blick in die altkirchlichen Bekenntnisse zeigt das gut:
- Jesus ist ganz Gott und ganz Mensch.
- Gott ist einer und doch drei.
- Maria ist Jungfrau und Mutter. Wir kommen dem göttlichen Geheimnis näher, wenn wir Widersprüchlichkeiten sehen und sie aushalten. In dieser Folge hilft uns in der geführten Meditation ein Text von Richard Rohr dabei, der um das kleine verbindende Wort 'und' kreist.
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Von guten Mächten wunderbar geborgen
Eine Meditation mit einem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer Text in dieser Folge: «Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz …
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Eine Meditation mit einem Gedicht von Dietrich BonhoefferText in dieser Folge: «Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.» (Dietrich Bonhoeffer)
Dietrich Bonhoeffer hat sein bekanntestes Gedicht in einer Zeit der Unsicherheit und Bedrohung geschrieben - im Gefängnis 1944, kurz vor seinem Tod. Der evangelische Theologe war zu diesem Zeitpunkt seit einem Jahr inhaftiert. In seiner Gefängniszelle in Berlin versuchte er trotz allem, einen möglichst normalen Alltag zu leben; mit Schlafen, Essen, Lesen, Briefeschreiben, Beten und Turnen.
Am 19. Dezember 1944 darf Dietrich Bonhoeffer einen Brief an seine Verlobte Maria von Wedemeyer schicken: Ein Blatt Papier, beide Seiten sind vollgeschrieben. Hoffnungsvoll schreibt er: «Es ist, als ob die Seele in der Einsamkeit Organe ausbildet, die wir im Alltag kaum kennen. So habe ich mich noch keinen Augenblick allein und verlassen gefühlt.» Auf der Rückseite steht das Gedicht, das mit den Worten «Von guten Mächten treu und still umgeben» beginnt.
Trotz aller Zuversicht und Hoffnung überlebt Dietrich Bonhoeffer den Krieg nicht. Nicht einmal ein halbes Jahr später - es ist kurz vor Kriegsende, die Alliierten sind schon im Vormarsch - da wird Dietrich Bonhoeffer am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet. Der Weihnachtsbrief an seine Verlobte ist einer seiner letzten Berichte aus der Haft.
Trotz Dunkelheit und Angst schreibt Bonhoeffer in dem Brief von Vertrauen, Geborgenheit und der stillen Hoffnung, dass uns eine Kraft durchdringt, die stärker ist als wir selbst.
In der geführten Meditation verwenden wir einzelne Textpassagen aus dem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer.
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Gott kann geliebt, aber nicht gedacht werden
Eine Meditation inspiriert durch das Buch «Die Wolke des Nichtwissens». Text in dieser Folge: «Alles, woran du denkst, steht – solange du bewusst denkst – zwischen dir und Gott. Denn Gott kann geliebt, aber …
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Eine Meditation inspiriert durch das Buch «Die Wolke des Nichtwissens».Text in dieser Folge: «Alles, woran du denkst, steht – solange du bewusst denkst – zwischen dir und Gott. Denn Gott kann geliebt, aber nicht gedacht werden.» (Autor:in unbekannt)
«Die Wolke des Nichtwissens» ist ein alter mystischer Text aus dem 14. Jahrhundert. Der Autor oder die Autorin ist nicht bekannt. Das Buch, das im 20. Jahrhundert wiederentdeckt wurde, soll Menschen in eine kontemplative christliche Spiritualität einführen. Der Autor/die Autorin geht davon aus, dass wir mit Gott oder dem Göttlichen nicht mit Denken oder mit unserem Verstand in Kontakt treten können, sondern nur durch Hingabe. Indem wir in eine «Wolke des Nichtwissens» eintreten, abseits von allen Begriffen.
In der geführten Meditation versuchen wir, für einen Moment das Denken loszulassen und uns ganz in eine stille Gegenwart zu versenken.
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Gott, o nimm mich mir, und gib mich ganz zu eigen dir
Eine Meditation zu einem Gebet von Niklaus von Flüe Text in dieser Folge: «Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir Gott, o nimm mich mir, und gib mich ganz …
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Eine Meditation zu einem Gebet von Niklaus von FlüeText in dieser Folge: «Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir Gott, o nimm mich mir, und gib mich ganz zu eigen dir.» (Niklaus von Flüe)
Niklaus von Flüe ist der wohl bekannteste Schweizer Mystiker. Viele kennen ihn auch unter dem Namen «Bruder Klaus». Er lebte im 15. Jahrhundert im Kanton Obwalden in der Innerschweiz. Sein Leben kann grob in zwei Hälften eingeteilt werden. Im ersten Teil war er ein wohlhabender Bauer. Er engagierte sich politisch als Ratsherr, diente als Offizier im Alten Zürichkrieg und war auch als Richter eingesetzt. Mit seiner Frau Dorothea hatte er zehn Kinder. Mit 50 Jahren machte er dann eine grosse Wandlung durch. Diese Veränderung zeichnete sich schon länger ab. Niklaus und seine Frau Dorothea hatten viele Jahre damit gerungen: Er wollte seine Familie und seine Ämter verlassen und als Einsiedler unterwegs sein. Tatsächlich machte er sich dann als Pilger auf den Weg gemacht. Sein ältester Sohn übernahm den Bauernhof. Nach einer längeren Wanderung liess er sich ganz in der Nähe seines Heimatortes in einer Schlucht als Einsiedler nieder. In der Ranft-Schlucht zimmerte er sich selbst aus Holz eine kleine Klause. Bereits nach einem Jahr bauten die Leute aus dem Dorf eine kleine Kapelle für ihn. Nach seinem Tod ist Flüeli-Ranft zu einem beliebten Wallfahrtsort geworden und Niklaus von Flüe wurde von der katholischen Kirche heilig gesprochen. Heute steht im kleinen Tal noch eine zweite, grössere Kirche. Als Einsiedler richtete Bruder Klaus sein Leben ganz auf das Gebet aus und wurde für viele Menschen ein wichtiger Ratgeber. Auch in politischen Angelegenheiten half er als Berater. Unter anderem vermittelte er zwischen den städtischen und ländlichen Kantonen der jungen Schweizer Eidgenossenschaft und konnte so einen Krieg verhindern. Deshalb gilt Nikolaus von Flüe als Schweizer Nationalheiliger. Ein Gebet soll Bruder Klaus jeden Tag gebetet haben. Es beinhaltet den mystischen Dreischritt der Reinigung, Erleuchtung und Vereinigung:
Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir - die Reinigung Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir - die Erleuchtung Gott, o nimm mich mir, und gib mich ganz zu eigen dir - die Vereinigung
In der geführten Meditation gehen wir mit Bruder Klaus die drei Stufen des mystischen Weges.
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Still und leise die Verbindung zu Dir, Gott, spüren
Eine Meditation mit Liedtexten von Martin Pepper Text in dieser Folge: «Ich will einfach, still und leise die Verbindung zu Dir, Gott, spüren, mich auf heilsame Weise in deiner Gegenwart verlieren.» (Martin …
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Eine Meditation mit Liedtexten von Martin PepperText in dieser Folge: «Ich will einfach, still und leise die Verbindung zu Dir, Gott, spüren, mich auf heilsame Weise in deiner Gegenwart verlieren.» (Martin Pepper)
«Lust auf Gott. Einführung in die christliche Mystik» heisst ein Buch des deutschen Theologen und Publizisten Werner Thiede. Im Hauptteil werden 34 Mystikerinnen und Mystiker aus der Geschichte des Christentums beschrieben. Es fängt mit Jesus und Paulus an, dann folgen «Kirchenväter» wie zum Beispiel Augustinus. Danach geht es weiter zu den Mystikerinnen aus dem Mittelalter wie Hildegard von Bingen und schliesslich in die Neuzeit zu Dorothee Sölle. Der jüngste Mystiker, der porträtiert wird, ist Martin Pepper, ein zeitgenössischer deutscher Liedermacher aus Berlin. Bekannt ist er vor allem durch seine charismatischen Anbetungslieder.
Genau wie in der christlichen Mystik geht es auch in Martin Peppers Liedern um eine Gotteserfahrung. In seinen Liedtexten wird die «unio mystica» - das Eins-Werden mit Gott beschrieben. Pepper sagt selbst, dass er stark von der Mystik geprägt ist: «Mystik im Sinne von innerer, lebendiger Gotteserfahrung hat mich in meinem Christsein von Anfang an begeistert.»
In der geführten Meditation unterstützen uns Auszüge aus den Liedtexten Martin Peppers auf dem Weg in die Stille, in die Gegenwart vor Gott.
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Gott ist der Gott des Heute. Leben ist jetzt.
Eine geführte Meditation mit Gedankenbildern von Bernhard von Clairvaux. Text in dieser Folge: «Gott ist der Gott des Heute. Leben ist jetzt. Jeder Tag hat Gewicht, jeder ist eine neue Herausforderung. Das …
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Eine geführte Meditation mit Gedankenbildern von Bernhard von Clairvaux.Text in dieser Folge: «Gott ist der Gott des Heute. Leben ist jetzt. Jeder Tag hat Gewicht, jeder ist eine neue Herausforderung. Das ganze Leben ist eine Folge von Anfängen.» (Ruth Pfau)
Ruth Pfau war eine katholische Ordensschwester und Frauenärztin. Sie setzte sich bis zu ihrem Tod im Jahr 2017 in Pakistan für Leprakranke ein. Ein wichtiger Gedanke von ihr war, dass der Ort, wo wir SIND - und nicht der Ort, wo wir gerne WÄREN - der Ort ist, wo wir uns einsetzen müssen. Als Ordensschwester wusste sie aber auch, wie wichtig neben der Arbeit auch das Gebet ist. Immer nur Arbeiten, immer nur Geben: Das geht nicht lange gut. Manchmal heisst Leben auch Schweigen. Sich füllen lassen, damit man später anderen Menschen aus dieser Fülle heraus helfen kann.
Die geführte Meditation soll dir dabei helfen, dass du dich füllen lassen und Kraft bei Gott schöpfen kannst. Durch die Meditation führen uns Gedankenbilder des bekannten christlichen Mystikers Bernhard von Clairvaux.
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Gott ist in der Mitte. Alles in uns schweige.
Eine Meditation mit Texten von Gerhard Tersteegen Text in dieser Folge: «Gott ist in der Mitte. Alles in uns schweige.» (Gerhard Tersteegen) Einer der bedeutendsten evangelischen Mystiker ist Gerhard …
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Eine Meditation mit Texten von Gerhard TersteegenText in dieser Folge: «Gott ist in der Mitte. Alles in uns schweige.» (Gerhard Tersteegen)
Einer der bedeutendsten evangelischen Mystiker ist Gerhard Tersteegen. Der deutsche Prediger, Seelsorger, Dichter und Komponist lebte im 18. Jahrhundert im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen.
Nach einer Begegnung mit Gott gab er seine Arbeitsstelle in einer Bandweberei auf und widmete sich ganz dem Bibelstudium, dem Schreiben und dem Dienst an den Menschen. Er lebte bewusst in Armut, zurückgezogen und unverheiratet, wie viele Mönche und Nonnen vor ihm.
Als erster Protestant gründete er eine geistliche Bruderschaft. Seine Tätigkeit als Wanderprediger war für manche evangelische Pastoren ein Dorn im Auge, und sie haben es geschafft, dass Gerhard Tersteegen von der Landeskirche ein zehnjähriges Redeverbot erhielt.
Von Gerhard Tersteegen ist vor allem sein Liedgut erhalten geblieben, das uns bis heute in den katholischen und reformierten Gesangbüchern in vielen Ländern rund um die Welt begegnet.
In der geführten Meditation gehen wir in Stille mit Worten aus dem Lied «Gott ist gegenwärtig». Das Lied sucht die Gegenwart Gottes zunächst in der Mitte der Gemeinde, die miteinander singt, wendet sich dann aber immer mehr dem Inneren des Menschen zu. Am Schluss nimmt das Lied den klassischen Dreischritt von Reinigung, Erleuchtung und Vereinigung auf, der in der Mystik immer wieder beschrieben wird.
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Gott liebt
Der Weg der Liebenden Text in dieser Folge: «Gott liebt, und die Seele, die in Liebe ist, die ist in Gott und Gott ist in ihr. Gott ist überall in der Seele und sie ist in ihm überall.» (Meister Eckhart) In der …
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Der Weg der LiebendenText in dieser Folge: «Gott liebt, und die Seele, die in Liebe ist, die ist in Gott und Gott ist in ihr. Gott ist überall in der Seele und sie ist in ihm überall.» (Meister Eckhart)
In der christlichen Mystik begegnen wir drei elementaren Wegen, wie sich Menschen auf das Göttliche ausrichten:
- Die Pilgerin und der Pilger
- Die Alchimistin und der Alchimist
- Die Liebende und der Liebende
Nach Evelyn Underhill, einer britischen Mystik-Forscherin lassen sich diese drei Typen wie folgt beschreiben: Der Pilger sehnt sich nach dem heiligen Ziel - nach Gott - und macht sich auf den Weg, oft durch eine äussere oder innere Wüste, über Berge und durch die Nacht. Sein Leben ist ein Prozess. Er lebt von der Hoffnung, dass jeder Schritt ihn näher zur göttlichen Wirklichkeit führt. Die Alchimistin sucht nach der Verwandlung - nicht nur der Materie, sondern vor allem des Herzens. Im Alchimisten wirkt das Bild von Christus wie ein inneres Feuer, das alles Unreine verbrennt und das Gold der Seele freilegt. Der Liebende verliert sich ganz im Du von Gott. Für ihn ist Gott nicht ein fernes Ziel oder eine innere Verwandlung - sondern die Gegenwart eines Geliebten. Beten heisst für ihn: lieben - mit Herz, Leib und Geist.»
In der heutigen Meditation gehen wir den Weg der Liebenden.
Mehr dazu findest du in folgendem Buch: Marion Küstenmacher, Integrales Christentum. Einübung in eine neue spirituelle Intelligenz, Gütersloh 2018, S. 342-347.
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